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Entscheidungsgenerator? Mitnichten!

„Entscheidung“ oder „Unterscheidung“? Wenn man bei vatican.va, immerhin das offizielle Portal des Vatikan, das Vorbereitungsdokument für die nächste Versammlung der Bischofssynode aufruft, findet man den Titel „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung“. Im Text selber findet sich als Titel für die Veranstaltung „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsunterscheidung“. Entscheidung oder Unterscheidung, das ist die Frage.

Auf einmal ist er ganz prominent: Der Begriff „Unterscheidung“, vorher nur spirituellen Spezialisten geläufig, wurde von Papst Franziskus ins Zentrum seiner Vorstellung von geistlichem Leben und von Seelsorge gestellt. Unter „Entscheidung“ kann man sich was vorstellen, bei „Unterscheidung“ ist das schon schwieriger.

Papst Franziskus am ersten Tag seines Pontifikates

Papst Franziskus am ersten Tag seines Pontifikates

Bei der Unterscheidung geht es um das, was Karl Rahner einmal als die „Konkretheit und Unableitbarkeit des menschlichen freien Handelns“ genannt hat. Soll heißen: man kann die Entscheidungen des Handelns nicht ins Allgemeine heben, vom allgemein Gültigen her klären, sonst wäre das „Konkrete zu einem bloßen Fall des Allgemeinen“ degradiert. Der Text Rahners stammt übrigens schon aus den 50er Jahren, „Zur Logik der existenziellen Erkenntnis“ ist aber immer noch lesenswert.

Die sich auf Ignatius von Loyola – den Gründer des Jesuitenordens – berufende Tradition will nichts weniger, als den Betenden in Kontakt zu bringen mit dem Willen Gottes. Nicht mit allgemeinen Prinzipien, nicht mir Allaussagen, wie die Logik das nennt. In Rahners eigener und sehr sperriger Sprache (aus einem anderen Artikel): „Diese Wahl aber ist für Ignatius dort (..) nicht einfach die Anwendung allgemeiner menschlicher, christlicher und kirchlicher Normen auf einen Einzelfall, der so nur, wenn vielleicht auch sehr komplex, die Einzelrealisation des Allgemeinen wäre, sondern die Wahl des über alle allgemeinen Normen hinaus je einmalig von Gott Gewollten und Zugeschickten“.

 

Keine Anwendung allgemeiner Prinzipien

 

Soll heißen: Eine Wahl – das Ergebnis der Unterscheidung – erfolgt in der Einmaligkeit der Begegnung zwischen Gott und Mensch.

Rahner besteht darauf, dass die Kirche als Handelnde in dem Gebetsprozess nicht vorkommt. Sie ist Rahmen, sie ist Ort, sie ist Vorgabe und Vermittlung, handelt selber aber nicht zwischen Gott und Mensch, wenn es um die Exerzitien und damit um die Unterscheidung geht. Das macht mich nicht zum Herrn über die Kirche, Rahmen und Ort bleiben Rahmen und Ort, es gibt kein „für mich ist …“. Aber es gilt auch die Unmittelbarkeit im Gebet. „Der Wille Gottes ist nicht einfach und restlos vermittelt durch die objektiven Strukturen von Welt, allgemeiner Gültigkeit des Christlichen und der Kirche“, um noch einmal Rahner zu zitieren.

Machen wir ein Beispiel und nehmen den Text, der so gerne und viel debattiert wird, Amoris Laetitia: „Die Geschiedenen in einer neuen Verbindung, zum Beispiel, können sich in sehr unterschiedlichen Situationen befinden, die nicht katalogisiert oder in allzu starre Aussagen eingeschlossen werden dürfen, ohne einer angemessenen persönlichen und pastoralen Unterscheidung Raum zu geben“. „Die Synodenväter haben zum Ausdruck gebracht, dass die Hirten in ihrer Urteilsfindung immer ‚angemessen zu unterscheiden‘ haben, mit einem ‚differenzierten Blick‘ für ‚unterschiedliche Situationen‘. Wir wissen, dass es ‚keine Patentrezepte’ gibt“ (298).

 

Kein Suchen von Zeichen

 

Dabei geht es nicht darum, Zeichen zu suchen, die Gott sendet. Das ist ein Missverständnis, das einem häufiger begegnet. Ein Zeichen würde ja die „Wahl“ aufheben, weil sich daraus eine Eindeutigkeit ergäbe. Es geht um Sorgfalt, um Gebet und immer wieder Gebet, es geht um Nuancen und innere Freiheit, es geht um das Handeln Gottes in mir, es geht um Erfahrung und Wahrnehmung.

Das kann Angst auslösen, weil es keine automatisch sich ergebenden Lösungen für Probleme gibt. Ich gebe also eine Situation in einen Entscheidungsgenerator und heraus kommt ein durch Ethik, Moral, Gesetz und Tradition gedecktes Ergebnis. Ohne eigenes Zutun. Genau das ist Unterscheidung eben nicht.

 

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Mehr als nur Worte

Da kommt man ja kaum noch nach, mit den Nachrichten in dieser Woche: Wieder einmal Amoris Laetitia, dieses Mal aber lehramtlich von Seiten des Papstes. Dann die Übersetzung des Vaterunser, keine triviale Sache. Der fünfte Geburtstag des Twitteraccounts des Papstes steht auch an, dann dasHochfest und der Advent.

In der täglichen Besprechung der Themen des Tages haben wir immer wieder gelacht. Die französische Redaktion hatte ein Interview mit dem Autor des Vaterunser ausgemacht, so stand es im Plan. „Also mit dem Heiligen Geist“, kam gleich der Einwurf, und damit das Lachen. Das Interview verschob sich und so kam Ankündigung und Witz noch zwei Mal.

Griechische Bibelschrift, 10. Jh. Quelle: Wikipedia

Griechische Bibelschrift, 10. Jh. Quelle: Wikipedia

Die anderen Sprachen haben sich nicht viel dabei gedacht, bis in Deutschland ein Bischof die französische Übersetzung kritisierte und dann der Papst diese Übersetzung lobte. Öffentlich. Auf einmal ist das ein Thema.

Keine triviale Sache, habe ich das genannt. Das Vaterunser ist ja nicht nur das Gebet, Jesus seinen Jüngerinnen und Jüngern beigebracht hat, so ist es überliefert. Es ist auch das Gebet, das die meisten noch im Halbschlaf erinnern. Dort ein Wort zu verändern wirft uns sozusagen aus der Bahn, ein Leben lang eingeübte Praxis zu ändern.

 

Wer führt in Versuchung?

 

Dass Gott uns in Versuchung führt sei keine gute Übersetzung, so der Papst. Und das beträfe ja auch unsere eigene, die deutsche. Mt 6:13 übersetzt in der Neuen Einheitsübersetzung sagt: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen!“ Genauso sagt es die Lutherbibel, mit dem Zusatz „erlöse uns von dem Bösen“.

Die Neue Genfer Übersetzung ist da schon näher an der neuen französischen und damit an der vom Papst gelobten: „Und lass uns nicht in Versuchung geraten, sondern errette uns vor dem Bösen.“ Dieselbe Übersetzung zu Lk 11: „Und lass uns nicht in Versuchung geraten“, während die Einheitsübersetzung auch hier sagt: „Und führe uns nicht in Versuchung!“. Die neue französische Übersetzung sagt: „Et ne nous laisse pas entrer en tentation.“

„εἰσενέγκῃς ἡμᾶς εἰς πειρασμόν” heißt es auf Griechisch bei Lukas, was „in etwas hinein führen“ bedeutet. Matthäus benutzt dasselbe Wort. Wobei ich einschränkend sagen muss, dass ich genaue moderne Exegese in diesem Punkt nicht kenne, da sind jetzt die Fachleute gefragt. Der Vatikan hat übrigens die neue französische Übersetzung schon 2013 approbiert.

 

Übersetzen ist kein trivialer Akt

 

In Versuchung führen oder in Versuchung geraten lassen, das ist schon etwas anderes und nicht schlicht Haarspalterei. Der Grund ist ganz einfach und theologisch fundiert: Ein Vater macht sowas nicht, jemanden in Versuchung führenm sagt der Papst. Und er sagt in seiner TV-Sendung auf Italienisch „battere“, klopfen, pochen, schlagen. Bildlich also. Der Vater schaut nicht einfach auf den, der gefallen ist. Der Vater – Gott – hilft wieder auf.

Bischof Voderholzer hatte in seinem Kommentar auf den Zusammenhang mit Erbsündenlehre verwiesen, es stehe dem Menschen nicht an, Jesus zu korrigieren. Zwar müsse man das Gebet erklären, aber nicht ändern, so lautete seine Kritik.

Wenn man es aber ändert, dann wird aus der Bitte an Gott, etwas nicht zu tun, eine Bitte um Schutz. Und trotz aller möglicher anderer Themen finde ich das das wichtigste: hier geht es um Gottesbild und um Gebet. Und wenn wir darüber nicht sprechen, dann ist eigentlich alles andere nicht mehr wichtig. Sprechen wir darüber, sprechen wir darüber was und wie wir beten, was wir meinen, wie wir es sagen, einzeln und in Gemeinschaft und in Liturgie.

Eine gute Debatte, finde ich.

 

Seite 3 der BILD von diesem Freitag

Seite 3 der BILD von diesem Freitag

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Spannungsfeld Papst

Mit meinem letzten Post habe ich mich weit aus dem Fenster gelehnt. Und falsch gelegen. Der Papst kann mit seiner Reise nach Myanmar und Bangladesch nicht gewinnen, habe ich gesagt. Und zu den Gründen stehe ich auch nach wie vor. Aber jetzt, da die Reise läuft, muss ich meine Schlussfolgerungen dann doch ändern.

Einen Schritt dazu habe ich schon gemacht, in einem Artikel für die Zeitung Die Zeit. Jetzt hat der Papst Bangladesch für die Aufnahme von muslimischen Flüchtlingen gelobt. Ohne das Wort ‚Rohingya‘ zu benutzen. Und er hat drei Familien von Rohingya auf die Bühne gegrüßt und sie so ins Rampenlicht gesetzt. Und um Vergebung gebeten. Und das Wort Rohingya gebraucht. Wer jetzt nicht versteht, dem ist auch nicht zu helfen.

Ankunft in Bangladesch: Begrüßung der Gläubigen vor der Messe an diesem Freitag

Ankunft in Bangladesch: Begrüßung der Gläubigen vor der Messe an diesem Freitag

Für die Zeit habe ich das „Methode Franziskus“ genannt, bewusst undiplomatisches Verhalten, das Unruhe schafft und Spielräume öffnet. Der Papst macht etwas, tut etwas, sagt etwas, und geht damit einen ungewohnten Weg. Er nutzt das Wort ‚Rohingya‘ im August, obwohl die Bischöfe des Landes schon im Juni gebeten hatten, das nicht zu tun. Dann sind alle aufgeregt, die Bischöfe, die Generäle, alle Journalisten wollen wissen ob er das durchhält, Druck auf Aung San Suu Kyi, auf die Machthaber, alle sind unter Spannung weil nicht alles nach fein abgezirkeltem Plan läuft.

In Myanmar wurde vor allen offiziellen Terminen erst einmal ein informelles Treffen mit den Generälen eingeschoben, danach außerdem ein interreligiöses Treffen. Da war auf einmal Bewegung drin.

 

Im Kern konstruktiv

 

Vorsicht: das ist kein Elefant-im-Porzellanladen verhalten. Also erst mal Schaden anrichten und dann sich als gegen-das-Establishment aufspielen, wie das der Herr im Weißen Haus drüben tut. Was der Papst macht ist im Kern konstruktiv, nur geht es eben über Spannung.

Und es geht – und das ist die ganz große Stärke – über Religion. Es sind religiöse Botschaften, die er bringt, auch die vom Frieden und das Sprechen von Flüchtlingen ist keine rein humanitäre Aktion, das ist mehr. Und das gibt ihm überhaupt erst die Möglichkeit, diese Spannungsfelder zu erzeugen.

Und damit untergräbt er auch nicht seine moralische Autorität. Das ist ja der Vorwurf, der ihm von unserer westlichen Seite aus gemacht wurde. Demnach hat man nur moralische Autorität, wenn man offen und ehrlich die Dinge anspricht und die Konsequenzen in Kauf nimmt. Das mag so sein, das bringt aber nicht das, wofür der Papst einstehen will: Frieden und Hilfe für die Menschen vor Ort.

 

Religiöse Autorität

 

Genauer betrachtet ist es also kein „Versuch“, den der Papst unternimmt, wie ich etwas ungenau im vergangenen Kommentar hier geschrieben habe. Ich habe dazu gelernt. Es ist seine Art des Beitrags zum Gemeinwohl. Er betet an der Trennmauer, die Israel baut, und schafft Unruhe im Land, was zu Reaktionen führt. Das heißt, man reagiert. Er fährt dahin, wohin schon keiner mehr fährt. Er spricht mit Leuten, mit denen keiner mehr spricht, weil ja eh klar ist, was die sagen. Und er schafft diese Spannungsfelder, in denen auf einmal etwas an Bewegung möglich ist, wo es vorher keine geben konnte.

Geistliche Politik, Beitrag von Religion zum Gemeinwesen und zum Frieden, man nenne es, wie man will. Aber es ist zutiefst päpstlich.

 

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Er kann nicht gewinnen

Er kann gar nicht gewinnen. Und probiert es trotzdem. So etwa mag ich das Projekt zusammenfassen, was der Papst in diesen Tagen unternimmt: die Papstreise nach Myanmar und Bangladesch.

Die große Frage ist natürlich die nach den Rohingya, der ethnischen Minderheit, die aus Myanmar fliehen und die von Bangladesch nicht aufgenommen werden. Das Problem ist natürlich viel größer, es betrifft auch noch andere Länder, aber die besuchten Länder sind sind die beiden Länder im Fokus. Und ein Papst, der sich die Flüchtlingsproblematik so sehr auf die Fahne geschrieben hat – siehe Papstbotschaft zum Friedenstag in der vergangenen Woche – der richtet ganz natürlich das Augenmerk auf die Situation der Menschen dort.

Der Papst ist wieder unterwegs: hier bei seiner bisher letzten Reise, in Kolumbien

Der Papst ist wieder unterwegs: hier bei seiner bisher letzten Reise, in Kolumbien

Warum kann er nicht gewinnen? Weil er in einer der berühmten Zwickmühlen steckt. Nehmen wir das Beispiel Aun Sang Suu Kyi, ihr wird vorgeworfen, nicht deutlich genug gegen die Verfolgung der Rohingya aufzustehen, obwohl sie das Land faktisch regiert. Dasselbe wird man dem Papst vorwerfen: Dass er nicht laut genug protestiert habe.

Die Kirche im Land hat wiederholt darauf hingewiesen, und das auch öffentlich, dass es viel mehr Minderheiten gibt als nur die eine und dass das Leben auch für die anderen mit Leid verbunden ist.

Die Bischöfe haben den Papst sogar direkt gebeten, auf den Begriff „Rohingya“ zu verzichten. Schon im Juni, also weit im Vorlauf, hätte man das Anliegen vorgebracht, so Erzbischof Alexander Pyone Cho, zu dessen Bistum auch das Krisengebiet Rakhine gehört. Die Agentur Ucanews zitiert ihn: „Wir haben gesagt, dass das Wort Rohingya im Land immer noch ein sensibler Punkt ist und daher während der Reise besser nicht benutzt wird“. Die Konzentration auf die Rohingya verdränge andere Probleme und gebe außerdem den Militärs die Macht und die Legitimität, wieder einzugreifen.

Wenn er also den Hinweisen der Ortskirche folgt, dann macht er es uns Westlern nicht recht, wenn er es uns Westlern recht macht, dann richtet er vielleicht im Land selber mehr Schaden an als Nutzen.

 

Schaden oder Nutzen?

 

Das meinte ich damit, dass er nicht gewinnen kann. Aber er probiert es trotzdem. Ich muss kein Prophet sein um vorauszusagen, dass es um Frieden, Frieden und Frieden gehen wird. Religionen tragen zum Frieden bei, wenn es echte Religionen sind, das war und ist sein Thema.

Gespräch mit den Religionen überhaupt ist wichtig, das kann man mit Blick auf das Programm sehen. Ob es dann aber tatsächlich zu mehr Frieden beiträgt, hängt vor allen an den Menschen vor Ort.

Natürlich darf man nachfragen, ob die Tatsache, dass etwas im Land ein sensibler Punkt ist, ausreicht für die Begründung eines Verzichts. Aber das ist eine Debatte, die vor allem im Land geführt werden muss.

Und: Der Papst hat eine starke geistliche Autorität. Das ist etwas, was wir im weitgehend säkularisierten Westen fast nicht mehr spüren. In einer geistlich starken Region wie Südasien spielt das aber eine große Rolle. Ob nun Buddhisten in Myanmar oder Muslime in Bangladesch, gemeinsam mit den vielen Minderheiten: es wird sehr wohl wahrgenommen, was er sagt. Dass er also nicht gewinnen kann, muss ich an dieser Stelle zurück nehmen.

Es ist eine diplomatisch schwierige Reise in eine Konfliktzone, von der wir hier lange nichts haben mitgekommen wollen. Es ist eine geistlich anspruchsvolle Reise.

Unsere westlichen und medialen Erwartungen in Bezug auf die Flüchtlingskrise sind enorm. Aber er hat keine Angst, sich den Vorwurf zuzuziehen, er habe mit irgendwem paktiert. Der Papst fährt hin und versucht sich am Dialog, diplomatisch, menschlich, geistlich.

 

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#aufdemwegzurarbeit

Jeden Morgen ein Bild: Seit einigen Monaten habe ich ein kleines Projekt, das irgendwie so nebenbei entstanden ist. Jeden Morgen gehe ich zur Arbeit, was nicht weiter verwunderlich ist. Aber jeden Morgen mache ich und poste ich ein Bild von meinem Weg zur Arbeit. Erst als Spaß und dann, weil Fotografie mir Spaß macht, mit ein wenig Ehrgeiz.

Spiegelbild

Spiegelbild

Der Weg zur Arbeit ist kurz und nach zehn Monaten wird es langsam interessant, ich muss schon genauer hinsehen, wenn sich nichts Besonderes in den Weg stellt, um fotografiert zu werden. Auch sind die Bilder mittlerweile schwarzweiß geworden, diese Ausdrucksform lag mir immer schon näher.

Meistens sind es Bilder aus Rom, naturgemäß. Aber ich bemühe mich, das auch unterwegs zu machen, was das Ganze dann etwas auflockert. Aber das Herz liegt dann doch bei den Rom-Bildern.

Das hier ist natürlich ein Werbe-Stück. Aber warum auch nicht? Es ist ein kleiner Beitrag zur Schönheit der Welt, der Kultur, manchmal auch der Natur, aber da bin ich nicht so gut.

Mein Weg ist natürlich reiner Luxus. Ich habe hier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die jeden und auch wirklich jeden Morgen im Stau stecken, Wohnraum der Nähe zur Innenstadt ist rar und teuer und meistens an Touristen vergeben. Ich habe es also gut mit meinem kurzen sieben-Minuten-Gang vom Haus zum Büro. So gut, dass ich ab und zu einfach einen Umweg mache, ab und zu muss man sich halt bewegen.

Wenn Sie also Lust haben: einfach mal vorbei schauen. Und ich freue mich auch über ein Like…

#aufdemwegzurarbeit
Spiegelbild
Bahnhof Termini
Über den Dächern
Selbstbildnis
Sonnenaufgang
Engelsburg
Wolkenhimmel
Erst mal Sportnachrichten, auch wenn es weh tut
Via della Conciliazione
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Keine Bilder

Es wird eine Reise an die Peripherie der Welt: Am Sonntag bricht der Papst auf nach Myanmar und Bangladesch. Ohne jetzt die Klischees aufmachen zu wollen, hat das eine ganze Reihe von Herausforderungen.

Verkehr, Sprache, Flüchtlinge: alles Mögliche wird die Papstreise zu etwas Besonderem machen. Die Herausforderung, die mich aber heute am meisten beschäftigt: es wird von den meisten der Veranstaltungen, Begegnungen und Liturgien keine live-Bilder geben.

Es wird also nicht nur keine Übertragungen geben, was bei einer Zeitverschiebung von fünfeinhalb Stunden vielleicht keine Katastrophe ist. Wir werden hier das Ganze nicht verfolgen können. Und damit wird die Berichterstattung zu einer Herausforderung.

Wir haben Leute vor Ort, die uns berichten können. Aber wie das alles dann bei uns ankommen wird, wissen wir noch nicht. Und wir wissen auch nicht, ob unsere Leute dann bei allem dabei sein können.

Der Papst ist ja vor allem ein sichtbarer Papst, alles als Foto, als live-Bild, als Übertragung und so weiter. Es wird spannend, wie wir das alles berichten und verfolgen, wenn diese Bilder einmal nicht zur Verfügung stehen.

Ein Experiment.

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An der Lebenswirklichkeit vorbei

Es gehört zu den Gemeinplätzen kirchlichen Denkens, dass viel mehr Menschen auf der Suche nach Sinn und Geistlichem sind, als in die Kirche kommen. Und die Verkaufserfolge von esoterischen Büchern scheinen das ja auch zu bestätigen.

Das gibt irgendwie Hoffnung: Wenn wir nur besser werden, wenn wir niederschwelliger werden, wenn wir einladender werden, dann werden wir vielleicht auch attraktiver als Gemeinschaft und dann wird das Wort Gottes vielleicht auch eher ankommen und sich als das zeigen, was es ist.

All you need ... . Skulptur vor dem Museum Hamburger Bahnhof, Berlin

All you need … . Hamburger Bahnhof, Berlin

Falsch, sagt jetzt ein Religionssoziologe. Die EKD hat Detlef Pollack aus Münster eingeladen, vor der Synode zu sprechen und das hat er auch getan. Und dabei die von ihm so bezeichnete „praktisch-theologisch unterstellte Suche der Menschen nach Sinn und höherer Bedeutung“ einer Kritik unterzogen.

Ich zitiere aus seinem Vortrag:

„Nur etwa 8 % der Deutschen geben an, sehr oft über den Sinn des Lebens nachzudenken. Die Mehrheit denkt nicht oft darüber nach. Nur etwa 10 % erklären, sie wären religiös auf der Suche. Dass unser Zeitalter durch ein hohes Maß an religiöser Sehnsucht charakterisiert sei, lässt sich nicht behaupten. Mit anderen Worten: Die zurückgehende religiös-kirchliche Bindung hat nicht nur etwas mit dem Profil des kirchlichen Angebots zu tun, sondern auch etwas mit der schwachen religiösen Nachfrage.“

Damit ist der Gemeinplatz, dass Menschen irgendwie suchten, falsch, bzw. in den Worten Pollacks trifft er die Lebenswirklichkeit der Menschen nicht. Es geht also nicht nur darum, Bedürfnisse nach Sinn zu befriedigen, sondern darum, dieses Bedürfnis erst einmal zu wecken.

Das ist eine ganz andere Aufgabe als wir uns das bisher vielleicht vorgestellt haben. Und sie geht alle christlichen Gemeinschaften gleich an.

„Wenn uns etwas in heilige Sorge versetzen und unser Gewissen beunruhigen soll, dann ist es die Tatsache, dass so viele unserer Brüder und Schwestern ohne die Kraft, das Licht und den Trost der Freundschaft mit Jesus Christus leben, ohne eine Glaubensgemeinschaft, die sie aufnimmt, ohne einen Horizont von Sinn und Leben. Ich hoffe, dass mehr als die Furcht, einen Fehler zu machen, unser Beweggrund die Furcht sei, uns einzuschließen in die Strukturen, die uns einen falschen Schutz geben, in die Normen, die uns in unnachsichtige Richter verwandeln, in die Gewohnheiten, in denen wir uns ruhig fühlen, während draußen eine hungrige Menschenmenge wartet und Jesus uns pausenlos wiederholt: ‚Gebt ihr ihnen zu essen!‘ (Mk 6,37).“ (Evangelii Gaudium 49)

Wir müssen uns also unterhalten darüber, was heute das Wecken der Frage nach Sinn und Bedeutung sein kann. Und auch darüber, was der ‚Hunger‘ der Menschen eigentlich ist. Mit der einfachen Unterstellung, da sei schon irgendwie die Suche, kommen wir offensichtlich nicht weiter.

 

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Gemaltes Selbstbewusstsein

Zu den Attributen, die an dieser Stelle regelmäßig schlecht wegkommen, gehört „Bürgerlichkeit“. „Verbürgerlichung“ ist das Schimpfwort dazu. Das ist natürlich unfair, weil es in der Überzeichnung die Komplexität nicht trifft. Und natürlich gibt es bürgerliches Engagement, es gibt den Sinn für die Beteiligung an Staat und Gesellschaft, die bürgerlich zu nennen ist, und allerlei andere Dimensionen, denen man nicht wirklich gerecht wird.

Bürgerlich kann auch positiv sein. Damit will ich nicht die vorher gemachten Argumente wieder aus der Debatte nehmen, aber es kann ja helfen, den Blick etwas zu heben.

Eine Gelegenheit, mir das entstehende Bürgertum in seiner Selbstdarstellung einmal genauer anzusehen, hatte ich jetzt in Amsterdam. Eigentlich war ich ja zu einer Konferenz da, aber davor und danach muss man sich ja etwas gönnen.

Das Hermitage-Museum an der Amstel (ein Ableger der Hermitage in Sankt Petersburg) hat zwei Ausstellungen aus dem so genannten „Goldenen Zeitalter“ der Stadt. Die erste heißt schlicht „Holländische Meister“ und zeigt natürlich Rembrandt, daneben Frans Hals, Ferdinand Bol und andere Rembrandt-Schüler.

Ausstellung „Dutch Masters“ aus der Hermitage Sankt Petersburg

Ausstellung „Dutch Masters“ aus der Hermitage Sankt Petersburg

Es waren in Amsterdam nicht die Fürsten und nach dem Bildersturm von 1566 auch nicht die Kirchen, welche Kunst in Auftrag gaben, sondern die Bürger, also die Kaufleute, Ärzte, Händler. Und die wollten zwar auch allerlei Allegorie und biblische Malerei sehen, diese dann aber nicht in Kapellen, sondern in den eigenen Kontoren und Häusern aufhängen. Vor allem aber wollten sie sich selber sehen, und so sieht man eine ganze Reihe von Händlern, Kaufleuten, Künstlern, erst bunt gekleidet und gerne mit Degen, später ausschließlich in Schwarz mit dem berühmten komplizierten spanischen Kragen.

Die meisten Portraits sind natürlich, im Fall Rembrandt verblüffend sogar. Man kann das Selbstbewusstsein der Dargestellten geradezu anfassen, es sind alles Persönlichkeiten. Es sind Individuen, die sich immer in den Zeichen-Kanon ihrer Gesellschaft einfügen, also keine Indivudualisten, sondern wirklich Individuen.

 

Bilder für Häuser, nicht Kirchen

 

Man sieht ihnen an, dass sie keine Fürsten über sich haben, sondern alles selber, unter sich regeln. Bürger also, im ursprünglichen Sinn des Wortes.

Wobei wir dann auch schon bei zweiten Ausstellung sind, die im selben Gebäude untergebracht ist. Portrait-Malerei des Goldenen Zeitalters. Wobei der Titel etwas verwirrend ist: es sind nicht Einzel-Portraits, wie in der ersten Ausstellung, sondern vor allem Gruppen-Portraits, die hier zu sehen sind. Die Gruppen derer, die das Sagen haben in der Stadt.

Das berühmteste dieser Bilder ist das später „Nachtwache“ genannte Gemälde Rembrandts, das gar nicht weit weg im Rijksmuseum hängt. Hier in der Hermitage Amsterdam hängen nun die Schwestern und Brüder dieser Nachtwache, unter anderem die Bilder, die tatsächlich neben dem Bild gehangen haben, in dem Gebäude, für das es gemalt worden war.

Bürgerwerhren und wohltätige Menschen: Ausstellung in Amsterdam

Bürgerwerhren und wohltätige Menschen: Ausstellung in Amsterdam

Es sind Bürgerwehren, die hier zu sehen sind, das sich selbst verteidigende und nicht von Mächten abhängende Bürgertum in Waffen. Es sind natürlich nur diejenigen zu sehen, die was zu sagen hatten. Also die dazu gehörten. Es war nicht einfach, Offizier in einer solchen Bürgerwehr zu werden, mit Soldat-Sein wie heute hat das nichts zu tun, das wurden nur die Mitglieder des Patriziats, da musste man richtig viel Geld haben oder richtig heiraten.

Zu sehen sind auch die Verantwortlichen der wohltätigen Stiftungen, der Waisenhäuser und Krankeninstitutionen, der Armenhilfe und so weiter. Und auch hier wieder nur diejenigen, die dazu gehören, die Armen und Kranken sind allenfalls im Hintergrund, als Dekoration sozusagen für die eigene Wohltätigkeit, zu sehen. Weiterlesen

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Räuberbanden

Der Zyniker mag sagen, Gott habe die Welt halt gut geschaffen, nicht gerecht. Aber das kann auch nur ein Zyniker sagen.

Dass es mit der Gerechtigkeit nicht weit her ist, zeigen in diesen Tagen einmal mehr Investigative Journalisten. In Deutschland ist es die Süddeutsche Zeitung, die Tag für Tag berichtet, wer alles keine Steuern zahlen will und sich deswegen auf Kanalinseln zurück zieht. Apple zum Beispiel. Oder Nike.

Keine Steuern zahlen will? Das klingt noch harmlos. Eigentlich muss es heißen: wer sich seinen Pflichten entzieht. Denn genau das machen diese Leute: Steuern sind der Preis, den wir für eine zivilisierte Gesellschaft zahlen, eine Gesellaschaft mit Schulen, mit Polizei, mit Krankenhäusern und Universitäten. Wer sich dem entzieht – und hier geht es um erhebliche Summen – der zeigt eine erhebliche Verachtung für Gesellschaft und Staat.

Ich weiß gar nicht, was schlimmer ist: dass mich das schon gar nicht mehr überrascht oder die Menge derer, die jetzt ans Licht kommen. Nach den Panama-Papieren, dem Luxenburg-Skandal jetzt nun die Paradies-Papiere.

 

Sich den Pflichten entziehen

 

Die Einzelbeispiele muss man gut in Augenschein nehmen, ob und wie Bono oder Madonna oder Prinz Charles profitiert haben, muss man heraus finden. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Fakt ist aber auch, dass es Reiche offensichtlich schaffen, sich den Pflichten zu entziehen. Wer eine Million hat, der kann sich in einer Beteiligungsgesellschaft engagieren und zahlt nichts mehr. Das Geld wird dem Sozialkreislauf entzogen.

Die New York Times hat dazu heute eine Grafik. Der Abstand zwischen den, die viel haben, und denen, die wenig bis nichts haben, wird immer größer. Egal ob wir nun den Ausdruck von der Wirtschaft, die tötet, in den Mund nehmen wollen oder nicht, wir haben ein massives Gerechtigkeitsproblem.

„Was sind überhaupt Reiche, wenn die Gerechtigkeit fehlt , anderes als große Räuberbanden?“ Fragt Aurelius Augustinus. Das Kriterium für „Räuberbande“ bei ihm ist die Straflosigkeit. Und die haben sich die netten Herren und Damen erhofft. Sich den Pflichten entziehen, Habgierig sein, vielleicht sogar im strengen Sinn des Worts legal, aber eben nicht legitim. Man will von den Früchten der Zivilisation essen, aber selber nichts zu ihr beitragen.

Da sind die individuellen Fälle – Bono, Madonna und wer-weiß-nich-noch – zwar für die Boulevardpresse interessant, schlimmer sind aber die wirklich großen und systemisch angegangenen Summen: Dazu och einmal Aurelius Augustinus, aus demselben Abschnitt seines Buches. Er schließt den Gedanken mit einer kleinen Geschichte. „Hübsch und wahr ist der Ausspruch den ein ertappter Seeräuber Alexander dem Großen gegenüber getan hat . Auf die Frage des Königs, was ihm denn einfalle, daß er das Meer unsicher mache, erwiderte er mit freimütigem Trotz: „Und was fällt dir ein, daß du den Erdkreis unsicher machst? aber freilich, weil ich es mit einem armseligen Fahrzeug tue, nennt man mich einen Räuber, und dich nennt man Gebieter, weil du es mit einer großen Flotte tust“.“

 

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Verwirrt

Von Leitung erwartet man Klarheit. Dafür ist sie schließlich da. Auch theologisch gesehen ist „euer Ja sei ein Ja“ eindeutig belegt, da kann es keinen Zweifel geben. Auch über die Evangelien hinaus hat die Bibel hat ja einiges zu sagen über diejenigen, die gegen diese Klarheit verstoßen und in die Irre führen. Über falsche Propheten und dergleichen.

Verwirrer? Papst Franziskus bei einer Generalaudienz

Verwirrer? Papst Franziskus bei einer Generalaudienz

Und so ist es nicht verwunderlich, dass der Vorwurf der „Verwirrung“ einer der stärksten ist, die derzeit gegen den Papst erhoben werden. Gerade frisch auf dem Tisch: Der offene Brief eines US-amerikanischen Theologen und Kapuzinerpaters. Der Papst stifte Verwirrung, wo sein Amt eigentlich das der „Stärkung der Brüder“ ist, wie Jesus dem Petrus aufgetragen hatte. Verwirrung aber ist Schwächung.

Nun gibt es aber verschiedene Versionen von Verwirrung. Oder vielleicht besser ausgedrückt: Ursachen von Verwirrung. Es gibt Verwirrung, die absichtlich herbeigeredet wird. Dinge werden auf die Spitze getrieben und Fangfragen gestellt, so dass Verwirrung dabei heraus kommen muss.

 

Der jüngste Vorwurf

 

Das tut der jüngste Vorwurf an den Papst ausdrücklich nicht, Pater Thomas G. Weinandy sieht auch Verwirrung, aber er erzeugt sie nicht erst durch Übersimplifizierungen und Überspitzungen. Deswegen nehme ich das hier ernst. Und zwar durch meinen Widerspruch.

Durch den gesamten Brief des Kapuzinerpaters zieht sich die Überzeugung, dass der Kern des Christentums die „katholische Lehre“ ist, „Catholic teaching“. Diese Lehre ist unveränderlich, jede Abweichung oder Änderung erzeugt eben Verwirrung, weil nicht mehr klar sei, was gelte.

Der Vorwurf gegen den Papst ist stark: Sünde wider den Heiligen Geist. Das ist ziemlich nah dran an dem Jesuswort „Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben werden. Auch wer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem wird vergeben werden; wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in der zukünftigen Welt“ (Mt 12:31f). Der Brief kommt versöhnlich in seiner Sprache daher, machen wir uns aber nichts vor, dahinter meint der Pater es sehr ernst.

 

Sünde wider die Wahrheit

 

Also: Abweichen von der unveränderlichen Lehre ist Sünde wider die Wahrheit. Und nur wo Wahrheit ist, kann echte Liebe sein, alles andere folgt von diesem Ausgangspunkt. Weiterlesen

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