Alles bleibt anders

Es ist irgendwie anders als sonst. Wir schauen voraus und planen das Jahr und stellen fest, dass da gar nichts zu planen ist. Gut, da sind Papstreisen in Italien und eine nach Portugal, im Mai, aber sonst ist noch nichts bestätigt oder als festes Gerücht im Umlauf.

Er könne nicht nach Argentinien kommen, denn es gebe schon feste Zusagen in Afrika und Asien, hat der Papst gesagt, was genau das aber sein wird, wissen wir zu Beginn diesen Jahres aber nicht.

Weltkugel? Christbaumkugel? Papst Franziskus betet das Angelus auf dem Petersplatz

Weltkugel? Christbaumkugel? Papst Franziskus betet das Angelus auf dem Petersplatz

Es sind aber nicht nur die Papstreisen. Es gibt keinen Weltjugendtag in diesem Jahr. Es gibt keine Versammlung der Bischofssynode in diesem Jahr. Beides waren ja Großereignisse, welche die Papstjahre in der Vergangenheit geprägt haben.

Natürlich ist der Papst immer für eine Überraschung gut, oder vielleicht sollte man eher sagen, dass heute anders geplant wird als noch vor fünf Jahren, alles ist flexibler geworden. Trotzdem scheint irgendwie das vor uns liegende Jahr weniger von aufsehen erregenden Ereignissen geprägt zu werden, als mehr von den berühmten „Mühen der Ebene“. Die Reform des Vatikan muss weitere klare Schritte machen, hier bei uns im Haus merkt man das sehr deutlich.

 

Die berühmten „Mühen der Ebene“

 

Das noch größere aber viel weniger greifbare Projekt des Papstes, der Traum von einer missionarischen Kirche, ist auch ständig auf der Tagesordnung. Vielleicht ist das ja eine Chance: Wenn wir weniger auf die großen Events starren, bleibt uns vielleicht etwas mehr Zeit für die Beobachtung von langfristigen Entwicklungen.

Da ich diesen Satz schreibe, kommen mir gleich schon die Zweifel, das verkauft sich nicht, das ist keine News, der Papst wiederholt sich ständig, das will keiner mehr wissen, er hat nichts Neues zu sagen, das werden die Einwände werden. Auch das eine Erwartung für das kommende Jahr, es wird ohne die Leuchttürme schwieriger, den Papst in den „Mühen der Ebene“ zu berichten. Die Faszination ist da und bleibt wohl auch noch, jetzt muss sich aber zeigen, ob das, was Franziskus zu sagen hat, ankommt oder ob es immer eines Reizes von Rom aus bedarf.

Bleibt Barmherzigkeit ein Thema, oder ist das nach dem Heiligen Jahr irgendwie abgehakt? Reden wir weiter über Ehe und Familie und wie das heute glaubend und verantwortet gelebt werden kann, oder schauen wir nur auf Konflikte? Ich jedenfalls bin gespannt, was 2017 so alles bringen wird.

Und ich bin sicher, in einem letzten Post am Ende des Jahres werde ich wieder sagen, dass dann doch alles anders gekommen ist, als wir alle vermutet haben.

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28 Kommentare zu Alles bleibt anders

  1. Christine Promny sagt:

    Gluckliches neues Jahr wunsche ich dem Papst Franziskus und Radio Vatikan und der Welt.Ich erwarte nur das Leben im Glauben in der Hoffnung und in der Liebe auf allen Ebenen in der Kirche sowie in der Politik in der Kultur und in der Forschung.GOTTES SEGEN UND DAS Vetrauen sollen uns zur Einigheit fuhren.

  2. Roswitha Steffens sagt:

    Wenn sich jeder dieses Jahr auf das besinnt, was er wirklich kann, dann sollte es ein gutes Jahr werden, denn dann tragen alle ihren Teil dazu bei, dass dieses Jahr Menschsein wirklich gelingen kann. Bei uns in Deutschland stehen Bundestagswahlen an und schon jetzt fragt man sich um was es dabei eigentlich geht, um das Volk oder um die Regenten.

    Gerade der Papst hat sich im vergangenen Jahr mit Schriftstücken so intensiv ins Leben eingebracht, dass es noch viel Zeit in Anspruch nehmen sollte, sich ihrer gewissenhaft und nachhaltig anzunehmen.

    Ich will gar nicht wissen was dieses Jahr bringen wird, denn die Pläne die jeder hat sollen nicht durch unvorhersehbare Dinge des Lebens überschattet werden, sie sollen sich in den Personen erfüllen, die sie gerechtfertigt in das Leben stellen, das ihnen auf ein Jahr beschränkt die Möglichkeit dazu gibt, sie auch selbst abzuarbeiten.

    Mein Wunsch für dieses Jahr ist ganz bescheiden, ich möchte es auf das beschränken was es ist, der überschaubare Zeitraum für den es sich mit ganzer Kraft täglich einzusetzen lohnt, um es so in ein gutes und friedliches Ende zu führen. Die Stationen, die es uns dank Gott zur Besinnung bietet, die sollten wir auch entsprechend nutzen, um rückblickend zu erfassen, wie sinnvoll unsere Planung war und wie viel wir davon verwirklichen konnten. Sich selbst dabei zu überdenken und die eigenen Grenzen zu akzeptieren, das scheint die größte Hürde, die das friedliche Miteinander oft erschwert. Zu gerne verlassen sich Mitmenschen bei ihrer Planung auf Personen, die vielleicht ganz andere Pläne verfolgen und das erschwert das Zusammenleben unnötig, denn jeder hat das Recht auf eigene Planungsfreiräume, die er dann entsprechend seiner persönlichen Fähigkeiten nutzen kann.

    Ich bin froh, wenn ich nicht zu viele Termine habe, denn die geben mir immer das Gefühl, ich stünde unter Zeitdruck und hätte nicht genügend Freiraum für mich persönlich. Dahingegen sind terminfreie Zonen ein Genuss, den ich gerne annehme, um jeden Tag für sich allein zu stellen und in seiner ganzen Fülle dankbar anzunehmen.

  3. Gabriele Luzia sagt:

    Wir können es manchmal nur schwer aushalten, einfach abzuwarten. Dazu habe ich passende Segenswünsche in meinem Adventskalender gefunden:

    „Sei gesegnet mit einem großen Ja zur Welt,
    aber lass nichts, wie es ist.
    Sei gesegnet mit einem großen Ja zum Menschen,
    aber begnüge dich nicht mit Barmherzigkeit.
    Sei gesegnet mit einem großen Ja zu dir selbst,
    aber bleibe offen für andere.
    Sei gesegnet mit einem großen Ja zu Gott,
    aber lasse ihn nur machen,
    er macht alles gut.“ (Roland Breitenbach, Stefan Philipps)

    So viel ist zu tun im Neuen Jahr, viel „Arbeit“, die Welt zu verbessern, wartet auf jeden von uns!

    Ich wünsche Ihnen, Pater Hagenkord, und allen, die sich hier treffen mit oder ohne Worte ein gesegnetes Neues Jahr!
    Der Herr wird es füllen, dieses Neue Jahr, da bin ich mir sicher.
    Aber auch Menschen werden es mit einer z.T. eigenwilligen Auffassung von Freiheit leider füllen. Dem zu begegnen und es ggf. umzukehren in Segen, ist Auftrag für jeden von uns.

  4. Ein Kompliment diesmal für das Foto (samt Bilderklärung)- gut gemacht!

  5. Michael sagt:

    Hw. Pater Hagenkord,
    Ihr Beitrag versetzt wohl nicht nur mich sondern viele Katkoliken in Staunen!
    Dies mag an Ihrer jesuitischen Herkunft rühren, aus der Sie die Werke und Taten von Papst Bergoglio eher unter einer rosaroten Brille betrachten.
    Betrachten wir das bisherige Pontifikat mal ganz nüchtern:
    Seit seinem mehr als unkonventionellen Auftritt auf der Benediktionloggia, das mehr an des eines einfachen Landpfarrers erinnerte, als des eines Papstes der nicht nur Stellvertreter unseres Herrn Jesus Christus ist sondern auch in der Nachfolge des Hl. Petrus steht. Papst Franziskus scheint bei jeder seiner zum Teil unbedachten Handlungen und noch schlimmer der freien Rede, nicht zu bedenken, daß seine Person vollständig sich dem Amt und er Würde hintenanzustellen hat. So wie es alle seine Vorgänger in beispielhafter Weise vorgelebt haben. Insbesondere auch der von Papst Franziskus so verehrte Hl. Papst Pius X. !
    Es scheint immer mehr so als ob seine angeblich schlichte und unkonventionelle Lebensweise nichts weiter als Popolismus und viel schlimmer Pauperismus.
    Man darf sich auch mit Grauen an die Aussagen des em. Kardinals Daneels erinnern, der zugab das es Ziel war einen „konservativen“ zu verhindern und die St. Gallener Mafia dies mit allen Kräften tat.
    Auch die Anbiederung an Zeitströme und den Protestantismus lassen einen nur den Kopf schütteln. Franziskus scheint das große II. Vaticanum nach seinem Belieben auszulegen.
    Vielleicht hätte er die letzte Ansprache unseres Papstes Benedikt XVI. sich anhören oder lesen sollen, als dieser vor dem röm. Klerus über das II. Vaticanum sprach.
    Wäre die fortwährenden Ungereimtheiten, fragwürdige Aussagen in freier Rede, der offenkundige Pauperismus, die fehlende Sensibilität zur Liturgie und krude Auslegung der Lehre nicht, könnte man mit Papst Franziskus wunderbar leben, so ist es nur ein ständiger Balanceakt zwischen kindlichem Gehorsam dem Stellvertreter Christi und berechtigter Kritik, wie dies auch nunmehr in der Dubia deutlich wird.
    Die Verdammung der 4 Kardinäle und deren Unterstützer durch die Hofschranzen machen es nicht besser sondern schlimmer.
    Aber manchmal straft der Hl. Geist auch durch die Wahl im Klonlave wie man sehen kann!
    Ich hoffe, daß Papst Franziskus mit seiner eigenen Aussage recht behält und sein Pontifikat nur kurz sein wird und nicht noch mehr Schaden angerichtet wird.
    Hätten wir mehr für Benedikt XVI. gebetet so wäre er nicht vor den Wölfen geflohen (Erste Ansprache nach seiner Wahl)!

    • Pater Hagenkord sagt:

      Da weiß ich gar nicht, wo ich mit der Antwort anfangen soll. „Kritik“ von Kardinälen ist berechtigt, das Gleiche in die andere Richtung ist dann aber schon „Verdammung“? Das scheint Ihre Methode zu sein. Da lässt sich schlecht argumentieren.
      Ich weiß, Sie vermuten bei mir die rosarote Brille, aber dass Sie selber sehr starke Annahmen machen, ohne sie zu begründen, nennen Sie „nüchterne Betrachtung“. So kann man nicht miteinander reden.

    • Amadeus sagt:

      Armer Michael,
      Franziskus benimmt sich nicht wie der Stellvertreter Christi und wie ein Nachfolger des Heiligen Petrus,sondern wie ein einfacher Landpfarrer? Was für ein Vorwurf in Kenntnis dessen, was uns das Evangelium von beiden berichtet. Der eine hat sich des öfteren wie ein kopfloser Feigling benommen und unser Herr hat mit Zöllnern und Dirnen gegessen.
      Merken Sie in Ihrer Selbstgerechtigkeit nicht, was in unserer Zeit angesagt ist???

    • @Michael,

      ist das eine ECHTE(??)Sorge…

      … oder einfach billigste Polemik?

      oder provoziert diese EINHEIT von tiefer Frömmigkeit UND ganz KONKRET GELEBTEM(!!) EVANGELIUM..

      ich bin -noch heute- dankbar, dass der heilige Geist im Konklave dieses „neue Pfingstwunder“ gewirkt hat!!

    • Roswitha Steffens sagt:

      Wer spricht Ihnen als gleichgestelltem Mitmenschen zu über andere Mitmenschen zu richten, denn nichts anderes tun Sie, indem Sie dem Willen des Volkes ungezügelt eine Meinung unterstellen, die keiner Person einen menschenwürdiger Sachverhalt entgegenstellt sondern sich „nur“ der Oberflächlichkeit bedient.

      Würde ist die persönliche Verantwortung, die sich der Sprache bedient, um die Wahrheit aus eigener Person zu reflektieren und nicht Mitmenschen dieser Sachlage zu entziehen.

      Sollten Sie nicht mehr aufwarten können als ihre ganz persönlichen Ansichten, ungeachtet der Würde, die sich daraus für Sie ergibt, indem sie sich selbst durch Sprache zum Ausdruck bringen, dann wünsche ich mir von ganzem Herzen sie stellen sich selbst in die Person, deren Verantwortung Sie in diesem Moment übernehmen, nämlich Gott.

      Wer sind Sie, gegen ihr eigenes Wesen zu wettern, ohne auch nur den Hauch von Verständnis dafür aufzubringen, was das für die Einheit bedeutet?

    • Roswitha Steffens sagt:

      Kurz ausgedürckt, wenn Sie nicht mehr zu sagen haben, dann können Sie es auch für sich behalten, denn ihre Worte gehen im Wohlwollen derer unter, die sich dem Willen Gottes und damit auch in gewisser Weise dem Volk und damit dem Papst unterordnen. Traurig ist nur, dass es offensichtlich von ihrer Sorte Mensch sehr viele gibt. Menschen wie sie sind es, die jeder Person den Glauben an die Menschheit rauben können, der auch Sie als Mitglied trägt, weil Gott es für nötig hält.

      • Konstantin sagt:

        Ja, es gibt Menschen die nicht mehr zu sagen haben. Es gibt aber auch Menschen, die mich hier mit ihren langen monologartigen Kommentaren nur so „zuschütten“ und meiner Meinung nach, ein ungefesseltes Mitteilungsbedürfnis haben, die bei mir sehr viele Fragezeichen hinterlassen.

        MfG

        • Roswitha Steffens sagt:

          Dieser Beitrag kann das ja wohl nicht gewesen sein. Sie sollten ihre Fragen stellen, wenn es Ihnen wichtig ist darauf Antworten zu finden und wenn nicht, dann frage ich mich, warum sie diesen Kommentar hier einstellen.

          Ich habe ein Mitteilungsbedürfnis, weil ich nicht umhin kann zu glauben, dass es unzählige Menschen gibt deren Beiträge in öffentlichen „Foren“ der Würde entbehren, die sie als Personen zu verantworten haben und zwar jede für sich selbst und nicht im Auftrag anderer.

          • Konstantin sagt:

            Ich habe keine Fragen, ich stelle nur fest. Bei ihnen finde ich keine Antworten. Wenn überhaupt, beantworten sie meine Fragen selber. Ja, sie scheinen ein ernormes Mitteilungsbedürfnis zu haben. Und (fast) immer sind sie die erste (!) mit ihren Kommentaren. Dies lässt tief blicken. Mein Ansand und Beruf verbietet mir „weitere Ferndiagnosen“ zu stellen.

            MfG

        • F. H. sagt:

          Sie müssen’s ja nicht lesen – und man (ich) muss auch nicht alles verstehen. Seien Sie nicht so eng und streng!

    • Bayer sagt:

      Ein „einfacher Landpfarrer“ füllt sein Amt oft mit mehr Würde aus, als es auf den ersten Blick aussehen mag. Ich kenne persönlich einige Beispiele und fühle mich als ganz normaler Mensch gut aufgehoben.

      Gerade die Authentizität von Papst Franziskus macht seine Stärke aus. Nichts Pompöses und und fast schon abschreckend äußerlich fadenscheiniges „Heiliges“. Mit dem Papst könnte man sich auf Augenhöhe unterhalten und man müsste nicht im übertragenen Sinn übertrieben auf dem Boden kriechen. Das braucht man heute!

    • Der erste Gedanke, der mir beim Lesen des Textes von Pater Hagenkord kam, war auch, daß doch der Rücktritt des Papstes eine positive Überraschung wäre, wenn schon für 2017 nicht viel anzu-
      stehen scheint.

      Denn, ohne dem amtierenden Papst den guten Willen oder gar den
      Glauben absprechen zu wollen, sehe auch ich fast 4 Jahre nach seiner Erhebung viele Dinge, die kritisch anzumerken sind und wenig, was lobend zu erwähnen wäre.

      Die wesentlichsten Kritikpunkte sind:
      – Zulassung wiederverheiratet Geschiedener (in Einzelfällen) zu
      Beichte und Kommunion; dazu der Versuch diese Änderung über
      schwammige Formulierungen und einer einseitigen
      Überbetonung der Barmherzigkeit in Amoris laetitia
      klammheimlich einführen zu wollen
      – Dezentralisierung der katholischen Kirche
      – unklare und verwirrende Aussagen zur Interkommuion in kon-
      fessionsverschiedenen Ehen
      – unklare und verwirrende Aussagen zum interreligiösen Dialog
      – unklare und verwirrende Aussagen zur Schwangerschaftsverhü-
      tung in besonderen Fällen
      – gravierendste Verkürzungen der Gerichtsbarkeit zur Fest-
      stellung der Gültigkeit bzw. Ungültigkeit von sakramenta-
      len Ehen
      – der katastrophale Vergleich des Missionsauftrages
      Christi mit der Gräuelmission des sogenannten Islami-
      schen Staates
      – der ebenso katastrophale Vergleich von frommen Katho-
      liken, die aufgrund von Schwäche und Sündenanfälligkeit
      trotz ihres Glaubens straffällig werden, mit islamisti-
      schen Terroristen, die gerade wegen ihres Glaubens die
      furchtbarsten Verbrechen begehen
      – die öffentlich erhobene These, wonach der Großteil sa-
      kramentaler Ehen ungültig sei
      – die zur gleichen Zeit und am gleichen Ort erhobene The-
      se, wonach nicht-eheliche Partnerschaften, die treu
      sind, gültig seien
      – die Nichteinladung des Instituts JP II zu den Familien-
      synoden 2014 und 2015 und damit die bewußte Blockade
      einer wesentlichen Stimme innerhalb der Kirche zu Fra-
      gen von Ehe und Familie; neuerdings sogar der Versuch
      der Änderung der inhaltlichen Ausrichtung dieses Instituts
      durch personelle Umbesetzungen
      – die Entscheidung auch nach dem heiligen Jahr der Barmherzig-
      keit, die schwere Sünde der Abtreibung weiterhin schon durch
      einfache Priester vergeben zu können (dies hat in der säku-
      laren Presse zu der Auffassung geführt, dass die Kirche die
      Tötung eines Kindes im Mutterleib nunmehr als läßliche Sünde
      betrachtet, was natürlich nicht stimmt; die Schuld an diesem
      Missverständnis aber trägt der Papst, der doch gewusst haben
      muss, wie von der säkularen Welt solch eine Entscheidung
      interpretiert wird, nämlich katastrophal!)
      – sein zu nachgiebiger Kurs gegenüber den kommunistischen
      Machthabern in China, mit dem er der chinesischen Untergrund-
      kirche in den Rücken fällt
      – sein wenig entwickelter Sinn für die Schönheit der Litur-
      gie, insbesondere der Heiligen Messe
      – sein abschätziger indirekter Vergleich kinderreicher katho-
      lischer Familien mit Kaninchen und ihrer großen Fruchtbar-
      keit; vieles Schöne, was er über Ehe und Familie in Amoris
      laetita gesagt hat, wird durch solche unbedachten Spontan-
      aussagen leider verdunkelt
      – seine Nichtbeantwortung der 5 Fragen (Dubia) der 4 Kardinäle
      zur Haltung der Kirche zu grundlegenden moralischen Fragen
      – der offensichtliche Widerspruch seiner Kritik der Sünde der
      „Geschwätzigkeit“, die er schon mehrfach geäußert hat, zu
      seiner übergroßen Geneigtheit irgendwelchen Zeitungen Inter-
      views zu geben (fast im wöchentlichen Rhythmus!) und dabei
      auch noch eine deutliche Affinität zu Blättern aus dem linken
      Spektrum an den Tag zu legen

      All die genannten Punkte wären unter JPII und BXI nie ein Thema
      gewesen. Von daher kann ich Michaels Verärgerung nachvollziehen
      und hoffe mit ihm gemeinsam auf die baldige Neubesetzung des
      Petristuhles mit einem besseren Mann. Für Franziskus versuche ich
      zu beten und ich wünsche ihm für eine Bekehrung zum richtigen
      und klaren katholischen Weg Gottes Segen. Diesen Weg aber kann er, wie gesagt, auch als Papa emeritus gut gehen.

      • Pater Hagenkord sagt:

        „Einseitige Überbetonung der Barmherzigkeit“? Das kann nicht Ihr Ernst sein. Ich mache solche Vergleiche hier sonst ja nicht, aber hier muss es sein: machen Sie der Bibel den gleichen Vorwurf?
        Was die „unklaren und verwirrenden Aussagen“ angeht: Die treffen genau so auf Benedikt XVI. zu, er hat sich ähnlich ausgedrückt, wenn es etwa um interreligiösen Dialog oder die Verhütung geht. Die Zitate kennen Sie nicht? Nachlesen.
        „Vergleich des Missionsauftrages Christi mit der Gräuelmission des sogenannten Islamischen Staates“: Ist eine reine Erfindung, eine bösartige noch dazu.
        Nichteinladung eines Institutes: Kein einziges Institut war eingeladen.
        „Die öffentlich erhobene These, wonach der Großteil sakramentaler Ehen ungültig sei“: Das hat er übernommen, von normalerweise als sehr konservativ eingeschätzten Kirchenleuten.
        „die Entscheidung auch nach dem heiligen Jahr der Barmherzigkeit, die schwere Sünde der Abtreibung weiterhin schon durch einfache Priester vergeben zu können“: Ihr Vorwurf zielt auf mediale Wirkung. Barmherzigkeit zielt aber nicht auf mediale Wirkung, die Vergebungsgarantie Gottes schon gleich gar nicht, siehe Umgang mit Sündern und Zöllnern und das Gerede darüber.
        Die Punkte waren unter Johannes Paul II. und Benedikt XVI. auch Thema, Sie verdrängen gewaltig, wenn Sie da jetzt einen Gegensatz konstruieren.

        • Da haben wir beide wirklich eine andere Wahrnehmung von päpstlichen
          Verlautbarungen und ich bin mir sicher: Ihre Wahrnehmung (der päpstlichen Verlautbarungen) widerspiegelt die Wirklichkeit nicht.

          Aber ich lasse mich gerne durch entsprechende Belege eines besseren
          belehren.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Ich will Sie aber gar nicht belehren, schon gar nicht eines Besseren. Sie haben klare Maßstäbe, an denen Sie die Welt messen und die festlegen, ob ein Papst für Sie ein guter Papst ist. Das ist Ihr gutes Recht. Leider stützt sich einiges auf falsche Informationen, anderes auf verzerrte – nicht andere – Wahrnehmung. Das ist in Ihrer Verantwortung.

      • @benetto05

        wie dankbar bin ich Papst Franziskus, frere Roger Chiara Lubich Klaus Hemmerle uva.

        die mich befreit haben von diese „Buchstabenreligion“..

        diese Erlösung von (masochistischer) Erniedrigung, denn „GOTT KANN NUR LIEBEN“- frere Roger.

        UND Barmherzigkeit-in all ihren Facetten- ist DAS!! Medikament Gottes für unsere private UND globale Wirklichkeit..

        @benetetto ich wünsche Ihnen diese Erfahrung aus ganzem Herzen..!

        • Erstmal danke lieber Herr Hopfener für Ihre guten Wünsche.
          Ich will gar nicht widersprechen, und das sage ich auch unserem
          Pater Hagenkord, dass die Barmherzigkeit eine wesentliche Eigen-
          schaft Gottes ist. Aber so, wie Sie dazu Ihre Worte wählen („DAS!!
          Medikament Gottes für unsere private UND globale Wirklichkeit.“),
          ist es wirklich zu einseitig und wird missverstanden. Es kommt
          nämlich so an: egal, wie Du lebst (solidarisch, den Nächsten liebend oder egoistisch, hedonistisch, den lieben Gott `nen guten Mann sein lassend) – ist alles ganz egal, kommst eh in den Himmel. Und das stimmt so nicht und entspricht schon gar nicht der Gesamtaussage der Evangelien. Vielleicht können wir uns auf fol-
          gende Aussage einigen: versuchen wir nur mit unserer menschlichen
          Kraft gut zu sein, wird das Versagen immer größer sein als das
          Gute, was wir schaffen können, aber mit Gottes Gnade und BARMHER-
          ZIGKEIT und der Fürsprache der Gottesmutter gelingt uns die Nachfolge Christi doch bis wir Gott im himmlischen Jerusalem schauen dürfen. Aber anstrengen (kämpfen) und im Glauben mühen
          müssen wir uns schon. Joseph Ratzinger hat mal gesagt: „wir können
          nicht irgendwie wurschteln.“ Und dieser Aspekt kommt mir bei
          Franziskus (so wie ich seine Aussagen wahrnehme) einfach zu kurz.

          • @benetetto
            pars pro toto Ihrer Thesen:

            „sein wenig entwickelter Sinn für die Schönheit der Liturgie, insbesondere der Heiligen Messe“

            Papst Franziskus „zelebriert“die Messe nicht…aber er LEBT diese „Geheimnisse“..

            und DAS WICHTIGSTE:

            er lehrt uns ,das die Eucharistie, also das Brotbrechen KEINE „ästhetische Veranstaltung ist!!

            sondern immer in Einheit mit unseren Geschwister mit denen wir das Brot des täglichen Überlebens ganz konkret teilen…!

            eindrücklich die diesjährige Fronleichnamsmesse mit Kardinal Wölki- als Altar dieses Flüchtlingsboot aus Lampedusa..

            dann und nur dann wird die „Schönheit der Liturgie“
            WIRKLICH SEIN LEIB

      • Elisabeth sagt:

        Auf zwei Widersprüche in Ihrer Argumentation (respektive Anschuldigung) möchte ich denn auch gern noch hinweisen:
        Sie werfen dem Papst die Nutzung der Medien zur Verbreitung seiner Botschaft vor und unterstellen ihm offenbar eine vornehmlich auf Öffentlichkeitswirksamkeit gerichtete Agenda.
        Wie beurteilen Sie dann bitte den an die Medien gelangten Brief der vier Kardinäle? Dadurch sollte nicht öffentlich Druck erzeugt und das Thema eskaliert werden?
        Und die vorwiegend säkuläre Schreib- und Leserschaft hat da garantiert alles richtig verstanden und gewichtet?
        Nebenbei: wäre die Verbreitung der christlichen Botschaft als „Geheimsache“ und „nur für Eingeweihte mit gehobenem Theologieverständnis“ wirklich Sinn der Sache?

        Ich würde auch gern daran erinnern, dass die Priester allesamt – ob „einfach“ oder Bischof – durch ihre Weihe in Apostelnachfolge stehen und in persona Christi handeln.
        (Vom gemeinsamen Priestertum aller getauften und gefirmten Christen will ich hier nicht anfangen.)
        Der etwas abfällige Ton ist hier meiner Meinung nach nicht angebracht und gegenüber denen, die tagtäglich die Arbeit und Verantwortung in der Seelsorge tragen, unangemessen.

        „Bekehrung zum richtigen und klaren katholischen Weg“ – eingedenk der Wortherkunft und Begrifflichkeit und der Weltkirche: was ist denn DER richtige, klare, katholische Weg? Nach Gottes Wort, oder Menschenwort?

        Vielleicht provoziert Franziskus durch seine menschennahe Art ungewollt eine Form der Respekt- und Distanzlosigkeit, die sich herauszunehmen bei seinen Amtsvorgängern undenkbar gewesen wäre.
        Sich dazu gerade nicht verleiten zu lassen, sondern besonders als katholischer Christ zu respektieren, dass er – wie auch seine Vorgänger – auf seine Art und nach seinem Ermessen die Kirche repräsentiert und sich nach besten Kräften um Menschen und Erde im Sinn der Evangelien bemüht, mag für einige eine Herausforderung sein. Es wäre aber wünschenswert.

  6. Kaj Engelhart, Stockholm sagt:

    Solche franziskuskritische Kommentare geben sich immer „ganz nüchtern“ und wie aus einer erhöhten Weisheit. Nur leider recht weit weg von Evangelium und Kern der Christusbotschaft. Liegt dahinter nicht ein nostalgisches Festhalten an einer sublimierten, zeremoniösen und formalistischen Tradition die wenig Glut und persönliches Tun fördert?

  7. E Ludwig (Jahrgang44) sagt:

    Wer die vielen reflektierten,suchenden und wegweisenden Äußerungen von PPF im inneren Auge vor sich selbst Revue passieren läßt, kann nicht umhin die Glaubwürdigkeit seiner Suche im Dienst seines Amtes anzuerkennen.
    Das wäre es wert,in Solidarität zu seinem Amt wahrgenommen zu werden, um es in derselben Intension aktiv in das eigene Leben einzubringen.
    Der Zustand der Welt braucht nachdenkliche und beherzte Menschen.
    In Bezug auf den letzten von hunderten Paragraphen des Codex Canonici verstehe ich voll den Hang von PPF zur Subsidiarität und zur glaubensangemessenen Durchleuchtung des Regelungsbedarfs.
    Das neu geschaffenen Dekasterium zur ganzheitlichen Entwicklung des Menschen eröffnet die Chance zur fächerübergreifenden,konstruktiven Zukunfts-Arbeit,zu Perspektiven und führt in eine gute Richtung.
    So viel Hoffnung war schon lange nicht mehr.
    Hoffnung in Aktivität ist nicht langweilig.

  8. Elisabeth sagt:

    @Michael, Gottes Segen im neuen Jahr auch Ihnen!
    Ihr Beitrag vermengt in der Tat so vieles miteinander, dass eine Replik schwer fällt.
    Dennoch ein Versuch.

    1. Dass „jesuitische Herkunft“ – was auch immer Sie mit dieser Schublade bezwecken – sich durch eine rosarote Brille auszeichnet oder jemals ausgezeichnet hätte, wäre mir neu. Ich empfinde die Beiträge von Pater Hagenkord sehr wohl als kritisch und um Distanz bemüht. Wie sollen denn Ihrer Meinung nach Beiträge aus der Öffentlichkeitsarbeit des Vatikan aussehen?
    2. Ihre „nüchterne“ Betrachtung des Pontifikats liest sich eher wie eine Abrechnung mit einem Papst, dessen Persönlichkeit nicht Ihre Zustimmung findet. Das ist Ihre subjektive Meinung, aber bitte keine objektive und unumstößliche Wahrheit.
    3. Wenn Sie von einer „würdigen Nachfolge“ des heiligen Petrus sprechen, lohnt vielleicht ein Blick ins Neue Testament? Mir ist im Übrigen seit dem Konklave die Diskussion, wie man zur größeren Ehre Gottes gelange, nicht neu. Einige Freunde kommen bis heute nicht über Holzaltar und die „arme Kirche“ hinweg und sehen diese Attitüde nahe an der Häresie. Für mich -und offenbar viele andere – ist das Befüllen der christlichen Tradition und damit der zelebrierten Symbolik mit Leben (Bsp Fußwaschung) längst überfällig und eine Erneuerung im besten Geist der Evangelien. Hin und wieder sind diese modernen kleinen Armbändchen W.W.J.D. (What would Jesus do) als kleine Orientierung in der sicherlich wichtigen Diskussion gar nicht mal so schlecht.
    4. Sie machen mehr als deutlich, dass Sie Papst Benedikt XVI als „unseren“ Papst annehmen, Franziskus I jedoch nicht. Nun: momentan ist Franziskus unser Papst und in der Nachfolge Petri. Dass sich die Schwerpunktsetzung von Rom-geprägten Theologen und lateinamerikanischem Seelsorger unterscheidet, ist jetzt nicht so schwer nachzuvollziehen, denke ich. Wollen Sie einer der beiden Perspektiven ihre Daseinsberechtigung absprechen?
    5. Inwiefern die Kurie – oder Teile davon – durch die Jahrhunderte betrachtet die Evangelien mit Leben füllte, wäre eine eigene Diskussion. Den Glauben aber von Papst Franziskus (oder jedem anderen) oder das Wirken des Heiligen Geistes im Konklave in Zweifel zu ziehen, steht Ihnen (oder mir), mit Verlaub, nicht zu.
    6. Dass Sie das „Hineingehen durch die Tür der Menschen“ zur Verkündigung der Evangelien als Anbiederung an den Zeitgeist interpretieren, ist bedauerlich. Warum wohl hat Jesus in Bildern zu den Menschen gesprochen, die deren Lebensumständen entsprachen und damit verständlich waren? Und hat nicht auch Er sehr deutliche, teils schroffe Worte für seine Jünger gefunden, wenn er sie angemessen fand? Warum soll das „Kehret um“ immer nur für die anderen gelten?
    Wir sollten uns im steten Ringen um das rechte Leben von Gottes Wort nicht zur Selbstzerfleischung hinreißen lassen.

  9. F. H. sagt:

    Auf die Philippika des Herrn @Michael möchte ich gar nicht näher eingehen, die dahinter stehende Geistes-(und Glaubens-)Haltung stammt jedenfalls aus einer Epoche, die uns nicht viel Gutes gebracht hat.

    „Die Mühen der Ebene“ müssen ja nicht unbedingt etwas Schlechtes sein, und es sind auch nicht immer Mühen, sondern manchmal auch Zeiten nötiger Rekreation, die sich da auftun.

    Ich habe seit Weihnachten ein Buch über die „Lost Gardens of Heligan“, die ich, so Gott will, im Sommer besuchen werde, gelesen. Es geht darin um die Wiederentdeckung und Rekonstruktion eines seit dem 17. Jahrhundert entstandenen aber im 20. Jahrhundert völlig verwahrlosten und verfallenen Gartens in Cornwall. Die heiße Phase der Rekonstruktion hat nur gut 5 Jahre gedauert, und seit 20 Jahren wird der Garten nur mehr langsam aber stetig weiter entwickelt und darf immer mehr sein ästhetisches und ökologisches Potential verwirklichen. Die Mühen der Ebene halt, die aber unendlich wichtig sind, weil sie uns nach den atemberaubenden Anstrengungen der ersten Jahre auf- und durchatmen lassen, (an-)sehen, genießen und auch weiter entwickeln, was da entstanden ist.

    Wenn wir immer nur „Action“ wollen, werden wir das Objekt und uns selbst bald zugrunde gerichtet haben, wenn wir uns weigern, die Mühen der Ebene auf uns zu nehmen, werden wir das Erreichte nicht halten können, sondern im Endeffekt verlieren.

    So war und ist es mit dem Konzil, so ist es mit Franziskus‘ Pontifikat: so viele Texte, Ansprachen, Predigten, die in diesen knapp 4 Jahren schon enstanden sind, nachgelesen, durchdacht und umgesetzt werden müssen, so viele Aufgaben und Ansporne, die uns gegeben wurden, „Hausaufgaben“ für Jahrzehnte sozusagen! Nur als Beispiel die Ansprache vom 5. November an die Teilnehmer des Treffens der Volksbewegungen. Hat die jemand gelesen?
    http://w2.vatican.va/content/francesco/de/speeches/2016/november/documents/papa-francesco_20161105_movimenti-popolari.html

    In unserer politischen, ökonomischen und sozialen Welt ist es leider so, dass wir inzwischen – auch und besonders bedingt durch die Digitalisierung – Getriebene sind, von einem (vermeintlichen) Berggipfel zum nächsten, von einer (unerfüllten) Heilsversprechung zur nächsten und uns dabei hineinfressen wie Skipisten und Verkehrswege in bisher unberührte Landschaften mit einem (Selbst-)Zerstörungsdrang der seinesgleichen nicht hat (oder wenn doch, dann schlechtestensfalls in der Hölle).

    Also: lasst uns die Mühen der Ebene wie auch die Rhythmen der Jahreszeiten und des Lebens wieder entdecken und schätzen lernen, auch in unserem Kirchen- und Glaubensleben!

    In diesem Sinne: Ein gutes und glückliches neues Jahr – Pace e Bene!

  10. Dr. Josef Pampalk sagt:

    Zum Fatimabesuch des Papstes: Respektiere alle, denen Fatima wichtig ist.Aber wir müssen hinterfragen, wie Fatima von Regierungen (wie Salazars, 1940 ein Konkordat mit dem Vatikan, 1941 Missionsvertrag „im Interesse des Imperiums“)extrem instrumentalisiert worden ist gegen den Befreiungskampf der portugiesischen Kolonien.
    Paul VI fuhr als 1. Papst 1967 nach Fatima, ohne ein Wort für das Recht der Völker Afrikas (in Angola, Guinea, Mosambik tobte ein Krieg) auf Unabhängigkeit zu sagen. Vor seinem Besuch in Uganda 1969, warnten die Vertreter der Befreiungsbewegungen in einem Brief, ihre künftige Haltung zur Kirche würde davon abhängen, ob sich der Vatikan vom Kolonialregime Portugals distanziere oder nicht. 1971 haben 100 tansanische Priester und Bischöfe den Vatikan gebeten, der Glaubwürdigkeit wegen, klar Stellung gegen diese Vermischung mit dem portugiesischen Staat zu beziehen. Ebenfalls 1971 hatte Portugal Missionare aus seiner Kolonie Mosambik ausgewiesen, die dann dem Papst Paul VI Briefe von Gefolgerten persönlich überreichten… Rom hat aber immer geschwiegen, status quo und Ambiguität durchgezogen und Fatima immer als Deckmantel benützt. 50 Jahre später steht Papst Franziskus vor der Wahl zwischen „Padroado“ oder Evangelium.

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