Anschlagsfolgen

Quelle: Facebook @DressedLikeMachines

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Zu den beiden Titelseiten von großen Zeitungen heute muss man eigengtlich nicht mehr viel sagen. Frage: Wer von beiden spielt hier das Spiel des Terroristen? Wer verstärkt das, was der Mörder erreichen wollte? Und wer setzt dem etwas dagegen?

Danke, Berliner Morgenpost.

Und wenn wir schon beim Thema verstärken sind, der bayerische Ministerpräsident Seehofer setzt noch einen drauf. „Wir sind es den Opfern, den Betroffenen und der gesamten Bevölkerung schuldig, dass wir unsere gesamte Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik überdenken und neu justieren“, sagt er, er macht politische Punkte rechts außen durch das Missbrauchen von Angst und Trauer.

Eigentlich bin ich hier ja selten parteipolitisch, aber an dieser Stelle muss ich – wie viele andere auch – einfach mal „Halt!“ sagen. Das geht so nicht. Gerade erst habe ich ein Interview mit Alexandria in Ägypten geführt, dort ist Terror alltäglich und dort gab es einen verheerenden Anschlag auf eine Kirche. Die Menschen – Christen wie Muslime- wollen sich aber nicht einschüchtern lassen. Das ist die Nachricht hier.

Angst kann man nicht einfach wegmachen, die ist da. Aber wenn sich die Gemeinschaft nicht auflöst, wenn wir uns nicht zurück ziehen und unsere Freiheiten und unsere Lebensweise aufgeben, dann gewinnt die Angst nicht. Was Herr Seehofer da macht, um einige Wählerstimmen willen, ist genau das Gegenteil. Er sägt an dem, was die Gesellschaft zusammen hält. Weniger Solidarität, weniger Mitmenschlichkeit, alles um die Angst auszunutzen.

Nutzen Sie die Weihnachtstage, Herr Seehofer, vielleicht fällt Ihnen ja noch ein, was das „C“ in Ihrem Parteinamen bedeuten soll.

 

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58 Kommentare zu Anschlagsfolgen

  1. Brigitta sagt:

    Gerade Ihrem letzten Satz kann ich nur beipflichten. Aber das C und das S in ihrem Namen bzw. die Bedeutung von beidem hat die CSU schon lange vergessen. Da geht es wirklich nur noch um den Erhalt der absoluten Mehrheit im Landtag ohne in die Zukunft gerichtete Planungen.

  2. Danke Pater Hagenkord,
    man ist noch in einer halben „Schockstarre“ und fühlt mit den Toten und Verletzte…

    und dann dieses „Theatralik“ des Herrn S. und seiner Partei – und da fehlt dann nicht mehr viel zu den deutsche Neo-Faschisten, die dann von den „Toten der Angela Merkel“ schwadronieren..

    die einen mit ihrem “ C“ und die anderen als die „wahren Retter des CHRISTLICHEN Abendlandes..

    das erinnert an die Erfahrung Jesu mit dem “ Versucher“ in der Wüste..

    diese Seehofers-immerhin Erbe einer demokratischen Partei- und die Neofaschisten spielen in dieser zitierten Situation genau diese „teuflische “ Spiel;

    aber Jesus der Christus hat der Versuchung WIDERSTANDEN und sich SEINEM und UNSEREM Vater zugewandt..

    das Zitat des Papstes bei der Karlspreisverleihung:

    „Ich träume von einem Europa, indem das Migrant sein kein Verbrechen ist, sondern vielmehr eine Einladung zu einem größeren Einsatz mit der Würde der ganzen menschlichen Person “

    das ist auch jetzt(!!) ein gültiger Satz!

    aber noch bedenklicher ist eigentlich, dass-ich jedenfalls -manchmal den Eindruck habe ,dass die demokratischen Parteien mit ihren immer neuen „Flüchtlingsgesetzen“ sich bedenklich der AFD nähern..!!

  3. Gerd sagt:

    „Aber wenn sich die Gemeinschaft nicht auflöst, wenn wir uns nicht zurück ziehen und unsere Freiheiten und unsere Lebensweise aufgeben, dann gewinnt die Angst nicht.“

    Glauben sie mir, sie wird gewinnen. Jeden Anschlag etwas mehr. Auch ohne Schlagzeilen.

  4. Roswitha Steffens sagt:

    Wir sollten uns dieses Jahr an Weihnachten auf die Menschlichkeit freuen, die Gott in die Wiege der Menschheit legte, um sich durch sie in seiner ganzen Vollkommenheit zu offenbaren. Es geht genau darum, die Zeit aus dieser Menschlichkeit heraus anzunehmen, ohne sie anders zu formen, als in Dankbarkeit und Liebe. Würde zeugt von der Größe, die Gott uns offenbarte, indem er sich selbst in Wort und Person fasste und als Schrift hinterlassen hat. Alles was Gott letztendlich dafür wollte, war das Leben, das sich aus dem Glauben entwickelt, der sich dieser Wahrheit annimmt, um ihr die Kraft zu geben, die sie braucht um ewig zu bestehen.

    Wir leben in der Abhängigkeit von Zeit und sollten uns darum bemühen, sie nicht aus den Augen zu verlieren. Jeder sollte sich deshalb dieses Weihnachten darauf besinnen, wie glücklich er ist, wenn er anderen Menschen eine Freude macht. Wie glücklich muss Gott dann sein, der ganzen Menschheit dieses Geschenk gemacht zu haben und wie glücklich müssen erst wir sein, seine Menschlichkeit in ihrer ganzen Einmaligkeit auch verwirklichen zu können.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen viel Freude und auch Besinnlichkeit für dieses Weihnachtsfest!

  5. Michael Ellwanger sagt:

    Für mich hat entweder die Morgenpost oder Bild den Unterschied von Furcht und Angst nicht begriffen.

    Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat ‚Angst davor die absolute Mehrheit in Bayern zu verlieren, aber fürchtet die CDU-Vorsitzende Angela Merkel nicht. Diese wiederum ängstigt sich in alle Richtungen, kennt Furchtlosigkeit aber gar nicht.

    • Andreas sagt:

      Furcht und Angst wurden im Blog kürzlich schon thematisiert: http://blog.radiovatikan.de/der-tiger-im-busch/#comments. „Man hat nur Angst, wenn man mit sich selber nicht einig ist.“ (Hermann Hesse, Gesammelte Dichtungen)

      • Dies ist das lezte Weihnachten vor den Wahlen im Jahr 2017. Man könnte meinen, dass ISIS als foreign invader am Wahlkampf teilnimmt. Ich glaube das nicht. Angela Merkel als orientalische Sphinx wird wieder ins Kanzleramt einziehen und NRW ist nicht von internationalem Interesse. Ich glaube der Weihnachtsmarkt an der Kaiser Wilhelm I. Gedächtniskirche war ein Ersatzziel. Der Attentäter wäre lieber Unter den Linden hoch gefahren zum Pariser Platz, zu den ersten Adressen. Aber da war kein durchkommen. Politische Theologie geht noch, aber bei theologischer Politik wird es gefährlich.

      • Andreas sagt:

        Hinweis an Pater Hagenkord: Wenn man den Link anklickt, kommt man nicht automatisch dorthin, worauf die Adresse verweist. Offenbar wurde ‚unsauber‘ programmiert.

  6. Dem ist absolut nichts mehr hinzuzufügen. Danke Pater Hagenkord für ihre klaren Worte.
    Ich wünsche Ihnen, ihrem Team, allen ein gesegnetes Weihnachtsfest.

  7. Andreas sagt:

    Meinen Sie tatsächlich, dass wenn ein Politiker jetzt präfaktisch lessons learned anmahnt, er dadurch in neun Monaten Wählerstimmen erhält von Leuten, die ihn sonst nicht wählen würden? Glauben Sie wirklich, dass der bayrische Ministerpräsident Ihren frommen Appell beherzigt?

  8. Wrightflyer sagt:

    Da kam ich gestern garnicht dazu in den Thread zum Thema Straßenmusik zu schreiben *schäm* weil im Nachbarblog etwas dringend war, jetzt will ich aber unbedingt hierzu etwas schreiben und der Nachbarblog bleibt liegen. Ich habe sowieso gerade akut keinen Bock auf diesen weil mir die Redaktion dort auf den Senkel geht.

    Natürlich bin auch ich bei dem Anschlag nicht unbedingt emotionslos geblieben. Nicht nur deswegen weil mein Cousin mit seiner Freundin mittlerweile in Berlin lebt.
    Aber mich in Selbstmitleid aalen von wegen ich-habe-ja-soviel-Angst-hier-ist-alles-ganz-gefährlich-geworden, wie so manche? Nein, darauf habe ich keine Lust.

    Es gibt immernoch genug Länder wo die Menschen WIRKLICH Grund haben Angst zu haben. Syrien. Der Südsudan. Die Türkei. Der Jemen. Die Ukraine.
    Was man so hört: Sogar die Türken hier in Deutschland haben Angst. Überall können Spitzel sein.

    Ich will mal etwas sagen:
    Ich bin Asthmatikerin. Nichtallergisches Asthma. D.h. Auslöser ist kein Allergen dem ich aus dem Weg gehen kann, Auslöser kann alles mögliche sein, gern sehr staubige oder jetzt im Winter kalte Luft. Mein Lungenvolumen reicht noch für den nebenberuflichen THW-Dienst in der 2. Bergung, aber vermutlich keine 10 Jahre mehr, es hat schon nachgelassen.
    Ich habe zum Glück sehr selten gravierende Anfälle, meistens ist es eher eine leichte Atemschwierigkeit, aber wenn ich mal einen richtigen Anfall habe, dann brennt der Wald. Es ist zwar selten an einem Astmaanfall zu sterben, aber rein theoretisch ist die Drohung eines lebensgefährlichen Anfalls da. Ich hatte während einer schweren Bronchitis schonmal die ganze Nacht durch ernsthafte Schwierigkeiten. Überhaupt neige ich zur Bronchistis: In den letzten 10 Jahren blieb ich nur 2 Jahre verschont, 2012 und dieses.
    Wenn ich mich jetzt von der Angst vor einem Asthmaanfall überwältigen lasse, habe ich nicht sehr viel vom Leben und müsste meinen Job hinschmeißen, denn der kann mich durchaus auf Industriebaustellen und in laufende Industrieanlagen führen. Aber das versteht sich sowieso, das ist nicht das worauf ich hinaus will. Eigentlich habe ich nicht viel Angst. Ich denke eigentlich selten dran daß ich Asthma habe.
    Die Sache worauf ich eigentlich raus will ist die: Würde ich rein hypothetisch jemandem der gerade sein Haus verloren hat oder arbeitslos geworden ist oder der eine garantiert tödliche medizinische Diagnose bekommen hat, oder sein Lebenspartner oder sein Kind, die Ohren volljammern was ich für eine Angst vor einem Asthmaanfall hätte, wie würde das rüberkommen? Ziemlich egozentrisch, oder? Ich jammere jemandem die Ohren voll von wegen mir KÖNNTE etwas passieren, und derjenige ist tatsächlich in Schwierigkeiten. Verstehen Sie worauf ich hinauswill?

    Wir haben bislang in einer irrealen Blase gelebt. Und die kollabiert.
    Meine Generation hat schon ein hedonistisches Partyleben genossen, wir hatten auch die ersten Computer- und Konsolenspiele, wir hatten alles und Politik und Religion haben uns nicht gekümmert. Gleichzeitig sind aber im Irak Hunderttausende wegen dem Embargo gestorben, es hat keinen gekümmert. In Afghanistan war Bürgerkrieg, in Saudi-Arabien Diktatur (das Öl haben wir doch gern genommen…) ect. Nicht einmal die Balkankriege haben uns näher beschäftigt, dabei waren sie vor der Haustür.
    In Rückblicken auf den Zeitgeist der 1990er kommt keine große Friedensbewegung vor.
    Das größte Trauma meiner Generation war der Selbstmord von Kurt Cobain.

    Ich war vorletztes Wochenende auf Heimaturlaub auf einem der ältesten und größten Weihnachtsmärkte überhaupt, war wieder schön dort. Wenn ich am Freitag erst um 19.20 am Bahnhof ankomme ist es für einen erneuten Besuch zu spät, aber ich freue mich schon auf den nächsten nächstes Jahr.

    Und bis dahin werde ich weiter für all die Länder beten denen es wirklich sehr schlecht geht.

    • Antonius Theiler geb.1941 sagt:

      Liebe Wrightflyer@

      Ich hatte große Probleme mit der Lunge
      und ärztliche Fehldiagnosen.
      Ich fiel am Hof durch Atemprobleme um.

      Notarzt, Krankenwagen

      Am 13.06.2012 kam ich stationär ins Krankenhaus.
      Diagnose: Bds blasal fibriotische Veränderung der Lunge
      DD Farmerlunge
      Am 05.06.2014 fachpneumologisches Gutachten
      Als BK- liegt vor eine basalbetonte Lungenfibrose, anerkannt.
      2 Röntgenbilder eine CT und viele Messgräte.
      25% der Lunge war hinüber.

      Jetzt am 23.11.2015 neue CT
      Beurteilung: Vollständige Rückbildung der interstitiellen Veränderungen der Lunge.

      Selbst Behandlung: Ich sagte mir, wenn Einer mit nur einer halben Lunge vielen Menschen Freude bereiten kann, dann brauche ich mit 3\4 Lunge und nur 75Jahre auf dem Buckel nicht zu jammern. Es hat geholfen! Mein letzter Baum, den ich vor drei Tagen fällte, hatte 85cm Durchmesser.
      Schöne Weihnachten und Frieden allen Menschen, auch denen die keines guten Willens sind.

      • Wrightflyer sagt:

        “ Ich sagte mir, wenn Einer mit nur einer halben Lunge vielen Menschen Freude bereiten kann, dann brauche ich mit 3\4 Lunge und nur 75Jahre auf dem Buckel nicht zu jammern.“
        Das haben Sie schön gesagt, vielen Dank dafür! 🙂

        Und es freut mich ehrlich daß es Ihnen heute besser geht.
        Nicht bei jedem bildet sich so eine gravierende Lungenerkrankung zurück. Wirklich sehr schön daß es bei Ihnen gelungen ist!

        Ihnen auch schöne Weihnachten und Frieden!

  9. Antonius Theiler geb.1941 sagt:

    Die Einwanderer nach Deutschland zwischen 1912 – 1936 nannten damals unsere mosaischen deutschen Bürger Ostjuden. Hilmar Schacht der Nazi, der vom Nürnberger Tribunal freigesprochen wurde, schrieb 1948: „Ich sagte zu meinen jüdischen Freunden, nehmt euch zurück.“ Er erklärte dann 1948, es wurde ihm kein Gehör geschenkt. Heute muss den Einwanderern wieder das gleiche gesagt werden: „Nehmt euch zurück.“ Sie hören nicht wie das dumpfe germanische Gemüt grollt. Diese ließen sich die Donareiche abhacken und haben sich „ver-bergpredigten“ lassen und auf diesem Fels steht heute Europa. Eine Bitte an unsere Gäste und die neuen Bürger: Nicht wieder den tausendjährigen Wahnsinn! Der dunkle Geist wartet nur darauf auferstehen zu können. Kauder CDU erzählte, dass ein Islamgelehrter Kairo zu ihm sagte: „Hören Sie bitte auf mit mir darüber zu reden, dass der Islam durch die Aufklärung muss. Wir wollen nicht durch die Aufklärung, denn bei der Aufklärung ist das Ergebnis gewesen, dass der Staat über der Religion steht. Bei uns muss die Religion über dem Staat stehen. Nun die Gretchenfrage: Welche Religion soll über dem Staat stehen? Und noch eine Frage: Wie viel Stunden haben Sie im letzten Monat mit Koran lesen verbracht? Das Alte Testament benötigt schon stabile Magenschleimhäute, „Mein Krampf“ zu lesen ist Selbstgeißelung, aber den Koran lesen, das ist geistige Selbstaufgabe. Doch alle drei enthalten erhaltenswerte Lehren. Aus diesem Gunde schlage ich vor:

    Gleich so jeder Verein bei der Eintragung ins Vereinsregister auf seine Verfassungsmäßigkeit geprüft wird, gleich so muss jede Religion auf seine völkerrechtliche Verträglichkeit von der UN überprüft werden. Und die Religionen müssen sich unter das Völkerrecht stellen.

    Ob der Lehrer der Kairo Uni will oder nicht, ob Müller in Rom will oder nicht, ob IS will oder nicht, die Präzision der Erde käme kein Tausendstel Grad aus der Neigung. Es wäre eine Verneigung der Menschen vor Gott.

    • Andreas sagt:

      Lieber Antonius Theiler, Sie bringen vieles elegant auf den Punkt. Über dem Völkerrecht steht dann noch die Natur, denn die schafft es sogar, die Neigung der Erdachse spontan und regelmäßig zu verändern: http://www.zeit.de/wissen/2010-03/erdbeben-chile-erdachse. Welche ‚erhaltenswerte Lehren‘ im „Spasmus“ stecken sollen, erschließt sich mir aber nicht.

      • Antonius Theiler geb.1941 sagt:

        Lieber Andreas,
        im „Spasmus“ findest du Interessantes über das Zölibat und das Konklave. Ich habe schon öfters Auszüge davon in Leserbriefe integriert ohne den Verfasser zu nennen. Der KZ Insasse Viktor Frankl sagte, wenn ein Irrer sagt zwei mal zwei ist vier, so ist es doch richtig. Der Moraltheologe Prof. Bernhard Stempfle, Mitverfasser vom „Spasmus“, wird doch nicht nur Käse geschrieben haben? Er wurde beim so genannten Röhmputsch ermordet. Der Türke macht’s nach. Lade auf deine Siliziumkiste digitale Literatur. Karl May gesamt nur 10€ oder Deutsche Literatur von Luther bis Tucholsky 15€, 603000 Seiten.

        Mein Kampf, die Bibel, der Koran, einfach alles, was für dich digital interessant ist. Goldgeprägte Lederrücken können auch entzücken, aber das Leben ist zu kurz um die Finger beim Umblättern zu benetzen.

        Dir eine schöne Weihnacht und lese einfach Ludwig Thomas Heilige Nacht.

        Grüße aus Dobl
        Antonius Theiler

        • Michael Ellwanger sagt:

          Habe mir die Heilige Nacht von Ludwig Thoma besorgt. Ist bei amazon.de als eBook für 0,00€ zu haben. Das Stück ist eine Spiegelung und Verballhornung und Paraphrase der Pastoraltheologie der letzten Jahrzehnte der Kaiserzeit. Mit dem Evangelium hat es praktisch nichts tun. Sentimentaler Kitsch. Peter Rossegger ist auch nicht besser. Die Filzerbriefe von Ludwig Thoma sind da literarisch deutlich wertvoller.

          Seine Exzellenz der Diözesanbischof von Eisenstadt Ägidius Zsifkovics hat uns zu wissen gegeben und kundgetan, dass Jesus von Nazareth auch ein Flüchtling gewesen sei, ohne uns aber mitzuteilen, wo er diese Erkenntnis geschürft hat. Nicht einmal die sogenannte Flucht nach Ägypten war eine Flucht, sondern eher eine mosaischen Wallfahrt zu den Wurzeln. Für die, die es noch nicht wissen, es hat nie einen Bethlehemitischen Kindermord gegeben. Die Geschichte ist ein dramaturgischer Booster, oder eben eine orientalische Übertreibung.

          • kann man denn WENIGSSTENS die „Heilige Familie“

            und alle anderen Flüchtlings Familien vor DIESEM ZYNISMUS SCHÜTZRN

            @Herr Ellwanger??

            PS diese Predigt des Bischofs aus A. war das Zeugnis eines Christen!

          • Andreas sagt:

            Herr Ellwanger, es gibt gewiss einladendere Weihnachtspredigten und Krippensymboliken als solche, in denen tagespolitische Ereignisse widergespiegelt werden: http://www.dietrich-bonhoeffer.net/zitat/id/374/. Zum Glück käme es kaum einem Prediger in den den Sinn, das heutige Fliehen und Wandern nach Europa gleichermaßen als eine göttliche Verheißung und Vorsehung anzusehen, wie es die biblische Flucht der hl. Familie allegorisch zum Ausdruck bringt. Insofern haben Sie recht, dass ein alleiniger Bezug auf aktuelles Tagesgeschehen die Aussagekraft der Flucht nach Ägypten verkürzt.

          • Antonius Theiler geb.1941 sagt:

            Lieber ernster und ängstlicher Michael Ellwanger@ ich hör aus Ihrem Beitrag zum Thema „Anschlagfolgen“ von Pater Hagenkord tiefe Trauer und Furcht.

            Nun ehrlich Michael, wann waren Sie zuletzt abends in einem tief verscheiten Wald? Thoma hat das sehr ernst genommen, was er mit der heiligen Nacht beschrieb. In dieser lauten, flugbenzinsteuerfreien Zeit sind nur wenige Ohren noch in der Lage das Knirschen von Schnee unter den eigenen Füßen zu hören und zu beobachten, wie: „Schaugn de Hirsch übern Schnee. Hamm sie neamad net gfragt, Hot’s eahr neamad net gsagt,“ des wäre ein Kitsch, wie Sie Michael meinen. Dem Jäger und eigentlich nebenberuflichen Rechtsanwalt war der Deutsche Kaiser und die Pastoraltheologie so wurst, dass er nicht einmal Senf dazu brauchte. Da war ihm die Ornithologie speziell der Sperlinge viel lieber. Für diese Lust auf Jagd, ohne Pulver und Blei nach diesen Vögeln, wurde er sogar eingesperrt und das bei uns in Bayern, obwohl es sich um auswärtige Vögel handelte. Thoma rühmte speziell ihre auch noch heute unbestrittene Emsigkeit. Wahrheit war auch damals schon strafbar, Dummheit nicht. Es ist völlig gleich ob einer Sperling schreibt oder einer Kaninchen sagt. Ein Pfarrer aus München sagte, fünf Sätze aus der Bergpredigt und ich hab „Sein“ Haus am Sonntag voll. Das ist ein Wort und so soll es wieder anfangen. Ihren biblischen Analysen in Ehren möchte ich entgegenhalten: 40Jahre brauchten die Israeliten von Ägypten ins gelobte Land, die heilige Familie hin und zurück nur drei Jahre. Sie sehen es kommt nicht auf die Zeit an, sondern auf den Weg, der ist das Ziel. Ach könnte das schön sein, wenn Friede eine ansteckende Krankheit wäre. Ich würde allen die Krankheit wünschen, auch Ihnen lieber Michael Ellwanger. Ein klein wenig spüre ich die Krankheit schon bei mir wirken, denn ich lese gerne den, wie Sie meinen, sentimentalen Kitsch von Rosegger. Ach ist der schön und es tut so gut, und ich brauche keinen Arzt oder Apotheker fragen.

            Eine Weihnachtslegende von Ludwig Thoma, gelesen von Gustl Bayrhammer in drei Teilen.
            Wenn das Lesen zu schwer, dann ist das für`s Gehör.

            https://www.youtube.com/watch?v=bZfUjicWIpo
            https://www.youube.com/watch?v=S1RxKXtJwzw
            https://www.youtube.com/watch?v=AwQE0b3N6WQ

            Allen die ihr hier mitlest, euer weihnachtlicher Pumuckl

  10. Der Beobachter sagt:

    Vor allen Dingen möchte ich an dieser Stelle betonen, daß dieser LKW-Unfall in Berlin nichts mit dem Islam zu tun hat.

    Der tunesiche Fahrer wahr durch seine drohende Abschiebung so traumatisiert, daß er, nachdem er von dem katholischen Kuffar aus Polen bedroht wurde, nur noch Gas geben konnt.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Ich glaube, wie sollten vorsichtig sein, Motive und Zwänge zu unterstellen – und dann noch aus der Ferne – wo noch nicht einmal alle Fakten auf dem Tisch liegen.

      • Silvia Brückner sagt:

        Ich denke, das Motiv ist inzwischen klar:

        Es war ein islamistischer Anschlag. Der Gesuchte, sofern es sich diesmal um den echten Täter handelt, hatte – inzwischen nachweislich – Kontakte zum IS.

        Alles Weitere kann jeder, der sich dafür interessiert, selbst heraus finden.

  11. Alice sagt:

    DANKE! Genau so muss es einfach mal gesagt werden. DANKE!

  12. Silvia Brückner sagt:

    Statt hier zu relativieren, sich teilweise selbst zu beweihräuchern sollten wir als Christen für die Opfer und ihre Angehörigen beten.

    Wir sollten auch beten, dass diese mörderischen Kriege aufhören und die Menschheit endlich zur Vernunft kommen möge.

    Wenn ich sage, wir sollten für die Opfer von Berlin beten, was übrigens auch unser Papst getan hat, dann heißt das NATÜRLICH nicht, dass wir nicht auch an die Opfer von Alepo und anderswo denken, besonders an die vielen Kinder, die in diesen Tagen in Alepo zu Waisen geworden sind.

    Diese Kinder, sofern sie gar keine Angehörigen in der Heimat mehr haben, auf sicherem Weg per Flugzeug nach Deutschland zu evakuieren und hier in Pflegefamilien unterzubringen, wäre ein ECHTER humanitärer Akt unserer Regierung.

    Aber man kann Leid nicht mit Leid vergleichen, deshalb ist es absolut legitim und christlich, in diesen Tagen kurz vor Weihnachten auch an die Opfer von Berlin und deren Angehörige wenigstens zu denken und sie in unsere Gebete und Fürbitten einzuschließen.

    • Roswitha Steffens sagt:

      „…sollten wir als Christen…“ hört sich an, als wären Sie etwas besseres als andere Menschen, die z.B. kein Christ in Ihrem Sinne sind. Da halte ich es lieber mit dem Glauben an Gott den Herrn, der schließt alle Menschen ein. Wir haben als Menschheit so viel Leid verursacht, dass es mir zumindest unmöglich erscheint dafür die Schuldigen ohne Ausnahme zu erreichen. Deshalb bin ich froh, dass Gott die Macht hat, dieses Defizit der Menschheit durch seine Anwesenheit auszugleichen, um uns damit vor allem Bösen zu bewahren, natürlich nur dann, wenn wir dies auch wirklich wollen.

      • Silvia Brückner sagt:

        Roswitha Steffens sagt:
        22. Dezember 2016 um 15:56

        Wie bitte? Ich verstehe kein Wort, was Sie mir sagen wollen.

        Oder darf man sich hier nicht mehr ausdrücklich als Christ outen, ohne Schelte zu beziehen?

        • Roswitha Steffens sagt:

          Sich als Chist zu outen hört sich ziemlich exclusiv an und hat in meinem Dafürhalten nichts mit integrativem Denken/Leben zu tun.

          • Fra/man sagt:

            So what? Hängt inzwischen Wahrheit davon ab, ob sie „integrativ“ ist?

          • Roswitha Steffens sagt:

            Das kann ich nicht beurteilen, aber ich glaube, ein Volk kann nur an dem wachsen, was seine Mitglieder inkludieren können und nicht an dem, was es selbst als exclusiven Beitrag zum Leben ermisst.

  13. Silvia Brückner sagt:

    An dieser Stelle möchte ich auf etwas hinweisen, was zumindest die gläubigen Christen unter uns bedenken sollten:

    Unser aller Leben ist durch den Terror noch mal ein Stück unsicherer geworden. Jeder von uns kann jederzeit an fast jedem beliebigen Ort aus dem Leben gerissen werden.

    Wir sollten uns also durch unser Leben nach dem Glauben ganz bewusst darauf vorbereiten, jederzeit vor dem Richterstuhl unseres Herrn Jesus Christus (so hieß das noch in meiner Jugend) stehen zu müssen.

    • Roswitha Steffens sagt:

      Wir stehen zwar gemeinsam in der Schuld vor dem Herrn, durch das Kreuz Jesu, doch dafür hat jeder Mensch sein Gewissen, das er selbst so rein halten sollte, dass er angstfrei damit leben kann.

      Ich verstehe auch nicht, was der Unterschied zwischen gläubigen Christen und denen sein soll, die das nicht sind.

      • Silvia Brückner sagt:

        Nach seinem irdischen Tod steht jeder alleine vor dem Herrn.

        Und wenn Sie meine Beiträge nicht verstehen, trösten Sie sich, ich verstehe die Ihren auch nicht.

        • Roswitha Steffens sagt:

          Wenn Sie das so sehen, dann frage ich mich aus welchen Wesen Sie diese menschliche Annahme beziehen.

          Trost finde ich sicher nicht in gegenseitigem Unverständnis als vielmehr in der Annahme, des Verstehen Wollens/Könnens.

          • Silvia Brückner sagt:

            Roswitha Steffens sagt:
            22. Dezember 2016 um 21:07

            Diese meine Überzeugung beziehe ich aus der Lehre der römisch – katholischen Kirche.

            Übrigens, dieser Blog ist auf der Homepage von Radio vatikan, einem Medium des Papstes, dh., Sie schreiben hier quasi mitten im Zentrum der römisch – katholischen Kirche, da sollte man auch niemandem verübeln, wenn er bzw. ich, katholische glaubensinhalte für sich persönlich vertritt.

            Annehmen müssen Sie die ja nicht, ich als praktizierende, glübige Katholikin aber schon. Für mich sind solche Glaubensinhalte eine selbstverständlichkeir, weil ich so erzogen worden bin.

            An diesem Punkt möchte ich die Diskussion beenden.

          • Roswitha Steffens sagt:

            Wenn ich Ihre Worte auf mich wirken lasse, dann kann ich den Geist Jesu nicht in ihnen finden, geschweige denn, den der Weihnacht. Zurechtweisung steht auch in der Römisch-Katholischen Kirche nur dem obersten Hirten zu. Sollte ich mich in meinen Annahmen täuschen, so bitte ich vielmals um Verzeihung. Wenn Ihnen meine Ausführungen doch etwas wie Mitgefühl abringen, so möchte ich sie bitten, es für die Menschen einzusetzen, die sie damit wirklich berühren können. Einen Bezug zum Glauben mögen Sie aus der Lehre erhalten haben, doch sie sind Frau und Mensch, um diesen Gewinn auch zu leben und nicht dafür, ihn nur zu praktizieren oder anzuwenden.

    • Brigitta sagt:

      Mein Leben ist nicht unsicherer geworden. Ich habe mich aber vorher schon nicht unsicher gefühlt, obwohl ich mich aufgrund einer Erkrankung (Epilepsie, gekommen durch eine Kopfoperation wegen eines Aneurysmas) immer mal wieder unsicher fühle, weil das Medikament mit den wenigsten Nebenwirkungen einen Tremor erzeugt, der mich außerhalb der Wohnung schon behindert. Aber trotzdem lebe ich gern und mache alles, was ich machen kann

  14. Wrightflyer sagt:

    Die GMX-Startseite nervt auch schon von wegen ANGST! PANIK! WIR MÜSSEN UNS ALLE FÜRCHTEN!

    Ein sarkastischer Teil von mir dachte vorhin:
    Ich muss wohl in die Psychiatrie weil ich noch immer keine gesteigerte Angst vor Anschlägen (und unterschwellig vor generell allen Muslimen) habe. Ist wohl eine geistige Störung, hysterieresistent zu sein.

    Ich bin, glaube ich, das erste Mal nach London geflogen bevor das Thema IRA durch war, damals mit 16 in den 90ern.
    Ich liebe Spanien, mein Lieblingsland in ganz Europa, und war auch zum ersten Mal dort bevor das Thema ETA gegessen war.
    Die Wahrscheinlichkeit einem tödlichen Verkehrunfall zum Opfer zu fallen war damals dort bei weitem höher als einem Anschlag zum Opfer zu fallen, gleiches gilt immernoch für die Situation hier in Deutschland. Das Leben ist NICHT gefährlicher geworden.

    Was mich an diesem Hyterie schüren generell stört ist, daß es etwas sehr egozentrisches ist. Und daß die Opfer dazu instrumentalisiert werden schön in Selbstmitleid zu baden.
    Verglichen mit Syrien oder der Ukraine oder dem Südsudan oder inzwischen auch der Türkei (erschreckend wie schnell ein Land in die Diktatur gleiten kann…) ist unser Leben immernoch sehr sicher.

    Mal ehrlich:
    In der Nachbarstadt meiner Heimat Nr. 1 gab es dieses Jahr ein Industreiunglück mit Toten. Und es ist noch glücklich ausgegangen, da lag nämlich ein Tankschiff das beinahe aus Sympathie mit hochgegangen wäre. NATÜRLICH hat das die ganze Stadt wochenlang beschäftigt. Die meisten Einheimischen kennen ja auch die Story die sich damals in den 1920ern ereignet hat.
    In dem Industriebetrieb in dem ich von Spätsommer 2015 bis Frühsommer 2016 gearbeitet habe hätten wir in dem Zeitraum auch beinahe den schlimmstmöglichen Fall gehabt. Ist eine dezente Wolke organisches Lösungsmittel ausgetreten, die hätte sich nurnoch an einem heißen Anlagenteil entzünden müssen…
    Wenn ich jetzt eine auf Hysterie machen würde und dem ganzen Blog auf den Senkel gehen würde mit dem Unglück und dem Beinaheunglück und wir müssen jetzt alle Angst vor Industrieunglücken haben, alles total gefährlich geworden… dann fänden mich die Mitschreiber hier auch ziemlich, nun ja…

    Die Angehörigen der Opfer von Berlin und die Verletzten verdienen selbstverständlich unser Mitgefühl und unsere Solidarität. Und es ist natürlich sehr tragisch, daß mehrere Menschen ausgerechnet auf einem Weihnachtsmarkt umgekommen sind.
    Ich bin jederzeit bereit, den Toten angemessen zu gedenken und den Verletzten mein Mitgefühl auszudrücken.
    Ich bin jedoch NICHT bereit zu selbstbezogener Hysterie und überzogener Panik bei der so getan wird wie wenn wir das einzige Land auf der Welt wären das irgendwelche Probleme hätte.

    Ein Land in Europa allerdings gehört gerügt:
    Belgien, aus dem bekanntermaßen mehrere Terroristen gekommen sind, soll sich endlich zusammenraufen oder trennen!!
    Ein zerfallender Staat ist NICHT in der Lage, solche Dinge wie AKWs oder Integration von nichteuropäischen Ausländern zu stemmen!

  15. Konrad Schachtner sagt:

    Sehr geehrter P. Hagenkord,
    Ihren Beitrag empfinde ich als deplatziert und völlig unangemessen. Sie verhalten sich nicht zu dem Terroranschlag an sich, zu den Toten und Schwerverletzten. Sie schweigen zu der mörderischen Ideologie, die dies alles antreibt. Nichts zu der Kriegserklärung gegen uns „Christen und Schweine“.
    Statt dessen bedächtiges Kopfwiegen, distanziertes Analysieren aus Entfernung, Ermahnung, keine „Angst“ zu haben…
    Abgesehen davon, dass ich dies schon rein seelsorgerisch als bemerkenswert unemphatisch empfinde: Sie erledigen hier das „framing“ jener verantwortlichen Politiker, die alles, alles, alles wollen – bitte nur keine Erschütterung ihres Alltags.
    Die zackigen Aufrufe zu „Ruhe“, „Mut“ und Freude“ sind unpassend und kalt gegenüber jenen, die leiden. Und gegenüber jenen, die Sorge empfinden um unser Land und Angst haben mit jenen 100 Millionen Christen weltweit, die tagtäglich der islamischen Bedrohung konkret ausgesetzt sind.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Sehr geehrter Konrad Schachtner, herzlichen Dank für die Kritik, vor allem weil Sie es schaffen, deutlich zu sein, ohne in die oft im Netz gebrauchte abwertende Sprache zu fallen.
      Inhaltlich kann ich Ihnen aber nicht zustimmen, was Sie nicht wundern wird. Lassen Sie mich erklären: Thema des Beitrags war nicht die mörderische Ideologie, ich glaube, wir sind uns schnell einig, dass es nichts positives darüber zu sagen gibt. Da sind die Täter zu suchen, die Hintermänner. Aber eine kurze Anmerkung: es sind halt nicht nur wir Christen, denen der Krieg erklärt wird.
      Zweitens habe ich mich gewundert, dass Sie mir einen „zackigen“ aufruf zur „Freude“ nachsagen. Das wundert mich, das Wort kommt bei mir nicht vor, es wäre auch deplaziert.
      Überhaupt, als „zackig“ lese ich meinen Text nicht. Eher wütend, wie einige Medien und Politiker die Arbeit der Terroristen machen. Die wollen Angst schüren und alles zerstören, worauf wir zu Recht stolz sind. Ich bin nicht kalt denen gegenüber, die leiden, auch nicht den Christen – und Muslimen und anderen – gegenüber die der islamistischen Bedrohung ausgesetzt sind. Nur finde ich es zynisch, die schon vorhandene Angst noch einmal zu verstärken und sein politisches Süppchen darauf zu kochen. Das wollte mein Beitrag sagen.

      • Konrad Schachtner sagt:

        Vielen Dank (und bitte entschuldigen Sie die mißverständliche Zuschreibung).
        Aber um das „Süppchen kochen“ geht es doch: All jene Vertreter des politisch-medialen Komplexes, die jetzt das Geschehene vergessne machen wollen hinter Winke-Herzchen und Blockflötenklängen, haben doch oft nur eines im Sinn: politische Konkurrenz zu vermeiden, klein zu halten. DAS st eine Form des Mißbrauchs, die ich abscheulich finde.
        Und auch so wird das „Geschäft“ der Terroristen erledigt: Indem wir uns einer fundamentalen Debatte über Herkunft, Kultur, Identität verweigern. Diese ist unangenehm, hart – aber dringend notwendig. Auch für uns Katholiken.
        Gegenüber dme Islam das Pectorale bazunehmen, löst die Probleme eben nicht 😉

        • Pater Hagenkord sagt:

          „Winke-Herzchen und Blockflötenklänge“ – ich muss schon sagen, da gehen die Pferde mit Ihnen durch. Niemand will das herunterspielen, was in Berlin oder was in Paris oder Nizza passiert ist, niemand. Was Sie hier unterstellen, ist grob unfair und verstellend.

          • konrad.schachtner sagt:

            Sie müssen das nicht auf sich beziehen.
            Oder springen Sie hier – wie mancher deutsche Bischof – für die Regierung Merkel in die Bresche?

          • Pater Hagenkord sagt:

            Muss ich nicht? Wenn Sie das auf einen Post von mir antworten? Sie verwirren.

          • Konrad Schachtner sagt:

            Vorweg: die Winkeherzchen und BVlockflöteklönge waren nicht Ihnen zugeschrieben, sondern a) aktuellen Bildern aus deutschen Städten und b) einer Empfehlung der Bundeskanzlerin. Bitte, das Mißverständnis zu entschuldigen.
            Jedoch: Tatsächlich durchaus als „grob unfair und verletzend“ dürften viele Menschen, lieber P. Hagenkord, Ihre Unterstellung werten, wenn Sie schreiben, Horst Seehofer „macht politische Punkte rechts außen durch das Missbrauchen von Angst und Trauer“.
            Das ist tatsächlich eine Unterstellung, durch nichts belegt. Und sie legen damit leider jenen Sound zugrunde, den ich an Ihrem Blogeintrag kritisieren (und auf den Sie leide rnicht eingehen): die Verschiebung des Fokus weg von Tätern, Ursachen, kulturellen Kondflikten und Aggressivität des Islam.
            Warum?

          • Pater Hagenkord sagt:

            Erstens, weil ich einen Beitrag dazu geschrieben habe, nicht über ein anderes Thema. Die Themenauswahl dürfen Sie mir schon überlassen. Zweitens ist die von Ihnen genannte Aggressivität etwas komplexer, als sie einfach nur „dem Islam“ zuzuschreiben. Drittens ist das keine Unterstellung, schon gar nicht durch nichts belegt. Es gibt Menschen, die trauern, weil Sie jemanden verloren haben. Jetzt diese Trauer zu benutzen, um politische Aktionen zu fordern, ist schlicht und einfach Missbrauch der Trauer. Das mag Ihnen vielleicht nicht passen, es ist aber so.

        • @ Geehrter Herr Schachtner; Vielleicht liegt ein wichtiger Grund darin :

          die in diesem Beitrag angesprochene Partei-also die CSU- führt das „C“ bedauerlicherweise im Parteilogo und somit sind die Missverständnisse doch vorprogrammiert!!..

          das (C)ristentum oder noch konkreter das EVANGELIUM ist verwurzelt im LEBEN JESU CHRISTI und die ZUSAMMENFASSUNG dieses Lebens, sozusagen die Essenz ist die BERGPREDIGT mit den SELIGPREISUNGEN!

          ich hab in Bayern viele Christen aber auch „einfach“ „Menschen guten Willens“ kennengelernt, die- trotz des Terrors einer verschwindenden Minderheit- in der sog. „Flüchtlingsfrage“ sich eben NICHT zynisch entmutigen lassen..!

          die FRAGEN DIESER Engagierten beispielsweise sind beispielsweise darauf gerichtet, wie können wir erstmal die Traumata dieser allein geflüchteten Jungs so begleiten, dass sie sich hier zurechtfinden..

          und das schließt dann AUCH(!)ein natürlicher PERSONALER ,verantwortlicher Umgang mit der eigenen Sexualität mit ein, und wenn jetzt der jetzt der extrem rigide Umgang im Islam mit diesem Thema(-und das Stimmt zweifellos!-) kommt:…

          AUCH in der Kirche war es ja eigentlich erst nach dem Vatikanum II soweit, dass auch die jungen Leute ohne Schuldgefühle diese WEGSTRECKE leben können..

          zurück zur CSU: eine Lösung wäre doch:

          dieses-immer wieder zu diesen Missverständnissen führende LOGO dahingehend zu ÄNDERN , dass ein Parteitag dieses „C“ mit einem entsprechenden Beschluss aus der Satzung entfernt!

          und sich dafür – und warum nicht in ganz Deutschland!! – als DEMOKRATISCHE(!) Rechte -und das ist diese Partei des „Ochsensepp“ (Josef Müller) ohne Zweifel! – antritt..

          ich bin mir sicher dass dies Seehofer bzw. auch Söder entgegenkäme und unbefangener für IHRE Agenda werben können!

          und solche Demokraten denen das „C“ aber wesentlich ist, gerade im Ausbau der SOZIALEN Marktwirtschaft) wie Alois Glück, Gerd Müller(Entwicklung Minister) ua. könnten dann in einer erneuerten CDU Politik machen-hieße natürlich dass sowohl diese -auch mehr sozial erneuerte „neue“ CDU in Bayern antritt und die „Seehofer“ Partei legitimerweise in der gesamten BRD!

  16. Anette Schuman sagt:

    „Wir dürfen jetzt keine Angst haben“?
    Doch, dürfen wir. Angst schärft die Sinne. Natürlich gibt es keine Pflicht zur Ängstlichkeit, sind Furcht und Angst Verhaltensweisen der Schwäche. Verordnete Mimikry aber ist nah an der Lüge gebaut. Wenn das Lächeln zur Maske gefriert, stirbt die Seele. Kein Staat hat das Recht, von seinen Bürgern Heldenmut zu fordern. In einer Bedrohungslage kann Angst das Leben retten, kann es einzig vernünftig sein, gewisse Plätze zu gewissen Zeiten zu meiden, gewisse Viertel nicht aufzusuchen, gewisse S-Bahn-Linien nicht zu nutzen, auch in Deutschland. Dass solche Überlegungen nötig geworden sind, stellt der gegenwärtigen Politik ein schlechtes Zeugnis aus. Wenn diese Politik jetzt Munterkeit zur staatsbürgerlichen Pflicht erklärt, weitet sie ihr Versagen aus, indem sie Kritik daran psychologisiert.

    • Roswitha Steffens sagt:

      Angst ist eine ganz und gar private Angelegenheit, die nicht beschützt sondern überwunden werden muss indem man sich ihren differenzierten Ursachen stellt und diese nicht der Einfachheit halber pauschaliert. Terror gibt es schon seit eh und je, nur breitet er sich aus, weil auch er keine Grenzen mehr kennt, wie so viele Menschen, die glauben ihr Wille trüge dazu bei die Gemeinschaft zu fördern, mitzutragen oder gar am Leben zu erhalten.

      Da frage ich mich, von welcher Einheit sprechen wir noch, wenn jeder sein eigenes „Angst“süppchen kocht, um daraus vorrangig sich selbst zu füttern? Die Menschheit ist die Einheit, von der wir sprechen, wenn wir differenzieren müssen, um integrierbar zu machen, was uns täglich tatsächlich begegnet. Unterscheidungen zu treffen im Umgang mit Menschen, die eben nicht alle gleich sind und doch aus ein und demselben Leben ihr Gedankengut schöpfen. Individuell zu betrachten, was gerne in einen Topf geworfen wird, um zu vereinfachen, was erst durch seine Komplexität den tatsächlichen Sachverhalt vor Augen führt, mit dem jeder! menschenwürdig umgehen muss.

      Begegnung ist die Voraussetzung für gegenseitiges Verständnis und Vertrauen ist die Basis für eine starke Gemeinschaft. Wie sollen wir das jemals erreichen, wenn wir uns von Ereignissen einfangen lassen, statt ihnen den Nährboden durch Recht und Ordnung zu entziehen? Es gibt keine Lebensgarantie, die gab es noch nie! Heute stehen wir vor dem Verdienst unserer maßlosen Lebensform, die sich nun als nicht anwendbare Praxis herausstellt. Was also können wir tun, um etwas zu verbessern? Wir müssen uns selbst begrenzen in unserer Art zu fordern und zu leben. Das kann aber nur jeder für sich selbst regeln, denn nicht jeder lebt heute im Übermaß.

  17. Albert sagt:

    Hier wird denjenigen, die eine Korrektur des bisherigen Kurses angesichts des Terroranschlages fordern, politischen Oportunismus unterstellt.

    Es wird mal wieder nicht auf den Inhalt der politischen Forderung eingegangen sondern auf die vermeintlichen Motive des Politikers. Wer so misstrauisch ist, sollte grundsätzlich keinem Poliker etwas glauben.

  18. Wrightflyer sagt:

    Als letzten Kommentar in diesem Blog möchte ich darauf hinweisen daß dieses Jahr in meiner Heimat Nr. 1, einer wunderschönen Großstadt in Süddeutschland, auch der schlagende Beweis war, daß das Zusammenleben von Einheimischen und Flüchtlingen auch sehr gut klappen kann.
    Wir haben hier keinerlei Naziattacken auf die Flüchtlingsunterkünfte oder die Flüchtlingshelfer, und auch AfD-Wunschträume von angegrapschten oder auch nur begafften Frauen, von ständig randalierenden Flüchtlingen und Einheimischen die sich nicht mehr aus den Häusern trauen oder sich verängstigt an die Hauswände drücken wenn sie mal aus dem Haus müssen kann ich NICHT bestätigen.
    Die einzige Unannehmlichkeit ist daß die Straßenbahn manchmal sehr voll ist. Ich traue mich ehrlich gesagt kaum das laut zu sagen, denn die AfD macht bestimmt „Einheimische werden gewaltsam aus der Straßenbahn gedrängt!“ draus.

    Ein gefährlicher junger Mann ist den Behörden tatsächlich entkommen, obwohl er lange bekannt war.
    Nun… im Gespräch mit dem Abteilungsleiter da wo ich gerade arbeite über das eine Industrieunglück dieses Jahr ist rausgekommen daß er das selbe denkt was ich schon lange denke: Daß wir mittlerweile zuviele technische Vorschriften haben. Einen Wust an technischen Vorschriften, wir Ingenieure müssen halbe Juristen sein, durch die letzten Endes keiner mehr durchblickt. Es wundert einen manchmal schon was wie geregelt ist und was nicht. Ich vermute mal daß das mit dem Ausländerrecht mittlerweile ähnlich sein könnte. Es sollte da schon eine gescheite Linie sein die berücksichtigt daß wir mittlerweile ein Einwanderungsland sind. Asylgründe, also Krieg, Verfolgung, ect. sollten schon an erster Stelle stehen und absolut unantastbar sein. Darüber hinaus halte ich den SPD-Vorschlag, danach zu gehen wer tatsächlich gute Chancen auf Integration, also schon ein Jobangebot oder Verwandte hier oder sonstwas, hat, für vernünftig.

    Übrigens könnte ich heute abend eventuell eine gute Freundin mit ihrem sierraleonesischen Mann treffen. Der ist schon 20 Jahre oder so hier, jedenfalls seit dem Krieg damals.
    Er wäre nämlich ansonsten Kindersoldat geworden. Wünscht ihm das einer hier im Blog?

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