Dann bleibt nichts mehr übrig

„Die Flughäfen der heutigen Zeit haben ihre räumliche Aussagekraft verloren“. Lukas Hüsser ist Architekturstudent in Zürich und hat deswegen einmal das Spiel gespielt, wie denn der Vatikan aussehen würde, wenn man daraus einen Flughafen machen würde, und zwar einen mit räumlicher Aussagekraft. Zu besichtigen in der Berner Zeitung. Anmerkung von Rom aus: Der Lautstärkepegel in der Kirche unterscheidet sich – bis auf die Ansagen – schon jetzt nicht von einem Flughafen, weil die wenigsten in eine Kirche und die meisten in ein Gruppentouristenereignis kommen. Werbebanner würden gar nicht auffallen.

Wenn wir alles verzwecken, und sei es auch nur als Gedankenspiel, dann bleibt irgendwann nichts mehr übrig. Gar nichts.

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2 Antworten auf Dann bleibt nichts mehr übrig

  1. KRP sagt:

    Ein Unterscheidungsmerkmal mag es geben, am Flughafen sind die meisten Gruppentouristen getrieben von Hast und Eile, in der Kirche ist das Gruppenerlebnis der Touristen doch eher die Pracht und Schönheit, die Kunst aus vergangener Zeit, die Menschen in Staunen versetzen. Auch wenn der Geräuschpegel vorhanden ist, die Ergriffenheit mit der man im Peterdom unter der Kuppel steht lässt sich mit keinem Flughafen vergleichen. Ich weiss wovon ich spreche, ich stand 3 mal mit der selben Ergriffenheit darunter.

  2. Teresa_von_A. sagt:

    KRP in Rom ist das sicher so. Ich war ein einziges Mal und zwar 1974, in Rom. Es waren in der Tat alle sprach-los. In Münster habe ich zur selben Zeit studiert und es war immer schlimm, wenn im Dom Touristen waren. Laut. Bitte schweigen, wenn am Nebenaltar eine stille Messe ist, stand auf einem Schild. Ich habe dann eines Tages den Dom gemieden.Eine Kapelle im Flughafen. Wäre eine Idee.Es gibt Meditationslehrer, die sagen, man solle sich unabhängig machen von Lärm.

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