Der französische Papst

„Meine Spiritualität ist französisch”. Ein persönliches Bekenntnis von Papst Franziskus soll noch nachgetragen werden, am vergangenen Samstag hatte er die französische Gruppe, ‚Poissons Roses’ getroffen, das Stichwort „arabische Invasion“ hat die Debatte völlig zugedeckt.

Aber seine „französische Spiritualität“ finde ich interessant genug, um sie zumindest hier noch mal zur Sprache zu bringen. Pierre Favre SJ und Louis Lallemant SJ, zwei Jesuiten und Klassiker der Spiritualität des Ordens, nennt der Papst beim Namen, Favre kann als Franzose durchgehen, obwohl seine Heimat Piemont heute Italien ist. Dann zählt er Henri de Lubac SJ und Michel de Certeau SJ auf, zwei Jesuiten des vergangenen Jahrhunderts.

„Für mich ist de Certeau bis heute der größte Theologe“, zitiert La Vie aus der Papstansprache vom Samstag. Ein als Kulturphilosoph wahrgenommener Denker als der größte Theologe? Da ist noch viel Spielraum für Papst-Studien.

Wer hat Lust?

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16 Kommentare zu Der französische Papst

  1. Chrisma sagt:

    Lust habe ich, unbändige Lust. Seit Sie mich das erste mal an Michel de Certeau erinnert haben ist die „Mystische Fabel“ zu mindest schon vom „3. Stock“ des Bücherregals auf den Stapel neben meinem Bett gewandert. Zeit, Zeit, zeit…. danke Pater Hagenkord für die erneute Anregung.

  2. Ja an Michel de Certeau bin ich sehr interessiert, für mich bisher ein „weißes Blatt“

    kennt jemand ein „lesbares“ Buch für Einsteiger?

    warum beschäftigt er sich als Christ auch mit dem mehr „orthodoxen“ Freud als zum Beispiel mit C.G. Jung..? ich bin jetzt richtig neugierig!

    Ja, die Jesuiten sind schon eine besondere Spezies. – Wunderbar!…

    mit Teilhard: „der Mensch im Kosmos(?)“ hab ich mich vor langer Zeit mal mit Gewinn versucht, gefallen hat mir an seiner Methodik, dass er den naturwissenschaftlichen Teil streng als Paläontologe untersucht und erst im zweiten Teil seine theologisch spekulativen Einsichten darlegt…
    ———————–
    heute habe ich vom Tod eines ganz großen „Musik-Philosophen“ erfahren, das macht mich traurig und dankbar zugleich.
    NIKOLAUS HARNONCOURT!
    er war ein Sucher, ein wahrhaftiger Forscher um in seinen-zumeist-einzigartigen- Exegesen die Essenz der Musik zu verstehen..

    Und er hatte einen wunderbaren Humor, wenn er sein Grazer Englisch in den Proben zum besten gab….
    Ursprünglich von der alten Musik geprägt (hat er uns doch durch die „historische Aufführungspraxis“
    die ursprüngliche Transparenz dieser Meisterwerke erschlossen..)
    und er ist doch immer zu Neuem aufgebrochen wie zur Fledermaus(JA!!) aber auch zu Gershwins Porgy and Bess und Brecht-Weils Dreigroschenoper.

    dass er ein tief religiöser Künstler war ,nimmt man ihm ab; „Seine“ Deutung von Bachs h-Moll Messe und Beethovens Missa solemnis haben mir vor vielen Jahren wesentlich geholfen mich diesen Geheimnissen zu nähern. ´
    Bei YouTube kann man sein Vermächtnis finden: ein Livemitschnitt (2015)der Missa Solemnis: mit dem AGNUS DEI zum expressiven PACEM PACEM ..
    das vergegenwärtigt die Situation unserer verrückten Welt so eindringlich..
    also auch hier: vom Mysterium hin zum konkreten Handeln, die Eucharistie ist eben NICHT eine „ästhetische“ Flucht in eine falsche(?) Innerlichkeit oder? sondern führt uns mitten hinein
    in die Brennpunkte oder ganz konkret zum Deutsch lernen mit unseren -manchmal furchtbar traumatisierten-arabischen Geschwistern

  3. Amica sagt:

    Ich habe noch nie was von diesem de Certeau gelesen.
    Nun habe ich mir aber im Laufe des Tages die ersten Aufsätze über ihn bzw. sein Werk, sein Denken auf der verlinkten Seite durchgelesen und mir ein paar Dinge daraus notiert, die da wären:
    „Geschichte als Fundament“ – „die Welt als lesbarer Text“ – „Alles was ein heiliger Text ist, hat auch einen verborgenen Sinn“ (mystischer Textsinn) – „Wissen bedeutet Überblick besitzen“ – „die Verwandlung von Welt in Text“ – „der schreibende Historiker gilt de Certeau als Exorzist“ – „Gott schreibt mit krummen Linien gerade“ – „die mystische Erfahrung der Abwesenheit: die Erfahrung der Mystik ist – laut de Certeau – zuerst eine Erschütterung durch eine Abwesenheit, eine Unruhe, eine Nicht-Entsprechung. Gott ist dem Menschen umso näher, je fremder er ihm wird.“ – „in der Mystik gehe es darum sich zu verlieren, nicht sich zu finden“ – die Mystiker des 16. und 17. Jahrhunderts arbeiteten sich an den typischen Problemen ihrer Zeit ab; Mystiker sind stets auf der Suche nach der Sprache für etwas, das das Ausdrucksvermögen übersteigert.

    Auch wenn ich das nicht ganz begreifen kann, scheint mir das doch sehr interessant zu sein.
    Vielleicht schreib ich morgen noch meine Notizen zu den restlichen Aufsätzen hier rein.

    Was mich allerdings bisher am meisten fasziniert, ist die Sache mit der „Verwandlung von Welt in Text“. Das ist – verzeihen Sie den Ausdruck – cool: ich hab während meines Studiums permanent Zitate in ein Notizbuch geschrieben und Gedichte und Aphorismen auf eine Wand geklebt. Ich lebte irgendwann in einer Art Buch. Mein Zimmer war umgeben von Texten. Schräg, aber sehr lyrisch. Mir gefiel es damals.

    Noch eins:
    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass ich die Welt bzw. Vorgänge und Objekte innerhalb meines Lebens am besten verstehen kann, wenn ich sie sprachlich festhalte – so präzise wie möglich. Das hat tatsächlich etwas von Dämonenaustreibung an sich: wir leben oft in den Tag hinein ohne viel zu reflektieren – das ist bequem und unglaublich schlecht.

    Fazit: Dieser de Certeau ist mir sehr sympathisch! Ihn zu Studieren lohnt sich sicherlich! 🙂

    • Chrisma sagt:

      Liebe Amica, Sie können es deshalb „nicht begreifen“ weil zu sehr Zitate aus dem Zusammenhang greifen. So werden Sie keinem Denker gerecht. Keiner der Zitate die sehr hier in die Runde werfen erscheint im Kontext. Es ist alles in allem völlig wahllos. Aber vielleicht finden Sie auf diese Weise einen besonderen Zugang zu Michel de Certeau. E5s lohnt sich alle mal…Ach noch was: wir können mit Büchern leben aber in einem Buch leben ist eine sehr einsame Sache.

      • Amica sagt:

        Denk ich nicht, dass meine Ansammlung von Wortbrocken so schlecht ist. Ich lese den Text ja im Zusammenhang, dabei exzerpiere ich das heraus, was mir wichtig erscheint und lese es nach der Lektüre noch einmal. So wiederhole ich den Text nochmal kurz für mich und kann dann wiederum und besser eigene Gedanken entwickeln, die ich während der Lektüre nicht unbedingt gehabt habe. So mach ich das mit jedem Text den ich genauer begreifen will. Ein philosophischer Text ist kompliziert und deshalb muss man ihn so gut wie es geht vereinfachen, das heißt zerlegen.
        Ich exzerpiere ständig – wenn Zeit da ist.

        Für ein paar(!) Jahre in einem Buch zu leben, gerade während des Studiums, ist nicht schlecht gewesen. 🙂

        • Chrisma sagt:

          Hallo liebe Amica, das ist ja ein irres System, aber wenn es zum Abi geführt hat und an die Hochschule sicher gut für Sie. Ich mache es mit für mich schwer zugänglichen Texten so, dass ich sie durch Punkte unterteile wo der Autor keinen hingesetzt hat (endlose Sätze), trotzdem versuche ich es Kapitelweise, auch wenn ich es mehrfach lesen muss. Zeitweise in „Büchern leben“ ist ok. Bleiben Sie mir gewogen

          • Amica sagt:

            Ihnen doch immer, liebe Chrisma!
            Es lebe die Vielfalt des Denkens! Wir ticken alle anders, aber das wissen Sie eh!
            Diesen de Certeau muss ich aber auch einmal im Original lesen – zumindest in deutscher Übersetzung.

  4. Chrisma sagt:

    Lieber Ullrich, Michel de Certeau ist mehr im Umfeld von Jacques Lacan zu verorten. Lacan ist einer der letzten großen Psychoanalytiker, die „Weltengebäude“ mit gestaltet haben. In seinem Fall war es der Poststrukturalismus.
    So nun zu, was immer das meint, „lesbaren Bücher“. Sein wichtigstes ist „Kunst des Handels“. Ich habe vor langen Jahren „Mystische Fabel“ gelesen, – siehe weiter oben – will mich nun in fortgeschrittenen Jahren noch einmal damit beschäftigen. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, das Michel de Certeau in der „Mystischen Fabel“ die Exegese des Johannes vom Kreuz anhand „mystischer Phrasen“ ebenso untersucht wie die Raummetapher der Burg bei Teresa von Ávila. Beides hat mich immer sehr beschäftigt, da mich die karmelitsche Mystik sehr fasziniert.

    PS Für mich persönlich gehört die Psychoanalyse nach Jacques Lancan zum Besten was es in diesem weiten Feld gibt.

  5. liebe CARISMA,danke für den Hinweis auf das Video. Ja, das interessiert mich sehr! hab nur Kurzinfo Wiki; schon das macht neugierig..

    zu den Analytikern die über den Zaun blicken, habe ich auch ERICH FROMM und ARNO GRUEN verortet gesehen..

    Fromms KUNST DES LIEBENS (aus den 1950er Jahren?)kenne ich nicht nur, sondern begleitet mich fast täglich..

    Sein letztes Gespräch(1980?) ist hier: https//www.youtube.com/watch?v=sVd4dKH3vng — sehr wesentliche Fragen.. das hat in Teilen auch heute seine Gültigkeit..

    ARNO GRUEN habe ich schon alt und weise, als Geschwister Scholl Preisträger Kennengelernt auch sehr bescheiden ohne diese „von oben herab Attitude“ großartig.

    Chrisma, der letzte Satz Ihres Posts vom 6.3

    „Wir können mit Büchern leben ABER IN EINEM BUCH LEBEN ist EINE SEHR EINSAME SACHE“
    diese Aussage BEWEGT mich sehr; gleichzeitig komme ich damit(noch)nicht richtig weiter.. bin gespannt, was diese Erkenntnis bei mir sein könnte….

  6. CHRISMA aller guten Dinge sind drei!
    in YouTube gerade noch deutschsprachig gefunden:LACAN -Une maladie d`amour
    https://www.YouTube.com/watch?v=NpyX b-fSN4

  7. Rosi Steffens sagt:

    Durch das Verlinken dieses Beitrags kam ich zurück zu der Debatte vom Dezember 2013, „Der stille Gefährte“. Darin brachte mich der letzte Kommentar von KRP zum Nachdenken und es drängte sich mir die Frage auf: „Was ist ein Gläubiger?“

    Im Grunde genommen ist doch jeder Mensch ein Gläubiger solange er sich selbst mehr oder weniger gewissenhaft aus der Begrenztheit seiner Zeit in Frage stellt. Damit hält er sich an Gott als transzendente Grenze aus der eigenen Fragwürdigkeit einer ihn leitenden Kraft die im Kontext zum Glauben steht, dessen Aufklärung einer reinen Seele (Mutter Maria) bedarf. Gott ist das Übersinnliche, den Gläubigen immer übersteigende, transzendente, dessen Anforderung Zeit zu neuem Leben erweckt aber auch zum Erliegen bringt. Im räumlichen Denkvermögen des Gläubigen, seinem Bewusstsein, hält sich all das verborgen, was individuell zugänglich realisiert werden kann und durch die Anwendung der eigenen Gewissenhaftigkeit im Angesicht Jesus, verwirklicht wird. Wirklichkeit stellt sich dabei als die geistige Anforderung Gottes an seine eigene Menschlichkeit im Glauben dar, um es in menschlicher Wahrhaftigkeit als das Gemeinwesen Zeit zu erleben, dessen Kommunizierbarkeit in Jesus einen Neuanfang ins Leben ruft. Gott gewinnt im Glauben die Gewissheit durch Jesus seine Lebendigkeit erreicht zu haben. Das bedeutet, der Glaube hat Gott im eigenen Sohn menschlich gemacht, damit Gläubige die göttliche Kommunikationsfähigkeit in der Annahme ihrer Vollkommenheit im Wort Gott realisieren können. So ist Zeit menschlich verifizierbare Essenz im Glauben an Gott, um mit menschlicher Substanz ihr göttliches Wesen zu nähren. Die Würde des Menschen trägt Gott in der Person, die sich als Gläubiger in Jesus mitteilen kann, um die menschenwürdige Teilbarkeit eines Wesens für alle nachfolgenden Generationen im Glauben an die Zeit zu vermitteln. Leben spiegelt das Evangelium als die menschliche Existenz wieder, die durch das Leben Jesus Christus beschlossen ist, um dem natürlichen Werdegang im Glauben an Gott ein reines Gewissen zu sichern, das seinen neuen Anfang in der Zeit nehmen soll, die sich aus seiner bewussten Wahrnehmung durch Gottes Namen entfalten kann. Jede bestehende Menschheit stellt so das Potential, das Gott mental erfasst, um aus seinem Namen die eigene Existenz zu schöpfen. Menschlichkeit führt so in ein Bewusstsein dessen Substanz Zeit als essenzielle Anforderung mit sich führt, um daraus menschliche Kompetenz in begreifbare Inhalte zu wandeln. Gott steht als Mediator für die Bestimmung der sich selbst tragenden Menschlichkeit im Raum, die durch die natürliche Gesetzmäßigkeit in der Transzendenz für den Gläubigen greifbar wird. Der Gläubige führt seine immanente Kommunikationsfähigkeit durch die Zeit der Mythen in ihre menschliche Begreifbarkeit, und bildet daraus einen Gott. Der Glaube ist nicht Gottes Werk, er ist seine Kraft aus der natürlichen Gesetzmäßigkeit, deren Anfang im göttlichen Widerstand zwischen Raum und Zeit zu suchen ist. Heiliger Geist erklärt sich in der göttlichen Spiritualität, die Gläubigen zur Verfügung steht, um im Wandel der Zeit Jesus Christus als deren Immanenz immer wieder neu zu erfahren. Jeder Mensch, der sich Zeit seines Lebens der eigenen Begrenztheit annimmt ist also ein Gläubiger, denn er nutzt seine Lebenszeit als kommunikationsfähigen Inhalt des Raums, der im Vertrauen auf Gott baut, um ihn in seiner Existenzfähigkeit zu begreifen und als wachsende Menschlichkeit mit zu tragen. Wer sich als Mensch gegen den Glauben wendet, der widersetzt sich der Begrenztheit seiner individuellen Natur die sich im Widerspruch zu Gott auf ihre menschliche Haltung reduziert und die Menschheit im Ringen um ihre existenzielle Menschlichkeit schwächt. Gott gewinnt in Jesus die Zeit, die im Raum steht und nach göttlicher Aufklärung sucht, um sich in der natürlichen Begabung der Menschheit entfalten zu können. Aufklärung ist Glaube in seiner Bestimmung als Gott die Gewissheit im Gläubigen zu finden. Um Zeit sinnvoll zu gestalten braucht es die natürlichen Gaben einer ganzen Menschheit, die im Glauben an ihre eigene Begrenztheit den Einklang mit den natürlichen Kompetenzen sucht, um sich damit der Verantwortung als menschliches Wesen zu stellen. Gott ist Glaube als Erbschaft Jesus, der Glauben als wesentlichen Bestandteil an eine Menschheit weiter reicht, deren Selbstbestimmungsrecht in der Gewissenhaftigkeit der zugehörigen Individuen die Wahrheit als spirituelle Eigenschaft erkennt. Würde liegt in der Selbsterkenntnis ihrer Fähigkeit den kleinsten Teil des Universums in seinen größtmöglichen Nutzen zu führen, um daraus sich selbst als göttliche Errungenschaft zu etablieren (Heiliger Geist). Erst in Verbindung mit der Liebe, der Barmherzigkeit und den natürlichen Gesetzmäßigkeiten der ganzen Menschheit gibt Gott den Schlüssel für das menschliche Wesen im Herzen seiner Mutter (Kirche) frei.

    Glaube steht im Universum immanent und unbeirrbar als Gott fest, denn durch ihn, mit ihm und in ihm liegt die natürliche Kraft Gottes in jedem Selbst, das sein Ich im Leben erkennt, welches Zeit als wesentliche Eigenschaft bedient bis sie durch ihre göttliche Erreichbarkeit an ihrem eigenen Wesen genesen kann. Durch Gläubige existiert Gott im natürlichen Aufbau der Zeit, deren Kommunikationsfähigkeit von wesentlich gegebenen Inhalten lebt, die durch ihre natürlichen Gesetzmäßigkeiten begreifbar werden. Informationen verbergen sich in den physikalischen Eigenschaften des Raums und sind so aufgebaut, dass sie in der menschlichen Psyche den Anklang finden können, der sie in ihrer komplexen Entwicklungsgeschichte aufzeigen kann, sodass sie sich körperlich, geistig und seelisch im Dienst der Menschheit erschließen. Ich glaube, die Zeit ist auf Gott begrenzt, doch die Menschheit ist in der Lage im wesentlichen Denken die Komplexität zu erreichen, die ihr als geistige Essenz durch Zeit im Bewusstsein ihrer individuellen Eigenschaften zur Verfügung steht. Jeder Gläubige sollte sich zurückziehen, um sich selbst zu entdecken, denn diese Reise in die eigene Vergangenheit voller Erfahrungsschätze liegt heute noch als geschichtlicher Werdegang im Verborgenen.

    Was wir wollen, das wissen wir alle sehr genau, doch was wir dafür hingeben sollen, um in Frieden und Freiheit eine Gemeinschaft zu begründen, das wollen wir nicht wahrhaben. Solange wir nicht akzeptieren können, dass wir nur in Summe all unserer menschlichen Individualität ein tragbares Ganzes für die Natur werden können, so lange werden wir an unserer menschlichen Begrenztheit scheitern. Die Herren aller Völker müssen sich auf die Anforderungen einlassen, die aus dem Volk heraus entstehen und nicht auf die Bedürfnisse derer eingehen, die nur ihr eigenes Ego präsentieren wollen/können. Ich ist die Herausforderung Gottes an jeden Menschen der durch den starken Willen des Glaubens sein Selbst erreichen kann, um als gläubiger Mensch in die Gemeinschaft zu finden, die sich ihm damit offenbart.

    Papst Franziskus hat den Egoismus als Krankheit erkannt, die die ganze Menschheit schwächt und doch nur auf die abgewälzt wird, die dadurch für Profit sorgen können. Ich hoffe und bete zu Gott, Er möge die Kraft geben, die jetzt jeder braucht, um sich als Gläubiger im Leben so zu etablieren, dass die Menschheit nicht am individuellen Ego kläglich zu scheitern droht.

    Um auf den Anfang dieses Beitrags zurückzukommen ist Gott für mich der stille Gefährte jedes Menschen, der ihm die Spiritualität verleiht, die seine Zeit fordert, um den Raum essenziell zu beleben, sodass er sich der Menschheit in seiner ganzen Herrlichkeit erschließen kann, um sie in eine demütige Haltung Gott gegenüber zu führen, der ihr dies ermöglicht.

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