Der Papst und seine Reform

Ein Koordinatensystem für den Papst, Teil 3

Natürlich muss auch die Kurienreform erwähnt werden, das wäre meine dritte Koordinate. Das war ja einer der Aufträge an den zu wählenden Papst, wie Franziskus immer wieder bekundet. Nun ist das eine riesige Baustelle. Die Wirtschaftsangelegenheiten sind in trockenen Tüchern, es wird noch aufgeklärt und umgebaut, aber die Struktur steht und sie ist nach internationalen Standards gesetzt. Bei den Vatikanmedien ist das noch nicht entschieden, da gab es eine Firma die sich uns angesehen hat (McKinsey), dann eine Kommission, die einen Bericht und Vorschläge vorgelegt hat und nun eine neue Kommission, die Vorschläge zur Umsetzung machen soll. Das dauert alles noch.

Tatsache ist ja, dass wir mit der Williamson-Affäre, mit Vatileaks, mit der so genannten Vatikanbank IOR und jede Menge anderer Sachen klar gemacht bekommen haben, das etwas nicht stimmt im Vatikan. Es lief nicht rund, die einzelnen Bereiche arbeiteten aneinander vorbei und es war alles Mögliche, aber kein gute Dienst an der Kirche.

Wer es etwas präziser möchte: Drei Felder der Reform werden im aktuellen Heft der Herder-Korrespondenz von Ralph Rotte identifiziert: 1. das Bemühen um einen offenen Diskurs über die Aufgaben, Missstände und Veränderungsmöglichkeiten von Kurie und Kirche, 2. den Wandel der institutionellen Organisation der Kurie und 3. die Personalpolitik von Papst Franziskus.

 

Strukturveränderungen dauern

 

Für uns strukturierte Mitteleuropäer mag die Umsetzung sehr langsam daher kommen. Und es gibt ja auch berechtigte Kritik: Prozeduren und Verfahren schützen ja immer den Schwachen vor dem Starken. Der Starke setzt sich immer durch, der Schwache braucht Regeln. Deswegen wäre es wichtig, die neuen Dinge auch in Regeln zu fassen.

Wichtig dabei ist aber ganz besonders, dass es dem Papst um eine Haltung geht. Er will einen Dienst für die Weltkirche, und das ist nicht nur Sonntagsrede. Dass er die Kurie mit den fünfzehn Krankheiten der Seele konfrontiert hat, ist weniger eine Abrechnung als vielmehr der deutliche, sehr deutliche Hinweis darauf, wo die wirklichen Gefahren im Vatikan liegen.

Reform, wirklich Reform, beginnt nicht im Zentrum, sondern an der Peripherie. Hier ist der Papst ‚Schüler’ des Konzilstheologen Yves Congar, der dazu geschrieben hat. Wirkliche Reform beginnt beim Glauben der Menschen, nicht im Zentrum der Institution. Das bedeutet nicht, die Probleme zu verharmlosen oder ins Innere zu verlegen, das macht sie im Gegenteil erst wirklich wichtig und mächtig. Reform muss pastoral beginnen. Reform ist zuerst etwas Geistliches.

 

Bürgerliche Religion

 

Brechen wir das einmal auf unsere Kirche herunter: was hieße das für uns? Papst Benedikt XVI. hat uns mit „Entweltlichung“ ja schon etwas ins Stammbuch geschrieben, die „Arme Kirche für die Armen“ ist hier eine wohlmöglich noch größere und radikalere Herausforderung. Papst Franziskus will keine Kirche, die in sich selbst verkrümmt ist, sondern die aus sich heraus geht, die die Türen aufmacht um Jesus heraus zu lassen.

Nun versuchen wir das einmal auf unsere Gesellschaft zu übersetzen. Was heißt das? Wo sehe ich eine solche in sich selbst verkrümmte Kirche? Das habe ich hier an dieser Stelle schon einmal beschrieben; Mit Johann Baptist Metz würde ich sagen: in der bürgerlichen Religion. „Diese bürgerliche Religion fordert nichts, tröstet aber auch nicht. Gott ist in ihr zwar zitierfähig, aber kaum mehr anbetungswürdig“. Darin können wir schon viel wieder erkennen.

„Wo sich unsere Kirchen bewusster und entschiedener als bisher der Zumutung entziehen, Institutionen bürgerlicher Religion zu sein, öffnet sie sich einer kirchlichen Zukunft.“ Das ist der Anfang einer Kirche als „Kirche des Volkes“. „(Hier hilft) nur eine bis in die Wurzeln gehende Umkehr, die auch die ökonomischen Grundlagen unseres gesellschaftlichen Lebens einbezieht.“

Ich bin auch bürgerlich. Aber die Herausforderung gilt. Wir müssen lernen, unsere Religion nicht von der Gesellschaft her zu definieren, sondern von Christus her. Und das heißt geistlich gesprochen „Bekehrung“. Noch einmal, das bedeutet nicht, die Probleme nach Innen zu verlagern und so unschädlich zu machen. Im Gegenteil. Bekehrung bezieht den gesamten Menschen ein und auch Gesellschaft braucht Bekehrung, sie ist nicht nur Individuell. Tragischerweise kann man das auch an der Übersetzung von Evangelii Gaudium sehen, wo bei dem Originalwort „conversión“ im Deutschen „Neuausrichtung“ steht. Da wird dem Geistlichen der Zahn gezogen, das ist sehr schade und passt perfekt in eine Verwaltungskirche hinein, die nur in Strukturen denkt und Angst davor hat, das Geistliche zu berühren. Der Papst will mit seiner Reform aber genau das, Bekehrung. Der Rest, die Strukturen und das alles, kommen dann auch. Wichtig ist aber zuerst der geistliche Gehalt der Reform.

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20 Kommentare zu Der Papst und seine Reform

  1. Videns sagt:

    Irgendwie scheint die Forderung nach Entweltlichung nicht ganz bis zu den deutschen Bischöfen durchgedrungen zu sein. Ihre jüngste Anpassung des kirchlichen Arbeitsrechtes an den weltlichen Zeitgeist weist in eine völlig andere Richtung.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Das halte ich nicht für eine Anpassung an den weltlichen Zeitgeist. Hier geht es um rechtliche Fragen, um Arbeitnehmerrechte und Beteiligungsfragen. Das ist nicht mit dem so genannten christlichen Kulturkampf gegen den Zeitgeist zu vermischen.

      • Videns sagt:

        Es mögen auch ein paar klassische Arbeitnehmerrechte bei den „Anpassungen“ dabeigewesen sein. Aber die Tolerierung von Schwulenehe und gelebten Ehebruch ist ein ganz anderes Kaliber.

        • Pater Hagenkord sagt:

          Nein, da möchte ich widersprechen. „Schwulenehe“ und „gelebter Ehebruch“ sind keine Begriffe, die in eine rechtliche Debatte gehören. Das sind (schlechte) Kampfbegriffe, die – meiner Meinung nach – einen offenen und ehrlichen Blick auf die Wirklichkeit verhindern. Sie sind Diffamierungen. Und deswegen teile ich Ihre Unterscheidung nicht, im Gegenteil.

          • Elasund sagt:

            Die homosexuellen Männer die ich kenne bezeichnen sich alle als schwul und reden auch von „Schwulenehe“. Ich würde den Begriff deswegen nicht verwenden, weil er beinhaltet, dass die Lebenspartnerschaft zwischen Homosexuellen auch nichts anderes ist als eine Ehe. Diese Meinung teile ich nicht. Zu „gelebter Ehebruch“ – wieso soll das ein Kampfbegriff sein? Das beschreibt doch exakt die katholische Sicht/Beurteilung.

            Zum kirchlichen Arbeitsrecht: Ich sehe das als ein Ankommen der Bischöfe in der Realität. Gerade die Mitarbeiter in sozialen Einrichtungen (Kindergärten, Krankenhäuser, Altenheime) wollen ja nicht den Glauben leben sondern „nur“ eine Arbeit um sich oder die Familie zu ernähren. Oft fehlen (gerade in traditionell katholischen Gegenden) einfach die Alternativen. Die Kirche kann also entweder die strengen Regeln lockern oder die kirchliche Trägerschaft aufgeben (was dann m. E. schon „Entweltlichung“ wäre oder zumindest ein Ende des „Ettikettenschwindels“).

          • Pater Hagenkord sagt:

            Da könnte ich jetzt Ihnen meine Bekannten zitieren, die das sehr wohl als absichtliche Herabsetzung empfinden, auch die Sprache der Jugendlichen, mit denen ich jahrelang gearbeitet habe, meint das nicht wirklich wertschätzend. Deswegen sehe ich darin den Kampfbegriff. Und „gelebter Ehebruch“ ist eine gewollte Verkennung von Realität. Es ist ja nicht so, dass sich wiederverheiratete Geschiedene nachts aus dem Haus schleichen, um zu einer anderen Frau oder einem anderen Mann ins Bett zu steigen. Manche zweite Ehen entstehen nach dem Zerbrechen einer ersten, sie entstehen um Kinder herum, da ist Liebe und Zuneigung und Verantwortung füreinander. Das moralisierend „gelebten Ehebruch“ zu bezeichnen finde ich ziemlich daneben, und wenn es absichtlich geschieht, dann ist es eben ein Kampfbegriff.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Ich hatte vergessen, auf Ihren zweiten Abschnitt einzugehen: Dafür sollten Sie sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entschuldigen. Wie kommen Sie dazu zu behaupten, alle – und Sie sprechen über alle – wollten nicht ihren Glauben leben? Das ist eine Unterstellung, die ich zurückweise, ich kenne auch in ländlichen Gegenden viele Menschen, die eben genau einen katholischen Arbeitgeber wollen, weil das etwas mit ihrem Glauben zu tun hat.

          • KRP sagt:

            Wer glaubt, wirklich glaubt dem sind Kampfbegriffe, vor allem diese die hier in der Runde stehen nicht wichtig denn da verlässt man sich auf ganz andere Werte und lebt sein Leben mit all ihren Schwächen und Stärken und Anschauungen. Man weis das Liebe etwas ist was keine Grenzen kennt auch nicht die, die Menschen aufstellen.

          • Elasund sagt:

            Zum zweiten Abschnitt „die Mitarbeiter“ war natürlich Quatsch. Da habe ich zu eilig formuliert. Das tut mir leid. Natürlich gibt es Menschen (Frauen und Männer) die gerne für die katholische Kirche arbeiten. Ich wollte darauf aufmerksam machen dass es Gegenden in Deutschland gibt wo z. B. eine Erzieherin oder Altenpflegerin kaum eine vernünftige Alternative zur katholischen Einrichtung hat was den Arbeitgeber betrifft.

            Zum Rest: Ein bestimmtes Verhalten wird halt Ehebruch genannt bzw. Unzucht. Diese Begriffe sind momentan noch klar definiert (z. B. im KKK) und es spielt (für die Tatsachenbeschreibung) schlichtweg keine Rolle ob ich dafür nachts aus dem Haus schleiche oder vorher zusammenziehe oder ob die Ehe zerbrochen ist oder noch nicht). Der Begriff Ehebruch an sich ist für mich noch nicht moralisierend oder ein Kampfbegriff. Wie ich den Begriff dann verwende kann moralisierend sein. Kokretes Beispiel: „Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet begeht Ehebruch.“ würde ich nicht als moralisierende Aussage bezeichnen sondern als Beschreibung der Realität.

            Zu dem Begriff „schwul“. Ich überlasse es gerne den Homosexuellen unter sich auszumachen ob sie diesen Begriff weiter verwenden wollen oder nicht. Das Ergebnis warte ich gerne ab. So lange verwende ich das Wort nicht.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Da will ich Ihnen nicht zustimmen. Es spielt sehr wohl eine Rolle, warum jemand etwas tut. So erlaubt die Kirche ja auch Diebstahl, wenn es darum geht, sich und seine Kinder vor dem Hungertod zu retten, auch wenn es ein Gebot dagegen gibt. Die Kategorien des Katechismus dienen einem klaren Verstehen, sie machen uns aber noch nicht zu Richtern über das Leben anderer. Wenn ich diesen Satz, den Sie aus der Bibel zitiere, aber gegen jemand anderes verwende oder über jemand anderen sage, dann mache ich mich zu genau so einem Richter.

          • Elasund sagt:

            So langsam bringen Sie mich ja schon in Verzweiflung. Wo sage ich denn bitte, dass es keine Rolle spielt, warum jemand etwas tut? Genau, die Kategorien des Katechismus dienen einem klaren Verstehen. Und sie dienen der Kommunikation. Und ich finde „Ehebruch“ besser als so seltsame Formulierungen wie „sich der Akte nicht enthalten die den Eheleuten vorbehalten sind“.

            Jesus sagt zur Ehebrecherin (Joh 8,1-11) „Auch ich verurteile dich nicht.“ Er sagt doch nicht: „Das war kein Ehebruch, mach ruhig weiter.“

          • Pater Hagenkord sagt:

            Ich darf Sie zitieren: „Ein bestimmtes Verhalten wird halt Ehebruch genannt bzw. Unzucht. Diese Begriffe sind momentan noch klar definiert (z. B. im KKK) und es spielt (für die Tatsachenbeschreibung) schlichtweg keine Rolle ob ich dafür nachts aus dem Haus schleiche oder vorher zusammenziehe oder ob die Ehe zerbrochen ist oder noch nicht).“ Das heißt für mich, dass die Gründe keine Rolle spielen bei der Einschätzung einer Handlung.

          • Elasund sagt:

            Nein, Sie haben mich falsch verstanden. Es geht mir darum, ob man Ehebruch noch Ehebruch nennen darf. Oder ob für Sie der Begriff Ehebruch an sich schon ein Kampfbegriff ist und jeder der diesen Begriff auch nur verwendet nicht mehr „debattenwürdig“ ist.
            Sie haben Diebstahl genannt. Da ist es auch ein großer Unterschied ob jemand die Hilflosigkeit einer alten Oma ausnutzt und ihr die Rente klaut die sie gerade von der Bank abgehoben hat oder unerlaubt Büromaterial aus der Firma mit nach Hause nimmt. Beides heißt aber Diebstahl. Und wenn jemand sagen würde, dass den Arbeitgeber beklauen kein Diebstahl ist, würde ich widersprechen. Das bedeutet aber nicht, dass ich sage es ist genauso schlimm wie der alten Dame die Handtasche entreißen.
            Bei Ehebruch ist es genauso. Sie haben Beispiele genannt.
            Also die Gründe spielen keine Rolle ob ich etwas Ehebruch nennen darf oder nicht. Ehebruch ist für mich einfach kein Kampfbegriff, sondern ein definierter Sachverhalt. Mehr wollte ich nicht sagen.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Dann muss es aber auch etwas zu brechen geben. Das Sakrament ist nicht zu brechen, das ist richtig. Aber die Beziehung kann schon längst in die Brüche gegangen sein, trotz des Sakramentes. Deswegen finde ich den Begriff nicht neutral, wie Sie meinen, ihn benutzen zu können, er ist aufgeladen.

          • Elasund sagt:

            Vielen Dank für Ihre Antwort. Es wäre interessant mal im Gespräch herauszufinden wie weit wir auseinander sind. Nein, natürlich meine ich NICHT, dass der Begriff Ehebruch neutral ist. Er ist eine ungeheure Provokation und wir müssen schauen, wann wir ihn verwenden und wie wir ihn (zuvor) erklären.
            Ich bin hier auf den Seiten von Radio Vatikan und Sie sind Jesuit und katholischer Priester. Bei einem „normalen“ Journalisten hätte ich mich nicht weiter gewundert, wenn Ehebruch als (schlechter) Kampfbegriff bezeichnet wird. Für die kircheninterne Diskussion sollten wir ihn nicht streichen. Ich habe damit erst verstanden, worum es manchen Konservativen überhaupt geht. (Persönlich halte ich die Ehe keineswegs für unauflöslich, bin mir aber bewußt, dass ich damit nicht mit der Lehre meiner Kirche übereinstimme.)

          • Brigitta sagt:

            Ich kann mit dem Begriff Ehebruch wenig anfangen. Schon vor ca 20 Jahren hat mir ein Theologe gesagt, dass man davon ausgehen müsse, dass etwa Zweidrittel aller Ehen nicht sakramental geschlossen worden sind, da das Sakramentsverständnis bei einem oder beiden Ehepartnern fehlt.
            Außerdem gibt es so viele andere Fälle, aufgrund derer Ehen scheitern: Der Mann geht weg mit dem Kommentar „Ich halte es nicht länger als 7 Jahre mit einer Frau aus“. Eine andere Ehe scheitert an der psychischen Situation eines Ehepartners, die eine Eheunfähigkeit vermuten lässt. Die nächste an der Sucht eines Partners. Und wieder eine an der Haltung eines Partners „Wir hätten nie heiraten dürfen, denn unsere Horoskope passen nicht zueinander“. Alles in meinem Umfeld passiert. Ehebruch ist hier wohl Fehlanzeige. Und all diesen verlassenen Ehepartnern wirft man Ehebruch vor, wenn sie eine neue Partnerschaft eingehen. Hier stimmt doch etwas in der Kirche nicht.

  2. Didimus sagt:

    Videns, wenn Sie ernsthaft an der Frage interessiert sind, was eine Anpassung der kirchlichen Arbeitsrechts mit Entweltlichung zu tun hat, empfehle ich Ihnen das von Kardinal Cordes und Manfred Lütz veröffentlichte Buch „Benedikts Vermächtnis und Franziskus`Auftrag –
    Entweltlichung. Eine Streitschrift“. Sie müssen den Argumenten darin ja nicht zustimmen, aber zumindest bekommen Sie dort einige präsentiert.

  3. KRP sagt:

    Von Christus her ja da bin ich ganz Ihrer Meinung aber die Gesellschaft ist die Generation, jeder Mensch, der sich darauf einlassen möchte. Nur wenn jeder einzelne sich bekehrt zu dem einem wirklichen dann kann Bekehrung geschehen. Ich denke Bekehrung kann nur aus dem Individuellen geschehen, jedes Einzelnen. Glauben ist persönlich und individuell, Gesellschaften kann man nicht zwingen nur einzelne können durch Vorbildfunktionen zu einem Umdenken angeregt werden. Es waren immer einzelne die den Glauben weitergegeben haben.

  4. Páramo sagt:

    Sehr geehrter Pater Hagenkord,

    Ich möchte Ihnen für die Reihe ‚Koordinatensystem für den Papst‘ ganz herzlich danken. Wie sehr habe ich Ihre Worte genossen – ich bitte um Verzeihung für den Ausdruck.
    Ich kann mich nicht an theologischen Debatten beteiligen, dazu fehlt mir leider die Ausbildung. Aber ich bin überzeugte Katholikin und schätze Papst Franziskus über alles.
    Danke für Ihren Blog, den ich regelmässig lese. Ich würde mir wünschen, dass auch die deutschen Bischöfe – allen voran Kardinal Marx – die Zeit dazu fänden.

  5. Amica sagt:

    Zur Problematik bzw. dem Begriff „Ehebruch“ zwischen Pater Hagenkord und Elasund – eine sehr haarspalterische aber durchaus interessante Streitigkeit – möchte ich gerne noch etwas anfügen: Also, wenn Sie beide sich schon so zanken über solche Details, dann sollten Sie auch mal die Profis der deutschen Sprache heranziehen: Sprachwissenschaftler haben etwa etymologische Wörterbücher herausgegeben und ja… Es gibt auch und tatsächlich so was wie den Duden. Im Duden (Fassung Internet) steht zum Beispiel als kurze Definition: „Verletzung der ehelichen Treue durch außerehelichen Geschlechtsverkehr.“ In meinem geliebten „Etymologischen Wörterbuch des Deutschen“ steht auch sowas wie Ehe kommt eventuell vom althochdeutschen „ewa“ und das heißt übersetzt so viel wie „immerdar, ewig geltendes Recht.“ Fazit: Elasund hat in diesem Fall wohl recht. Pater Hagenkord sollte allerdings – wegen seiner menschenfreundlichen Haltung – für den vakanten Posten des Erzbischof von Berlin ernannt werden. 🙂 So einfach ist das! Wider die Streitsüchtigkeit und Besserwisserei der Männer.

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