Die kosmische und religionenverbindende Dimension der Taufe

Der Begriff old-school fällt mir ein, wenn ich die Betrachtung zur Taufe lese, die Papst Benedikt XVI. am Montagabend vor dem Pastoralkongress des Erzbistums Rom gehalten hat. Echter Ratzinger, und sehr überraschend ein Thema ansprechend, das so wenig in seinen Ansprachen vorkommt: Die kosmische Dimension.

 

 

„Das Christentum ist nicht etwas rein Spirituelles, nur Subjektiv-Gefühlsmäßiges, sondern eine kosmische Realität. Gott ist der Schöpfer der ganzen Materie, die Materie gehört also zu unserem Glauben: Der Körper gehört zu unserem Glauben, weil Gott uns in die Realität des ganzen Kosmos hineinfügt.

Mit dem Wasser, einem materiellen Element, kommt nicht nur ein Stück Kosmos (in die Taufe) hinein, sondern auch die Symbolik der Religionen. In allen Religionen nämlich hat das Wasser etwas zu sagen. Der Weg der Religionen, diese Suche nach Gott, die auf verschiedene Arten verläuft – auch auf verkehrte Art und Weise, aber das bleibt dann doch eine Suche nach Gott – wird im Sakrament angenommen. Die anderen Religionen mit ihrem Weg zu Gott hin sind präsent, werden angenommen, und so wird eine Weltsumme gezogen. Die ganze Suche nach Gott, die sich in den Symbolen der Religionen ausdrückt, wird da anwesend.“

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2 Antworten auf Die kosmische und religionenverbindende Dimension der Taufe

  1. Teresa_von_A. sagt:

    In vorchristlicher Zeit gab es ein heidnisches Ritual, in dem Neugeborene zur Begrüßung mit Wasser besprengt wurden.

  2. Teresa_von_A. sagt:

    Die Entscheidungsfreihet des Menschen wird regelmäßig auf den religiösen Bereich beschränkt. Als hätten wir woanders die Freiheit, die jeder als Freiheit bezeichnet. Tun und lassen können..wo geht das?Wenn Gott im Menschen ist und der Mensch in Gott, so hat es bereits Teresa von Avila gesagt..dann wird Religion nie privat sein und nie aussterben. Die Sakramente können diese Tatsache ans Licht bringen, ich denke, es geht auch ohne Sakramente. Mit den Sakramenten ist es für mich persönlich einfacher.Kirchen sollten sich an erster Stelle zur Aufgabe machen, den Gott in uns und uns in Gott erkennbar zu machen.Hilfestellung zu leisten. Das dürfte in der Tat mit dem Auswendiglernen von Formeln ein Problem sein. Für die Vielen.

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