Die moderne Diskriminierung der Frau

Deutliche Worte des Papstes nach Deutschland: An diesem Montag empfing Benedikt XVI. den neuen Botschafter der Bundesrepublik beim Heiligen Stuhl, Reinhard Schweppe, in Audienz. Traditionell werden dabei eher grundsätzlich gehaltene Ansprachen ausgetauscht. Der Papst sprach über Menschenrechte, über den Beitrag der Religion zur Gesellschaft, der über eine ethische Prägung hinaus gehe. Zum Schluss wurde er sehr konkret:

An dieser Stelle möchte ich noch einen anderen bedenklichen Aspekt ansprechen, der, wie es scheint, durch materialistische und hedonistische Tendenzen vor allem in den Ländern der sogenannten westlichen Welt um sich greift, nämlich die geschlechtliche Diskriminierung von Frauen. Jeder Mensch, ob Mann oder Frau, ist dazu bestimmt, für den anderen da zu sein. Eine Beziehung, welche nicht beachtet, dass Mann und Frau die gleiche Würde besitzen, bedeutet ein schweres Vergehen gegen die Menschlichkeit. Hier ist es an der Zeit, Prostitution wie auch die weite Verbreitung von Material erotischen oder pornographischen Inhalts, gerade auch über das Internet, energisch einzuschränken. Der Heilige Stuhl wird darauf achten, dass der notwendige Einsatz gegenüber diesen Missständen seitens der katholischen Kirche in Deutschland vielfach entschiedener und deutlicher erfolgt.

 

 

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19 Antworten auf Die moderne Diskriminierung der Frau

  1. Maletzka sagt:

    Das Frauen wie Ware immer noch benutzt und angeboten werden hat ohne Zweifel mit Verletzung der Würde 
    zu tun.

    Die Prostitution gehoert zu den aeltesten Berufen der Welt. Es ist immer eine gegenseitige Erklaerung auf Basis des freien Willens. Wenn es mit , Zwang oder Manipulation geschieht, dann bin ich mit dem Papstappel einverstanden.

    Dass die  beiden  „Handelspartner“  ein „psychologisches“ Problem haben, wissen  wir heute. Durch Verbot und dagegen Kaempfen kann das Problem der Menschen nur verschaerfen, nicht beseitigen. Es kann nur etwas „Schlimmeres“ daraus entstehen. Deshalb sollte die Kirche in diesen Fragen anders taetig werden, m.E. nach.

    Ich erlaube mir den Vergleich zu dem Diskurs ueber die Benutzung der Kondome in den unterentwickelten Laender, wo die Kirche und vor allem der Papst weiss, dass das Erlaubnis fuer den Einsatz verkehrt, vor allem fuer die Frau, waere.

  2. Maletzka sagt:

    Zum Thema Sex/Erotik-kommerzialisierung – da sollte sich die Kirche laut einmischen, dem stimme ich zu. Der Sex kann und darf nicht zim „Gegenstand“ werden.

  3. Annemarie Wachsmann sagt:

    Moderne Diskriminierung der Frau. Wie gut man sich doch auf den Moslems ausruht. Dabei haben auch Christen mit dem Thema zu tun. Bin ich mal von überzeugt.Aber, liebe..Traditionalisten. Wenn die Frau die Seele in der Kirche und in der Familie ist, wie es schon mal heißt, und dafür sorgen muss, dass die Kinder katholisch bleiben oder werden und der Mann bei Laune gehalten werden muss..fühle ich mich ebenso unwohl.

    • Petra Krafft sagt:

      Liebe Fr. Wachsmann,
      entschuldigen Sie das ich schon wiedermal auf Ihren Kommentar antworten muß, aber das hat mich beim lesen herausgefordert zu antworten. Ich stimme Ihnen ja zu und fühle mich genauso unwohl wenn die Frau nur für Erziehung, Haus, Herd und den Mann bei Laune halten zuständig sein soll.
      Aber ehrlich gesagt, als die Frau sich der Familie gewidmet hat bzw. Ihr Beruf der Haushalt und die Erziehung war, war die Situation der Kinder anders, es gab nicht diese Straßen,- Schlüsselkinder, Kinder wußten wo sie hingingen, wo sie zuhause sind, lungerten nicht auf den Straßen herum und griffen zu Drogen und Alkohol. Sie hatten ihr Essen, Kleidung und die Liebe sowie einen festen Bezug und Bindung. Das soll aber nicht heißen das ich dagegen bin das Frauen arbeiten gehen sollen im Gegenteil denn ich weiß ja das die Frauen arbeiten müssen, denn es geht ja fast nicht ohne 2. Einkommen, oder die Frauen sind Alleinerziehend und müssen schon aus diesem Grund arbeiten.
      Ich denke das ist kein Problem von Traditionalisten und Christen sondern ein gesellschaftliches Problem, das man mit anderen Erziehungs,- Gesellschaftsformen lösen müsste und hat glaube ich nichts damit zu tun das man die Frau an den Herd zurück habe möchte oder traditionalistisch eingestellt ist. Ich denke dieses Problem der Diskriminierung ist ein Problem das durch alle gesellschaftlichen Schichten geht. Wahre Christen sehen die Frau sicher als Seele der Familie und der
      Kirche mit Achtung und Respekt.

      • Annemarie Wachsmann sagt:

        Liebe Petra Krafft, ich freue mich immer sehr über Ihre Antworten.Also weiter so 😉 Ich hatte neulich ein Gespräch mit einem Pfarrer, der mich streng darauf hinwies, dass ich meinen Mann und meine erwachsenen Söhne (22 und 31 Jahre alt) durch Vorleben katholisch machen soll und das war lang nicht alles, was er mir auftrug. Ich höre mir soetwas mit Interesse an,mehr nicht. Ich kenne aber auch Frauen, die sich Dank Kirche kaputtgemacht haben in ihren Familien.Meine Tante zu ihrer bereits älteren Tochter „Wenn ich vor unserm Herrgott steh und du warst nicht in der Kirche“. Meine Kinder gehen ihren eigenen Weg und mein Mann auch. Ich bin eh der Ansicht, dass jeder Mensch nach seiner Facon selig werden soll. Meine Familie erlebt,was ich mache im religiösen Bereich. Und:meine Familie war mir immer wichtiger als akademische Karriere.

      • Peter Strauss sagt:

        Liebe Frau Kraft,
        schön mal wieder etwas von Ihnen gelesen zu haben. Sie sprechen mir in vielen Dingen aus der Seele. Muß man das Rad noch einmal neu erfinden?. Es gab ja einmal so etwas wie ein christliches Familienbild. In südlichen Ländern gibt es so etwas noch. Am Sonntag im Ristorante kann man das noch sehen, wenn an großen Tischen bis zu 20 Familienmitglieder aus mindestens drei Generationen zusammensitzen. Nonna und Zia helfen der Mamma bei der Kinderbetreuung, wenn die Arbeiten geht. In unserer versingleten Gesellschaft, in der die rüstigen Alten als wichtiger Bestandteil des BIP auf Reisen gehen, Golfen und auf Wellness und Beauty machen, stehen sie in der Regel mit Ausnahme mancher ländlicher Region nicht mehr zur Verfügung. Zwischen „Heimchen am Herd“ und Karriere gäbe es aber dennoch genügend Spielarten der Lebensplanung unter Achtung der Würde der Frau.

        • Petra Krafft sagt:

          Ja, Sie haben Recht entweder stehen die Großeltern aus genau diesen Gründen nicht mehr zur Verfügung oder es heißt sie würden sich in die Erziehung einmischen. Das aber nicht stimmt, denn man erkennt ja langsam den Erfahrungsschatz den ältere Menschen haben und weitergeben. Ich bin Altenpflegerin und weiß aus Erfahrung das man Vorschulkinder und Schüler zu Praktikumsstunden neben dem Unterricht in die Heime bringt um sich mit den ältern zu Beschäftigen und unteranderem auch gegenseitige Erzählrunden mit Begeisterung annimmt.
          Jeder würde profitieren von mehr Miteinander und Achtung.

  4. Oliver Meschnigg sagt:

    Pornographie ist tatsächlich ein brandaktuelles Thema, das schleichend die Sexualität der jüngeren Generation mitprägt. Einen selbstkritischen Blickwinkel nahm unlängst Peter Redvoort in seinem Essay „Pornos machen traurig“ ein.

    O.Meschnigg

  5. Annemarie Wachsmann sagt:

    Wenn es mal als Pornografie erkannt wird, Oliver Meschnigg. Das ist nicht mehr so. In den chatrooms geht es auch hoch her.Die Situation ist lange ausser Kontrolle, denke ich. Die urmenschliche Sehnsucht nach dem ganz Anderen hat sich hier einen Ort gesucht.

  6. Annemarie Wachsmann sagt:

    Mir ging es in meinen beiden Posts nicht um Selbstverwirklichung a la Weltreisen und Karriere..ob eine Mutter berufstätig ist, oder nicht, ob Senioren die Kinderbetreuung übernehmen..das ist nicht das Thema der Kirche. Es geht um das überholte Frauenbild in Kirche, das nichtmals der Papst unterstützt. Das sich Aufopfern-Müssen, verantwortlich für den Glauben der Familie, das stille Dulden im Gebet.Ich sehe, dass es wieder modern wird. Da sollte man aufpassen.Zwanzig Familienabgehörige am Tisch, wie soll das gehen, wenn jeder weitverteilt in der Weltgeschichte wohnt?

    • Peter Strauss sagt:

      Ich habe mit dem Bild der Sonntagstafel explizit Italien gemeint, wo das am Sonntag ein gängiges Bild in gängigen Ristorantes ist, daß große Familien diesen Tag gemeinsam zusammen begehen. Das ganze dauert dann mehrere Stunden. Bei uns gibt es das schon lange nicht. Im übrigen: Wer legt fest ob ein Fauenbild überholt ist oder nicht? Das kann doch eigentlich nur jede Frau für sich selbst festlegen. Nachdem Ihrer Meinung nach ohnehin jeder nach seinem eigenen Gusto selig werden soll, wozu dann noch „Gebrauchsanweisungen“ im weitesten Sinn?

  7. Annemarie Wachsmann sagt:

    Jeder nach seiner Facon selig ist die ausserodentliche Leistung Friedrichs des Großen gewesen. Vorher hieß es, wes das Reich, dess die Religion.Zuerst legen die Frauen fest, was für sie gut ist.Stimmt.Die eine so, die andere anders. Das Bild der christlichen Familie ist nicht von Theologinnen kreiert worden. ;-)In jedem Fall kein Ehemann und kein Pfarrer.(Wobei ich gestehe, dass ich auf meinen religiösen Begleiter höre.Der mich sehr zu meinem gusto ermutigt)Ob ich persönlich nach meinem gusto lebe? Wenn das mit einem behinderten Kind möglich ist, ja.Welche Gebrauchsanweisung meinen Sie? Liebe Dein Kind, umarme es, und steh ihm nicht im Wege.Folge ihm in einigem Abstand und tröste es, wenn es sich blaue Flecke geholt hat. Das stand auf der Geburtsanzeige unseres ersten Kindes 1980. Hat sich allerbestens bewährt.Kostet viel Zeit. Mein gusto waren meine Kinder.Deren freie Erziehung. Und vieles mehr.Herr Dr. Strauss, Sie haben ein komplett falsches Bild von mir.Amo bella Italia auf dem Land.Der Mann bekanntermaßen als Pascha. Aber Italien gehört inzwischen auch zu den Ländern, in denen Kinder Seltenheitswert haben.Wo akademische Frauen weitaus mehr Karriere machen als deutsche und dennoch geht deren Familie nicht zugrunde.Ich träume genauso von diesen romantischen Dingen wie sie. Was hilft es?

  8. Petra Krafft sagt:

    Ich denke uns ist schon klar das Sie, liebe Fr. Wachsmann, über das überholte Frauenbild in der Kirche gepostet haben und wir haben nur Beispiele gebracht. Ich verstehe nicht wie Sie schreiben können „das ist nicht Thema der Kirche“, wer ist denn die Kirche das sind doch wir.Also muß es doch auch unser Thema sein, alles ist unser Thema weil zum Menschen alles gehört.(Ganzheitlichkeit, Universalität)… .Wer macht denn immer noch die meisten Tätigkeiten in Familie und Pflege, dass sind die Frauen, die wenigen Hausmänner und Pfleger
    abgesehen. Es sind die Matchotpyen die solch ein Frauenbild zeichnen, die sich im stillen ein „Heimchen am Herd“ wünschen und nebenbei in bestimmten Kreisen verkehren. Genau um dieses Thema ging es doch im Blog, die Frau nicht zu vermarkten im Internet.

  9. Annemarie Wachsmann sagt:

    was kirche ist, petra krafft, kann man in einer großstadt nicht so einfach sagen. ich habe erlebt, dass das frauenbild ,das zu zeiten meiner 1910 geborenen tante üblich war in der kirche, die tante war sehr fromm und hatte viel angst vor dem leben nach dem tod , weil ihre tochter nicht in die kirche ging, wiederauflebt. habe mir das neulich selber anhören müssen, was die aufgabe der frau in der familie ist. da wird nicht nur die frau überfordert, sondern auch der liebe gott, der die quadratur des kreises fertigbringen soll.man betet zu ihm und es funktioniert.das geht heute weniger als früher.das thema ist hier im blog die prostitution und pornografie und man darf nicht vergessen, dass so manche frau da munter mitmacht, weil ihr der zugang zu ihrem eigenen wert fehlt. ich denke, wenn die eltern nicht zeit haben für ihre kinder, die gesellschaft keine werte mehr vermittelt, haben wir den untergang bald hinter uns.ich erhoffe mir erstmal einiges vom jahr des glaubens. wir hatten neulich einen sehr guten vortrag über ignatianische spiritualität in der gemeinde. die tägliche rückschau bringt erkenntnisse. dies als beispiel mal. man kann nicht zu alten werten zurück

    • Petra Krafft sagt:

      Ich denke jede Generation, Jahrhundert hat sein eigenens Frauen,- Familienbild entwickelt und niemand ganz bestimmt die heutige selbstbewusste Frau wird sich in eine vergangene Generation zurücksehnen. Wir Christen haben doch eigentlich das schönste Familien,- Frauenbild mit der Heiligen Familie, das richtig vermittelt zeigt doch wie es geht in gleichberechtigten Miteinander und Gemeinchaft umzugehen. Maria die im stillen gebetet, die sich aber auch mal traute etwas zu sagen z.B. sie haben keinen Wein mehr, oder sich alleine auf den Weg machte zu Elisabeth, das zur damaligen Zeit bestimmt nicht einfach war. Ebenso Josef der Maria nicht allein gelassen hat in ihrer Situation als schwangere Frau noch nicht verheiratet. Und die beiden Frauengestalten Maria und Martha die doch in meinen Augen zwei selbstbewusste Frauen verkörpern, die eine betend und still zuhörend, die andere in geschäftigten Taten. Das richtig vermittelt, daraus müsste sich doch viel machen lassen. Da sind sie gefragt unsere Pfarrer und auch wir und nicht nachlassen in unseren Gebeten um die richtige Auslegung der Heiligen Schrift. Da können wir ganz getrost auf Papst Bendikt hören der das sehr gut auslegen kann.

  10. Annemarie Wachsmann sagt:

    Selbstbewußt gerne, aber nicht für das Heil der Welt verantwortlich.Meine Familie etscheidet selber, welchen Weg sie geht.Die sind alle nicht dümmer als ich. Darum geht es mir.

  11. Pingback: Papst rüffelt katholische Bischöfe wegen Weltbild-Pornos | gerritdorn.de

  12. H.Sattel sagt:

    Wenn wir ehrlich sein wollen, beginnt die Diskriminierung der Frau in der Kirche selbst, darin die Verantwortlichen gerade der römisch orientierten Kirche offenbar vergessen, dass erst Mann und Frau den ganzen Menschen ausmachen.
    Dass dieser Teil des Menschen erst zu einem „Objekt“ fleischlicher Begierde geworden ist, mag sicherlich auch an der Kirche selbst liegen, die allein von Männer diktiert und beherrscht wird und somit auch fruchtlos bleiben wird, darin diese Kirche grundsätzlich ein falsches Bild von GOTT hat, der eben BEIDES ist: Mann und Frau.
    Diese grundsätzliche Diskriminierung der Frau ist also auch ein falsches Menschenbild, das natürlich seine Wahrheit sucht und deshalb auch viele Wege geht um sein wahres „ICH“ zu finden, das sich zunächst selbst lieben muss, es aber nicht kann, weil dieses Bild, was die Kirche von GOTT und dem Menschen vermittelt, weniger verzerrt und falsch ist, als vielmehr das Menschsein spaltet. Ist diese ganze sexuelle Unordnung und Verwirrung nicht auch ein Hilferuf der Unzufriedenheit mit sich selber: mit dem Menschsein an sich…. und dies ganz zu recht?
    Ist da nicht die Kirche gefragt, ein richtiges und wahres „Bild“ von GOTT und dem Menschen zu geben.
    Das Übel ist also wie immer an der Wurzel zu packen.

    • Star sagt:

      Hallo zusammen,wie steht’s doch gliceh im aktuellen Sonderdruck der DMG geschrieben? (Seite 9) Nun eigentlich ist die Diagnose der Myasthenie gar nicht so schwer wenn man daran denkt! Eine treffende Feststellung. Deshalb ist es richtig und wichtig, Aufkle4rungsarbeit zum zentralen Thema zu machen. Die Schublade Psycho kann nicht ffcr Wissensdefizite herhalten. Sehr traurig ffcr alle, die so etwas mitmachen mussten.LG Jutta 0.

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