Eine Zensur findet nicht statt!

Drei Jahre nach dem Beginn der öffentlichen Debatten um Missbrauch in der katholischen Kirche gibt es erneut Gesprächsstoff: Ein Projekt zur wissenschaftlichen Aufarbeitung, das die deutschen Bischöfe in Auftrag gegeben haben, ist vorerst geplatzt.

Natürlich übernehmen alle Medien erst einmal die Sicht des einen Vertragspartners, des Kriminologen Prof. Pfeiffer: „Angebliche Zensurwünsche der Kirche.“ Das ist sofort glaubwürdig, hat sich die Kirche vor 2010 in Sachen Missbrauch und Aufklärung ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Pfeiffer der gute, die Kirche wie gehabt in der schlechten Rolle. Die Verdachtslogik übernimmt die Stimmung.

Da kann natürlich auch das Justizministerium unter Frau Leutheusser Schnarrenberger nicht still bleiben, man wünscht sich dort eine wissenschaftliche Aufarbeitung auf Basis der Personalakten. Dabei ist immer noch nicht geklärt, wie man mit Datenschutz umgehen will, denn es sollen ja alle Personalakten aller Priester, also zum Beispiel auch die meine, herangezogen werden. Ich habe aber ein Recht auf Vertraulichkeit, gerade in Sachen Personaldaten.

„Es ist ein notwendiger und überfälliger Schritt, dass sich die katholische Kirche öffnet und erstmals kirchenfremden Fachleuten Zugang zu den Kirchenarchiven ermöglicht“, so das Justizministerium heute. Aber genau das ist doch vor zwei Jahren passiert. Die Tatsache, dass es gescheitert ist, heißt ja nicht, dass es nicht versucht wurde. Vielleicht ist das Scheitern ja sogar ein Hinweis darauf, dass diese schnelle und allzu einfache Forderung gar nicht so schnell und einfach umzusetzen ist. Gerade etwa mit Blick auf Vertraulichkeit.

Hier gilt es genau abzuwägen, was notwendig, nützlich, hilfreich zur Aufklärung ist und wo auf der anderen Seite Rechte verletzt werden. Eine generelle Zensurvermutung hilft da gar nicht. Und wenn die deutsche Bischofskonferenz jetzt von „zerrüttetem Vertrauensverhältnis“ spricht, kann ich mir nicht vorstellen, dass das so leichthin gesagt ist. Das Kommunikationsverhalten von Pfeiffer gegenüber den kirchlichen Verantwortungsträgern habe „leider einer weiteren konstruktiven Zusammenarbeit jede Vertrauensgrundlage entzogen.“

Mir wäre wohler, wenn sich das Justizministerium auch um die Abwägung von den anstehenden Fragen kümmert, anstatt unsachliche weil die Gegenwart nicht treffende Forderungen zu stellen. Mir währe wohler, wenn das Justizministerium alle Rechtsgüter, eben auch die Vertraulichkeit, in die Abwägung einbeziehen würde. Das gilt auch für Herrn Prof. Pfeiffer, übrigens ex-Justizminister von Niedersachsen.

Die Kirche hat vieles falsch gemacht, in der Kirche gab es Täter, die Aufklärung kam vielleicht nicht in dem Tempo und dem Umfang, wie es möglich gewesen wäre. Ich persönlich nehme es den Bischöfen aber ab, dass sie nach der Aufklärung nun die wissenschaftliche Aufarbeitung wollen, auch wenn es nicht so einfach ist, wie es scheint. Zensur der Wissenschaft findet in der Kirche nicht statt.

 

Wer hören möchte, wie die Bischofskonferenz reagiert, findet hier ein Video-Interview mit dem Pressesprecher.

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82 Kommentare zu Eine Zensur findet nicht statt!

  1. Teresa_von_A. sagt:

    Lieber Herr Pater Hagenkord, schauen Sie sich mal den Blog Unheilige Macht an, wenn Sie eine schlaflose Nacht haben wollen.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Diesen Kommentar verstehe ich nicht.

      • Teresa_von_A. sagt:

        erklärung siehe unten und man kann den blog auch nicht ganz mehr verfolgen wegen technischer grenzen.das buch unheilige macht sollte eine zwischenbilanz sein und zum dialog opfer-jesuiten einladen und was ist passiert? trittbrettfahrer haben die macht übernommen mit ihrem nichtwissen und die opfe gehen leer aus. der dialog konnte so nicht stattfinden bisher. ich bin betroffen davon als opfer. wir sind ständig im abseits wegen dieser leute. es ist keine versöhnung möglich, nur vernichtung. dazu braucht es kein buch. wenn das so weitergeht, wird es nie was.wir betroffenen sind wieder hinter den kulissen und können zusehen, wo wir bleiben.hauptsache, es ist laut. wahr muss es nicht ein.laut war immer schon richtig.

  2. Teresa_von_A. sagt:

    Ich als Betroffene stelle fest, dass Kirche unter Generalverdacht steht und der Jesuitenorden,der sich immer wieder freiwillig an den Pranger stellt, keinen Dank bekommt, sondern Ohrfeigen. Das hat mit Aufarbeitung nichts zu tun. Nichts mit Versöhnung, nichts mit den Opfern. Nur mit Rache und Vernichtungswillen.Meist von seiten derer, die nichts mit dem Thema zu tun haben. Trittbrettfahrer.Ob nun Herr Pfeiffer das Gelbe vom Ei ist..so oder so. Lieber weiter suchen.

  3. KRP sagt:

    Sicher gilt es genau abzuwägen was nützlich und hilfreich ist zur lückenlosen Aufklärung und auch wo Rechte verletzt werden auf jeder Seite. Jedoch denke ich und das ist meine persönliche Meinung wo man nichts zu verbergen hat, braucht man auch kein Geheimnis machen und jeder kann Einblick nehmen. Personalakten die keine Mängel aufzuweisen haben sind eh uninteressant und mit Sicherheit nicht im Blickpunkt der wissenschaftlichen Forschung.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Das sehe ich ganz anders. Es gibt Rechte, und Privatsphäre gehört dazu. Wer diese brechen will, muss eine Begründung dazu liefern, nicht umgekehrt. Das Argument, wer nichts zu verbergen habe …, ist sehr gefährlich. Es gilt die Unschuldsvermutung, nur weil ich Priester bin danke ich noch nicht meine Rechte ab.

      • KRP sagt:

        Sicher steht die Unschuldsvermutung vorne weg da haben Sie Recht.

      • Teresa_von_A. sagt:

        genau diese rechte werden im blog unheilige macht verletzt. demokratie gleich wild herumhacken.gerüchte verteilen..das hatte ich gemeint. mir bereitet das schlaflose nächte.das hat nichts mit aufarbeitung zu tun.die im beitrag erwähnte trennung von pfeiffer ist dort wieder anlass zu zeigen, dass kirche nichts erledigt und auch nicht dran denkt, etwas zu erledigen.schonungslos hat nichts damit zu tun, dass man geschichten erfindet. nur um den laden in die luft gehen zu lassen.es gibt durchaus menschen, denen kirche trotz ihrer großen schwachstellen etwas bedeutet.

  4. Helmuth Kohlmeyer sagt:

    Meine Meinung hierzu:

    Es ist eine sehr schwierige Situation!

    Es sollte der Heilige Stuhl einen Sondergesandten ernennen, der mit FINGERSPITZENGEFÜHL hier die Sache (in D) leitet.

    Was auch wahr oder nicht wahr ist: Es entstehen wieder Diskussionen, die der Kirche schaden!

    Es fanden doch wohl Fehler bei den Oberen statt – sei es auch nur durch wegschauen! Und genau diese Oberen (ob es ein und dieselbe Peron ist, spielt hier leider keine(!) Rolle) legen sich mit dem Institut an – verheerend in der Wahrnehmung!

    • Pater Hagenkord sagt:

      Da meine ich aber, dass die Bischöfe und Frau Leutheusser-S übereinstimmend Recht haben: Es braucht auch einen Blick von außen. Das mit Prof. Pfeiffer hat – warum auch immer – nicht funktioniert, aber ich finde, man sollte das wieder versuchen.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Diese Diskussionen schaden auch den Opfern.

      • Teresa_von_A. sagt:

        Wieviele Opfer wollen in die Kirche zurück,sich wenigtens mit Kirche oder dem Jesuitenorden versöhnen? Täterorganisation wird Kirche, werden Orden genannt und auf die Art nimmt man denen, die Frieden schließen wollen, alles. Nun ist wieder dieses Theater Medienthema. Weiß irgendwer, was man uns damit antut? Es wird nichts gelöst, es wird aufgemischt und aufgemischt und wir Betroffene warten und suchen das Weite und es ist keine Zeit auf die Art für Betroffene, es kotzt mich an.Denkt ein Mensch mal an uns? Auch Jesuiten, die sich vorzugsweise beschimpfen lassen und Buße tun wollen kommen auf die Art nicht zum Wesentlichen. Ich will mich mit dem Orden versöhnen und es ist niemand da wegen dieser elenden Klamotte immer wieder neu.

  5. Galahad sagt:

    Wir wären vermutlich schon viele Schritte weiter, wenn wir den selben Weg gegangen wären wie die Iren, nämlich den Missbrauch durch eine vom Justizministerium eingesetzte unabhängige Kommission untersuchen zu lassen. Die erschütternden Ergebniss sind nachzulesen im Murphy-Report und im Cloyne-Report.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Haben Sie Vertrauen in den Staat? Wo ist die Untersuchung der versetzten Lehrer? Wo die Untersuchung der Sport-Trainer?

      • Galahad sagt:

        Vertrauen in den Staat? Das ist in diesem Kontext fast schon eine Killer-Frage. Es geht – und ging in Irland – um die Katholische Kirche. Ich hatte persönlich Gelegenheit, Richterin Murphy kennen zu lernen. Ich habe zu Ihrem unabhängigen Urteil weit größeres Vertrauen als zu allen windigen Erklärungen, zu denen die irschen Diözesen bis dahin in der Lage waren. Ich bin froh, dass die Deutschen Jesuiten die AKO-Untersuchung in die Hände einer vom Orden unabhängigen und nicht weisungsgebundenen Professorin gelegt haben. Das war der richtige Weg, auch wenn die Ergebnisse schmerzen.

      • AM sagt:

        Traurig, traurig, traurig! Immer wieder noch diese Argumentation: „Wo ist die Untersuchung der versetzten Lehrer? Wo die Untersuchung der Sport-Trainer?“

        Hier geht es um Kirche! Um eine Institution, die beispielhaft sein sollte! Hier geht es um eine Studie, die diese „besipielhafte“ ermöglichen sollte. Hier geht es darum, die Misstaten endgültig „nichtrealisierbar“ machen. Ist das so schwer zu verstehen?

        • Pater Hagenkord sagt:

          Nein, gar nicht schwer zu verstehen. Um so wichtiger ist es, genau hinzusehen und nicht billige politische Tricks zu spielen.

          • AM sagt:

            Was sind denn die „billige politische Tricks“?
            Den Aspekt, den Sie nennen, P. Hagenkord, ist nur ein Bruchteil der Wahrheit. Hier geht es um Mehr. Und das Mehr entweder kennen Sie nicht oder wollen Sie nicht sehen und nachfragen.
            Schon wieder beweist die Kirche, das die Bibelweisheiten nur in der Moralpredigt für die Schafen gelten, nicht aber für sie selbst.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Liebe AM, das ist schlicht nicht wahr. Wenn ich Zweifel habe und Frage heißt das noch lange nicht, dass ich das „Mehr“ nicht sehen will. Und den Vorwurf, dass ich mit Bibelweisheiten hantiere und Strafpredigten halten würde, zeigt mir, dass sie sich gegen Debatten immunisieren wollen.
            Ich behaupte ja auch gar nicht, die ganze Wahrheit zu besitzen, natürlich ist das, was ich anmerke, ein Aspekt. Aber ich möchte schon, dass dieser auch berücksichtigt wird. Wenn Sie das mit einigen doch sehr schlicht gestrickten Vorwürfen vom Tisch wischen wollen zeigt das mir, dass Sie an einer ernsthaften Debatte auch nicht wirklich interessiert sind.

          • AM sagt:

            Manchmal ist eine Debatte schädlich. Behauptet sehr oft die Kirche selbst, und in diesem Fall Schweigen wäre angebrachter. Es sei denn, man diskutiert alles was auf den Tisch kommen soll. Erst dann wird die Debatte sachlich.

            Am Rande: bei dem Vorwurf bez. der Bibelweisheiten waren Sie nicht gemeint, sonst hätte ich Sie, nicht die Kirche angesprochen.

      • Galahad sagt:

        Sorry, das muss ich jetzt doch noch loswerden: wenn wir den Missbrauch durch einen sportlichen Übungsleiter auf die selbe Stufe stellen wie den eines geweihten Priesters, dann haben wir wirklich die auch spirituelle Abgründigkeit des klerikalen Missbrauchs noch nicht genügend im Blick. Gleiches gilt, wenn wir die Verschleierungsstrategie des lokalen Sportclubs auf eine Ebene stellen mit dem systemischen Verdunkeln, wie es in der Kirche Praxis war (oder immer noch ist …)

        • Pater Hagenkord sagt:

          Korrekt, das ist moralisch spirituell nicht dasselbe. Aber rechtlich schon. Und nur darum geht es mir.

          • R.K. BistReg sagt:

            Von einem Amtsträger der KIrche muss man einfach verlangen
            können, dass er solche Fakten hauptsächlich moralisch spiituell
            angeht. Das ist für mich auch sein göttlicher Auftrag. Bei Ihnen,
            Herr Hagenkord werde ich das Gefühl nicht los, dass es Ihnen
            nur um Rechthaberei und Schö^nreden des Verhaltens der Kath.
            Amtskirche geht. Die Aufarbeitung und die Rehabilitierung der
            Opfer, einschließlich Wiedergutmachung, scheint mir, ohne Ihnen
            zu nahe treten zu wollen, weit , weit hinten angesiedelt zu sein.
            Berufung verfehlt?? Wäre eigentlich schade für einen so
            intelligenten Geistlichen.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Ich hoffe nicht, dass ich meine Berufung verfehlt habe. Ich hoffe auch nicht, dass sich mein Engagement in Schönreden erschöpft. Aber man wird doch wohl denken dürfen, oder? Natürlich geht es um die Opfer, es geht um das Verstehen dessen, was passiert ist und es geht damit auch um Prävention. Um so wichtiger ist es, dass das richtig gemacht wird. Und das betrifft auch Rechte. Ich lasse mich auch nicht auf das moralisch-spirituelle einengen, das wäre ein völlig verfehltes Verständnis vom Priesterberuf und vom Ordensberuf.

    • Teresa_von_A. sagt:

      der irische staat ist auch nur katholisch und moralisch nicht besser als kirche. mehr sag ich zum thema irland nicht, ich kenne dieses land sehr gut.

  6. Vielleicht sollten wir uns auch mal darüber Gedanken machen, warum nicht nur in den Medien sofort die Gut-Böse-Verteilung lautet: Pfeiffer gut, Kirche böse. Vielleicht sollten wir, statt uns zu beklagen, dass die Medien der Kirche wieder einmal Übles wollen, uns fragen, warum es für fast jeden sofort glaubwürdig erscheint, was Pfeifer sagt.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Danke. Mir scheint das eine der wichtigsten Lehren zu sein, die abseits der Missbrauchsfälle – aus der ganzen Geschichte zu ziehen ist. Warum ist Kirche nicht mehr glaubwürdig? Daran werden wir noch lange kauen.

      • Teresa_von_A. sagt:

        kirche will nun buße tun in der form, dass sie sich beschimpfen läßt und lange den überblick verloren hat. das buch unheilige macht hat mir sehr viele hoffnungen gemacht. dialog? keine zeit. trittbrettfahrer und die neu erwachte häme gegen kirche wegen pfeiffer und kirche lenken ab.alle scheinen mir zur salzsäule erstarrt. zartbitter ist von pfeiffer nicht angetan, also freut euch, dass kirche sich getrennt hat.

      • Galahad sagt:

        Und wir werden auf diesem Weg der kritischen Selbstprüfung um so besser und schneller voran kommen, wenn wir uns endlich (!) vom verschwörungstheoretischen Wahn befreien, demzufolge böse Medien unsere gute Kirche aus irgendwelchen finsteren Motiven verfolgen.

        • Pater Hagenkord sagt:

          Ich denke auch nicht, dass irgendwer „böse“ ist. Im Gegenteil. Aber auch die Medien – auch ich selber als Teil davon – funktionieren nach Mechanismen. Ich glaube nicht an Verschwörungen, ich halte das Sprechen von Verschwörungen sogar für schwer schädlich. Aber trotzdem darf man genau hinsehen, wie berichtet wird. Und die Dinge beim Namen nennen.

          • Teresa_von_A. sagt:

            Wenn nicht Verschwörung, dann doch immer wieder tendenziös.Indem zum Beispiel Worte wie“angeblich“ benutzt werden.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Thomas Matterne. Kirche auch der Jesuitenorden, wehrt sich doch nicht. Also trampeln alle auf ihr rum.Ich mußte mich heute als Jesuitenretterin beschimpfen lassen von….das sag ich lieber nicht. Es war kein Kirchenfeind. Die Ordensleute können nicht damit umgehen, wenn man sie verteidigt. Mir geht es um den jesuitenorden in Berlin. Mal etwas, dass eine Alternative zum Mammon und Null acht Fuffzehndasein bietet. Mir ist wichtig, dass die Jesuiten in Berlin bleiben und unbehelligt arbeiten können und nicht nach Sippenhaft für die Taten derer, die sich aus dem Staub gemacht haben, belangt werden.Wenn Jesuiten sich nicht wehren, dann sollten sie sich wenigstens verteidigen lassen. ..

  7. Teresa_von_A. sagt:

    Lieber Herr Pater Hagenkord, wie sieht Ihr Traum von Dialog mit den Betroffenen aus, wie Ihr Traum von Wiedergutmachung, wie möchten Sie von den Betroffenen behandelt werden? Vielleicht bekomme ich ja eine Antwort von Ihnen als Jesuit. Denken Sie , dass Schläge auf den Hinterkopf das Denkvermögen der Kirche erhöhen, oder sind Sie für die sanfte Methode? Die neu entfachte Diskussion wird Kirche nur noch mehr ins Mauseloch kriechen lassen.Sehr traurig finde ich das.Ich suche Versöhnung ohne Anklage. Einfach nur..Versöhnung.Im Moment brauche ich noch diesen simplen Handschlag.Ich weiß nicht, warum. Nicht alle Opfer sind rachsüchtig.

  8. R.K. BistReg sagt:

    Von einem konservativ linientreuen Priester der Kath. Amtskirche hätte ich auch keinen anderen Kommentar erwartet. „Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe!“ Dann müssten Sie aber das Lied der Kirche der praktizierenden gläubigen Christen singen, die das alles finanzieren und die Aufklärung um jeden Preis wollen. Hier hat die Repräsentation der Kath Kirche nach außen mehr Gewicht, als die nach innen. Datenschutz und Vertraulichkeit sind gewährt, wenn die Daten anonym erhoben und verarbeitet werden. Ich frage mich nur wovon die Amtsträger der Kath. Kirche so viel Angst haben, wenn sie ein reinen Gewissens sind? Wenn die Kath. Amtskirche eine Studie/ ein Gutachten in Auftrag gibt, dann kann sie von den unabhängigen Wissenschaftlern nicht verlangen, dass das Ergebnis ihr vor Veröffentlichung zur Korrektur/ Zensur vorgelegt wird.
    Das hier Verlangte halte auch ich für Zensur der unverschämtesten Art und ohne Niveau.
    Aber der absolutistische Herrschaftsanspruch der Kath. Amtskirche in der Form ist uns ja schon seit mehr als zwei Jahrtausenden bekannt. Wir leben aber im aufgeklärten Jahr 2012. Der ganze o. a. Kommentar ist Produkt eines Amtskirchenmannes in Abhängigkeit von dieser Institution und durch und durch polemisch und anmaßend. Der Kath. Amtskirche und ihren Amtsträgern würde nach den bekannt gewordenen ekligen Vorkommnissen, als Religionsvertretern ein wenig mehr Demut und Mitgefühl besser zu Gesicht stehen, als dieser für mich unpassende und selbstherrliche Rundumschlag. Aber macht in eurer Arroganz ruhig so weiter, dann werden euch sicher noch mehr Gläubige davonlaufen. Ich schäme mich als gläubiger Christ für ein solch unbelehrbares und für mich unchristlich, stures Verhalten der Vertreter unserer Amtskirche.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Lieber R.R. BistReg, das Jahr 2012 ist nicht wirklich aufgeklärt, nicht mehr als die Jahre davor. Ich will Aufklärung, aber bitte nach Maßstäben, die die Rechte Einzelner nicht abbügeln. Die Daten sind schlicht nicht anonym zu erheben. Eine Google-Suche reicht, von Seiten wie pilp und andern Suchdiensten abgesehen, um Daten Personen zuzuordnen. Es geht nicht um Angst, es geht auch um Rechte. Warum dreht sich auf einmal die Beweislast um? Alle, aber auch wirklich alle, demokratischen Verfassungen verlangen den Beweis der Schuld, nicht der Umschuld. Warum lese ich dauernd, dass doch bitte alles öffentlich zu sein hat – Persönlichkeitsrechte hin oder her – wenn man nichts zu fürchten hat? Wo ist da das Rechtsbewusstsein?
      Dass ich dann als konservativ-linietreu etc. in eine Schublade gepackt werde, passt ins Bild: Sie wollen gar nicht reden. Ich habe nix getan. Aber mir liegt es an Aufklärung. Bitte, bitte rühren Sie nicht einfach alles zusammen!

      • R.K. BistReg sagt:

        Lieber Herr Pater Hagenkord, Ihre Aussage, „Sie wollen gar nicht reden“, kann ich nicht nachvollziehen.
        Es geht hier nicht um ein Gerichtsverfahren, sondern um eine wissenschaftliche Aufarbeitung im Auftrag der Kath. Amtskirche. Von Beweislastumkehr kann also m. E. keine Rede sein. Sofern ihre vorgesetzte Institution Ihre Persönlichkeitsrechte nicht achtet, müssen Sie das mit dieser geradeziehen und nicht anderen die Schuld daran geben. Wenn ich an eine neutrale Außenstelle einen derartigen Auftrag erteile, muss ich erstens die Fakten (Akten/ Personalakten) zur Sichtung zur Verfügung stellen und mich dann aus allem heraushalten. Jede andere Einstellung zur Sache wäre heuchlerisch und kontraproduktiv. Wenn Sie schon mal anonym Daten erhoben hätten, würden Sie wissen, dass nichts aber auch gar nichts, was auf die Identität der Person hinweist, in das Gutachten einfließt, sondern nur Fakten.
        Der Gutachter erfüllt seinen Auftrag und übergibt dem Auftraggeber sein Ergebnis als fertiges Endprodukt. Was der Auftraggeber damit macht kann dem Gutachter egal sein. Wenn Sie das alles nicht wollen, müssen Sie sich mit der Kath. Amtskirche als Ihren sog. Arbeitgeber ins Benehmen setzen, die den Studienauftrag gegeben hat. Ich bin auch der Meinung, dass die Tätigkeit eines Priesters/ Paters eine Berufung und kein Beruf ist. Er arbeitet demnach nicht, sondern geht seiner Berufung nach. Also kann er auch keinen Arbeitgeber haben. Wenn ich Herr Prof. Pfeiffer wäre, würde ich dem Auftraggeber eine gepfefferte Rechnung unterbreiten, in der alle Kosten des Forschungsauftrages/-teams und auch alle Ausfall- und Sachkosten berücksichtigt sind. Aber ich fürchte fast, die Kath. Amtskirche würde in ihrer eingebildeten Unantastbarkeit dagegen durch alle Instanzen klagen.
        Wenn sich aber die Kirche in der derzeitigen Art verhält, wird an der Sache auch weiterhin ein gewisses Geschmäckle bleiben unter dem wir gläubige Christen als Mitglieder der Kath. Kirche weiterhin leiden müssen. Ich empfinde ein solches Verhalten für unchristlich. Christlich leben und handeln ist schließlich euer Auftrag!! Lebt doch endlich einmal als Amtsträger der Kath. Kirche nach den Weisungen des Dreifaltigen Gottes, Jesu Christi und der Hl. Schrift.

    • Teresa_von_A. sagt:

      @ römisch katholisch regensburg:vor 2000 jahren gab es die urchristengemeinde. keine amtskirche. wenn sie wüßten, wieviele kirchensteuerzahler die aufklärung n i c h t wollen..und: die schubladen, in die sie herrn pater hagenkord stecken, sind so widersprüchlich und amüsant, dass man..diese schubladen im zirkus ausstellen sollte. was denken sie, welche voraussetzungen man haben muss, wenn man im vatikan arbeiten will?vor allen dingen als journalist?soviele schubladen gibt es nicht. wie man da füllen muss.

      • R.K. BistReg sagt:

        @Teresa von A. u. Pater Hagenkord
        Es tut Not unsere Amtskirchenvertreter in die Schublade zu stecken, in die sie passen. Ich fürchte, sonst merken sie es nicht, was das Kirchenvolk denkt. Sie scheinen mir nämlich bei dem ganzen Umfang der gerechtfertigten Kritikpunkte längst betriebsblind geworden zu sein und sobald man ihnen wirklich einmal den Spiegel vorhält und deutlich und knallhart die Meinung eines kritischen gläubigen Christen ungeschminkt und öffentlich präsentiert, reagieren sie ungehalten und eiskalt abwertend. Ich habe vor zwei Tagen nur meine persönliche Meinung in Bezug auf den Artikel „Praktische Blasphemie“ und meine Überzeugung dazu zum Problem Kath. Amtskirche in aller Deutlichkeit und zutreffender Härte kundgetan. Erfolg, mein Artikel flog raus. So etwas ist Zirkus reif und zeigt mir die Einstellung des Herrn Pater Hagenkord und als deren Vertreter auch die der Kath. Amtskirche sowie deren Haltung zu Meinungsfreiheit und Freiheit der gesprochenen und geschriebenen Überzeugung in unserer Amtskirche. Alles, was diesen Leuten zu treffend und somit unbequem ist, fliegt raus. Diese Leute müssen doch auch mal etwas aus der Geschichte lernen und Tatsachen anerkennen. Wer Schuld auf sich geladen hat, wie die Kath. Amtskirche in den vergangenen Jahrhunderten, der sollte in Demut und Büßergewand Gott und die Menschen um Verzeihung bitten. Weit gefehlt, wenn man zu deutlich und unangenehm schreibt, gehört man als Christ scheinbar in den Zirkus. Sind sie nicht alle gleich? Was würde Gott wohl zu diesem Zirkus in seiner Kirche sagen, in der jeder vergeistigte Studierte scheinbar meint, die Weisheit erfunden und gepachtet zu haben?

  9. R.K. BistReg sagt:

    Von einem konservativ linientreuen Priester der Kath. Amtskirche hätte ich auch keinen anderen Kommentar erwartet. „Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe!“ Dann müssten Sie aber das Lied der Kirche der praktizierenden gläubigen Christen singen, die das alles finanzieren, und die Aufklärung um jeden Preis wollen. Hier hat die Repräsentation der Kath Kirche nach außen mehr Gewicht, als die nach innen (Grundsatz in Führungslehre-Menschenführung!). Datenschutz und Vertraulichkeit sind gewährt, wenn die Daten anonym erhoben und verarbeitet werden. Ich frage mich nur wovon die Amtsträger der Kath. Kirche so viel Angst haben, wenn sie ein reinen Gewissens sind? Wenn die Kath. Amtskirche eine Studie/ ein Gutachten in Auftrag gibt, dann kann sie von den unabhängigen Wissenschaftlern nicht verlangen, dass das Ergebnis ihr vor Veröffentlichung zur Korrektur/ Zensur vorgelegt wird.
    Das hier Verlangte halte auch ich für Zensur der unverschämtesten Art und ohne Niveau.
    Aber der absolutistische Herrschaftsanspruch der Kath. Amtskirche in der Form ist uns ja schon seit mehr als zwei Jahrtausenden bekannt. Wir leben aber im aufgeklärten Jahr 2012. Der ganze o. a. Kommentar ist Produkt eines Amtskirchenmannes in Abhängigkeit von dieser Institution und durch und durch polemisch und anmaßend. Der Kath. Amtskirche und ihren Amtsträgern würde nach den bekannt gewordenen ekligen Vorkommnissen, als Religionsvertretern ein wenig mehr Demut und Mitgefühl besser zu Gesicht stehen, als dieser für mich unpassende und selbstherrliche Rundumschlag. Aber macht in eurer Arroganz ruhig so weiter, dann werden euch sicher noch mehr Gläubige davonlaufen. Ich schäme mich als gläubiger Christ für ein solch unbelehrbares und für mich unchristlich, stures Verhalten vieler Vertreter unserer Amtskirche.

  10. Tom sagt:

    Doch, doch, eine Zensur soll stattfinden können, wenn die Kirche das wünscht. Sowohl Ackermann als auch der Pressesprecher sagen das ganz klar. Die Gründe dafür nennen sie nicht namentlich, und das bedeutet, dass sie etwas zu verheimlichen haben. Wenn sie wissentlich dieses PR-Desaster eingehen, muss es etwas sehr Gewichtiges sein. Majora videbis. Der Mitarbeiterschutz ist vorgeschoben: Die Kirche braucht bei einer wissenschaftlichen Untersuchung – durch einen Ex-Justiztminister (sic!) – keine Sorgen haben, dass Mitarbeiter zu Schaden kommen. Die deutsche Rechtsgrundlage bietet ausreichend Datenschutz, an den sich so ein Unternehmen zu halten hat. Die Leute empfinden das intuitiv peinlich und schämen sich für die Kirche – geh doch mal in Deutschland in eine ganz normale Kirche und hör mal zu, wie sie sich alle distanzieren. Es gibt eigentlich nur eine Lösung: Papst Benedikt muss die erneute Zusammenarbeit der Bischöfe mit Prof. Pfeiffer fordern – unter Pfeiffers Bedingungen. Nur so kann weiterer Schaden abgewendet werden.

    • R.K. BistReg sagt:

      Lieber TOM, ich gebe Ihnen uneingeschränkt recht. Aber ich fürchte auch, dass sich unsere deutschen kirchlichen Amtsträger da drum ein Dreck scheren und in Ihrer weiteren Agitation noch erfinderisch sein werden, da sie meinen, sie bestimmen, was auf der Welt zu tun ist. Sie meinen nämlich, wie Herr Pater Hagenkord mir geantwortet hat, unsere Zeit sei noch nicht aufgeklärt. Wenn man in der Vergangenheit lebt und auch so handelt, wird man das auch nicht anders sehen wollen. Mein Gott, welche Hirten deiner Herde.

      • Pater Hagenkord sagt:

        Aber das habe ich doch gar nicht gesagt. Und wenn Sie jetzt schon wissen, durch welche Brille Sie alles sehen wollen, dann werden Sie wirklich nichts erkennen können.

        • Teresa_von_A. sagt:

          Ich trenne zwischen Jesuitenorden und der sogenannten weltlichen Kirche. Ich weiß aus Erfahrung, dass der Orden sich bemüht um die Betroffenen. Priester sind Menschen trotz Weihe. Wenn man auf ihnen herumtrampelt ,ziehen sie sich genauso zurück wie andere.Wenn man Versöhnung einseitig sieht, kann man wohl bis zum Jüngsten Tag warten. Mir ist das beidseitige Aufeinanderzugehen der liebere Weg.Dieses Dauertheater in den Medien und in Blogs hat mich sehr runtergezogen. Sowas hilft mir nicht bei der Aufarbeitung meiner Vergangenheit.

          • Teresa_von_A. sagt:

            Da es weder d i e Jesuiten, noch d i e Kirche, noch d i e Opfer gibt, muss man nach individuellen Lösungen suchen. Solange die „Lösungen“ in den Medien vorgegeben werden,oder von Kirchenhassern, wird man sich im Kreis drehen. Das ist seit 3 Jahren der Fall.Die Ursachenforschung ist deswegen schwierig, weil Priesteramtskandidaten heut ganz anders leben als früher. Mitten im Leben sind sie. Das Noviziat der Jesuiten geht längst auf die Problematik ein, immer wieder nachzulesen auf der HP der Jesuiten und in den Heften und man kann notfalls den Novizenmeister, der Psychologe ist,fragen. Bereits in meinem Theologiestudium waren die Anwärter anders als ihre Vorgänger.Wenn Eltern ihren Kindern das Neinsagen beibringen, ist die halbe Miete bezahlt. Das Thema Eltern ist ein Tabu. Auch das muss anders werden.Jedes Mißbrauchsopfer hat etwas anderes verloren, jeder sucht etwas anderes. Es ist nicht Sache der Aussenstehenden, sich da einzumischen ungebeten.Sonst sind wir Betroffenen gezwungen, im Verborgenen zu agieren.

          • Teresa_von_A. sagt:

            Wie ich sehe, geht der Kreisverkehr weiter. Komplett an den Tatsachen vorbei. Sich nur auf Kirche zu konzentrieren gibt der Kirche eine Größe, die sie nicht hatte. Sie war immer nur so stark wie der Staat. Die 68 er waren zuerst eine Männerbewegung, die ich aus nächster Nähe mitbekomen habe. Auf Kosten der Frauen. Die Sprüche, die damals kursierten, waren dermaßen entwürdigend. Dann kam die Frauenbewegung und ab dann hatte Kirche auch nicht mehr so die Gelegenheit,sich ebenso wie die Männer auf unsere Kosten zu vergnügen. Es wird mir bei der Debatte zuviel das förderliche Drumherum ausgeblendet und also kommen wir nicht weiter. Es gibt einen schönen ignatianischen Weg: sich in den Andern hineinversetzen so man etwas von ihm will und dann zusammen durch die Tür zurück zu Gott. Ob ein anderer Weg möglich ist, weiß ich nicht.. Für mich nicht.Anstrengend ist er.Eine Zeit lang dachte ich auch an den moralischen Anspruch, den man an Kirche stellen kann. Kann man nicht. Priester sind Menschen. Die Weihe hebt das Menschsein nicht auf.Mein Täter hat jahrelang Frauen belästigt. Als er dann eine geheiratet hat, hat die Gemeinde diese Frau als Hexe bezeichnet, die den armen Mann verführt hat. Wer ist denn da der Dämliche?

  11. R.S.BistA sagt:

    Das Einzige was mir beim Lesen dieser Kontroverse einfällt:“ ein Reich, das in sich gespalten ist, kann keinen (ewigen) Bestand haben. Schlimm genug, dass die „Lehrer“ und andere „Hirten“ dieses „Reiches“ solche perverse gott- u. menschenverachtende Dinge überhaupt gemacht haben – und das über Jahr(e)(hunderte?) hinweg. Noch Schlimmer, eine scheinbare Reinheit vortäuschen zu wollen und alles unter dem berühmten Teppich halten zu wollen, um eben diese Unbeflecktheit äußerlich zu wahren. Darf so jemand ungesühnt sich an den Tisch des HERRN setzen und Mahl mit IHM halten? Diese Frage möchte ich einmal in den Raum stellen.
    Im Übrigen vertraue ich insoweit niemanden und Gesetze sind offenbar „nur“ dazu da, um gesetzestreu zu erscheinen. Das war es dann auch.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Der Pfaffenspiegel hat doch bereits gezeigt, was Sache ist. Mein Theologiestudum damals war komplett gott-frei.Warum nur braucht das fromme Volk Priester, die Halbgötter sind? Das ist meine Frage. Von Wem werden denn die Halbgötter auf den allerhöchstenThron gesetzt und warum? Die Fahrkarte in den Himmel verspricht man sich von ihnen.Selber glauben und selber die Verantwortung übernehmen macht frei. Und: es gibt auch andere Priester. Integere.Warum wird denen immer wieder die Laune verdorben? Und: Moralpredigten sind kein Priesterprivileg. Das kann jeder und tut jeder.In den Blogs werden Wettbewerbe in Moralpredigten abgehalten.Der werfe den ersten Stein…AMEN..

    • Teresa_von_A. sagt:

      Beim letzten Abendmahle, die Nacht vor seinem Tod, saß Jesus in dem Saale mit dem feigen Petrus, mit dem Verräter Judas am Tisch und hat sie nicht hinausgeworfen.Der feige Petrus wurde Papst.Ob das nun eine Belohnung war, sei dahingestellt. Das Sakrament der Eucharistie ist keine Belohnung für sogenannte Gute, sonst wäre der Tisch des Herrn leer. Es ist Stärkung.Jesus ist für die Schwachen auf die Welt gekommen, die Starken können doch bereits alles. Besonders mit dem Finger auf andere zeigen.

      • AM sagt:

        Teresa*
        Sie bringen mich immer wieder zum Lachen. Der Beitrag ist sehr gut! Das paradoxe ist nur, dass dies nur einseitig ausgelegt wird. Das Beispiel wird immer von den männlichen Theologen gebracht, nachdem ihre Schwachen fuer alle sichtbar werden.

  12. Gast auf Erden sagt:

    Eine Zensur findet nicht statt, richtig! Und deswegen wird die Arbeit von Herrn Pfeiffer jetzt fertiggestellt werden und die Kirche wird erst erfahren was er gefunden hat, wenn es zu spät sein wird. Das wird noch richtig unlustig für die Kirche werden.

  13. R.S.BistA sagt:

    @Teresa_v_Avila: Wenn ich an meinen Kommunionsunterricht denke und daran wann und wie ich am Tisch des HERRN teilhaben darf, kommt notgedrungen in mir diese Frage auf. Letzten Endes muss es den betroffenen und angesprochenen Priestern doch klar sein, dass diese sich nicht allein mit der eigenen Person schuldig machen, sondern eben auch die Institution. Denken Sie „nur“ daran, weshalb wir (wieder?) unter dem Gesetz der Erbsünde steht, unter dem es heisst:“Einer für alle und alle für Einen. Was für mich als kleine Glaubende gilt, das sollte und muss auch für die Institution gelten, welche diese Vorschriften geschaffen hat….

    • Teresa_von_A. sagt:

      Die Institution geht an ihren Vorschriften nochmal zugrunde.Mein Kommunionunterricht war in den 50 ern..Was denken Sie, was da los war?Ein Priester, der ununterbrochen seine Ordensgelübde oder seine Priesterversprechen bricht, gehört nicht an den Altar.Das hat etwas mit Ehrlichkeit zu tun. Denn der Altar ist ja nun in der katholischen Kirche etwas für die Erwählten. Im Theologiestudium habe ich gelernt, die Kirche w ä h l t, wen sie will und damit war das Priesteramt gemeint. Solange wir Frauen diesbezüglich an den Rand gedrängt werden, bin ich doch etwas strenger. Denn es ging in meinem Studium und später dabei um rein und unrein.Aber Hostie ist was anderes. Da halte ich mich ans Abendmahl und Petrus ist nicht nur Papst geworden, sondern hatte auch Gelegenheit zum Martyrium.

  14. Jan sagt:

    Einen Kritiker, der der Kirche Zensur vorwirf, mit rechtlichen Mitteln zum Schweigen zu bringen, halte ich für sehr fragwürdig. Zudem ist es aus PR-Perspektive ein desaströses Kriesenmanagement. Statt dessen hätte die Kirche mal besser darlegen sollen, was die sachlichen Differenzen waren, statt bloß auf „kirchenspezifischen Dingen“ zu sprechen. Insgesamt verbleibt bei mir und wohl auch dem Großteil der Deutschen das Gefühl, dass die Mechanismen, die dazu geführt haben, dass die Kirch als Instiution Schuld auf sich geladen hat, nach wie vor am Werk sind und eine Aufklärung verhindern. Das Argument der „Persönlichkeitsrechte“ überzeugt nicht und scheint vorgeschoben zu sein. Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte sind vertragliche Vorkehrungen getroffen worden. Die Gedanken an einen Austritt werden meinerseits daher immer konkreter.

  15. R.K. BistReg sagt:

    @Teresa_von_A.
    Es gibt auch Menschen, die die Kath. Amtskirche kritisieren und diese nicht hassen. Hass und Stolz sind für mich eine zutiefst unchristliche Eigenschaften. Die KAK und Teile ihrer Mitarbeiter verhalten sich in vielen Dingen so herrisch anordnend, belehrend, rechthaberisch, schulmeisterlich und egozentrisch ohne dabei auf die christliche Lehre Rücksicht zu nehmen. Ich muss aber auch einmal sagen, dass es in unserer Kirche auch sehr viele gute fürsorgliche und menschenfreundliche Priester gibt, die aber nicht nach oben kommen, weil sie zu gutmütig sind. Alle anderen, die ständig Gift und Galle spucken und mit den Ellenbogen arbeiten, scheinen in der KAK sehr erfolgreich zu sein oder sie besitzen das nötige Vitamin B zum Papst oder sind mit einem befreundet, der dieses besitzt. Ich bin auch überzeugt, dass in unserer KAK sehr viel gekungelt/ geklüngelt wird. An meinem christlichen Glauben liegt mir sehr wohl etwas und sogar sehr viel, was ich von dieser KAK derzeit nicht behaupten kann. Ist die KAK bereit anders zu werden, wird sich vermutlich auch meine Meinung ändern. Momentan könnte ich sehr gut ohne die KAK leben, nicht aber ohne die Gemeinschaft der gläubigen Christen in meiner Heimatgemeinde. Aber die sind in unserer KAK nicht gefragt und für diese nur Mittel zum Zweck. Dass es in der KAK auch Institutionen wie den Jesuitenorden und auch andere Ordenseinheiten gibt, die das christliche Gedankengut aufrechterhalten und leben,, freut mich dann doch immer wieder.

    • Teresa_von_A. sagt:

      RK bezieht sein Wissen um die Ämterverteilung in der Kirche woher????Wenn gutmütig mit intelligent zusammenfällt, ist dem Aufstieg keine Grenze gesetzt.

  16. R.S.BistA sagt:

    @Teresa_von_Avila: Ich sehe mich nicht an den Rand gedrängt im Glauben, sondern ermutigt durch die vielen Frauen, welche die Heilsgeschichte ausmachen, was die römische Glaubensherrschaft unter Männern wohl noch nicht begriffen hat oder auch nicht begreifen will. Maria als „Königin der Apostel“ zu ehren ist eine Sache, Frauen aus dem Apostelamt fern zu halten wohl eine andere, was doch besagt, dass Maria in der rk.. Kirche nie ein solcher „Apostel“ geworden wäre und auch niemals wird. Da ist mal wieder die Zunge schneller als das Gehirn.
    Und wenngleich dies scheinbar nicht zu diesem Thema gehört, so meine ich,
    dass gerade die Missachtung des Weiblichen zu diesen Verbrechen an GOTT und dem Menschen geführt hat. Ebenso das Umgehen mit dem Geschlechtlichen
    generell, was doch eigentlich zum Menschen gehört und prinzipiell von GOTT gewollt und deshalb auch so „eingerichtet“ ist. Ein gesunder Umgang der Aufklärung -auch oder gerade diesbezüglich- hätte zur Verhinderung solcher
    Schandtaten beigetragen. Keineswegs ist „nur“ solchen entgleisten Geistlichen
    oder anderen „Hirten“ die Anklage auszusprechen, als vielmehr auch der
    krankhafte Umgang mit diesem Thema der Institution: und das seit Jahrhunderten.
    Im Übrigen sehe ich Petrus nicht als Papst, sondern als Stellvertreter Gottes auf Erden, nur mit einem Wanderstab in der Hand als – ich will es mal so ausdrücken- „Cherubinischer Wandersmann.“

  17. Silvia sagt:

    Als gläubige, praktizierende aber nicht unkritische Katholikin verletzt es mich zutiefst, wenn in der Öffentlichkeit immer wieder in unsachlicher, polemischer Weise meine Kirche in den Schmutz gezogen wird und ich mich schon dafür rechtfertigen muss, überhaupt katholisch zu sein.

    Seit drei Jahren jagt ein Skandal den anderen, es ist kaum noch auszuhalten.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Silvia, die Skandale sind seit 3 Jahren öffentlich . Das ist alles. Ich kann sehr gut damit leben.Ich entschuldige mich auch nicht für meine Kirchenzugehörigkeit.Es geht ja in bestimmten Diasporagegenden nicht nur um Kirchenzugehörigkeit,da kommen ,allein wenn man gläubig ist, schon Sprüche. Jedem das Seine. Schulterziehen und Themawechsel. Ich habe mein Leben damit verbracht. Wie kann man nur, wie kann man nur..gehört. Die Kirchengeschichte zeigt, dass Kirche unverwüstlich ist trotz allem.Die Kirche besteht aus Menschen. Wie der ebenfalls komplikationsreiche Staat aus Menschen besteht. Nicht aus Robotern,deren Batterie man mal eben wechselt.

  18. Angelika Oetken sagt:

    Hier geht es um die Aufklärung krimineller Handlungen, denen Kinder und Jugendliche zum Opfer gefallen sind.
    Und um die Frage, inwieweit die Institution, denen Täter angehörten bzw. angehören, diese Straftaten hätte verhindern können.
    Eigentlich sollte der Führung der römisch-katholischen Kirche in Deutschland doch ein unbedingtes Interesse unterstellt werden können, diese Fragen klären zu lassen. Und zwar nicht nur von einem bestimmten Institut, sondern von einer unabhängigen, externen Kommission.

    Denn nur so könnte etwas wieder hergestellt werden, was die Führung der RKK in den letzten Jahren zu einem großen Teil verloren hat: das Vertrauen der Menschen, die in diesem Land leben.
    Ist das die Kirchenobrigkeit nicht all den engagierten Katholiken, die sich an der Basis, in den Gemeinden im Namen ihrer Kirche für andere einsetzen eigentlich schuldig?

    Von den Opfern, die sehr häufig ein Leben lang mühsam und meist ganz allein die Last, die die Täter und deren Unterstützer ihnen aufgeladen haben tragen ganz zu Schweigen.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick,eine von über 7 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland, die in ihrer Kindheit Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

  19. HJB, BistEichst sagt:

    Guten Abend !
    Ich möchte momentan nur Folgendes dazu sagen:
    1. Es wäre äußerst wichtig, dass die Kirche ihr Problem mit dem Auftrag an Herrn Pfeifer und dessen Durchführung vollständig sowie natürlich ehrlich und damit nachvollziehbar in einem Statement darlegt.
    Ein solches Statement ist die Voraussetzung dafür, dass – rein sachlich gesehen – Gerüchten der Boden entzogen werden kann, auch wenn diese Gerüchte nach meiner Vermutung dann trotzdem nicht ausbleiben werden. Man will vielerorts der Kirche schaden; dies ist für mich überhaupt keine Frage. Und die Aufkündigung dieses Auftrags seitens der Kirche ist (bei diesem Thema des Auftrags) dafür ein hervorragend tauglicher Anlass, auch wenn die Wahrheit dann vielleicht völlig außer Betracht bleibt.
    Nur mit vollständigen Informationen über die Aufkündigung des Auftrags kann die Kirche versuchen, die Beschuldigungen, die selbstverständlich ebenfalls aufgrund von unvollständigen Informationen entstanden sind und entstehen, zu entkräften. Die Vermutung, dass die Kirche mit einer solchen Aufklärung nicht bei jedem Adressaten erfolgreich sein wird, steht diesem Erfordernis von Aufklärung und Transparenz nicht entgegegen.

    2. Auch bei der Aufklärung dieses Themas muss Recht auch Recht bleiben ! D.h. es ist zum Beispiel rechtlich zu prüfen, ob Personalakten aller möglichen Priester und anderer Mitarbeiter der Kirche im Rahmen einer solchen Untersuchung vorgelegt werden dürfen. Dürfen diese persönlichen Daten nicht vorgelegt werden, ist dies selbstverständlich zu beachten und einzuhalten ! Hier geht es um das Recht jedes Einzelnen, das nicht aufgehoben werden darf. Und es macht sich kein Kirchenmitarbeiter verdächtig, nur weil er dieses persönliche Recht gewahrt haben will !

    Mein Appell an die Kirche: Aufklärung und dies bitte ganz schnell und umfassend und zwar in einem für diese äußerst wichtige Frage geigneten formalen Rahmen.

    • Teresa_von_A. sagt:

      D i e Kirche besteht nicht nur aus dem gesamten Verein. Kloster Ettal geht andere und offensichtlich erfolgreiche Wege.Die Jesuiten werden auf AKO reduziert. Wo allerdings noch einiges erledigt werden muss.. D i e Kirche sind nichtmals die Bistümer, denn da geht es auch unterschiedlich zu. Man lese die Radio Vatikan Nachrichten, wenn man informiert werden will über die Unterschiede. Je mehr man sich auf d i e Kirche konzentriert, desto weniger muss man sich mit denen befassen, die Kirche immer unterstützt haben.Weltliche Stellen. Aber ich sehe, das will niemand von den sogenannten Aufklärern. Es ist so schön, alles auf einen abzuwälzen. Genauso wenig wie d i e Kirche es schafft, den Gang zu gehen, den sie gehen sollte, schaffen es die Aussenstehenden, mal wirklich genau hinzusehen: wo ist bereits etwas erledigt, wo ist noch der Wurm drin, wie müssen Aussenstehende mit d e r Kirche umgehen, die aus Menschen besteht, die fehlbar sind. Es wird der Jesuitenorden angeklagt, weil in seinen Spiritualität das Wort Magis so eine große Rolle spielt. In diesem Magis hat Scheitern keinenPlatz. Bei wem hat denn das Wort Scheitern einen Platz? Bei den Verdrängern nicht, bei den Kirchenhassern nicht, bei Kirche nicht..S o werden die Probleme nie gelöst. Brett vor dem Kopf in allen Ecken.Ein Opfer, das Hass auf seine Fahnen geschrieben hat, wird n i c h ts erledigen.Wird ewig Opfer bleiben. Ich kann dieses Theater hier nicht ernstnehmen und ich gehe meinen eigenen Weg. Niemand wird sich ändern, oder gar etwas erkennen, wenn er geprügelt wird.Es muss mal einer aus diesem Scheiß hier aussteigen. Das habe ich getan. Gott sei Dank.Nur Aufrechnen, nur Rache-was für ein Leben ist das?!Das Größte aber, ist die Liebe. Die Liebe glaubt alles, hofft alles, die Liebe hört niemals auf. 1Kor 13.Wenn das dumm ist, bin ich mit Vergnügen dumm.

      • HJB, BistEichst sagt:

        @ Teresa von A
        Ich gebe Ihnen Recht. Ich nehme an, dass die Auffassungen auch in der deutschen Bischofskonferenz zu den in diesem Gremium behandelten Themen durchaus bunt, d.h. unterschiedlich und vielleicht sogar kontrovers sind. Trotzdem sehen die deutschen Bischöfe vielleicht sogar in vielen Fragen für sich die Notwendigkeit, nach außen geschlossen aufzutreten. Anderslautende Auffassungen einzelner Bischöfe werden dann offiziell gar nicht bekannt.
        So dürfte z.B. der Auftrag an Herrn Pfeiffer wie auch dessen Kündigung von der Bischofskonferenz als Gremium erteilt bzw. vorgenommen worden sein.
        Insofern meine ich meine Formulierung „die Kirche“.
        Mich würde interessieren, wie die Meinungsbildung innerhalb der deutschen Bischofskonferenz erfolgt: Gilt das Mehrheitsprinzip oder setzen sich Bischöfe, deren Auffassungen (aus welchen Gründen auch immer) als gewichtiger gelten als andere, einfach durch?

        Beste Grüße !
        HJB

        • R.K. BistReg sagt:

          Die DBK ist für mich nicht die Gesamtheit der deutschen Kath. Kirche, sondern ein Gremium aus Vertretern der Kath. Amtskirche, das in sich aufgrund von ihren verschiedenen Ansichten und persönlichen und intellektuellen Befindlichkeiten nur bedingt konsensfähig ist. Die Kirche der gläubigen Christen wird von diesen Klerikervertretern m. E. nur anerkannt, soweit sie der Institution nützlich ist (Kirchensteuer, Geldzuwendungen, Spenden, allgemeine vom Staat gezahlte Alimentation z. .B. Klerikergehälter der Bistümer, die die Kirche aber dann als Wiedergutmachungs- und berechtigte Ausgleichszahlungen aus Säkularisation und für von ihnen angebotene soziale Dienste deklariert, die angeblich der Staat nicht leisten kann bzw. will.) Ansonsten dürfen wir gläubigen Christen nur kuschen , schweigen und durch sanktionierende Kirchengesetze von diesen fehlbaren Klerikern gemacht, uns unterordnen. Hier wird m. E. auch die Angst vor der Strafe Gottes als untaugliches Mittel von den Klerikern eingesetzt. Sie können einfach nicht anders, sonst müssten sie vermutlich ihre Schwächen und Unfähigkeiten im Umgang mit ihrer Herde zugeben. Die Kath. Amtskirche ist aus meiner Sicht ein autoritäres Geld- und Machtimperium, dem unverzüglich und kompromisslos die Flügel so gestutzt werden müssten, dass sie endlich wieder ihre Hirtenaufgabe und ihre Hirtenpflicht gegenüber dem gläubigen Christenvolk erkennen muss. Aber ich glaube, da müsste Gott ein gewaltiges Wunder wirken. Ich vertraue auf sein Handeln und seine Fürsorge uns gläubigen Christen gegenüber und hoffe, dass er mein Flehen gehört hat!

    • Angelika Oetken sagt:

      @HJB, BistEichst,

      hier hat es ja offensichtlich bislang geklappt…http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10008&pk=868319

      Mit freundlichen Grüßen,
      Angelika Oetken

      • HJB, BistEichst sagt:

        @ Angelika Oetken
        Ja, die Pressemitteilung des Klosters Ettal liest sich erfreulich gut :
        „Dies war kein einfacher Weg, aber wir haben erkannt, dass nur die konsequente Aufarbeitung auch den Opfern gerecht wird“.
        Genau das ist die Aufgabe der deutschen Bischöfe ! Jedenfalls im Verhältnis zu j e d e m einzelnen Betroffenen und (um die Persönlichkeitsrechte zu wahren bis zu einem gewissen Grad) auch im Verhältnis zur Öffentlichkeit.

        Viele und beste Grüße
        HJB

  20. R.S.BistA sagt:

    Sicherlich muss es uns um die Aufklärung gerade solcher Straftaten gehen und nicht weniger um eine Wiedergutmachung gegenüber der betroffenen Opfer, darin eine vorbehaltslose wie auch objektive Aufklärung der erste Schritt ist und welcher eben deshalb auch nicht halbherzig und scheinheilig getan werden muss.
    Auch müssen wir uns klar darüber sein, dass wir eigentlich damit „nur“ jene Früchte ernten, die im Laufe der Zeit auch in der Kirche gesät wurden: oder erntet man von gesäten Disteln Feigen?
    So hat sich die Kirche nicht allein um eine ehrliche Aufklärung zu bemühen, sondern eben auch um die Ursachen zu kümmern: die Hand an die Wurzel des Übels zu legen, anders sich nichts ändern wird und die Früchte immer dieselben bleiben.
    Nicht zuletzt ist dies aber auch ein zutiefst gesamtgesellsxhaftliches Problem, welches als Frucht eben nicht „nur“ sexuelle Entgleisung hervorbringt und auch hier „nur“ die Früchte weniger behandelt, als vielmehr verurteilt werden und sich somit diedie Gesellschaft eigentlich sich selbst das Urteil über sich spricht.
    Da wir eben auch für unseren Nächsten und nicht „nur“ für uns selber verantwortlich sind, hat wohl jeder seinen Teil zu dieser Situation beigetragen, so wie sie nun mal ist. Das sollten wir bei unserem Ruf nach Aufklärung ebenfalls bedenken und somit unseren Beitrag dazu leisten, dass eben solche schlechten oder faulen und verwurmte Früchte nicht „nur“ im Raum der Kirche(n) immer weniger werden…

  21. R.S.BistA sagt:

    …im Übrigen bin auch ich der Meinung, dass diese ganze (öffentliche) Debatte den Opfern dieser Verbrechen deren Leid nur vergrössert und wir uns alle dafür schämen sollten. Dass sich nun mehr oder weniger das gesamte Klerikat in der Opferrolle sieht und erkennt, deren Rechte nicht verletzt werden dürften und auf welche diese auch nicht verzichten wollen, setzt dem ganzen noch die Krone weniger der Unverschämtheit auf, als vielmehr der Gleichgültigkeit gegenüber dem Leben der Opfer wie auch gegenüber der Aufklärung all‘ dieser Vorfälle, was ja gerade diese Diskussion um die Zensur wohl ausgelöst hat.
    Wo bitte ist da ein Glaubenszeugnis der Verantwortlichen zu erkennen, wenn diese nun nach so viel Versagen durch sexuelle/ gewalttätige Übergriffe usw. und deren Wegschauen, Vertuschung und Strafvereitelung und jetzt nach Gerechtigkeit lauthals rufen? Hören und ERHÖHREN diese das Rufen nach Gerechtigkeit der Opfer?
    Und nicht zuletzt: Hat JESUS auf -als wahrhaft Unschuldiger(!!!)- auf sein Recht gepocht? Als sich in der Gemeinschaft JESU sich sehender, sollte man(n) wie auch Frau sich diese Frage gefallen lassen…und für sich selbst ehrlich beantworten, darin es nichts ausmacht, wenn wir dann unter Tränen eben auch diesbezüglich keine Gleichförmigkeit mit JESUS feststellen, aber Besserung geloben und darin „zehnfachen Eifer“ zeigen.

    • R.K. BistReg sagt:

      Im Übrigen bin ich der Meinung……. (Ceterum censeo……), so hat Cato auch immer im Römischen Senat begonnen und hatte lange keinen Erfolg und trotzdem wurde Karthago zerstört. Die Zeit wird es schon bringen!

  22. Tilda sagt:

    Ist schon komisch, die Komentare zu lesen. Niemand hinterfragt die Person des Herrn Pfeiffer. Wer sich in den Medien sooft zu Wort meldet wie dieser Herr, ist in meinen Augen für ein so sensibles die persönlichen Rechte der Priester im Allgemeinen betreffend, zu pressegeil um neutral, wissenschaftlich zu arbeiten.
    Dies hätten auch die Bischöfe erkennen müssen, im Schnellschuß unüberlegt zu agieren rächt sich jetzt. Mißbrauch wieder gut zu machen ist nicht möglich, die Schäden der Kinderseele bleiben lebenslang. Einzig die Bitterkeit bei den Opfern wäre zu lösen. Das Akten in Jahresfriesten vernichtet werden ist auch ein normaler Verwaltungsvorgang. Dies wäre alles vor Beginn der Untersuchung zu klären gewesen. Dumm gelaufen!

  23. Teresa_von_A. sagt:

    Vor vielen Jahren habe ich in der völlig religionsfreien Therapie gelernt, dass das Opfer aussteigen muss aus dem Kreislauf. Die Praxis zeigt, es ist in der Einbildung der Rächer einfacher, die Welt zu verändern, als sich selber.Warum nur gibt es keinerlei Erfolg mit dieser Einbildung?

    • R.S.BistA sagt:

      Einbildung hat noch nie wirklich einen Erfolg vorweisen können. Sich selber kann man(n) oder Frau immer ändern: auch als Opfer irgendeines Vergehens. Und wenn ed „nur“ die Überwindung von Rachelust, Wut und/oder Zorn ist. Wenn es „nur“ die Überwindung zur Liebe hin ist, ganz nach dem Willen JESU:“ LIEBET EURE FEINDE UND TUT GUTES JENEN DIE EUCH HASSEN….SEGNET EURE VERFOLGER. SEGNET SIE, VERFLUCHT SIE NICHT.“
      Leichter gesagt wie getan. Da bilde ich mir nichts darauf ein.

  24. Teresa_von_A. sagt:

    Falls es von Interesse ist, was für m i c h ausschlaggebend war, den anderen Weg zu gehen als Geschädigte ,als den der Rache. Ich habe gemerkt, dass ich den Spruch “ Die Täter haben mein Leben zerstört“, nie sagen konnte. Ich habe dann gesagt, „Die Täter haben versucht, mein Leben zu zerstören“. Ich habe mich gefragt, warum die Täter es nicht geschafft haben. Die Antworten auf diese Fragen sind individuell und haben mindestens mit der Erkenntnis der eigenen Kräfte zu tun.Als ich meine Kräfte und auch andere entdeckt habe, habe ich mit Unterstützung von aussen diese Kräfte mobilisiert. Das hat gedauert.Im Laufe der Zeit bekam ich immer mehr Abstand zum Täter und immer mehr Nähe zu mir und meinem eigentlichen Wesen.Man kann anderen erst dann helfen, wenn man sein eigenes Schicksal bewältigt hat.Wer helfen will, sollte relativ neutral sein.Sonst kann der, dem ich helfen soll, seinen eigenen Weg nicht finden.

  25. H.R.BistA sagt:

    Wer die Wahrheit liebt, der liebt GOTT, denn: GOTT ist die Wahrheit und nicht weniger die LIEBE und der WEG dazu. Gerade die Kirche(n) könnten diese „Nacht“ als Chance sehen, zu zeigen, dass sie eben wirklich die Wahrheit und deren Weg lieben, denn: wer die Wahrheit liebt kommt ans Licht.
    Ob es wirklich gut ist, in dieser äusserst delikaten Angelenheit Hilfe von „aussen“ zu holen, das sei deshalb dahin gestellt, genau so wenig, wie ich persönlich für die Kirche(n) äusserst plamabel finde (um es gelinde zu sagen), wenn die Kirche(n)
    PR-Leute angagieren, um wieder mehr Menschen in die Kirchenhäuser zu bekommen. Für mich: ein „Offenbarungseid“ der Institution(en) und deren wirklichen Glauben in GOTT und das Wirken SEINES GEISTES.
    Weil wir also alle um GOTT und SEINEN WEG wissen, so wissen wir auch, wie wir zu leben haben und das so manches „Opfer“ von uns fordert. Am Grössten und Schwierigsten erscheint mir (auch aus eigener Erfahrung! ;_) ) das Opfer der Versöhnung. Und damit meine ich nicht den Altar….

    • Teresa_von_A. sagt:

      Jedes Bistum sollte für sich alleine den Mißbrauch erforschen, dann ist Arbeit genug.

      • R.S.BistA sagt:

        Das finde ich auch, da hier Leute vor Ort sind, die man kennt und zu denen man
        sicherlich auch u.U. einen persönlichen Bezug und/oder sogar ein Vertrauensverhältnis hat, bzw. aufbauen kann. Was gesamtkirchlich gesehen doch etwas schwierig ist

  26. R.S.BistA sagt:

    …und vielleicht ist es auch (gerade) in dieser delikaten Angelegenheit angebracht,
    dem WORTE GOTTES zu glauben und somit auch in die Tat umzusetzen, darin uns eben die WAHRHEIT befreit, auch wenn diese noch so übel aufstösst und zum Vorschein kommt. Wenn also die Kirche der Versuchung erliegt, bzw. ja erlegen ist, die Wahrheit nieder oder zurück zui halten, so steht diese eben nicht mehr in der WAHRHEIT; d.h. i n JESUS Christus, was natürlich nicht ohne Konsequenzen ist, wennglich wir diese nicht sofort zu spüren bekommen, weil GOTT sehr geduldig ist. Das heisst aber nicht, dass wir IHN darin auf die Probe stellen sollen, wie weit diese Geduld reicht. Die Wahrheit niederhalten ist also für (mich jedenfalls) zutiefst ein Zeugnis von Unglauben und Ungehorsam – eine also zutiefst auch theologische Frage, deren Benedikt XVII. sich sicherlich bewusst ist und wir nicht umsonst das Jahr des Glaubens begehen….

    • Teresa_von_A. sagt:

      Heute Abend im ARD,bei Beckmann: sind unter anderem Langendörfer sj und Pfeiffer zu hören. Mit anderen Gästen. Um 22 Uhr 45. Viel zu spät mal wieder.

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