Erste Eindrücke der deutschen Synodenväter

Bischofssynode, Tag 2, mittags

Die Bischöfe Bode, Meisner, Zollitsch und Tebartz-van Elst beim Pressegespräch

Bode, Kard. Meisner, Zollitsch, Tebartz-van Elst (von links)

Zweiter Tag der Synode, erstes Pressegespräch der deutschen Synodenteilnehmer: Kardinal Joachim Meisner, Erzbischof Robert Zollitsch und die Bischöfe Franz-Josef Bode und Franz-Peter Tebartz-van Elst. Die vier berichteten von ihrer jeweiligen Perspektive von den Ereignissen und Perspektiven.

 

Synoden hätten nie das gehalten, was man sich von ihnen verspräche, so der „Synodenveteran“ Kardinal Meisner. Allerdings sei er überzeugt, dass im Haushalt Gottes auch nichts verloren gehe. Soll heißen: Die Gespräche und Austausche hier in Rom würden auch dann weiter wirken, wenn nicht sofort konkrete Maßnahmen entstünden. Er betonte immer wieder die Notwendigkeit der Evangelisierung nach innen, es ginge nicht um Strategien der Weitergabe, sondern um Umkehr und Klärung: „Herr, erneuere deine Kirche, aber fang bei mir an!“

 

Erzbischof Zollisch sprach die neuen Wege und die neue Sprache an, die es brauche, um Menschen wieder in Kontakt zu bringen. Er freue sich vor allem auf den internationalen Austausch in der Synode.

 

Bischof Bode stimmt zu: Die Wahrnehmung der weltweiten Kirche allein ist schon ein Gewinn. Überall könne man sehen, wie man sich um einen Dialog mit der jeweiligen Kultur bemühe, wenn das auch schwierig sei bis hin zu Verfolgungen. Alle stimmten aber darin überein, dass es auf die Menschen ankomme, auf Zeuginnen und Zeugen des Glaubens aus Glaube und Firmung heraus. Er ging auch auf ein Thema ein, dass er in der Synode ansprechen wolle: Die in die Weite gehende Pastoral der großen Räume, in der die Tiefe und Nähe zu kurz kommen könne.

 

Ganz verschiedene Perspektiven konkreter Pastoral fügte Bischof Tebartz-van Elst hinzu. Vor allem ging es ihm um die Verbindung von Gemeinde und Katechese, in der die Gemeinde Verantwortung übernimmt für die Weitergabe des Glaubens: Dadurch würde auch der Glaube quasi zurückgegeben, eine zweite Bekehrung würde stattfinden, der Glaube des Gebers und Verkünders genauso gestärkt wie der des Empfängers.

 

 

Außer den deutschen sind deutschsprachig der Bischof von Basel, Felix Gmür, der Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, und der Bischof von Eisenstadt, Ägidius Zsifkovics, als Synodenväter anwesend. Außerdem bin ich bereits Bruder Alois von Taizé begegnet, der Schweizer Wissenschaftler Werner Arber wird kommen und viele deutschsprachige Experten mehr. So viele wie möglich werde ich hier zu Wort kommen lassen.

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2 Antworten auf Erste Eindrücke der deutschen Synodenväter

  1. H.Sattel sagt:

    Ich für meine Person würde Herrn Kardinal Meisner gerne fragen, was das Neue dann noch mit dem Alten zu tun hat, ausser, dass die Person immer noch die gleiche insoweit ist…..! Möge der HERR bei diesem Mann weiter machen……, da die Ersten bekanntlich die Letzten sein werden….

  2. Teresa_von_A. sagt:

    guten morgen, was heißt, möge der herr weitermachen..was macht der herr denn weiter? try and error. was das neue mit dem alten zu tun hat. das alte reflektieren, das neue reflektieren..mal die basis kontaktieren. nicht in form von vorträgen, sondern in form von dialog. aber wenn der herr sich schon abmühen muss, was will unsereins dann erreichen?ein kardinal, der ins volk geht, mitten im volk wohnt, mit obdachlosen und diplomaten gleich gut klar kommt, der weiß, wie döner und currywurst munden…der zuhört..der sollte mal kommunikationskurse für den hohen klerus geben.dessen predigten zum thema jahr des glaubens fallen sehr viel anders aus als das, was man im moment so liest aus bischofskreisen. ich meine kardinal woelki.und was der auch immer schafft, ohne wischiwaschi zu sein: diplomatie. er bootet niemanden aus.hat aber immer eine sehr handfeste meinung zu allem.

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