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	<title>Laudetur Jesus Christus</title>
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	<description>Der Weblog von Pater Bernd Hagenkord</description>
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		<title>Der Vater, der Sohn und Maria</title>
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		<pubDate>Sat, 18 May 2013 13:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pater Hagenkord</dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5962" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.radiovatikan.de/wp-content/uploads/2013/05/Ataíde-SAntônioItaverava.jpg" rel="lightbox[5963]"><img class="size-medium wp-image-5962" alt="Coroação da Virgem pela Santíssima Trindade, Igreja Matriz de Santo Antonio, Itaverava/Brasilien" src="http://blog.radiovatikan.de/wp-content/uploads/2013/05/Ataíde-SAntônioItaverava-300x207.jpg" width="300" height="207" /></a><p class="wp-caption-text">Coroação da Virgem pela Santíssima Trindade, Igreja Matriz de Santo Antonio, Itaverava/Brasilien</p></div>
<p>Es ist ein Scherz, und vielleicht noch nicht einmal ein guter, aber er hält sich hartnäckig: Die Trinität nach Ignatius von Loyola bestehe aus Vater, Sohn und Maria. Der Spruch bezieht sich darauf, dass im Exerzitienbuch des Ignatius, nach dem die Exerzitien bis heute gegeben werden, der Betende eingeladen ist, nach jeder Gebetszeit zu Gott zu sprechen, „wie ein Freund zu einem Freund spricht“. Und da könne man sich – so Ignatius – an Gott wenden, oder an die einzelnen göttlichen Personen, den Vater oder den Sohn, oder wenn man sich Gott nicht nahe genug fühlt oder aus irgendeinem anderen Grund eine Mittlerin einbeziehen möchte, dann auch an Maria, nicht anbetend, aber im Gespräch und in Bitte.</p>
<p>Der Heilige Geist taucht da nicht auf. Zum Heiligen Geist können wir nicht beten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Zum Heiligen Geist kann man nicht beten</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Grund ist bei Paulus zu suchen: Der Heilige Geist betet in uns. Wenn wir beten, ist das bereits eine Wirkung des Heiligen Geistes. Der Geist ist niemals ein Gegenüber, deswegen nie Gott, zu dem ich spreche „wie ein Freund zu einem Freund“.<span id="more-5963"></span></p>
<p>Etwas unvorsichtig habe ich schon einige Male formuliert, dass wir nun nach einem „Jesus-Papst“  einen „Heiligen-Geist-Papst“ haben. Das ist natürlich Unfug, kann man Gott doch nicht trennen. Es weist dann aber doch auf den Zugang hin, den einzelne Menschen zu Gott haben. Nicht nur der Bücher wegen war Benedikt ein zutiefst in Jesus Christus verankerter Mensch und genau darüber hat er immer wieder gesprochen.</p>
<p>Bei Franziskus hören wir mehr über den Heiligen Geist, über unser Aufbrechen, über das, was in uns ist. Letztlich sind die beiden Dinge nicht trennbar, weil es das eine ohne das jeweils andere nicht geben kann, aber es ist wie gesagt eine Frage des Zugangs. Der Heilige Geist bewegt sich in uns: „Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können.“ (Römerbrief 8: 26)</p>
<p>In diesem Sinn wünsche ich Ihnen allen ein gesegnetes Pfingstfest.</p>
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		<title>Einmal Werbung, bitte!</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 06:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pater Hagenkord</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In diesen Tagen bin ich in der Ukraine unterwegs und deswegen nicht so häufig im Netz wie normalerweise am Arbeitsplatz, aber vielleicht darf ich an dieser Stelle einen Werbeblock einfügen, und zwar für unseren Newsletter. Ich weiß, die Posteingänge quellen &#8230; <a href="http://blog.radiovatikan.de/einmal-werbung-bitte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In diesen Tagen bin ich in der Ukraine unterwegs und deswegen nicht so häufig im Netz wie normalerweise am Arbeitsplatz, aber vielleicht darf ich an dieser Stelle einen Werbeblock einfügen, und zwar für unseren Newsletter. Ich weiß, die Posteingänge quellen über, aber wer über Kirche informiert sein will, findet hier eine gute Quelle. Und zwar garantiert erstens kostenlos und zweitens – und das macht ihn einmalig – werbefrei. <a title="Newsletter Anmeldung" href="http://www.rv-news.info" target="_blank">Anmelden kann man sich hier</a>. Danke.</p>
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		<title>„Es wird die Kirche arm machen“</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 03:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pater Hagenkord</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine „Arme Kirche für die Armen“ sollen wir sein, so der Wunsch von Papst Franziskus. Es geht ihm schlicht um die Frage, wohin es mit der Kirche gehen soll und wird. Es geht um unsere Zukunft. Schon immer habe ich &#8230; <a href="http://blog.radiovatikan.de/es-wird-die-kirche-arm-machen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine „Arme Kirche für die Armen“ sollen wir sein, so der Wunsch von Papst Franziskus. Es geht ihm schlicht um die Frage, wohin es mit der Kirche gehen soll und wird. Es geht um unsere Zukunft.</p>
<p>Schon immer habe ich gemeint, dass wir vom Pontifikat Benedikt XVI. noch zwanzig, dreißig Jahre lang etwas haben werden und die Texte noch lange zitieren werden. Die Frage danach, wie viel Benedikt in Franziskus steckt oder nicht, ist mir dabei relativ egal; wenn ich heute die Texte noch einmal vorziehen, dann sehe ich aber sehr hilfreiche Gedanken.</p>
<p>Wie zum Beispiel den über die Zukunft der Kirche:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Die Zukunft der Kirche kann und wird auch heute nur aus der Kraft derer kommen, die tiefe Wurzeln haben und aus der reinen Fülle des Glaubens leben. Sie wird nicht von denen kommen, die nur Rezepte machen. Sie wird nicht von denen kommen, die nur dem jeweiligen Augenblick sich anpassen. (..)“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das ist erst einmal negativ formuliert. Vielleicht muss man auch dazu sagen, dass das aus einem Vortrag von des Theologen Joseph Ratzinger aus dem Dezember 1969 stammt. Die Formulierung sagt aber für heute schlüssig, dass nicht ein „sich ändern, damit alles so bleibt“ auf dem Programm steht.</p>
<p><span id="more-5926"></span></p>
<p>Ein sich Anpassen, damit Stärke, Einfluss, Zahlen, Ausbreitung, Bedeutung, … bleiben.</p>
<p>Wohin die Zukunft stattdessen geht, klingt vielleicht theologischer als bei Franziskus, hat aber genau dieselbe Richtung:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Aus der Krise von heute wird auch dieses Mal eine Kirche morgen hervorgehen, die viel verloren hat. Sie wird klein werden, weithin ganz von vorne anfangen müssen. Sie wird viele der Bauten nicht mehr füllen können, die in der Hochkonjunktur geschaffen wurden. Sie wird mit der Zahl der Anhänger viele ihrer Privilegien in der Gesellschaft verlieren. (…) [Die Kirche] wird es mühsam haben. (..) Es wird sie arm machen, zu einer Kirche der Kleinen sie werden zu lassen. Der Vorgang wird umso schwerer sein, als sektiererische Engstirnigkeit genauso wird abgeschieden werden müssen wie großsprecherische Eigenwilligkeit. Mann kann vorhersagen, dass dies alles Zeit brauchen wird..“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bleiben – so Joseph Ratzinger – werde die „Kirche des Glaubens“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vortrag beim Hessischen Rundfunk am 25. Dez 1969, ediert in den gesammelten Schriften als ‚Wie wird die Kirche im Jahre 2000 aussehen?’, Gesammelte Schriften 8/2 Seite 1.159 folgende.</p>
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		<title>Religionsfreiheit bringt mehr Religionsfreiheit</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 07:42:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pater Hagenkord</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Einschätzung der Freiheit der anderen hängt von der eigenen Freiheit ab. So lese ich die Zahlen, die Brian Grim vom PEW research Institute veröffentlicht. PEW hat unter Muslimen nach der Einschätzung der Religionsfreiheit für andere Religionen gefragt. In Ländern &#8230; <a href="http://blog.radiovatikan.de/religionsfreiheit-bringt-mehr-religionsfreiheit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Einschätzung der Freiheit der anderen hängt von der eigenen Freiheit ab. So lese ich die Zahlen, die Brian Grim vom <a title="PEW" href="http://theweeklynumber.com/1/post/2013/05/muslim-opinions-vary-on-how-free-people-of-other-religions-are-to-practice-their-faiths.html" target="_blank">PEW research Institute veröffentlicht</a>. PEW hat unter Muslimen nach der Einschätzung der Religionsfreiheit für andere Religionen gefragt.</p>
<p>In Ländern mit wenig staatlicher Beschränkung von Religion sagen die befragten Muslime, dass die anderen Religionen frei ausgeübt werden können.</p>
<p>Das klingt erst einmal tautologisch, stellen die Aussagen doch scheinbar nur fest, dass es in Ländern mit wenig Beschränkung wenig Beschränkung auch für andere Religionen gibt. PEW stellt darüber hinaus aber weiteres fest: Es gibt keine „dem Islam“ zuzuordnende Einstellung anderen Religionen gegenüber, diese Einstellungen werden durch staatliche Vorgaben, Eingriffe oder Beschränkungen maßgeblich geprägt. Nein, das muss man vorsichtiger formulieren: Vorgaben und Eingriffe korrelieren mit der Einstellung der Religionsfreiheit gegenüber.</p>
<p>Aber wenn ich bei meiner unvorsichtigen Einschätzung bleibe und die beiden nicht nur statistisch nebeneinander stehen, dann kann man auch sagen, dass ein mehr an Religionsfreiheit allen Religionen gut tut. Die Erfahrung eigener Freiheit in der Religionsausübung, weil es keine oder nur wenig Einschränkungen staatlicherseits gibt, tut allen gut.</p>
<p>Das sollte man vielleicht mal der Piratenpartei sagen, die in ihr Wahlprogramm im <a title="Piraten Programm" href="http://www.pirat.ly/spicker/bpt131#package/7658" target="_blank">Antrag WP0062</a> Trennung von Staat und Kirche ein ganzes Bündel von staatlichen Einschränkungen der Religionsfreiheit aufgenommen hat. Eine Beschränkung der Freiheit zur Ausübung oder eine Bevormundung bei der Weise, wie diese Freiheit ausgeübt werden darf &#8211; versteckt hinter dem &#8220;Schutz von anderen vor einer religiösen Bevormundung&#8221; &#8211; bringt eben nicht ein mehr, sondern ein weniger an Freiheit.</p>
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		<title>Portale der Wahrheit und des Glaubens</title>
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		<pubDate>Sun, 12 May 2013 06:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pater Hagenkord</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Vatikan hat ihn im Januar begangen, die deutschsprachigen Kirchen tun es an diesem Sonntag: Es ist Mediensonntag. Benedikt XVI. hatte dazu eine Botschaft veröffentlich, die ich hier noch einmal verlinke. &#160; &#8230; Die social media brauchen also das Engagement &#8230; <a href="http://blog.radiovatikan.de/portale-der-wahrheit-und-des-glaubens-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Vatikan hat ihn im Januar begangen, die deutschsprachigen Kirchen tun es an diesem Sonntag: Es ist Mediensonntag. Benedikt XVI. hatte dazu eine Botschaft veröffentlich,<a title="Medienbotschaft Benedikt XVI 2013" href="http://blog.radiovatikan.de/portale-der-wahrheit-und-des-glaubens/" target="_blank"> die ich hier noch einmal verlinke.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8230; Die <em>social media</em> brauchen also das Engagement all jener, die um den Wert des Dialogs, der Diskussion und der logischen Argumentation wissen; man braucht Menschen, die Diskurs- und Ausdrucksformen zu pflegen suchen, die die nobelsten Beweggründen der am Kommunikationsprozeß Beteiligten ansprechen. Dialog und Diskussion können auch dann blühen und wachsen, wenn man sich unterhält und jene ernst nimmt, die andere Ideen haben als wir selbst. „Angesichts der kulturellen Verschiedenheit muß dafür gesorgt werden, daß die Menschen nicht nur die Existenz der Kultur der anderen akzeptieren, sondern auch danach trachten, sich von ihr bereichern zu lassen sowie umgekehrt ihr das anzubieten, was sie selbst an Gutem, Wahrem und Schönem besitzen<em>. &#8230;</em></p>
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		<title>Volksfromm</title>
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		<pubDate>Sat, 11 May 2013 07:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pater Hagenkord</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Frömmigkeiten sind immer auch Kirchlichkeiten: Als am vergangenen Sonntag ganz groß die Volksfrömmigkeit(en) gefeiert wurde, machten sowohl Erzbischof Fisichella in seiner Begrüßung des Papstes als auch der Papst selber deutlich, dass diese Formen einer „Reinigung“ bedürfen. Schwärmerei kann Formen annehmen, &#8230; <a href="http://blog.radiovatikan.de/volksfromm/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.radiovatikan.de/wp-content/uploads/2013/05/Papstmesse-5-Mai-2013-7.jpg" rel="lightbox[5955]"><img class="alignleft size-medium wp-image-5919" alt="Volksfrömmigkeit  Bruderschaften" src="http://blog.radiovatikan.de/wp-content/uploads/2013/05/Papstmesse-5-Mai-2013-7-300x208.jpg" width="300" height="208" /></a>Frömmigkeiten sind immer auch Kirchlichkeiten: Als am vergangenen Sonntag ganz groß die Volksfrömmigkeit(en) gefeiert wurde, machten sowohl Erzbischof Fisichella in seiner Begrüßung des Papstes als auch der Papst selber deutlich, dass diese Formen einer „Reinigung“ bedürfen. Schwärmerei kann Formen annehmen, die dann mit dem Glauben nur noch wenig zu tun haben und ein Eigenleben bekommen.</p>
<p>Gleichzeitig wird aber auch immer wieder die gute, fruchtbare Seite dieser Volksfrömmigkeit betont, gerade hier zeige sich direkt die Umsetzung eines Vertrauens und einer Anbetung, so der Papst.</p>
<p>Das erinnert mich an meine kurze Zeit in Chile: Manchmal muss man als Fremder auf die Dinge sehen, um die eigenen Traditionen schätzen zu lernen.</p>
<p>Da gab es zum Beispiel in Duao eine Petrus-Fahrt; alle Fischer des Dorfes stiegen in ihre kleinen mit Außenbordern betriebenen Bote und fuhren über eine Lagune, bepackt mit allen Bewohnern der Ortes, die irgendwie herein passten. Auf einem offenen Boot stand eine kleine Petrus-Statue, im Boot dahinter der Priester im Ornat. Petrus ist als Patron der Fischer „zuständig“ für den Lebensunterhalt der Menschen in dem Dorf, also bekommt er eine Aufmerksamkeit, die den zweiten Heiligen des Tages – Paulus – völlig verdrängt. <span id="more-5955"></span>Ich habe mich manchmal gedacht, wie viel von dem sich schließlich auf Christus bezieht, habe aber beschlossen, kein Richter sein zu wollen und das dem Pater überlassen, der diesen Schritt für die Menschen nachvollziehbar und nicht zu theologisch vollzogen hat.</p>
<div id="attachment_5959" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://blog.radiovatikan.de/wp-content/uploads/2013/05/Chile-2009-6x6sw25-013.jpg" rel="lightbox[5955]"><img class="size-medium wp-image-5959" alt="Peter und Paul  Schiffsprozession in Chile" src="http://blog.radiovatikan.de/wp-content/uploads/2013/05/Chile-2009-6x6sw25-013-300x305.jpg" width="300" height="305" /></a><p class="wp-caption-text">Peter und Paul Schiffsprozession in Chile</p></div>
<p>Natürlich waren da auch Jungenstreiche dabei, wer hat den stärksten Motor und so, das Ganze war keine Frömmigkeitsübung reinsten Wassers. Aber es hatte etwas sehr menschliches, weil es die gesammelten Sorgen und Bedürfnisse einer nicht wirklich wohlhabenden Gegend erst in einen Gottesdienst und dann in ein gemeinsames Fest brachte.</p>
<p>In Talagante – in der Nähe von Santiago – habe ich das Corpus-Christi Reiten erlebt. Zu Fronleichnam wird alles gesattelt, was vier Beine hat oder auch zwei Räder und dann wird jedem und jeder die Kommunion gebracht, gleich wie weit weg er oder sie wohnt. Andere gehen in die Krankenhäuser und ins Gefängnis. Ein ganzer Ort ist auf den Beinen um sicher zu stellen, dass mindestens an diesem Tag alle und auch wirklich alle am Tisch des Herrn dabei sind.</p>
<p>Die Reiter haben eine eigene Bruderschaft. Eine Schwester, die in der Gemeinde arbeitet, sagte mir, dass dieser Tag wahrscheinlich der einzige ist, an dem sich viele in der Kirche zeigen. Und wie sie sich zeigen: Große Sporen, bestickter Poncho, verzierte Sättel, weiße Hosen, breiter Hut mit viel Silberstickerei. Brauchtum? Frömmigkeit? War-schon-immer-so? Eine Mischung von allem?</p>
<p>Aber auch hier bin ich mit der Einstellung „ich bin kein Richter“ ganz gut gefahren. Als dann die Feuerwehr mit den Wasserkanonen einen flüssigen Torbogen für das zurück kommende Allerheiligste bildete, wurde es für meine Augen zwar etwas viel, aber das gehört eben dazu. Auch hier hat die Schwester gemeinsam mit Pfarrer und anderen sicher gestellt, das der Herr Jesus Christus bei all dem Brauchtum im Zentrum des Geschehens blieb, wie weit er auch immer in den Herzen angekommen war.</p>
<p>Am vergangenen Sonntag waren es die riesigen gold- und silberverzierten Kreuze auf dem Petersplatz, welche von den verschiedenen Bruderschaften getragen wurden. Sie erzählen auf den ersten Blick von einer reichen Tradition. Aber irgendwie ist der Jesus in der Mitte schon etwas klein gegen all die Verzierung. Papst Franziskus selber wies auf das eigentliche Zentrum hin:</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Diesen Glauben, der aus dem Hören auf das Wort Gottes hervorgeht, bringt ihr in Formen zum Ausdruck, welche die Sinne, die Gefühle und die Symbole der verschiedenen Kulturen einbeziehen. Und auf diese Weise tragt ihr dazu bei, ihn den Menschen zu vermitteln, besonders den einfachen, denen, die Jesus im Evangelium ,die Kleinen‘ nennt.&#8221;</p>
<p>Der Glaube – erzählen die Reiter und die großen Kreuze und die Fischer in den Boten – ist nicht immer eine Sache des Wortes. Gefühl und Brauchtum gehören auch dazu. Und wenn der Papst von ,den Kleinen‘ spricht, meint er das nicht herablassend. Nicht jeder muss wortgewandt sein und Wissen, es gibt auch andere Formen.</p>
<p>Es ist leider zur Gewohnheit geworden, das irgendwie kitschig zu finden, bei uns gehen diese Brauchtümer immer mehr zurück. Das ist kein Zeichen von zunehmender Aufklärung, sondern eher von Verarmung. Schade.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kuriale Routine? Widerspruch!</title>
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		<pubDate>Thu, 09 May 2013 14:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pater Hagenkord</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Zeit-Beilage Christ&#38;Welt gibt es seit kurzem eine Franziskus-Spalte. Immer wieder das Neueste vom Kollegen Volker Resing (heute: &#8220;Der Unterkomplexe&#8221;, online nur per pageflip zu finden aber Stand heute Nachmittag noch nicht eingestellt). Die Kolumne heute verdient ein gehörig’ &#8230; <a href="http://blog.radiovatikan.de/kuriale-routine-widerspruch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In der Zeit-Beilage Christ&amp;Welt gibt es seit kurzem eine Franziskus-Spalte. Immer wieder das Neueste vom Kollegen Volker Resing (heute: &#8220;Der Unterkomplexe&#8221;, online nur per <a title="Resing Kolumne" href="http://www.christundwelt.de/pageflip/index.html" target="_blank">pageflip </a>zu finden aber Stand heute Nachmittag noch nicht eingestellt). Die Kolumne heute verdient ein gehörig’ Maß Widerspruch. Denn der Kollege behauptet, dass die „Die kleinen Verblüffungsgesten von Papst Franziskus, die alle Welt zu Beginn so bezaubert haben, .. zur kurialen Routine“ geraten. Wer näher dran sei – er meint wohl sich selber – frage sich, ob jetzt die Ruhe vor dem Sturm eingetreten sei oder schon die Ruhe danach.</p>
<p>Lieber Kollege, ich würde für mich nicht das „nahe dran“ in Anspruch nehmen, denn wir berichten auch nur, was wir sehen. Trotzdem widerspreche ich: Die „kleinen Verblüffungsgesten“ sind nicht das, was sie dahinter vermuten: Verblüffung. Es ist pastorales Handeln. Es ist auch keine Routine. Wer mit den Menschen spricht, denen der Papst dort begegnet, wird schnell feststellen, dass denen alles andere als Routine begegnet.</p>
<p>Nach der Lektüre darf ich fragen: Was haben Sie sich erwartet? Muss es denn ein Sturm sein, egal ob davor oder danach? Haben wir einen Papst, der dazu da ist, Erwartungshaltungen von Journalisten nach dem Neuen zu befriedigen? Mit Verlaub, den haben wir nicht.</p>
<p>„Neues Personal hat der Papst nicht eingestellt, grundlegende Entscheidungen nicht gefällt. Bislang wurde keiner aus der alten Führungsmannschaft gefeuert.“ Das ist ihr Beweis dafür, dass noch nichts passiert ist. So funktioniert der Vatikan aber nicht. Wir sind nicht wie die Politik, wo ein neuer Minister erst mal seine komplette Mannschaft mit seinen Vertrauten besetzt. Wo alles sofort passieren muss, damit die Kameras und die schnellen Federn in den Kolumnen den „Wandel“ attestieren können.</p>
<p>Der Überraschungseffekt sei verraucht wie der weiße Nebel aus dem Schlot der Sixtina, schreiben sie. Abgesehen von stilistischen Einwänden – kitschig ist das schon, oder? – verkennen Sie, dass die Menschen nicht dem Zauber des Anfangs erlegen sind, sondern einem pastoralen Papst.</p>
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		<title>„Es ist nicht möglich, dass eine Ordenschrist nicht mit der Kirche fühlt“</title>
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		<pubDate>Wed, 08 May 2013 09:07:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pater Hagenkord</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Amt und das Charisma sind zwei beliebte Topoi, die in der Geschichte der Kirche immer mal wieder gegeneinander gesetzt werden. Gefüllt werden sie gerne mit der Hierarchie der Kirche, dem Ausüben der Autorität und der Struktur auf der einen &#8230; <a href="http://blog.radiovatikan.de/es-ist-nicht-moglich-dass-eine-ordenschrist-nicht-mit-der-kirche-fuhlt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5945" class="wp-caption alignleft" style="width: 276px"><a href="http://blog.radiovatikan.de/wp-content/uploads/2013/05/Schwestern-im-Kölner-Dom.jpg" rel="lightbox[5937]"><img class="size-medium wp-image-5945" alt="(c) Malek Homayonifar" src="http://blog.radiovatikan.de/wp-content/uploads/2013/05/Schwestern-im-Kölner-Dom-266x400.jpg" width="266" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">(c) Malek Homayonifar</p></div>
<p>Das Amt und das Charisma sind zwei beliebte Topoi, die in der Geschichte der Kirche immer mal wieder gegeneinander gesetzt werden. Gefüllt werden sie gerne mit der Hierarchie der Kirche, dem Ausüben der Autorität und der Struktur auf der einen Seite und dem Charisma der Ordenschristen auf der anderen Seite.</p>
<p>Immer wieder gab es und gibt es Spannungen, meistens fruchtbar, ab und zu aber auch in Form eines Konfliktes, wie etwa zur Zeit in den Gesprächen zwischen dem Vatikan und einer der Vereinigungen von US-Ordensoberinnen (LCWR). In den vergangenen Tagen hatte sich bereits der Präfekt der Kongregation für die Ordensleute, Kardinal Joao Bráz de Aviz (selber kein Ordensmann) <a title="Braz d'Aviz und Ordensfrauen" href="http://de.radiovaticana.va/news/2013/05/07/kardinal_br%C3%A1z_de_aviz_trifft_ordensfrauen/ted-689865" target="_blank">dazu geäußert</a>.</p>
<p>An diesem Mittwoch traf nun Papst Franziskus, der selber aus einem Orden kommt, einen Kongress internationaler Ordensoberinnen. „Der Dienst der Leitung gemäß dem Evangelium” – unter diese Überschrift stellte der Papst seine Ansprache. Seine drei Gedanken, so der Papst, überlasse er dann der gemeinschaftlichen und individuellen Vertiefung: Erstens zu den evangelischen Räten, zweitens gegen den Karrierismus und drittens zur Kirchlichkeit.</p>
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<h1>Gehorsam, Armut, Keuschheit</h1>
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<p>Der erster Punkt des Papstes ist der, dass eine Berufung immer Initiative Gottes ist, nie vom Menschen gemacht oder gewählt. Daraus folge für Ordenschristen ein ständiger „Exodus aus uns selbst“, denn der Wille Gottes sei es, der zähle. Dieser „Exodus“ sei ein Weg der Anbetung und des Dienstes: Zwei Elemente des Ordenslebens, die nicht zu trennen seien. „Den Herrn anbeten und dem Nächsten zu dienen, nichts für sich behalten: Das ist die „Beraubung“ [spoliatio, ein Begriff aus der geistlichen Tradition der Orden: Beim Eintritt gibt das Neumitglied den alten Besitz an die Gemeinschaft] derer, die Autorität ausüben. <span id="more-5937"></span>Der Gehorsam sei das Hören auf den Willen Gottes, so der Papst, auf die inneren Bewegungen des Heiligen Geistes, deren Echtheit von der Kirche bezeugt würden: Das Hören auf den Willen Gottes und die Authentifizierung durch Gemeinschaft und Kirche – der Papst betont hier das klassische geistliche Verständnis von Gehorsam. Weder geben die inneren Regungen ohne die Gemeinschaft das Recht, das zu tun, was man für richtig zu halten meint, noch bedeutet der Gehorsam Unterwerfung unter den Willen eines anderen Menschen oder einer Institution. Der Heilige Geist wirkt durch das Zusammenspiel beider: „Der Gehorsam wird auch durch menschliche Instanzen vermittelt.“ Außerdem führt der Papst aus, dass sich das Verhältnis Gehorsam/Autorität im Spannungsfeld des Dienstes der Kirche finde und in dem Zusammenhang verstehbar wird.</p>
<p>Für die Armut gilt ähnliches: Der Egoismus wird durch die Logik des Evangeliums überwunden, es ist nicht unser Reich Gottes, es sind nicht die menschlichen Mittel, die es wachsen lassen. Armut sei Unterricht in Solidarität, im Teilen und der Nächstenliebe, man erlebe dort die Nüchternheit, sich über die wesentlichen Dinge zu freuen.</p>
<p>Die Keuschheit wiederum „erweitert die Freiheit der Hingabe an Gott an die Nächsten, mit der Zärtlichkeit, der Barmherzigkeit und der Nähe Christi.“ Sie habe ihren Ort in der „reifen Freiheit“ und sei ein Hinweis auf die kommende Welt. Damit ist eine fruchtbare Keuschheit, „Entschuldigt mich bitte, wenn ich so rede &#8230; [Applaus], aber diese Mütterlichkeit des geweihten Lebens ist wichtig, diese Fruchtbarkeit, die Ordensfrau ist Mutter, sie muss Mutter sein und keine alte Jungfer!“</p>
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<h1>Der Schaden durch Karrierismus</h1>
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<p>Der zweite Punkt des Papstes unterstreicht das Element des Dienstes in der Ausübung von Autorität. „Denken wir an den Schaden für das Volk Gottes, den die Männer und Frauen der Kirche anrichten, die Karrieristen sind, soziale Aufsteiger, die das Volk Gottes ‚benutzen’, die Kirche, die Brüder und Schwestern – denen sie eigentlich dienen sollen – wie ein Sprungbrett für die eigenen Interessen und die persönlichen Ambitionen.“ Autorität müsse immer begleitend, verstehend, helfend, liebend ausgeübt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Absurde Dichotomie zu glauben, man könne mit Christus aber ohne Kirche leben</h1>
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<p>Drittens geht der Papst in seiner Ansprache auf die Kirchlichkeit ein: Sie ist eines der konstitutiven Elemente des Ordenslebens, eine Dimension, die einer ständigen Vertiefung bedürfe. „Es ist nicht möglich, dass eine Ordensfrau oder ein Ordensmann nicht mit der Kirche fühlt“. Dieses ‚Fühlen mit der Kirche’ drücke sich in Treue zum Lehramt aus, in der Gemeinschaft mit den Hirten und dem Nachfolger Petri, dem Zeichen der Einheit der Kirche.</p>
<p>Dieser Begriff, das „Fühlen mit der Kirche“, entstammt der geistlichen Tradition der Jesuiten, des Ordens des Papstes. Es taucht im Exerzitienbuch des Ignatius von Loyola auf, der ihn zwar nicht erfunden, aber für die Tradition der Kirche geprägt hat. <a title="Kehl fühlen mit der Kirche" href="http://www.sankt-georgen.de/kehl/pdf/Kehl_Was_heisst_Sentire_cum_ecclesia_heute.pdf" target="_blank">Eine Einführung von Medard Kehl SJ</a>.</p>
<p>Zeugnis für das Evangelium abgeben sei niemals das Handeln eines Einzelnen oder einer Gruppe, so der Papst; das Handeln im Namen Christi geschehe nie „Kraft der persönlichen Inspiration, sondern in Einheit mit der Sendung der Kirche und in ihrem Namen“, zitiert Papst Franziskus seinen Vorgänger Paul VI. [Evangelii Nuntiandi, 80]. Es sei eine „absurde Dichotomie“ zu glauben, man könne mit „Christus aber ohne die Kirche leben, Jesus außerhalb der Kirche nachfolgen, Jesus zu Lieben ohne die Kirche zu lieben“. Und weiter: „Nehmt die Verantwortung wahr, die ihr für die Weiterentwicklung eurer Institute habt in der gesunden Lehre der Kirche, in der Liebe zur Kirche und in der kirchlichen Gesinnung.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Dank für den Einsatz</h1>
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<p>Diese drei Hinweise auf das Ordensleben wolle er den versammelten Ordensoberinnen überlassen: Die Zentralität Christi und seiner Botschaft, Autorität als Dienst und das „Fühlen“ in und mit der Mutter Kirche.</p>
<p>Papst Franziskus fügt dem seinen Dank für den Einsatz in zu, der nicht immer einfach sei. „Was wäre die Kirche ohne euch? Es fehlten Mutterschaft, Zuneigung, Zärtlichkeit! Danke!&#8221;</p>
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		<title>Es geht nicht um uns</title>
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		<pubDate>Mon, 06 May 2013 09:34:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pater Hagenkord</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Die deutschsprachige Kirche]]></category>
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		<category><![CDATA[Spiritualität / Geistliches Leben]]></category>
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		<description><![CDATA[„Jeder Christ und jede Gemeinschaft ist in dem Maße missionarisch, in dem sie das Evangelium bringt und lebt und die Liebe Gottes zu allen, besonders zu den Notleidenden bezeugt.“ Ein Satz aus der Predigt von Papst Franziskus am Sonntag. Zunächst &#8230; <a href="http://blog.radiovatikan.de/es-geht-nicht-um-uns/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Jeder Christ und jede Gemeinschaft ist in dem Maße missionarisch, in dem sie das Evangelium bringt und lebt und die Liebe Gottes zu allen, besonders zu den Notleidenden bezeugt.“ Ein Satz aus der <a title="Papstpredigt Bruderschaften" href="„Jeder Christ und jede Gemeinschaft ist in dem Maße missionarisch, in dem sie das Evangelium bringt und lebt und die Liebe Gottes zu allen, besonders zu den Notleidenden bezeugt.“ Ein Satz aus der Predigt von Papst Franziskus am Sonntag. Zunächst mal ein nicht sehr auffälliger Satz, aber er ist bei mir hängen geblieben, weil er über eines der Themen spricht, die uns als Kirch schon lange beschäftigen: Wie heute in der modernen Welt den Glauben verkündigen? Nennen wir es Neuevangelisierung, nennen wir es missionarische Seelsorge, nennen wir es verkündende Kirche: Der klassische Begriff ist „Mission“, also der Auftrag zur Verkündigung. Papst Franziskus benennt ein Maß, an dem wir „missionarisch“ erkennen können. Zuerst klang das in meinen Ohren leicht tautologisch: Es ist blau, weil es blau ist. Ich will das auch gar nicht zu der Weisheit letztem Schluss erklären, aber es weist auf zwei Dinge hin: Erstens geht es nicht ohne Evangelium und zweitens nicht ohne die Notleidenden als Präferenz. Oder umgekehrt formuliert: Es geht nicht um uns selbst. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass wir bei der Frage, ob das Salz noch salzig ist, zu viel in den Spiegel sehen. Wir gründen Institute, stellen Menschen ein, verfassen Papiere, diskutieren Konzepte und betreiben Organisationsentwicklung. Das mag alles schön und gut sein, aber der Satz erinnert mich, dass ich vielleicht ein wenig altmodisch bin. Das Maß der Verkündung einer Gemeinschaft zeigt sich darin, wie wenig sie mit sich selber beschäftigt ist." target="_blank">Predigt von Papst Franziskus am Sonntag</a>.</p>
<p>Zunächst mal ein nicht sehr auffälliger Satz, aber er ist bei mir hängen geblieben, weil er über eines der Themen spricht, die uns als Kirch schon lange beschäftigen: Wie heute in der modernen Welt den Glauben verkündigen? Nennen wir es Neuevangelisierung, nennen wir es missionarische Seelsorge, nennen wir es verkündende Kirche: Der klassische Begriff ist „Mission“, also der Auftrag zur Verkündigung.</p>
<p>Papst Franziskus benennt ein Maß, an dem wir „missionarisch“ erkennen können. Zuerst klang das in meinen Ohren leicht tautologisch: Es ist blau, weil es blau ist. Ich will das auch gar nicht zu der Weisheit letztem Schluss erklären, aber es weist auf zwei Dinge hin: Erstens geht es nicht ohne Evangelium und zweitens nicht ohne die Notleidenden als Präferenz. Oder umgekehrt formuliert: Es geht nicht um uns selbst.</p>
<p>Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass wir bei der Frage, ob das Salz noch salzig ist, zu viel in den Spiegel sehen. Wir gründen Institute, stellen Menschen ein, verfassen Papiere, diskutieren Konzepte und betreiben Organisationsentwicklung. Das mag alles schön und gut sein, aber der Satz erinnert mich, dass ich vielleicht ein wenig altmodisch bin.</p>
<p>Das Maß der Verkündung einer Gemeinschaft zeigt sich darin, wie wenig sie mit sich selber beschäftigt ist.</p>
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		<title>Das neue Pontifikat: Quer</title>
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		<pubDate>Sat, 04 May 2013 06:30:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pater Hagenkord</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit etwas Verspätung, der Teil 3 Papst Franziskus nimmt man alles ab. Fast schon klagend hört sich die Beschreibung an, die im Augenblick unter einigen ,Vaticanisti‘ in den italienischen Zeitungen die Runde macht. Was Benedikt XVI. niemals habe sagen dürfen, &#8230; <a href="http://blog.radiovatikan.de/das-neue-pontifikat-quer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit etwas Verspätung, der<strong> Teil 3</strong></p>
<p>Papst Franziskus nimmt man alles ab. Fast schon klagend hört sich die Beschreibung an, die im Augenblick unter einigen ,Vaticanisti‘ in den italienischen Zeitungen die Runde macht. Was Benedikt XVI. niemals habe sagen dürfen, Franziskus kommt damit durch. Das gilt vielleicht am deutlichsten an einem Punkt, mit dem ich meinen dritten Teil beginnen möchte.</p>
<p><embed type="application/x-shockwave-flash" flashvars="audioUrl=http://blog.radiovatikan.de/wp-content/uploads/2013/05/WIEN-Teufel.mp3" src="http://blog.radiovatikan.de/wp-content/plugins/oembed-html5-audio/3523697345-audio-player.swf" width="400" height="27" quality="best"></embed></p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Der Teufel und der Satan</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein dritter Punkt, den ich nennen möchte, betrifft eine gewisse Fremdheit, die dieser Papst auch hat. Wir meinen, durch die Symbole und die vielen Anekdoten den Papst begreifen zu können, aber dann kommt da etwas, was uns quer liegt, was uns stört. Die Art des Auftritts scheint und vertraut, diese Vertrautheit wird an vielen Stellen verwirrt.</p>
<p>Der Papst spricht vom Teufel. Und zwar mehrfach.</p>
<p>In verschiedenen Diskussionen ist mir eine Denkfigur aufgefallen, die mich immer wieder ärgert aber ohne die wir in Europa kaum auszukommen scheinen: „Wir leben doch im 21. Jahrhundert“. Wir meinen, dass das Reden vom Teufel ein Entwicklungszustand ist, ein Stadium, das wir ach so Aufgeklärten überwunden haben.<span id="more-5900"></span> Dabei merken wir gar nicht, wie herablassend das ist. Denn diese Qualifizierung bedeutet ja, dass wir behaupten, dass die anderen noch nicht so weit sind wie wir. Vergessen wird die nötige Selbstkritik der Zerstörungen, die wir angerichtet haben, vergessen wird, dass wir seit tausend Jahren der Welt unser Weltbild aufdrücken. Und wenn dann die übrige Welt eigene Vorstellungen und Sprachen benutzt, dann wird das abgetan mit „die sind noch nicht soweit“. Sie merken, da werde ich emotional. „Wenn die anderen so aufgeklärt wären wie wir“: Damit formulieren wir einen Standpunkt, der unsere westeuropäisch-bürgerlichen Befindlichkeiten kanonisiert. Wir halten uns für die Spitze des Fortschritts.</p>
<p>Da ist das Sprechen vom Satan natürlich erst einmal störend und die bürgerliche Religion ordnet es ein als „noch nicht aufgeklärt“. Durch diese Einordnung aber verdrängen wir den Inhalt. Wir hören nicht mehr zu, ob es dort in dem Gesagten etwas gibt, was für uns wichtig wäre oder wo der Heilige Geist uns etwas sagen will. Das klingt für die Bürgerlichen so fern, dass sie nicht mehr zuhören wollen.</p>
<p>Wir dürfen aber das Zuhören nicht vergessen. Wir dürfen nicht übersehen, dass bei allen scheinbaren Einverständnissen und Verständlichkeiten der Papst eben auch fremd ist. Dass er sich nicht für zentraleuropäische Bedürfnisse verzwecken lässt und dass wir zuerst einmal zuhören müssen, vielleicht dass wir uns in unserem Kirche-Sein erst einmal stören lassen müssen.</p>
<p>Der Papst lässt sich nicht einfach kategorisieren und verstauen: Benedikt XVI. war gestern, der moderne, direkte, menschliche Papst ist heute. Mindestens das Sprechen vom Teufel &#8211; aber ich bin mir sicher in einigen Tagen und Monaten auch andere Dinge &#8211; zeigen und, dass der Papst doch sehr anders ist, als wir uns das Vorstellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h1>Gestörte bürgerliche Religion</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir müssen unsere Denktraditionen verlassen, um verstehen zu können. Wir dürfen das Gehörte nicht Denkkategorien unterwerfen, weil das jedes Verstehen verhindert oder zumindest beeinträchtigt. Und diese Unterwerfung ist umso verführerischer, als sie im Gewand des Verständnisses daher kommt, scheint uns der Papst doch auf Augenhöhe und so vertraut.</p>
<p>Eine kleine Debatte hier im Blog fällt mir dazu ein: Wenn der Papst den Ortskirchen mehr Selbständigkeit einräumt, sodass man innerhalb der Weltkirche die jeweiligen Kulturen mehr berücksichtigen kann, brauchen wir uns in Mitteleuropa nicht zu fürchten, so ein Kommentar. Meine Antwort: Wie schon Benedikt XVI. uns in unserer Kultur nicht in Ruhe gelassen hat (Stichwort Entweltlichung, Stichwort Gerechtigkeit), so wird uns auch Franziskus nicht in Ruhe lassen. Ich glaube, dass man die Selbstständigkeit der Ortskirchen nicht mit einer neuen Form des innerkirchlichen Relativismus verwechseln darf.</p>
<p>Die Moral von der Geschicht‘: Auch Franziskus wird uns in Frage stellen, sein Sprechen vom Herausgehen aus unser Sicherheit, die vor allem am Anfang seines Pontifikates stand, wird das betonen.</p>
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