Generalaudienz: Was will das Jahr des Glaubens?

An diesem Mittwoch begann Papst Benedikt XVI. während der Generalaudienz mit der Katechese eine neue Reihe: Er will darüber sprechen, was Glaube ist und wie Christen glauben können. Er ordnet die Kirche der Erfahrung Gottes zu, also der Begegnung. Und er spricht davon, dass wir wissen sollten, was wir glauben.

 

Die Katechese des Papstes

Kirche ist dazu da, dass sie uns hilft, Christus zu begegnen und so Gott selbst kennenzulernen. Dabei geht es nicht um die Begegnung mit einer Idee oder mit einem Programm, sondern mit einer lebendigen Person, die uns anrührt und innerlich umwandeln kann.

Gott, der die Liebe ist, der sich in seinem Sohn für uns hingibt, zeigt uns, dass nur in der Liebe die Fülle des Menschseins besteht. Der liebende Gott schafft in uns die geeigneten Bedingungen, daß wir fähig werden, ihm überhaupt zuzuhören, seine Wahrheit als Wahrheit zu erkennen und in uns aufzunehmen.

Die Kirche ist dazu da, diese Wahrheit zu vermitteln, deren Kern im Glaubensbekenntnis zusammengefaßt ist. In unserer Zeit ist der Relativismus die große Mode: von überall nehmen wir uns etwas, was uns gerade gefällt; oder auch der Synkretismus, in dem man vieles zusammenfügt und sich doch nur selber darin spiegelt. Und dabei ist gleichsam eine Art von religiösem Analphabetismus entstanden.

Die eigentlichen Dinge des Christseins und des eigenen Glaubens kennen wir weitgehend nicht mehr. Deswegen ist der Katechismus der Katholischen Kirche, den Papst Johannes Paul II. hat erstellen lassen, eine wichtige Hilfe, um zu wissen, wer wir sind, was wir glauben, und den Glauben auch zu verstehen und so leben zu können. Der Katechismus lehrt uns, zu Gott zurückzukehren und so sein Wirken in der Welt und an uns selber wahrzunehmen. Er, der lebendige Gott, gibt uns Gewißheit, wozu wir da sind, gibt unserem Leben Sinn.

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