Gerechtigkeit, Religionsfreiheit, Entwicklung

Bischofssynode, Tag 9, Mittwoch

In der oft nicht unbedingt Christentums-freundlichen Umwelt verkünden und trotzdem nicht defensiv agieren: Viele Beiträge versuchen sich an diesem Kunststück. Ein Beispiel von diesem Mittwoch: Oswald Gracias, Kardinal und Erzbischof von Bombay.

  1. In der Öffentlichkeit wird die Kirche als rückwärtsgewandt, konservativ, wandlungsunfähig und fern der Menschen dargestellt. Dagegen müsse die Kirche ihren nachhaltigen Weg für menschlichen Fortschritt setzen, für echte Entwicklung, die die menschliche Würde einbezieht.
  2. Die Welt ist unruhig: Der Arabische Frühling zeige, dass es ein Verlangen nach mehr Freiheit und Wandel gebe. Das Evangelium schweige nicht zu diesen Themen, so Gracias. Es gehe um die Würde des Menschen; die Schöpfung sei für alle da, in Gerechtigkeit und Gleichheit. Das seien Antworten für heute, jede Verkündigung müsse diese Dimensionen in den Vordergrund stellen.
  3. Wo Gesetze die Ausübung des Glaubens behinderten, müsse man ganz deutlich für dieses Menschenrecht für alle eintreten. Dies sei kein rein christliches Problem, es betreffe alle Menschen.
  4. Die Einheit der ganzen Kirche: Besonders der Jugend und den Laien müsse mehr Vertrauen entgegen gebracht werden, um die Verkündigung stärken zu können. “Offenheit und Transparenz in der gesamten Kirchenverwaltung wird darüber hinaus das Vertrauen und die Gemeinsamkeit stärken.”

Sicherlich nicht nur für Indien wichtig.

Print Friendly
p5rn7vb
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Glaube und Gerechtigkeit, Glaube und Vernunft, Glaube und Welt, Kirche und Medien, Rom, Vatikan abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.