Man spricht deutsch

Wer in diesen Tagen durch Rom läuft, oder besser noch: am Vatikan herum geht, der hört vor allem eine Sprache. Und zwar nicht Italienisch.

Das Erzbistum Köln ist mit 1.300 Pilgern hier, Münster ist mit seiner Bistumswallfahrt da, Essen auch, und dann sind da auch immer noch die vielen Einzelpilger oder Kleingruppen, die die ausbrechenden Herbstferien nutzen, um zum Heiligen Jahr nach Rom zu kommen.

Herzlich willkommen!

Ministerpräsident Albig und Hamburgs Erzbischof Heße (links) vor großer Kulisse

Ministerpräsident Albig und Hamburgs Erzbischof Heße (links) vor großer Kulisse

Und dann sind da noch die anderen Gäste, so hatte zum Beispiel der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins gestern (Montag) seine Papstaudienz, Botschafterin Annette Schavan hat insgesamt bereits zehn Ministerpräsidenten gezählt, die hier waren, die nächste kommt bald.

Mit den Pilgern kann man sich gar nicht ausführlich unterhalten, die haben ihr Programm und ihre Gruppen, nur gestern Abend habe ich eine kleine Gruppe zufällig auf dem Gianicolo-Hügel getroffen, geleitet von Weihbischof Dominik Schwaderlapp. Aber sonst ist da kaum Begegnung, es sind einfach zu viele.

Bei den Politiker-Treffen ist das anders. Da gibt es dann meistens ein Abendessen oder eine Mittags-Begegnung oder auch einfach nur ein ausführliches Pressegespräch. Und die Eindrücke, die ich da bekomme, sind nie langweilig.

Natürlich wird dabei darüber gesprochen, wie das so war, das Gespräch mit dem Papst. Aber auch über Flüchtlinge, über Umwelt und Schöpfung, über Europa und so weiter. Und meistens erzählen die Gäste dann auch noch weiter über ihre Eindrücke von Papst und Kirche, das ist vor allem von denen interessant, die keine Christen oder die nicht katholisch sind, da bekommt man viel unvoreingenommene Einschätzungen mit.

Wie gesagt, herzlich willkommen, Rom hört sich zur Zeit sehr deutsch an.

 

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4 Kommentare zu Man spricht deutsch

  1. Carmen Fink sagt:

    Ich freue mich auch schon auf meine baldige Reise in die schönste Stadt der Welt Rom. Besonders freue ich mich die kleine Kirche Santa Maria Antiqua im Forum Romanum zu besuchen und das Forum Romanum das ich bisher nur von außen betrachtet habe.

    http://blog.radiovatikan.de/santa-maria-antiqua/

    Danke für ihren tollen Bericht der mich inspiriert hat dort hinzu pilgern.

    Rom ist auch durch Franziskus sehr anziehend für viele geworden, einige meiner Kollegen*innen sind durch ihn das erste mal in Rom gewesen. 🙂

    • Gabriele Luzia sagt:

      Auch zu meinen Reiseplänen kommt dieses Thema gerade passend! Ich freue mich, nach mehreren Jahren am Anfang des kommenden Monats ganz individuell wieder einmal nach Rom zu fahren, und bin dabei, die besonderen Orte und Termine in der Stadt, im Vatikan und im Umfeld zu listen… Kann man eigentlich an einer Morgenmesse in Santa Marta teilnehmen? Und darf man auch mal in die Vatikanischen Gärten? Seit 2013 war ich fast täglich über RV virtuell in Rom! Haben Sie in paar zusätzliche Hinweise für Ihre Anhänger, Herr Pater Hagenkord?
      Und danke für den Tip zu „Santa Maria Antiqua“, Frau Fink!
      Ich bin gespannt, ob es auch zu spontanen Begegnungen und Gesprächen zu den aktuellen Themen kommt, die Pater Hagenkord oben ansprach – leider für mich immer noch nicht auf italienisch möglich, aber vielleicht eben auch in deutscher Sprache in den weiterhin andauernden Herbstferien…

      • Carmen Fink sagt:

        Hallo Gabriele,

        Santa Marta geht leider nicht, du hast die Möglichkeit zur Generalaudienz zu gehen.
        Tickets über das Pilgerzentrum Rom online bestellen oder ein Tag vorher einen Gardisten bitte um ein Ticket Dienstags.
        Am Mi, 02.11.2016 fällt die Generalaudienz aus.

        Vatikanische Gärten über diese Seite online buchen https://biglietteriamusei.vatican.va/musei/tickets/do?weblang=en&do

        Viel Spaß in Rom

        • Gabriele Luzia sagt:

          Dankeschön, Frau Fink! Das waren viele wichtige Hinweise für mich!
          Die Mitteilung, dass die Generalaudienz am 02.11. entfällt, macht mich erstmal traurig, natürlich wollte ich sehr gern Papst Franziskus einmal ohne ein Medium erleben. Klar, er wird ja in Lund sein …

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