„Mehr auf das Volk Gottes hören“

Die deutschsprachige Perspektive bei der Synode setzt sich fort: Am Montag hatten Erzbischof Zollitsch und Bischof Bode über die Säkularisierung bzw. über die Notwendigkeit der verstärkten Einbeziehung von Ehrenamtlichen und Laien in die Verantwortung gesprochen. An diesem Dienstag zog der Baseler Bischof Felix Gmür diese Linie weiter: „Wir müssen mehr auf das Volk Gottes hören“, und das betreffe auch die lokale Kirche und deren Leitung. Auch wenn das strukturell nicht einfach zu lösen sei und es hier nicht um Lückenbüßer gehen könne – so habe ich den Bischofs verstanden – könne man dieses Problem nicht übersehen.

Bischof Tebartz-van Elst von Limburg sprach in einem Pausengespräch vom „passageren Christentum“, also von wandernden Christenmenschen, die vor allem in Städten lebten und nicht in einer Gemeinde heimisch würden. Auch dieses Phänomen sei Teil der Kirche heute und brauche die Aufmerksamkeit und die notwendige Pastoral.

Frère Alois aus Taizé fügte mir gegenüber im Interview hinzu, dass bei den Jugendlichen die Verkündigung nur noch ökumenisch gehe. Taufe und Wort Gottes habe man schon gemeinsam, die Gemeinschaft der Konfessionen sei schon real, wenn auch noch nicht vollständig erreicht. Deswegen sei das Gemeinsame des Christlichen der Ausgangspunkt für jede Glaubensweitergabe.

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9 Antworten auf „Mehr auf das Volk Gottes hören“

  1. H.Sattel sagt:

    Wenn die Kirche von “Suchenden” spricht, gehört da nicht auch “Wanderschaft” dazu: und nicht nur innerhalb der römischen Gemeinde, weil es ja bei der Suche um das “Finden” GOTTES geht? Wie verstehen die Synodalen also das “Suchen”?

  2. Teresa_von_A. sagt:

    zum suchen gehört wandern, vor und zurück,im kreis laufen,sich verirren, try and error. vergeblich und erfolgreich. eine sehnsucht und ein geträumtes ziel. jeder mensch sucht. wenn er nicht mehr sucht..nein..ich denke,, das gibt es nicht.

    • H.Sattel sagt:

      …und vielleicht sollte man wirklich einmal auf die Jugend hören…, darin diese ja offenkundig nicht nur der Meinung ist, sondern fest daran glaubt, dass Verkündigung nur noch ökumenisch gehe. Sicher, das mag vielleicht nicht so ganz in das römisch-katholische Bild passen, aber es ist die Meinung und der Glaube vieler, die sich jedenfalls auch mit dem WORT GOTTES auseinandersetzen….. Der große Zulauf nach Taizè spricht daher eine eigene, aber ebenso deutliche Sprache, die nicht zu überhören ist und auch nicht überhört werden darf. Freré Roger Schütz ist für diesen Glauben der Jugendlichen gestorben.

      • Teresa_von_A. sagt:

        H.Sattel, Frere Roger ist wohl eher durch die Hand eines psychisch kranken Menschen gestorben.

        • H.Sattel sagt:

          In, mit und durch alles geht der Plan Gottes in Erfüllung. Und wie Sie es selber in einem ihrer Beiträge schrieben: mit und/ oder ohne unserem Einverständnis, bzw. Verstehen.

          • Teresa_von_A. sagt:

            habe ich nie gesagt, h.sattel. was macht gott im menschenleben ohne einverständnis? in meinem hat er nie was ohne einverständnis gemacht. die bösen mächte fragen nicht. die sind aufdringlich. gott nie.

        • H.Sattel sagt:

          …Teresa, da haben Sie wohl recht, a b e r was hätten Sie gesagt, wenn der Papst von einem psychisch Kranken dieses “Schicksal” erleiden hätte müssen? Wären Sie der gleichen Meinung? Oder ist es für Sie etwas anderes, wenn ein Nicht-römischer-Katholik für den Glauben an JESUS Christus den Tod erleidet – gleich durch wen, bzw. gleich durch welche Umstände?…

          • Teresa_von_A. sagt:

            h.sattel, sie müsen schon richtig lesen, was die leut posten. man kann nicht jedesmal einen roman schreiben, damit all ihre vorurteile im voraus den wind aus den segeln genommen bekommen.dieses attentat auf frere roger erinnert mich ein wenig an das auf john lennon, der täter wollte ihn für sich alleine.die kranke psyche hat andere gesetze.

  3. Lichter sagt:

    Also – bei allem Respekt: Bei Bischof Tebartz-van Elst von Limburg hab ich nun doch meine Probleme. Das, was er teilweise in seinem Bistum getan hat, entspricht nicht unbedingt einem Bischof, wie es das “Bodenpersonal” erwartet. Kein Einzelfall: Demut ist ein Zeichen von Größe ! Und diese muss ein Bischof haben. Da habe ich die allergrößte Hochachtung vor Kardinal Woelki ! Solche Vorbilder brauchen wir – mehr denn je !
    Das passt zwar nicht unbedingt zum Thema hier, aber: Mancher sollte sich wirklich Gedanken machen, warum es in seinem Bistum so oder so ….

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