Netzkultur, fehlende

Als mich gestern ein Kollege anrief und mir sagte, dass die Website des Vatikan nicht aufrufbar sei, habe ich zuerst das Übliche gedacht: Schon wieder diese Technik! Wurde dann aber eines besseren belehrt: Anonymous Italia hatte protestieren wollen und deswegen – nach eigenen Angaben – die Seite vatican.va lahm gelegt.

Warum? Gute Frage. Das wird nicht ganz klar. Der Blog der Hacker gibt Gründe an, aber die sind doch eher verwirrt. Es geht um die Gebote, die Liturgie, um Sklaverei, die Nazis, Missbrauch und um Wissenschaft. Irgendwie also um überhaupt alles. Es sei mir erlaubt, ein wenig gelangweilt zu sein.

Man habe das als „Antwort auf die Lehre, die Liturgie und auf die absurden und anachronistischen Gebote“ getan. Die Kirche habe Bücher verbrannt, Gegner und Kritiker genauso, die Kirche habe universell gültige und  plausible Ideen abgelehnt, und die Kirche habe den Eingang ins Paradies durch den Verkauf von Ablässen versilbert. „Ihr seid verantwortlich für die Versklavung ganzer Bevölkerungen … und in jüngerer Zeit habt ihr eine wichtige Rolle bei der Hilfe für die Kriminellen im Nazi-Krieg gespielt, denen ihr die Flucht in andere Länder ermöglicht habt ..“ Dann kommt noch der Missbrauch dazu und so weiter.

Von einem Philosophie-Prof habe ich einmal gelernt, dass wer alles sagen will, nichts sagt. So hört sich Anonymous an. „Wir sind irgendwie gegen alles und so“.

A sagt, die Kirche sei ein „Relikt vergangener Zeiten.“ Das mag man so sehen und man mag das diskutieren. Aber bitte nicht in diesem pubertären Gehabe.

Wer gegen Kirche oder Glauben ist, der darf das sein. Er darf sich aber auch informieren – und es sei gesagt: die meisten sind gut informiert. Es ist aber pures Gehabe, Quellen dieser Information, und genau das und nichts anderes ist vatican.va, zu blockieren.

Ihr seid ganz große Helden! Bravo! Darf ich jetzt bitte weiter arbeiten?

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45 Antworten auf Netzkultur, fehlende

  1. AnnaSethne sagt:

    Unter dem Deckmäntelchen der Kultur wird im Museum am Dom in Würzburg wiedereinmal Blasphemie pur ausgestellt!
    Kann man als einfacher Katholik denn gar nichts dagegen machen?
    Was meinen andere dazu?
    wer sich kritischäußert,bekommt von dem unverschämten Kunstreferenten der Diözese gesagt,er habe eine verkehrte Einstellung zur Sexualität!Eine verkehrte Einstellung zur Sexualität haben wohl eher einige Priester der Diözese Würzburg(gehabt).es hat auch hier viele Missbrauchsfälle an Kindern gegeben.In der welt-online steht sehr gut dazu:
    Nackt-Abendmahl in Kirchen-Museum nervt Besucher

  2. Johannes sagt:

    Zum Artikel:Es ist natürlich abzulehnen als Hacker auf kriminelle Weise sich Gehör verschaffen zu wollen.Aber kann man es nicht auch als Hilferuf verstehen?Da hat jemand nicht gewußt,an wen er sich wenden soll?Gelangweilt abtun,sollte man es als Priester jedenfalls nicht!Es fehlt halt eine vatikanische Adresse im Netz,wo man mal Luft ablassen könnte!

    Zu AnnaSethne:Meinen Sie,irgendjemanden interessiert das,ob da nackte Menschen um den Abendmahlstisch stehen?Früher wurden von Rom aus Bücher,die glaubensgefährdend sein könnten, auf den Index gesetzt.Heute ist das Gegenteil der Fall.Kirchliche Mitarbeiter konfrontieren einen selbst mit glaubensgefährdenden Sachen.Und der Bischof schaut gelangweilt zu.Blasphemie wird geduldet.Man möchte sich ja nicht als ungebildeter Kunstbanause bezeichnen lassen.Die weltliche Geltung und pseudointellektuelle Selbstdarstellung im Netz ist vielen wichtiger!
    Die Zeit der gut katholischen Denker und gebildeten echten Künstler ist
    vorbei!
    Es gibt zu ihrer Abendmahlsgeschichte einen einzigen Blog im Netz,der es prima aufgreift: charismatismus.wordpress.com/…/das-bistums-museum-in-wurzburg-…
    vor 3 Tagen – Dom-Museum in Würzburg verhöhnt das Abendmahl Christi … Unter dem aufschlußreichen Titel „Nackt-Abendmahl in Kirchen-Museum nervt …

    • Pater Hagenkord sagt:

      Sie haben Recht, es kann ein Hilferuf sein. Aber das Ganze nur pädagogisch zu sehen, wäre doch auch herablassend, oder? Außerdem: Wer um Hilfe ruft, sollte das nicht anonym tun. Das entzieht sich jeder Kommunikation.

  3. Johannes sagt:

    Da haben Sie auch irgendwo recht.Die Grenzziehung zur Kriminalität im Netz muss gewahrt bleiben.
    Doch sieht man nicht jetzt auch bei dieser Geschichte vom nackten Abendmahl,das da bei vielen Leuten echte Not ist?Können Sie als Vatikanmensch da nicht mal Radio Vatikan Mitarbeitern einen Wink geben?
    Sicher ein interessanter Fall.Ein kritischer Bericht von Radio Vatikan,dass es nicht im Sinne BenediktXVI.ist,nackte Leute um den Tisch des Herrn zu gruppieren,würde den Bischof von Würzburg möglicherweise bewegen,das Bild abhängen zu lassen?

  4. ROSARIO sagt:

    Ein Hackerangrif ist zu verurteilen, wer anonym aus der Hüfte schießt ist feige!! Aber darf man so arrogant dieses Sache abtun, wie Pater Hagenkord es tut?? Ich verstehe, wenn man der Societas Jesu angehört ist es etwas besonders, die SJ. war schon immer etwas besonderes im Gegensatz zu anderen christlichen Ordensgemeinschaften, mit ganz berühmten Namen und hervorragenden Theologen, aber bitte nicht diese Arroganz!Leider wird von den Hackern Tatsachen angeführt die man in jedem Gymnasium im Geschichtsunterricht vermittelt bekommt, auch diverse Fachbücher geben hierüber Auskunft, heute sind die Menschen viel aufgeklärter, gebildeter und können so die Sachen berurteilen! Aber leider fehlt auch hier wieder,gerade von der Kath.Kirche, Eingeständnis, Offenheit und Reue über die in ihrer Kirchengeschichte stattgefundenen Ereignisse. Und nun ein Vorschlag für den Blog.Wie wäre es den, wenn Pater Hagenkord zu je d e m stattgefunden Krichenereignis die Möglichkeit schaffen würde, Meinungen im Blog zu veröffentlichen?? Ich glaube dies würde dem Blog gut tun, die Gemüter kühlen und Frustrationen zumindest den Wind aus den Segeln nehmen!

    • Pater Hagenkord sagt:

      Dazu braucht es keinen Blog, dazu gibt es Geschichtswissenschaftler und Bibliotheken. Genau das ist es doch: Meinung soll Wissen ersetzen, auch bei Ihnen. Es geht nicht um Meinung, es geht um Erkenntnis und Wissen und Studium und Tatsachen, soweit sie denn feststellbar sind. Nicht um Meinung. Und wenn Sie einen Blog möchten habe ich einen Rat für Sie: Machen Sie einen!
      Und was das arrogante Abtun angeht: Da sind Sie auch ein Spezialist. Das Besondere der SJ erklärt die Arroganz des Pater H. Auch Ihnen fehlt ein wenig die Netzkultur.

  5. A.Wachsmann sagt:

    Sachliche Auseinandersetzung in Blogs ist sicher nicht die leichteste Übung.Ich weiß es. :-). Ich habe den Eindruck, der Vatikan mit all seinen Mannen (Frauen sind da auch bei, ich weiß) läuft wieder Gefahr, so schnell zu vergessen. Man ist in nullkommanichts bei der frommen Tagesordnung.Und den Sünden der anderen. Was mich persönlich nicht stört, ich wohne in einer Großstadt mit sehr netten Jesuiten..nicht alle SJ sind arrogant.Ich kenne zahlreiche und keiner davon ist arrogant. Ich kann mich mit Rom-Kurie nicht mehr befassen. Bin froh, wenn das nahe Gemeindeleben in unserer Diaspora funktionert..Rosario..P.Hagenkord ist nicht arrogant..das liest sich anders.;-)Empört ist er als direkt Betroffener.Wir hier aus der Ferne können uns amüsieren oder nicht, je nach Bosheitsgrad.;-)

  6. AnnaSethne sagt:

    Es sind doch nackte Tatsachen im Museum am Dom(welches von der Diözese Würzburg geleitet wird!),nicht nur Meinungen.Auch nicht subjektive Meinungen,sondern feststehende Regeln für uns Katholiken sind die 10 Gebote.Unkeuschheit gehört zum 6.Gebot.Der Leiter des Museums(ein Priester und Kunstreferent) verstößt gegen die Gebote durch Ausstellung dieses Bildes(vor einigen Jahren hatte er einen nackten Jesus am Kreuz ausgestellt…),das z.b.einen nackten,alten Mann unter dem Abendmahlstisch zeigt,nackte Kinder usw.Es geht um die Kombination mit der Abendmahlsszene….Das ist doch Blasphemie,Gotteslästerng!
    Frage an den Pater H.:Kann ich als Katholikin etwas unternehmen,wenn mein Enkelkind mit seiner Schulklasse dort eine Führung mitmachen muss?Ist dies nicht Missbrauch an den Kinderseelen?
    An wen kann ich mich wenden,um grundsätzlich mitzuhelfen, dieses blasphemische Treiben des Kunstreferenten der Diözese zu unterbinden?
    Würde Papst BenediktXVI.so etwas gutheißen?Gibt es im Vatikan eine Instanz,die für solche Fälle zuständig ist und die man anschreiben kann?Wenn ja,bitte ich um die Adresse!Danke
    Und letztendlich:Wie eröffnet man einen eigenen Blog?

    • Pater Hagenkord sagt:

      Die Lästerung liegt eher im Auge des Betrachters. Ich bin kein Kunstexperte, genauso wenig möchte ich über etwas urteilen, was ich selber nicht gesehen habe. Ich mag Kunst. Kunst ist manchmal verstörend. Nacktheit allein ist noch kein Grund für einen Blasphemievorwurf, auch nicht für den Vorwurf der Unkeuschheit. Ich respektiere, wenn Sie das anders sehen, so wie Sie schreiben, haben Sie das Bild mit der Projektion selber schon gesehen.
      Mein Rat kann nur sein: diskutieren sie mit. Mischen Sie sich ein. Schreiben Sie dem Museumsleiter. Die schlechteste alles Lösungen wäre, nach der Autorität zu rufen. Kunst ist dazu da, uns mit den großen Fragen zu konfrontieren, unter anderem. Diese Konfrontation sollten wir nicht verbieten wollen.

      • Maletzka sagt:

        Trotz des klugen Satzes “Fasten bedeutet, sein Fleisch zu kontrollieren, sich vor Gott zu demütigen” den ich mal gelesen habe, und den ich ja auch bestätige, kann ich hier nicht schweigen :) Am Rande “Schweigen ist nur dann berechtigt, wenn einer eine Verantwortung für die Worte trägt” – hat auch ein Weise gesagt :)

        “Die Lästerung liegt eher im Auge des Betrachters”, ja das stimmt, lieber P. Hagenkord, aber…. Ist das nicht die Substanz des Glaubens?

        Was sagt uns die Bibel, unsere Religion dazu? im Brief an die Römer, Kapitel 14 lese ich
        “Daher wollen wir uns nicht mehr gegenseitig richten. Achtet vielmehr darauf, dem Bruder keinen Anstoß zu geben und ihn nicht zu Fall zu bringen.
        Röm 14,14 Auf Jesus, unseren Herrn, gründet sich meine feste Überzeugung, dass an sich nichts unrein ist; unrein ist es nur für den, der es als unrein betrachtet.
        Röm 14,15 Wenn wegen einer Speise, die du isst, dein Bruder verwirrt und betrübt wird, dann handelst du nicht mehr nach dem Gebot der Liebe. Richte durch deine Speise nicht den zugrunde, für den Christus gestorben ist.”

        Die Wahrheit kann nur gesucht, aber nicht erzwungen werden. Jemanden kannst du nur helfen, wenn du ihm ein Anstoß zu “Gutem” gibst. So was Ähnliches hat hl. Augustinus gesagt.

        Um solche Provokationen sich zu leisten, müsste die Kirche global alles, was sie falsch in der Vergangenheit gepredigt hat, berichtigen. Dann kann der Gläubige langsam “wachsen” und solche Bilder korrekt verarbeiten.

        Aktuell auf diese Weise zu agieren, auch wenn dies nur Kunst ist, verwirrt man die “Schwachen” im Glauben und kann sie zum Fall bringen.

        • A.Wachsmann sagt:

          liebe anna,guten tag, die schwachen verwirren..christus hat verwirrt..alle sind schwach, die sich verwirren lassen. so sehe ich das. ohne verwirrung kein fortschritt. den einen ist christus ein ärgernis, den anderen heil..bei künstlern sehe ich das problem, dass sie oft sich einen spaß draus zu machen scheinen, das volk zu verwirren, was auch damit zusammenhängt, dass maler, bühnenkünstler, schauspieler..oft sprachlos sind. am liebsten ist mir der künstler, der erklärt, was er tut. nicht im voraus, sondern im dialog.man muss zeit investieren..nichts ist im vorübergehen begreifbar. nichts.der mensch hat einen verstand bekommen von gott, gefühle. beides muss man benutzen als talent. friedhofsruhe ist nicht angesagt.

        • Petra Krafft sagt:

          Das in der Kirche in der Vergangenheit so manches falsch gelaufen ist und berichtigt werden sollte, müsste, oder wie auch immer, ist klar. Aber falsch gepredigt wurde nicht nur in der Vergangenheit, ich denk in jeder, zu jeder Zeit wurde so gepredigt, bis heute. Wie jeder einzelne glaubt liegt denke ich im ermessen jedes einzelnen selber.

          • Anna Maletzka sagt:

            Liebe Petra, schoen, dass Sie solche Predigen nicht erfahren. Das Gläubige die Keuschheit, und Blasphemie so verstehen, kommt nicht von “Nichts”. Auch wenn, niemand da war, der diese Auffassung berichtigt hatte, besagt dasselbe. Denn manchen Satz kann man nicht eindeutig verstehen. Das sehen Sie doch hier, wo wir uns artikulieren und jeder von uns was anders meint und manchmal den anderen ganz verkehrt versteht :(

        • KRP sagt:

          Liebe Fr. Maletzka, Ich empfehle Ihnen den Artikel oben nochmal genau zu lesen… denn wie sie selber schreiben:”wo wir uns artikulieren und jeder von uns was anders meint und manchmal den anderen ganz verkehrt versteht”. So haben Sie auch denn obigen Artikel falsch gelesen, da steht nämlich: “nicht n u r in der Vergangenheit sondern zu jeder Zeit wurde so gepredigt”.

        • A.Wachsmann sagt:

          also die kirche muss erstmal wieder eine riesenmenge an vorleistungen erbringen? damit sie das und das..und dann kommen die schwachen..und was kommt dann?die abstimmung, ob kirche nun darf?

    • A.Wachsmann sagt:

      @anna sethne.erstmal müßten sie nachweisen, dass es blasphemisches treiben ist.dürfte ein etwas längerer weg sein. dann die demokratie abschaffen, die es auch bei kirchens katholisch gibt. dann dem papst zugestehen, dass er sich nicht in alles einmischen will..und muss.wenn sie satz eins in die tat umgesetzt haben, könnte der rest hinfällig sein.

  7. A.Wachsmann sagt:

    Kunst als Joint ist mal wieder gefragt, wie ich sehe.In Berlin gibt es ein Bühnenstück, über das sich der Kardinal negativ geäussert hat, ohne es zu kennen, da war er dann spontan.Wurde gefragt…die Blasphemie liegt im Auge des Betrachters.Ein sehr schöner Satz, Herr P. Hagenkord. Je unwissender, desto aufgeregter, stelle ich immer wieder fest.Im AT steht so manches, worüber man sich aufregen kann. In der Bibel steht, sie teilten seine Kleider unter sich und das spricht eine sehr deutliche Sprache. Wie wäre es, sich mit dem Künstler auseinanderzusetzen ,als sich mal wieder aufzuregen und im voraus zu wissen, was der Künstler will?Kunst provoziert, Künstler sind meist Vordenker auf ihre Art. Sich Zeit nehmen, die Bilder ansehen..mit Pausen dazwischen..ich kann nur hoffen, dass Kinder lernen, auf die Art an Kunst heranzugehen..ein romantisches Abendmahl ist Lüge. Jesus wußte von seinem Leiden, ein Teil der Jünger hat ihn verraten. Ein anderer Teil sich durch die Olbergszene geschlafen..der Kreuzweg ist auch Blasphemie. Irgendwie muss man den beschaulichen Betrachter doch mal aufmerksam machen, dass Abendmahl nicht nur schön war. Eigentlich überhaupt nicht schön, denn kapiert hat niemand was.Ölberg gehört dazu, Palmsonntag mit dem berauschenden und wenig haltbarren Jubel. Der ganze Weg nach Golgatha.Mein Gott, warum hast du mich verlassen….Die Auferstehung.Die zähflüssig begriffen wurde..Und Weihnachten. Es wird allerhöchste Zeit, dass diese Dinge nicht einzeln und romantisch gesehen werden..da wird möglicherweise nicht Gott gelästert, das machen die “Frommen” alleine, da soll hingewiesen werden.Die Hintergründe, die hässlichen, gezeigt werden..Wer sich mit Theologie auskennt, hat es nicht nötig, zu kreischen, sondern kann argumentieren. Das Bühnenstück in Berlin zeigt einen Christuskopf, der zusieht,wie Menschen leiden..muss man sich da aufregen, oder könnte man argumentieren?Nachdem man verstanden hat?

  8. A.Wachsmann sagt:

    …liegt in der verantwortung des einzelnen ,im austausch mit der gruppe, was glaube ist. rücksicht aufeinander..aber nicht stagnation, weil ein bestimmter teil sich weigert, fortzuschreiten.nochmal das thema künstler: wer sich mit künstlern auskennt, dazu zähle ich mich nach jahrelanger erfahrung..der weiß, dass künstler besonders gut sehen und hören.besonders deutlich empfinden.ebenso sollte sich der betrachter mühe geben, zu verstehen.zu sehen, zu hören.zu empfinden.

  9. Tilda sagt:

    Aber hallo, ich nenne mich Künstler und schon habe ich Narrenfreiheit?
    Über Geschmack kann man streiten, hier wird aber über Nacktheit Aufmerksamkeit
    erreicht. Und Würzburg macht dieses Spiel mit.Papst
    Benedikt hat einmal gesagt: als die Kunst den Bezug zum Glauben verloren hat- ging auch ihre Schönheit verloren.
    Als Beispiel: Die Madonna von Rafael – einige Bilder und Altargestaltungen in modernen Kirchen, die grauselig anzusehen sind, wie mein Enkelkind bemerkte.

  10. A.Wachsmann sagt:

    nein, tilda. die leute auf den ausstellungen nennen sich nicht künstler, sie sind künstler.künstler rütteln auf. dem enkelkind sei gesagt: das leben ist auch oft gruselig und wird durch übermalen nicht schöner. erinnert mich an eine kurzgeschichte von huxley: schminke. da hat die herrin versucht, die krankeheit ihrer magd durch schminke zu übertünchen. die kreuzigung hat nichts heiles an sich und das abendmahl auch nicht. sogar der wandlungstext heißt: am abend vor seinem leiden..wenn man die grauenvollen dinge nur mit übertünchen erträgt, theologisch übrhöht..der arme jesus..da sind sie ganz anthroposophisch, tilda. die anthroposophen sind vor gericht, weil kruzifixe grausam sind. die haben nur den auferstandenen in ihren kirchen hängen..aber jesus ist mensch geworden mit allem..verraten, verkauft, gepeinigt,einsam, ermordet.wie wollen sie d a s denn anders als realistisch darstellen?wenn es wirken soll.man hängt sich das abendmahl von da vinci übern tisch und romantisch is?oder ein kreuz ohne korpus?

    • Anna Maletzka sagt:

      Unter dem link 
      charismatismus.wordpress.com/…/das-bistums-museum-in-wurzburg-…
      habe ich sehr weise Meinung gefunden:
      “”Der “Künstler” hat sich auf läppische Weise bei Salvador Dali bedient. Der allerdings hat gewusst, was der Thematik angemessen ist und was nicht. Da liegt der Unterschied!“”

      Die Meinung könnte ich fast selbst haben, nachdem ich die Artikel und widersprüchlichen Erklärungen der Würzburger-Diözese gelesen habe. Die Meinung kann man dem klugen Satz von George Canning gleichsetzen:
      “Die ganze Kunst des Redens besteht darin, zu wissen, was man nicht sagen darf.”

      …und liebe Annemarie, so sehr wie ich manchmal Ihre Gedanken teile und schätze, macht mich Ihr “Verneinen” der Meinung der anderen traurig. Manchmal klingt mancher Satz von Ihnen sogar zynisch. Erinnert mich das ganze ein wenig an ein Bild in Polen während meiner Projektarbeit dort vor 5 Jahren. Eine Mutter mit zwei Kinder erklärt dem älteren Sohn “warum musst du immer zu deiner Schwester nein sagen? Du hast gerade mir gegenüber dasselbe behauptet! Denke nach und formuliere das anders!”

      • A.Wachsmann sagt:

        mein lieber mann, anna maletzka. nun kommen sie nicht mehr mit der theologin, die dies und jenes nicht darf, weil s i e sonst sich so und so fühlen, nun zitieren sie mich selber mit dem wort zynisch. ich bin aber hier nicht zynisch, ich vertrete eine these, die nicht auf meinem mist gewachsen ist,sondern auf künstler..und theologen..mist. nein künstler- und theologenweisheit.

      • A.Wachsmann sagt:

        anna, wenn sie dann meiner meinung sind,wenn ich ihrem bild von..entspreche, ist unwichtig, ob ich zynisch oder andere verneinend bin? ja, das ist es.hier in diesem blog fehlen regelmäßig die gemeinsamen diskussionsgrundlagen. d a s ist das problem.sobald sich theologen äussern, bekommen sie wer weiß was angehängt.was mir auch auffällt, bei rein religiös-frommen themen wie der gebetsschule des papstes ist ebbe..warum nur?

      • A.Wachsmann sagt:

        das ist eine b e h a u p t u n g, die erst verifiziert werden muss, anna. sie haben versäumt zu sagen, dass sie diese meinung weise f i n d e n.sie haben von einem istzustand gesprochen.und verneinen damit die meinungen anderer hier. wer hat hier im blog genug ahnung von dali?dass die erklärungen der würzburger widersprüchlich sind, müßten sie auch beweisen durch zitate und quellenagaben.liebe anna.sie reihen zitat an zitat nebeneinander und..verneinen..unsere meinung, die anders ist. geben sich autorität mit zitaten. aber dazu bedarf es einer ganzen menge mehr..als nur zitate aneinanderreihen..die auch nur verneinen.nichts beweisen.was die polnische mutter sagt, könnten sie mir erklären?

  11. KRP sagt:

    Ich kann nicht verstehen was an diesem Bild in Würzburg so schlimm sein soll, ist es nicht so wenn man diese Menschen auf dem Bild ansieht wie im Leben. Es zeigt Menschen des realen Lebens und alle sind eingeladen am Tisch Platz zunehmen.Anbei der Link mit dem Bild.
    http://www.welt.de/regionales/muenchen/article13904029/Nackt-Abendmahl-in-Kirchen-Museum-nervt-Besucher.html

    • Anna Maletzka sagt:

      …können Sie nicht verstehen, dass andere diese Betrachtung nicht teilen? Dass andere sich in ihren Gefühlen verletzt fühlen?  Die Kunst muss nicht unbedingt erklärt werden. Die Aufgabe der Kunst ist die Leute zu bewegen. Und wenn manche von den Betrachter, diese   Assoziationen haben, dann haben sie auch Recht dazu. Es müsste m.E. so eine Erklärung, wie die Ihre aus der Diözese kommen. Wird damit auch nicht getan, denn der Glaube ist sehr “sensible”,  und wir sind noch nicht “vollkommen”:)

      • KRP sagt:

        Und wo verletzen Sie die Gefühle anderer?

        • Anna Maletzka sagt:

          Habe ich das getan? Dann entschuldige ich mich dafuer. War aber nicht meine Absicht, aber wenn Sie dies so einlesen, dann muss ich in Zukunft darauf achten ;)

          • A.Wachsmann sagt:

            ja, anna, ich fühle mich von ihnen non stop traktiert mit vorstellungen, die kirche und theologen die luft wegnehmen.eine riesenliste von geboten, die wir als kirche und als theologen zu erfüllen haben ihrer meinung nach.bevor wir den mund aufmachen dürfen.wenn wir ihn aufmachen, dann so, dass ihre persönlichen bedürfnisse zum mittelpunkt des universums werden.hinter jedem angriff ein smily macht den angriff nicht einfacher, sondern hindert die angegriffenen noch, sich zu wehren.

          • Anna Maletzka sagt:

            Wenn ich zum Arzt gehe, dann brauche ich seine Hilfe. Er sollte mich mit seinem Fachwissen heilen. Nicht meine Krankheit blühen lassen, ignorieren oder mein Zustand verschlechtern.

            Ansonsten unterstreiche ich noch einmal den bereits zitierten Satz Otto Neubauer   “Das Heil liegt nicht darin, dass es einen Kirchturm und einen Pfarrer gibt.”  Allen wünsche ich schöne, gesegnete Ostertage :)

        • A.Wachsmann sagt:

          assoziationen sind die erste reaktion, die dann durch denken und auseinandersetzung ersetzt werden sollten…das problem ist, dass medien einem alles unbedacht vor ie nase setzen., wer früher in ausstellungen ging, hat sich nicht auf subjektives empfinden reduziert.

      • A.Wachsmann sagt:

        anna maletzka..und wenn andere betrachter sich lange mit diesen bildern befassen und den künstler fragen..kunst muss nicht erklärt werden? verstehe ich nicht..dann sind die anderen was? meine gefühle werden verletzt, wenn kunst a b g e t a n wird.meine gefühle werden verletzt, wenn meine andere meinung, die aus langer betrachtung und fachwissen besteht, als ewige verneinung abgetan wird von jemandem, der seine eigenen fehler immer rechtfertigen kann mit vergangenen erlebnissen und andere mit macht anprangert.ich rede über den künstler..über bibel..mein fachgebiet. nicht meine laune.

    • Anna Maletzka sagt:

      … und noch ein Gedanke. Einerseits hoert man in der Kirche „Wenn du es verstehst, ist es nicht Gott.“
      …und andererseits sollte der Platz Christ von dem Betrachters (siehe der leere Platz und den Projektor) genommen werden. Ist das kein Widerspruch?

      • A.Wachsmann sagt:

        was wollen sie damit sagen?anna maletzka? gehört das nicht in eine andere sparte?wenn man es versteht, ist es nicht gott? ich verstehe leider nullkommanichts.

    • A.Wachsmann sagt:

      KRP, möglicherweise ist hier mal wieder das am werk, was heute von einem jesuiten wunderbar in einer predigt angesprochen wurde. der drang, alles dunkle aus dem neuen testament hinauszubefördern und zu überhöhen… was ich dazu sage:man gönnt sich ja sonst nichts, oder man erträgt es nicht.auf die art muss man dann als christ immer wieder mit dem hammer erinnert werden an jesu hinrichtung.oder dass jesus auch mal unheilig zornig war.oder geweint hat.oder die nase voll hatte.angst hatte.wer was anderes sagt, weil er oder sie der meinung ist, wir haben nicht nur dogmen vom heiligen vater, sondern dürfen auch mal selber denken und meinen..irrt sich. wird als zynisch und traurigmachend mit einer ganzen litanei von vergleichen bedacht.aber mit diesem kunst- und bibelverständnis bin ich nicht alleine, anna maletzka..beim thema verneinen von anderen meinungen laufen sie mir den rang ab.

    • Johannes sagt:

      Also wenn es bei Ihnen normal,real,also vorkommend ist,dass ein alter,nackter,möglicherweise toter Mann unter dem Esstisch liegt, halbnackte Frauen drumherum,dann erübrigt sich jede weitere Diskussion!In meiner Familie sitzt man gesittet um den Tisch!
      Ferner ist der Punkt mit der Videoprojektion,den einige nennen,bedenkenswert.Hier wird es theologisch kriminell!Der Besucher wird in ein blasphemisches Abendmahlsgeschehen hineinprojeziert,sobald er sich dem Bild,der Bank davor nähert!Er kann gar nicht anders!Sehr bedenklich!Gott sei Dank ist noch kein Schild dabei:”Bitte entkleiden!Oder sind Sie verklemmt?Nehmen Sie doch teil am realen Leben!”
      Kirche muss die Menschen dort abholen,wo sie stehen,sitzen,so wie sich Jesus Christus seine Leute u.a.am See Genezareth “eingefangen”hat.Doch in diesem Szenario geht es doch um etwas anderes.Da wird bewusst auf das Abendmahl angespielt,auch wenn man es nun (verlogen)leugnet und nur noch vom Fest des Lebens spricht!Darin liegt die Blasphemie.Deshalb ist dieses Bild in einem kirchlichen Museum abzulehen!Unser Kardinal Woelki hat sich kritisch zu dem Theaterstück in Berlin geäußert,wo ein Jesusbild mit Kot beschmiert wird.Es wäre schön,wenn so ein Wort auch hier gesprochen würde!

      • KRP sagt:

        Wer darf denn am Tisch platz nehmen nur die frommen und sind nicht alle geladen die Nackten, die Kranken, die Schwachen, die ausgestoßenen, die Bettler, wenn zeigt den das Bild es zeigt Menschen. Und Kinder müssen nicht in ein Museum gehen um mit Gewalt, Nacktheit, Prostitution, Krieg und Terror in Kontakt zu kommen.
        Massaker gibt es überall. und ist es richtig das Christen den Koran verbrennen und damit vielleicht auch wieder Gewalt auslösen? Hat das Christus gewollt, ich glaube nicht. Christus hat alle eingeladen. Kommt her alle die ihr mühselig und beladen seid.

        • A.Wachsmann sagt:

          steht alles in der bibel.von den zaungästen. die bekommen dann ein schönes gewand, was nicht jeder verträgt..ich kenne einen priester, der hat eine vorliebe für sogenannte dunkle texte in der bibel..so ist das leben..nix bibel als beruhigungsmittel. jesus ist mensch geworden..mit allem. mit trauer, weinen, zorn, abgenervtsein..schwächlingen hinterherlaufend (petrus, liebst du mich). hatte jesuis das nötig? ja, hatte er..angst am ölberg, einsamkeit..wer will schon so einen jesus..vom unberechenbaren gott im at ganz zu schweigen. und den klagepsalmen, den fluchpsalmem..ich habe ein halbes jahr in einer psychiatrie gearbeitet. was da am esstisch los war, kann ich nur mal empfehlen, sich anzusehen..diese dinge sollen nicht normal sein? sie werden an einen fernen ort verbannt..normal ist krankheit, normal ist tod. normal ist leider auch kriminalität.

          • KRP sagt:

            Ja, das ist richtig nur verschließen manche Menschen die Augen vor der Realität. Man will es nicht sehen.

      • A.Wachsmann sagt:

        da ich unseren kardinal sehr liebe….denke ich, er weiß, wovon er redet..und die medien geben ihn regelmäßig begrenzt wieder..mit dreck bewerfen auch fromme den herrn. mit ihren wünschen, den endlosen. dazu hat pater r. körner ocd mal eine weihnachtsmeditation gehalten. das geburtstagskind steht in der ecke und darf wünsche erfüllen. ansonsten interessieren die gäste sich nur für sich selber. mal niocht so tun, als wären die frommen in jedem fall gottesfürchtiger. auf dem genannten bild vom abendmahl sehe ich nichts festliches, der tote auf dem boden ist schon recht am platz. wenn ich mir den abendmahlstext betrachte, sehe ich eine menge tod, verrat, gleichgültigkeit..einsamkeit.jesus weiß von seinem kreuzweg und darf noch die apostel bei laune halten. das waren nicht allein die apostel, das sind auch wir. also ist es gut, mal otto normalvrbraucher am abendmahlstisch zu sehen. gesittetes essen mit kindern kenne ich nicht..oder mit dementen. freun sie sich, wenn bei ihnen zu hause das essen gesittet vonstatten geht.keiner schlingt. keienr meckert.keiner su spät kommt chronisch. am esstishc gibt es oft streit. am besten ist, man setzt sich sehr gut auseinander. man muss ja den künstler nicht toll finden, aber mal einen dialog führen. so wie das hier im blog läuft, ist das ende vorgegeben. das gefällt mir nicht, bei mir geht es um auseinandersetzung. der erste eindruck bei solchen bildern ist bei mir auch immer oh gott…das sieht ja aus..wie..dann betrachte ich weiter..mit pausen. sollte der künstler das gespräch verweigern,,bin ich weg..mir fehlt hier zu dieser hässlichen kunst die geduld der betrachter, oder eher davonläufer. es geht nicht um gut oder böse..kunst ist eine art, sich auseinanderzusetzen.man fragt sie nicht. atheisten auch nicht.alle kommen in die zwangsjacke.künstler immer schon. erst wenn sie tot sind, begreift man?

      • A.Wachsmann sagt:

        thema normal..pflegeheim als tip und dann war ich auf einer weihnachtsfeier in einer sehr reichen gegend,.da saß neben mir eine erwachsene geistig behinderte. natürlich war sie schnell in eine pflegefamilie abserviert worden mit den typischen folgen, die ich hier nicht erläutern wll. was machte die madam? fuhrwerkte im essen ihrer tischnachbarn herum..ich habe gesagt, lass mein essen in ruhe, sonst bekommst du ärger. pflegemutter hilflos und untätig..mädchen war sofort sauer und blökte und machte sich an den pfarrer ran, der sich auch nicht wehren konnte..es war noch ein geistig behinderter mensch dort, der sich super benahm. ich habe viel behindertenarbeit und obdachlosenarbeit gemacht,psychiatrie, pflegeheim.. ich kenne mich aus mit normal..ich habe mich nie abgeschottet.

      • A.Wachsmann sagt:

        Im Pflegeheim ist mir schon mal ein Mann mitten im Füttern gestorben. Soll ich erzählen, was da war und wie normal da..normal ist nicht das, was übrigbleibt, wenn man das sogenannte nicht normale in die ecke drängt und unsichtbar macht.

  12. A.Wachsmann sagt:

    anna maletzka, wenn sie sich mit ihren reaktionen auf meine kommentare befassen, sind sie gut beschäftigt, hoffe ich.

  13. A.Wachsmann sagt:

    Ich möchte mal zum eigentlichen Thema zurückkommen. Lieber Herr Pater Hagenkord, ich stelle anhand der Anschuldigungen von Hackerseite fest, dass offensichtlich die gute Welt der schlechten Kirche mal etwas erzählen muss. All das, was Kirche vorgeworfen wird, machen andere auch und haben sie gemacht. Aber stimmt, wenn die Welt sündigt, die aus Menschen besteht, ist es halb so wild.Kirche besteht aus..welchen Lebewesen? Und darf nicht sündigen? Dass mal Staat und Kirche miteinander verbunden waren, vergessen die auch.Dass Kirche in neuerer Zeit ,siehe Mißbrauch, nur so ekelhaft sein konnte, wie die Welt ihr gestattet hat und sie hat viel gestattet..ebenso. Und woher die Hacker ihre Weisheiten haben, geben sie auch nicht an.Abenteuerliche Zahlen..immer wieder neu.Andererseits wird der Heilige Vater nun erkennen, dass Internet nicht nur zu guten missionarischen Zwecken genutzt wird und werden kann..Dass es nicht genügt, an den Ethos der Nutzer zu appellieren, Ihr müßt gut miteinander umgehen. Es gab früher einen Spruch von der Kanzel: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.Man begegnet im Internet Menschen, die einen normal in Ruhe lassen.

  14. A.Wachsmann sagt:

    Gab es wieder einen Hackerangriff? Das Netz ist voll von Behauptungen diesbezüglich.

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