Niederlage des Journalismus

Und was lernen wir daraus? Donald Trump ist zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Vor eineinhalb Jahren, vor drei Monaten, ja Vorgestern hätte das keiner für möglich gehalten. Der Populismus siegt, die Lüge siegt, inhaltsfreies Faust-in-den-Himmel recken siegt, und was nun? Ich wiederhole: Was lernen wir daraus?

Keiner hat es voraus gesehen: Analysten vor einem Fernsehschirm

Keiner hat es voraus gesehen

Erstens: Die USA-Versteher hatten alle Unrecht. Als ich vor einem Jahr anlässlich des Papstbesuches dort war gab es bereits einige erste Journalisten, die sich vorsichtig in den Medien äußerten und sagten, dass sie mit Trump falsch gelegen hätten und der doch vielleicht Kandidat der Republikaner werden könnte. Jetzt ist er zum Präsidenten gewählt und dieselben Gesichter wie immer erklären uns das Warum. Das kann doch wohl nicht sein! Mich beschleicht da schon ein wenig Zorn, dass die Niederlage des Journalismus, die dieser Wahlsieg auch darstellt, keine Folgen hat. Vielleicht liege ich ja falsch, ich werde jedenfalls in den kommenden Tagen genau hinsehen, was sich da tut.

 

Vier Lehren

 

Das erinnert mich an den Kollegen, der im März 2013 Sekunden vor dem weißen Rauch im TV erklärte, er habe mit den Sekretären der Kardinäle gesprochen, es sei klar, dass Kardinal Scola Papst würde. Am nächsten Morgen durfte er bereits live im Frühstücksfernsehen erklären, was die Gründe für die Wahl von Bergoglio waren. Überhaupt keine Scham, und in den Medien wird er herum gereicht. Kein Wunder, dass man uns Medien nicht mehr glaubt. Liebe Kollegen, habt doch bitte die Größe zu sagen, dass ihr falsch gelegen habt, statt jetzt wieder rumzuanalysieren, warum „die Medien“ hier falsch lagen.

Zweitens: Das Instrument der Meinungsumfrage taugt nicht. Beim Brexit nicht und jetzt auch wieder nicht. Damit ist die wichtigste politische Währung zwischen den Wahlen – die Beliebtheit in der Bevölkerung – entwertet. Die Versuchung, auf Umfragewerte zu schielen, ist menschlich nachvollziehbar. Jetzt braucht es aber Rückgrat, auf Umfragen kann und darf man sich nicht mehr verlassen. Liebe Politiker: das geht an euch.

Drittens: Wer demokratische Prozesse achtet, muss auch deren Ergebnisse achten. Trump ist jetzt zum Präsidenten gewählt. Das ist jetzt erst einmal so.

Er ist dorthin gekommen, weil offensichtlich viele Menschen egal war, dass er mit es mit Verschwörungstheorien und Lügen dorthin geschafft hat. Wie Boris Johnson und die UKIP auch, die für den Brexit eintraten.

Auch früher haben Politiker gelogen. Aber früher war es so, dass beim Auffliegen einer Lüge – einer großen – eine Karriere zu Ende war. Heute spielt das offensichtlich keine Rolle mehr, im Gegenteil. Seitenweise und Blogweise ist all der Unfug der Kampagne aufgedeckt worden, ohne Folgen. Sich selbst immunisierende Blasen sind von Fakten unerreichbar.

„Postfaktisch“ nennt man das, Fakten offensichtlich kaum noch eine Rolle. Ich will mir gar nicht ausmalen, was das bei Themen wie Erderwärmung bedeuten kann. Das spielt nun eine Rolle, das kann und darf man nicht mehr ignorieren.

 

Wut

 

Viertens: Der für mich persönlich beachtenswertesten Artikel zum Thema Anstieg des Populismus vertritt die These, dass die Arroganz der Eliten nicht ganz unschuldig ist. Anders formuliert: wie groß muss die Wut der Menschen sein, wenn man jemanden wie Trump in ein Amt wählt, das mit Atomwaffen zu tun hat und wo das Wahlergebnis reicht, um die Börsen von Mexiko bis Australien in den Tiefflug zu schicken?

Die Eliten definieren, was gut und richtig ist. Wir – und ich schließe mich hier ein – finden Helene Fischer grausig und schauen immer leicht ironisierend auf all die Baumarkt-Besucher herab. Das muss aufhören. Die Meinungseliten müssen neu lernen, zu kommunizieren. Und das muss mit Zuhören beginnen, nicht mit der Feststellung, dass die anderen Unrecht haben.

 

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174 Kommentare zu Niederlage des Journalismus

  1. Micaela Riepe sagt:

    Diesmal schreiben Sie mir aus dem Herzen! 52 Prozent der Katholiken in den USA haben Trump gewählt, ich fasse es nicht.

    • F. H. sagt:

      Also, mich wundert das nicht – aber frustrieren tut es mich schon auch.

      Lesen Sie nur die nachstehenden teilweise von Geifer triefenden Kommentare. Hier – und in den kommenden Jahren in den USA – zeigt sich und wird sich zeigen, dass die, die am lautesten „Herr, Herr!“ rufen, in Wirklichkeit am weitesten weg von ihm sind. Nicht nur über 50% der Katholiken, sondern sogar mehr als 2/3 der Evangelikalen haben für Trump gestimmt, einen notorischen Lügner (ca. 70% seiner Aussagen im Wahlkampf waren Un- oder Halbwahrheiten), Playboy, Frauenheld und – im katholischen Sinne – Ehebrecher. Ich denke, dass er es im Laufe seines Lebens auch mit der Abtreibung nicht so genau genommen haben wird.

      Ich denke, wir haben es hier mit einem wahren Dia-Bolus zu tun (https://de.wikipedia.org/wiki/Teufel), der sich jetzt die Hände reibt, dass ihm wieder einmal so viele, besonders so viele Fromme, auf den Leim gegangen sind.
      Wer sich etwas eingehender mit dem Herrn beschäftigen will, möge folgenden Artikel lesen und die Vita mit seinen/ihren Vorstellungen von einem christlichen Leben in Relation setzen:
      http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/donald-trump-wie-er-wurde-was-er-ist-ld.109316

      M.E. werden in den nächsten Jahren weniger die amerikanischen Arbeiter und Underdogs von diesem neuen Präsidenten profitieren, als vielmehr seine ganz persönlichen Unternehmen (vgl. Berlusconi), die Wirtschaftseliten und die Upper-class (D 33-45 unter der Regierung eines anderen Dia-Bolus war’s nicht anders). Die Wall-Street boomt schon…

      Im Übrigen gilt der Grundsatz: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und gebt Gott, was Gottes ist!“

      • AR35 sagt:

        Wegen Ehebruchs muss sich Trump vor der katholischen Kirche nicht mehr fürchten. Das 6. Gebot ist seit 2016 abgeschafft. ;-D

        • Brigitta sagt:

          Auf gut bayerisch: Des is a Schmarr’n.

          • George Renn sagt:

            Das ist kein Schmarrn.
            Das ist Fußnote 305, verpackt als „Theologie auf den Knien“

          • Suarez sagt:

            Herr Renn, in Fußnote 305 (ich nehme an von Amoris Laetitia) steht, dass in Ausnahmefällen geschiedene Wiederverheiratete zur Kommunion zugelassen sind, nicht dass das 6. Gebot abgeschafft ist. Vielleicht lesen Sie das mal nach, bevor Sie (ob gewollt oder ungewollt) unserem Papst Unwahrheiten unterstellen. Das ist übrigens Rufmord. Und eine schwere Sünde.

          • George Renn sagt:

            „Suarez“,
            Ihre „wiederverheiratete Geschiedene“ sind ganz einfach in neuer/anderer Verbindung lebenden Verheiratete.
            Es ist Unsinn daß eine Sakrament gegen das andere auszuspielen oder in seiner Wirksamkeit und Dauer zu beschränken und zu denigrieren.
            Wenn man etwas chronisch und/oder mehr oder weniger Dauerhaft zuläßt, kann man es logischerweise gesehen nicht okkasionell verbieten.
            Sie scheinen mir da sehr farisäisch und pelagianisch geprägt zu sein.

            Aber ich gebe zu: ich bin alt und sehe nicht gut; und Windows 10 ist ermüdend klein von Buchstabengröße.
            Amoris Laetitia habe ich in der Beilage der Tagespost gelesen mit derLupe (und die Fußnoten sind noch kleiner gedruckt).
            Bei aller Unklarheit dabezüglich habe ich mich bei diesem Kommentar basiert auf Äusserungen und Schriften aus Südamerika (die jetzt offiziell als Richtschnur deklariert wurden) und v.d. Danneelstruppe (stand nach der Papstwahl auf der Loggia).
            Lügen will ich nicht-habe es nicht nötig.
            Aber ich liebe Klarheit und brevitas.
            Die Verbreitung der Wahrheit dagegen, inklusive alles was an höchster Stelle gesagt wird, finde ich sehr gut (ich weiß wohl, daß P. Hagenkord hier nicht selten Bauchschmerzen bekommt).
            Am Schlimmsten ist übrigens nicht der Rufmord, sondern der Rufselbstmord.

          • Suarez sagt:

            Man muss wohl eine bestimmte Art zu denken haben, um zu konstruieren:
            Der Papst lässt in Ausnahmen die Kommunion von wiederverheiratet Geschiedenen zu, also wird der Ehebruch legitimiert.
            Was für grotesker Unsinn das ist, lehrt der Vergleich mit den Ostkirchen. In diesen dürfen Geschiedene sogar wieder heiraten und dennoch stellt niemand das Zeugnis der Ostkirche für die Monogamie in Frage.
            Was an Barmherzigkeit pharisäisch (also wohl: heuchlerisch) oder pelagianisch (die Gnade selbst erarbeitend) sein soll, müssen Sie erläutern.
            Sie versuchen sich aus der schweren Sünde des Rufmordes herauszureden. Aber Ihr post steht oben wie es steht! Und sie machen munter weiter: „Danneelstruppe“ – hat eigentlich irgendjemand, von denen, die lange unter Benedikt XVI. gelitten haben (und die gibt es nicht zu knapp), einmal von „Ratzingerbagage“ gesprochen. Ist mir nicht erinnerlich. Daran merkt man, dass Sie an einem differenzierten Gelangen zur Wahrheit gar nicht interessiert sind.

          • AR35 sagt:

            „Suarez“

            Das Sie unter Benedikt XVI. gelitten haben, ist Ihren Kommentaren deutlich anzumerken. Da Sie mir vorgeworfen haben, ich hätte ein Problem mit der Amtsführung unter Franziskus, weil er bestimmt was katholisch ist, so hoffe ich doch, daß Sie auch kein Problem damit hatten, daß Benedikt XVI. bestimmt hat was katholisch ist? Oder messen Sie mit zweierlei Maß?

            Was die zweite Ehe in der orthodoxen Kirche angeht, so bin ich fest davon überzeugt, daß dies früher oder später auch in der Katholischen Kirche möglich sein wird. Denn eines ist auch klar, lässt man zu, daß sich Risse in einer Mauer bilden, darf man sich nicht wundern, wenn sie irgendwann zusammenbricht.
            Die sakramentale Zweit-oder Drittehe wird kommen, das ist ganz eindeutig.

          • Suarez sagt:

            @AR: Ich habe mitnichten geschrieben, dass ich unter Benedikt XVI. gelitten habe. Aber ich habe Menschen, die mir viel bedeuten, erlebt, die gelitten haben. Und das nicht zu knapp. Gemeindeglieder, die nur genervt waren, weil weder eine Neuübersetzung des pro multis notwendig noch die alte Messe brauchbar war, die sehr wohl gemerkt haben, das nur eine bestimmte Klientel getätschelt wurde, meist der äußerste rechte Rand, weil nur ein ästhetisiertes, dem Adel huldigendes Ideal gepflegt wurde. Eine Gloria von T&T begeistert man mit sowas. Die Menge der KatholikInnen nicht. Von den TheologenfreundInnen möchte ich gar nicht reden. Es hat ein Klima der Angst geherrscht, dass die Leute nur in eine Nichtpositionierung und ein Nichtnachdenken getrieben hat. Und dafür kritisiere ich Benedikt XVI. sehr wohl. Nur behaupte ich im Gegensatz zu Ihnen nicht, dass er dabei Gottes Gebote abgeschafft hat, was Sie sich anmaßen beurteilen zu können. Ich messe im Gegensatz zu Ihnen also nicht mit zweierlei Maß.

  2. Michael sagt:

    Lieber P. Hagencord

    Zum ersten Punkt: es stimmt leider, dass monatelang immer wieder betont wurde, dass ein Trump-Sieg sehr unwahrscheinlich sei, dennoch gab es nicht erst in den letzten Wochen vor der Wahl schon immer wieder auch Warnungen und entsprechende Analysen, dass und warum diese Wahl noch längst nicht gelaufen sei – auch im Hinblick auf die Brexit-„Überraschung“. Ich finde, da wiegt …

    … der zweite Punkt schon schwerer. Ich weiß nicht genau, auf welche Rechenmodelle sich die Umfrageinstitute stützen, da kenne ich mich zu wenig aus. Tatsache ist, dass diese in den vergangenen Jahrzehnten recht verlässlich funktioniert hatten bis – ja bis wann eigentlich …? Seit sich die Stimmung in den westlichen Gesellschaften in den, sagen wir einmal, vergangenen drei bis vier Jahren so radikal gedreht hat, scheinen die althergebrachten Rechenmodelle jedenfalls nicht mehr zu funktionieren. Wie denn auch? Wie soll man mit so viel Irrationalität in einem Wahlkampf vernünftig kalkulieren? Leider aber kann es sein, dass die Umfragen das Wahlverhalten zugunsten Trumps beeinflusst haben, denn möglicherweise hat der eine oder andere Protestwähler angesichts des in den Umfragen so sicher prognostizierten Siegs für Clinton dann doch etwas „mutiger“ abgestimmt, während enttäuschte Demokraten und Sanders-Anhänger zuhause geblieben sind. Könnte sein. Aber was tun? Umfragen verbieten wird wohl schlecht gehen. Sollen klassische Medien diese in Zukunft ignorieren, und wenn ja: würde das überhaupt etwas bringen, wenn Umfragen stattdessen in den sozialen Medien verbreitet werden? Solange man auf Umfragen blickt wie auf die Bundesliga-Tabelle, wird das Interesse daran kaum nachlassen. Aber ok., Journalisten, die über Politik berichten, sollten sich eher nicht an Sportmoderatoren orientieren, dafür ist das Thema definitiv zu ernst …

    Zum dritten Punkt: Das Ergebnis muss ich wohl hinnehmen, nicht aber einen egomanischen Politiker, der lügt, Fakten leugnet und das Wahlvolk betrügt. So jemanden zu akzeptieren käme einer Selbstaufgabe gleich, und …

    … da wären wir dann beim vierten Punkt: Sie schreiben vollkommen richtig: „Wie groß muss die Wut der Menschen sein, (…)“ – dass sie sich quasi schon selbst aufgeben (und betrügen lassen)? Woher kommt so viel Wut? Einer Wut geht meistens Angst voraus, und ja, angesichts der Weltlage kann einem schon bange werden. Aber muss ich deshalb zum Trotz einen aufbrausenden Egomanen und Narzissten in ein Amt wählen, in dem er Verantwortung für Atomwaffen trägt? Weil ja eh schon alles wurscht ist? Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass viele „Wutbürger“ mit derselben Motivation in den Wahlurnen ihr Kreuzchen machen mit der Selbstmordattentäter ihren Sprengstoff-Auslöser betätigen. Wenn dieses Bild aber stimmt: Ist es an dem Punkt für das Zuhören nicht schon etwas spät? Mal ganz abgesehen davon, dass es an Masochismus grenzt, den Hasstiraden eingefleischter Trump-Fans oder Pegida-Aktivisten zuzuhören: Was dann? Den Hass einfach mal über sich ergehen lassen? Ihn vorsichtiger mit Fakten und Argumenten kontern, die aber offenbar immer weniger gehört werden? In klassischen Medien, die immer weniger genutzt werden? Bei aller berechtigter Kritik an der Arroganz der „Meinungseliten“: diese haben derzeit keine leichte Aufgabe; Zuhören kann da ein Anfang sein, aber nicht mehr …

    Also ich werde heute mit vielen Fragezeichen ins Bett gehen, aber naja, da schlafe ich wahrscheinlich immer noch gesünder als mit vielen Ausrufezeichen (à la Trump) im Kopf. So ein friedlicher Punkt wäre mir allerdings angenehmer …

  3. Wolfgang Böhm sagt:

    Recht hat der Autor! Es muss damit aufhören, Menschen zu verteufeln, nur weil sie eine andere politische Meinung vertreten. Unterschiedliche gesellschaftliche Ansätze müssen toleriert und nicht verunglimpft werden.

  4. Konservativer Katholik sagt:

    Was so ein richtiger Linkskatholik ist, dem ist natürlich die korrupte Abtreibungsfanatikerin Clinton lieber als ein Mann, der sich der Todsünde Politischer Inkorrektheit schuldig gemacht hat.

    Sie werden trotzdem damit leben müssen, daß ich mich für die zehntausende Kinder freue, die nun eine Chance haben, das Licht der Welt zu erblicken.

    • @Katholik(?)
      PAPST FRANZISKUS gibt Zeugnis für das Leben-und damit meint er die Ungeborenen UND die Betagten UND ALLE am Rand Stehenden…!!

      wie soll EIN HASSPREDIGER ,der zudem noch barbarische Morde(Todesstrafe!)befürwortet und beispielsweise ein aktives Sprachrohr der Waffenfetischisten ist, ein „Lebensschützer“ sein….?

    • KRP sagt:

      Bevor Sie solche Kommentare abgeben sollten Sie lieber erstmal sich mit allem richtig auseinandersetzen nach dem Motto erst denken dann schreiben. Man muss mit Hilarie Clinton nicht einverstanden sein aber Trump ist sicher auch nicht besser wenn man das was er gesagt hat nicht durch die rosarote Brille ansieht.

    • Brigitta sagt:

      Ich glaube nicht, dass durch die Wahl Trumps auch nur eine Abtreibung verhindert wird. Wer es nicht offiziell machen kann, wird Mittel und Wege finden, es trotzdem zu machen.
      Ich bin absolut gegen Abtreibung aber auch Realistin. Auch in Amerika ist das Christentum auf dem Rückmarsch und die wirtschaftliche Lage ist so katastrophal in vielen Staaten, dass viele Menschen es sich schlicht nicht leisten können, Kinder groß zu ziehen 98NF

  5. Die Wahl von Donald Trump sei auch eine Niederlage des Journalismus, wird in dem Kommentar behauptet. Aber so einfach, so ‚populär‘ kann man es sich auch wieder nicht machen mit einer Schelte gegen die Profession, der auch ich angehöre. Die These stimmt sicherlich dort, wo sich Journalisten allzu schnell und selbstsicher einer aus ihrer Sicht ‚guten Sache‘ im wörtlichen Sinne „verschrieben“ haben. Es gab, auch und gerade in den sogenannten ‚Leitmedien‘ eine parteiliche, manchmal servile Berichterstattung für die Kandidatin Hillary Clinton. Man hat sich in aller Ausführlichkeit mit ihrer gelegentlich kränkliche Konstitution beschäftigt und selten oder überhaupt nicht mit ihrer tiefen Verwurzelung in der Welt der Wallstreet-Banker und der Globalplayer aus der ‚Medien-Schwerindustrie. Aber die These von einer Niederlage des Journalismus unterschlägt gleichzeitig, wie sehr viele Journalistinnen und Journalisten mit ganz ausgezeichneten Reportagen versucht haben, den Lesern ihrer Zeitungen und den Konsumenten der elektronischen Medien die soziale Realität im ‚tiefen, von aller Welt vergessenen, verarmten Amerika näher zu bringen. Schon lange nicht mehr habe ich in deutschen wie auch in ( einigen ) italienischen Medien so gute Reportagen gelesen wie in der Zeit des jetzt zu Ende gegangenen Wahlkampfes. Wenn man diese Reportagen konzentriert gelesen hat, war man auf einen Erfolg des rücksichtslos opportunistischen Donald Trump vorbereitet. Dass er dann so deutlich ausfiel, war dann aber doch überraschend. Eine „Niederlage des Journalismus“ war das alles aber nicht. Sportlich gesprochen war es vielleicht ein Unentschieden.
    Carl Wilhelm Macke ( Koordinator des Vereins „Journalisten helfen Journalisten“ e.V., München )

    • Pater Hagenkord sagt:

      Das stimmt, die Reportagen waren wirklich gut und überraschend in ihrer Breite. Dann frage ich mich aber, warum die vielen Kommentatoren die nicht gelesen haben. Ich selber bin kein USA-Fachmann, verlasse mich also auf Analysen und Berichte von vor Ort. Ich bin eifriger Medien-Nutzer, schon aus beruflichen Gründen. Aber ich bin nicht vorbereitet gewesen. Das halte ich tatsächlich für eine Niederlage.

      • George Renn sagt:

        Ich frage mir ab, warum Sie als selbstdeklarierter Nicht-Fachmann für die USA so irritiert einen nicht neutralen Artikel über den künftigen Präsidenten der USA geschrieben haben.
        Früher blieb der Schuster bei seinem Leisten- Sehr effektiv übrigens , hat das Handwerk doch goldenen Boden.

        • Pater Hagenkord sagt:

          ALs Fachmann weiß ich wenig von Soziologie oder jüngster politischer Geschichte, ich kann aber lesen und hören, was die Akteure sagen. Zu den Begründungen für das Wahlverhalten also kann ich die eine Theorie für plausibel halten, die andere weniger. Da muss ich mich aber letztlich auf Fachleute gelassen. Trotzdem kann ich nicht weghören, wenn mal wieder Schmähungen über Youtube oder Twitter abgesetzt werden, wenn er sich Lügen bedient, und so weiter.

  6. Hildegard Königs-Albrecht sagt:

    Sehr geehrter Herr P.Hagencord,
    kann es sein, daß auch Sie zu diesen Eliten zu zählen sind, die mit ziemlicher Arroganz nur ihre Sicht der Welt verbreiten? Wieso sehen Sie Lüge, Populismus und Inhaltslosigkeit nur auf der einen Seite?
    Die Haltung Hillary Clintons zu Abtreibung,Lebensschutz,“Homo-Ehe“, Katholiken u.a. wurde von den Medien weitgehend totgeschwiegen.
    In den letzten Jahrzehnten hat die Politik Amerika den gesamten Nahen Osten destabilisiert. Mit Frau Clinton wäre ein Politikwechsel sehr unwahrscheinlich gewesen. Vielleicht besteht jetzt endlich eine Chance, den unsäglichen Syrien-Krieg zu einem Ende zu führen. Ich hoffe es sehr.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Beide Politiker lassen sich glaube ich nicht vergleichen. Ich gebe Ihnen Recht, es gab eine journalistische Einseitigkeit bei der Berichterstattung über Frau Clinton, gerade ihre Wallstreet-Verstrickungen sind massiver, als uns das lieb sein sollte und kann. Ob ein Politikwechsel im Nahen Osten die Lage verbessert, weiß ich nicht, ein Rückzug der USA von dort wird sicherlich den mordenden Diktator Assad stützen.
      Trump steht aber auf einem ganz anderen Blatt. Man muss nur seine Reden hören, wie er bewusst lügt, falsch darstellt, völlig ohne Ideen agiert und mit unrealisierbaren Projekten wie einer Mauer zu Mexiko auf Stimmenfang ging. Da ist ein großer Niveauunterschied. Trump hat so oft seine Ansichten gewechselt – übrigens auch beim Thema Abtreibung – dass er sich jetzt schlicht das Produkt geschaffen hat, dass sich am besten verkaufen lässt. Das ist Populismus, das ist Inhaltslosigkeit. Ich mag Frau Clinten nicht mögen, aber sie steht immerhin für was.

      • Hildegard Königs-Albrecht sagt:

        Wenn einige Medien wahrheitsgemäß berichtet haben, stand H.Clinton u.a.für eine grauenhafte Form der Spätabtreibung.
        Die Christen in Syrien haben die Unterstützung der Rebellen immer sehr kritisch gesehen. Amerika und auch Europa unterstützen Gruppierungen, die bei ihrem Sieg einen rein islamischen (vielleicht sogar islamistischen) Staat verwirklichen wollen. Für Christen würde kein Platz mehr sein. Sie müßten alle ihre Heimat verlassen, wenn sie überhaupt mit dem Leben davonkämen.

    • @Hildegard Königs-Albrecht
      Trump und Werte?.. LEBENSSCHUTZ…

      Ist Ihnen denn nicht der bleiche Bub-jüngster Sohn von Trump-aufgefallen wie der wie eine Schaufensterpuppe ausgestellt wurde.
      Der arme Junge wurde für dieses SPEKTAKEL BENUTZT!!!

      Soll DAS Lebensschutz sein??

      aber vermutlich hat der Vater das gar nicht gemerkt..

    • KRP sagt:

      Ob da etwas totgeschwiegen wurde glaube ich nicht so recht denn es wurden alle 3 Streitgespräche und auch von beiden die Vita in den letzten Wochen fast täglich rauf und runter geschrieben und gebracht aber man hört immer nur das was man hören will, wohlgemerkt hier in Europa, vielleicht in Amerika etwas anders gelaufen was ich aber nicht beurteilen kann. An den Medien alleine ist es nicht gelegen eher schon an den unzufriedenen Menschen die einem der eine gewaltigen Sprachgebrauch pflegt eher folgen. Wissen muss man nichts nur viel Reden, egal was und wenn es der größte Blödsinn ist. Dieses Phänomen gibt es auch hier in Europa.

  7. Wrightflyer sagt:

    Vor allem sollte man nicht gackern bevor die letzten Stimmen ausgezählt sind.

    Tatsächlich haben die Amis CLINTON gewählt. Es liegt an diesem komplexen Wahlsysthem daß trotzdem Trump Präsident wird.
    Die Situation gab es schonmal, nämlich bei Bush junior. Allerdings kam dort auch eine eklatante Wahlfälschung in Florida dazu.

    Allerdings sind Trump, Putin, Erdogan, Orban, von Storch und wie sie alle heißen durchaus Symptome dafür daß die Demokratie in der Krise steckt.

  8. Annemonika de Agualimpia sagt:

    Sie haben Brexit als weiteres Beispiel unerwarteter Ergebnisse erwähnt. Auch in Kolumbien geschah etwas Ähnliches, als am 2. Oktober das Nein beim Plebiszit zum Friedensvertrag zwischen Regierung und FARC siegte.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Nicht ganz dasselbe: Wir bei RV hatten zum Beispiel bereits einen Monat vor der Abstimmung in Kolumbien eine kluge Einschätzung dazu, warum die Bevölkerung Kolumbiens den Vertrag ablehnen würde.

  9. Burkhard Menke sagt:

    Sehr kluger Kommentar von Bernd Hagenkord.

  10. Immer positiv denken!

    Die korrupte, von Qatar und Saudi-Arabien finanzierte falsche Schlange ist weg! 😀

    Was Trump jetzt macht – schau ma mal – es wird nie so heiß gegessen wie gekocht wird.

    Ich erinnere mich gut an die Wahl von Ronald Reagan zum US-Präsidenten. Viele prophezeiten damals den 3. Weltkrieg – letztlich aber war Reagan ganz maßgeblich für das Ende des kalten Krieges mitverantwortlich.

    Bei der Wahl von Obama dagegen gab es Vorschussloorbeeren bis zum geht nicht mehr – ja, sogar zum Friedensnobelpreisträgerimmitator haben sie ihn hochgelobt. Und was bleibt? Die Erkenntnis daß er wohl die größte Blendgranate ist welche je im weißen Haus saß. Flotte Sprüche und ein eleganter Gang alleine sind halt mal zuwenig für das Präsidentenamt.

    Lustig, wie gerade unsere Presse und unsere Politiker reagieren… da werden die „bildungsschwachen weißen Männer“ für das „Wahldesaster“ verantwortlich gemacht – früher nannte man diese Bevölkerungsgruppe „Arbeiter“ – kein Wunder daß die SPD auf dem absteigenden Ast sitzt wenn sie sich derart verächtlich über ihre ehemaligen Stammwähler äussert!

    Hoffen können wir auf:
    – Kein TTIP
    – Verbesserung der Beziehungen zu Russland und Aufhebung der Wirtschaftssanktionen
    – Keine weiter Verschärfung der Situation in Syrien
    Es gibt also nicht nur Negatives 🙂

    Jetzt warten wir einfach mal ab und hoffen das Beste!

    • Pater Hagenkord sagt:

      Trump will die Folter wieder einführen und unterstützt die Todesstrafe. Mit sowas spielt man nicht. Und wenn Sie sagen, dass ja eh nicht alles so heiß gegessen wir, wie gekocht wird, dann „erlauben“ sie sozusagen Lügen, weil die Wahlversprechen ja dann sowieso nicht umgesetzt werden. Dass Obama enttäuscht hat, ist offensichtlich. Dass Frau Clinton eine „falsche Schlange“ sei, finde ich interessant, wie würden Sie denn dann Trump nennen? Der ist ein Demagoge, da muss man nur seine Reden anschauen. Verdrehte Wahrheiten, falsche Darstellungen der Lage, böse Nachrede, das hat er um Nurmalfall gemacht.

    • Brigitta sagt:

      Wir werden uns noch wundern
      – kein TTIP bedeutet im schlimmsten Fall der Ruin unserer Wirtschaft, da Trump die Einfuhrzölle um bis zu 40 Prozent erhöhen will. Von diesem Export ist Deutschland aber abhängig
      Und auch zu den Punkten Russland und Syrien ließe sich einiges sagen

  11. T. sagt:

    Parolin versprach Trump Gebet „für seinen Dienst an seinem Land,
    aber auch am Wohlergehen und Frieden in der Welt“ und rief zur Einheit auf.

    Im Laufband eines deutschen Nachrichtensenders wurde daraus:
    „Papst betet für Erleuchtung Trumps.

    Ärzte, Ingenieure, Chemiker und Physiker haben in den letzten
    Jahren ihre Arbeitsweise stets höheren Qualitätsstandards anpassen
    müssen. Im Journalismus ist diese Weiterentwicklung der Branche
    leider kaum zu beobachten. Stattdessen ist die Selbstgefälligkeit
    und Selbstüberschätzung gewachsen. Und diese Faktoren machen die
    Herrschaften nahezu Beratungsresistent.

    Vielleicht bräuchte es gar eine geschützte Berufsbezeichnung für
    die schreibende Zunft, die eine Mindestqualifikation voraussetzt.
    Könnte jedermann Arzt auf seine Türschild schreiben, hätten wir
    in der Medizin wohl das gleich Qualitätsproblem.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Genau das ist ein wunderbares Beispiel. Anstatt Realität – und damit die Leser/Hörer/User auch – Ernst zu nehmen, macht man Stories oder Überschriften draus, die schlicht nicht von der Realität gedeckt sind. Und man merkt das.

  12. Paolo sagt:

    Natürlich ist es ein Drama das Trump der neue Präsident der USA wird aber es war auch ein Drama das Clinton seine Gegenkandidatin war. Für Katholiken bedeutete das eine sehr schwierige Entscheidungsfindung.
    Problematisch am Journalismus ist hier auch wenn man einerseits in Wiki-Leaks die Mails von Clintons Wahlkampfmanager liest (wie er mit viel Geld Gruppen gründet die in der katholischen Kirche eine Revolution ausrufen sollen und die Kirche spalten sollen) und auf der anderen Seite darüber auf tagesschau.de oder spiegel oder FAZ gar nicht berichtet wird.
    Problematisch an der Politik wird es dann, wenn man in der EU keinen gemeinsame Lösung in der Flüchtlingsfrage findet aber gleichzeitig in Hinterzimmern ein Handelsabkommen wie CETA aushandelt, das trotz mehrheitlicher Widerstände in der Bevölkerung ohne Probleme verabschiedet wird (und ohne auch nur eine einzige Talkshow im öffentlRechtl TV).
    PS Zum Thema Postfaktisch Auszug aus Menschen bei Maischberger gestern: 1990 Helmut Kohl verspricht die Wiedervereinigung sei kein Problem. Oskar Lafontain wartn vor den schwerwiegenden Folgen. Kohl gewinnt die Wahl. Lüge`? Postfaktisch?

    • suennerklaas sagt:

      „Oskar Lafontain wartn vor den schwerwiegenden Folgen. Kohl gewinnt die Wahl. Lüge`? Postfaktisch?“

      Sie kennen schon den Unterschied zwischen einer Fehleinschätzung und einer Lüge?

      Ein Beispiel: wer sagt „Alle Ausländer sind kriminell“ lügt. Wer aber sagt „Alle Ausländer könnten kriminell werden“ lügt nicht. Es handelt sich hierbei vielmehr um eine Einschätzung, die sich mit großer Wahrscheinlichkeit als nicht zuftreffend heraus stellt.

      Postfaktisch ist folgende Argunentation:

      „flüssiges Wasser ist trocken!“ – am besten noch mit einem „Basta!“ versehen.

  13. Silvia Brückner sagt:

    Das ist nun mal Demokratie, dass Politiker und Regierungen gewählt werden können, die einem selbst nicht passen.

    Auch ein radikaler Richtungswechsel in der Politik eines Landes kann das Ergebnis demokratischer Wahlen sein.

    Zu meinem Demokratieverständnis gehört es, das Ergebnis demokratischer Wahlen zu akzeptieren.

    Und wenn Erzbischof Schick sich dieser Tage in dem Sinne äußerte, dass „wir“ einen muslimischen Bundespräsidenten, der bei uns ja nicht vom Volk gewählt wird, akzeptieren müssten, dann müssen wir auch einen US – Präsidenten Trump akzeptieren.

    Im Übrigen distanziere ich mich in aller Deutlichkeit von den Morddrohungen gegen Erzbischof Schick so wie ich mich grundsätzlich von Gewalt und Androhung von Gewalt distanziere, egal, gegen wen.

  14. Respekt vor dem klugen Statement der Kanzlerin!!

    verrückte Zeiten-selbst nicht in der Union verortet- hoffe ich stark, dass sie 2017 weitermacht!!

    sie ist wirklich emanzipiert ,um auch mit 2 solch EXTREMEN MACHOS – Putin und Trump – nicht nur zu kommunizieren sondern auch hoffentlich lösungsorientiert zu arbeiten.
    A. Merkel hat offensichtlich auch gute Nerven…

    • Silvia Brückner sagt:

      Und ich wünsche mir, dass die CDU sich auf ihre früheren, christlich – konservativen Werte zurückbesinnt und einen im besten Sinne konservativen Kandidaten aufstellen wird.

      Unter konservativ verstehe ich NICHT reaktionär.

      Die unsägliche Ära Merkel muss beendet werden.

      • KRP sagt:

        Verurteilt ist man gleich, auch der nächste „konservative Kandidat“.

      • @Silvia Brückner,
        Angela Merkel ist Christin ebenso der Außenminister Steinmeier..,

        und ich bin wirklich froh dass die beiden auch im internationalen „Geschäft“ Dienst tun: mit Herzblut aber besonnen-WERTORIENTIERT- (Flüchtlinge)

        dass ist auch ein Dienst für die internationale Gemeinschaft..

        • Silvia Brückner sagt:

          @Ulrich Hopfener,

          was unsere Kanzlerin angeht, habe ich ganz andere Vorstellungen von Christsein. Und kommen Sie mir nicht damit, dass Frau Merkel Pfarrerstochter ist.

          Demokratie braucht auch eine starke Opposition im Parlament, bei uns aber habe ich den Eindruck, die Kanzlerin hat das Parlament zu einer Art Ein – Parteien – Regierung gemacht.

          • @Silvia Brückner

            Merkel hat Rückgrat- Mut und Format und ist eine durchs Leben emanzipierte Frau ,die die christlichen Werte hoch hält.

            allein ihre Klarheit gegenüber diesem Herrn Seehofer..

            und das gestrige Statement Trump gegenüber war wichtig, weil sie da nochmal auf fundamentale Menschenrechte,die auch christliche Werte sind selbstbewusst aber nicht ereifernd benannt hat!

            das ist auch deswegen bitter notwendig um dem primitiven Frauenbild dieses Herrn mit klarer Haltung zu begegnen…

            vielleicht muss er einfach noch lernen, dass Frauen KEINE WEIBCHEN sind…!!

          • KRP sagt:

            Wie wäre es wenn Sie Fr. Brückner sich aufstellen lassen mit Ihren Vorstellungen und ich würde Sie sogar wählen.

          • KRP sagt:

            Sorry, aber auf solche Statemants kann man nur noch mit Humor reagieren.

          • Brigitta sagt:

            Das hat mit Pfarrerstochter nichts zu tun, sondern mit Handeln nach dem Evangelium,
            denn
            sie hat Flüchtlingen das Überleben gesichert, indem sie ihnen letztes Jahr die Einreise von Ungarn nach Deutschland ermöglicht, nachdem Orban sie unter absolut menschenunwürdigen Umständen dahinvegetieren ließ und auch deren Tod billigend in Kauf zu nehmen schien.
            sie hat verstanden, dass sich die CDU wandeln muss, um in der heutigen Zeit anzukommen:
            – Beispiele:
            die Einführung von Kitas für alle (hier musste sie zwar etwas getragen werden aber immerhin) und diese Kitas sind überlebenswichtig für unser Land. Denn hier in München liegen z.B. die Preise für Mieten bei plus 15€ pro Quadratmeter und mehr, bei einer Dreizimmerwohnung also mindestens 1090€ plus Nebenkosten. Da können nur beide arbeiten. Auch das ist gelebtes Christentum.
            Auch die Öffnung hin auf die Homosexualität war für die CDU überfällig, denn inzwischen weiß man, dass sowohl Homosexualität und Transgenderpersönlichkeit angeboren ist. Und auch da bewegt sich zunächst mal auf dem Boden des Christentums (siehe einige Äußerungen des Papstes). Auf einem anderen Blatt steht, was in den Lehrplänen steht und – zumindest war das in Bayern bis vor 16 Jahren so, seitdem weiß ich es nicht mehr – das muss im Vorfeld mit den Eltern abgesprochen werden.

            Ich lebe gern in dieser Zeit, habe in meinem Leben viel dazugelernt und in manchen Positionen auch meine Meinung geändert und erlebe im weitesten Sinne mehr christliche Politik als unter Kohl

        • Brigitta sagt:

          Sie haben ja so recht.
          Nicht alles ist gut, was Merkel macht. Aber sie versucht immer wieder durch Gespräche und Verhandlungen sowohl hier in Deutschland als auch mit den anderen Ländern dieser Welt menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
          Sie kämpft zusammen mit Steinmeier für die Ukraine, der die Krim durch die Russen „geklaut“ worden ist und die in ihrer freien Politik von Russland eingeschränkt wir

          • @Liebe Brigitta,
            Ihren Kommentar vom 14.11.2016 21.54 möchte ich mit vollster Überzeugung unterstützen!!
            es ist entscheidend wichtig, dass Demokraten – die das Wohl der Menschen in den Mittelpunkt setzen und leben – WIRKLICH PARTEIÜBERGREIFEND zusammenstehen..

      • Konstantin sagt:

        Wen man sich für die Beendigung der“unsägliche Ära Merkel“ ausspricht und sich auf frühere Werte zurückbesinnen will, muss ja eine alternative Vorstellung haben oder? Konservatismus wie sie ihn verstehen, sie schreiben explizit „früher“, heisst auch die politische Wiederherstellung von früheren gesellschaftlichen Ordnungen. Kann man das wollen?

        • Silvia Brückner sagt:

          Fehlentwicklungen kann man manchmal nur korrigieren, indem man sich auf Werte besinnt, die noch vor 10 bis 15 Jahren Gültigkeit hatten.

          • Doktor Krakebusch sagt:

            Welche „Werte“ sollen das denn sein? Werden Sie doch mal konkret, statt ominöse „Werte“ in den Raum zu werfen.

          • Konstantin sagt:

            Werte und Wertvorstellungen unterliegen dem Wandel der Zeit. Aber, sowohl in Gesellschaft, Politik und Kirche ist das einzig Beständige der
            Wandel. Der Wandel wiederum ist ein dynamischer Prozess, der nicht aufzuhalten ist. In ihren Kommentaren weisen sie doch immer wieder darauf hin, dass Werte, Überzeugungen und Normen oder der Vielfalt an Lebensstilen ein Maximum an Beachtung geschenkt werden soll und muss!

          • KRP sagt:

            Na, dann Fr. Brückner müssten Sie ja eigentlich mit der Ära Merkel bestens zufrieden sein, denn all diese Werten sind bei der wie sagten Sie so schön „Pfarrerstochter“ schon vorhanden. Wie sie es auch immer betont.

  15. Klemens sagt:

    Die Wahl von Trump ist eine Niederlage der Mediendemokratie versus der Demokratie, die den Willen des Volkes ausdrückt. Ein Sieg des Populismus gegenüber den Oligarchismus (Jimmy Charter hat die US so bezeichnet…). Die Journalisten sind hier meist nur Handlager der Eliten, die besorgen das Marketing.

    Trump und Sanders hatten die gleiche Diagnose. Sehr viele US Bürger (die Mittelsschicht) sind in der Globalisierung, d.h. dem Freien Welthandel und letztlich bei der Finanzkrise (von der wenige Reiche profitiert haben) auf der Strecke geblieben. Innenstädte sehen aus wie in der 3. Welt, verdeckte Armut überall, Niederiglohn statt qualifizierte Arbeit, Industriebrachen über das ganze Land, die Infrastruktur Brücken, Straßen öffentliche Gebäude sind großteils marode….und die urbane Eliten und Medien, die von der Globalisierung massiv profitiert haben, interessiert das Null ! Noch besser: Für die Folgen der Finanzkrise – global über 5 Bio. US $ Schaden, musste nicht die Finanzindustrie, sondern dafür mussten die Bürger „haften“ – viele US Amerikaner haben Haus und Hof verloren ! Die Eliten saufen wieder Champus (auf Kosten des Volkes).

    Sanders und Trump haben hierzu eine ähnliche Sicht wie wohl Papst Franziskus….

    Die Wahl war die demokratische Quittung hierfür. Das amerikanische Volk (und viele andere in Europa) wollen das so nicht mehr – das über deren Köpfe hinweg regiert wird, ohne Rücksicht auf Verluste ! Die USA hat den Systemwechsel gewählt – nicht Trump. Da ist in der Tat eine Zäsur – da konnten auch die „kommerziellen Medienmaschinen“ nichts dran ändern. Das war ein Sieg der Demokratie.

    Wenn Donald Trump so wie gestern in seiner ersten Ansprache gesprochen hat, regiert (und nicht als Haudgen) – mache ich mir wenig Sorgen. Er hat ja auch einen gläubigen Christen als Vizepräsident…..

    • Silvia Brückner sagt:

      Den Haudegen hat Trump im Wahlkampf gegeben. Aber auch er weiß, dass er das Amt des US – Präsidenten nicht mit markigen und teilweide ordinären Worten ausfüllen kann.

      Wahlkampf war gestern, ab Ende Januar muss er regieren und seine gestrige moderate Rede hat einen anderen Trump gezeigt, der ein guter Präsident werden könnte.

      Außerdem ist eine Entspannung mit Rußland dringend nötig.

      • KRP sagt:

        So ganz anders und prickelnd war die nun auch wieder nicht wenn man die Untertöne gehört hat.

      • Brigitta sagt:

        Diese Entspannung ist aus meiner Sicht höchstgefährlich wenn nicht noch lebensbedrohlicher für die Syrer, Ukrainer und Balten. Und dann haben wir die Russen bald wieder vor unserer Haustür aber ohne den Schutzschild der USA.
        Außerdem beginnt er bereits seine Ideen umzusetzen. 3 Millionen Illegale sollen sofort abgeschoben werden, weil sie Kriminelle, Drogendealer und Bandenmitglieder seien, oder ins Gefängnis werfen. Meldung von heute. Menschenrechte? Nein, er setzt genau das um, was er im Wahlkampf versprochen hat.

    • Konstantin sagt:

      Nachtrag Kommentar 11.Nov.16 / 15:00 /Differenzierung
      Ich gestehe ein, dass es in fast allen Bereichen der Gesellschaft „Unverrückbare Werte“ gibt, was oft mit dem Begriff der Tradition missinterpretiert wird.Ich empfinde es als Dilemma, wenn man auf zeitlosen Grundwerten baut und sie aber gleichzeitig auf die Herausforderungen der Gegenwart anwendet. Wie schwierig dies ist, zeigen zwei Beispiele: 1. Personalität. Jeder Mensch ist eine Person und hat das angeborene Recht, in die der Staat nicht eingreifen darf.Der Staat tut die aber permanent! 2.Solodarität. Wir leben in einer Gesellschaft, die sich entsolidarisiert und die damit verbundene 3. Subsidiarität. Also die Aufgabenteilung zwischen Familie, Staat und Gesellschaft. In allen Bereichen sehe auch ich „Fehlentwicklungen“. Langt es da, sich zu besinnen um diese zu korrigieren? Bei der jetzigen Politik der Strasse“ ein Unding

  16. Ich frage mich, ob dieses Phänomen „Populismus“ mit seinem jüngsten Triumph in den USA im Kern nicht doch einem dämonischen Aufstand gegen Logoshaftigkeit („Irrationalismus“) und damit gegen jede Urbanität gleichkommt.
    Allein: Haben die als „Establishment“ Gescholtenen nicht alles dafür getan, dass für eine christlich-konservative Artikulation von Logos und Urbanität a limine kein Raum blieb? Und zwar gerade auch in der medialen Öffentlichkeit? Und so kann es sein, dass Extremismen wie z.B. gewisse Gendertheorien vielleicht doch nur Manierismen eines Spätstils mit Namen „offene Gesellschaft“ sind bzw. waren.

    Und doch scheint es da einen gemeinsamen Nenner zu geben: was der „offenen Gesellschaft“ als weltanschaulicher Optionalismus recht ist, ist dem Popularismus als „Postfaktizität“ billig.
    Da scheint wahrlich Pest in Cholera umgeschlagen …

    Auch bei uns, in Kirche und Theologie, geben momentan die „Obamas“ und „Hillarys“ den Ton an. Und dass Papst Franziskus eine Theologie des doktrinalen Stils – der auch ich persönlich mich verpflichtet weiß – stakkatohaft denunziert: ist das Weitblick oder nicht doch konzeptionelle Enge? Denn: Stehen sie nicht schon in den Startlöchern, die Theologen und Kleriker im Trump-Stil?

    Deus bene vertat!

    • Markus Aurelius sagt:

      Danke für Ihren Beitrag! Bei uns im Pfarrgemeinderat geben auf jeden Fall einige ganz besonders aufgeklärte „Obamas“ und „Hillarys“ den Ton an, mit voller Unterstützung des Pfarrers, versteht sich.

      Dass Sie von „konzeptioneller Enge“ schreiben, finde ich sehr wohlwollend. Sobald der eigene Blick programmatisch geworden ist, sieht er nichts anderes mehr als sein Programm.

      Hoffentlich schlägt nicht auch in der Kirche mit dem nächsten Papst auch die Pest in Cholera um!

  17. Markus Aurelius sagt:

    Ich weiß nicht, ob es zutreffen würde, aber vielleicht kann man diese Wahl so sehen: Die Mehrheit der US-Bürger (oder ihrer Wahlmänner) haben sich TROTZ Trump gegen den Liberalismus entschieden.

    Aus einer Übertreibung folgt die nächste. Hoffentlich passiert das nicht auch in Westeuropa. Mir wäre lieber, man besinnt sich hier rechtzeitig wenigstens zu einem moderaten Liberalismus.

    Und hoffentlich passiert das auch nicht in der Kirche mit dem nächsten Papst…

  18. Franz Hein Aengenheister sagt:

    Trump’s Sieg (und z.T. auch Clinton’s Kandidatur!) ist nicht zuletzt die Quittung für reaktionäres, antidemokratisches Christentum. Was die Katholiken Papst Wojtyla und Ratzinger (zusammen „Wojt-zinger“) ausgebrütet haben, brachte inzwischen schlimme Spätfolgen, z.B. in Polen, in den Philippinen, in Ungarn und jetzt in den USA.
    Es wird noch Jahre brauchen, bis die Wojtzinger-Bischöfe abgelöst sind. Nur: wer von den wenigen wirklich begabten jüngeren Zölibatären soll Franziskus helfen? Auch Franziskus hat in Afrika keine Courage gehabt, die Afrikaner an Demokratie, Marktwirtschaft und Geburtenbeschränkung als Voraussetzung für die Beendigung des afrikanischen Elends (nicht nur bei Muslimen!) zu erinnern.

  19. Andreas sagt:

    Viel Aufregung, aber letztlich ist noch nichts endgültig entschieden: „There is no Constitutional provision or Federal law that requires Electors to vote according to the results of the popular vote in their states.“

  20. Miriam sagt:

    Die Abtreibungslobbysten Obama und Clinton sind mit der gestrigen Wahl abgestraft worden und das ist gut so!

    Diese Leute haben 100tausende ungeborener Kinder auf dem Gewissen, in dem sie die Abtreibungskliniken unterstützen. Von Radio Vatikan habe ich darüber noch nichts erfahren. Wundert mich, da doch unser HL. Vater die Abtreibung verurteilt.

  21. Miriam sagt:

    Sehr geehrter Herr Pater Hagenkord,

    komisch, das muss ich übersehen haben. Dann überrascht mich umso mehr Ihre wohlwollende Unterstützung für Frau Clinton in diesem Artikel. Sollte man gerade in einem katholischen Medium nicht neutral berichten.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Wo sehen Sie bei mir wohlwollende Unterstützung? Nur weil ich Donald Trump für einen Demagogen halte, muss ich doch nicht für Frau Clinton sein.

      • AR35 sagt:

        Verehrter Pater Hagenkord!

        Donald Trump ist ein gefährlicher Mann, das steht ausser Frage. Allerdings muss man auch sagen, das was er macht ist nichts Neues. Demagogie und politische Lüge ist keine Erfindung von Trump, wenngleich er sie auf eine neue Stufe hebt. Gelogen wurde schon immer, um ins Amt zu kommen oder zu bleiben. Barschel (Ich gebe ihnen mein Ehrenwort), Blüm (Die Rente ist sicher), Kohl (Blühende Landschaften), alles bewusste Lügen um das Volk hinters Licht zu führen. Oder machen wir einen Abstecher in die Papstgeschichte, zu einem der größten Demagogen der Geschichte, Alexander VI. Ein Mann der sich seine Wahl durch Lug, Betrug, Drohungen und Bestechungen erschlichen hat.

        Die Geschichte ist voll von Lug und Betrug. Trump ist nicht der erste Politiker der durch Demagogie und Lügnerei an die Macht kommt, und er wird auch nicht der Letzte sein.

        Der einzig wirkliche Skandal der US-Wahl ist nicht Trumps Sieg, sondern die Tatsache, dass in einem Land mit weit über 300 Millionen Einwohnern, das Volk die Wahl hat zwischen Trump und Clinton, zwischen Pest und Cholera. Hat dieses grosse, bedeutende Land niemanden sonst zu bieten? Das ist ein Armutszeugnis!

        • KRP sagt:

          Ich stimme Ihnen zu ob nun Trump oder Clinton, nichts neues und nach der massiven Schlammschlacht die geführt wurde habe ich mich schon vor diesem Ergebnis gefragt ob es in diesem Land nicht andere Kandidaten gegeben hätte als diese beiden. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen Donald Duck oder Micky Maus zu wählen als einen dieser Nominierten.

          • Wrightflyer sagt:

            Im Vorwahlkampf gab es durchaus lange Zeit Bernie Sanders (der in 4 Jahren ein rauschendes Comeback feiern könnte) und auf republikanischer Seite einen erstaunlich moderaten Bush. Leider auch ein republikanisches Gruselkabinett das teilweise NOCH schlimmer als Trump war.

  22. Hans Reinhard Seeliger sagt:

    Ein interessanter Artikel – da schilt ein Am-Besten-Wisser aus dem Vatikan (ein Jesuit, wenn ich mich nicht irre; es war oft so in der Geschichte dieses Ordens) die Besserwisser in aller Welt. Und zählt sich zur Elite. Großartig!

  23. Wrightflyer sagt:

    Sooooo, jetzt mal alle wieder runterkommen und beruhigen!!

    Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.
    Zum einen ist Trump erstmal wegen Betrugs in großem Maßstab und Vergewaltigung dran, und vor Januar greift noch keine Immunität. Aber das ist Nebensache.
    In der Hauptsache wird er NIE alle seine großmäuligen Versprechungen durchkriegen! Denn:
    a) WURDE ER GARNICHT GEWAHLT!! Er hat die Mehrheit der Bevölkerung gegen sich! Er wird deswegen Präsident weil in seinen Hochburgen im Mittleren Westen weniger Bevölkerung auf viel Mehr Wahlkreise verteilt ist!
    b) fehlt ihm die geschlossene Zustimmung seiner eigenen Partei. Demokraten und die Hälfte der Republikaner die ihn ablehnen zusammen können seine schlimmsten Vorhaben blockieren.

    Was mir am meisten Sorgen macht ist daß er das Klimaabkommen von Paris aufkündigen wird. Das WIRD er durchkriegen. Und uns rennt in Sachen Klimawandel massiv die Zeit davon… 4 Jahre könnten schon einen entscheidenden Unterschied machen.

    Und zum großen und ganzen Eindruck schreibe ich wohl morgen oder übermorgen was.

    • AR35 sagt:

      Natürlich wurde er gewählt! Das amerikanische Wahlsystem ist anders als das deutsche. Ausserdem, wäre Clinton auf diese Art gewählt worden, würde sich heute niemand beschweren, sie hätte die Mehrheit nicht hinter sich.
      Die Bundeskanzlerin hat auch nicht die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich, nicht mal annähernd und doch regiert sie, aber nur dank einer Koalition. In den seltensten Fällen haben Regierende die Mehrheit hinter sich.
      Mit dem Rest Ihres Kommentars haben Sie allerdings recht!

      • Suarez sagt:

        Putzig. Jemand, der ein Problem damit hat, dass der Papst sein Amt ausfüllt und bestimmt, was katholisch ist, hat kein Problem damit, flugs das demokratische Prinzip der Mehrheitsentscheidung durch den Legalismus einen Wahlsystems in Frage zu stellen. Ob da etwa mit zweierlei Maß misst, weil man es eh besser weiß, u.a. als der Papst?^^

    • Doktor Krakebusch sagt:

      „…und vor Januar greift noch keine Immunität…“

      Nach dem Januar auch nicht. Immunität besitzt der US-Präsident nur, wenn eine Angelegenheit direkt mit seinem Amt zu tun hat. Alles, was er privat verbockt hat, muss er ohne Aufhebung jener auslöffeln.

  24. Silvia Brückner sagt:

    Wenn die Amerikaner nur zwei Kandidaten aufgestellt haben, von denen Einer unmöglicher war bzw. ist als der Andere ist das schon sehr bedenklich, dass man keinen geeigneten Kandidatem finden konnte.

    Dennoch halte ich Trump für das kleinere Übel gegenüber Clinton.

    Und auch in diesem Fall könnte sich bewahrheiten, dass Gott auch auf krummen Zeilen gerade schreiben kann.

    • Wrightflyer sagt:

      Das letzte Mal als jemand der nicht von der Mehrheit der Bevölkerung gewählt wurde durch das Wahlmännersystem US-Präsident wurde, kam es zu einem wirklich furchtbaren Krieg im Irak, dessen Folgen die Welt bis heute beschäftigen!
      In diesem Krieg starben tausende US-Soldaten… aber noch sehr viel mehr Einheimische, die Opfer in der Zivilbevölkerung gehen in die Hunderttausende! Im folgenden Machtvakuum entstand der IS. Und erzählen sie mal den Müttern von Basra und Fallujah etwas von „Gott schreibt auch auf krummen Zeilen gerade“ und passen Sie auf was die IHNEN dann erzählen!!

    • KRP sagt:

      Nun was ich aktuell gelesen habe das Trump seine Kinder in sein politisches Beraterteam aufgenommen hat, erinnert mich an monarchische und vetternwirtschaftliche Rückbesinnung. Nichts dagegen wenn die sein privat Vermögen verwalten.

    • Brigitta sagt:

      Warten wir auf den nächsten – dieses Mal von Trump – angezettelten Krieg, mir macht dieser Mann Angst und ich hätte ihn garantiert nicht gewählt

      • Brigitta sagt:

        Und außerdem hat er im Wahlkampf gesagt, dass er die Atombombe einsetzen würde, wenn nötig. Wofür habe sie die USA schließlich? Und über den Einsatz der Atombombe entscheidet er allein.

  25. der Schwangerschaftsabbruch ist eine der extreme Ausgrenzung eines werdenden Menschen und für einen Christen nicht akzeptabel

    gleichzeitig gilt aber auch: OHNE begleitende Unterstützung anstatt einer allein gesetzlichen Regelung kann das nicht funktionieren..
    oft sind es nämlich die Männer die Frauen unter Druck setzen den Abbruch vollziehen zu lassen.
    Ganz schlimm auch manche „Eltern“ von Minderjährigen,die die Entscheidung fürs Kind torpedieren :“der gute Ruf Deines Elternhauses wird durch eine uneheliche Geburt wird beschädigt“…!!

    Diese Heuchelei habe ich selbst mittelbar erlebt.

    es braucht eine grundsätzliche vom Evangelium geprägte Haltung!!

    diese Haltung konnte man heue Vormittag in der Begegnung von Franziskus mit den Obdachlosen, den Bettlern -selbst durch den Livestream-unmittelbar spüren .vor allem in den Gesten..

    und das meine ich, wenn ich Trump nicht glauben kann, dass er es gut meint mit den Schwangeren…ich hab eher das Gefühl er wollte die stimmen der Christen…

    Aber haben diese Christen WIRKLICH die Haltung des jetzt Gewählten verstanden ? das Video:

    https//www.youtube.com/watch?v=N-z5wTmD3Ec

    • Silvia Brückner sagt:

      @Ulrich Hopfener,

      Clinton stand nicht „nur“ für die Abtreibung, wie wir sie hier kennen (bis zur 12. oder 14. Schwangerschaftswoche, das weis ich nicht genau) sondern für die so genannte Spätabtreibung bis unmittelbar vor der Geburt, also der Tötung eines voll ausgereiften, lebensfähigen Kindes!

      Eine solche Person KONNTE kein Christ wählen!
      Und da nur zwei unmögliche Kandidaten zur Wahl standen, waren die Christen gezwungen, Trump zu wählen.

      • @Silvia Brückner
        Sie haben die INTENTION meines Beitrags nicht verstanden. Ich habe ganz bewusst auf die Begegnung des Papstes mit den Bettlern und Wohnungslosen hingewiesen, um glaubwürdig für ALLES LEBEN einzutreten..

        und nur MIT der betroffenen Mutter!! und das ist in erster Linie nicht eine Frage des Strafgesetzbuches, Sonden der WIRKLICHEN Zuneigung und des Beistandes, und da hat Franziskus gestern ein besonders starkes Zeugnis abgelegt!!

        Ein Sexist mit DIESEM Frauenbild soll für Werte eintreten??….

        aber ich hab den Eindruck, Sie wollen das gar nicht verstehen..

        aber ich hab den eindruck

        • Silvia Brückner sagt:

          Nein Herr Hopfener, ich kann und will Sie nicht verstehen:

          Offenbar ist für Sie Trumps wirklich widerlicher Sexismus auf einer Ebene vergleichbar mit der Tötung voll ausgereifter, lebensfähiger Kinder!Dem kann ich nicht foögen.

          Und Sie stellen den wirklich vorbildlichen Einsatz unseres Papstes für Obdachlose auf eine Stufe mit dem Einsatz für den Kampf gegen die Tötung dieser geburtsreifen Kinder (und wahrscheinlich auch der Euthanasie).

          Sie werfen hier bewusst Nebelkerzen!

          • @liebe Frau Brückner, mit diese Aggressivität werden Sie kein Kind retten. Schauen sie Sie doch mal das Video von der gestrigen Begegnung des Papstes mit diesen Geschwistern an:

            es kulminierte in dieser lebendigen Skulptur von Franziskus und den Ausgegrenzten! ich gestehe für mich war das eine Gotteserfahrung:

            die Worte der Messe : Das ist mein Leib und mein Blut waren
            keine theologische „Spitzfindigkeiten“ aber der lebendige JESUS!

            und nur so können die Christen beitragen Leben zu retten ..

            wie froh können wir sein ,dass Franziskus ein Fels inmitten dieser gewaltigen -auch politischen -Desorientierung ist.

            RV oder eine andere Quelle berichtete vor ca. 2 Jahren über eine private Begegnung des Papstes mit einem Gynäkologen, der Franziskus sein „Besteck“ übergab.. und ich bin mir sicher, dass das nicht passiert wäre, wenn er nicht die LIEBE des Franziskus gespürt hätte..

            Frau Brückner ich denke wir beide sollten einfach respektieren. dass wir beide das gleiche Ziel haben, aber völlig unterschiedliche Sichtweisen über den Weg..deswegen möchte ichs damit in diesem Thread damit bewenden lassen!

      • KRP sagt:

        Wieso wurden die Christen gezwungen? Wer kann einen zwingen von einem Extrem ein anderes Extrem zu wählen. In einer Demokratie gibt es sicher auch noch andere Möglichkeiten.

      • Wrightflyer sagt:

        Bush junior und seine Frau haben beide einen UNGÜLTIGEN Wahlschein abgegeben. Diese Möglichkeit gibt es auch!

        Und im übrigen ist jeder Kampf gegen Abtreibung sinnlos solange er nicht auch den Kampf gegen die oft prekären Situationen US-amerikanischer lediger Mütter beinhaltet!
        Mit Trump wird es garantiert weiterhin KEINEN bezahlten Mutterschaftsurlaub geben!

        • Brigitta sagt:

          Es hätte schon noch andere Möglichkeiten der Wahl gegeben z.B. den Kandidaten der grünen Partei. Das Problem ist nur, dass diese Partei nie genügend Geld einsammeln kann wie rot und blau.

    • Wrightflyer sagt:

      Ich gebe Ihnen vollständig Recht.

      Ich bin auch gegen Abtreibungen. Immerhin wird dabei ein werdender Mensch getötet! Aber Sie haben vollkommen Recht damit, daß es falsch ist, die alleinige Schuld den oft hilf- und ratlosen Frauen in die Schuhe zu schieben.

      Mich hat Anfang 2013 ein Bericht entsetzt, daß es viele Däninnen gibt die in Schweden abtreiben weil sie ein Mädchen im Bauch haben und einen Jungen wollen.
      Was sagt uns das? Daß nahezu überall, auch bei uns im Westen, das Leben eines Mannes immernoch mehr wert ist als das einer Frau. Es lässt tief blicken daß sogar in Dänemark ein Mädchen oft als Müll empfunden wird und nur ein Junge als wertvoll.

      Übrigens gibt es hierzulande auch reichlich naive Putinfreunde. In der sozialistischen Zeitung die ich gelegentlich lese ärgern mich manche Artikel wirklich. Nun, da Russland mittlerweile fast so abgeschottet ist wie zu Sowjetzeiten (die mittelständische Firma bei der ich gerade arbeite versucht momentan eine 2014 bestellte Kälteanlage nach Russland zu bekommen!), kann man sich hier Märchen vom wohlmeinenden gütigen Putin zurechtträumen. Zur russischen Realität gehören aber bittere Armut, mangelnde sexuelle Aufklärung…. und ein furchtbares Ausmaß an Abtreibungen. Es werden fast genausoviele Kinder abgetrieben wie geboren. Manche Frauen treiben 4 oder 5 Mal ab.

  26. der link hat nicht geklappt; auf RV Player kann man es abrufen.. Sorry, ich versteh nicht das der Link sich nicht „eingefärbt “ hat

  27. Silvia Brückner sagt:

    Ich wurde weiter oben gefragt, welche Werte ich meine.

    Dann will ich mal ein paar aufzählen:

    1) Schutz des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod

    2) Keine Genderindoktrination in Kindergarten und Grundschule

    3) Schutz von Ehe und Familie nicht nur auf dem Papier

    4)Eine grundsätzliche Orientierung an der christlich – jüdischen Leitkultur unseres Landes

    5) Schutz der Gesellschaft durch den Staat vor Verbrechen (siehe die letzte Silvesternacht in Köln)

    6) Anwendung der bestehenden Gesetze auf alle Bevölerungsgruppen – kein Migrantenbonus

    7) Kein Missbrauch der Religionsfreiheit durch Migranten

    8) Schutz der zu uns geflüchteten Christen vor religiös bedingten Übergriffen in den Unterkünften

    9) Kein Verschwinden lassen christlicher Symbole aus der Öffentlichkeit wie Kreuze in Schulen und Gerichtssälen

    10) Bischöfe, die ihr Kreuz nicht ablegen mit der Begründung, nicht provozieren zu wollen

    • AR35 sagt:

      Bravo, liebe Frau Brückner! Ich danke Ihnen für diese klare Kante, die Sie hier unter Beweis stellen. Jeden einzelnen Punkt möchte ich unterstreichen, besonders Punkt 10, der ein unfassbarer Skandal ist.

      • Silvia Brückner sagt:

        @Danke AR35, auf den Protest der anderen User war ich allerdings auch vorbereitet.

        • AR35 sagt:

          Machen Sie sich keine Gedanken wegen der Kritik, das ist normal wenn man von was überzeugt ist und das auch zum Ausdruck bringt. Ich kommentiere selten hier, aber lesen tu‘ ich den Blog und die Kommentare fast täglich. Ich finde es grossartig, wie Sie zu Ihren Überzeugungen stehen. Man muss ja nicht bei allem einer Meinung sein, aber es ist wichtig, seinen Gedanken und Empfindungen Ausdruck zu verleihen und dazu zu stehen.

          Machen Sie weiter so!

    • F. H. sagt:

      Liebe Frau Brückner,
      seien Sie mir nicht böse, aber Sie leiden unter Verfolgungswahn.
      Und vom Evangelium scheinen Sie mir auch nicht viel verstanden zu haben.
      Mit diesen Forderungen können Sie nichts anderes wähle als AFD (oder FPÖ) und müssten eine erklärte Gegnerin von Papst Franziskus sein.
      Warum, verdammt noch mal, definieren die Konservativen sich immer nur ex negativo?!? Eine solche Kirche wird zu einer Gesetzesreligion und jegliche positive Ausstrahlung verlieren.
      Ich selbst bin Vater von 4 (kleinen) Kindern und bewege mich finanziell zumeist unter der sogenannten Armutsgrenze.
      Aber ich beklage mich nicht, höchstens über meine intoleranten Mitmenschen. Ich sehe jeden Tag als Chance, freue mich über meine Kinder und starte jeden Morgen in einen nicht unbeschwerlichen Arbeitstag, der mich nicht reich machen wird, aber erfüllt.
      So, wie mich auch die Lehre Jesu erfüllt.
      Bitte hören Sie doch auf zu jammern, sondern beginnen Sie zu danken für das, was Sie haben und sind, hören Sie auf über die „unsägliche Frau Merkel“ zu schimpfen, spucken Sie in die Hände und tun Sie was! Denken Sie daran und seien Sie dankbar, dass es Ihnen gut geht, besser als vermutlich 90% der Menschheit!

      • Silvia Brückner sagt:

        @F.H.

        was wissen Sie eigentlich von mir und meinem Leben, um mir Ratschläge zu erteilen?

        Ich war als Sozialarbeiterin u.a. im Strafvollzug für Männer tätig, war in der Caritaskreisstelle Anlaufstelle für Nichtsesshafte (Obdachlose) mit entsprechendem Einsatz für diesen Personenkreis, habe mich für kinderreiche Familien eingesetzt und eng mit unserer damaligen Beratungsstelle für Frauen in Konfliktschwangerschaften zusammen gearbeitet, als wir als Kirche noch im staatlichen Beratungsmodell nach § 2018 waren,
        und heute, mit 65 und gesundheitlich schwer angeschlagen, gebe ich zwei Araberinnen aus unserer Kirchengemeinde Deutschnachhilfe und Hilfe, wo es sonst noch klemmt.

        Also nehmen Sie bitte den Mund nicht so voll gegen mich.

        • Silvia Brückner sagt:

          sollte heißen Paragraph 218!

        • F. H. sagt:

          Dann verstehe ich um so weniger, weshalb Sie so intolerant sind!

          • Konstantin sagt:

            „Radikale Sprache gehört zur Realität“ Deshalb muss es auch erlaubt sein nicht nur auf Intoleranz hinzuweisen, sondern auch auf eine aggressive Sprache.

            MfG

        • KRP sagt:

          Weshalb schreiben Sie das dann so das es nicht verstanden wird, Ihre Aussagen im Vorfeld lässt anderes vermuten und zeigt dann auch dementsprechend ein negatives Bild ihrerseits.

          • Silvia Brückner sagt:

            @F.H. und KRP,

            was Sie mir hier als Intoleranz vorwerfen, ist in weiten Teilen die Haltung der katholischen Kirche, speziell zur Abtreibungsfrage, auf die ich mich seinerzeit meinem kirchlichen Arbeitgeber gegenüber verpflichten musste und die ich damals geteilt habe und bis heute teile.

            Unsere Beratungsstellen, die ich in – und auswendig kenne so wie sie zu der Zeit gearbeitet haben, waren NIE pro Abtreibung, auch wenn sie letzten Endes die Entscheidung der Frau akzeptiert haben und den Beratungsschein ausgestellt haben, so wie es das staatliche Beratungsmodell vorsieht.

            Aber wir haben u.a. großzügige finanzielle Hilfe gewährt, damit eine Schwangerschaft nicht aus finanziellen Gründen abgebrochen werden musste und wir waren auch für die Frauen nach einem Abbruch da, denn viele bekamen danach psychische Probleme.

            Das ist etwas ganz anderes als das Modell von Clinton.

            @kRP, ich verstehe nicht, wo ich mich unverständlich ausgedrückt haben soll und wenn ich mit meiner Orientierung an christlichen Grundwerten und der Lehre der katholischen Kirche einen negativen Eindruck von mir vermittle, so spricht das nicht unbedingt gegen MICH, oder?

            In meinem sozialen Engagement fühle ich mich heute als Ehrenamtliche genauso der Lehre der katholischen Kirche verpflichtet wie zur Zeit meiner Berufstätigkeit. Und das ist kein Widerspruch, wer das denkt, weiß nicht, was es wirklich bedeutet, katholisch zu sein.

            Übrigens, der Papst ist auch katholisch! Und sein soziales Engagement ist beste katholische Tradition, schließlich haben wir auch eine katholische Soziallehre.

          • KRP sagt:

            Liebe Silvia ich habe Sie sehr wohl verstanden. Aber Sie mich nicht, ich weis was die Katholische Kirche lehrt und was Papst Franziskus sagt und sein soziales Engagement ist und ich muss auch nicht von oben herab belehrt werden, ich mache mir meine eigenen Gedanken. Ein Sprache die meistens belehrend klingt wird meistens falsch verstanden.

        • Konstantin sagt:

          Liebe Frau Brückner, sie haben in ihrer Aufzählung ihren F e r n – kurs in Theologie vergessen. Der gehört doch auch zu ihrem Persönlichkeitsprofil.

          MfG

          • Silvia Brückner sagt:

            @Konstantin, mein Theologischer Fernkurs spielt hier in DIESEM Zusammenhang aber keine Rolle.

            Im Übrigen verwahre ich mich gegen Ihren spöttischen Unterton.

          • Suarez sagt:

            Frau Brückner, Sie teilen hier schon auch kräftig aus, da muss man auch einstecken können. Der spöttische Unterton von @Konstantin ist doch milde – und sein Anliegen, Sie auf den rechten Weg zurückzuführen mit milder Ironie, das ist honorig!

      • Konstantin sagt:

        Danke P.H. Andere schreiben von Verfolgungswahn. Ich habe lediglich auf die aggresive Sprache von Frau B. hingewiesen.

        MfG

    • KRP sagt:

      Was heißt bestehend Orientierung an christlicher Leitkultur in unserem Land, gibt es die eigentlich noch. Man kann von anderen nur erwarten was man selber lebt. Zum Missbrauch von Religionsfreiheit gehört aber auch die Religionsfreiheit der anderen Religionen und das auch für ALLE und nicht nur für Migranten.

      • Wrightflyer sagt:

        Übrigens, schon mitgekriegt daß im Fränkischen mehrere Martinszüge abgesagt werden mussten??

        „MUSLIIIIME!!!! MUSLIIIIIIME!!!! HILFE, MUSLIIIIIIME!!!! MUSLIIIIIIME NEHMEN UNSERE FEIERTAGE WEG!!!!!“
        Ups, nein, es war Pegida….

        Weil die „Retter des christlichen Abendlandes“ zu blöd waren um daran zu denken daß am 11. 11. Sankt Martin ist und dann normalerweile Martinszüge stattfinden, mussten viele Eltern ihre Kinder vertrösten.

        • KRP sagt:

          Eben deshalb die sogenannten Retter des Abendlandes machen ihre christliche Leitkultur schon selber kaputt und brauchen dazu keine Fremden.

        • KRP sagt:

          Nachtrag: ich meinte schon das die Religionsfreiheit allen gilt und nicht nur den Christen sondern auch allen Migranten war glaube ich nicht ganz so korrekt ausgedrückt und das kommt in den Aufzählungen überhaupt nicht so rüber bei Fr. Brückner. Nicht nur christlichen Flüchtlingen gehört die Aufmerksamkeit sondern auch den anderen wenn auch da dazwischen Verbrecher sind trotzdem darf man nicht alle über einen Kamm scheren. Verbrecher gibt es überall und die machen nicht nur ihre eigene Kultur und Religionsfreiheit kaputt auch die der anderen. In allen Ländern von Amerika angefangen bis nach Europa.

    • Wrightflyer sagt:

      Frau Brückner, genau zu Punkt 1) „Schutz des menschlichen Lebens“ fehlt aber einiges!

      Ich habe selbst einen christlichen Wertekanon, der mit Ihrem wohl nicht so konform geht, der für mich aber außerhjalb jeder Kompromisse steht.

      1) Schutz des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum Tod (im Wortlaut genau wie bei Ihnen, nicht aber in der Durchführung)

      bedeutet:

      2) Schutz eines jeden Menschenlebens vor Krieg und Verfolgung, unabhängig von religiösem Bekenntnis, Geschlecht und Hautfarbe

      3) Opposition gegen Kriege, insbesondere gegen die Kriege der großen Militärmächte, heute USA, Großbritannien und Russland, früher USA, Großbritannien und Sowjetunion, denn das Leid der Zivilbevölkertung ist unverhältnismäßig, die Wahrscheinlichkeit des Aufstiegs extremistischer Gruppierungen in zerstörten und gedemütigten Ländern wie früher Viet Kong und heute Al-Quaida und IS ist hoch.

      4) Nicht schweigen wenn Kriege unter offensichtlichen Lügen geführt werden, wie z.B. Brutkastenlüge (recherchieren Sie) oder irakische Massenvernichtungswaffen (hier hatte sich auch der BND mit einer falschen Quelle blamiert, aber Colin Powell, Dick Cheney und Donald Rumsfeld nutzten diese falschen Angaben weiter aus um Ängste zu schüren, obwohl schon längst aufgeflogen war daß die Beweislage dünn war)

      5) Gerechter Welthandel statt „frei“handel zu Lasten der jeweils schwächeren Volkswirtschaft (hier erwarte ich auch von einem Immobilientycoon nichts gutes)

      6) Anständige Gehälter von denen ein Arbeitnehmer auch leben kann (in den USA müssen viele Menschen bis zu 3 Jobs machen um zu überleben. Eine Besserung der Lage ist von einem Immobilientycoon wohl nicht zu erwarten)

      7) Unterstützung für Eltern, unabhängig von Trauschein oder nicht Trauschein, denn jedes Leben ist wertvoll, unabhängig von den Umständen seiner Zeugung (Clinton wollte eigentlich bezahlten Mutterschaftsurlaub einführen. Gibt es in den USA bislang nicht, dort erwarten die wohl daß die Mutter direkt nach der Geburt wieder am Schreibtisch sitzt)

      8) Schutz der Schöpfung vor unverhältnismäßigem Raubbau, denn so wie wir gegenwärtig die Erde ausbeuten und zerstören beleidigen wir Gott

      9) Gegen Abtreibungen wirklich etwas tun statt lediglich den im stich gelassenen Frauen die Schuld in die Schuhe zu schieben. D.h. den Frauen Brücken bauen, damit sie ihr Kind behalten wollen und können

      10) Recht auf Wehrdienstverweigerung überall! Keiner, auch kein junger syrischer Mann, soll gezwungen sein zu töten, erst recht nicht für eine Regierung mit der er nicht einverstanden ist

      11) Anspruch auf unabhängige faire Justiz (gerade in den USA ist die Wahrscheinlichkeit für Schwarze in der Todeszelle zu landen noch immer 10 Mal höher als für Weiße)

      12) Konfliktlösung statt Waffengewalt (das ist möglich! Die britische Polizei ist noch immer zu 90% unbewaffnet, selbst in den Jahren des IRA-Terrors haben die das so beibehalten. Jetzt vergleichen Sie das mal mit den Aggro-Cops in den USA!)

      13) Kampf gegen Sklaverei und Ausbeutung, für Arbeitnehmerrechte. Das gilt nicht nur innerhalb der Grenzen der Bundesrepublik, sondern auch darüber hinaus, denn vor Gott ist eine Näherin in Bangladesh genausoviel wert wie wir!

      14) Angemessene sexuelle Aufklärung für Jugendliche. Nicht nur einmal in der 5. Klasse Sexualkunde, sondern stufenweise, je nach den Fragen die die Jugendlichen je nach Alter haben. Erziehung in dem Sinn daß sexuelle Empfindungen völlig normal sind, aber auch Verantwortung mit sich bringen, Erziehung in dem Sinn daß es sexuelle Minderheiten nunmal gibt, daß diese Menschen so geboren und nichts „böses“ sind, und daß jeder ein Recht auf seine jeweilige Sexualität hat, solange sie nicht übergriffig ist.

      15) Konsequente Erziehung junger Menschen zu Liebe und Respekt. Vor den Mitmenschen und vor der Schöpfung. Außerdem zu Selbstachtung und Rückgrat. Demokratische Werte statt Untzerwürfigkeit unter Alphatiere kommen dann von selbst.

      16) Gerechte Verteilung der Güter unseres Planeten, d.h. keine Erste Welt im Luxus und Dritte Welt in bitterer Armut.

      Worin ich Ihnen zustimme, ist Ihr Punkt 10). Ich halte es selbst für einen Skandal daß die beiden ihr Kreuz abgenommen haben, das war unnötig und kontraproduktiv!
      Obwohl ich ansonsten Ihre Ansichten in Sachen Islam NICHT teile, denn der Islam ist vielschichtig und komplex, nicht jeder Muslim ist ein gefährlicher Radikaler oder Kinderschänder oder Antidemokrat, und gerade die islamischen Länder haben im 20. und 21. Jahrhundert eine leidvolle Geschichte durchgemacht oder machen sie noch durch — mit nicht gerade den besten Erfahrungen mit westlichen oder östlichen Militärmächten.

      • Brigitta sagt:

        Dem ist fast nichts hinzuzufügen. Allerdings hatten die Bischöfe, wenn ich mich richtig erinnere, auch an der Klagemauer das Kreuz abgelegt. Darüber hat sich niemand aufgeregt.

        • Wrightflyer sagt:

          Falls dem wirklich so ist, sollte man sich die Reise und auch das Kreuzabnehmen insgesamt nochmal ansehen und ich halte mich im Urteil darüber zurück.
          Gleiches Recht muss für beide Seiten gelten, also die jüdische wie die muslimische!

          Abgesehen vom Kreuzabnehmen was mir nicht gefallen hat, vermerke ich es im übrigen positiv, daß die sich auch mit muslimischen Vertretern getroffen haben. Meiner Ansicht nach bedeutet das nämlich durchaus daß die nicht mehr 1:1 die israelische Haltung in der Frage der Besatzung Palästinas teilen, wie die deutschen hohen Kirchenvertreter früher durchgängig. Auch war Marx meiner Ansicht nach während der letzten Bombardierung Gazas feige.
          Ich bin schon länger eine entschiedene Gegnerin der Besatzung Palästinas, des Siedlungsbaus, der Zerstörung von Olivenhainen und allem. Ich wurde deswegen auch durchaus schon als „Antisemitin“ beschimpft. Aber wenn es „antisemitisch“ sein soll, den Missbrauch des jüdischen Glaubens im Namen einer brutalen und rassistischen Besatzung zu kritisieren, ist es auch „antichristlich“, Fehlentwicklungen im Christentum (einschließlich echtem Antisemitismus) zu kritisieren.
          Was Judentum und Islam angeht, ist meine Haltung DIFFERENZIERT. Ich heiße nicht unkritisch alles gut, aber ich bemühe mich, die Situation jeweils einzeln zu betrachten. Wo ich positives sehe, würdige ich das auch, wenn mir etwas nicht gefällt, dann gefällt es mir nicht. Vor allem aber hat jeder Mensch, d.h. auch jeder Jude und jeder Muslim, Anspruch darauf als vollständiges Individuum gesehen zu werden, nicht als amorpher Teil einer gesichtslosen Masse!

    • Brigitta sagt:

      Sie haben Ihre der Mehrheit der Gesellschaft zum Teil nicht mehr vermittelbaren gut verpackt.
      – Das mit den Kreuzen ist schon seit den 90ger Jahren so. Es gibt einen Gerichtsbeschluss des Bundesverfassungsgerichtes aus dieser Zeit, der besagt, dass wenn nur einer in einer Schulklasse sich durch das Kreuz in seiner Persönlichkeit angegriffen fühlt, das Kreuz abzuhängen ist.
      – zu der Entscheidung der Bischöfe sollte man sich vielleicht erstmal den entsprechenden Artikel auf katholisch.de heraussuchen. Ich fand die Begründung einleuchtend.
      – Die Migranten haben genauso wie wir ein Recht auf Religionsfreiheit wie wir. (Siehe Grundgesetz)
      – es gibt keinen Migrantenbonus bzgl. Recht und Gesetz. Es gibt nur einen Unterschied: Menschen aus einer Kriegsregion und aus einer Region, in der die Menschenrechte nicht eingehalten werden, können (eigentlich siehe Afghanistan ) nicht abgeschoben werden.
      – kann mir mal jemand erklären, was die christlich-jüdische Leitkultur sein soll, wenn nicht das, was der Papst uns immer wieder sagt sei es durch Ansprachen oder Predigten
      – wir leben heute in einer anderen Zeit. Inzwischen weiß man, dass Homosexualität usw. keine „seelische Verirrung“ sind sondern letztlich angeboren. Dem muss auch die Gesetzgebung Rechnung tragen.
      Und
      – ich persönlich habe für mich in meiner Patientenverfügung ganz eindeutig ausgesprochen
      gegen Maschinen zur Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen
      gegen eine Magensonde
      und zitiere dabei den entsprechenden Artikel aus dem Katechismus.

      • Silvia Brückner sagt:

        Brigitta sagt:
        13. November 2016 um 09:38

        Da haben Sie durchaus Recht. Eine gesellschaftliche Fehlentwicklung wie die unsere hat eine längere Vorgeschichte, bis sie einem wirklich als solche auffällt.

        Es wäre Aufgabe der Kirchen (nicht nur unserer), hier gegenzusteuern statt – wie tote Fische – mit dem Strom zu schwimmen.

        Christliche Grundwerte und die 10 Gebote sindd zeitlos und keine Modefrage, deshalb sind sie auch keine Verhandlungssache, genauso wenig wie elementare Inhalte unseres Glaubens, so, wie wir sie im Credo bekennen.

        Und was die Rechtssprechung angeht, so empfehle ich das Buch „Deutschland in Gefahr“ von Rainer Wendt, dem Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft.

        Dem kann man Kompetenz und Glaubwürdigkeit wohl nicht so ohne weiteres absprechen.

        • Brigitta sagt:

          Ich verstehe immer noch nicht, welche Fehlentwicklungen Sie meinen.

          • Silvia Brückner sagt:

            Brigitta sagt:
            14. November 2016 um 12:07

            Da haben Sie offenbar eine komplett andere Wahrnehmung als ich. Wenn Sie gelesen hätten, für welche Werte ich eintrete, hätte sich Ihnen auch erschlossen, welche Fehlentwickklungen ich meine.

            Ich mag mich nicht x-mal wiederholen.

          • Suarez sagt:

            Brigitta, Sie sind nicht allein. Letztlich haben – ich muss das so hart sagen – Reaktionäre und AfDler eine Wahrnehmungsproblematik, die schlicht umerzogen gehört!

          • Brigitta sagt:

            Danke Suarez

  28. Wrightflyer sagt:

    Welche Wählergruppe Trump insbesondere anspricht ist klar: Weiße Männer! Diejenigen die das Sagen haben und die Macht nicht teilen wollen. Nicht mit Frauen, nicht mit Schwarzen, nicht mit Hispanics. Und Indianer existieren sowieso nicht mehr.

    Nun wird also ein rassistischer frauenverachtender Immobilienhai Präsident der stärksten Militärmacht auf diesem Planeten….

    Wir Menschen handeln noch immer eher nach Emotionen als nach Verstand. Und eine Emotion ist, daß wir jemanden haben wollen der tiefer als wir steht. Wenn wir nicht wirklich den Mut aufbringen die Mächtigen in ihre Schranken zu weisen, heutzutage nicht mehr Könige sondern Wirtschaftskonglomerate, Aufsichtsräte und CEOs, Superreiche und Lobbyisten, gehen wir gegen jemanden auf die Straße dem es noch schlechter geht als uns und dem wir alle Schuld in die Schuhe schieben können. Hier z.B. sind es die Flüchtlinge, allgemein werden erfahrungsgemäß gern alle gerade verfügbaren ethnischen und religiösen Minderheiten genommen. In Russland sind es gerade Homosexuelle.

    Der weiße Mann will daß Frauen, Schwarze ect. seine Knechte sind, dann ist seine Welt in Ordnung.

    Nun, die USA sind ein Land mit einem entsetzlichen Angst-, Waffen- und Gewaltproblem. Allein schon wenn man sich die Polizei ansieht: Man ist wirklich lieber in Spanien in den Händen der Guardia Civil (und deren Vergangenheit ist berüchtig…) als dieser schießwütigen Angsthasen. Unter jemandem der für noch mehr Waffen und noch laxere Kontrollen eintritt wird sich dieses Problem noch verschärfen.

    Manche wünschen sich die USA tatsächlich als „Weltpolizist“ und glauben daß sie „uns schützen“ sollen.
    Die Mehrzahl der Menschen auf diesem Planeten hat allerdings eindeutig die Nase voll von US-geführten Kriegen und ihren Folgen. Von zerbombten Ländern, von Uranmunition, von Folter und Drohnen.
    Wir brauchen keine Supermächte mehr, egal ob USA oder Russland, denn die Jahrhunderte der Supermächte, angefangen von Spanien, bis heute zur USA und in Zukunft vielleicht China, bringen uns nur endlose Kriege, Zerstörung und Sklaverei. Nicht umsonst leben wir seit 1914 in einem nur gelegentlich unterbrochenen Weltkrieg! Zwar schweigen heute in Europa die Waffen, aber die USA, Russland, Saudi-Arabien und der Iran lassen Syrien und den Jemen für ihre eigenen Interessen bluten!
    Und wir vom THW ackern bis nachts um halb 4 um Flüchtlingsunterkünfte fertigzustellen, bis die ersten Flüchtlinge auf der Matte stehen!! Und am Tag drauf lassen wir uns von vermeintlichen „Freunden“ auf dem Stammtisch beleidigen!!

    „Das erinnert mich an den Kollegen, der im März 2013 Sekunden vor dem weißen Rauch im TV erklärte, er habe mit den Sekretären der Kardinäle gesprochen, es sei klar, dass Kardinal Scola Papst würde. Am nächsten Morgen durfte er bereits live im Frühstücksfernsehen erklären, was die Gründe für die Wahl von Bergoglio waren. “
    Ich habe so eine Idee wen Sie wohl meinen….

    • F. H. sagt:

      Danke für Ihre Kommentare!
      Und als jemand, der aus beruflichen und familiären Gründen kaum eine Möglichkeit hat, sich noch zusätzlich zu engagieren, möchte ich Ihnen auch ganz ausdrücklich danken für Ihren Einsatz beim THW und wo auch immer!
      Sie und ihre Mitarbeiter sind die wahren Helden der vergangenen 1,5 Jahre, wie oft wurden und werden Sie beleidigt von unverbesserlichen Egoisten, die sich im Wohlstand suhlen und keine Cent abgeben wollen. Weder in meiner deutschen, noch in meiner ehemaligen österreichischen Heimat ist auch nur ein Mensch durch die sogenannte Flüchtlingskrise ärmer geworden. Im Gegenteil: die Häuser werden von Jahr zu Jahr größer, die Autos immer dicker. Aber jammern und schimpfen, wie schlecht es uns geht, und dass die Rechten uns retten werden. Einen Trümmerhaufen werden sie hinterlassen (wie zB. die Hinterlassenschaften eines gewissen Jörgl in Kärnten…)

      Auch ich kann es nur unterstreichen: Wenn jemand die wirklichen christlichen Werte (die Werte des Evangeliums) vertritt, dann sind das natürlich Papst Franziskus, aber auch Angela Merkel.
      Die Geschichte vom armen Lazarus sollte uns immer wieder zu denken geben…

      • Wrightflyer sagt:

        Vielen Dank, das tut gut!!

        Persönlich wollte ich auch noch bei der Bahnhofsmission anfangen, hatte ich schon länger vor, aber mir kam beruflich immer was dazwischen, noch bin ich Ingenieur zum projektweise verleihen. Aber nächstes Jahr habe ich gute Aussicht auf eine Stelle in einem renommierten Ingbüro für Großanlagenbau, also Industrieanlagen und Kraftwerke, mein Fachgebiet.
        Ich muss dann mal sehen wie lange ich noch beim THW bleiben kann, zumindest in der 2. (d.h. schweren) Bergung… ich habe nämlich etwas Asthma und 2012 habe ich mir eine nicht ganz spurlos verheilte Rückenverletzung zugezogen (Ja, das „büße“ ich auch beim THW des öfteren… Die Schmerzen waren damals bei den Flüchtlingseinsätzen auch vom Feinsten).

        Übrigens darf ich aus THW-ler-Sicht sagen daß ich die Wehrpflicht kein Stück vermisse.
        Es stimmt daß wir damals auf dem Papier noch viel viel mehr Leute waren. Heute haben einige Ortsverbände Nachwuchssorgen, einer musste schon die Küchengruppe auflösen. Aber qualitativ hat das THW einen Riesensprung gemacht! Damals hatten wir etliche Jungs die bocklos ihre 5 oder 6 Jahre abgesessen haben, wenn es einem Ortsbbeauftragten zuviel wurde hat er auch schonmal welche zum Kreiswehrersatzamt geschickt, unser Stand bei der Feuerwehr war auch nicht der beste. Wer heute zum THW geht WILL das auch. Der höhere Frauenanteil hat manches auch verbessert: Zwar haben wir Frauen nicht ganz die selbe Kraft, aber wir bringen mehr Zähigkeit und Willen mit. Sobald eine Frau dabei ist wird nicht schlappgemacht beim Ausbildungsdienst, egal wie hart eine Übung auch ist!

        Ich wurde mal gefragt was meine schlimmsten Erlebnisse beim THW waren. Und da, muss ich sagen, fielen mir 2 Dinge ein die nicht unmittelbar mit einer Einsatzsituation zu tun hatten: Der Mord an einer sehr lieben Kameradin vor der ich eine große Hochachtung hatte (es war allerdings nichts THW-internes, sondern wegen ihrer hauptberuflichen Tätigkeit bei der Führerscheinstelle!) und das was ich geschildert hatte: Nach den Flüchtlingseinsätzen mit den Bildern von dort noch im Kopf am nächsten Abend privat auf dem Stammtisch… Eine, äh, unvergessliche Situation…

    • Silvia Brückner sagt:

      Ach du liebe Zeit, der „Weiße Mann“, das alte Feindbild der Feministinnen, die aber offenbar kein Problem mit Kinderehe, den Vorfällen der letzten Silvesternacht in Köln u.ä. haben.

      Herr schmeiß Hirn runter, möchte man da sagen!

      • Wrightflyer sagt:

        Frau Brückner, es ist eine UNVERSCHÄMTHEIT!!!, hier Leute die nicht ganz so Ihre Meinung zu Trump sind oder sich weigern irgendwelche Pauschalisierungen von wegen „alle Muslime sind Terroristen\Monster\Verbrecher“ zu teilen in die Nähe von Kinderschändern und sonstigen Sexualstraftätern zu rücken!!

        Um es ganz klar zu sagen:
        JA, ich BIN gegen Kinderehen!!! Ich bin im Gegenteil für eine Heraufsetzung des Heiratsalters auf 21! Und ich bin auch strikt dagegen daß eine im Ausland geschlossene Kinderehe hier weiter Gültigkeit hat!
        Deswegen muss ich aber NOCH LANGE NICHT Krieg, Rassismus und europäischen/amerikanischen Sexismus unterstützen!!

        Was Sie hier machen ist zu behaupten daß sexuelle Übergriffe und die Abwertung der Frau ein Alleinstellungsmerkmal des Islams wären. Das ist mitnichten so. Es ist ein weltweites Problem, von Ostasien über Indien bis in den Westen. Auch im ach so katholischen Mittelamerika, also Mexiko, Guatemala, Honduras ect. sind Femizide, Vergewaltigungen und häusliche Gewalt LEIDER an der Tagesordnung! Und es häufen sich die Beschwerden daß UN-Blauhelme, auch europäische, also Briten und Franzosen, in Afrika hemmungslos vergewaltigen!

        Aber wenn wir schonmal beim Islam sind, dann sehen Sie sich mal Afghanistan in den 1960ern und 1970ern an: Da war durchaus eine gesellschaftliche Entwicklung am Laufen, vor allem natürlich in den Städten. Da gab es Frauen ohne Kopftuch und in Miniröcken, da haben Mädchen zusammen mit Jungs studiert, usw. Es war natürlich nicht alles eitel Sonnenschein, das ist klar. Aber es waren Ansätze da, die Rollenbilder zu hinterfragen. Dann kam der Einmarsch der Sowjets, die Amis haben mit der Aufrüstung der Mujaheddin reagiert… und für was steht Afghanistan heute?
        Und dann das Thema Iran: Die Iraner wollen mehrheitlich eigentlich keinen ultrareaktionären Brachialislam. Hat mir auch eine thüringische Bekannte nach einer langen Iranreise dieses Jahr bestätigt. Aber sie haben natürlich ihrem Mullahregime bislang die Stange gehalten weil sie sich vom Westen bedroht fühlen. Leider auch von einer gewissen anderen Atommacht.

        • Silvia Brückner sagt:

          Sie interpretieren hier etwas in mein Posting hinein, was ich weder gesagt noch gemeint habe.

          Allerdings vermisse ich einen lauten Aufschrei von Feministinnen gegen die Kinderehe, gegen sexuelle Übergriffe gegenüber weiblichen (z.T. auch männlichen) Mitmenschen vom Kleinkind bis zur Greisin und gegen die Gewalt gegenüber Frauen und Kindern in den Flüchtlingsunterkünften.

          Die „bösen, weißen Männer“ werden in solchen Fällen nach dem geltenden Strafrecht verurteilt, während muslimische Migranten meist nur Bewährung bekommen.

          Und das ist kein Verfolgungswahn von mir sondern auch der Standpunkt des Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt, der auch ein Buch darüber geschrieben hat.

          Übrigens, das feministische Feindbild des Weißen Mannes ist nun wirklich von vorgestern.

          • Wrightflyer sagt:

            Von vorgestern??
            Die vielen Zwangsprostituierten in Deutschland, die Tatsache dass es auch in Westeuropa geschlechtsspezifische Abtreibungen gibt, die Einkommensschere zwischen männlichen und weiblichen Arbeitnehmern, der immer noch bestehende Mangel an Frauen in Führungspositionen sowie Beschwerden über alltäglichen Sexismus am Arbeitsplatz sagen etwas anderes.

            Und was Rassismus angeht: Da können die ganzen Minderheiten in den USA ein Lied von singen, auch nach 8 Jahren Obama…
            Außerdem lässt der sich auch bei uns auf Facebook ect. Beobachten: Sterben 50 Menschen bei einem Anschlag in den USA oder in Europa, gibt es Trauerbekundungen und viele Ändern ihr Profil in die jeweilige Landesflagge. 300 Tote im Irak oder in Pakistan oder 150 Tote bei einem Flugzeugabsturz in Ägypten (falls es kein Flug europäischer Touristen war): Egal, passiert halt!

          • Wrightflyer sagt:

            Nachtrag:
            Und über deutsche Sextouristen in Thailand kann man sowieso nur betreten schweigen…
            Durchschnittlich müsste jede von uns einen Arbeitskollegen haben der schonmal in Thailand für einen Zwanziger Mädchen vergewaltigt hat. Oder hier in Deutschland. Eine beunruhigende Vorstellung….

            NATÜRLICH muss man auch Misstände und Sexismus im Islam thematisieren. Und auch Kinderehen.
            Aber zu behaupten daß diese Dinge Alleinstellungsmerkmale des Islams wären und alle nichtmuslimischen europäischen Männer Engel und Heilige, geht an der Realität vorbei.

          • Brigitta sagt:

            Ich wiederhole mich auch nur ungern: Für alle Kriminelle gilt das gleiche Strafrecht. Und ob Bewährung oder nicht liegt auch an der jeweiligen Tat als solcher bzw. am jeweiligen Vorstrafenregister.

          • F. H. sagt:

            Nur mal so zur Einordnung des Herrn Wendt empfehle ich die Lektüre des Wikipedia-Artikels über ihn:
            https://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Wendt

        • Konstantin sagt:

          Danke für ihren Kommentar. Solche „Unverschämtheiten“ sind nicht neu. Das sind gängige Reaktionen und Kommentare, die System haben.

          MfG

        • Brigitta sagt:

          Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich habe meinem ersten Chef eine geknallt, weil er mir zunah gekommen war (Anfang der 1970 Jahre).

  29. Wrightflyer sagt:

    Ach noch was:

    Ein großes Lob an Frau Merkel muss ich diesmal loslassen.
    Sie hat direkt nach Trumps Wahl genau das Rückgrat gezeigt das ich von Merkel und Gabriel seit vielen Jahren den USA gegenüber sehr vermisst habe.
    Sie hat Trump zwar durchaus Zusammenarbeit angeboten, dabei aber sofort klargestellt, daß jede Zusammenarbeit auf einem festen Wertekanon beruhen muss.

    Ich bin da ganz ihrer Ansicht.
    JA, noch haben wir in Deutschland einen Wertekanon, aufgebaut in einer durchaus bewegten Geschichte aus Höhen und Tiefen. Wenn Mr. Trump etwas von uns will, hat er das zu respektieren, genau wie ein Herr Erdogan oder ein saudischer König.
    Wir haben Trump hier nicht zum Präsidenten Deutschlands gewählt, erst recht nicht zu einer Art Weltdiktator, es gibt Grenzen die er zu respektieren hat!

    • Silvia Brückner sagt:

      Wenn Frau Merkel doch nur mal dieses Rückgrat gegenüber Herrn Erdogan zeigen würde, wäre sie bdeutend glaubwürdiger!

      • Wrightflyer sagt:

        Hier bin ich mal zur Abwechslung Ihrer Meinung. Die windelweiche Haltung gegenüber Erdogan missfällt mir auch schon lange.

        Zum einen natürlich kann keine anständige demokratische Regierung die aktuellen Vorgänge in der Türkei mittragen. Kritische Journalisten, Lehrer und Juristen landen haufenweise im Knast, sogar deutschtürkische Blogger wurden von Verwandten in der Türkei gebeten die Klappe zu halten. Übrigens: Mit Sicherheit bin ich kein Fan von einem islamistischen Prediger. Aber wissen Sie an wen mich dieser Gülen aktuell erinnert? An Leo Trotzki. Hinter niemandem war Stalin entschiedener her wie hinter den echten und vermeintlichen Anhängern seines ehemaligen Kampfgefährten! Und das mit dem Putsch kann Erdogan seiner Oma erzählen, ein putscherfahrenes Militär wie das türkische macht nicht so eine schlampige Kiste! Was soll das gewesen sein? Ein paar Panzer standen da rum und nach ein paar Stunden war alles schon wieder gegessen!
        Aber auch wegen der Kurdenfrage: Als Demokratie müssen wir anerkennen daß auch die Kurden ein Recht darauf haben, sich entsprechend zu äußern wenn sie sich vom türkischen Staat schlecht behandelt fühlen! (Die Kurden waren übrigens lange vor den Türken da, Saladin war immerhin Kurde!) Stattdessen übernimmt unsere Justiz schon seit Jahrzehnten die Sichtweise Ankaras und unterdrückt jede kurdische Meinungsäußerung auch in Deutschland! NEIN, ein Kurde der für Minderheitenschutz für sein eigenes Volk eintritt ist nicht automatisch ein Terrorist!! Wird aber als solcher abgestempelt!

        • Brigitta sagt:

          Und genau die Behandlung der Kurden ist ein himmelschreiendes Unrecht. Ich habe während meines Studiums(1967-1970) Kurden kennengelernt und weiß seitdem um ihre Situation und leide mit ihnen seitdem

  30. Klaus Klimaretter sagt:

    Trump wird einen bedeutenden Beitrag zur Klimarettung leisten. Er hat versprochen, die Umsiedlung von Menschen aus klimatisch günstigeren Regionen in sein Land, das einen deutlich höheren Heizaufwand (sprich CO2-Verbrauch) pro Person erfordert, zu beenden. Ja, er wird sogar für eine positive CO2-Bilanz sorgen, indem er die Umsiedlungen der vergangenen Jahre rückgängig macht.

    Damit ist Trump auch ein Vorbild für Deutschland.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Bitte entschuldigen Sie die Klarheit: das ist dumm. CO2 erzeugen nicht die Menschen, die als Migranten in die USA kommen. Sondern diejenigen, die schon da sind. Dieser venschenverachtende Zynismus wird auf einmal salongfähig. Das ist ein Schaden, den die Kampagne des Herrn T mit zu verantworten hat. (Das ist ein in einem Punkt korrigierter Text).

  31. Wrightflyer sagt:

    @Frau Silvia Brückner:

    In manchem sind wir sogar einer Meinung. Z.B. in der ablehnung von Abtreibungen oder in der Abscheu vor Kinderehen.
    Aber ohne diesen schäumenden Hass auf pauschal alle Muslime, und ohne diesen überheblich-verachtenden Tonfall gegenüber allen die nicht nach Ihrer Pfeife tanzen wäre es wesentlich einfacher, sachlich mit Ihnen zu diskutieren und evtl. auch Gemeinsamkeiten festzustellen.

  32. Wrightflyer sagt:

    Mein persönlicher Wunschkandidat war Bernie Sanders. Von allen hatte er die meisten guten Argumente und die klarste Sicht darauf, welche Dinge in den USA und darüberhinaus schieflaufen.

    Und zum Thema Abtreibungen, man verzeihe mir daß ich ausnahmsweise mal zu faul bin, das Fremdsprachige zu übersetzen, Sister Joan Chittister, OSB:
    „I do not believe that just because you’re opposed to abortion, that that makes you pro-life. In fact, I think in many cases, your morality is deeply lacking if all you want is a child born but not a child fed, not a child educated, not a child housed. And why would I think that you don’t? Because you don’t want any tax money to go there. That’s not pro-life. That’s pro-birth. We need a much broader conversation on what the morality of pro-life is.“

  33. Klemens sagt:

    Trump ist ein radikaler Klimaskeptiker…….das steht er diametral gegen unsere Linie und Papst Franziskus…

    Die ganze Diskussion zeigt, dass die Präsidentenwahl 2016 einer differenzierten Analyse bedarf, wie Sie z.B. der Soziologe und Sozialphilosoph Hans Joas vertritt. Siehe Bericht Radio Vatikan 11.11.2016.l Das ist ein sehr komplexes Phänomen mit vielen Facetten – was wir wohl derweil nur teilweise verstehen. Das was Silvia Brückner sagt – trifft wohl auch in den USA in abgewandelter Form zu. Die ganze konservative Denk- und Wertelogik wird in der säkularen Mediendemokratie als rückständig und obsolet abgestempelt. Es gibt wohl sowohl in den USA als auch in Europa einen sehr breiten „Widerwillen gegen eine prononciert säkularistische Intellektualität“ (siehe Joas).

    Das zeigt sich am Islam-Problem, dass wir nicht offen über die anti-humanistischen Seiten des Islams (die gibt es gemäß Politische Korrektheit nicht…, maximal gibt es sowas im politischen Islam (CSU)!) sprechen können, ohne nicht gleich als islamophobr (um ein Worterfindung von Ayatollah Khomeini zu verwenden) oder als menschfeindlich (Wissenschaft) denunziert zu werden. Zur radikalen Islamisierung der Türkei (die sich indirekt auch in Europa wirkt) – gibt es nur ein großes Schweigen bzw. werden nur einige Auswüchse kritisiert. Wir nehmen hier noch nicht mal innerkirchlich die Stimmen unser syrischen Schwestern und Brüder (incl. Bischöfen) im Westen ernst !

    Der völlig unnötige Verzicht des Kreuzes passt da wunderbar zu ! Das ist ja eine völlig neue Regelung, dass wir Christen, dass allgemein, wie in Saudi Arabien nicht mehr dürfen ! Es gibt ein Verbot der Stiftung. Unser Papst stand da drüber, auch für unsere höchsten Vertreter ist das unangemessen. Für viele Moslems war das eine kleine Unterwerfung unter dem Islam.

    Das Problem derzeit auf dem Tempelberg ist, dass hier einige radikalen Juden einen neuen Tempel aufbauen wollen und sich nicht scheuen das massiv bei Besuchen, zum Ausdruck zu bringen. Daher das Verbot, insbesondere von religiösen Schriften, als auch Gebeten !!! Wenn die den Tempelberg besuchen – ändert kein Jude etwas an seiner Kleidung bzw. Symbolen.

    Ich sagt nur: Dumm gelaufen !

  34. Wrightflyer sagt:

    Ich glaube ich raste aus… aber endgültig….

    Ich stolpere gerade wieder über eine ältere Meldung: Trump hatte während des Wahlkampfes allen Ernstes gemeint, daß wir Deutschje uns von Merkel „befreien“ müssten. Sie wäre eine „Katastrophe“. Sogar als „geisteskrank“ soll er sie beschimpft haben. Ach ja, und laut Trump wäre Deutschland „ruiniert“, hier würden bürgerkriegsartige Zustände herrschen.

    Ich bin weiß Gott nicht immer ein Fan von Angela Merkel, aber:
    HALTS MAUL TRUMP!!!!
    Womit wir es hier zu tun haben ist das Ergebnis eurer Kriege und eurer Schoßhündchen von in allen möglichen Ländern gepflanzten Diktatoren, leider auch unseres Waffenhandels, also HALT DICH AUS UNSERER FLÜCHTLINGSPOLITIK RAUS!!! Du, Trump, hast GARKEIN Recht, Deutschland in den Dreck zu ziehen für dein Schmierentheater!!!

    Euer Konzern General Electric hat in meiner Heimatstadt eine Fabrik gekauft und Knall auf Fall 1066 Leute entlassen, eure Konzerne plündern unsere Volkswirtschaft indem sie sich mit allen Tricks um die Steuern drücken, WÄHREND UNSER MITTELSTAND IN DER FLÜCHTLINGSKRISE SOGAR PROFITIERT HAT!!!

  35. Bernd Hoffmann sagt:

    Breaking news: Völlig überraschend und von Senior-Beratern absolut unvorhergesehen, hat der Kopf der außerparlamentarischen Opposition(sbewegung) die, demokratisch (Wahlvolk, frei, geheim) und nach deren geltendem Recht und nach deren Prozeduren (Umständen), durchgeführte Wahl zum 45. Präsidenten der -united states of america- gewonnen. – Manche sagen, der böse weiße Mann ist schuld daran. Manche sagen, Moment, nicht aus Versehen … (hanged by mistake oder so). Manche wollen das Wahlvolk tauschen, die Intellektuellen dort wie hier z.B., und fühlen sich total missverstanden, dass es noch nicht geklappt hat. Meine, war hier auch schon mal so in 2005 gefordert worden. Und der Blog von RV platzt aus allen Nähten zu diesem politischen Thema. Wie viel Meinung darf man haben, sagen, schreiben? Wie viel Fakten müssen sein? Aber, wie oder was hätten die gescholten Journalisten denn transportieren sollen, ohne selbst in ein schiefes Licht zu geraten? Sprich, dass sie sympathisieren, also als heimliche Sympathisanten der APO in USA angesehen werden.

    • Wrightflyer sagt:

      Ach, wurde Trump tatsächlich gewählt??
      Ehrlich gesagt: Nicht so wirklich….
      In den Bevölkerungsreichsten Bundesstaaten wird noch immer ausgezählt und Clintons VORSPRUNG VOR Trump wächst und wächst….

      Und wo sind eigentlich die ganzen Trump-Wähler die jetzt auf den Tischen tanzen müssten?? Irgendwie will es plötzlich keiner gewesen sein… Stattdessen macht der Schauspieler Christoph Waltz ausgerechnet in der republikanischen Hochburg Texas eine bemerkenswerte Beobachtung….

  36. Andreas sagt:

    Und es kann noch schlimmer kommen, als hier von vielen befürchtet wird, nämlich dann, wenn langfristig kulturelle Faktoren einer (politisch) neuen Gesellschaft in evolutionäre Änderungen umschlagen: http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/bt/161893/index.html
    Dagegen ist ein Klimawandel ziemlich harmlos und noch erträglich. So und nun springe ich rein in die Zeitmaschine und bin lange fort auf der Suche nach einer lebenstoleranteren Welt in einer anderen Zeit!

  37. Wenn ich zur Zeit an die USA denke, fällt mir ein Lied aus längst vergangener Zeit ein. Vermutlich wird’s kaum noch jemand kennen geschweige denn die wunderbare Gruppe:

    Peter, Paul &Mary

    ALL MY TRIALS LORD
    https://www.youtube.com/watch?v=rMZJ950t8nc

  38. Stephan sagt:

    Ich finde es gut, wenn Sie als Journalist kritisch mit sich sind. Ich habe diesen Wahlausgang einige Wochen vor der Wahl für möglich gehalten, weil ich weiß, daß es viele Menschen gibt, die immer wieder sehr übergangen wurden, immer wieder nicht gehört wurden, immer wieder ausgeschlossen wurden und die das idealisierende, oft selbstidealisierende Reden vieler Politiker als tief verlogen empfinden. Sie sind oft voller Groll und hilfloser Rache und werden von der Presse gar nicht mehr gesucht oder ernstgenommen. Ich weiß das aus persönlicher Erfahrung und Begegnung mit ihnen. Und es scheinen doch sehr viele zu sein! Ob die jemals zu einem Priester gehen oder mit einem Journalisten von Radio Vatikan überhaupt so einfach bereit wären zu sprechen? Viele Menschen können sich ja auch nur sehr schwer artikulieren und haben in ihrem Leben das Gefühl gewonnen, daß von ihnen ausgehend sich nun sowieso niemand bewegen lässt. Vielleicht spielt ja auch das Internet als Forum, wo diese Gedanken der Hoffnungslosen und tief Gekränkten weiter anwachsen eine bedeutende Rolle. Jedenfalls scheint es Parallelwelten zu geben. Ich denke bei der Geschichte an dieses berühmte Gedicht von Heinrich Heine, welches ja oft von den sog. Linken in Anspruch genommen wurde, auch wenn es wohl nicht so gemeint ist.

    Heinrich Heine:
    Die Wanderratten

    Es gibt zwei Sorten Ratten:
    Die hungrigen und satten.
    Die satten bleiben vergnügt zu Haus,
    Die hungrigen aber wandern aus.

    Sie wandern viel tausend Meilen,
    Ganz ohne Rasten und Weilen,
    Gradaus in ihrem grimmigen Lauf,
    Nicht Wind noch Wetter hält sie auf.

    Sie klimmen wohl über die Höhen,
    Sie schwimmen wohl durch die Seen;
    Gar manche ersäuft oder bricht das Genick,
    Die Lebenden lassen die Toten zurück.

    Es haben diese Käuze
    Gar fürchterliche Schnäuze;
    Sie tragen die Köpfe geschoren egal,
    Ganz radikal, ganz rattenkahl.

    Die radikale Rotte
    Weiß nichts von einem Gotte.
    Sie lassen nicht taufen ihre Brut,
    Die Weiber sind Gemeindegut.

    Der sinnliche Rattenhaufen,
    Er will nur fressen und saufen,
    Er denkt nicht, während er säuft und frisst,
    Dass unsre Seele unsterblich ist.

    So eine wilde Ratze,
    Die fürchtet nicht Hölle, nicht Katze;
    Sie hat kein Gut, sie hat kein Geld
    Und wünscht aufs neue zu teilen die Welt.

    Die Wanderratten, o wehe!
    Sie sind schon in der Nähe.
    Sie rücken heran, ich höre schon
    Ihr Pfeifen – die Zahl ist Legion.

    O wehe! wir sind verloren,
    Sie sind schon vor den Toren!
    Der Bürgermeister und Senat,
    Sie schütteln die Köpfe, und keiner weiß Rat.

    Die Bürgerschaft greift zu den Waffen,
    Die Glocken läuten die Pfaffen.
    Gefährdet ist das Palladium
    Des sittlichen Staats, das Eigentum.

    Nicht Glockengeläute, nicht Pfaffengebete,
    Nicht hohlwohlweise Senatsdekrete,
    Auch nicht Kanonen, viel Hundertpfünder,
    Sie helfen Euch heute, Ihr lieben Kinder!

    Heut helfen Euch nicht die Wortgespinste
    Der abgelebten Redekünste.
    Man fängt nicht Ratten mit Syllogismen,
    Sie springen über die feinsten Sophismen.

    Im hungrigen Magen Eingang finden
    Nur Suppenlogik mit Knödelgründen,
    Nur Argumente von Rinderbraten,
    Begleitet mit Göttinger Wurst-Zitaten.

    Ein schweigender Stockfisch, in Butter gesotten,
    Behaget den radikalen Rotten
    Viel besser als ein Mirabeau
    Und alle Redner seit Cicero.

    Ich fände es einen Weg, viel mehr darauf zu achten, wie von oben nach unten getreten, beschämt, ausgeschlossen, verachtet, weggehört wird, die Diskrepanzen und Abstände zu verschmälern und zu versuchen, die entstehenden Parallelwelten zu öffnen. Das fängt am Besten bei einem selbst an. Stephan

    • Silvia Brückner sagt:

      @Stephan,

      da stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu.

      Die Geschichte sollte uns eigentlich lehren, dass es auf Dauer noch nie gut gegangen ist, wenn eine Regierung und eine Handvoll selbsternannter „Eliten“ breite Schichten des Volkes, nämlich die, denen es wirtschaftlich schlecht geht, die um ihre Existenz/ihre Arbeitsplätze, ihre Alteresrente bangen müssen (um nur ein paar Beispiele in dieser Richtung zu nennen) oder die Angst um die innere Sicherheit haben, die sich als Weiße/ Einheimische / Christen (oder Nichtmuslime) an den Rand gedrängt fühlen bzw. werden über längere Zeit ignorieren und zu unterdrücken versuchen.

      und eine „Allianz von Thron und Altar“ ist der Kirche auf Dauer auch noch nie gut bekommen, vor allem aber dürfte sie kaum im Sinne Jesu Christi sein.

      Zumindest in Deutschland habe ich den Eindruck, dass sich in der Kirche parallel zum Staat eine ähnliche „Elite“ entwickelt hat, denen die Menschen an der Kirchenbasis mit ihren Wertvorstellungen und Ängsten völlig egal sind, die man beliebig als die „ewig Gestrigen“ abstempeln kann, verdummen kann (ohne Berücksichtigung des Bildungsstandes der „Abgehängten“, wie man auch hier im Blog feststellen kann, wo christliche Werte, Bildung u.ä. oft mit beißendem Spott bedacht werden).

      Aber offenbar lernt „man“ aus der Geschichte nichts. Die so genannten Linkskatholiken (ich mag den Ausdruck nicht) denken, unter Papst Franziskus Oberwasser zu haben und ignorieren beharrlich, dass der Papst trotz oder gerade wegen seiner Barmherzigkeit urkatholische Werte vertritt, siehe die katholische Soziallehre, sein kompromissloses Eintreten für den Lebensschutz aller Menschen usw.

      • Brigitta sagt:

        Haben Sie eigentlich auch noch andere Wünsche an die Politik außer Lebensschutz, was bei Ihnen vor allem Kampf gegen Abtreibung zu sein scheint? Um es klar zu sagen: ich bin auch gegen Abtreibung. Aber ich stelle schon noch andere Ansprüche.
        Unser ganzes Rentensystem droht aus dem Ruder zu laufen. Und hier Mittel und Wege zu finden, wie wir zu einem für alle bezahlbaren System kommen, dass den SeniorInnen ein menschenwürdiges Leben im Alter ermöglicht, finde ich genauso wichtig. Denn auch das ist Lebensschutz.
        Das gleiche gilt für unser Gesundheitssystem. Auch hier hat sich inzwischen eine Zweiklassenmentalität herausgebildet. Wer es sich leisten kann wird gut behandelt, wer nicht, da kommt es auf den Arzt an. Auch hier gegenzusteuern wäre Lebensschutz.
        usw

  39. Antonius Theiler geb.1941 sagt:

    Ein Journalist Matthias Kolb, Harrisburg, schrieb in der Süddeutscher Zeitung verspätet über Lisa Vranicar-Patton:
    „Eine solche Leidenschaft gab es nie auf Seiten der Fans von Hillary Clinton – auch deswegen wird die Demokratin am Ende nicht Präsidentin.“

    Die Presse ist keine Lügenpresse, sie ist eine Weglass-Presse, sagt die Bayerische Kabarettistin Lisa Fitz!

    Denn es gab Leidenschaft für Clinton, die der schmutzigsten Art, Clinton Art.
    Die Münchner Abendzeitung schrieb:
    Denn als die „Queen of Pop“ Madonna (58, „Bitch I’m Madonna“) höchstpersönlich auf die Bühne trat, nutzte sie die Gelegenheit um für Hillary Clinton (68) als nächste US-Präsidentin zu werben. Und das nicht gerade jugendfrei.
    „Eine Sache noch, bevor ich das Comedy-Genie ankündige“, erklärte Madonna laut „Us Weekly“ den Zuschauern, „wenn ihr Hillary Clinton wählt, werde ich euch einen Blowjob geben – und darin bin ich wirklich gut.“ Doch während das Publikum darüber noch johlte, verbesserte sie ihr Angebot noch: „Ich nehme mir Zeit, habe viel Augenkontakt und ich schlucke.“

    Diese Leidenschaft riecht nach Geld. So blöd ist kein Volk, das hätte die Clinton schon wissen müssen. Aber Geld und Sex ist die Brechstange des Kapitalismus.

    Diese öffentliche Prostitution zu Gunsten der Hillary Clinton, die von beiden Clintons auch nicht im geringsten beanstandet wurde, hat den amerikanischen Wählern, besonders den Frauen, das Kraut ausgeschüttet. Dafür müssen wir weltweit diesem Volk danken. Ich hoffe für unsere Welt, dass wir in Zukunft nicht mehr so viel schlucken, schlucken müssen.

    Und für die Prostituierte „Madonna“ verordne ich regelmäßige Gesundheitskontrolle, wie es sich nun mal für solche Gestalten gehört.

    • F. H. sagt:

      Lieber Antonius Theiler,
      ich denke, in puncto Obszönität nehmen sich beide Seiten nicht viel. Die einen kehren’s halt mehr nach außen, die anderen leben’s in ihrer verlogenen oder aggressiven Rhetorik aus und machen’s mehr im Stillen.
      Ein kurzer Blick ins Internet reicht, um zu sehen, dass wir längst im ‚pornographischen Zeitalter‘ angekommen sind, wie ich es zu nennen pflege.
      Madonna ist nur EIN Symptom dafür, die bereits anderweitig erwähnten Sextouristen ein weiteres neben vielen anderen.
      Und wie wir alle schmerzhaft wissen, ist auch die katholische Kirche bis hinauf in höhere Kreise nicht davor gefeit (allein im deutschsprachigen Raum gibt es zahlreiche Beispiele).
      Ich persönlich denke aber, dass Madonnas Auftritt eher nur ein minimaler Tropfen war, und nicht ein ganzes Krautfass…

  40. nochmal zum Thema Russland- Putin.

    ja, es ist schrecklich, wenn der Putin nahe RT(Russia Today)Propagandasender die Pegida Demos live überträgt..
    Pars pro toto ist also klar, dass der ehem.KGB zum „Klassenfeind..) „übergelaufen “ ist..

    bei all dieser kruden Realität muss man aber schon auch erinnern,was in den letzten 28 Jahren passiert ist!!:

    Gorbatschow hatte ein neues Kapitel in den deutsch-sowjetischen Beziehungen aufgeschlagen, man denke an – die letztlich relativ unproblematische Zustimmung zur Einheit ( Das Gezeter von Frau Thatcher..) – Die Auflösung des östlichen Militär Bündnisses(Warschauer Vertrag – der Abzug der Truppen aus der ehem. DDR – die eher freundschaftlichen Beziehungen zu G. Nachfolger Jelzin (endete mit der fortschreitenden Alkohol Erkrankung – und der Ernennung Putins als seinen Nachfolger.
    im Vorlauf die Verwicklung Jelzins in Korrupte Machenschaften. er

    er entging der Strafverfolgung durch die mit der Ernennung verbundenen Erpressung durch Putin..

    Die ersten Jahre mit Putin waren ja durchaus noch konstruktiv-er hatte ja auch im Bundestag gesprochen und DA wurde nicht richtig hingehört..

    und deswegen nochmal eine Rückblende: Kohl und Genscher hatten Gorbatschow in die Hand versprochen, dass die neue BRD auf dem Gebiet der ehem. DDR und auch in den anderen neu entstehenden alten u.neuen Nationalstaaten KEINE Erweiterung militärischer Präsenz forcieren würden..!

    die weitere Entwicklung kennen wir, bis hin zu der beleidigenden Aussage Obamas (den ich im übrigen TROTZ ALLEM positiver sehe als viele Zeitgenossen) von der Provinziellen Mittelmacht..

    und noch eine ganz wesentliche 2. Rückblende:

    Gorbatschow hatte die Vision vom „gemeinsamen Haus Europas“ und das enthielt auch ein GEMEINSANES Sicherheitskonzept incl. USA. Anstatt der NATO. Davon blieb dann das Feigenblatt NATO-Russland Rat übrig..

    und eine große Wirtschaftsunion für GANZ EUROPA!!
    All das wurde nicht nur verworfen. Stattdessen wurde ua. ein neues Abwehrraketensystem an der russischen Grenze ( der Iran wurde da ins Feld geführt..)installiert!
    Auf einmal sprach man von Europa und Russland von 2 verschiedenen K
    Kontinenten..

    Also waren jetzt Dostojewski ,Tolstoi ,Tschaikowsky, Kopelew und die vielen anderen gestern und heute KEINE EUROPÄER??

    und das passierte in einer EINZIGEN Generation(28J)

    wie schrieb schon Bert Brecht: Das Gedächtnis der Menschheit ist erstaunlich kurz. wie wahr. -das Gedicht kann man im Netz nachlesen..
    auch WIR müssen dringend unsere Gewissen erforschen..

  41. Antonius Theiler geb.1941 sagt:

    Lieber @ Ullrich Hopfener,
    danke dass Sie die Vergangenheit so kurz und eindringlich uns vor Augen führten. Ich hoffe dass Ihre Zeilen möglichst viele lesen, prüfen und dann verinnerlichen.
    Die Frage, waren Dostojewski, Tolstoi, Tschaikowsky, Kopelew EUROPÄER??… bringt es auf den Brennpunkt. Zu Tolstoi kann ich sagen, er war nicht nur Europäer, er war auch ein tief religiöser Christ und somit Weltmensch. Eine Empfehlung an alle, die hier mitlesen, führen Sie sich Tolstois Buch „Nach vierzig Jahren“ zu Gemüte. Jetzt fällt allen die nicht irrsinnig werden wollen, wie Tolstois Trochim (Trofim), die von Ihnen Herr Hopfener verordnete Gewissenserforschung leicht. Schön wäre es, wenn auch die Eule die zum Schloss Bellevue fliegt mitmachen würde.

    Zum Lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Lew_Nikolajewitsch_Tolstoi

    • DANKE lieber @ Antonius Theiler
      „Russlandversteher“ werde ich gern genannt, für mich kein Schimpfwort,denn sonst gäbs keine Entwicklung.. deswegen hält man ja nicht nur Händchen…

      mein großes Vorbild EGON BAHR hat mit dieser Einstellung angefangen..in finsterster Zeit in Berlin – (1963) von den „Passierscheinen“ – bis zu den Ostverträgen-alles AUCH Bausteine für die Vereinigung!

  42. Katharina sagt:

    Schade, wie aggressiv und aufgeheizt der Ton auch hier ist. Überall so viel Aggressivität! Wie sagte doch meine Friseurin, eine eher „schlichte“ Frau, doch mit dem Herzen auf dem rechten Fleck als es um die Herren dieser Welt Trump, Putin und Co ging: Ja, gehen die nicht auch mal spazieren und freuen sich über den Sonnenuntergang oder wie schön ein Vogel im Baum singt? Bemerken die das überhaupt noch?
    Heute sich schon einmal über einen Vogel gefreut oder den schönen Herbst? Heute schon den kostbaren und hoch zerbrechlichen Frieden bedankt, in dem wir leben dürfen?

    • F. H. sagt:

      Um einen Brunnen zu vergiften braucht’s nicht viel…
      In Österreich war’s eher eine schleichende Vergiftung seit Mitte der 80er-Jahre, aber die Deutschen holen rasch auf und in Amerika ist ohnehin immer alles größer, schneller, weiter…

      Ich lese gerade ein Buch aus dem Jahr 1979, das mir vor ein paar Monaten „zufällig“ (Zufall ist das, was uns von Gott zufällt) in die Hände gekommen ist: „Für die Kirche von Morgen. Ein Gespräch mit Kardinal Suenens.“ Wie wohltuend unaufgeregt! Wie weitsichtig und angstlos-zukunfts-hoffnungsfroh! Der Mensch denkt, aber Gottes Geist lenkt (wenigstens diejenigen, die sich lenken lassen)
      Auf der anderen Seite was ganz aktuelles: Harald Lesch: Die Menschheit schafft sich ab. Die Erde im Griff des Anthropozän.
      Was tun wir nur unserem Planeten, der Schöpfung – und uns selbst, einander – an?! Alles nur für Eitelkeit, Geld, Macht und ein bisschen Lustgewinn… Das Wahre, Schöne und Gute bleibt dabei allerdings auf der Strecke.
      Ich verabschiede mich aus diesem inzwischen rekordverdächtig langen Thema mit einem herzlichen und ganz franzisk(an)ischen
      PACE E BENE!

    • Gabriele Luzia sagt:

      Was für wohltuende Gedanken, Katharina, nach all diesen Schrecken, voll von Kampf und Angriff und Recht-Haben-Wollen und Rechtfertigung! Mir blieb zunehmend die Luft weg beim Lesen einiger Beiträge dieses Themas.
      Ein kleiner Trost – vielleicht: … „Kommt zu mir, die ihr mühselig und beladen seid.“…

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