Interview zur Bilanz der Papstreise

Bilanzgesspräch

Geführt heute bei Radio Vatikan, auf der Website auch
nachzulesen.

 

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Einladung zum Kommentar – Was bleibt von der Reise?

Eine Einladung an alle Leserinnen und Leser: Ich wäre an einem Ersteindruck nach dem Ende der Papstreise interessiert:

– Nach der Lektüre all der Kritik und der Berichte
– Nach all den Übertragungen im Fernsehen
– Nach den Analysen und Überlegungen
– Und vor allem: Nach der Teilnahme an einer der Veranstaltungen oder Gottesdienste.

Die Reise ist ja noch nicht wirklich zu Ende, jetzt erst wird sich zeigen, was sie ausgelöst und angesprochen hat und was bleibt.

Papst Benedikt und Präsident Wulff bei den Begrüßungsansprachen im Garten von Schloss Belvue

Die Begrüßung des Papstes durch den Bundespräsidenten

 

 

 

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Papstreise – Ein erster Rückblick

ZDF - Kameras bei der Übertragung des Papstgottesdienstes in Freiburg

Übertragung der Papstmesse - aus meiner Sicht

Bei der Übertragung der Papstmesse an diesem Sonntag für das ZDF fragte mich Moderatorin Michaela Pilters, wie ich diese Papstreise, die langsam zu Ende gehe, beurteile. Also versuchte ich mich live und versuche ich mich nun hier an einem ersten, sehr provisorischen Rückblick. Kommentare sind willkommen.

Klartext ist das erste Wort, das mir bei der Reise in den Sinn kommt. Und dann natürlich die wunderbaren Gottesdienste. Im Wort zum Sonntag vor über einer Woche hat Papst Benedikt XVI. genau angegeben, was er zu machen gedachte. Weiterlesen

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Die Verfassung Deutschlands

Der Papst trifft an diesem Sonntag das Bundesverfassungsgericht. Aus diesem Anlass ein Blick auf das Grundgesetz der Bundesrepublik:

Präambel

Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.

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Meine KSJ und der Papst

Das Bild des Heiligen Ignatius bei der Vigilfeier

Links: Ignatius von Loyola, Patron der KSJ; Altarbild bei der Vigilfeier

Die Vigilfeier mit Jugendlichen: Die Verbände und Gemeinschaften stellen sich vor, und damit die Jugend der Kirche. Ehrenamtliche alle miteinander.

Der Schreiber dieser Zeilen hat auch ein kleines Ehrenamt für Jugendliche, ich bin seit einigen Jahren gewählter Bundeskaplan der KSJ, der Katholischen Studierenden Jugend. Umso stolzer bin ich, dass als zweites die KSJ Freiburg sich dem Papst vorstellen durfte. Bravo, KSJ, bravo! Das Audio ist geschnitten – Sorry, liebe übrige Verbände. Ich möchte aber anfügen, dass auch Pfadis und Minis, Don Bosco und Schönstatt eine wunderbare Figur abgegeben haben.
http://blog.radiovatikan.de/wp-content/uploads/2011/09/vigil
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„Vertrauen zurückgewinnen, Laien stärken“

Ein Interview mit dem ZDK-Präsidenten Alois Glück von meiner RV-Kollegin Anne Preckel.

Wie die Menschen wieder mehr zum Glauben bringen? Diese Frage treibt den Vorsitzenden des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, um. Und diese Frage ist es auch, die Grundtenor der letzten Station der Papstreise ist oder sein soll: Papst Benedikt XVI. trifft in Freiburg Vertreter der katholischen Laien, darunter Alois Glück, und angehende Priester. Fragen nach der Zukunft der Kirche und der Neuevangelisierung sollen auf den Tisch kommen.

„Kirche ist kein Selbstzweck“

„Zunächst ist einmal das Wichtigste, dass wir gemeinsam die Situation unserer Kirche bedenken. Miteinander beten, aber auch miteinander beraten darüber, wie die Situation ist, welche Schlussforderungen zu ziehen sind. Und das war das Großartige in der ersten Station mit Mannheim, dass die ganze Bandbreite der Kirche und Menschen, die in den unterschiedlichsten Diensten und Lebenssituationen sind, darüber miteinander beraten haben und eine gute Gesprächskultur entsteht. Das ist schon deshalb so wichtig, damit es nicht zu einer Polarisierung kommt, die destruktiv wird.“ Weiterlesen

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Luther für einen Katholiken

Die Händer Martin Luthers, Lutherstatue vor der Marienkirche in Berlin Mitte

Die Hände Luthers auf der Bibel - Lutherstatue vor der Marienkirche in Berlin Mitte

Martin Luther lässt mich nicht los. Es gibt so viele Meinungen, Ansichten, Erfahrungen und Lesarten des gestrigen Tages, an dem der Papst in Erfurt im ehemaligen Augustinerkloster war – dem Kloster, in das Martin Luther eingetreten ist und in dem er bis zu seinem Wechsel nach Wittenberg lebte – dass ich genau überlegen musste, was eigentlich mich am meisten beeindruckt hat. Und das war die Gestalt Luthers, der irgendwie immer da war. Sei es durch den Genius Loci, sei es durch die Deutlichkeit der Worte des Papstes, sei es durch die Würdigung des Ringens um einen gnädigen Gott, die der Papst ausgelegt hat.

Im Studium musste und durfte ich mich an Luthers Übersetzung des Römerbriefes abarbeiten. In wenigen Lehrveranstaltungen habe ich so viel Theologie gelernt und auch betrieben wie in diesem Seminar. Wenn man Luthers Gedanken folgt und seine Übersetzung unter die Lupe nimmt, dann kann man gar nicht anders, als selber einen Standpunkt einzunehmen. Wie ist das nun mit Gottes Zorn zu verstehen? Stehe ich als Getaufter immer noch in Gefahr ewiger Verdammnis? Wie gehen wir nach Christus um mit den Verheißungen des Alten Bundes? Weiterlesen

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‚Wie den Glauben gemeinsam leben?’

EIn Blick auf den Papstaltar in Erfurt, Papst Benedikt inzensiert den Altar

Messfeier in Erfurt

‚Keiner soll alleine glauben’: Ein Spruchband am Mariendom in Erfurt direkt neben dem Papstaltar bindet sehr gut zusammen, wofür der zweite Teil der Reise Papst Benedikt XVI. nach Deutschland steht.

Die Medien werden dominiert vom Wort „Enttäuschung“, aber die Menschen, mit denen ich gesprochen habe, sehen einen anderen Besuch. Während die 90.000 in Etzelsbach auf den Papst warteten, stimmten sie spontan – es war gerade keine Musik – ein ‚Großer Gott wir loben dich’ an. Sowohl auf dem Feld zur Vesper als auch zur großen Messe auf dem Domplatz zu Erfurt herrschte eine freudige, erwartungsvolle und auch geistliche Stimmung.

 

Die Themen von Erfurt und Etzelsbach

Der Papst sprach beide male über die Situation der Menschen hier, über die Diktaturen der Vergangenheit und auch über die Herausforderungen der Gegenwart, durch Diaspora und Glaubensverlust. Weiterlesen

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Papst Benedikt trifft Missbrauchopfer

Papst Benedikt XVI. hat an diesem Freitagabend fünf Opfer von sexuellem Missbrauch durch Priester und kirchliche Mitarbeiter getroffen. Direkt nach der Rückkehr von der Andacht in Etzelsbach fand das Treffen in den Räumen des Priesterseminars in Erfurt statt. Wie der Vatikan und die Deutsche Bischofskonferenz mitteilten, habe der Papst tief erschüttert von der Not sein tiefes Mitgefühl und Bedauern ausgedrückt für das, was ihnen und ihren Familien angetan wurde. Ihm und allen Verantwortlichen sei an der Aufarbeitung aller Missbrauchsdelikte gelegen, versicherte der Papst. Man wolle wirksame Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen fördern.

Wie bei dieser Art Treffen üblich wurde es nicht vorher bekannt gegeben. Nach dem Treffen begrüßte der Papst einige Pesonen, die sich um die Leidtragenden derartiger Verbrechen kümmern. Bei dem Treffen anwesend war auch der Missbrauchsbeauftragte der deutschen Bischofskonferenz, Bischof Stefan Ackermann.

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65 Zentimeter

Die Pieta von etzelsbach, eine bemalte Holststatue aus dem 16. oder 17. Jahrhundert

Pieta - Maria mit ihrem toten Sohn

Warum brauchen wir Christen Bilder? Warum können wir scheinbar nicht ohne? Die Pieta von Etzelsbach ist eine dieser Figuren, zu denen sogar Wallfahrten stattfinden. Nun glauben wir ja nicht an die wundertätige Wirkung eines Stückes Holz. Aber: Die Figuren stellen für uns etwas dar, was jenseits des Materials liegt. Der Pfarrer von Etzelsbach hat „seine“ Figur eine „Brücke für das Gebet“ genannt. Wir beten Maria nicht an, sind aber beruhigt davon, dass es Menschen gibt, die wir in Gottes Nähe wissen. Heilige eben. Und da wir sie nicht bei uns haben, machen wir uns Bilder von ihnen.
Wenn wir selbst uns Gott nicht so richtig zu nähern wissen oder auch die Worte nicht haben, dann vertrauen wir uns Brücken – Mittlern – an. Das Anschauen allein lässt vielleicht schon etwas ahnen. Das Gebet oder das Nachdenken oder die Meditation oder die Liturgie lässt uns einem Gott nahe kommen, der unserem Leben fremd ist, denn Gott ist ja Gott.

Dazu gibt es dann Rituale. Das einfachste ist wohl das des Anzündens einer Kerze. Eine aufwendigere Form ist die der Wallfahrt, ob allein oder mit anderen. Die Bilder rücken in unsere Blickfeld, aber durch die Bilder auch das, was wir dahinter wissen oder auch nur ahnen. Weiterlesen

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