Synode, mal wieder. Diesmal geht es um die Jugend

Jugend und Glaube und dazu die Frage danach, was für die kommenden Generationen Berufung bedeutet und wie sie „unterschieden“, also entdeckt und gefördert werden kann. Papst Franziskus hat an diesem Donnerstag bekannt geben lassen, dass sich die Bischofssynode 2018 mit diesem Thema befassen wird.

Die beiden letzten Versammlungen der Synode – 2014 und 2015, eine außerordentliche und eine ordentliche Versammlung – hatten sich mit dem Thema Familie befasst und hatten für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Nun scheint der Spannungsbogen abzufallen, „Jugend“ ist nicht so konfliktbeladen wie Familien- und Sexualthemen.

Abschlussrede des Papstes bei der Synode

Da ist sie wieder, die Bischofssynode

Und doch: wenn die Frage nach der Weitergabe des Glaubens an die kommenden Generationen nicht gelöst wird, sind alle anderen Fragen unsinnig. Das gilt vor allem für uns hier in Europa. Vor meinem Job hier beim Radio habe ich acht Jahr kirchliche Jugendarbeit gemacht, da ist viel Glaube, aber da fehlt es auch an vielem.

Das Thema hat es also in sich. Ich habe nur zwei Befürchtungen. Zum einen habe ich mal mit einem deutschen Bischof die Säbel gekreuzt, nach einem Gespräch über neue Medien und Digitalisierung und über die Tatsache, dass die nächsten Generationen völlig anders kommunizieren, als wir das gewohnt sind, hatte er vorgeschlagen, mehr in Jugendarbeit zu investieren, schließlich müsste Kirche diese Sprache lernen. Nachdem also Jahrzehnte lang gekürzt wurde, soll das nun der neue Königsweg sein, das hat mich schon geärgert. Es hat viele Versäumnisse gegeben, die müssen genannt werden.

Die zweite Sorge hat auch mit Kommunikation zu tun: wie kann in dem Synoden-Format, das etwas sperrig ist, nicht nur über sondern vor allem mit Jugendlichen gesprochen werden. Eine einfache Umfrage im Vorfeld wird da nicht ausreichen.

Noch ist ja Zeit, sich was einfallen zu lassen.

 

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Der Kontinent ist egal

Wir Jesuiten wählen uns einen neuen Generaloberen. Das ist insofern ungewöhnlich, als der letzte noch lebt. Auch dessen Vorgänger lebt noch, eigentlich sehen unsere Ordenssatzungen vor, dass dieses Amt auf Lebenszeit vergeben wird. Prinzipienstarre ist aber nicht gerade etwas, was man Jesuiten vorwerfen kann, und so werden die Regeln, die für andere Zeiten und Gesundheitssysteme gemacht waren, anders angewandt als früher.

Pater Nicolás (l) nach seinem Rücktritt neben dem Interims-Leiter des Ordens, Pater Jim Grummer

Der ehemalige Obere Pater Nicolás (l) nach seinem Rücktritt neben dem Interims-Leiter des Ordens, Pater Jim Grummer (c) SJ

Die Wahl bekommt eine gewissen Aufmerksamkeit. Zum einen, weil wir der größte Männerorden der Kirche sind, zum anderen, weil der Papst einer von uns ist. In deutschsprachigen Medien habe ich bislang noch wenig gefunden, aber vor allem in angelsächsischen Medien gibt es schon einiges.

Vor allem gibt es Spekulation, wer denn nun Generaloberer werden wird. Und das ist auch eine Frage, die Kollegen wie auch Mitbrüder von jenseits der Alpen ab und zu stellen.

Ganz ehrlich: keine Ahnung. Ich weiß noch nicht einmal genau, wann gewählt wird, das hängt von den inneren Abläufen und den einzuhaltenden Verfahren ab. Wir wählen auf eine sehr merkwürdige Art, wann dabei ein Ergebnis zu Stande kommt, kann man oder besser: kann ich nicht sagen.

Noch unwissender bin ich bei Namen. Ein wenig stolz macht es mich schon, dass ich so gar keine Politik in den vergangenen Monaten erlebt habe. Nicht einmal habe ich gehört, dass jemand einen Namen platzieren wollte oder gar sich selbst ins Spiel gebracht hat. Stolz, weil es zeigt, dass das eben kein anzustrebendes Amt ist.

Eine andere Frage ist die, ob denn jetzt mal jemand aus Asien gewählt wird oder Afrika. Hier fühle ich mich in einer Antwort sicherer: Erstens kann das schon sein. Zweitens aber – und das scheint mir wichtiger – ist das glaube ich ziemlich egal. Die Wähler suchen jemanden, der das geistliche, menschliche und intellektuelle Format für eine solche Aufgabe hat. Woher derjenige dann kommt, ist zwar nicht egal, aber nachrangig. Wir sind glaube ich auf eine gute Weise darüber hinweg, Proporz wichtig zu finden. Jedenfalls ist das mein Eindruck. Unsere Ordensregeln sind sehr anspruchsvoll, dafür jemanden zu finden ist schwer genug.

 

Vom Ende der Welt oder nebenan

 

Eine andere Kategorie scheint mir wichtiger. Nimmt man die letzten drei Generalobere des Ordens, dann haben sie eines gemeinsam: sie haben alle in ihnen fremden Kulturen gearbeitet. Pater Nicolás, der jetzt zurück getreten ist, als Spanier in Japan und auf den Philippinen. Der in den Niederlanden geborene Peter-Hans Kolvenbar, Nicolás Vorgänger, war lange Jahre im Libanon uns ist auch wieder dahin zurück gekehrt. Und dessen Vorgänger, der von uns sehr verehrte Pater Arrupe, war auch ein Spanier, der im Osten gearbeitet hat und in Hiroshima den Atombombenabwurf erlebt und überlebt hat.

Das ist eine Kategorie, die ich viel Spannender finde, als die des Herkunftskontinents: Kulturüberspannend.

Viel bekommen wir anderen nicht von den Vorgängen in der Aula mit, fast ausschließlich nur die Stimmung beim Frühstück und dann wieder abends. Das zu beobachten allein ist aber schon spannend. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass die Mitbrüder eine gute Wahl treffen, ob nun vom Ende der Welt oder von nebenan.

 

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Schmerzensmänner

Eine Figur, aufrecht gerade stehend, den Betrachter von der Leinwand aus anblickend. In der einen, flach vor sich gehaltenen Hand trägt sie eine Art Modell von einer Kirche. Eine ganz klassische Szene, so werden Stifter von Kirchen und Klöstern dargestellt, Heilige oder auch nicht.

Nur, das Bild, das ich hier meine, hat so gar nichts von Kirche oder Andacht. Es ist eines einer Serie des Malers Georg Baselitz, „Helden“ genannt. Derzeit sind die Bilder in Frankfurt im Städel-Museum zu sehen.

Gemälde von Georg Baselitz: Der Hirte, von 1965

Georg Baselitz (*1938) Der Hirte, 1965, Öl auf Leinwand, 162 x 130 cm Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Leihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung, seit 1993 © Georg Baselitz 2016 Foto: Frank Oleski, Köln

Vor den Renaissance-Malern wurden diese Heiligen oder Stifter, diese bewundernswerten Menschen, ohne Handlung dargestellt. Die stehen da nur, da geschieht nichts in den Statuen oder den Altarbildern. Die Handlung ist heraus genommen, sie passiert höchstens im Kopf des Betrachters, der die Geschichten kennt. Aber der Mensch dort auf der Säule oder der Leinwand tut nichts. Er wird schlicht dargestellt.

So macht es auch Baselitz mit seinen „Helden“, es sind Typen, keine Individuen, sie sind dargestellt, sie handeln nicht. Sie stehen, schauen den Betrachter an, grob und roh in den Gesichtszügen aber nicht aktiv. Da steckt zwar Bewegung drin, aber keine Handlung. Das ist ein Widerspruch, zugegeben, aber genau so stellen sich die Bilder vor.

Und obwohl alles an ihnen vom Krieg und Verwundung erzählt, hilft nichts im Bild dabei, die Figuren zu identifizieren oder zu individualisieren. Es sind halt Typen.

 

Baum, Fahrrad, zerrissene Uniformen

 

Zurück zum Mann mit der Kirche in der Hand: christliche Symbolik gibt es einige bei Baselitz, wenn ich mir auch nicht sicher bin, dass er genau das meint. Das Bild mit der Kirche in der Hand heißt „Der Hirte“. Es gibt aber noch viele andere Bilder, die genau so heißen, ein anderer Hirte hat zum Beispiel ein Kreuz am Kopf, auch das christliche Symbolik.

Überhaupt scheinen Baselitz Helden so etwas wie Schmerzensmänner zu sein, allein das schon christliche Bildsprache. Sie sind kraftvoll-muskulös und schwach zugleich, klar verletzt, verwundet, sie stehen in zerstörten Landschaften, da klingt deutlich der Krieg nach. Sie tragen alle Uniform, oder vielmehr: Lumpen, die mal Uniform waren. Die Bilder sind aus den 60er Jahren, Baselitz holt die Erfahrung des Krieges noch einmal auf die Leinwand.

Seine Leidensmänner stehen alleine da. Oftmals stehen sie freigestellt, viele Bilder haben keinen Hintergrund. Da ist höchstens ein Baum, scheinbar immer derselbe. Oder es ist einige Male nur dieser Baum, den Baselitz gemalt hat. Er hat immer einen gebrochenen Ast, dann sind da rote Tropfen – Blut – die herab tropfen. Auch die ständige Wiederholung der Themen und Attribute wie der Uniform der „Helden“ trägt zur Typenhaftigkeit bei. Daneben stehen immer wieder Schubkarren, Fahrräder oder brennende Häuser.

Baselitz - Die Helden: Blick in die Ausstellugsräume

Ausstellungsansicht „Georg Baselitz. Die Helden“
Foto: Städel Museum

Es sind flächige Bilder, sie haben keine Tiefe, keinen Raum. Karminrot, braun, pink, das sind die vorherrschenden Farben. Die Bilder halten sich zurück, da ist keine Geste, kein Triumpf. Sie vereinnahmen nicht, posieren nicht wie es Helden heutzutage immer tun, wenn sie auf der Leinwand zu sehen sind.

 

Keine Bruce-Willis-Schmerzensmänner

 

Und hier wird die Ausstellung spannend. Einerseits sind da die christlichen Symbole und Anspielungen. Andererseits haben wir heute viele Helden vor Augen, die als leidende Schmerzensmänner über die Leinwand laufen. Nehmen wir Bruce Willis, blutend, zerrissen und schwitzend hat er aus dieser Figur eine ganze Filmkarriere gemacht, „Die Hard“ und so weiter. Oder auch Jason Bourne und all die anderen blutenden Filmhelden. Sie sind ist der Held, der leidet und der dann am Ende, nun, genau: Held ist. Großes Gefühl, und am Ende überwiegt der Sieg das Leiden. Weiterlesen

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Der Saal der verlorenen Schritte

Wer Kirchen aus der eigenen Erfahrung kennt, für den ist Sankt Peter eine ganz besondere Welt. Selbst heute noch, wo wir übergroße Räume aus Film und aus Stadtwelten mehr kennen als früher scheint dieser Raum riesig groß zu sein. Und ist es ja auch.

Saal der verlorenen Schritte – so nennt Émile Zola Sankt Peter bei seiner Reise 1894. Er hat über seine Reise eine Tagebuch geschrieben, das unlängst auf deutsch (neu) herausgegeben wurde. Sehr hart geht der französische Groß-Intellektuelle mit der Stadt um, und auch Sankt Peter bekommt so einiges ab. So bemängelt er, dass man nirgendwo eine Kerze anzünden könne, eine Frömmigkeitsübung, die er aus Frankreich gut kennt.

Aber Sankt Peter ist kein normaler Ort.

Weihnachten in Sankt Peter

Weihnachten in Sankt Peter

Seit sieben Jahren lebe ich nun schon hier und immer wieder gehe ich in diese Kirche hinein. Sie ist faszinierend, aber auch irgendwie komisch. Ein richtiger Ort des Glaubens wird sie nur, wenn der Papst darin Messe feiert und große Massen versammelt sind. Aber dafür ist sie ja eigentlich nicht gebaut, sondern zur Repräsentierung, auch zum Angeben – wenn man sich einige Portraits verstorbener Päpste ansieht – als Ort eines egomanischen Künstler-Genies (Bernini) und als vieles mehr.

Nur die Akustik ist schlecht. Kein Wunder bei einer Kirche, die vor allem fürs Schauen gebaut ist.

Aber Zola hat schon recht, wenn man morgens um sieben dort hinein geht, dann ist die Kirche so leer wie sonst nie und man erlebt sie so, wie er sie erlebt hat. Ein Thronsaal sei das, mehr Tempel als Kirche.

Aber spannenderweise ist genau das die Zeit, in der ich Sankt Peter so gerne mag. Riesig: ja. Leer: ja. Kein Gemeindeort, kein Bet-Ort, alles überwältigend und bunt, die Blicke durch Perspektiven, Gold und Statuen geleitet. Aber trotzdem ist das was Besonderes morgens um sieben, wenn keine Tourigruppen erklärt bekommen, wer und was das nun gerade ist, wenn man nicht anstehen muss und der gesamte Saal sich in ein Museum verwandelt.

Morgens um sieben hallen die Schritte wirklich, und man ist in einer großen Leere, wie es sie sonst nicht gibt. Das ist es wohl: prächtig, aber leer, noch einmal Luft holend bevor die Massen kommen, so viel Geschichte in sich versammelnd, die später dann auf einige Fotos reduziert wird. Morgens um sieben ist die Kirche noch entspannt, plustert sich nicht auf, man erkennt ihre echte Größe und Weite.

Denn dieser Saal gibt auch Raum. Weit, leer lässt er Blicke schweifen. Keine Werbung, keine Ablenkung, denn alles ist wie beim letzten Besuch auch schon. Man sieht Neues, aber nur wenn man schweifen lässt.

Und ich schweife gerne mal herum. Und dafür ist Sankt Peter der beste Ort in Rom überhaupt. Und dann wird er für mich auch zur Kirche.

 

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„Call it anything!“

Ich weiß es noch wie heute: Ich saß mit zwei Freunden in der Bretagne in einem Café, abends. Ich hatte eine Woche Rucksack-Wandern dort hinter mir und die beiden waren mit dem Auto gekommen, gerade angereist, wir wollten weiter um mit einigen Kommilitonen zusammen in einem Haus im Norden, an der Küste, Urlaub zu machen. Es muss in Concarneau gewesen sein, oder in Quimper, das Detail habe ich vergessen, aber das Café sehe ich noch vor mir.

Miles Davis 1986 in Den Haag

Miles Davis 1986 in Den Haag

Das war der Tag vor genau 25 Jahren, der Tag an dem Miles Davis starb. Wir haben in der Jukebox nachgesehen und tatsächlich gab es mehrere Stücke von Davis da drin, also spielte die Box zur großen Verwunderung der anwesenden Franzosen „Kind of Blue“. Als Hommage.

Damals hätte ich mich in den Hintern treten können. Ich hatte noch die Gelegenheit gehabt, Miles Davis live zu sehen, war damals aber nicht ins Konzert gegangen, weil zu Hause was anderes stattfand. Und so ging der Mann, dessen Musik mir so viel sagt wie kaum eine andere, ohne dass ich ihn jemals habe live hören können.

Seine Kollegen habe ich dann alle in Concert gehört, Wayne Shorter, John McLaughlin, Herbie Hancock, Chick Corea, und so weiter. Nur eben Miles Davis selber nicht.

Der Mann war die perfekte Synthese aus Markt und Genie. Jede Platte war ein Schritt weiter, der Mann ist nie stehen geblieben. Und wie bei den Beatles kamen die Platten oft in atemberaubend kurzen Abständen. Und immer was Neues. Die Story ist ja eigentlich, dass aus den Kulturen und Traditionen der Schwarzen der Jazz entstand, dann vermarktet wurde – von Weißen – bis er schließlich im Mainstream, damals bei Glen Millers Gedudel, heute bei norwegischen Sängerinnen in immer schnellerer Abfolge, endgültig marktkonform ist. Bei Davis stimmt das nicht. Seine großen Werke wie Bitches Brew und In a Silent Way sind erst durch die Zusammenarbeit mit der Plattenfirma Columbia überhaupt möglich geworden. Er wollte Pop und Rock einbeziehen, er wollte Musik nicht für die Oberklasse-Elite der Jazzversteher machen, sondern für alle (Schwarzen, das muss man dazu sagen). Und das würde dann die Synthese von Markt und Genie. 

Fachleute sagen, dass er nicht gerade ein genialer Techniker an der Trompete war. Sein Genie lag woanders. Vor allem darin, Musiker zusammen spielen zu lassen. Er hat aus allen das Beste heraus geholt. Und wenn auch andere die Stücke geschrieben haben, er hat daraus in seinen wechselnden Besetzungen Musik gemacht.

 

Immer neu: Probierer oder Verräter?

 

Seine Musik ist herrlich unpathetisch, ohne Romantik, so gar nicht verspielt. Sie ist anders als so viel Anderes Zeug in den Jazz-Regalen nicht Gehörgang – angepasst. Sie besteht immer aus vielen Stimmen, nie nur der Trompete, die Trompete antwortet und übernimmt, sie ist der Chef aber lässt den Rest der Truppe nicht als Untermalung auftreten.

Zuletzt schrien sie dann alle „Verrat“, als er mit Pop experimentierte. Er wollte halt kein Archivar des klassischen Jazz sein, sondern von den Leuten gehört werden. Schon Ende der 60er und dann heftig in den 70ern mit „Bitches Brew“ und so weiter hat er Massentaugliches in seine Musik aufgenommen, auch wenn das heute völlig schräg klingt. Er wollte den Anschluss an die Menge, an die Vielen, aber ohne Kompromisse zu machen. Mal gelang es ihm, mal weniger, vor allem in den letzten Jahren ist er Wege gegangen, die nur noch weniger Jazzer mitgehen wollten.

War das noch Jazz? Seine Antwort: „Call it anything!“

Bis heute höre ich die alten Scheiben genauso gerne wie die neuen, die unbekannten genauso wie die Stars unter den Platten „Kind of Blue“ oder „Filles de Kilimanjaro“.

Musik ist eine Sprache. Und wenn man sie nicht dauern im Hintergrund dudeln lässt und zu einem Ambient-Wohlfühl-Geräusch herabwürdigt, dann kann sie auch was erzählen. Und gute Musik tut das auch, wenn man ein Stück zum x-ten Mal hört. Und genau deswegen mag ich Miles Davis.

Also schiebe ich heute, am 25. Todestag, seine beste Scheibe in den Player, „In A Silent Way“. Und freue mich, dass seine Musik immer noch zu mir spricht.

 

 

PS: Da ich in diesen Tagen unterwegs bin und nicht ständig Zugang zum Netz habe, kann es mit dem Freischalten von Kommentaren etwas länger dauern. Ich bitte um Nachsicht.

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„Ich nicht fromm!“

Während meines Studiums in München habe ich einmal mit einem Mitbruder aus einem asiatischen Land zusammen gelebt, der sehr gut inkulturiert war. Eines Tages nun hatten wir Besuch und er bekam – idiotischerweis – eine Frage auf Englisch gestellt, irgendwie traute der Gast ihm kein richtiges Deutsch zu, typisch. Also die Frage war: „Where are you from?“ Seine spontane Reaktion: „Ich nicht fromm, ich nicht fromm!“ Nervös, wie er war, vergaß er das Verb im Satz, um klar und deutlich zu sagen, dass „fromm“ auf keinen Fall für ihn zutreffe; ignorierend, was eigentlich die Frage war.

Fromm sein, das ist bei uns immer noch sehr oft ältere Menschen mit Kerzen oder ein Rosenkranzgebet im Altenkreis oder traditionelle Innerlichkeit oder alte Gebetbücher. In jedem Fall würden sich die meisten Christen in Deutschland, sollten sie sich selber beschreiben sollen, nicht „fromm“ auf ihre Karte schreiben. Oder? Hand aufs Herz!

Fromm sein hört sich an wie harmlos sein, wie klein beigeben, wie alles über sich ergehen lassen. Das will man nicht sein, man lebt seinen Glauben ja schließlich selbstbewusst. „Es ist ruhig das Alter und fromm“, dichtete Hölderlin (‚meiner verehrungswürdigen Großmutter zum 72sten Geburtstag‘, zitiert übrigens auf Deutsch von Papst Franziskus bei seiner allerersten Audienz), da will man sich nicht vor der Zeit einreihen.

 

„Es ist ruhig das Alter und fromm“

 

Die Geschichte meines Mitbruders fiel mir wieder ein, als mir neulich eine meiner Aufzeichnungen zu den vielen Papstthemen wieder in die Hand gerät. Ich bin nicht unbedingt ein großer Fanatiker in Sachen Ordnung, da kann schon mal ein Thema liegen bleiben. Reifen, sozusagen.

Was ist das also nun, die Frömmigkeit?

Auch das ist 'Frömmigkeit': Michelangelos Pietà im Petersdom

Auch das ist ‚Frömmigkeit‘: Michelangelos Pietà im Petersdom

Viel ist aus der lateinischen Sprachwelt zu uns gekommen, früher bedeutete Frömmigkeit/Pietas eine Art Unterordnung unter die Götter, eine Verehrung und Achtung. Pietas, das war auch die Achtung der Kinder vor den Eltern samt Unterwerfung unter das Urteil des Vaters, kein Wunder, dass die deutsche Entsprechung, Frömmigkeit, nicht wirklich beliebt ist.

Versuchen wir also den Begriff zu umgehen. Nennen wir das „innere Haltung des Glaubens“. Das kann dann selbstbewusst sein, ohne die Unterwürfigkeit mit zu transportieren.

Pietas hat aber als Wort einen Vorteil, den weder ‚fromm’ noch die von mir gerade formulierte Haltung wettmachen kann, Pietas bedeutet auch Erbarmen, Barmherzigkeit. Wie es im liturgischen Ruf heißt: „Ten piedad de nosotros!“ auf Spanisch, „abbi pieta di noi!“ auf Italienisch, und auf Deutsch: „Erbarme dich unser!“.

Wenn wir also „innere Haltung des Glaubens“ sagen, oder unsere Haltung Gott gegenüber irgendwie anders ausdrücken, dann müssen wir sicher gehen, dass diese Dimension zumindest mitgedacht wird. Weiterlesen

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Dafür sein

„Mir gefällt es nicht, von islamischer Gewalt zu sprechen, denn ich sehe Gewalt jeden Morgen, wenn ich die Zeitung aufschlage, hier in Italien“: Es sind Sätze wie diese, welche die Emotionen ausschlagen lassen. Was sagt er da nur? Vergleicht er häusliche Gewalt oder Mafia-Gewalt mit den Gewaltorgien des sog. Islamischen Staates?

Mit Papst Franziskus fährt am Dienstag jemand zum Friedenstreffen nach Assisi, der immer und immer wieder sehr deutlich macht, dass Gewalt und Religion nichts miteinander zu tun haben und dass Versuche, Religion für Gewalt und deren Legitimation heran zu ziehen, Blasphemie sind. So weit, so gut.

Aber ist das mehr als nur ein hilfloses Zeichen, oder abgespulte Gedenk-Trefferei?

Symbolort Assisi

Symbolort Assisi

Auf jeden Fall. Der Papst – und all die anderen – können gar nicht genug nach Assisi fahren, um dem Dröhnen der Gewalt etwas entgegen zu setzen. Dort hat sich so etwas wie eine gemeinsame Basis herauskristallisiert, seit 1986, mehr noch in den Treffen danach.

Die Assisi Erklärung von 2002 – noch ganz unter dem Eindruck der Terroranschläge in New York von 2001 – wurde anlässlich es Papstbesuches beim Treffen von 2011 wieder aufgegriffen und nennt die Eckpunkte dieser Basis. Da ist erstens der Charakter der Verpflichtung. Das ist keine Übereinkunft, das ist mehr.

„Irrtümer und Vorurteile in Vergangenheit und Gegenwart“

 

Dann spricht man von „Kultur der Dialogs“, von „Recht auf ein würdiges Leben“, von „Verzeihung“ in Bezug auf „Irrtümer und Vorurteile in Vergangenheit und Gegenwart“. „Wir, Angehörige von unterschiedlichen religiösen Traditionen, werden nicht müde, zu verkünden, dass Frieden und Gerechtigkeit nicht voneinander zu trennen sind“, heißt es abschließend.

Der Verweis auf 2001 ist dabei nicht unwichtig: Damals schon standen die Zeichen auf Konfrontation, auf „Achse des Bösen“ und Einmarsch in Irak und so weiter. Auch heute passt das, der Terror ist kleiner geworden, aber dafür zielt er nicht auf große Gebäude, sondern auf den Alltag hier in Europa. Auch hier steht viel auf Mauer bauen, ausgrenzen, Sicherheit, bis hin zu Gewalt.

Dagegen richten sich die Treffen von Assisi seit nun 30 Jahren.

Die Polemiken dagegen haben seitdem nicht nachgelassen, die ignoriere ich hier einmal, vor einigen Tagen habe ich ja schon was dazu gepostet.

 

Keine Sofortresultate

 

Stattdessen will ich dafür sein. Was ja schwerer zu sein scheint als dagegen zu sein. Natürlich gibt es keine Sofortresultate, was man ja auch daran sieht, dass 30 Jahre nach dem ersten Treffen die Welt noch immer nicht gerettet ist. Trotzdem ist es wichtig, dass sich auch diejenigen zeigen und treffen, die für etwas sind, die keine politischen Pragmatiker sind. Und das an dem symbolischen Ort Assisi tun. Weiterlesen

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Dem Unfrieden ein „Nein“!

Es war vorauszusehen. Als wir auf unserer Facebook-Seite das Gebetstreffen von Assisi in diesem Jahr (18.-20. Sept) ankündigten, kamen gleich die üblichen Kommentare, ob es denn helfe, wenn Götzen angebetet würden und so weiter. Es gibt immer irgendwelche Menschen, die von sich selber so sehr überzeugt sind, dass sie nur auf andere herab schauen können. Und das dann auch noch sagen müssen, Facebook ist voll davon.

Dabei verlangt die Kirche Respekt, auch und gerade vor anderen Religionen. Die Frage nach der Wahrheit unseres eigenen Glaubens bleibt davon unberührt. Natürlich gehen wir davon aus, dass Jesus Christus der Retter der Menschen – aller Menschen – ist, der einzige Retter. Aber genau so gehen Muslime von ihrer Wahrheit aus, Buddhisten, Hinduisten und andere Religionen von ihrer Religion und in ihrem Verständnis von Wahrheit.

Das erste Gebetstreffen in Assisi mit Papst Johannes Paul II.

Das erste Gebetstreffen in Assisi mit Papst Johannes Paul II.

Das als „Götzendienst“ abzutun hat nicht die Absicht, den eigenen Anspruch auf Wahrheit zu betonen. Das kann man auch anders tun, ohne respektlos zu sein. Diese Vokabel hat nur den Zweck, zu beleidigen.

Warum ich derlei hier aufgreife? Und damit noch mehr Aufmerksamkeit schenke, als so was verdient?

Ich greife das auf, weil ich glaube, dass wir derlei beleidigendes Reden nicht einfach durchwinken können mit der Begründung, dass sich ein Streit gar nicht lohnt. Das mag schon sein, dass der nicht lohnt, aber trotzdem muss hier und an anderer Stelle mal „Nein“ gesagt werden.

Wenn in Assisi Menschen beten, nach ihren Riten und Religionen, und es allen gemeinsam um Frieden geht, dann ist das etwas Gutes. Wer kleingeistig und letztlich menschenverachtend gleich „Götzendienst“ ruft oder „Sorgen“ um die Integrität christlicher Altäre äußert, dem ist offenbar der Frieden nicht wichtig. Das muss man mal so sagen.

Frieden ist nicht nur nachgeben. Frieden heißt auch, nicht allen alles durchgehen zu lassen. Dem Unfrieden ein „Nein“! Und genau deswegen fährt auch Papst Franziskus in vier Tagen dorthin.

 

 

PS: Da ich in diesen Tagen unterwegs bin und nicht ständig Zugang zum Netz habe, kann es mit dem Freischalten von Kommentaren etwas länger dauern. Ich bitte um Nachsicht.

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„Mut zur Weite der Vernunft“

Es ging um Dialog. Wenn man heute irgendwo im kirchlichen oder journalistischen Kontext die „Regensburger Rede“ von Papst (mittlerweile emeritus) Benedikt XVI. erwähnt, ist das Urteil klar: das war Konflikt, Beschwerde, Beleidigung des Islam und danach musste der Papst zu seiner schwierigsten Reise antreten, zu der in die Türkei. Genau zehn Jahre ist das nun her.

Dabei ging es in Wirklichkeit um Dialog. Das ist ironisch und vielleicht sogar tragisch. Man könnte jetzt nachzeichnen, mit wie viel Verspätung den meisten erst aufgegangen ist, wie skandalös das eine Zitat angeblich gewesen ist. Viel von der Aufregung war nachträglich inszeniert, vor allem in den Medien, man hatte einen Griff, mit dem man den Papst mal so richtig schön packen konnte.

Papst Benedikt in Regensburg

Regensburger Rede

Das geht schon damit los, dass der Papst den alten Gedanken der „universitas“ lobt, Fachleute aller Studien- und Lehrrichtungen treffen aufeinander, etwas was der Papst damals schon in der Vergangenheitsform beschrieb. In einer modernen Hochspezial-Universität mit wirtschaftlicher Förderung gibt es so was ja nicht mehr.

Es geht ihm um Dialog, und zwar ganz in seinem Denken verankert. Während Papst Franziskus ebenfalls ein Papst des Dialoges ist, lebt er ihn ganz anders, als „Dialog der Freundschaft“, während des Benedikt XVI. um das nicht minder wichtige Denken geht. Und deswegen hat er wohl diese Gedanken auch an einer Universität geäußert.

 

„Gott hat kein Gefallen am Blut”

 

In diesen universitären Dialog hinein gehört – so fährt die Vorlesung, wie es der Papst selber nennt, fort – auch das Fragen nach der Vernunft und dem Glauben: Das Thema von Papst Benedikt.

Und dann fällt das Zitat, das er selber als „für uns unannehmbar“ bezeichnet, was ihn aber nicht vor Kritik geschützt hat. Ob zu Recht oder nicht, das soll hier erst mal nicht das Thema sein.

Ich zitiere aus der Vorlesung: „Der Kaiser [Manuel II. Palaeologos von Byzanz] begründet, nachdem er so zugeschlagen hat, dann eingehend, warum Glaubensverbreitung durch Gewalt widersinnig ist. Sie steht im Widerspruch zum Wesen Gottes und zum Wesen der Seele. „Gott hat kein Gefallen am Blut”, sagt er, „und nicht vernunftgemäß, nicht „σὺν λόγω” zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider“.“ Wer mag da widersprchen? „Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung”, um noch ein Zitat des Kaisers, das der Papst anführt, zu nennen.

Und dann beginnt der Papst seine Ausführungen zur Frage, ob vernunftmäßiges Handeln und das Wesen Gottes zusammen zu denken sind oder nicht. Er argumentiert theologisch, er argumentiert vor allem auch biblisch, er zeichnet kurz Entwicklungslinien im Christentum nach. Letztlich sagt er, dass das Aufeinandertreffen von griechischer und christlicher Welt kein Zufall war, dass sich Vernunftdenken und biblische Tradition ergänzen und gegenseitig befruchten, dass auch in der Bibel „Aufklärung“ zu finden ist.

 

Plädoyer für den Dialog von Glauben und Vernunft

 

Sehr kritisch geht der Papst mit der Reformation um, die durch „sola scriptura“ die Schrift wieder vom sie auslegenden Denken trennen wollte, so der Papst, das gehört in eine lange Debatte, in die sich Joseph Ratzinger immer wieder eingeschaltet hat.

Damit hat er die beiden Grundpositionen markiert: Gehören Logos-Denken, vernunftgemäßes Denken, und Bibel und Glaube zusammen? Oder nicht? Wie steht es mit der Wissenschaftlichkeit, um den Ort der Vorlesung – die Universität – wieder mit ins Spiel zu bringen? Weiterlesen

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Fran: lehm-glück der rhani, ran, komponente f contra Zahl: 6,9

Immer wieder eine Überraschung: man macht den Rechner an und schaut in den Posteingang, man liest die Kommentare bei Facebook oder hier im Blog, man schaut ins Fax oder am besten noch öffnet einen Briefumschlag – immer und immer wieder schlagen einem da kleine Kunstwerke entgegen.

Meist wie ich annehmen muss verwirrte Menschen schicken uns Meinungen, Aufforderungen, Texte deren Sinn und Zweck sich nicht sofort erschließen, wenn überhaupt. Sie schicken überhaupt alles, was einem in den Sinn kommen kann. Oder was einem selber nie in den Sinn kommen würde. Jedenfalls hoffentlich nicht.

Das Leben ist zu kurz, sich mit all dem zu beschäftigen, aber einiges davon kommt in meinen Lieblingsordner im Büro, „Best of Zuschriften“ genannt. Den pflege ich jetzt seit ich hier bin, also seit 2009. Sehr voll ist der nicht, man muss sich also schon was einfallen lassen, um da hinein zu kommen.

Die Aufforderung zum Beispiel, doch zu kontrollieren, ob der Papst wirklich Papst ist und ob er „korrekt die Personen aus der Bibel mit Vor- und Nachname in den Fußnoten genannt hat.“ Ist ja wirklich ein wichtiges Kriterium.

 

„Best of Zuschriften“

 

Oder der Mensch, den man nicht in Rom hat studieren lassen, weil das die Wahl Joseph Ratzingers zum Papst verhindert hätte. Da waren wohl finstere Kräfte am Werk.

imageOder die Interpretation des Namens Franziskus: „Fran: lehm-glück der rhani, ran, komponente f contra Zahl: 6,9 / Zis: c# musik aus zisterne lehm und wasser nach ignatius Vitaminsäuren zur Wasserreinigung Zahl 7 / Kus: kosen, küssen, Küste, alteuropäisch für Tangente Zahl 28″. Dankenswerterweise hat der Schreiber uns die Rechte zur Nutzung zugestanden. Puh, wäre das also auch gelöst.

Oder es schreibt uns Jesus Christus, der endlich zur Kenntnis genommen werden will. Der Erlöser ruft auch manchmal an, aber das ist ein anderer. Wie ignorant wir doch sind. Oder einfach nur verwirrt von so viel Jesus. Also muss dieser Jesus Christus nun eine neue Kirche gründen.

Oder da sind die Kreativlinge im Beschimpfen. Eigentlich mag ich so was ja gar nicht, aber wenn man uns „Irrationalismusheiten“ nennt, dann kann man nicht anders als schmunzeln. Mindestens.

 

„bin jetzt frei … Grüße an Papa“

 

Oder es ist etwas leicht und locker Geschlagenes: „Spielt ihr was für uns … Jazz aus den 30er Jahren … bin jetzt frei … Grüße an Papa.“ Das ist alles. Es reicht aber irgendwie auch. Weiterlesen

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