Der Papst, ein Beter

Keine Show, kein Auftritt, kein curtain-call wie bei anderen Berühmtheiten: Auch beim Angelusgebet an diesem Sonntag stand ganz und gar Christus im Mittelpunkt. Nicht anders zu erwarten, aber wer den Papst nicht kennt, ist vielleicht überrascht. Selbst die Worte, die Benedikt XVI. auf sich selbst bezog, dienten als Beispiel, nicht als Selbstdarstellung.

Beeindruckend.

 

Aus den Worten des Papstes heute

Das Wort an die Apostel im heutigen Evangelium von der Verklärung des Herrn gilt auch uns: „Das ist mein auserwählter Sohn. Auf ihn sollt ihr hören“. Im Evangelium von heute finden wir eine wichtige Botschaft: Die der Priorität des Gebetes. Ohne das Gebet sind alle Anstrengungen des Apostolates und der Nächstenliebe auf Aktivismus reduziert. (..) Darüber hinaus isoliert uns das Gebet nicht von der Welt und ihren Widersprüchen, so wie es auf dem Berg Tabor Petrus machen wollte, sondern das Gebet führt uns auf den Weg, zum Tun.

Liebe Brüder und Schwestern, dieses Wort Gottes höre ich in diesem Moment meines Lebens besonders auf mich bezogen. Der Herr ruft mich, „auf den Berg zu steigen“, um mich noch mehr dem Gebet und der Meditation zu widmen. Das bedeutet aber nicht, dass ich die Kirche im Stich lasse, im Gegenteil: Wenn Gott mich dazu ruft, dann deswegen, weil ich der Kirche mit der gleichen Hingabe und der gleichen Liebe diene kann, wie ich es bislang getan habe, aber in einer meinem Alter und meinen Kräften mehr angemessenen Weise.“

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Heute auf dem Petersplatz

Kein Foto heute. Es ist Sonntag, das letzte Mal betet Benedikt XVI. als Papst öffentlich das Angelus. Zwei Stunden davor ist auf der Via della Conciliazione alles bereit, CNN ist auf Sendung – den Nummernschildern nach aus Großbritannien angereist – Zeitungen werden verteilt, einzelne Initiativen haben ihre Stände aufgebaut, die ersten Gruppen sind bereits auf dem Petersplatz.

An diesem Sonntag werde ich nicht hingehen. Nicht aus Prinzip, im Gegenteil, aber ich werde in der Redaktion arbeiten. Immer wenn es zu emotional wird und die Jubler den Event bestimmen, neige ich dazu, meine Distanz einzuhalten. In Benedikt XVI. habe ich immer jemanden gesehen, der ähnlich distanziert agiert, ohne mich jetzt in irgendeiner Weise vergleichen zu wollen. Ich will damit nur sagen, dass es mich auch an diesen letzten Tagen des Pontifikates auf den Inhalt ankommt.

Benedikt XVI. hatte etwas zu sagen, hat etwas zu sagen, und wird uns weiterhin etwas sagen. Vielleicht passt es nicht jedem, wie auch in der Vergangenheit nicht, aber die Auseinandersetzung mit Vernunft und Glauben – mit beidem – lohnt sich immer noch und wird sich auch weiterhin lohnen.

Viele Menschen auf dem Petersplatz wollen Abschied nehmen. Das finde ich ehrenhaft und sehr menschlich. Daneben wird es auch Hype geben, was nachvollziehbar, aber weniger menschlich ist. Meine Würdigung und mein Abschied werden anders aussehen. Ich werde schauen und hören, was er zu sagen hat.

 

Wer das auch tun will: Hier kann man – ganz ohne Kommentare – live dabei sein.

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Informationen zu Sedisvakanz, Konklave und Papstwahl

Zusammengetragen von der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan. Diese Seite wird laufend auf den neuesten Stand gebracht.

Mit Rücktritt des Papstes am 28. Februar um 20 Uhr ist der Stuhl Petri vakant. Wie der Vatikan dann funktioniert und wer was machen darf, dass können Sie hier lesen. Vatikankenner Ulrich Nersinger erklärt die Riten und die Geschichte der Sedisvakanz in einem Interview:

 

KonklaveDas Konklave

Diese Art, einen Papst zu wählen, hat sich über Jahrhunderte entwickelt und erfährt immer wieder Änderungen, um es an die Umstände der Zeit anzupassen: Ein erster Überblick. Wie genau das Verfahren zur Wahl abläuft, können Sie hier lesen, die neuesten Änderungen sind dort eingearbeitet. Der Ort – wie auf dem Bild zu sehen – ist die Sixtinische Kapelle, die wir vor der Wahl besuchen konnten.

Den Zeitplan für das Konklave können Sie hier nachlesen. Vor dem Konklave und über die Atmosphäre haben wir uns mit zwei Kardinälen unterhalten, mit Karl Kardinal Lehmann und Christoph Kardinal Schönborn.

 

Die Kardinäle

Insgesamt sind beim Konklave 2013 117 Kardinäle wahlberechtigt, auch wenn an der Wahl in diesem Jahr nur 115 teilnehmen, zwei haben abgesagt. Dekan – also ranghöchter Kardinal, primus inter pares – ist Kardinal Angelo Sodano, er wird die Generalkongregationen vor dem eigentlichen Konklave leiten. Da er selber aber über das Wahlalter hinaus ist, wird das Konklave von Kardinal Giovanni Battista Re geleitet werden. Die größte Aufmerksamkeit erfährt der Kardinalprotodiakon, Jean-Louis Tauran: Er tritt nach der Wahl auf den Balkon und verkündet „Habemus Papam“.

 

Deutschsprachige Kardinäle

Am kommenden Konklave werden acht deutschsprachige Kardinäle teilnehmen: Kardinal Paul Josef Cordes, der emeritierte Präsident des Päpstlichen Rates Cor Unum, Kardinal Walter Kasper, der älteste Teilnehmer und emeritierte Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Kardinal Kurt Koch, Nachfolger Kaspers als Präsident des Einheitsrates, Kardinal Karl Lehman, Bischof von Mainz und ehemaliger Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, Kardinal Joachim Meisner, Erzbischof von Köln, Kardinal Christoph Schönborn, Erzbischof von Wien und schließlich der drittjüngste, Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Berlin.

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„Extra Omnes“, „alle heraus, bitte“! Das Prozedere der Papstwahl

„Ferner bestimme ich, dass die anwesenden wahlberechtigten Kardinäle nach Eintritt der rechtmäßigen Vakanz des Apostolischen Stuhles fünfzehn volle Tage auf die abwesenden warten müssen; allerdings überlasse ich es dem Kardinalskollegium, den Beginn der Wahl, wenn schwerwiegende Gründe vorhanden sind, noch um einige Tage hinauszuschieben.” (UDG 37) In den letzten Tagen des Pontifikates von Papst Benedikt XVI. ist diese Formulierung aus der apostolischen Konstitution Universi Dominici Gregis (UDG) zu einiger Berühmtheit gelangt. Es geht um den Beginn des Konklaves: Benedikt XVI. hat am 25. Februar 2013 kurz vor Ende des Pontifikates verfügt, dass das Konklave auch vor Ablauf dieser 15 Tage beginnen könne. Wenn die Kongegation der Kardinäle die Anwesenheit aller Wahlberechtigten feststellt, kann sie früher beginnen.

Aber auch nach den Änderungen Papst Benedikts ist diese Konstitution Universi Dominici Gregis die gültige Bestimmung zur Wahl eines neuen Papstes. Das Prozedere soll an dieser Stelle vorgestellt werden.

Der Ort des Geschehens: Die Sixtinische Kapelle

Der Ort des Geschehens: Die Sixtinische Kapelle

Das eigentliche Wahlprozedere beginnt mit einer öffentlichen Messe Pro eligendo Papa. Auch das Konklave ist eher mit einer Liturgie zu vergleichen denn mit einer politischen Veranstaltung, auch wenn ein demokratischer Wahl-Prozess im Zentrum steht. Es werden keine Reden gehalten und keine Parteien gebildet. Stattdessen beginnt die Wahl mit einer Prozession: von der Capella Paolina im Apostolischen Palast in die Capella Sixtina, unter Singen des Veni Creator Spiritus. Die Sixtina ist dann streng abgeschlossen, nichts darf herausdringen.

 

Wähler

 

„Das Recht, den Römischen Papst zu wählen, steht einzig und allein den Kardinälen der Heiligen Römischen Kirche zu mit Ausnahme derer, die vor dem Todestag des Papstes oder vor dem Tag der Vakanz des Apostolischen Stuhles schon das 80. Lebensjahr überschritten haben. Die Höchstzahl der wahlberechtigten Kardinäle darf nicht mehr als 120 betragen. Weiterlesen

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Sichtbare Zeichen

Funkzelle TorloniaWas sehen Sie auf dem Bild links? Einen Techniker an einem Mobilfunkt-Turm. Ich sehe etwas anderes, ich habe bei dem Anblick heute Morgen einen Flashback gehabt, ein dejà vu: Ende April 2011, Seligsprechung von Papst Johannes Paul II.. Die Stadt Rom hatte eine ganze Reihe dieser provisorischen Türme errichtet, um der vielen Smartphones Herr zu werden. Und genauso heute: Die Türme werden errichtet, damit die Verbindung mit den Menschen und ihren Mobiltelefonen nicht abreißt, die sich am Sonntag, am Mittwoch bei der Genralaudienz und dann bei der Papstwahl rund um den Petersplatz einfinden werden. Und genau hier, vor dem ehrwürdigen Palazzo Torlonia, entsteht nun wieder die erste von den vielen digitalen Verkehrsknoten.

Unendlich viele Bilder werden gemacht und hochgeladen werden, das will alles gut verbunden sein. Da helfen neue und frische Funkzellen, damit die Pilger nicht im digitalen Nirwana landen.

Das Dorf vor unserem Radiogebäude hingegen hat sich geleert. Aber auch hier wird gearbeitet. Aus den provisorischen Plastik-Gezebos sind feste Zelte geworden, auf Druck gespannt, stabil verankert. Vom anderen Ende der Conciliazione sieht man zwar nicht all zu viel, für den Hintergrund eines Aufsagers oder einer Live-Verbindung in die lokale Nachrichtensendung ist der Blick aber klasse.

Das Mediendorf

Das Mediendorf

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Paul VII.? Johannes Paul III.? Benedikt XVII.? Gregor, Linus, Pius?

Innozenz III.

Alle waren überrascht, als sich Joseph Kardinal Ratzinger am 19. April 2005 den Namen Benedikt XVI. gab. Man sucht die selbstgewählten Namen nach Bedeutungen ab und sieht sie als eine Andeutung dahin, was für ein Programm sich ein Papst gibt. Benedikt XVI. nahm 2006 ganz bewusst auf seinen Vorgänger gleichen Namens Bezug, Benedikt XV., den Friedenssucher während des Ersten Weltkrieges, und auf den Mönch Benedikt, der am Anfang der abendländischen Mönchsbewegung steht.

Die Tradition der Papstnamen kam erst langsam in Gang, genauer gesagt: Nach 500 Jahren. 532 hatte der neugewählte Papst ein Problem: Er sollte Bischof von Rom sein, hatte aber den Namen eines heidnischen Gottes, nämlich Mercurio. Also benannte er sich um und wurde der erste Johannes in der Papstliste. Ein anderer nannte sich ebenfalls Johannes, weil sein Taufname Petrus war. Er empfand es als Anmaßung, wie der Apostel zu heißen. Danach wurde es allmählich üblich, dass sich neugewählte Päpste umbenannten und bald wurde auch regelrecht ein Programm daraus. Der Name wurde zu einer Aussage. Weiterlesen

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Wie ein Papst gewählt wird

Hinter verschlossenen Türen – cum clave: Es ist ein geheimnisvolles Prozedere, an dessen Ende ein neuer Papst steht. Die Türen zur Sixtinischen Kapelle werden versiegelt und so dringt nichts heraus von dem, was da geschieht. Dabei wären wir gerne einmal, aber das nicht dabei sein hat seine Gründe. Dazu später mehr.

In einem vorhergehenden Eintrag hatte ich von den zu lesenden Büchern gesprochen, die ersten Früchte dieser Lesetour gebe ich hier einmal zum Besten. Das kleine Einmaleins der Papstwahl, mehr zum konkreten Prozedere später.

 

Bewegte Geschichte

 

Man kann das Jahr 1059 als Geburtsjahr dieser Weise der Papstbestimmung angeben: Um die Besetzung des Bischofsstuhls von Rom dem Kaiser und stadtrömischen Patrizierfamilien zu entwinden, bestimmen die Päpste eine klar umgrenzte Gruppe von Wählern: Die Kardinäle. Die Wahlorte sind noch nicht festgelegt, schnell zeigt sich aber eine Tendenz zur Abgeschiedenheit, was ebenfalls den Wunsch zeigt, ohne Einfluss von Mächtigen von außen wählen zu können. Modell gestanden hat das Mönchtum, die kirchliche Institution mit der meisten Erfahrung mit Wahlprozessen.

Seitdem hat sich das Konklave immer wieder verändert und durch die Erfahrungen einzelner Wahlen aber auch von sich verändernden Zeiten Anpassungen erfahren. Wer mehr dazu lesen mag, dem empfehle ich das Buch von Alberto Melloni: Das Konklave. Eine kluge Beschreibung und Bewertung der Veränderungen der Papstwahl.

 

Universi Dominici Gregis

 

Das gilt auch für die jüngere Zeit: Fast jeder Papst des 20. Jahrhunderts hat die Wahlregeln des Konklave geändert, so auch Johannes Paul II.. Auf ihn geht die apostolische Konstitution Universi Dominici Gregis (UDG) zurück, er veröffentlichte sie 1996 im 18. Jahr seines Pontifikates, also nach reichlich Überlegung und Abwägung. Bei einigen Veränderungen sind dies die Regeln, nach denen auch in diesem Jahr das Konklave abgehalten wird. Weiterlesen

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In der Trattoria

Warten …

Es beginnt eine etwas ruhigere Zeit. Alle Geschichten über die Rücktrittsankündigung sind erst mal geschrieben, die Talk-Shows haben andere Themen und die Zeitungen drucken vor allem Hintergrunddinge.

Zeit, die sich auf meinem Schreibtisch stapelnden Bücher zu lesen, Mellonis „Konklave“, Ulrich Nersingers „Liturgien und Zeremonien am päpstlichen Hof“, das Vatikanlexikon von Jürgen Erbacher, das andere, dicke Vatikanlexikon, leicht veraltet, das so lange in der Ecke vor sich hin staubte, und anderes mehr. Universi Dominici Gregis nicht zu vergessen, die Verfahrensordnung für das Konklave, und das Kirchenrecht.

 

Die Trattoria

 

Die extra angereisten deutschen Kirchenjournalisten sind mittlerweile wieder jenseits der Alpen – die deutsche Bischofskonferenz tagt in Trier, das ist wichtig. Aber die übrigen Länder sind nach wie vor da, und natürlich wir „Vatikaner“ auch noch. Und so trifft man sich nun regelmäßig in Osterien und Trattorien und bespricht das Erfahrene, spekuliert, testet Thesen aus und so weiter. Manch einer trifft auch seine Vertrauenspersonen aus dem Vatikan, um Neues zu erfahren. Aber es gibt nichts Neues: Wir wissen noch nicht einmal genau, wann das Konklave beginnt.

Und dann ist da der Wer-wird-es-denn-Sport. Namen werden genannt und ausgetestet, wer was zu wem weiß oder zu sagen hat.

Diese Abendessens-Gespräche sind nützlich, sind sie doch anders als die wilden Theorien, die im Augenblick zur so genannten „Reform der Kirche“ durch die Öffentlichkeit gereicht werden und die allgemeiner und europabezogener nicht sein könnten, von Kenntnis der Personen bereichert. Hier herrscht ein Realismus vor, und auch eine Grundsympathie für die Handelnden, auch wenn das nicht die kritische Distanz verschwinden lässt. Weiterlesen

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Nachdenkliches

Aus der Süddeutschen Zeitung:

Der Kirche soll keineswegs ihre Bedeutung für den Einzelnen und das Ganze abgesprochen werden. Der Glaube, auf dem sie fußt, bleibt auch im 21. Jahrhundert mächtig – nicht im politischen Sinne, wohl aber als fester Boden, auf dem viele Menschen stehen und leben. Christentum ist die Ehrfurcht vor Gott und das Bekümmern und Mitfühlen um die und mit den Menschen. Wenn die Kirche sich als Machtapparat, Selbstzweck und Lehrmeinungserhaltungsmaschine versteht, wird ihre Bedeutung, politisch wie gesellschaftlich, weiter abnehmen. Aber sie hat Zukunft, wenn sie das bleibt, was im Credo mit einem altertümlichen Begriff „die Gemeinschaft der Heiligen“ genannt wird, also der Gläubigen, die christlich denken und leben. Dies setzt Erneuerung voraus, auch vom Vatikan aus. Selbst Jesus war zu seiner Zeit revolutionär – man lese nur die Jesus-Bücher von Joseph Ratzinger.

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Eine Woche danach

Beginn einer neuen Woche: Angelusgebet auf dem Petersplatz

Nein, es war keine turbulente Woche. Sie war arbeitsreich, sie hat uns eine handfeste Überraschung gebracht, aber dann haben wir uns dem Papst angepasst und sind an die Arbeit gegangen. Turbulent ist etwas anderes.

Der Montag war sicherlich einer der wichtigsten Tage, die wir in unserer Redaktion erlebt haben, man sieht selten, wie Geschichte gemacht wird und realisiert das auch noch. Keine Zeit für Gänsehaut, aber der Verstand hat das sehr wohl wahrgenommen. Sofort. Hier geschieht etwas zugleich sehr Menschliches und sehr Großes. So ein Tag war der Montag.

 

Was passiert jetzt?

 

Danach kam erst einmal die Unsicherheit. Gar nicht einmal Unsicherheit über das, was kommen würde, denn das ist ziemlich klar, wenn es auch noch vielleicht einige Veränderung bei den Daten geben wird. Nein, es kam die Unsicherheit, was das bedeutet. Die Meinungen in den Zeitungen und den Bildschirmen haben sich überschlagen, und an dieser Stelle muss ich einmal sagen, dass ich – ein notorischer nicht-TV-Seher – sehr beeindruckt war und bin von der Qualität der Berichterstattung. Jeden Morgen ein wenig Nachbetrachtung über die Mediatheken hat mir einen gewissen Überblick verschafft. Ähnlich die Zeitungen, auch wenn da vielleicht manchmal zu viel „Jetzt-endlich-Reform“ im Hinter- oder Vordergrund stand. Weiterlesen

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