Freude, Freiheit, Gnade: Benedikt XVI. über Maria

Bei der vorweihnachtlichen Generalaudienz an diesem Mittwoch sprach der Papst über Maria: Die versprochene Freude aber auch die schweren Zeiten, das Verstehen und die Demut, die Freiheit des „Ja“ und die Gnade Gottes.

 

Die Katechese des Papstes:

In dieser Katechese vor Weihnachten möchte ich das Geheimnis der Verkündigung der Geburt Jesu an Maria mit Ihnen betrachten. Der Engel Gabriel redet Maria mit einem besonderen Gruß an: »Chaîrē kecharitomēne, ho Kyrios meta sou. Freue dich, du Gnadenvolle. Der Herr ist mit dir« (Lk 1,28).

Das Wort chaîrē – freue dich – ist eine im griechischen Sprachraum übliche Grußform; in den Evangelien kommt es nur einmal – eben hier – vor. Dagegen im griechischen Text des Alten Testaments erscheint es viermal und bezeichnet dort die Freude des Volkes Israel über den nahenden Messias und das Frohsein in der Tiefe des Herzens.

Diese innere Freude lässt sich selbst durch schmerzvolle Erlebnisse nicht vertreiben, sondern wird dadurch erst zur rechten Reife geführt. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein, Benedikt XVI., Glaube und Vernunft, Glaube und Welt, Jahr des Glaubens, Rom, Spiritualität / Geistliches Leben, Sprechen von Gott, Theologisches, Vatikan | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 1 Kommentar

#ZweiMillionen

Es sind also mittlerweile Zwei Millionen Follower, die der Papst via Twitter hat. Grund genug, mal in das Gewirr der Stimmen reinzuhören, dachte ich mir. Das war ein Fehler.

Es gibt Kommentare, es gibt Fragen, aber vor allem gibt es Häme und ziemlich unterirdische Kommentare. Leider auch von Herrn Volker Beck. Aber auch hier gilt: Der Meister ist nicht halb so schlimm, wie seine Adepten es sind. Unflätig ist ein schönes Wort, und hier passt es wunderbar.

Es gibt aber auch Witziges. Zum Beispiel meinen Lieblingstweet zu @pontifex  (leider habe ich mir den Absender nicht notiert, sorry, Urheber):

Die Nachrichten berichten über den 1. Tweet des @pontifex . DAS ist Elite, ihr Narren!

 In diesem Sinne: Weiter so!

Veröffentlicht unter Allgemein, Benedikt XVI., Die deutschsprachige Kirche, Glaube und Welt, Neulich im Internet | Verschlagwortet mit , , , , , | 3 Kommentare

Die Jugend und die Ökumene

Wenn Ende Dezember das Jahrestreffen von Taizé hier in Rom stattfindet, dann werden wir Zeuge einer gelebten Form von Ökumene. Theologen diskutieren und debattieren, und das mit Recht. Schließlich geht es um wichtige Fragen unseres Glaubens. In den Ortskirchen gibt es bereits viel gelebte Ökumene, und auch das mit Recht, denn die Gemeinsamkeit ist nicht nur Theorie, sondern will auch Praxis werden.

Die  Ökumene, die von Taizé ausgeht, ist etwas anderes.

Ein oberflächlicher Blick könnte feststellen, dass die Konfessionen und deren Unterschiede nicht wichtig seien. Aber das stimmt so nicht. Es trifft sich in Taizé und bei den Jahrestreffen eine Generation von Menschen, die ausschließlich Verbindendes sehen wollen und sehen. Es ist eine Generation, die von den verschiedenen Traditionen lebt, von der katholischen, der ostkirchlichen und den Traditionen der Reformation. Dort wird nicht einfach nur vermischt, was passt, sondern dort werden die verschiedenen Weisen der Annäherung an Gott und an die glaubende Gemeinschaft genutzt, die sich bilden.

Junge Menschen suchen Gott, und sie suchen Ihn in Gemeinschaft. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein, Glaube und Welt, Glaubens-Funde, Jahr des Glaubens, Rom, Spiritualität / Geistliches Leben | Verschlagwortet mit , , , , , | 6 Kommentare

Mächtig die Störer, denn sie werden Öffentlichkeit ernten

„Selig, die Frieden stiften.“ Heutzutage ein nicht unwichtiger Satz, schaut man sich so auf der Erdkugel um. Frieden braucht Stifter. Und das sind nicht nur die, die die Kampfhandlungen einstelle, obwohl das auch nicht unterbewertet werden soll. Nein, Frieden braucht mehr als das, es braucht inneren Halt.

Wo der zu finden ist, das wollte Papst Benedikt XVI.  – aus der Sicht der Kirche – in seiner Friedensbotschaft für 2013 darstellen. Falsch: Das wollte er nicht nur, das hat er auch. Aber es gilt nicht nur selig, die Frieden stiften, sondern auch „Mächtig, die stören.“

Man muss ja nicht mit dem Papst einer Meinung sein, man muss auch nicht die Lehre der Kirche akzeptieren, wir leben in freien Ländern. Und wahrscheinlich wäre es ja auch mal gut, öffentlich über diese Thesen und Vorstellungen zu sprechen. Das ist aber nicht passiert.

Ich könnte mir vorstellen, dass Wirtschaftsverbände etwas gegen die Kapitalismuskritiker und die Ablehnung der freien Wirtschaft hätten, dass Bankenverbände etwas gegen die Forderung nach Regulierung des Finanzsektors hätten. Ich kann mir auch vorstellen, dass Denker und Theoretiker wenig mit dem Naturrecht anfangen können, das der Papst als Grundlage seiner Überlegungen vorbringt. Das ist aber nicht passiert, oder besser: Wo es passiert ist, ist es im Sturm des Konflikts um das Thema „Ehe und Familie“ untergegangen. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein, Benedikt XVI., Die deutschsprachige Kirche, Glaube und Gerechtigkeit, Glaube und Vernunft, Kirche und Medien, Neulich im Internet | Verschlagwortet mit , , , , , | 61 Kommentare

Der Friede ist kein Traum, keine Utopie: Er ist möglich

„Alarmierend sind die Spannungen und Konfliktherde, deren Ursache in der zunehmenden Ungleichheit zwischen Reichen und Armen wie in der Dominanz einer egoistischen und individualistischen Mentalität liegen, die sich auch in einem ungeregelten Finanzkapitalismus ausdrückt“. Ganz an der Realität der gegenwärtigen Probleme entlang entwickelt Papst Benedikt seine Vorstellungen vom Frieden für unsere Welt, wie er sie in der Friedensbotschaft für den kommenden 1. Januar ausformuliert. Jedes Jahr bringe die Erwartung einer besseren Welt mit sich, so der Papst. Das wolle er eine Reflexion beitragen.

An diesem Freitag wurde die Botschaft vorgestellt. Im Folgenden möchte ich am Text entlang die wichtigsten Punkte aufzeigen [Zitate in kursiv].

 „Jedem Menschen ist der Wunsch nach Frieden wesenseigen und deckt sich in gewisser Weise mit dem Wunsch nach einem erfüllten, glücklichen und gut verwirklichten Leben“. Damit beginnen die Überlegungen des Papstes: Was im hebräischen Shalom und arabischen Salām bereits angedeutet ist, ist in unserem Begriff ‚Frieden’ etwas zu kurz gekommen, der Papst betont es wieder: Das erfüllte verwirklichte Leben: „Der Mensch ist geschaffen für den Frieden, der ein Geschenk Gottes ist.“

 

Frieden stiften ist keine Sache der Moral, sondern des ganzen Menschen

 

Den Menschen, die sich dafür einsetzten, gelte die Verheißung: „Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden“ (Mt 5,9). Das sei keine moralische Empfehlung, deren Befolgung zu gegebener Zeit eine Belohnung vorsehe. „Die Seligkeit besteht vielmehr in der Erfüllung einer Verheißung, die an alle gerichtet ist, die sich von den Erfordernissen der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der Liebe leiten lassen.

 

Auf Gott und diese Verheißung zu vertrauen sei keineswegs naiv, so der Papst. Wer im Leben entdecke, dass man Kind Gottes sei, entdecke gleichzeitig, dass man nicht alleine sei. So entstehe Solidarität. So habe der Frieden zwei Quellen: „Die Seligpreisung Jesu besagt, daß der Friede messianisches Geschenk und zugleich Ergebnis menschlichen Bemühens ist.“

 

Benedikt XVI. nennt es „einen auf die Transzendenz hin offenen Humanismus“: Eine Ethik des Friedens sei immer auch eine Ethik der Gemeinschaft und des Teilens. Wer das nicht tue und nur subjektivistisch oder pragmatisch Verhaltensregeln aufstelle, richte Beziehungen des Zusammenlebens nach Kriterien der Macht oder des Profits aus, die Mittel würden zum Zweck und umgekehrt.

„Eine Voraussetzung für den Frieden ist die Entkräftung der Diktatur des Relativismus und der These einer völlig autonomen Moral, welche die Anerkennung eines von Gott in das Gewissen eines jeden Menschen eingeschriebenen, unabdingbaren natürlichen Sittengesetzes verhindert.“ Der Frieden beziehe den ganzen Menschen ein und er sei ein Friede mit Gott. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein, Benedikt XVI., Glaube und Vernunft, Glaube und Welt, Rom, Spiritualität / Geistliches Leben, Sprechen von Gott, Theologisches, Vatikan | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | 1 Kommentar

Der Schein des Heiligen

Slowakische Zwei-Euro-Münze

Das Original

Die Slowakei will eine neue Euromünze einführen. Die eine Seite ist ja immer festgelegt, die zweite Seite den Ländern der Euro-Zone überlassen. Also entschied man sich für ein nationales Motiv und wollte in Prägung gehen, man hatte aber nicht mit Brüssel gerechnet.

Andere Länder haben es einfach: Monarchien prägen einfach das Gesicht ihres Souveräns, der Vatikan macht es ebenso. Republiken hingegen müssen da kreativer sein. Kultur und Geschichte machen sich da ganz gut. Also dachte sich die Slowakei, dass Cyril und Methodius geeignet wären, die Zwei-Euro-Münze zu zieren. Schließlich haben diese Beiden mit ihrer Bibelübersetzung ins Altslawische den Grundstein für eine gesellschaftliche Identität gelegt, ihr Missionseinsatz steht stellvertretend für die Christianisierung. Und sie sollten so dargestellt werden, wie sie seit Jahrhunderten dargestellt werden: Mit Kreuzen auf der Stola und Heiligenscheinen. Aber wie gesagt, man hatte nicht mit der EU-Kommission gerechnet.

Religiöse Symbole seien unerwünscht, hieß es. Griechenland und Frankreich seien dagegen und legten eine Veto ein. Man forderte religiöse Neutralität ein. Die Slowakei bzw. ihre Zentralbank hielt aber an den Entwürfen fest und erst seit gestern steht fest, dass sie sich auch durchsetzen, die beiden von Christen als Heilige verehrten dürfen mit Heiligenschein und Kreuz dargestellt werden. Auch auf einer Zwei-Euro-Münze.

 

Mehr als nur eine Farce

 

Eine Brüsseler Farce? Ja, irgendwie schon, aber es passt auch in ein anderes Bild, dass sich in kleinen Mosaikstücken immer wieder zeigt: Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein, Glaube und Welt, Neulich im Internet | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 3 Kommentare

Verkaufsschlager Weltuntergang

Dumm, wer daran glaubt. Das Ende der Welt sei nahe, weil man ein Kalenderblatt umblättern muss. Seit Monaten toben Geschichten über den Kalender der Maya durchs Internet und die Konsumtempel der Esoterikszene, dass einem Hören und Sehen, vor allem das Denken vergeht.

Ein Berg in Frankreich wurde gesperrt, weil dort angeblich Außerirdische die Überlebenden des Weltendes abholen wollten. In Mexiko gibt es Weltende-Trüffel mit viel Schokolade zu kaufen. Alle (Esoterik-)Welt phantasiert über die Weisheit und das Wissen der Maya. Und zeigt doch nur die eigene Dummheit.

 

Eine Meldung der Nachrichtenagentur Kipa aus der Schweiz lässt seufzen:

Das Ende des Maya-Kalenders am 21. Dezember löst mehr Ängste in der Bevölkerung aus als erwartet: Die eigens eingerichtete Hotline der evangelischen Informationsstelle Relinfo hat in den letzten Wochen viele Anrufen von besorgten Menschen erhalten. Dies meldet die Nachrichtenagentur SDA. Man sei überrascht vom Ausmass der eingehenden Anrufe, sagte Georg Otto Schmid, Sektenexperte und Betreiber der Hotline. „Die Ängste sind viel weiter verbreitet als bisher angenommen.“ Laut Schmid rufen Menschen an, um zu erfahren, wo es sichere Orte gebe oder welche Vorräte anzuschaffen seien. Auch werde immer nach den notwendigen Vorbereitungen gefragt.

und so weiter, uns so weiter.

In Deutschland werde zur Zeit mehr Geld für Esoterik ausgegeben, als die Kirchen an Kirchensteuern einnähmen, nämlich 10 Mrd Euro. Das berichten einige Medien anlässlich dieses Unfuges. Und das zeigt auch, warum das so interessant ist: Es ist ein Event, ein wenig Gruseln, das Drama, irgend was Geschichtliches (nur nicht zu sehr nachfragen) und schon ist eine Verkaufsstrategie fertig. Ich möchte nicht wissen, wie viele Bücher über die Maya in den vergangenen Monaten über den Ladentisch gegangen sind. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein, Glaube und Vernunft, Neulich im Internet | Verschlagwortet mit , , , , , | 5 Kommentare

Die Gegenwart Gottes gibt der Geschichte Sinn und Fülle

In seiner Katechese zur Generalaudienz an diesem Mittwoch setzte Papst Benedikt XVI. die Reihe zum Glauben fort. Dabei nahm er die Geschichte der Menschen mit Gott in den Blick. Wie es einige der Psalmen tun ging er kurz und knapp die Heilsgeschichte durch, sozusagen als Einladung, das ausführlicher selber auch zu tun. Das sei die Möglichkeit, Gottes Treue zu erkennen, so Benedikt XVI.

 

Die Katechese des Papstes:

Gott hat sich nicht nur in der Schöpfung offenbart, er ist in unsere Geschichte hereingetreten, er offenbart sich in Zeit und Geschichte. Die Geschichte ist der Ort, an dem wir Gottes Handeln für die Menschheit erkennen können, wo sich der große Plan der Liebe Gottes Schritt um Schritt vor unseren Augen erfüllt.

Die Gegenwart Gottes gibt der Geschichte Sinn und Fülle. In der Heiligen Schrift finden wir die Etappen dieses Weges Gottes mit den Menschen, die Stufen der Offenbarung Gottes. Sie zeigt uns dass Gott von Anfang sich erkennen lässt , den Menschen seine seine Gemeinschaft anbietet und ihn auch im Sündenfall nicht verlässt.. Gott schließt einen Bund mit Noah, er erwählt Abraham und formt sich sein Volk durch die Befreiung aus Ägypten, den Bundesschluss am Sinai und die Gabe des Gesetzes. Durch die Propheten leitet der Herr sein Volk durch die Geschichte und weitet den Horizont immer mehr zur Erwartung eines neuen und ewigen Bundes für alle Menschen. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein, Benedikt XVI., Glaube und Vernunft, Glaube und Welt, Jahr des Glaubens, Rom, Spiritualität / Geistliches Leben, Sprechen von Gott, Theologisches, Vatikan | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Ordnung verschlingt dich

Bangkok V, 2011 © Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2012

Seine Fotos entstehen im Rechner. Wenn man sich die großformatigen Bilder von Andreas Gursky ansieht, dann fragt man sich unwillkürlich, ob es dazu überhaupt eine Entsprechung in der Wirklichkeit gibt und geben kann. Gibt es nicht, kann es nicht. Seine Fotos sind keine Abbildungen, sie wollen keine Authentizität im Sinne von Entsprechung. Wenn Gursky verschiedene Fotos im Computer zusammen komponiert entsteht ein Bild, das genau so wirklich ist wie eine „getreue“ Abbildung, aber etwas zeigt, was vielleicht nur hinter den Dingen zu sehen ist. In einer von ihm selbt kuratierten Ausstellung sind seine Werke jetzt in Düsseldorf zu sehen.

 

Die Bilder sind vor allem erst einmal eindrucksvoll. Man steht vor der Farbigkeit, der klaren und weiten Komposition und sieht erst einmal Ästhetik. Erst beim zweiten und dritten Blick fallen dann die Details auf, und hier werden Gurskys Bilder erst richtig interessant. Man braucht aber Zeit, sich der Monumentalität und der Farbigkeit zu entziehen, um diese Details zu entdecken. Erst scheinen sich die Bilder zu wehren, ihre Ästhetik als Schutz in den Vordergrund zu schieben. Die Fotos sind flächig, weit, riesig, farbig, glänzend. Sie hören am Rand auch nicht auf, sondern scheinen nur einen Ausschnitt von etwas den Rahmen überschreitendes festzuhalten. Man vermutet mehr. Sie überwältigen erst einmal durch ihre Strenge und die Farbigkeit.

Dann aber sieht man, dass hinter all der Ordnung Unterordnung steckt, Ausbeutung von Menschen, dass die Entfremdung des Menschen gezeigt wird, versteckt hinter dem Schönen, Faszinierenden, dem Konsum, der Ordnung, der Farbe. Es ist wie im richtigen Leben: Hinter der Oberfläche steckt etwas, was gesehen werden will, aber man muss genau hinsehen und sich Zeit nehmen, um es auch zu entdecken.

 

Die Sprache der Überwältigung

 

Zwei Bilder haben es mir besonders angetan. Zum einen sieht man – im ersten Teil der Ausstellung – die Anzeigetafel im Frankfurter Flughafen. Ein riesiges Bild, das fast vollständig von dieser Tafel eingenommen wird.

© Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2012

Gursky fotografiert aber wie gesagt nicht einfach, er komponiert seine Bilder am Rechner, aus mehreren Fotografien entsteht eine neue Realität. So ist diese Anzeigetafel übergroß, wie sie im „echten“ Frankfurt nicht existiert. Über 300 Flüge werden anzezeigt, der letzte geht 21.05 Uhr nach Klagenfurt. Darunter einige Menschen, die vom gigantischen abgebildeten Netzwerk fast weggedrückt und von den sie umgebenden Sicherheitsmaschinen fast verschlungen werden. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein, Kunst, Kultur und Können | Verschlagwortet mit , , , , , | 1 Kommentar

Die Ablagerungen des Bösen

Die Stadt Rom – einmal im Jahr wird sie Symbol für die ganze Kirche. Und zwar immer am 8. Dezember, dem Hochfest der Unfleckten Empfängnis. Der Papst begibt sich zur Mariensäule an der Piazza di Spagna und wendet sich an die Stadt, aber oft genug kann man Stadt auch durch Gesellschaft ersetzen.

Eine dieser Ansprachen – die erste, die ich hier in Rom mitbekommen habe – hat mich nachhaltig beeindruck und beeinflusst. Es ist die vom 8. Dez 2009, an die ich an dieser Stelle noch einmal erinnern möchte. Aus gegebenem Anlass, aber vielleicht auch, weil die Papstworte meistens erst langfristig ihre echte Wirkung entfalten.

 

Das Aufgeblasene auf Seite 1

 

„Habt keine Angst, Jesus hat das Böse besiegt – wie sehr brauchen wir diese gute Nachricht! Jeden Tag wird uns doch in Zeitung, Fernsehen und Radio das Böse erzählt, wiederholt, aufgeblasen; wir gewöhnen uns an die schrecklichsten Dinge, werden gefühllos und gewissermaßen vergiftet. Das Böse hinterlässt Ablagerungen, jeden Tag mehr, das Herz verhärtet sich, die Gedanken werden bitter. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein, Glaube und Welt, Kirche und Medien, Rom, Vatikan | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar