Worte haben Wirklichkeit

Es ist nicht wirklich ein Skandal. Zu einem Bericht über gleichgeschlechtliche Partnerschaften hatten wir ein Bild ins Netz eingestellt, das zwei sich küssende Frauen zeigt. Vielleicht nicht allzu klug gewählt, weil es auch nicht so richtig zum Bericht passte, aber nicht wirklich ein Skandal.

Was danach geschah, hat mich dann aber doch überrascht.

Es war kein Shit-Storm, aber ging in die Richtung. Es war der Tonfall, der uns überfiel und der mich überraschte. Wie mein Freund Michael sagen würde: Am Niveau lag es nicht, da war keines.

„Homo-Perversion“, „seid ihr noch katholisch?“, „widerliche Porno Bilder“ und so weiter. Da sind einige Menschen da draußen wirklich ganz übel fixiert und können es nicht ertragen, dass manche Menschen anders sind. Und da wundern wir uns noch (wir = Gesellschaft, wir = Kirchen), dass homosexuelle Menschen sich diskriminiert fühlen? Auch heute noch.

Jawohl, auch heute noch. Wildes verbales Draufhauen, als ob Worte keine Wirklichkeit und Wirkung hätten. Alles im Namen von Lehre, Wahrheit und Kirche.

Ich will das gar nicht analysieren, das könnte man und sollte man auch mal tun, vielleicht ein andern mal. Es ist aber bezeichnend, dass bei uns und vor allem auch in den USA – da gibt es besonders viele super-katholische Anzeige-Christen – ein einziges Bild ausreicht, sich dermaßen in Erregung zu versetzen, dass die Wortwahl kein Halten mehr kennt.

Um die gleichgeschlechtlichen Partnerschaften geht es gar nicht, es geht darum, sich künstlich aufzuregen und (ich sage es bewusst) sich zu erregen und sich maßlos über andere zu erheben. Vor allem finden es Menschen wohl toll, sich selber als enthemmt wahrzunehmen. Was das mit Nächstenliebe oder auch nur normalem zwischenmenschlichen Verhalten zu tun haben soll, entzieht sich mir.

Innerkirchlich wird der Ton rauer, das stellen wir schon länger fest. Aber selbst wenn wir hier oder da mal Fehler machen, sind wir nicht bereit, dieses Spiel mitzumachen.

 

Nachtrag 9. Juli: da die Anzahl der so genannten Kommentare, die nicht freischaltbar sind, überhand nimmt, schließe ich jetzt (10 Uhr morgens) diesen Thread. Es tut mir Leid für alle, die sich konstruktiv beteiligen wollen und beteiligt haben, aber alles hat eine Grenze.

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140 Antworten auf Worte haben Wirklichkeit

  1. SD sagt:

    „Wir mögen wunderbare Werke vollbringen, zählen werden nur jene, die der barmherzigen Liebe Christi in uns entspringen. Am Abend unseres Lebens wird es die Liebe sein, nach der wir beurteilt werden, die Liebe, die wir allmählich in uns haben wachsen und sich entfalten lassen, in Barmherzigkeit für jeden Menschen in der Kirche und in der Welt. Unsere Hinwendung gilt allen Menschen ohne Ausnahme, weil in jedem Menschen Zeichen Christi, unseres Bruders, erkennbar sind.“

    Frère Roger

  2. Suarez sagt:

    Ich weiß nicht mal, warum die Photowahl so falsch war. Lieber P. Hagenkord, denken Sie sich nicht zuviel dabei. Diese Leute (bei kath.net hab ich diese widerliche Hetze schon gesehen) sind einfach ein Fall für den Psychiater. Und ja, man muss das noch viel klarer sagen: Wer so widerlich gegen Homosexuelle etc. hetzt, hat ein Problem mit seiner eigenen Homosexualität. Denn: Alle Menschen sind bisexuell, die einen mehr, die anderen weniger. Die Frage ist, wie man das in ein gesundes und gelungenes Selbstbild integriert. Diese kath.net-Foristen und Co. haben da noch viel Aufklärungsarbeit an sich selbst und ihrer Sexualität zu leisten. Und im Übrigen sollten diese Leute sich auch mal mit anständiger Psychologie befassen.

    • Ludger sagt:

      Das klingt alles interessant. Sind dss alles Forschungsergebnisse? Aber die Forscher widersprechen sich doch auch häufig…
      Anders gefragt: Wenn Sie in die Bibel gucken, finden Sie das da aber nicht so und im Katechismus steht das bestimmt auch anders. Wenn ich nun so mich und meine Frau betrachte, dann ist das (im Spaß) eindeutig wie bei Adam und Eva. So und nun erklären Sie mal einem Menschen, der vom Gefühl, vom Sehen, Bibel und Katechismus her überzeugt ist, das das so stimmt, daß es jetzt zig Genders geben soll. Können Sie verstehen, daß das nicht einfach ist? Da muß man keine sexuelle Neurose haben. Ich halte das auch für weit hergeholt.

  3. suennerklaas sagt:

    Lieber Pater Hagenkord – vielleicht lohnt es sich, eine Auwahl der Zuschriftenen – in erster Linie die, die strafrechtlich relevant sind – ganz einfach mal im Wortlaut zu veröffentlichen. Juristische Folgen sind praktisch ausgeschlossen, weil die Schreiber sich im Falle eines von ihnen angestrengten Verfahrens sich im Rahmen einer ÖFFENTLICHEN BEFRAGUNG durch den Rechtsanwalt der Gegenpartei auch zu den Inhalten ihrer Mails äussern MÜSSEN.
    Übrigens: einer der lautesten Hetzer musste gerade seinen Blog einstellen. Der anonnym bloggende Blogger Geistbraus wurde enttarnt. Ehrenamtlich tätige Wikipedianer schätzen es nun einmal überhaupt nicht, wenn man sich vorsätzlich und ohne Quellenangabe an deren Werken vergreift. Ich kann als Wikipedianer gerne die im Rahmen der Beweissicherung angefertigten Screenshots anfügen.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Das wäre eine Idee, würde denen nur noch mehr Aufmerksamkeit schenken. Deswegen mache ich das nicht. Vielleicht ein andern mal.

      • Brigitta sagt:

        Aber irgendwie muss denen doch mal das Handwerk gelegt werden

      • suennerklaas sagt:

        Lieber Pater Hakenkord – die Screenshots sind gesichert auch extern. Sie fressen so kein Brot.

        • Pater Hagenkord sagt:

          Kein Brot fressen? Das verstehe ich nicht.

          • Ulrike sagt:

            Die Redensart bedeutet hier: die Screenshots kosten (Sie) nichts, Sie können, wenn Sie wollen, darauf zurückkommen.

            Das Ergebnis, das diese Denkweise zeitigt, kann ich jeweils bei der Sperrmüllabfuhr betrachten: Alle Jahre wieder trenne ich mich mit dem Gedanken, dass das Zeug im Keller ja kein Brot frisst, höchstens von der Hälfte dessen, was ich mir auszuschmeißen vorgenommen habe. 🙂

      • Suarez sagt:

        Lieber P. Hagenkord,

        bitte überlegen Sie sich das nochmals. Dieses rechtsradikale Gehetze wird sich nicht einfach so legen.

        • Pater Hagenkord sagt:

          Ich glaube nicht, dass das rechtsradikal ist. Ich verstehe Ihr Argument, glaube aber, dass das einfach nur krank ist. Rechtsradikal würde ja bedeuten, dass das irgendwie auch politisch oder gesellschaftlich relevant ist. Ist es aber nicht. Wie gesagt, ich verstehe Sie, aber innerlich weigere ich mich, dem irgendeine Relevanz zuzuschreiben. Das mag eine pure emotionale Reaktion sein, aber dazu stehe ich.

          • Suarez sagt:

            Lieber P. Hagenkord,

            Chapeau für Ihre Zurückhaltung. Da gehört eine bemerkenswerte innere Haltung dazu. Dass das Sie traurig machende Verhalten für Sie krank ist, kann ich gut nachvollziehen. Im Grunde sehe ich es nicht anders. Ich habe nur große Sorge, dass diese Leute noch einmal eine Art Meinungsführung wie noch vor Jahren übernehmen konnten. Vielleicht bin ich da einfach impulsiver und denke mir: Da muss man was dagegen machen.
            Für mich sind da Hinweise wie:

            http://www.explizit.net/explizit.net-Archiv/kreuz.net-kath.net-und-der-Spiegel
            http://www.explizit.net/explizit.net-Archiv/Glaube-und-Kirche-ins-Gespraech-bringen

            schon auch ein Warnschuss.
            Machen Sie bitte weiter mit Ihrer verdienstvollen und guten Arbeit!

          • Brigitta sagt:

            Doch in Deutschland ist es strafbar, da eine bestimmte Gruppe der Gesellschaft diskriminiert wird. Nur dafür muss das Portal auch in Deutschland seinen Sitz haben

          • Martinus sagt:

            Ich teile die Auffassung nicht, dass es sich hierbei nicht um rechtsradikales Gedankengut handelt. Nach meiner Wahrnehmung sind die Blogger auf kat.net und die ehemaligen Blogger auf kreuz.net sehr wohl rechtsradikal faschistisch rassistisch und diskriminieren alles, was nicht in ihren Kram passt. Das Gedankengut ist nicht allein konservativ katholisch zu nennen, sondern es ist wirklicher Faschismus. Nicht umsonst hat der Verfassungsschutz die Betreiber dieser Seiten schon lange im Blick.

      • suennerklaas sagt:

        Letztenendes ist so etwas eine Möglichkeit, Menschen auf einen halbwegs vernünftigen Weg zurück zu führen. Ein „Halt-Signal“, das klar und deutlich sagt, dass es hier nicht weiter geht.
        Klare, einfache Regeln, die jeder versteht und die ggf. auch durchgesetzt werden, egal, wie kleinkindhaft sich die andere Seite daraufhin benimmt – die sind es, die hier gebraucht werden.

        Und um auf das Thema Geistbraus zurück zu kommen: es war nicht seine Meinung das Problem – die war kritiwürdig und brauchte kräftigen Widerspruch. Das Problem bei ihm war seine offen zutage getragene Haltung zum deutschen Rechtssystem und zum deutsche Urheberrecht und die Missachtung der Arbeit anderer.

        Barmherzigkeit kann eben nur der erfahren, der seine Taten bekennt, sie glaubhaft bereut und umkehrt.
        Bekehren und umkehren hat auch sehr viel mit auskehren zu tun. Und mancher erkennt Dreck und Schmutz erst dann, wenn er von aussen mit der Nase drauf gestossen wird.

    • Suarez sagt:

      Lieber Suennerklaas,

      lässt sich das mit Geistbraus auch mit Verbindungen zu kath.net belegen?

      • suennerklaas sagt:

        Meines Wissens hat Pater Hagenkord in seinem Artikel kath.net gar nicht explizit angesprochen. Ist schon erstaunlich, wie hysterisch die Reaktion in Linz ist, wo der Name kath.net doch gar nicht gefallen ist – ebenso nicht der Name Noé oder Gandalf.

        • Suarez sagt:

          Lieber Suennerklaas,

          ich beobachte seit langem kath.net und seine – offenkundigen – Verbindungen zu rechtem/rechtsradikalem Gedankengut (das ist belegt) sowie die Hätschelung durch bestimmte Kirchenobere. Ich bin der Meinung, dass diesen Leuten das Handwerk gelegt werden sollte. Daher meine Nachfrage – und auch die Nachfrage nach dem Outing von Geistbraus.

          • Ulrike sagt:

            kath.net war meines Wissens nicht an der Enttarnung von „Geistbraus“ beteiligt.

          • suennerklaas sagt:

            Die Sache mit Geistbraus ist noch eine andere Baustelle, die mit kath.net fürs erste nichts zu tun hat. Aber vielleicht kann da ja mal jemand genau nachschauen.
            Laut eigenen Angaben (Oktober 2014) war er in der „Anfangszeit“ als „Archangelus“ dort unterwegs und hatte – ebenfalls eigenen Angaben nach – keine Probleme mit der dort herrschenden Zensur.
            Aber: die Fraktion der problematischen Boards beschränkt sich nicht allein auf kath.net. Ich ordne sie mal als ein zunehmend kleiner und immer kleiner werdendes Licht ein.

        • Doktor_Krakebusch sagt:

          Wenn man sich für den Nabel der Welt hält, fühlt man sich halt generell angesprochen, @ suennerklaas. Linzer Größenwahn halt…

          • suennerklaas sagt:

            Einmal davon abgesehen: Kath.net hat die Angelegenheit erst vier Tage später mitbekommen. Man hat versucht, am 06. Juli auf einen bereits am 02. Juli abgefahrenen Zug aufzuspringen.
            Gersdorff beschwerte sich am 02.07., am selben Tag war das ganze Thema bei Gloria.tv.
            Und es ist ja schon seit längerem zu beobachten, dass man in Linz nicht mehr so ganz auf dem aktuellen Stand ist.

  4. chrisma sagt:

    Ich finde das Bild zu dem Artikel richtig gewählt ist. Zwei wunderbare junge Frauen leben ihre Liebe. Ihnen @SD herzlichen Dank für den wunderschönen Text von Frère Roger. Der Text ist die einzige Antwort auf die Reaktionen die dieses Bild hervor gerufen hat.

    @Suarez ich habe in diesem Blog mehrfach umfassend zu Fragen der Homosexualität/Sexualität
    Stellung genommen. Als Privatperson, aber auch aus beruflicher Sicht als Neurologin/Psychiaterin, in der forensischen Psychiatrie tätig. Zur Klärung: es gibt drei Kernpräferenzen (unumkehrbar) : Heterosexualität, Homosexualität und leider auch Pädophilie. Letzter klammern wir hier aus, da die Ausübung dieser Form der Sexualität berechtigter Weise unter Strafe gestellt ist. Kein Mensch ist bisexuell, sie können Bisexualität leben, aber eine Kernpräferenz ist es nicht. Nicht jeder Mensch ist bisexuell, es gilt mehr das Satz aus den wilden sechziger Jahren oder auch aus Künstlerkreisen: ein bisschen Bi ist chi…Der Anwurf das Menschen, die eine konträre Haltung zur Homosexualität einnehmen, versteckt Homosexuell sind ,ist unhaltbar, ein Fall für den „Psychiater“ sind sie nicht, da hier Moralvorstellung zu Grunde liegen. Der Satz ist genauso diskriminierend, wie die falsche Vorstellung, dass Homosexualität „heilbar“ ist. Sie also lieber Suarez, polarisieren auf der einen Seite, die anderen polarisieren auf der anderen Seite. Es ist langweilig. Und „anständige“ Psychologie, na ja dies hatten wir so ähnlich schon mal mit Theologie……

    • Suarez sagt:

      Liebe Chrisma, Sie werden mir verzeihen, dass ich da mit guten Gründen anderer Auffassung bin. Es gibt im Grunde soviele Sexualitäten wie es Menschen gibt (da war mein Satz, alle Menschen seien bisexuell ein wenig schnoddrig). Das mit den Kernpräferenzen ist so mittlerweile auch nicht mehr Forschungsstand. Da hat die Genderforschung in der Tat einen berechtigten Wissenszuwachs gebracht (es gibt ja mehr als zwei Geschlechter, wie kann man dann entweder nur auf das andere oder das eigene fixiert sein). Und diskriminerend ist es absolut nicht, darauf hinzuweisen, dass Homophobie krank ist. „Konträre Haltung“ zu dem Gesudere, das über Pater Hagenkord eingebrochen ist, zu sagen, ist eine phänomenologisch korrekte Bezeichnung, wird aber der Bösartigkeit dieses Phänomens keineswegs gerecht. Wenn es polemisch ist, ein intrinsece malum als solches zu bezeichnen (und das ist dieses Gesudere), dann bin ich polemisch. Aber dann nehme ich das Ritterschlag. Die Wahrheit wird uns freimachen.

    • Suarez sagt:

      P.S.: Ein Nachtrag, liebe Chrisma. Auch wenn es (freundlich formuliert) eine Psychologie im Vorhof empirischer und belegbarer Wissenschaft ist: Mit C.G.Jung kann ich (von esoterischen Exaltationen) schon auch einiges anfangen… Aber das nur unter uns (und ich weiß wohl, dass ich Ihnen und Ihrer Argumentation damit vordergründig in die Hände spiele).

      • chrisma sagt:

        @Suarez lassen wir es so stehen, es ist nur ein Nebenschauplatz in dieser Diskussion.

        • Suarez sagt:

          In der Tat – und ich werde wegen einer solchen Frage Ihnen weder Katholizität noch Intelligenz aberkennen. Es gibt nämlich doch einen Unterschied zwischen links und rechts in der Kirche, wenn man diese hilflosen Kategorien benutzen mag: Die Linken, die Semirationalisten haben es nicht nötig, andere (geistig oder körperlich) einem Scheiterhaufen zuzuführen.

    • Silvia Brückner sagt:

      Liebe chrisma, danke für Ihre sachlichen, wohl ausgewogenen Worte.

      Nicht jeder Mensch, der ein Moralempfinden hat, wie es bis vor vielleicht ca 20 Jahren noch der gesellschaftlichen und politischen Norm entsprach, ist deshalb ein Fall für den Psychiater.

      Und auch nicht jeder, der (ganz oder teilweise) der immer noch gültigen katholischen Sexualmoral anhängt, ist ein Fall für den Psychiater.

      Was, wenn in zehn oder zwanzig Jahren wieder ganz andere Normen gelten, weil die Wissenschaft meint, zu anderen Erkenntnissen gekommen zu sein, muss ich dann mein persönliches Empfinden wieder dem Zeitgeist anpassen um kein Fall für den Psychiater zu sein?

      Eine ganz große Sorge habe ich und die treibt mich wirklich um, nämlich, dass früher oder später auch die Pädophilie zu einer gesellschaftlich und staatlich akzeptierten Variante sexueller Veranlagung werden könnte.

      Dass eines (nicht allzu fernen) Tages auch Pädophile für sich das Recht fordern, ihre Sexualität auszuleben.

      Wer garantiert uns, dass sich der Zeitgeist nicht auch in dieser Hinsicht ändern wird?

      Und damit das klar ist: Ich behaupte hiermit nicht, dass Homosexuelle auch pädophil sind, ich gehe nur auf die drei von Ihnen erwähnten sexuellen Veranlagungen ein.

      • KRP sagt:

        Liebe Silvia tun sie das nicht schon ihre Pädophile ausleben und gab es das nicht schon zu allen Zeiten nur das es früher kein Internet gab.

      • KRP sagt:

        Natürlich wird sich der Zeitgeist ändern, er wird sich immer den Menschen ihrer Zeit anpassen. Früher hat man zugedeckt den Mantel des Schweigens darüber gebreitet heute wird aufgedeckt. Früher wurden Menschen gefoltert und am Scheiterhaufen verbrannt heute im Internet bloß gestellt und gemobbt.

      • Konstantin sagt:

        @Silvia B. Bitte beachten sie doch, dass „Norm“ und „Zeitgeist“ nicht das gleiche ist. Im übrigen wird schon lange in der Sexualwissenschaft diskutiert, ob Pädophilie nicht eine „eigene sexuelle Identität“ ist. Es ist also nur eine Frage der Zeit, ob dieses Problem unsere Lebenswirklichkeit bestimmen wird. Ich schreibe diesen Kommentar wertneutral und weise nur auf die Problematik hin.

      • chrisma sagt:

        Liebe @Silvia schön Sie wieder zu lesen. Zu Ihrer großen Sorge: es gibt keinerlei Anzeichen (weltweit) das in den international gültigen Klassifizierungen nach DSM-III-R/ICD-10 (5) die Pädophilie als eigenständige Störung der Sexual-Präferenz herausgelöst wird. Ein Paradigmenwechsel ist auch nicht Sicht, auch nicht in weiter ferne. Dazu kommen diverse strafrechtliche Bestimmungen in den einzelnen Länder. Es herrscht ein breiter Konsens das Pädophile ihre Sexualität nicht ausleben können und dürfen, da sie das Leben der Opfer (Kinder) für immer beeinträchtigen, gar zerstören. Wir sind ja was die Forschung um die sexuelle Kernpräferenzen angeht noch sehr am Anfang, wir wissen allerdings das sie therapeutisch nicht umkehrbar sind, der wissenschaftliche Weg verdichtet sich das ihre Ursachen in der Epigenetic liegen. Ich hör aber auf an dieser Stelle, ich möchte den Blog nicht um eine Pädophilie-Debatte erweitern. Wir lesen uns….

  5. KRP sagt:

    P. Hagenkord ich gebe Ihnen vollkommen recht es auf sich beruhen zulassen das ignorieren ärgert mehr als unnötig viele Worte die eh immer nur verdreht werden.

  6. Brigitta sagt:

    Und ich will auch gar nicht auf diesen Blog eingehen. Jeder, der sich informieren will, kann dies auf Seiten wie Gloria.tv oder katholisch.info selber tun und wird über den Hass, aber auch die Angst vor der Veränderung der Kirche, die dort verbreitet werden, erschrocken sein. Und ich frage mich schon lange wie man denen das Handwerk legen könnte. Aber ich weiß keine Antwort.

    • Kaline sagt:

      Brigitta, das Handwerk legen, kann nur jemand, der das Handwerk versteht. Und ja, es ist Handwerk und nicht Gottes Werk, was da abläuft. Pater Hagenkord hat es schon erwähnt: es strotzt vor Machtphantasien, es strotzt m.E. auch vor Unterwerfungsgedanken. Ich weiß nicht und möchte es auch eigentlich gar nicht so genau wissen, wie man in dieser Polarität ein Gottes- und Menschenbild für sich bildet. Gibt es da eigentlich auch mal einen Kontakt auf Augenhöhe – mit Gott, mit dem Nächsten und mit sich selbst? Ich denke, das ist ein wirklich schräges Welt-, Menschen- und Gottesbild, was da zugrunde liegt. Das hängt möglicherweise mit der eigenen Abschottung gewisser „Glaubensgemeinschaften“ zusammen.

    • KRP sagt:

      Und jeder der klug ist geht überhaupt nicht auf diese Seiten denn damit würde man denen keine Möglichkeiten bieten für Streitereien und bösartige Verleumdungen. Denn jeder der die Seiten aufruft wird gezählt und wer weis denn ob zur Information oder als Interessierter, die Betreiber denken sicher sind alles Interessierte, freundschaftlich Gesinnte und freuen sich über die vielen Aufrufzahlen.

  7. Carmen Fink sagt:

    Erstmal Danke für Ihren mutigen Blog. Ich habe mir gewünscht dass sie auf diese Hetze im Netz reagieren. Es war sehr traurig für mich als der Beitrag auf RV gelöscht wurde denn ich hatte den Eindruck RV gibt diesen Leuten nach. Hier ein Blog der zeigt wir Recht sie haben. Es ist so traurig. http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/2015/07/radio-vatikan-deutschland-homo-agenda.html?m=1 Lassen sie sich nicht entmutigen!

  8. Suarez sagt:

    Übrigens, mit ein bisschen Zynismus erinnere mich noch, wie Bischof Krenn in St. Pölten auf entsprechende Kussphotos seiner Priesterseminaristen reagierte (die Affaire bekam den lyrischen, aber sehr verharmlosenden Namen „Pornopölten“): „Bubenstreiche“.

  9. „Innerkirchlich wird der Ton rauer, das stellen wir schon länger fest.“

    Mit ein Grund, warum sich immer mehr Menschen mit Grausen von der Kirche abwenden.

    Je mehr ich auf „christlichen“ Seiten lese, um so weniger möchte ich Teil einer Gemeinschaft sein, aus der solch pure Verachtung hervorgeht.

    Dazu kommen noch Kommentare diverser „Würdenträger“ wie jüngst zur Eheöffnung in Irland und den USA, die meine Zweifel immer größer werden lassen.

    Naja, nach der Synode weiß ich spätestens, wo mein Weg hingeht.

  10. Peter Friedrich sagt:

    Lieber Pater Hagenkord,

    Das schöne Foto der beiden glücklich sich küssenden Frauen ist ganz und gar an der richtigen Stelle, ändern muß man gar nichts. Auch die eindeutige Haltung hier auf Ihrer Seite (samt der meisten Kommentare), die einer verschrobenen Menschenfeindlichkeit standhält, finde ich wunderbar.
    Vergessen dürfen wir allerdings nicht, daß Menschen, die durch die kirchliche Sexual“moral“ geprägt sind und die entsprechenden kirchlichen Aussagen dazu eher wörtlich ernst nehmen, potentiell hochgradig psychopathologisch gefährdet sind. Eugen Drewermann beklagt in „Kleriker – Psychogramm eines Ideals“, daß Menschen durch eben diese kirchliche Lehre darin sabotiert werden, zu sich selbst zu finden, statt hilfreich dabei begleitet zu werden, ihrer jeweiligen Frage nach Zärtlichkeit Raum zu geben, insbesondere unabhängig davon, ob sich diese Zärtlichkeit nun hetero-, bi-, homo- oder sonstwie sexuell ausdrückt. Der religiöse Bezug darf uns die Kraft geben, einen Menschen vorbehaltlos zu fragen, wie es ihm geht, was für ein Mensch er eigentlich ist. Unterdrückt man diese Offenheit, sind alle schlimmen Folgen möglich, ja, folgerichtig, wie man sie auf diesen gewissen Internetportalen leidvoll erleben muß.
    Die kirchliche Sexuallehre züchtet sich ihre Gemütskranken selbst. Man muß bald, man muß sehr bald etwas ändern.
    Dieser Tage erinnerte ich mich einer grauenerregenden Erzählung von Ernest Hemingway, „Gott hab euch selig, ihr Herren“ aus den „Stories“, einer Sammlung mit dem Titel „Der Sieger geht leer aus“. Die schreckliche körperliche Selbstverstümmelung eines jungen Mannes, der nur für sich umsetzte, was er aus kirchlichen „Moral“lehren gewissermassen buchstäblich las – das ist nur eine der möglichen Manifestationen solcher Lehren.
    Der Anspruch der kirchlichen Lehre, daß sich erotische Zärtlichkeit und Sexualität ausschließlich innerhalb einer Ehe ausdrücken dürfen, kastriert potentiell alle anderen Menschen in ihren individuellen Notwendigkeiten.
    Ob ein Mensch dann sich selbst oder andere verstümmelt oder wunderlich, verschroben oder boshaft wird – die Folgen sind unabsehbar.

    Freundliche Grüße
    Peter Friedrich

    • chrisma sagt:

      Danke @Peter Friedrich für diesen Beitrag. Der Satz: „Die katholische Kirche züchtet sich ihre Gemütskranken selbst“ wird mir bleiben.

    • Brigitta sagt:

      Hier muss ich doch Einspruch erheben. Als ich meinen späteren Partner kennen lernte, wusste ich sehr schnell, dass er noch verheiratet war, allerdings schon länger von seiner Frau getrennt lebte. Sehr schnell war für mich klar: „der oder keiner – aber wie kann ich das mit meinem Glauben vereinbaren?“
      ich habe mich dann kundig gemacht und aufgrund verschiedener Umstände hätten wir kirchlich heiraten können. Wenn das nicht möglich gewesen wäre ich weiß heute nicht, wie ich damals reagiert hätte. Unser Glück dauerte allerdings nur intensive 15 Monate, dann starb er an einem epileptischen Anfall. Die Epilepsie hatte er sich durch eine Gehirn – OP zugezogen. Wir wären auch gar nicht so schnell zusammen gezogen, wenn mich die Ärzte nicht darum gebeten hätten, da wir etwa 50 km von einander entfernt lebten.
      Was ich damit sagen will: Es fehlt heute oft an einer Gewissensschulung unter uns Christen, um echte Entscheidungen treffen zu können. Ich verurteile niemand, der anders handelt ….
      Ironie der Geschichte: inzwischen – 11 Jahre später – bin ich ebenfalls An Epilepsie erkrankt ebenfalls wegen einer Kopf-OP. Mit der gemachten Erfahrung kann ich aber dadurch ganz gut damit umgehen.

    • Suarez sagt:

      „Die kirchliche Sexuallehre züchtet sich ihre Gemütskranken selbst.“ (@ chrisma: So heißt es korrekt – eine kleine Frotzelei, nix für ungut! Aber der Satz stimmt ja auch in der von Ihnen zitierten Form). Ja, da kann ich in der Tat nur zustimmen. Und: Da muss sich was ändern.

  11. Auch auf diesem Weg möchte ich Ihnen, P. Hagenkord, für den Blogbeitrag danken. Ja, es ist traurig und erschreckend, welche Geisteshaltung hinter manchen verbalen Entgleisungen steckt. Mein Beitrag, über den RV berichtet hat, kann in voller Länge hier nachgelesen werden: http://www.furche.at/system/showthread.php?t=71607

  12. Guido sagt:

    Der schrullige Formulierung erinnert an einen gewissen Gandalf aus dem kath.net-Universum 😉

  13. chrisma sagt:

    Nachdem ich den Nachtdienst mit lesen der hier eingestellten Links und der hier genannten Portale zugebracht habe (ich lese so was normalerweise nicht) bin ich doch erschrocken wie stark ausgeprägt und vielfältig der Fundamentalismus (ich mache dies an katholisches.info fest) an den Rändern des katholischen Glaubens ist. Das macht mich traurig, aber auch wütend. Leider beflügeln bestimmte Kreise in unserer Kirche diese Strömungen. Diese Kreise sind nicht krank, leider, dann könnten wir heilen. So können wir nur Aufklärungsarbeit leisten, sachlich ohne Polarisierung und Polemik. Dies Pater Hagenkord haben sie mit diesem Blogthema geleistet. Sachlich und mutig,ohne Polarisierung, ohne Polemik. Persönlich finde ich es schade, dass das Bild entfernt wurde. Da es aber offensichtlich eine Provokation darstellt, ist die Entscheidung nachvollziehbar. Wir haben im Bezug auf die „Entsündung“ gleichgeschlechtlicher Beziehungen noch einen langen weiten Weg vor uns, Provokation ist nicht der richtige Ausgangspunkt.

  14. Rosi Steffens sagt:

    Ich glaube nicht alle Worte haben Wirklichkeit, denn sie setzen sich manchmal mit Realitäten auseinander, die so nicht im Leben bestehen sondern nur die eigene Anschauung dessen widergeben, was man selbst durch das Leben empfindet, ohne all das mit zu verarbeiten, was noch von Bestand ist. Es mag sein, dass die Wortwahl nicht immer dem Wortschatz entspricht, der uns allen geleichermaßen zur Verfügung steht, doch geht es im Grunde genommen doch auch darum, sich diesem Problem der Selbstdarstellung der entsprechenden Person so anzunehmen, dass daraus ein integrativer Gedanke entstehen kann. Wie sie bereits selbst festgestellt haben, sollte man derartigen Äußerungen einfach nur die Beachtung schenken, die sie nach dem eigenen Ermessen verdienen. Mir persönlich zeigen menschenunwürdige Beiträge nur, wie viel Zeit wir noch brauchen, um wirklich alle Mitmenschen mitzunehmen, denn Bestandteil unserer Wirklichkeit sind sie bereits, auch wenn ihre Worte uns das nicht glauben lassen, so ist dieser Umgangston offensichtlich auch der „Knigge freien“ Kommunikation im Netz geschuldet, die ja meist keine Benimmregeln fordert, von menschlicher Würde ganz zu schweigen. Wenn man sich selbst vergisst, dann können schon einmal ausfallende Gedankenspiele im Netz auftauchen, von denen der Betreffende offensichtlich annimmt, sie wären in anderen Köpfen ebenfalls in dieser Form vorhanden und hätten damit ein Anrecht auf Gültigkeit. Offensichtlich berühren Sie Pater Hagenkord diese Äußerungen so sehr, dass sie mit diesem Beitrag darauf reagieren. Ich finde, das ist genau die richtige Reaktion, denn damit begegnen Sie dem unwürdigen mit einer würdevollen Haltung und nehmen dabei auch noch ihre eigene Position dazu ein. Ich lese derartige Beiträge erst gar nicht, denn ich begnüge mich mit entsprechenden Reaktionen in der Wirklichkeit, wenn ich diesen Menschen dort begegnen sollte. Das Netz hat seine Tücken, denn dort und nur dort kann man Gedanken so verbreiten, als wären sie wirklich wichtig und zutreffend. Damit laufen wir alle Gefahr, dem Netz mehr Macht zu geben als es eigentlich hat, denn es ist ein virtueller Spielplatz für Menschen die meist anonym bleiben wollen, weil sie im Grunde genommen genau wissen wie menschenverachtend ihre Beiträge oft sind und wie wenig Chancen auf Verbreitung sie in der Wirklichkeit hätten. An diesen Hoffnungsschimmer klammere ich mich, denn das würde bedeuten, auch in ihnen steckt noch ein winziger Teil des guten Kerns, den Gott in uns alle gelegt hat, um uns zu seinem Ebenbild zu formen.

  15. Johannes sagt:

    Warum die vielen Worte? Entsprechen homosexuelle Handlungen dem Willen Gottes oder nicht? Wenn „Radio Vatikan“ dies bejaht, na gut. Es gibt nun mal zwei katholische Kirchen. Die eine als Dienerin einer dekadenten Gesellschaft, die andere dem Wort Gottes und seinen Geboten treu. Jeder kann wählen, wohin er gehören will. Es kann nicht verwundern, dass glaubenstreue Christen – auch von ihren eigenen „Mitbrüdern“ – verleumdet werden.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Bevor sie sowas schreiben, sollten Sie den Artikel lesen, um den es geht.

      • Johannes sagt:

        … ein „Umdenken“ im Umgang mit homosexuellen Menschen … Die Lehre der Kirche zur Homosexualität ist eideutig im KKK niedergelegt. Dort finden sich auch klare Worte über den Umgang mit homosexuell empfindenden Menschen. Was soll dann wohl der Sinn des Umdenkens sein? Wahrscheinlich das Buhlen um die Gunst der Homolobby. Ich nehme an, diese wird sich belachen über die krampfhaften Versuche, den katholischen Glauben in Einklang mit den Absichten der Homolobby zu bringen.
        Wie wohlklingend: …auch wenn die Kirche betont, dass eine homosexuelle Partnerschaft von einer Ehe zu differenzieren bleibt … Was soll denn diese Bemerkung? Es ist doch jedem klar, dass es da Unterschiede zwischen der Ehe und einer homosexuellen Beziehung gibt. Das ist doch nicht die Frage. Christen erwarten auch von reformbegeisterten Theologen ein klares Ja oder Nein auf die Frage, ob homosexuelle Handlungen dem Willen Gottes entsprechen oder nicht.

    • Suarez sagt:

      @Johannes. Da schließe ich mich P. Hagenkord an und empfehle zusätzlich die Lektüre der Bibel und vielleicht auch noch die von einigen Philosophen. Dann würden Sie nämlich nicht derart vom „Willen Gottes“, den Sie offenkundig genau kennen, schwadronieren. Was für eine Blasphemie!

      • Johannes sagt:

        Hallo Suarez! Den Willen Gottes erfährt man aus der Hl. Schrift und dem Lehramt der Kirche.

        • Suarez sagt:

          Das ist in dieser Schlichtheit einfach falsch. Ist es etwa der Wille Gottes, Ehebrecherinnen zu steinigen? Essen Sie Schweinefleisch? Ist der Hase ein Wiederkäuer? Lernen Sie angemessene Bibelauslegung und versteigen Sie sich nicht zu Blasphemien über den Willen Gottes, der ein Geheimnis ist.

          • Johannes sagt:

            Was soll den eine „angemessene Bibelauslegung“ sein? Sie können natürlich die Schrift auslegen, wie es Ihnen gerade passt. Ich halte mich eben an das kirchliche Lehramt gemäß der Schrift. „Bedenkt dabei vor allem dies: Keine Weissagung der Schrift darf eigenmächtig ausgelegt werden“ (2Petr 1,20.

        • Martinus sagt:

          Lieber Suarez, ich kann Ihnen nur beipflichten. Johannes hat ganz offensichtlich nicht bemerkt, dass er genau das selbe tut, was er ihnen vorwirft: die Bibel so auszulegen wie es ihm gerade in den Kram passt. Er hält es dann auch noch für das Wort Gottes. Auch scheint Johannes der einzige Mensch zu sein, der in der Lage ist, das Glaubensgute richtig auszulegen. Dies aber ist die Aufgabe des Lehramtes und nicht die eines einzelnen Bloggers. Es ist schon erstaunlich, dass es doch so viele Menschen gibt, die das, was sie für sich als richtig erkannt haben mit ziemlicher Gewalt auf andere übertragen wollen. Andererseits beruhigt mich die Vielzahl von Posts in diesem Block, der mir zeigt, dass nicht nur der rechte Rand der Kirche eine vernehmliche Stimme hat. Auch wenn hier nicht gepoltert und nicht so laut geschrien wird, wie auf einschlägigen Foren, sollten sich die moderaten Stimmen in der Kirche durchaus mehr Gehör verschaffen.

  16. KRP sagt:

    Anstelle des Bildes und für alle die sich nicht in irgendwelchen Phantasien hineinsteigern Wien und München machen es richtig: Wien/München –
    Seit etwas mehr als einer Woche leuchten in Wien lesbische, schwule und heterosexuelle Pärchen von 50 Fußgängerampeln.

  17. Tim B. sagt:

    Wäre schön, wenn sich die deutsche „Filial“-Kirche auch mal wieder für uns Familien mit Kindern einsetzen könnte und nicht immer nur unsere Ausgrenzung betreibt. Bei der Familienbefragung des ZDK in Berlin musste sich ein Vater von vier Kindern erst das Rederecht erkämpfen, damit überhaupt eine „normale“ Familie zu Wort kam.

    Niemand hat etwas gegen Homosexuelle. Aber die Forderung nach Gleichstellung ungleicher Lebensformen ist diskriminierend für kinderreiche Familien und das ständige Infragestellen des Familienideals beleidigend für diejenigen Familien, die es leben.

    • Niemand hat etwas gegen Homosexuelle?! Dann wäre dieser Blogeitrag nicht nötig.
      Die Familie wird keineswegs infrage gestellt im Gegenteil, Familie und Ehe werden aufgewertet. Hierzu ein guter Beitrag.

      http://www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/ein-brief-an-die-berliner-cdu-die-gegner-der-homo-ehe-verletzen-auch-heterosexuelle/12012216.html

      • Tim B. sagt:

        Ehrlich gesagt bin ich diese ganze Diskussion leid. In Deutschland wird niemand, wirklich niemand diskriminiert, weil er homosexuell ist. Die einzigen, die diskriminiert werden, sind wir kinderreichen Familien, aber wir haben keine Lobby.

        Haben Sie einmal versucht, mit mehr als drei Kindern eine Wohnung zu mieten? Vergessen sie es.

        Deswegen gibt/gab es im Grundgesetz für Ehe und Familie den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung. Der soll nun wegfallen und Lebensformenen, die generell ungleich mit Ehe und Familie sind, weil sie aus sich heraus keine Kinder kriegen können, mit Ehe und Familie gleich gestellt werden…

        Die Gleichstellung ungleicher Lebensformen ist jedoch genau so diskriminierend, wie die Ungleichbehandlung gleicher Lebensformen. Aber wie schon gesagt, wir kinderreichen Familien haben keine Lobby und haben den Kampf um unsere Rechte verloren… Ihr habt eine super Lobby, ihr habt spitzen Öffentlichkeitsarbeit gemacht, ihr habt uns Familien selbst schon in der (deutschen) Kirche an den Rand gedrängt, ihr seid toll, klopft euch auf die Schulter! Spitze! Ganz toll hingekriegt! Ihr seid die Sieger, wir die Verlierer.

    • Suarez sagt:

      @Tim B.: Männer und Frauen sind auch ungleich. Und doch gleichberechtigt. Niemand, auch keine Familie wird diskriminiert, wenn mentale oder tatsächlich gewalttätige Homosexuellenverfolgung aufhört und niemand wird diskrimiert, wenn man Homosexuelle heiraten lässt.

    • Doktor_Krakebusch sagt:

      „Aber die Forderung nach Gleichstellung ungleicher Lebensformen ist diskriminierend für kinderreiche Familien und das ständige Infragestellen des Familienideals beleidigend für diejenigen Familien, die es leben.“

      Was im Umkehrschluss bedeutet, dass Regenbogenfamilien und Kinder in Regenbogenfamilien weniger wert und keine richtige Familie sind. Würden Sie denen das auch ins Gesicht sagen?

      Mal ab davon: „Lebensformen“ kenne ich nur aus Star Trek und Akte X. Sind wir Aliens, oder was?^^

      p.s. „Ich habe nichts gegen…, aber…“. Der Klassiker.

  18. Mary sagt:

    Lieber Herr Dr. Hagenkord,

    habe gerade gelesen, dass es wohl einen möglicherweise aufregenswerten Beitrag gegeben haben mag – laut kath.net. Ich habe ihn nicht gelesen. Das Bild selber ist ja nicht schlimm, es könnte ja durchaus auch ein Aufmunterer sein, weiterzulesen.

    Ich lese ja kaum etwas auf Deutsch, aber was sich in den US abspielt, das bekomme ich voll mit. Hier verhalten sich die meisten Katholiken, die ich kenne, auffallend klug, freundlich und klar, auch wenn es Kommentare bisweilen gibt, denn schon sehr „anti-gay“ sind (sanft ausgedrückt). Eins steht fest: wir Katholiken haben nicht das Problem vieler Evangelikaler, die sich um die richtige Auslegung einiger Bibelverse streiten – jeden Tag werde ich dankbarer, dass wir die Bibel als ganzes und im Licht der Tradition lesen! Wir stehen auf den Schultern von Giganten…

    Was dringend nottut, ist, dass wir neu erklären, warum die Tradition Sinn macht, mit Worten, die auch eine post-moderne Gesellschaft versteht. Vielleicht braucht es da manchmal auch unkonventionelle Stimmen. Ich finde, Eve Tushnet, die Autorin, von „Gay and Catholic“ ist in diesem Zusammenhang lesenswert. Sie ist eine Konvertiten aus jüdisch-atheistischem Elternhaus, und sie versucht, durchaus mit Erfolg, Ihren Mitkatholiken zu erklären, wie es denn einfach so ist, eine Lesbierin zu sein, und als Single zu leben, obwohl das vielleicht gar nicht mal der Traum des Lebens war. Wie Dienen mit Sinn erfüllt wird. Dingle, die auch für heterosexuelle Singles – gar nicht sooo selten! – durchaus nützlich sein können.

  19. Oliver Giese sagt:

    Sehr geehrter Herr Hagenkord,

    erst einmal rege ich mich nicht über ein Bild auf, das eindeutig der katholischen Lehre widerspricht, sondern über Ihre Hetzkampagne. Es mag sein, dass sich einige Leute im Ton vergreifen, aber dass sie nur deshalb falsch liegen, ist ein Irrtum. Man kann auch mit Engelszungen falsch liegen, nicht wahr?

    Es ist eigentlich ganz einfach: Schauen Sie in den Katechismus. Dort steht eindeutig, dass gelebte Homosexualität falsch ist. Dass solchen Menschen mit Achtung begegnet werden soll, ist selbstverständlich. Was Sie allerdings, und die Mehrheit der Kommentierenden wohl wollen, ist viel mehr. Es geht darum, eine Sünde nicht mehr Sünde zu nennen. Und damit stellen Sie sich gegen die geltende Lehre der Kirche. Sie gehen noch weiter und stellen Menschen, die die aktuelle Lehre der Kirche unterstützen, wahlweise als Extremisten oder Verrückte, manchmal auch als arme Würstchen dar. Einem Laien mag man das durchgehen lassen, nicht aber einem Jesuiten.

    Der ganze Ehebegriff ist mit aufgrund jahrzehntelanger Arbeit verschiedenster Kreise komplett verzerrt. Es geht bei einer Ehe nicht um eine Komfortzone mit Sex, Kuscheln und Steuervorteilen. Es geht um die einzige Verbindung, die menschliches Leben erzeugen kann, wenn man Praktiken, die an Huxleys Schöne Neue Welt erinnern, beiseite lässt.
    Die Ehe war einmal der Mittelpunkt des menschlichen Universums, weil sie Kinder hervorgebrachte. Und genau das ist das Problem von heute und noch viel nachdrücklicher von morgen. Wir, in Deutschland, bekommen zu wenige Kinder. Ich habe unzählige Freunde, die es nicht hinbekommen, weil ihnen Angst gemacht wird, Kinder zu haben, weil es ihnen ihre Freiheit raubt, es so viel Geld kostet und so weiter. Eine Ehe ist keine Ehe, wenn man nicht einmal mehr die Absicht hat, Kinder zu zeugen. Die demographische Katastrophe kommt. Und meine Kinder werden das ausbaden müssen. Sie werden alle Leute tragen müssen, die zu egozentriert leben, sich zu sehr ‚entfalten‘ mussten, weil sie sonst unglücklich gewesen wären, wird ja behauptet. Dass diese Leute mehrheitlich Heterosexuelle sind, die Ehe nicht mehr leben, sondern sequenzielle Polygamie, ist klar. Aber ebenso klar ist, dass das Durchpeitschen der Homoehe auf diesem falschen, fatalen Verständnis von Ehe beruft.

    Gott segne Sie und erbarme sich uns aller. Ich wünsche Ihnen das Beste, ganz im Ernst.

    Mit freundlichen Grüßen

    Oliver Giese

    • Oliver Giese sagt:

      Bitte verzeihen Sie meine Tippfehler.

      Ich möchte noch anfügen, dass Ihr Ton zwar nicht unter der Gürtellinie ist, aber doch eine Art Chauvinismus verströmt. Eine offene Diskussion ist nur dann möglich, wenn man alle Parteien hören möchte.

      Noch einmal alles Gute.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Sie schreiben: „Dass solchen Menschen mit Achtung begegnet werden soll, ist selbstverständlich.“ Ist es nicht. Wenn Sie die Tweets, emails und dergleichen lesen, dann ist da keine Spur von Respekt. Und deswegen spreche ich das auch genau so aus. Das ist keine Hetzkampagne, ich verbitte mir so ein Wort. Weder ist es Hetze, noch ist es eine Kampagne.

      • Oliver Giese sagt:

        Danke für Ihren Antwort.

        Ihnen alles Gute.

      • Oliver Giese sagt:

        Nun ist das Foto ja weg, und alles ist gut. Nein, ist es nicht.

        Das Klima wird rauer, auf beiden Seiten. Was passiert nun nach der Synode? Hier im Kommentar drohen schon Leute mit Austritt, wenn die Kirche sich nicht in ihre Richtung bewege.

        Bitte verzeihen Sie, wenn ich Ihnen zu nahe gekommen bin. Ihnen alles Gute.

    • Oliver Giese sagt:

      Ich möchte zuletzt noch anmerken, dass ich verbale Steinigungen in keinster Weise gutheiße. Derjenige ohne Sünde werfe den ersten Stein, wie Sie besser als ich wissen. Jedoch blieb die Frau, Maria aus Magdala der Überlieferung gemäß, trotzdem eine Sünderin. Christus verhinderte die Steinigung und verurteilte die Sünderin nicht, allerdings ohne die Sünde gutzuheißen. Ich hoffe, dass Sie sich das durch den Kopf gehen lassen.

      Es gibt keine Barmherzigkeit ohne Reue. Wir können auch nicht sagen, dass es eine ‚leere Hölle‘ oder eine Allerlösung gemäß Origines und anderer gibt. Wir können nur sagen, dass es ein Gericht geben wird.

      Zum Schluss noch einmal das Beste, viele konstruktive Kommentare, abseits beidseitiger Polemiken, ob subtiler oder brachialer Art.

    • Suarez sagt:

      Ich weiß beim besten Willen nicht, warum ein Bild mit sich küssenden Frauen der katholischen Lehre widersprechen soll. Da sind wohl lüsterne Männerphantasien im Spiel. Widerlich.

    • Ulrike sagt:

      Herr Giese, bitte übertreiben Sie doch nicht so und schauen Sie sich mal im „Universum“ um. Die Ehe – nach Ihrem Verständnis, und möglichst noch als Sakrament – war noch gar nie „der Mittelpunkt des menschlichen Universums, weil sie Kinder hervorgebrachte“. Das Hervorbringen von Kindern hat auch ganz ohne christliches Ehe-Sakrament funktioniert.

      • Oliver Giese sagt:

        Liebe Frau Ulrike, dass das nicht stimmt, sehen wir an der demographischen Entwicklung.

        Ihnen alles Gute.

        • Ulrike sagt:

          Herr Giese, es mag sein, dass SIE in der „demographischen Entwicklung“ eine Bestätigung Ihrer These finden, ICH tue es nicht, also verzichten Sie bitte auf das Wörtchen „wir“. Für MICH wird die demographische Entwicklung nicht dadurch bestimmt, dass Menschen nach katholischem Recht und katholischer Ordnung ver-ehelicht sind. Nicht hier und nicht in katholisch dominierten Ländern – Katholiken ist es seit einigen Jahrzehnten erlaubt, die Zahl ihrer Kinder zu begrenzen. Und anderswo erst recht nicht. Oder begrenzen Sie das „Universum“, von dem Sie gesprochen haben, auf Deutschland oder Europa?

          • Oliver Giese sagt:

            Sehr geehrte Ulrike,

            In einer katholischen Ehe sollen Kinder immer willkommen sein. Was Sie meinen, ist eine Begrenzung aufgrund dringender Umstände. Es gibt drei Grundregeln für eine katholische Ehe: Nur Du, bis zum Lebensende, Kinder sind willkommen. Und ja, die Absicht, Kinder zu bekommen, ist eine Voraussetzung für eine Ehe.

            Ihre Meinung kann Ihnen zustehen. Die Kirche hat allerdings eindeutige Standpunkte über die Ehe. Diese zu diskutieren, im Sinne der aktuell herrschenden Meinung über Liebe, Ehe und Sex, ist aber ein Holzweg. Als die Ansicht, Ehe muss nichts mit Kindern zu tun haben, anfing, sich durchzusetzen, ging die Geburtenrate zurück. Diese zeitliche Überschneidung ist da, das ist keine Meinung, jeder kann sich die Entwicklung der Geburtenrate im 20. Jahrhundert ansehen. Das meinte ich mit „wir“. Wir (nicht sie) haben in Deutschland, Stand jetzt, die niedrigste Geburtenrate der Welt, nicht einmal die Immigranten können dies ausgleichen. Das beduetet, dass die Jungen in einer Generationen mehr Alte tragen müssen, was enormen Druck auf diese ausüben wird. Meine Kinder, wie gesagt, werden neben mir jene tragen müssen, die sich zu fein fürs Kinderkriegen waren. Haben Sie dazu eine Meinung oder sehen Sie die Konsequenz?

            Genauso entzieht sich mir das Verständnis für die Aussage, dass das so in Ordnung sei und keine Folge der Bedeutungsverschiebung des Ehebegriffs. Ich verstehe auch nicht, wie Sie im Hinblick auf Fakten mit einer Meinung argumentieren können. Sie können auch nicht auf den Satz: „Wir wissen, dass die Sonne hell leuchtet“ antworten: „Also ich sehe das anders, sie ist dunkel und kariert, bitte respektieren Sie meine Meinung und sparen Sie sich das wir.“ Möglicherweise können Sie das, aber nicht ohne falsch zu liegen.

            Andere Gesellschaften mögen sich in Sachen Ehe nicht auf die Kirche berufen, wenn sie allerdings eine gleiche oder ähnliche Auffassung des Ehebegriffs wie die Kirche haben, dann kommen die Konsequenzen der Ich-Bezogenheit des heutigen Ehebegriffs nicht mit ganz so erdrückend wie hier in Deutschland. Es geht in dem Fall nicht um Glauben, es geht um elementare Fakten und um Logik. Googeln Sie einfach die Zahlen.

            Ihnen alles Gute.

          • Ulrike sagt:

            Herr Giese,
            ich habe nicht vor, in eine ausufernde Debatte über Ihr Eheverständnis einzutreten. Sie hatten behauptet, „die Ehe“ sei „der Mittelpunkt des menschlichen Universums, weil sie Kinder hervorgebrachte.“ Dem habe ich widersprochen:
            Die Menschheit hat sich kontinuierlich vermehrt lange bevor es eine nach Ihrem Verständnis christliche Ehe gab, und sie vermehrt sich, teilweise explosionsartig, auch heute noch in Regionen, in denen es Ehen nach Ihrem Verständnis immer noch nicht gibt. Was es gibt, sind verschiedene Familienformen.
            Das war’s. Mehr als dass Ihr (christliches) Eheverständnis sowohl in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart wenig bis gar keinen Einfluss auf „demographische Entwicklungen“ hat, wollte ich Ihnen überhaupt nicht sagen, und vor allem will ich keine weitschweifigen Diskussionen fern von dieser simplen Tatsachenfeststellung und Ihren Ehebegriff führen.

          • Ulrike sagt:

            Sorry, der Schluss des letzten Satzes ist missraten. Er sollte lauten, dass ich, über die Richtigstellung Ihrer Behauptung von der (christlichen) Ehe als dem „Mittelpunkt des Universums“ hinaus kein Interesse an Diskussonen ÜBER Ihr Eheverständis habe.

  20. Elisabeth sagt:

    Jaja…Gott hat schon bei der Erschaffung der Welt gesehen, wohin die Menschheit gegen Ende der Zeiten driftet und sich dann in Wollust suhlt; in weiser Voraussicht hat er ein Exempel statuiert und den Menschen als Mann und Frau erschaffen. Daran können sich die Geschlechter abarbeiten, wie sie wollen…es hilft nix…Gott ist und bleibt Gott!!

    • Suarez sagt:

      Als Gott die Welt geschaffen hat, was hat er sich wohl dabei gedacht, als er die weit über Männlichkeit und Weiblichkeit reichenden Möglichkeiten der Ausprägung der menschlichen Geschlechter in uns anlegte. Lernen Sie bitte Biologie.

  21. galahad sagt:

    So lange ein durchaus bekannter deutscher Bischof noch vor wenigen Wochen öffentlich kund tut, dass sexuelle Praxis außerhalb der Ehe wahlweise „Unzucht“ oder Ehebruch sei, darf man sich nicht wundern, dass die Fetischisten katholischer Katechismusmoral entsprechend ideologisch munitioniert sind: http://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=1594308884172265&id=1399859893617166

  22. KRP sagt:

    Hat er die Menschen als Mann und Frau erschaffen. Und die anderen die er erschaffen hat was sind die? Keine Menschen? Nicht die Sexualität ist das Problem sondern die Phantasien der Menschen.

  23. Johanna sagt:

    Lieber Pater Hagenkord
    es ist ein Unterschied, ob jemand einen Homosexuellen persönlich schwach anredet, oder ob jemand ein katholisches Medium dafür kritisiert, dass es dabei mitwirkt, die kirchliche Lehre zu unterhöhlen.
    Vielleicht kein Skandal – aber für manche vielleicht doch?

    Dass diejenigen, die so denken,von Ihnen und Ihrer Leserschaft als krank, Fall für den Psychiater und rechtsradikal bezeichnet werden, geht vielleicht doch etwas über freie Meinungsäusserung hinaus??

    • Pater Hagenkord sagt:

      Was über freie Meinungsäußerung hinaus geht sind die eMails und Beschimpfungen online, die wir über uns ergehen lassen müssen. Sich nicht wehren? Klein beigeben? Ist das die Wahl?
      Und Ihre Unterstellung, wir würden dabei mitwirken, die kirchliche Lehre zu unterhöhlen, kann ich nicht teilen. Überhaupt nicht.

    • Johanna sagt:

      naja, mir ist schon öfter aufgefallen, dass Sie die „konservativen Kreise“ gerne mal verbal provozieren, und dann Kritik daran empört von sich weisen und dabei auch nicht zimperlich sind. Und „krank“ und „rechtsradikal“ sind schon etwas deftige Beleidigungen für den konservativeren Teil Ihrer Leserschaft.
      Der Ton wird keineswegs nur von „konservativer Seite“ rauer, wie mir Ihr Blog regelmäßig beweist. Sie wollen nicht klein beigeben, die anderen aber auch nicht – was ist dann das Ziel?

      Ob der Artikel in Bild und Inhalt die kirchliche Lehre untergräbt, darüber wird und darf es auch unterschiedliche Meinungen geben. Denn Sie haben Recht, Worte – und auch Bilder – haben Wirklichkeit und Wirkung, auch bei dem angesprochenen Artikel.

      Es gibt tatsächlich noch Leute, denen der Katechismus nach wie vor eine Hilfe und Orientierung ist. Wenn das auch auf Sie zutreffen sollte, würden Sie sich dann von Ihren Lesern auch bereitwillig als „Fetischisten katholischer Katechismusmoral“ bezeichnen lassen?

      • galahad sagt:

        Liebe Johanna, meine Formulierung „Fetischisten“ mag als übergriffig empfunden werden. Das bedauere ich. Was ich sagen will: Ich respektiere Menschen, die ihre Sexualität so leben, wie sie das aus dem Katechismus heraus verstehen. Ich respektiere es nicht, wenn mir von den selben Menschen vorgeschrieben wird, wie ich und andere ihre Sexualität zu leben haben, damit das dann als gut katholisch durchgehen mag. Und ja: Ich teile nicht den Glauben, dass es Liebesbeziehungen oder sexuelle Praktiken gibt, die „objektiv in sich ungeordnet“ sind. Das ist ein mittelalterlich-naturrechtlicher Anachronismus und kein Kriterium dafür, ob ich mich als Christ bekennen darf oder nicht. Aber wie gesagt, Johanna, ich respektiere sie in ihrer Lebensgestaltung, und zwar auch ohne das anachronostische Rechtfertigungskonstrukt. Das brauchen sie nämlich gar nicht, wenn Sie Ihre Liebe authentisch leben wollen.

        • Oliver Giese sagt:

          Sehr geehrter Galahad,

          das kann meinetwegen Ihre Meinung sein, nur seien Sie sich dessen bewusst, dass sie der aktuellen Lehre der Kirche widerspricht, nicht mehr und nicht weniger.

          Ihnen alles Gute.

          • galahad sagt:

            Sehr geehrter Herr Geis, ich lebe nunmehr seit über 40 Jahren in Sachen Liebes- und Familienleben nicht entsprechend den Vorgaben des Katechismus, und das mit jederzeit gutem Gewissen. Und was folgt jetzt daraus? Was folgt Ihrer Meinung nach für praktizierende Schwule und Lesben, die sich als katholische Christen verstehen und zugleich ebenso mit ihrem Gewissen im Reinen sind? Wollen Sie uns verurteilen? Uns die Katholizität absprechen? Oder können Sie das aushalten, dass womöglich jemand wie ich in der Hl. Messe neben Ihnen sitzt und den Friedensgruß entbietet?

          • galahad sagt:

            Sorry, die Anrede muss natürlich korrekt lauten: Herr Giese!

    • Johanna sagt:

      ich möchte noch ergänzen, was mich inhaltlich an dem Artikel stört – Foto hin oder her:
      „Sexualität werde von Theologie und Lehramt „mehr und mehr in ihrer personalen und ganzheitlichen Dimension wahrgenommen““
      Dieser Satz suggeriert, die katholische Sexuallehre habe bisher nicht den Menschen im Blick, sondern wasauchimmer, wäre unmenschlich und müsse endlich durch entschiedenes Handeln geändert werden.
      Ich muss dagegen sagen, die katholische Sexuallehre ist die EINZIGE mir bekannte Kultur, die die menschliche Sexualität personal und ganzheitlich auslegt und begründet. Auch was die Belange und Bedürfnisse von Frauen angeht.
      Für diesen Satz dürfen Sie oder Ihre Leser mich jetzt gerne niedermachen.

  24. Elisabeth sagt:

    „Als rechts gilt heute, wer einer geregelten Arbeit nachgeht, seine Kinder pünktlich zur Schule schickt und der Ansicht ist, dass sich der Unterschied von Mann und Frau mit blossem Auge erkennen lässt.“ (Konrad Adam)

    …und wenn ich dann hier Begriffe wie „Hass“ , „Handwerk legen“, „Abschottung“, „Fundamentalismus“ etc. lese, so unterscheiden sich diese Kommentare nicht wirklich von denen in den genannten „Schreckensforen“… Also, seid mir nicht böse, „wenn ich nicht in einem fort, juble übern Hagenkord“!

  25. diskordianer sagt:

    Das Bild ist weg.
    Doch vor den Erbärmlichkeit aus „Castel Gandalfo“ eingeknickt?

  26. AR35 sagt:

    So richtig blicke ich nicht durch, da bin ich ehrlich! Wir streiten hier über ein lächerliches Bild, nichts weiter. Die Kirche, und ich meine beide Seiten (im Grunde ein perverser Zustand), ist wirklich tief gesunken. 74 Kommentare wegen einem Bild!
    Ich bin durchaus als konservativer Katholik einzustufen, und das wissen hier auch alle. Ich bin kein grosser Freund der Homo-Ehe und auch kein grosser Freund der Zulassung WvG zu den Sakramenten. Aber wenn beides kommt, was soll’s? Was mir auf beiden Seiten des Spektrums, konservativ wie progressiv, absolut missfällt ist der anscheinende Verlust des Gottvertrauens. Wo ist das Gottvertrauen hin?? Glaubt hier wirklich jemand, Gott wird seine Kirche alleine lassen oder gar verlassen? Das ist doch Unsinn!
    Wenn die Synode beschliesst, dass WvG zur Kommunion geladen werden, dann soll es so sein! Deswegen trete ich nicht aus der Kirche aus, deswegen beschimpfe ich nicht den Papst, Kardinäle oder Bischöfe, sondern ich akzeptiere es. Denn Gott lenkt seine Kirche. Und darauf vertraue ich.
    Es gibt in der Kirche nur einen Skandal, und zwar die perverse Spaltung in verschiedene Gruppen, von der jede Seite glaubt, die Wahrheit gepachtet zu haben. Aber dem ist nicht so!
    Und ein liberaler Katholik der Konservativen vorwirft rechtsradikal zu sein, ist um keinen Deut besser als ein Konservativer, der seinem Gegenüber Scheinheiligkeit, Papst-Bashing oder sonstwas vorwirft.
    Papst Franziskus hat mal was sehr Richtiges gesagt, ich glaube, noch als Kardinal in Argentinien. Er sagte, sinngemäss, es gibt in der Kirche Leute, die packen jedes Thema in ein Kondom. Wie recht hatte er! Das scheint das einzige Problem der Kirche zu sein, was die Leute im Schlafzimmer so treiben. Aber das ist vollkommen uninteressant. Erste Aufgabe der Kirche ist es, das Evangelium, die Frohe Botschaft, zu verkünden. Und dem muss sie alles andere unterordnen. So einfach ist das! Immer die Frage, wie nutzt es der Verkündigung?
    Der Zölibat ist ein hohes Gut, ich verneige mich vor jedem, der diese Art des Lebens praktiziert. Die Frage ist, nutzt der Zölibat der Verkündigung noch, oder behindert er sie eher? Und dann entscheidet man, was das Richtige ist. Und so muss das bei allen Themen sein! Ist es der Verkündigung förderlich, dauernd über Homosexualität, Promiskuität oder Kondom ja oder nein zu sprechen? Ich glaube es nicht!

    Es stimmt mich sehr traurig, wie in der Kirche miteinander umgegangen wird, und da nehme ich niemanden aus. Wenn wir endlich lernen würden, sein Gegenüber nicht als Feind zu betrachten, sondern als Gesprächspartner, dann wäre so manches einfacher.

    Vertrauen wir doch endlich mal dem Heiligen Geist, und lassen Ihn seine Arbeit machen, und im Oktober nach der Synode sehen wir weiter!

    Ein bisschen mehr Gottvertrauen, das verlange ich und zwar von jedem!

    • Peter Lehmann sagt:

      Hallo AR35
      Respekt. Das haut rein, das steht für sich. Für einen Konservativen sind Sie sehr liberal.
      Kann man es nicht generell und nicht nur in Kirchenfragen einfach so sehen, was schehrt es mich wie Andere glücklich werden wollen ? Spielt da möglicherweise Neid eine Rolle oder ist es einfach wirklich nur der weit verbreitete Irrglaube im Alleinbesitz der Wahrheit zu sein ? Leben und leben lassen. Hat nicht jeder genug mit sich selbst zu tun ?

    • suennerklaas sagt:

      Lieber Ar35 – Danke für ihre Worte!
      Bei der sehr aufgeregten und hitzigen und auch teilweise sehr emotionalen Debatte nach dem irischen Referendum tauchten m.E. nach sehr wichtige Fragen auf:

      1. Wird nach dem Referendum die heterosexuelle Ehe VERBOTEN? Die Antwort ist: NEIN.
      2. Ändert sich nach dem Referendum in Irlan etwas für Menschen, die in einer heterosexuellen Ehe leben? Auch hier ist die Antwort: NEIN.

      Es wird niemandem etwas weggenommen. Es steht jedem frei, so zu leben und sein Leben so zu gestalten, wie er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Das muss m.E. nach die Leitlinie sein.

      • Rosi Steffens sagt:

        Nur weil die Zeit gerade günstig erscheint, im Zuge der Genmanipulation und anderen medizinischen Möglichkeiten, wird hier Druck auf die Gesellschaft ausgeübt, um ihr das eigene Lebensbild rechtlich aufzuzwingen. Auch mein Lebensbild hat einen Anspruch auf Gleichberechtigung, es ist unserem Recht unterworfen und enthält alles, was heute von Bestand ist und von mir als Frau und Mensch gefordert wird. Wie kann ich dieses Weltbild also vor dem Zugriff Dritter schützen, denn so empfinde ich die Aufweichung unserer Grundrechte, um mich nicht diskriminiert zu fühlen, nur weil ich anders denke, fühle und handle als die Masse? Geht es darum, wollen wir ein Individualrecht für den Einzelnen oder lernen wir endlich als Person für unsere Menschenrechte dort einzutreten wo sie entstanden sind, in der Gemeinschaft aller, die auf dieses Recht bauen? Gleichberechtigung ist die wohl größte menschliche Herausforderung und wenn die erreicht ist, dann haben wir auch keine Probleme mehr mit der Sexualität von Menschen, die heiraten wollen oder auch der Anzahl von Frauen, die ein Mann haben kann oder den Männern, die eine Frau haben darf. Wir können uns nicht selbst vor dem Aussterben schützen, doch wir können auf die Kraft Gottes bauen, um unser aller Leben so mit zu gestalten, dass daraus eine Gemeinschaft erwächst und kein Haufen von Individualisten entsteht. Um die bestehenden Menschenrechte so durchzusetzen, dass eben keine Diskriminierung mehr stattfindet und wir damit alle den Weg einschlagen, den wir uns selbst vorgegeben haben, braucht es diese Gemeinschaft, denn anders zerfällt alles wieder in Wohlgefallen. Wenn wir uns schon nicht mehr auf unsere Rechte verlassen können, wie lange dauert es dann noch bis zur Unterwerfung des Menschen nach einem Vorbild, das der festlegt, der das größte Durchsetzungsvermögen hat und nicht der, der die Zeichen der Zeit erkennt?

        • suennerklaas sagt:

          Nur einmal eine Frage:
          Wer spricht Ihnen denn das Recht ab, Ihr Leben so zu gestalten, wie sie es auf Grund Ihrer persönlichen Einstellung, Ihres Glaubens und Ihres Gewissens vertreten können?
          Wer verbietet Ihnen das?

    • Jessica sagt:

      Hallo AR35,

      auch von mir vielen Dank für diese Worte.
      Ich selbst habe so etwas ähnliches auch schon öfter gedacht. Das Hauptgebot Jesu ist doch immer noch die Liebe und in seiner Schilderung des Gerichts entscheidet doch immer noch, wie man seine Mitmenschen behandelt hat.
      Ob nun WvG, Schwule und Lesben, Zölibat, Frauenordination oder wie die ganzen Reizthemen auch heißen – ich denke, Jesus hätte es niemals gutgeheißen, daß seine Leute sich dafür so richtig übel angehen und verletzen.
      Klar, bei all diesen Themen muß es eine Seite geben, die falsch liegt und sich irrt.
      Aber wenn diese Seite – welche auch immer – sich anhand des Evangeliums ernstlich bemüht, die richtige Antwort zu finden und Gottes Willen zu erforschen, aber in menschlicher Fehlbarkeit halt zum falschen Schluß kommt – dann kann man diese Menschen doch nicht derart angiften und runtermachen.
      (Abgesehen davon, daß man bekanntlich selbst seine Feinde lieben soll.)

      Die meisten würden wohl sagen, ich sei eher liberal (wobei ich selber sagen würde, ich passe in keine Schublade), bin aber sowohl mit einem evangelischen Homosexuellen als auch mit einem konservativen Katholiken gut befreundet. Das klappt natürlich nur mit einer gehörigen Portion Achtung vor der fremden Meinung,
      selbst da, wo es manchmal auch wehtut, und das findet man leider heutzutage viel zu selten. Dabei glaube ich, Jesu Bitte „sie sollen eins sein“, sollte nicht zwangsweise absolute Gleichschaltung in den Meinungen bedeuten. Und auch die Kirche kann sich im Lehramt mal irren und Andersdenkende können unglaublich liebenswerte Menschen sein, wenn man sich mal die Mühe macht, hinter die Meinungsgrenzen zu schauen….

      @Pater Hagenkord:
      Ich schreibe zwar meist nicht auf Blogs mit – schlechte Erfahrungen mit den von Ihnen beschriebenen rauhen Sitten im Internet; nicht nur innerkirchlich, das gibt es auch von Atheisten gegen Christen oder (da ich mit dem Thema ein bißchen befaßt bin) z.B. von Befürwortern der Todesstrafe gegenüber deren Gegnern und umgekehrt.
      Aber lesen tue ich hier ab und an und meist finde ich Ihre Artikel gut gemacht und alles andere als „hetzerisch“.
      Alles Gute Ihnen!

  27. Silvia Brückner sagt:

    Die Gesetze von Staaten ändern sich, Regierungen kommen und gehen. Ich kann mich noch daran erinnern, als der § 175 abgeschafft wurde, der die praktizierte Homosexualität von Männern unter Strafe gestellt hat, ich kann mich noch sehr gut erinnern, als der § 2018, der die Abtreibung ausnahmslos unter Strafe gestellt hat, nivelliert worden ist.

    Zunächst gab es eine Indikationenlösung, nach der deutschen Wiedervereinigung die Fristenlösung.

    Ich frage mich gerade, wie die Mehrzahl der Blogger hier sich verhalten würden, wenn das gesetzliche und gesellschaftliche Pendel plötzlich wieder in die andere Richtung schwingen würde?

    Das ist in der Geschichte nämlich schon öfter vorgekommen.

    Würde „man“ dann wieder willfährig im Mainstream mitschwimmen, nur um „kein Fall für den Psychiater“ zu sein?

    Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sicher!

  28. Rosi Steffens sagt:

    Wenn die eigene Existenz nicht dem entspricht, was Gott für uns vorsieht, dann sollte man sich Gedanken darüber machen, was die Realität von der Wirklichkeit trennt. Leben ist die bewusste Entscheidung dafür und Existenz entspricht dem, was Gott als Mensch auf den Weg brachte. Die ihm zu Grunde liegenden Menschbilder sind als Mann und Frau festgelegt. Das bedeutet für mich, jeder Mensch findet für sich den Spielraum, den er als Person auch verwirklichen kann. „Unsere“ Existenz jedoch deutet auf die Entwicklung hin, die das Recht auf dieses „Uns“ erst begründet, nämlich die Differenziertheit zwischen Mann und Frau, die erst als Mensch ins Leben findet, wenn aus Liebe zueinander ein eigenes Kind erwachsen kann, das diese Liebe in Gottes Namen weiter führt. Das hat etwas mit der natürlichen Entfaltung zu tun, die sich ihrer eigenen Gesetzmäßigkeit unterordnen muss. Der Nutzen für die Menschheit scheint mir durch Homosexualität vielleicht in Bezug auf mentale und geistige Schöpfungsmöglichkeiten gegeben, doch für den Fortbestand der Menschheit scheint sie mir sehr abhängig von menschlichen Errungenschaften, die teilweise äußerst fragwürdige Blüten treiben. Homosexuelle Menschen wollen ja eine Änderung der Grundrechte der Ehe zwischen Mann und Frau, und da fühle ich mich als Frau insofern betroffen, als dass ich weder Mann sein kann, noch will, was Homosexuelle jedoch durchaus für möglich halten. Geht es hierbei nicht um die rechtliche Anerkennung einer sexuellen Begierde, die zwar sehr menschlich ist, jedoch mit dem göttlichen Einklang aus der natürlichen Entwicklung, dem Menschenbild im Garten Eden, nicht viel gemeinsam hat. Was mich nachdenklich stimmt ist die Tatsache, dass die Gleichgeschlechtlichkeit als rechtliche Grundlage für die Ehe keinen gesellschaftlichen Nutzen trägt, also dem Gemeinwohl weder dient noch schadet. Wieso also muss diese Art zu leben rechtlich abgesichert werden? Ist es nicht viel eher so, dass hier das Recht auf die Gleichberechtigung aller Menschen, geboren aus Mann und Frau, nicht eingehalten wird, wenn eine Diskriminierung von homosexuellen Menschen stattfindet? Ich glaube, Gott hätte Homosexualität nicht auf den Weg gebracht, stünde dahinter nicht eine konkrete Aufforderung zur Annahme dieser Menschen als solche und eine Herausforderung an unsere bestehenden Möglichkeiten, die sich diesbezüglich immer weiter vom Recht entfernt haben. Ich schreibe hier aus Sicht einer deutschen Staatsbürgerin, die Teil der EU ist. In wieweit Kirche als Mutter aller Kinder über ihren Schatten springen kann und Gott vertraut, um eine Lösung für die kirchliche Eheschließlung homosexueller Menschen zu ermöglichen, das sollte die Zeit bringen. Das Recht auf Gleichberechtigung jedoch ist ein aktueller Tatbestand, der auf seine menschliche Verwirklichung wartet. Ich verurteile Diskriminierung in jeglicher Form, denn sie schließt Menschen aus einem Leben aus, das in Wirklichkeit nur deshalb besteht, weil alle Menschen darin ihren Platz finden können. Heute tragen wir den Nutzen aus dem Schaden, den wir gemeinsam verursacht haben, doch wir alle sollten daran arbeiten, aus dem Leben den Nutzen zu ziehen, den wir auch gemeinsam tragen können. Generationen übergreifend gibt es in meinen Augen keinen rechtlichen Anspruch auf Homosexualität, denn sie ist eine Neigung aus dem Menschen heraus und nicht von Gott geschaffen sondern natürlich entwickelt. Vielleicht ist das ein Hilfeschrei der Natur nach mehr Liebe unter den Menschen, die sich dann auch wieder positiv auf die Lebensbedingungen aller Menschen auswirken würde.

    • Martinus sagt:

      Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das kein Argument ihrer Aussage, dass die Ehe nur zum Zwecke der Fortpflanzung geschlossen wird. Das aber wirft die Frage auf, ob kinderlose Verbindungen dann überhaupt noch als Ehe bezeichnet werden können. Allein das Argument, theoretisch wären Kinder möglich, trifft die Ehe von Senioren nicht und trifft die Ehe der Leute nicht, die aus anderen Gründen keine Kinder bekommen können. Dies kann in Sterilität liegen oder auch im Impotenz. In der Diskussion um die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare in der Ehe, sollte man vielleicht doch auch darüber nachdenken, was die Ehe als sakramentale Verbindung will und was die Ehe als staatlich geschützte Gemeinschaft will. Vielleicht gibt es dazwischen doch einen Unterschied?

      • Martinus sagt:

        Entschuldigung: im 1. Satz muss es heißen: „das Kernargument“

      • Rosi Steffens sagt:

        Ich denke, eine Ehe wird vorrangig aus gegenseitiger Liebe geschlossen, zumindest wenn sich zwei Menschen begegnen, die sich frei und unvoreingenommen entscheiden können. Was sich daraus entwickelt, das entscheidet nicht der Mensch, das bestimmt das Leben.

      • Rosi Steffens sagt:

        Ich glaube, es gibt keinen Unterschied zwischen dem Sakrament der Ehe und dem Recht auf den Schutz der Familie, ich empfinde dieses Recht als das Bindeglied zwischen dem Gebot „Du sollst Vater und Mutter ehren“ und seiner rechtlichen Substanz, die erst durch Mann und Frau ins Leben getragen wird. Ich empfände es als rückschrittlich, dieses Gebot zu missachten, indem man Vater und Mutter vom zugehörigen Geschlecht trennt und so den Weg ins Leben versperrt.

    • suennerklaas sagt:

      Entschuldigung – aber nach Ihrer Argumentation ist auch eine Joesephs-Ehe im Zweifelsfall ein Sündenfall.

  29. Alfons sagt:

    Der größte Skandal sind Sie P. Hagenkord. Ihnen fehlt der Sinn für Anstand. Warum wechseln sie nicht zu einer Satire-Zeitschrift?

    • AR35 sagt:

      Da haben wir genau das Problem, dass ich weiter oben angesprochen habe. Warum wird man persönlich, warum erniedrigt man ununterbrochen? Ist diese Art des Schreibens christlich? Würde Jesus zu Pater Hagenkord sagen, du bist ein Skandal, du hast keinen Anstand, du wärst wo anders besser aufgehoben? Ich bin mir ziemlich sicher, das würde er nicht sagen, auch wenn Christus durchaus auch den Zorn kannte.
      Sie und ich, und jeder andere hier, hat nicht den Einblick, den Pater Hagenkord hat. Er muss die Schmäh-e-mails und die Beschimpfungen über sich ergehen lassen. Sicher hat sich auch Pater Hagenkord im Ton vergriffen, ich würde nie jemanden als krank bezeichnen, egal was er sagt oder macht. Auch der Pater ist nur Mensch und hat seine Schmerzgrenze auch mal erreicht, das muss man auch mal nachsehen.

      Ich wiederhole, die Kirche gibt ein erbärmliches Bild ab! Nur Streit und gegenseitige Beschuldigungen. Die Öffentlichkeit lacht sich tot! Wenn sich ein Aussenstehender die Kommentare auf kath.net oder hier im blog durchliest, der kommt aus dem Lachen nicht mehr raus. Wegen einem (wirklich harmlosen) Bild wird Terror geschoben! Das ist in der Tat lachhaft!

      Ich bitte Gott um ein gutes Gelingen der Synode und ich hoffe, dass danach, egal wie die Ergebnisse sein werden, wieder ein wenig Eintracht und gegenseitige Rücksichtnahme in der Kirche Einzug halten. Wir müssen der Welt doch ein Vorbild geben und nicht die Lachnummer des Jahres abliefern!

    • Brigitta sagt:

      Also bei Ihrem Kommentar habe ich gerade schwer schlucken müssen. Ich bewundere Pater Hagenkord dafür, dass er ihn veröffentlicht hat. Und ich muss mich im Moment sehr beherrschen Ihnen nicht mit gleicher Münze zurückzuzahlen. Von christlichem Verhalten ist in Ihrem Kommentar auf jeden Fall nichts zu spüren.

  30. Matthias Knobloch sagt:

    „Wildes verbales Draufhauen, als ob Worte keine Wirklichkeit und Wirkung hätten.“:

    -„Ich will das gar nicht analysieren, …. Es ist aber bezeichnend, …“
    -„super-katholische Anzeige-Christen“
    -„(ich sage es bewusst) sich zu erregen“
    -„Was das mit Nächstenliebe oder auch nur normalem zwischenmenschlichen Verhalten zu tun haben soll, entzieht sich mir“
    -„wirklich ganz übel fixiert“
    -„Am Niveau lag es nicht, da war keines.“
    -„einfach nur krank“
    -„…politisch oder gesellschaftlich relevant ist. Ist es aber nicht.“
    -„Bevor sie sowas schreiben, sollten Sie den Artikel lesen, um den es geht“

    „Das ist keine Hetzkampagne, ich verbitte mir so ein Wort. Weder ist es Hetze, noch ist es eine Kampagne.“?

    • Pater Hagenkord sagt:

      Ganz genau. Hetze ist laut Wikipedia „unsachliche, gehässige, verleumderische, verunglimpfende Äußerung oder Handlung“. Ich bekomme eMails, in denen ich als „Homo-Faschist“ beschrieben werde. „Sodom und Gomorra“, „Satan“, und so weiter. Viel von dem ist sehr unappetitlich. Wenn ich all dem – und es ist eine ganze Menge – mit meinen Worten entgegen trete, dann kann ich darin keine Hetze erkennen.
      Und es ist auch keine Kampagne. Eine Kampagne, die nur aus einem einzigen Blogeintrag besteht, wäre eine armselige Sache. Gegen mich wird auf Webseiten zur Anzeige aufgerufen, außerdem hat eine kanadische Webseite unsere eMail Adresse veröffentlicht mit der Aufforderung, uns zu schreiben und den Unwillen kund zu tun. DAS ist eine Kampagne.
      Es ist erstaunlich, dass all diejenigen, die eine unbarmherzig-harte Sprache benutzen und sich wohl dabei fühlen, über andere zu richten, auf einmal ganz sensibel werden, wenn man antwortet.

      • suennerklaas sagt:

        Das interessante ist dabei, dass die Leute, die Kampagne fahren – natürlich – nicht in Kanada oder sonstwo ansässig sind.
        Weil Urheber mit ziemlicher Sicherheit keinerlei Interesse daran haben, mit so einer Kampagne direkt in Verbindung gebracht zu werden, wäre es aus meiner Sicht mehr als angebracht, die Kampagne öffentlich zu dokumentieren. Wer dann öffentlich lautstark los brüllt, entblödet sich selbst und steht im Regen nackt da.
        In den allermeisten Fällen funktionieren solche Leute rein Emotional. Rationalität spielt bei ihrem Handeln keine Rolle, egal, wie sehr da die eigene Blödheit – am besten sogar unter Klarnamen – an den Tag kommt.

        Wenn selbsternannte „Frömmler“ pöbeln – dazu hat ja Christine Florin eine sehr lesenswerte Auswahl geliefert:

        http://www.christundwelt.de/detail/artikel/sie-kotzen-mich-an/

      • Paolo sagt:

        Lieber Pater Hagenkord,
        vielleicht ist das Problem eben auch dass wird die Beleidigungen nicht lesen die Sie bekommen haben.
        So kommt mir als konservativer Katholik so mancher Blogeintrag oder Kommentar von Ihnen eben auch nicht sehr wohlwollend mir gegenüber vor.
        Warum definiere ich mich als Konservativ? Weil ich zum Lehramt der Kirche stehe und dieses positiv bejahen kann. Und da tuen sich einige hier inklusive Sie Herr Hagenkord doch eher schwer. Ganz ohne Vorwurf: Ist das nicht so?
        PS bitte nicht mit der Argumentation kommen das Lehramt der Kirche sei unklar.

        • Pater Hagenkord sagt:

          Ich arbeite im Vatikan, ich stehe vor Mikrophon und Kamera Rede und Antwort für den Vatikan, wie kommen Sie darauf, ich täte mich damit schwer?

    • Johanna sagt:

      Sehr geehrter Herr Pater Hagenkord,
      Sie wissen doch selbst ganz genau: jede Äußerung, die man im Internet tätigt, zieht verschiedenartigste Reaktionen nach sich, von Zustimmung und Begeisterung über vorsichtige oder auch heftige Kritik bis hin zu Unverschämtheiten aller Art. Trolle, die im Schatten der Anonymität Mist in blogs und Foren verteilen, meist sogar ohne Interesse am eigentlichen Thema, sind allgegenwärtig. Ich vermute, dass die vermutlich zahlreichen Zuschriften in diesem Fall genauso breit gefächert waren.

      Sie ziehen aber Kapital aus diesem Umstand, indem Sie die gesamte konservative kirchliche Szene hier mit Worten wie „krank“ und „rechtsradikal“ belegen bzw. von Ihren Lesern belegen lassen. Es geht jedenfalls aus Ihrem Artikel nicht hervor, dass Sie nur einige wenige bestimmte der kritischen Zuschriften beschreiben, sondern Sie bewerten so die Gesamtheit der kritischen Zuschriften zum Jubel vieler Ihrer Leser, und das ist schon relativ unverschämt.

      Wenn unter den Zuschriften an Sie strafrechtliche Tatbestände zu finden sind, steht es Ihnen frei, rechtliche Maßnahmen zu ergreifen. Jeder Blogger entwickelt seine Methoden, mit diesen Dingen umzugehen. Ihr Umgang damit dagegen ist, den konservativen Katholiken pauschal an den Pranger zu stellen, nach dem Motto: Seht alle her, was das für niveaulose, kranke Menschen sind!

      • Pater Hagenkord sagt:

        Da mag ich Ihnen ganz und gar nicht zustimmen. Die Menschen, die so etwas schreiben, sind nicht konservativ. Konservativ hat etwas mit Werten zu tun und damit, diese Ernst zu nehmen. Was ich im Religionsunterricht mal als christliche Tugenden gelernt habe, finde ich da aber nicht. Das ist mein Problem. Es geht nicht um liberal oder konservativ, diese Begriffe stammen aus dem europäischen Aufklärungsdiskurs und haben heute kaum noch eine Bedeutung.

      • Brigitta sagt:

        Mein Problem mit diesen Bloggern ist, dass sie alles, was durch das Vaticanum II an frischem Wind in die Kirche kam verteufeln, als nicht mehr katholisch ansehen, die Piusbruderschaft als die alleinseligmachende Gemeinschaft hinstellen, den Papst als Totengräber der Kirche hinstellen, jede seiner Personalentscheidungen daraufhin abklopfen, ob die Tradition dadurch geschwächt oder gestärkt wird, seine Enzyklika als nicht katholisch angesehen wird, weil er u.a. die Klimaerwärmung, die ja eine Erfindung von Mitgliedern der Freimaurer sei, anprangert, weil das Wort Gott darin zu wenig vorkomme, ……
        soll ich noch mehr aufzählen?
        Ich spüre in ihren Texten Angst und Hass aber nichts von der Liebe, die Jesus uns schenkt und zu der er und aufruft

      • Johanna sagt:

        Lieber Pater Hagenkord, Sie haben echt eine Art, so uneindeutig wie möglich an Aussagen vorbeizuschreiben. Sie wollen jetzt nicht allen Ernstes pauschal ohne Unterscheidung alle, denen Ihr Artikel nicht gefallen hat, auch noch als unchristlich und tugendlos bezeichnen?

        Ich persönlich kann der Mehrdeutigkeit Ihrer Artikel oft nicht so viel abgewinnen, aber vielleicht gibt es viele andere Menschen, denen Sie damit einen Zugang zur Kirche vermitteln. Auch unser Papst spricht manchmal sehr allgemein, aber an anderen Stellen wird dann wieder deutlich, dass er unmißverständlich zur Lehre der Kirche steht. Beides hat seine Berechtigung.

        Sie wollen sich da nicht so gerne festlegen, wie Sie zur Lehre der Kirche und zum Katechismus stehen. Das ist Ihr gutes Recht, wenngleich aus meiner Sicht für einen Pater an dieser Position etwas seltsam. Aber gleichzeitig Leute, die zur Lehre der Kirche stehen, hier undifferenziert mit in die Schublade krank, rechtsradikal etc. zu stecken, kann echt nicht sein.

        • Pater Hagenkord sagt:

          Nicht jeder, der behauptet, zur Lehre der Kirche zu stehen, tut das auch. Ich habe hier auf meinem Rechner etwa 100 eMails, die genau das für sich in Anspruch nehmen, aber Homosexualität für Sünde halten. Das ist gegen den Katechismus in Wort und Sinn. Die Lehre der Kirche ist kein Betonklotz, wie sich die Welt ändern, so muss sie immer wieder neu vermitteln werden. Es geht nicht um das berühmt- berüchtigte „Ändern der Lehre“, mit dem versucht wird, Katholiken Angst zu machen. Es geht aber darum, dass wir uns den Herausforderungen von heute stellen müssen. Das ist der Auftrag Jesu an seine Kirche.

  31. KRP sagt:

    Danke an AR 35 Sie haben vollkommen Recht eine Lachnummer für aussenstehende wenn man solche Kommentare liest und das es einen wütend macht diese sogenannten innerkirchlichen Streitereien die weder von christlicher Nächstenliebe zeugt noch der Einheit dient. Wie will man Einheit nach aussen vermitteln wenn es innerhalb keine gibt. Hier noch ein Link der Papstpredigt von Papst Franziskus zum Nachdenken: “ de.radiovaticana.va: http://de.radiovaticana.va/news/1156644

  32. I. R. Gentwer sagt:

    Auf der „Über mich“-Seite steht als Erklärung zu diesem Blog:
    „Es geht um den Papst, um den Vatikan, um die Welt­kirche. Aus vatikanischer Pers­pektive, aber auch mit den Augen der deutsch­sprachigen Kultur und Kirche will ich auf Papst und Vatikan, Welt­kirche und Glauben schauen. Denn dieser Blick lohnt sich.“

    Wenn das der Sinn des Blog ist:
    Ist dieser Artikel dann zielführend?
    Sind Auseinander­setzungen mit anderen Internet­medien dann zielführend?

    Ärger, Streit und gegenseitiges Beschimpfen sind nie gut.

    • KRP sagt:

      Die Frage ist jedoch wer mit den Auseinandersetzungen und Beschimpfungen anfängt „nur eines Bildes wegen´s“.

  33. Luigi sagt:

    Irgendwie armselig, was da die Menschen von sich geben

  34. Anna sagt:

    Sehr geehrter Pater Hagenkord, ich stimme mit Ihnen insofern überein, dass der Tonfall in Sachen Diskussion über Homosexualität nicht selten bis zu Hasstiraden reicht und halte solch einen Umgang bis hin zu skandalös.
    Sie haben Ihrem Unmut darüber Luft gemacht und schrieben u.a., es ginge nicht um die Sache. Nachvollziehbar, aber nun zum Eigentlichen:
    Machen Sie doch bitte nun auch mal Ihrem Mut Luft und teilen Sie mit, wie Sie als Mann der Kirche eigentlich sachlich zum Thema stehen. Der Artikel und Ihre bisherigen Postings dazu lassen vermuten, dass Sie mit der Haltung des Lehramts in dieser Frage unzufrieden sind.

    Ist das so?

  35. Ludger sagt:

    Sehr geehrter Pater Hagenkord,

    ich selbst versuche als liberal denkender Katholik „rheinischer zu Machart“ entsprechend Liebe, Humor und Toleranz gegenüber meinen Nächsten walten zu lassen. Das klappt nicht immer ganz. Aber man lernt ja dazu. Was mir auffällt, gerade auch in dieser Diskussion hier ist folgendes: Mancher, der hier als Vertreter des nennen wir es mal „weltoffenen“ Denkens auftritt und für Freiheit und Toleranz auftritt, begeht den Fehler, dafür mit Mitteln der Intoleranz vorgehen zu wollen. Wieso muß jemand, den man für „bekloppt“ hält, weil mir seine Meinung nicht paßt, direkt mit dem Kadi gedroht werden? Überhaupt Verhetzung! Die Leute sind doch nicht doof. Die können doch alle selbst denken! Das ist mir zu Oberlehrerhaft!
    Und wo wir beim rauhen Ton sind:
    Pater Hagenkord, finden Sie nicht auch das Gerede über den Einfluß der Altvorderen nicht übertrieben ist?
    Ich frag mich immer, wenn einer miesmutig ist, wie kommt das?
    Ist dem Übel mitgespielt worden?
    Hab ich was falsch gemacht?
    Kann man dem nicht helfen, das es dem besser geht der wieder Freude hat und wir wieder gut miteinander auskommen?
    Von nix kommt ja bekanntlich nix!
    Was ich sagen will: Es wird immer auf diese Leute draufgedroschen auch hier in der Gemeinde, aber wer kennt die den wirklich? Dann hört man da hat nen Pfarrer denen wieder ne Kirche verboten. Da protestiert mal wieder einer gegen Latein… Ja, was soll das den sein? Wer lebt den da in unserer Kirche da Dialog? Ehrlich: Alle reden immer über Verständnis, aber wir kriegen das ja noch nicht mal im eigenen Hause hin! Jetzt mal ganz selbstkritisch: Vorbilder sehen doch wohl anders aus!
    Und warum überhaupt: Warum denn nicht mal wie früher? Wenn die Leute sich da wiederfinden und wieder den Draht zu Gott finden?
    Ich wäre da für mehr Nächstenliebe, Offenheit und wie Papst Franziskus mal für Barmherzigkeit.
    Wer wirklich liberal denkt und Gottvertrauen hat, braucht keine Angst haben!
    Und wenn einer sich verrannt hat, dann braucht der Hilfe und keinen Brief vom Anwalt.
    Mein Opa hat mir zwei wichtige Sätze fürs Leben mitgegeben.
    Kennen Sie bestimmt auch:
    1. Tue recht und scheue niemand.
    2. Freundlichkeit ist ein Schlüssel zum Herzen der Menschen.
    Beim Schreibn ist mir eine Einfall gekommen.
    Ich geh mal am Sonntag ganz woanders zur Messe. Ich such mir mal die nächste Pius-Gemeinde und versuch mal mit dem Pater und den Leuten Kontakt zu kriegen.
    War jetzt viel! Aber ich habe einen Anstoß bekommen.
    Vielleicht kann ich ja noch jemand begeistern.
    Herzlichen Dank

  36. Eva-Maria Paul sagt:

    Es ist unübersehbar:
    Die glaubenden Menschen der katholischen Kirche sind sich fremd geworden, sind zestritten wie Eheleute, die sich nichts mehr zu sagen haben und wenn doch, sich nur gegenseitig Beschimpfungen an den Kopf werfen.
    Ein Aussenstehender wird mal der Frau, mal dem Mann recht geben, da beide in der Regel zum immer größer werdenden Konflikt beigetragen haben und nicht mehr imstande oder willens sind, fair miteinander umzugehen.
    Lässt sich hier noch Versöhnung herstellen oder ist dies für die Beteiligten bereits undenkbar?
    Wohin entwickelt sich die katholische Kirche?
    Sucht sie, sinnbildlich gesprochen, eine Eheberatung auf oder wird sie ihr Heil in der Scheidung sehen?

    • suennerklaas sagt:

      Nur eine kurze Erklärung: es gibt eine Reihe von Menschen, die mit einigen wenigen Leuten aus der römisch-katholischen Kirche ganz schlimme Erlebnisse gehabt haben. Wer mit einem Menschen zusammen war, der ein Opfer von sexuellem Missbrauchs ist und dessen Eltern quasi Schweigegeld bekommen haben, bekommt eine ganz spezielle Einstellung dazu. Ich habe kennen gelernt, was so etwas anrichtet. Noch schlimmer wird es, wenn sich dann selbsternannte „Rechtgläubige“ – oder „Lehramtstreue“ – bis vor wenigen Jahren nannten die sich noch „Rom- und Papstreue“ – hinstellen und solche Fälle frech als „Christenverfolgung“ darstellen.
      Glauben Sie mir: es gibt nicht nur ausserhalb der katholischen Kirche eine Menge Leute, auch solche, die die Weihen empfangen haben, die wegen solcher Extremisten einen mächtigen Hals haben.
      Mein erfreuliche Erfahrung nach all den schlimmen Erlebnissen ist die: es gibt in der katholischen Kirche viele, die aufrichtig sind, ehrliche Menschen, die ihre Berufung authentisch leben. Menschen, die mir sehr geholfen haben. Sie können für alles, was sie für mich getan haben, meiner Solidarität und meiner Hilfe sicher sein.
      Dem Falschen und Bösartigen sei aber gesagt: Gnade und Barmherzigkeit kann er erst erfahren, wenn er glaubhaft bereut, zur Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung unseres Landes bekennt, sich glaubhaft distanziert und glaubhaft einen neuen Weg einschlägt und diesen einhält.

  37. chrisma sagt:

    Seit bald über vierzig Jahren bin ich mit einem rheinischen Katholiken – so wie @Ludger es beschreibt- verheiratet. Der Beitrag hat mich sehr an die Haltung meines Gatte erinnert und mir sehr gefallen. So innerlich zerrüttet und unfähig zum Dialog, wie es sich hier in diesem Blog scheinbar darstellt ist unsere Kirche nicht. Die Menschen in dieser Kirche sind zum Dialog fähig. Als unsere Familie mittel-und obdachlos aus Lateinamerika zurück kam, fanden wir Aufnahme im Haus der Eltern meines Mannes. Gropa durch und durch rheinischer Katholik wie sein Sohn, Groma glühende Verehrerin von Pius XII, später dann vom heiligen Johannes-Paul II und ich immer noch durchdrungen von der Theologie der Befreiung. Größere Gegensätze gab es zum damaligen Zeitpunkt nicht. Wir haben miteinander gerungen, dies aber immer im gegenseitig Respekt vor der Haltung des Anderen und in einer Sprache die diesen Respekt ausdrückt. Und so kam es das ich die Enzykliken vom Pius XII und Johannes Paul II, Groma Frei Betto und Gustavo Gutierrez las. So ist unsere Kirche. Es gibt viele Wohnungen im Haus unseres Vater. Einige müssen sicher dringend überholt werden, aber wir die wir nach Veränderung rufen, müssen aufpassen, dass wir nicht aus versehen tragende Balken einreißen. Wir schaffen das, denn wir haben um das Bild von @Eva-Maria Paul aufzurufen den besten Berater: Jesus Christus unseren Herrn, der seine Kirche durch die Zeit leitet. Wir geben uns in jeder Messe ein Zeichen des Friedens (danke @Galahad), denken sie doch das nächste mal an den, der anders denkt als als sie selbst. Maria’s Schutz für sie alle, besonders aber für sie Pater Hagenkord. Danke für ihren Mut…

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