Das Gebet für verfolgte und bedrängte Christen

Die deutsche Kirche begeht den Zweiten Weihnachtsfeiertda und damit das Fest des Protomärtyrers Stephanus als „Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen“. Dieser Tag knüpft an den „Gebetstag für die verfolgte Kirche“ an, der bis 1994 in Deutschland begangen wurde und damals vor allem die Situation in den kommunistischen Ländern im Blick hatte. Zum heutigen Tag gab die Bischofskonferenz auch ein Gebet heraus:

 

 

Überall auf der Welt bekennen sich Menschen zu Gott,

der in Jesus Christus selbst Mensch geworden ist.

Doch in vielen Ländern werden Christen in ihrem

Glauben behindert, um Jesu willen benachteiligt

oder verfolgt. Daher bitten wir:

Wir bitten für die Brüder und Schwestern, die wegen

ihres Glaubens benachteiligt und verfolgt werden:

Gib ihnen Kraft, damit sie in ihrer Bedrängnis

die Hoffnung nicht verlieren.

Wir bitten auch für die Verfolger: Öffne ihr Herz

für das Leid, das sie anderen antun. Lass sie dich

in den Opfern ihres Handelns erkennen.

Wir bitten für alle, die aus religiösen, politischen

oder rassistischen Gründen verfolgt werden:

Sieh auf das Unrecht, das ihnen widerfährt,

und schenke ihnen deine Nähe.

Wir bitten auch für uns und unsere Gemeinden:

Stärke unseren Glauben durch das Zeugnis

unserer bedrängten Brüder und Schwestern.

Mach uns empfindsam für die Not aller Unterdrückten

und entschieden im Einsatz gegen jedes Unrecht.

Wir bitten für alle, die mit dem Opfer ihres Lebens

Zeugnis für dich abgelegt haben: Lass sie

deine Herrlichkeit schauen.

Gott unser Vater, im Gebet tragen wir das Leiden

der Verfolgten vor dich und die Klage derer,

denen die Sprache genommen wurde.

Wir vertrauen auf dein Erbarmen und preisen

deine Güte durch Christus unseren Herrn und Gott.

Amen.

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2 Kommentare zu Das Gebet für verfolgte und bedrängte Christen

  1. Peter Seitz sagt:

    Der Vatikan ersetzt immer mehr kritische, mit dem Volök solidarische Bischöfe durch rechte, dem Regime unkritisch bis wohlgesonnene Bischöfe. Unangepasste Bischöfe kommen in der eigenen Bischofskonferenz unter Druck und vermissen die Solidarität der Amtsbrüder. Der Heilige Stuhl trägt hierfür die Veratnwortung. Diese Besetzungspraxis zu ändern würde solche solche „Gebetsaufrufe“ glaubwürdiger machen.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Meinen Sie nicht, dass das zu allgemein formuliert ist? So sehe ich das ganz und gar nicht. Und mir erschließt sich auch nicht der Zusammenhang mit dem Gebet.

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