Das Mysterium des Karsamstags: Die Sprache von Liebe und Leben

SindoneAn diesem Karsamstag möchte ich noch einmal die Meditation Papst Benedikt XVI. hervorholen, die dieser 2010 bei seinem Besuch in Turin vor dem Grabtuch gehalten hat. Er stellt nicht die Frage nach Echtheit oder Bedeutung, er fragt nach dem Tod in unserem Leben und nach dem Licht, dass Gott dorthin bringt, wo wir Gott am fernsten sind: Die Sprache von Liebe und Leben.

 

„Das Mysterium des Karsamstags.“

 

Man kann sagen, dass das Grabtuch die Ikone dieses Geheimnisses ist, das Bild des Karsamstags. Tatsächlich handelt es sich um ein beim Begräbnis verwendetes Tuch, in das der Leichnam eines gekreuzigten Mannes gehüllt wurde. Es stimme in allem mit dem überein, was die Evangelien von Jesus berichten, der gegen Mittag gekreuzigt wurde und gegen drei Uhr nachmittags gestorben ist. Weil Rüsttag war, das heißt der Vorabend des feierlichen Sabbats des Paschafestes, bat Josef von Arimathäa, ein reiches und angesehenes Mitglied des Hohen Rates, am Abend Pontius Pilatus mutig darum, Jesus in seinem neuen Grab beerdigen zu dürfen, das er nicht weit von Golgota entfernt für sich selbst hatte in den Felsen hauen lassen. Nachdem er die Erlaubnis bekommen hatte, kaufte er ein Leinentuch, nahm den Leichnam Jesu vom Kreuz, wickelte ihn in das Tuch und legte ihn in jenes Grab (vgl. Mk 15,42–46). Das berichtet das Evangelium des hl. Markus, und mit ihm stimmen die anderen Evangelisten überein. Von diesem Augenblick an blieb Jesus bis zum Morgengrauen des Tages nach dem Sabbat im Grab, und das Grabtuch von Turin zeigt uns ein Bild davon, wie sein Körper in dieser Zeit im Grab lag – eine chronologisch gesehen sehr kurze Zeit (etwa anderthalb Tage), die aber, was ihren Wert und ihre Bedeutung angeht, unermesslich, unendlich war.

 

Tod

 

Der Karsamstag ist der Tag der Verborgenheit Gottes, wie man in einer antiken Predigt lesen kann: „Was ist geschehen? Heute herrscht auf der Erde eine große Stille, große Stille und Einsamkeit. Große Stille, weil der König schläft. … Gott ist dem Fleische nach gestorben und hinabgestiegen, um das Reich der Unterwelt zu erschüttern“ (Predigt über den Karsamstag, PG 43, 439). Im Glaubensbekenntnis bekennen wir, dass Christus gekreuzigt wurde unter Pontius Pilatus, gestorben ist und begraben wurde, hinabgestiegen ist in das Reich des Todes und am dritten Tage auferstanden ist von den Toten.

Liebe Brüder und Schwestern, in unserer Zeit ist die Menschheit, vor allem nachdem sie das letzte Jahrhundert durchlebt hat, besonders sensibel geworden für das Geheimnis des Karsamstags. Die Verborgenheit Gottes ist Teil der Spiritualität des zeitgenössischen Menschen: in einer existentiellen, fast unbewussten Weise, wie eine Leere im Herzen, die immer größer geworden ist. Am Ende des 19. Jahrhunderts schrieb Nietzsche: „Gott ist tot! Und wir haben ihn getötet!“

Dieser berühmte Ausspruch ist bei genauem Hinsehen fast wörtlich der christlichen Überlieferung entnommen, oft wiederholen wir diese Worte beim Kreuzweg, vielleicht ohne uns ganz dessen bewusst zu sein, was wir da sagen. Nach den beiden Weltkriegen, nach den Konzentrationslagern und dem Gulag, nach Hiroshima und Nagasaki, ist unsere Epoche immer mehr zu einem Karsamstag geworden: Die Dunkelheit dieses Tages fordert die heraus, die nach dem Leben fragen, und besonders fordert sie uns Gläubige heraus. Auch wir müssen uns dieser Dunkelheit stellen.

 

Eintritt ins Niemandsland des Todes

 

Und dennoch hat der Tod des Sohnes Gottes Jesus von Nazaret auch noch einen entgegen gesetzten Aspekt, der vollkommen positiv ist, Quelle des Trostes und der Hoffnung. Und das lässt mich daran denken, dass das heilige Grabtuch wie ein „fotografisches“ Dokument ist, das ein »Positiv« und ein „Negativ“ hat. Es ist wirklich so: Das dunkelste Geheimnis des Glaubens ist zur gleichen Zeit das hellste Zeichen einer Hoffnung, die keine Grenzen hat. Der Karsamstag ist das »Niemandsland« zwischen Tod und Auferstehung, aber dieses „Niemandsland“ hat einer, der Einzige betreten, der es durchquert hat mit den Zeichen seines Leidens für den Menschen: „Passio Christi. Passio hominis“. Und das Grabtuch spricht genau von diesem Augenblick zu uns, es bezeugt gerade dieses einzigartige und unwiederholbare Intervall in der Geschichte der Menschheit und des Universums, in dem Gott in Jesus Christus nicht nur unser Sterben geteilt hat, sondern auch unser Bleiben im Tod. Radikalste Solidarität.

In jener „Zeit jenseits aller Zeit“ ist Jesus Christus „in das Reich des Todes hinabgestiegen“. Was bedeutet dieser Ausdruck? Er besagt, dass der menschgewordene Gott so weit gegangen ist, in die extreme und absolute Einsamkeit des Menschen einzutreten, wohin kein Strahl der Liebe dringt, wo völlige Verlassenheit herrscht, ohne auch nur ein Wort des Trostes: „das Reich des Todes“. Jesus Christus hat durch sein im Tod Bleiben das Tor dieser letzten Einsamkeit durchschritten, um auch uns dazu zu führen, es gemeinsam mit ihm zu durchschreiten. Wir haben alle schon einmal ein furchtbares Gefühl der Verlassenheit gehabt. Und was uns am Tod am meisten Angst macht ist gerade dies, wie Kinder haben wir Angst, in der Dunkelheit allein zu sein, und nur die Anwesenheit eines Menschen, der uns liebt, kann uns beruhigen.

Genau das hat sich am Karsamstag ereignet: Im Reich des Todes ist die Stimme Gottes erklungen. Das Undenkbare ist geschehen: Die Liebe ist vorgedrungen in das „Reich des Todes“. Auch in der extremsten Dunkelheit der absoluten menschlichen Einsamkeit können wir eine Stimme hören, die uns ruft, und eine Hand finden, die uns ergreift und uns nach draußen führt. Der Mensch lebt durch die Tatsache, dass er liebt und lieben kann; und wenn die Liebe auch in den Raum des Todes eingedrungen ist, so ist auch dort das Leben angekommen. In der Stunde der extremsten Einsamkeit werden wir nie allein sein: „Passio Christi. Passio hominis.“

 

In der Gottferne erklingt seine Stimme

 

Dies ist das Geheimnis des Karsamstags! Gerade von dort, aus dem Dunkel des Todes des Sohnes Gottes, ist das Licht einer neuen Hoffnung hervorgebrochen: das Licht der Auferstehung. Und mir scheint, dass wir etwas von diesem Licht wahrnehmen, wenn wir dieses heilige Leinentuch mit den Augen des Glaubens betrachten. Denn das Grabtuch war eingetaucht in jene tiefe Dunkelheit, aber zur gleichen Zeit leuchtet es; und ich denke, dass Tausende und Abertausende von Menschen kommen, um es zu verehren – ohne die zu zählen, die betend dessen Abbildungen betrachten –, weil sie in ihm nicht nur Dunkelheit sehen, sondern auch das Licht; nicht so sehr die Niederlage des Lebens und der Liebe, sondern vielmehr den Sieg, den Sieg des Lebens über den Tod, der Liebe über den Hass. Sie sehen zwar den Tod Jesu, aber sie erahnen seine Auferstehung.

Mitten im Tod pulsiert jetzt das Leben, weil ihm die Liebe innewohnt. Das ist die Macht des Grabtuchs: Das Antlitz des Schmerzensmannes, der das Leiden der Menschen aller Zeiten und aller Orte auf sich genommen hat, auch unser Leiden, unseren Schmerz, unsere Schwierigkeiten, unsere Sünden – „Passio Christi, Passio hominis“ –, dieses Antlitz strahlt eine feierliche Majestät aus, eine paradoxe Herrlichkeit. Das Antlitz, die Hände und Füße, die Seitenwunde, der ganze Leib spricht zu uns; er selbst ist ein Wort, das wir in der Stille hören können.

 

Die Sprache von Liebe und Leben

 

Wie spricht das Grabtuch? Es spricht durch das Blut, und das Blut ist das Leben! Das Grabtuch ist eine Ikone, die mit Blut gemalt wurde, mit dem Blut eines gegeißelten, dornengekrönten und gekreuzigten Mannes, dessen rechte Seite verwundet wurde. Das dem Grabtuch eingeprägte Bild ist das eines Toten, aber das Blut spricht von seinem Leben. Alle Blutspuren sprechen von Liebe und Leben, besonders der große Fleck in der Rippengegend, der durch das Blut und Wasser entstand, die reichlich aus einer großen, von einem Lanzenstoß verursachten Wunde strömten. Dieses Blut und dieses Wasser sprechen vom Leben. Sie sind wie ein Quell, der in der Stille rauscht, und wir können ihn hören, können ihm zuhören, in der Stille des Karsamstags.

Liebe Freunde, wir wollen den Herrn immerdar für seine treue und erbarmende Liebe loben. Wenn wir diesen heiligen Ort verlassen, tragen wir in unseren Augen das Bild des Grabtuches, tragen wir im Herzen dieses Wort der Liebe und loben Gott mit einem Leben voller Glauben, Hoffnung und Liebe. Danke.

Quelle

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20 Kommentare zu Das Mysterium des Karsamstags: Die Sprache von Liebe und Leben

  1. Elisabeth sagt:

    Eine wunderschöne, ästhetische Meditation!

    Und wieder hat ein Josef Jesus geschützt.

  2. veruschka sagt:

    Hallo zusammen,
    ich lese gerade in einem Buch des Vorgängerpapstes: „Ein neues Lied für den Herrn. Christusglaube und Liturgie in der Gegenwart“. Das teilweise kritisierte Verhalten des neuen Papste bezüglich der römischen Liturgie (vgl. etwa seinen angeblichen Streit mit dem Zeremonienmeister) hat mich dazu veranlasst dieses Buch zu kaufen… ich wollte mehr über das typisch Katholische (im Kontrast zum Protestantischen, zu einem bildfeindlicheren, sinnesfeindlicheren Glauben) in der Liturgie erfahren. Nun würde ich gerne mehr über die Darstellbarkeit Gottes bzw. Jesu in Erfahrung bringen. Ich habe nämlich in einem der Jesus-Bücher Papst Benedikts gelesen, das das Anschauen Gottes eines der großen Ziele eines Christenmenschen sei und dieses Anschauen des unendlichen schönen Wesens erst nach dem Tod bzw. im Paradies erfolgen könne (Moses selbst verhüllte etwa sein Gesicht um Gott nicht anschauen zu müssen). Leider, muss ich anfügen, dass ich nicht recht vertraut im Umgang mit theologischen Schriften bin… mein Unwissen bzw. falsches Auslegen der Literatur sei mir bitte hier verziehen.
    Bei Joseph Ratzingers „Ein neues Lied…“ steht nun: „Chr. Schönborn hat eindringlich gezeigt, wie sich im Streit um die Christusikone das tiefere Ringen um die Gottfähigkeit des Menschen, also um seine Wahrheitsfähigkeit und um seine Berufung zur Freiheit, widerspiegelt. Was sieht derjenige, der den Menschen Jesus sieht? Was kann die Ikone zeigen, die diesen Menschen Jesus darstellt? Nach den einen sieht man dabei nur einen Menschen, nichts mehr, weil Gott nicht in Bildern eingefangen werden kann. Das Gottsein liegt ja in der „Person“, die als solche nicht „umschrieben“ und nicht ins Bild gebracht werden kann. Als orthodox, das heißt als sachgemäße Auslegung der Heiligen Schrift, hat sich die genau gegenteilige Sicht in der Kirche durchzusetzen vermocht: Wer Christus sieht, sieht wirklich den Vater; im Sichtbaren wird das Unsichtbare, der Unsichtbare gesehen. Die sichtbare Gestalt Christi ist nicht statisch-eindimensional, nur der Welt der Sinne zugehörig zu verstehen, weil ja die Sinne selbst Bewegung und Aufbruch über sich hinaus sind. Wer die Gestalt Christi ansieht, wird in seinen Exodus hineingenommen, von dem die Väter im Zusammenhang des Tabor-Ereignisses ausdrücklich sprechen. Er wird auf den österlichen Weg der Überschreitung geführt und lernt, im Sichtbaren mehr als das Sichtbare zu sehen.“ (S. 39f.) Der Mensch ist also „gottfähig“ bzw. wohl ein Abbild Gottes und kann deshalb Gott ansatzweise darstellen. Da wir Abbild Gottes sind, können wir also die Schönheit Gottes erahnen und dürfen ihn darstellen. Ist das korrekt so?
    VG

    • Guardianus sagt:

      Da Gott als die Liebe und Wahrheit erkannt werden durfte, der Mensch als lebendiges Ebenbild dieses Geistes ist, bzw. wieder werden und darin so vollkommen sein soll, wie Der, welcher der Schöpfer/in dieses Ebenbildes ist, ist es sogar unsere Aufgabe Gott lebendig „darzustellen“, bzw. zu offenbaren.

      • veruschka sagt:

        Guten Tag Guardianus,

        leider bin ich nicht so tief gläubig wie Sie. Das ist alles etwas kompliziert für mich. Ich würde gerne wissen, wie ein „lebendiges Offenbaren“ Gottes denn konkret erfolgen kann. Oder vielleicht ganz konkret: Welche Bilder von Gottvater bzw. Jesus berühren Sie besonders – und weshalb? (Mich faszinieren etwa die Fresken von Michelangelo – einem ja zutiefst gläubigen Menschen -in der Sixtina auch sehr, aber ich weiß nicht recht, ob ich da eher von der Kunstfertigkeit und dem großen Ideenkomplex der darin steckt überwältigt bin. Genie ist sicher etwas von Gott Gegebenes… Vielleicht beantwortet das ja auch die Frage ein Stück weit) Und noch eine Frage: Gottvater wurde seit der Kunst der Renaissance relativ selten dargestellt. Glauben Sie, dass einen Künstler, bzw. ja Menschen, diese Darstellung auch ein Stück weit überfordert? Jesus war ja doch auch Mensch. Oder ist es auch so, dass der Mensch seit der Renaissance sich immer mehr von Gott entfernt hat und deshalb diesen nicht recht darzustellen weiß? Gibt es da vielleicht Literatur hierzu?

        Viele freundliche Grüße

        • veruschka sagt:

          … und dann habe ich noch eine Frage: Wie geht denn die hochgradig durchdachte (bzw. auch kopflastige) Kunst eines Michelangelo mit Gott überhaupt zusammen? Wieso berühren mich archaischere Kunstformen (wie zum Beispiel die russische Ikonenmalerei) mehr, als etwa barock-religiöse Darstellungen?
          Die auf tiefe Religiosität bedachte Kunstströmung der „Nazarener“ (ab ca. 1800) versuchte religiöse Bilder im Stil des Mittelalters zu schaffen. Man entschied sich dafür, dem Naturalismus in der Kunst etwas entgegen zu setzen: absichtlich wurden intensivere Farben verwendet, absichtlich wurde eine räumliche Darstellungsweise negiert etc. Der Mensch ist nun Abbild Gottes und die Natur ja Gottes Schöpfung, aber wieso versucht dann eine Künstlergruppe eher sinnesfeindlich abzubilden? Viele dieser Nazarener kamen aus einem protestantischen Umfeld und konvertierten zum Katholizismus… das muss noch erwähnt werden. Wieso können uns Bilder im Glauben helfen, aber wieso sollten diese Bilder auch nicht zu sehr Bildcharakter besitzen? Religiöse Bilder haben irgendwie etwas von einem Zwitterwesen: Sie verlieren ihren spirituellen Gehalt, wenn sie zu plastisch/zu realistisch darstellen. Das Geistige, nicht Greifbare, eigentlich nicht Sichtbare soll mit Mitteln der bildenden Kunst dargestellt werden. Das ist aber diejenige Kunstform (neben Literatur und Musik), die meiner Meinung nach, das Spirituelle am wenigsten auszudrücken vermag. Musik und an das Lyrische angelehnte Texte haben es da leichter. Diese Ausdrucksformen gehören unserem Alltag weniger an als Bilder. Und gerade heute werden wir überall von Bildern umgeben, dass es doppelt schwer fällt, in einem Bild (also einem typischen Gebrauchsgegenstand des 21. Jahrhunderts) etwas Religiöses sehen zu können. Mich fasziniert auch ein in den Raum gestelltes Schweigen (bildlich gesprochen ein nicht Darstellen). Heutzutage wird einfach alles dargestellt… man wird mehr oder weniger, verzeihen Sie den Ausdruck, „zugemüllt“. Man sehnt sich manchmal nach Schweigen/und zwar in allen Bereichen).

          Viele freundliche Grüße

          • Teresa_von_A. sagt:

            Der Gottvater des Michelangelo, der den Menschen erschafft, kommt herab..und er berührt den Menschen nicht direkt. Was für eine Aussage!

          • veruschka sagt:

            Liebe Teresa_von_A., bitte beantworten Sie mir eine Frage: Was genau berührt Sie persönlich an Michelangelos „Erschaffung Adams“? Ist es nicht so, dass uns lediglich eingeredet wird, dass dieses Fresko eines der größten und eindrucksvollsten sein soll? Aber was konkret fasziniert Sie daran? Ist es nicht so, dass die Lobhuldigungen von allen Seiten uns dazu veranlassen dieses Bild so überaus grandios einzuschätzen? Mich langweilt das Bild ehrlich… nicht zuletzt auch deshalb, weil es so bekannt ist… man Reproduktionen davon schon zu hundertmal gesehen hat. Gott hat etwas Geheimnisvolles an sich… Michelangelo nur etwas allzu Bekanntes.

          • veruschka sagt:

            Allerliebste Teresa, ich verstehe Ihre Position vollkommen… gerade auch deshalb, weil ich die „Erschaffung Adams“ geradezu vergöttert habe als ich 15 war… aber das bin ich nicht mehr. Die Tragik an diesem Fresko ist doch, dass es zu grandios ist… dass es zu oft reproduziert und nachgeahmt wurde. Uns ist es einfach zu vertraut geworden… aber Gott ist uns keineswegs vertraut… er ist das größte Geheimnis überhaupt. Verbessern Sie mich gerne!

  3. Tilda sagt:

    Zum Grabtuch gehört für mich das Muschelseidentuch von Manopello.
    Ich habe mich immer gefragt: wieso haben die Evangelisten nie auch nur die geringste Personenbeschreibung von Jesus gegeben.
    Heute denke ich, sie hatten ein Bild, dass eine Beschreibung überflüssig machte.
    Das göttliche Gesicht, von Paul Badde hat mich sehr beeindruckt.
    Ein Vergleich der Gesichter auf dem Turiner Tuch und dem Manopellotuch mit den heutigen wissenschaftlichen Möglichkeiten hat eine Übereinstimmung gezeigt: es handelt sich um dieselbe Person.
    In der Zeit der Bilder- des nachlassenden Glaubens- kommen die Bilder zu uns zweifelden Menschen zurück.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Wenn man das Gesicht betrachtet,das eine unendliche Weite hat, ist die Frage, ob echt oder nicht, zweitrangig.Der Geist ist entscheidend, zumindest für mich. Ich habe zu Reliquien und Bildern nicht so den Zugang. Einiges davon kann man stellvertretend sehen und als Bibel für..Menschen, die keinen Zugang zur Religion haben. Man kann mit Kunst sehr viel erklären, wozu schon mal die Worte fehlen.Siehe Michelangelos Erschaffung des Menschen.Oder seine Pieta. Oder bestimmte andere sehr gelungene Darstellungen von Engeln und Maria.(Ich denke da an die Madonna von Guadelupe.) Jesus ist unserer Meinung nach für alle gestorben. Wenn dese Aussage in Darstellungen deutlich wird, ist es gelungene religiöse Kunst. Die nicht einengt.Gott ist unendlich und unsagbar.

  4. Teresa_von_A. sagt:

    .“..doch mit dem Tod er Andern muss man leben“ (Mascha Kaleko, Memento). Am Karsamstag habe ich versucht, mir vorzustellen, wie die Jünger(innen) Jesu sich gefühlt haben müssen. Jesus, in den sie wer weiß was für Hoffnungen gesetzt hatten: tot. Die eigene Zukunft :weg…Da habe ich mich gefreut, dass es uns nicht so geht.Gehen muss. Wir wissen mit unserem Glauben: Jesus ist von den Toten auferstanden.Karsamstag ist nur Erinnerung.

    • Guardianus sagt:

      Ich denke und glaube, dass in diesem Hinabsteigen in das Reich des Todes, weit mehr zu erkennen ist als der Beginn der Auferstehung. Es ist der Sieg über Sünde und Tod. Und sagt nicht der Herr von sich, dass Er selbst die Auferstehung sei? Glauben wir das wirklich, oder antworten wir gleich einer Marta, die zwar an eine Auferstehung glaubt am Ende der Tage, aber -nach das Evangelium beobachtend- eben nicht, dass Er die Auferstehung selber ist? Haben wir also diesen „Vorteil“ wirklich? Gibt es bis heute nicht auch noch jene Zweifel bis hin zum ungläubigen Kopfschütteln, mit dem wir uns in die Reihe der Jünger/innen stellen können, bzw. uns verbarikadieren hinter den Mauern eben von Angst, Zweifel und Unglauben?

    • Guardianus sagt:

      Ich denke und glaube, dass in diesem Hinabsteigen in das Reich des Todes, weit mehr zu erkennen ist als der Beginn der Auferstehung. Es ist der Sieg über Sünde und Tod. Und sagt nicht der Herr von sich, dass Er selbst die Auferstehung sei? Glauben wir das wirklich, oder antworten wir gleich einer Marta, die zwar an eine Auferstehung glaubt am Ende der Tage, aber -nach das Evangelium beobachtend- eben nicht, dass Er die Auferstehung selber ist? Haben wir also diesen „Vorteil“ wirklich? Gibt es bis heute nicht auch noch jene Zweifel bis hin zum ungläubigen Kopfschütteln, mit dem wir uns in die Reihe der Jünger/innen stellen können, bzw. uns verbarikadieren hinter den Mauern eben von Angst, Zweifel und Unglauben?…Wunschbilder?

      • Capricornus sagt:

        Ich glaube an die Gottheit des „Jesus der Christus“ an die Überwindung des Todes durch ihn und an dessen Auferstehung von den Toten. Könnten wir gläubigen Christen sonst noch Hoffnung auf ein Leben nach dem Tode haben?
        Für mich hat sich Gott der Allmächtige, unser Alpha, Schöpfer und Omega mit der Botschaft des Engels Gabriel der Jungfrau Maria bedient und ist als Gott in den Fötus geschlüpft, ist mit ihm im Leib der Jungfrau Maria gewachsen und als Gott-Mensch mit ihm in Bethlehem als Kind geboren. Das ist für mich kein Widerspruch, da Gott und jedes andere göttliche Wesen m. E. zugleich an mehreren Stellen präsent sein können. „Gott der Vater“ hat in seiner Allwissenheit, – weisheit und –macht alles so geregelt, dass „Jesus der Christus“ als Gott-Mensch wohlbehütet in einer Familie aufwachsen konnte, gläubig erzogen wurde und reifen konnte, wie jeder andere Mensch auch. Dies erklärt für mich auch, warum Maria jungfräulich geblieben ist und sie deshalb als Jungfrau und unsere von ihrem geliebten Sohn „Jesus dem Christus“ mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommene Gottesmutter verehrt wird. Gott der Allmächtige schafft in seiner Allwissenheit die Voraussetzungen für das spätere Wirken des „Jesus der Christus“ und für das Gelingen und Fortsetzen seiner Heilstat an uns Menschen. Er wurde zusammen mit „Jesus dem Christus“ gekreuzigt. Mit dem Sterben der menschliche Hülle des „Jesus der Christus“ vereinigte sich die Göttlichkeit des „Gott Vater“ mit der Göttlichkeit des Gott-Menschen „Jesus der Christus“, was schließlich mit der Sendung des „Hl. Geistes“ in der Trinität der Göttlichkeit als seine Heilstat aus Liebe zu uns Menschen gekrönt wurde. Die Göttlichkeit des „Jesus der Christus“ konnte aus meiner Überzeugung nicht sterben, weil aus unserer christlichen Überzeugung Gott und göttliche Wesen unsterblich sind, wohl aber der Mensch Jesus, den Gott als den verklärten Sohn und auferstandenen Heiland, den Tod hat überwinden lassen. Wer wirklich glaubt, wird niemals Angst und Zweifel gegenüber Gott, sondern Vertrauen und Liebe zu Gott haben, weil er für uns der Garant und die alleinige Hoffnung und Aussicht auf ein ewiges Leben nach dem Tod ist.
        Das ist zwar keine Darstellung der amtlichen Röm. Kath. Kirche. Da wir aber alle die Überlegungen unseres Schöpfers und sein göttliches Geheimnis nur ahnen, aber nicht sicher wissen und belegen können, für mich eine glaubhafte und überzeugende Auslegung der Hl. Schrift.

      • Capricornus sagt:

        @Guardianus
        Ich glaube an die Gottheit des „Jesus der Christus“ an die Überwindung des Todes durch ihn und an dessen Auferstehung von den Toten. Könnten wir gläubigen Christen sonst noch Hoffnung auf ein Leben nach dem Tode haben?
        Für mich hat sich Gott der Allmächtige, unser Alpha, Schöpfer und Omega mit der Botschaft des Engels Gabriel der Jungfrau Maria bedient und ist als Gott in den Fötus geschlüpft, ist mit ihm im Leib der Jungfrau Maria gewachsen und als Gott-Mensch mit ihm in Bethlehem als Kind geboren. Das ist für mich kein Widerspruch, da Gott und jedes andere göttliche Wesen m. E. zugleich an mehreren Stellen präsent sein können. „Gott der Vater“ hat in seiner Allwissenheit, – weisheit und –macht alles so geregelt, dass „Jesus der Christus“ als Gott-Mensch wohlbehütet in einer Familie aufwachsen konnte, gläubig erzogen wurde und reifen konnte, wie jeder andere Mensch auch. Dies erklärt für mich auch, warum Maria jungfräulich geblieben ist und sie deshalb als Jungfrau und unsere von ihrem geliebten Sohn „Jesus dem Christus“ mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommene Gottesmutter verehrt wird. Gott der Allmächtige schafft in seiner Allwissenheit die Voraussetzungen für das spätere Wirken des „Jesus der Christus“ und für das Gelingen und Fortsetzen seiner Heilstat an uns Menschen. Er wurde zusammen mit „Jesus dem Christus“ gekreuzigt. Mit dem Sterben der menschliche Hülle des „Jesus der Christus“ vereinigte sich die Göttlichkeit des „Gott Vater“ mit der Göttlichkeit des Gott-Menschen „Jesus der Christus“, was schließlich mit der Sendung des „Hl. Geistes“ in der Trinität der Göttlichkeit als seine Heilstat aus Liebe zu uns Menschen gekrönt wurde. Die Göttlichkeit des „Jesus der Christus“ konnte aus meiner Überzeugung nicht sterben, weil aus unserer christlichen Überzeugung Gott und göttliche Wesen unsterblich sind, wohl aber der Mensch Jesus, den Gott als den verklärten Sohn und auferstandenen Heiland, den Tod hat überwinden lassen. Wer wirklich glaubt, wird niemals Angst und Zweifel gegenüber Gott, sondern Vertrauen und Liebe zu Gott haben, weil er für uns der Garant und die alleinige Hoffnung und Aussicht auf ein ewiges Leben nach dem Tod ist.
        Das ist zwar keine Darstellung der amtlichen Röm. Kath. Kirche. Da wir aber alle die Überlegungen unseres Schöpfers und sein göttliches Geheimnis nur ahnen, aber nicht sicher wissen und belegen können, für mich eine glaubhafte und überzeugende Auslegung der Hl. Schrift.

      • Capricornus sagt:

        Lieber Guardianus,
        ich meine nicht dass wir keinen Wunschbildern anhängen, eher immer wiederkehrenden Glaubenszweifeln. Wie sollen unsere Kinder und auch wir noch Wunschbilder haben, wenn Verantwortliche in den Schulen (auch Priester) es nicht schaffen, neuzeitliche Lektüre, die in religiösen Szenen Gott, den Menschen und alle anderen Geschöpfe nur noch als Fratzen darstellen, aus diesen Hallen zu verbannen. Wie sollen sich unsere Kinder da noch wirklich religiöse Szenen vorstellen können, wenn sie eine zusätzliche Bildbeschreibung benötigen zur Erklärung des Aussagegehaltes der Szene. Ein Bild muss wieder einen aussagekräftigen und sachlich dargestellten Sinngehalt haben und zur erfreuten und begeisterten gedanklichen Betrachtung anregen. Was war und ist eigentlich so schlecht an den Bildern und Texten der von uns verwendeten Bibeln und Katechismen und warum verwendet sie das Kirchenamt nicht mehr? Kinder leben von Bildern und Erzählungen, auch noch in unserer jetzigen Zeit. Leider gibt es aber immer weniger Leute, die Zeit dafür haben bzw. diese aus eigennützigen Gründen nicht haben wollen. Für mich persönlich fehlt der Wille zur Erziehung, auch schon bereits in den Familien. Ob wir da von Unglauben sprechen oder vielleicht eher über unser Versagen nachdenken sollten? Wer nimmt sich denn heute noch Zeit für Kinder und Alte? Es ist aus meiner Erfahrung etwas Wunderbares für diese Geschöpfe Gottes seine Freizeit zu opfern. Das Kopfschütteln halte ich eher für ein resignierendes Zeichen. Wenn wir und die gläubige christliche Kirche uns nicht bald wieder auf die Urlehre und das Urverhalten Jesu Christi besinnen und dies auch ohne jegliche Abweichung im Glauben daran leben, sehe ich sehr düstere Wolken in Bezug auf christliche Zukunft unseres Glaubens und unserer Kirche aufziehen. Christliche Liebe und Geborgenheit sowie Anerkennung der Person muss zukünftig m. E. wieder in unserer kirchlichen Glaubensgemeinschaft einziehen..

  5. Capricornus sagt:

    Mein letzter Blog-Beitrag war eigentlich als Antwort auf den Beitrag von Guardianus gedacht. Bitte um Entschuldigung.

  6. Capricornus sagt:

    @ Guardianus
    Ich glaube an die Gottheit des „Jesus der Christus“ an die Überwindung des Todes durch ihn und an dessen Auferstehung von den Toten. Könnten wir gläubigen Christen sonst noch Hoffnung auf ein Leben nach dem Tode haben?
    Für mich hat sich Gott der Allmächtige, unser Alpha, Schöpfer und Omega mit der Botschaft des Engels Gabriel der Jungfrau Maria bedient und ist als Gott in den Fötus geschlüpft, ist mit ihm im Leib der Jungfrau Maria gewachsen und als Gott-Mensch mit ihm in Bethlehem als Kind geboren. Das ist für mich kein Widerspruch, da Gott und jedes andere göttliche Wesen m. E. zugleich an mehreren Stellen präsent sein können. „Gott der Vater“ hat in seiner Allwissenheit, – weisheit und –macht alles so geregelt, dass „Jesus der Christus“ als Gott-Mensch wohlbehütet in einer Familie aufwachsen konnte, gläubig erzogen wurde und reifen konnte, wie jeder andere Mensch auch. Dies erklärt für mich auch, warum Maria jungfräulich geblieben ist und sie deshalb als Jungfrau und unsere von ihrem geliebten Sohn „Jesus dem Christus“ mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommene Gottesmutter verehrt wird. Gott der Allmächtige schafft in seiner Allwissenheit die Voraussetzungen für das spätere Wirken des „Jesus der Christus“ und für das Gelingen und Fortsetzen seiner Heilstat an uns Menschen. Er wurde zusammen mit „Jesus dem Christus“ gekreuzigt. Mit dem Sterben der menschliche Hülle des „Jesus der Christus“ vereinigte sich die Göttlichkeit des „Gott Vater“ mit der Göttlichkeit des Gott-Menschen „Jesus der Christus“, was schließlich mit der Sendung des „Hl. Geistes“ in der Trinität der Göttlichkeit als seine Heilstat aus Liebe zu uns Menschen gekrönt wurde. Die Göttlichkeit des „Jesus der Christus“ konnte aus meiner Überzeugung nicht sterben, weil aus unserer christlichen Überzeugung Gott und göttliche Wesen unsterblich sind, wohl aber der Mensch Jesus, den Gott als den verklärten Sohn und auferstandenen Heiland, den Tod hat überwinden lassen. Wer wirklich glaubt, wird niemals Angst und Zweifel gegenüber Gott, sondern Vertrauen und Liebe zu Gott haben, weil er für uns der Garant und die alleinige Hoffnung und Aussicht auf ein ewiges Leben nach dem Tod ist.

    • Guardianus sagt:

      @Capricornus: wenn ich dem Evangelium Glauben schenken darf (obwohl von Menschen erst später aufgeschrieben), dann ist die Auferstehung primär kein Ereignis an einem Tag X, sondern eben Jesus Christus selbst, so wie Er eben auch der Weg. die Wahrheit und das Leben selber ist. Diese Schreib-und Deutungsweise ist somit nachvollziehbar…..weil eben Gott auch alles und in allem ist.
      Und wenn wir das reine Gesetz des Buchstabens verlassen (nachdem wir es zuvor glaubend aufgenommen haben), dann werden wir ohne jeden Zweifel etwas anderes erkennen können als das, was der Buchstabe uns offenbart….ohne dass sich der Buchstabe freilich ändert. Nur wer glaubt wird sehen(d), was die Wirklichkeit jener Worte Gottes ist: im Wort wie im und durch das Wort das Fleisch angenommen hat…

  7. Capricornus sagt:

    @ Pater HAGENKORD

    Bitte meinen Blogbeitrag (vor 23 Stunden) und die Beiträge 5. und 6.herausnehmen, da Doppelblog.
    Danke!
    Caprikornus

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