Es muss mehr geredet werden

Eine vielleicht merkwürdige Überschrift, habe ich mich doch erst kürzlich dazu bekannt, dass Reden überbewertet ist. Aber hier ziele ich auf eine andere Idee, in etwa in dieselbe Richtung wie der Papst wenn er sagt, Dialog kenne keine Verlierer. Also denn.

„Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten“ ist ein wunderbar altmodischer Begriff. Aber ich mag es gerne mal altmodisch und immerhin ist auch Radio Vatikan so eine öffentlich-rechtliche Anstalt. Und seit Gründung mit dabei bei der Union der Europäischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, der EBU. Nie gehört? Dann kennen Sie aber eine der Unterabteilungen, und zwar die für TV: Die Eurovision. Das sind die mit dem Song-Contest.

Vergessen Sie das schnell wieder, hier geht es um Radio. Und zwar gibt es eine ganze Menge von Arbeitsgruppen innerhalb der EBU, einer darf ich vorsitzen und da geht es um Journalismus & Radio. Was gibt es Neues? Was muss diskutiert werden? Wie geht das live mit Apps? Wo gibt es Erfahrungen mit Zusammenlegungen von Radio und TV? Und so weiter.

Die Dächer von Bukarest: Blick aus dem Fenster bei Radio Romania

Die Dächer von Bukarest: Blick aus dem Fenster bei Radio Romania

Gerade frisch komme ich von solch einer Tagung zurück, einer sehr guten. Radio Romania war der Gastgeber, BBC und ORF waren da, Belgien und Litauen, Spanien und Schweden und so weiter. Und letzteres Radio hat uns ein neues „Projekt“ vorgestellt, wir hatten nämlich Alice Peltrén zu Gast, die bislang einzige „migration correspondent“ Europas. Eine volle Stelle nur für dieses Thema.

Klingt ja auch vernünftig, das Thema ist das größte, das uns im Augenblick beschäftigt und nichts weist darauf hin, dass es in Kürze verschwinden oder zu einem B-Thema relegiert würde, dazu sind zu viele Menschen weltweit unterwegs.

 

Korrespondent für Migration

 

Sie reist viel, besucht Lager und Ursprungsländer, aber sie arbeitet auch viel mit anderen Korrespondenten in Europa und in Schweden selber zusammen, um Geschichten rund um dieses Thema zu machen. Gesendet und als Twitter, online und als Expertin.

Wir alle haben sie beneidet darum, 100 Prozent Zeit zu haben und vor allem Reporter zu sein. Ihre Erzählung hat uns aber auch die Gelegenheit gegeben, an einigen Punkten herumzunagen, die sie uns geboten hat.

  • So zum Beispiel die Frage der „emotionalen Sicherheit“: wie nah lässt man leidende Menschen an sich heran, um noch berichten zu können und nicht selbst zu sehr mitgenommen zu werden? Kein empathischer Mensch kann ja Tag für Tag harten Schicksalen begegnen, ohne dass ihn das verändert. Auf der anderen Seite will man auch nicht zynisch werden.
  • Unter dieselbe Überschrift, wenn auch aus anderer Perspektive, gehört die Hate-Mail, gehören die Kommentare und eine immer brutaler werdende Sprache Journalisten gegenüber (nicht nur denen, aber das war nicht Thema). Auch das lässt einen ja nicht kalt, auch hier braucht es einen Umgang, den Journalisten vielfach erst lernen müssen.
  • Ein Kollege warf ein, dass wir noch viel mehr über unsere Hörer/Leser sprechen müssen, weil wir ja offenbar viel zu sehr an denen vorbei senden. Wenn es wie in Österreich 50 Prozent abgegebene Stimmen für Herrn Hofer gibt, Brexit an der Migrationsfrage mit entschieden wird, Frankreich und Polen und Ungarn und die Tschechei … . Es kann doch nicht sein, dass wir die Sorgen und Ängste so wenig aufnehmen, dass man uns als „Lügner“ und unglaubwürdig einstuft. Das liegt nicht nur aber vielleicht auch, an uns selbst.
  • Wichtig auch das Thema Sprache: Wann nennt man eine Situation „Krise“? Wann nicht? Wann ist ein Mensch ein Migrant, wann ein Flüchtling, obwohl diese Unterscheidung in anderen Sprachen wichtiger ist als in der deutschen. Es gibt Sender, die ganz klare Entscheidungen dazu getroffen haben. Sind Menschen eine Last? Auch hier braucht es noch mehr Aufmerksamkeit als bisher auf die Sprache, das Aufrufen von schlichten Aufklebern war immer schlechter Journalismus, aber gerade jetzt wird es noch einmal wichtig, sich den Vokabelkasten noch mal anzusehen.

Wie die Themenvielfalt zeigt, das ist alles offen und braucht noch mehr Debatte, auch über kleine Kreise hinaus. Wir werden noch viel häufiger darüber und über andere Dinge sprechen müssen, um uns Lösungen anzunähern. Und vielleicht – oder wahrscheinlich – gibt es ja auch gar nicht die eine große Lösung für die Fragen, sondern man muss immer wieder darüber reden, um die richtigen Lösungen für konkrete Probleme zu bekommen.

Kurz: Es muss mehr geredet werden.

 

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31 Kommentare zu Es muss mehr geredet werden

  1. L'Osservatore sagt:

    Ein interessanter Gedanke, mehr zu reden. Und wie Sie da die Kurve zu den GEZ-Medien kriegen, ist schon bemerkenswert. Denn wenn ich einen GEZ-Sender höre, wünsche ich mir in der Regel ein Si Tacuisses!

    • Pater Hagenkord sagt:

      “GEZ-Medien” ist eine Frechheit. Was soll das? Nennen Sie Probleme. Und wenn nicht, si tacuisses…

      • L'Osservatore sagt:

        Was stört Sie am Begriff GEZ-Medien? Finden Sie das System der Zwangsgebührensender etwa gut?

        • Pater Hagenkord sagt:

          Ja. Aber es sind schlicht Gebühren. “Zwang” davor zu setzen will bloß die negative Wertung ohne argumentieren zu müssen.
          Das öffentlich-rechtliche System versorgt uns mit Qualitäzsjournalismus und -Unterhaltung, nicht immer und nur im Zusammenspiel mit der Konkurrenz, aber es funktioniert. Was Ihnen nicht passt ist nicht die Gebühr, sondern der Inhalt. Das ist aber eine andere Debatte.

          • L'Osservatore sagt:

            Qualitäsjournalismus und Unterhaltung? Oder vielleicht doch eher Fußball und Propaganda?

            Das sind alles Dinge, die ich nicht konsumieren will, aber bezahlen muß. Und da sind wir schon beim Begriff Zwang.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Das sind alles Pauschalisierungen, mit denen Sie arbeiten. Sind Steuern auch “Zwang”?
            Und was “Propaganda” angeht: davon haben Sie zu viel geschluckt, wie mir scheint. Es gibt Fußball-Übertragungen, und die sind gut. Auch Sportjournalismus hat Qualität. Sie wollen das nicht, aber andere schon, und dieselben anderen wollen vielleicht das nicht, was Sie wollen. Aber nur gemeinsam ist es zu bekommen, alles andere ist doch aus dem Reich der Fantasie. Das ist kein Zwang, das sind demokratisch beschlossene Gesetze und Strukturen.

          • L'Osservatore sagt:

            Wenn ich einen Film im Kino sehen will, dann zahle ich an der Kasse für exakt diesen Film. Wenn ich diesen Film nicht sehen will, dann zahle ich eben nicht dafür.

            Wer gerne Fußball schauen will, dem will ich das nicht verweigern, aber bitte nicht auf meine Kosten. Wer sich gerne abends von der Aktuellen Kamera erzählen lassen will, was er zu denken hat, der möge das bitte tun. Aber auch hier muß das Prinzip gelten, daß jeder nur das bezahlt, was er konsumiert.

            Ich besitze kein Fernsehgerät und lediglich ein Radio im Auto. Dennoch werde ich jeden Monat zur Kasse gebeten. Das ist ein Ärgernis.

            Und nun zum Thema Steuern. Die Aufgabe des Staates ist es, für Sicherheit und Recht zu sorgen. Dafür leiste ich trotz steigender Einbruchzahlen und nichtexistentem Grenzschutz meinen Beitrag gerne. Aber darüber hinaus hat der Staat seine Bürger gefälligst in Ruhe zu lassen. Und das tut er nicht. Deshalb ist ein Großteil der Steuern, die der Staat eintreibt, illegitim.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Sie zahlen auch für Straßen, die Sie nie im Leben befahren werden, für Schulen, die Sie nie besuchen werden, für Verwaltung, die Sie nie in Anspruch nehmen werden, für Konzerte und Kultur, für Hochschulen und Fachschulen, und so weiter und so fort. Wir leben in einem Staat und leben nach den demokratisch legitimierten Spielregeln. Das ist nicht illegitim, wir sind nicht bei “wünsch dir was”. Sie können Ihre Meinung zur Aufgabe des Staates haben, andere haben eine andere, wir stimmen ab und dann entscheiden die Gewählten.
            Natürlich ist nicht alles gut und man muss viel kritisieren. Aber dann bitte auch präzise und nicht durch ziemlich schräne Aussagen wie “nichtexistenten Grenzschutz”. Das ist wirklich Unfug.

  2. Micaela Riepe sagt:

    Geht doch! Was soll ich meckern. Schön wöre jetzt noch, ihr Evangelium zu würdigen.

    http://de.radiovaticana.va/news/2016/06/10/liturgie_maria_magdalena_wird_den_aposteln_gleichgestellt/1236162

    • Pater Hagenkord sagt:

      Daraus wird nichts. Die so genannten apokryphen Evangelien, die sich auf frühe Heilige berufen, sind nicht Teil unserer Schrift; und das nicht, weil der Name oder die Person nicht recht wär, sondern weil sie nicht unseren Glauben wiedergeben. So hat es die frühe Kirche nach langen Jahrn des Denkens und Betens entschieden.

      • Micaela Riepe sagt:

        Was die Kirche entschieden hat, muss der christlichen Spiritualität nicht entsprechen. Diese ist viel weiter gespannt, wie man in Maria Magdalenas Evangelium nachlesen kann, auch bei Thomas, Phillipus und anderen.

        Ich kenne die Begründung – ganz in ein poetisches Bild gefasst – von Bischof Irinäus, die gnostischen Evangelien nicht zu kanonisieren; sie beruht auf einem Missverständnis. Und darauf beruhen schlussendlich gräßliche Christenverfolgungen durch die katholische Kirche.

        Doch Schritt für Schritt, zunächst ist die Erhebung Maria Magdalenas in den Apostelrang ganz wunderbar. In meinen Augen sind sie und Jesus das herrausragendste spirituelle Liebespaar der Menschheitsgeschichte, um es einmal so auszudrücken. Was in ihren Ohren sicher ausgesprochen häretisch klingt.

        Und eine lebhafte Diskussion, auch von Angst geprägt, schließt sich an die Entscheidung Franziskus` an.

        • Pater Hagenkord sagt:

          Das klingt in meinen Ohren nicht häretisch, nur an den Haaren herbei gezogen. Woraus schließen Sie, dass Sie von “Liebespaar” sprechen können? Auf die Tradition können Sie sich nicht berufen, die lehnen Sie ja ab, weil die sich gegen diese und für jene Schriften entschieden hat. Man kann sich natürlich seinen eigenen Jesus zusammen basteln. Aber zum einen ist bei dem Text, auf den sie sich beziehen, überhaupt nicht klar um welche der vielen Marien der Schrift es sich handelt, zweitens ist sie in der Tat dem Gnostizismus zuzurechnen, und dieser kreist letztlich um Selbsterlösung.

          • Micaela Riepe sagt:

            Lieber Pater Hagenkord,

            ich habe mir schon gedacht, dass Sie beim “spirituellen Liebspaar” in die altgewohnte Abwehrhaltung fallen, die traditionelle Christen aufbauen. Im übrigen habe ich, weil ich weiß, wovon ich rede, nicht ein erotisches Liebespaar gemeint. In tiefer Heiligkeit fällt das erotiche Verlangen ab und die Liebe äußert sich in glühendem Eins-Sein, im Herzen Jesu und derer, die mit ihm verbunden sind.. jenseits von Körperlichkeit. Wir haben auch noch Clara und Franziskus und Einige mehr, die ich im Augenblick nicht erinnere.

            Die Analyse der apokryphen Evangelien als ein Zeugnis von Selbsterlösung halte ich eben für ein Missverständnis. Diesen Vorwurf könnte man dann auch Jesus machen. Selbstverständlich wussten alle von dem Gnadenstand, den Gott ihnen geschenkt hat.

            Im übrigen bezeichnet sich ja auch der Apostel Johannes als den Jünger, den Jesus liebte. Wenn er dann das Evangelium geschrieben hat.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Ich habe mir schon gedacht, dass sie meine Argumente als “Abwehrhaltung” und mich als “traditionellen Christen” bezeichnen, da fühlen Sie sich doch jetzt überlegen. Die Überwindung des Körperlichen gehört übrigens auch in die gnostische Weltsicht hinein.
            Und eine kleine Info: der Jünger, den Jesus liebte, hat im Evangelium keinen Namen.

          • Amica sagt:

            Ich will etwas hierzu schreiben, weil Ihre Debatte sehr interessant ist und man viel daraus lernen kann – zumindest ich.
            Ich finde diese “Überwindung des Körperlichen” in Bezug auf Maria Magdalena nämlich schon wichtig, sogar sehr wichtig (auch wenn ich mich in der Theologie nicht so gut auskenne wie Sie beide).
            Wieso? Na, weil Maria Magdalena nun einmal sehr lange Zeit mit der Prostituierten, die Jesus die Füße gewaschen und mit den Haaren getrocknet hat, in Verbindung gebracht wurde. Ob das dieselbe Frau wie Magdalena war, ist ja nicht bewiesen.
            Aber die Sünderin war eine Frau die eben vor allem Lustobjekt von Männern die sich’s leisten konnten war. Egal wie liebevoll sie nun zu Jesus gewesen sein mag, ihr Beruf war wahrscheinlich der einer Prostituierten. Viele Leute setzen genau diese Frau auch heute noch mit Maria Magdalena gleich und das ist irgendwie ungerecht:
            Wenn nun gerade Maria Magdalena als weiblicher Apostel anerkannt wird, dann tut die Kirche sicherlich gut daran, die Beziehung zwischen Ihr und Jesus als erst einmal geistig, nicht körperlich zu betrachten, zu bezeichnen. Ansonsten könnten ihr die männlichen Apostel schon wieder hierarchisch irgendwie übergeordnet werden. Die “Überwindung des Körperlichen” hebt folglich den Stellenwert Maria Magdalenas und da sie nun Apostolin ist, eben und letztendlich den der Frauen in der Kirche an.
            Natürlich wirkt diese Aufsplittung in rein Körperlich und rein Geistig etwas konstruiert, aber unsere Gesellschaft tendiert dazu, Sex und Liebe voneinander zu unterscheiden. Das sehen sie zum Beispiel am Spielfilm: Liebesfilme deuten den Geschlechtsakt nur an, in Pornofilmen wird dafür vermieden, Szenen zu zeigen, die Zuneigung thematisieren würden. Filme die beide Seiten zeigen, denke ich, gibt es nicht groß. Aber ich bin kein großer Filmfreund, vielleicht irre ich mich da auch.

        • Rosi Steffens sagt:

          Ich denke jeder gewinnt seine eigene Erkenntnis auf seinem ganz persönlichen Weg über das Leben selbst. Informationen tragen dabei immer den Gehalt, den der Einzelne aus ihnen schöpfen kann. Im Evangelium steht bereits alles geschrieben, was zum Erkenntnisgewinn der ganzen Menschheit beiträgt, um sie in ihren wahren Fähigkeiten anzuleiten und damit in die geistige Vollendung zu führen.

  3. vorweg: ich bin ein ABSOLUTER Befürworter des öffentlich rechtlichen Systems.. und da gibt’s natürlich immer was zu verbessern

    (wie werden die sich immer mal veränderten gesellschaftlichen Gruppen im den Räten abgebildet?; Zuviel Einfluss der Politischen Parteien?-beim BR wird der Rundfunkrat von der CSU DOMINIERT!!)

    NEIN, EIN DESASTER war eine andere Entwicklung die Herr Stoiber(CSU) massiv gefördert und durchgesetzt hat:

    die Installierung der “Privaten” und das mit der fadenscheinig-durchsichtigen Begründung Effizienz-Wettbewerb- Qualitätsmaximierung(???..)

    ein Beispiel. da Gibt’s diesen Konzern “Klassik Radio”, die vorgeben klassische Musik zu senden..
    also da gibt’s irgendwelche Quaseltanten oder Onkels, die reden irgendwelches dummes Zeug -dann folgt der 2. Satz von Beethovens Dritter, um danach einen Strauss Walzer aufzulegen..

    da gibt’s keine Musik Redaktion, dafür wird man mit irgendwelchen “News” -die man in DEN Zeitschriften findet,wenn man beispielsweise in einem ärztlichen Wartezimmer sitzt.. oder Werbung für irgendwelche Klamotten….

    aber das ist eigentlich nur die Ausgangslage um die “KLASSIK PROGRAMME” der öffentlich rechtlichen AUCH zu hinterfragen!!
    ich erinnere mich als Kind-wir lebten in Baden -Württemberg – ich hab unvergessene Erinnerungen (Anfang der1960er Jahre ) an “France Musik”. die spielten die GANZEN WERKE-also keine zerstückelten Sätze- UND auch damals wenigstens schon die klassische Moderne..

    und nach Einführung der privaten.. äffen die Klassik Programme – in großen Teilen – diese Unarten nach..

    übernehmen ähnlich seichte Programmschemen usf.usf….das hat mit Bildung nichts aber auch gar nichts mehr zu tun!!

    Pars pro toto -so läuft das doch grundsätzlich in den anderen Formaten in Teilen ganz ähnlich ab..

    wenn schon die Privaten, dann soll man denen doch diese geistige Impotenz überlassen ..

    Und die öffentlich rechtlichen-die trotz meiner Kritik- immer noch
    gerade in Information etc. ein anderes Niveau haben STÄRKEN!!!(meinetwegen mit notwendigen Gebühren Anpassungen..)

    als Fußballfan bin ich froh, dass die wichtigen Spiele alle in der ARD/ZDF übertragen werden.. die Quali bei RTL war eine Zumutung!!

    und bitte. man möge das goldene Kalb in Gestalt der “Quote” nicht mit dieser besonderer Hingabe anbeten!!

  4. Pater Hagenkord sagt:

    Der Mensch, der sich hier als l’Osservatore meldet hat gerade einen Kommentar gepostet, der öffentlich-rechtliche Sender heute mit Göbbels vergleicht, seitdem hätte sich nichts geändert. Ich bin sprachlos. Von dem Herrn lesen Sie hier jedenfalls nichts mehr.

    • und dann vera….er die Blog Gemeinde mit DIESEM Nick Namen!!

    • Rosi Steffens sagt:

      Vielleicht spricht dieser Poster ja die Manipulation an, die fehlende Alltagskompetenz unterstellt, was menschlicher Würde im Umgang miteinander jedoch bereits von Grund auf entbehrt. Terror beruht auf bewusster, geistiger Manipulation, die durch Machtverhältnisse profitiert, die bestehende Systeme nutzen, um sich durchzusetzen. Mir hilft der Glaube an Gott und mein persönliches Engagement dabei meine Zweifel gegenüber der menschlichen Unvollkommenheit zu überwinden, denn wer auf die Verantwortlichen baut, der braucht viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Selbstbewusstsein, um das Leben dort in guten Händen zu wissen. Ich glaube es ist sehr schwer die eigenen Ängste zu realisieren, um sie abbauen zu können und zu überwinden. Ängste auszuleben und damit konstruktive Kommunikation schon im Keim zu ersticken scheint da viel leichter. Gegenseitiges Vertrauen ist unerlässlich für den Umgang miteinander, denn erst das Gefühl für die eigene Sicherheit setzt die Sensibilität frei, die man dem Gesprächspartner im Verständnis um seine Anliegen in menschlicher Würde schuldet. Vielleicht könnte man sich wirklich ein öffentlich, rechtliches System überlegen, das eine Programmauswahl bereit stellt, der sich dann jeder eigenverantwortlich bedienen kann. Dies generell für die Übertragung von allen Programmen in den Raum zu stellen, das wäre gar keine schlechte Idee. Dadurch würden auch Werbesendungen eine ganz andere Priorität erhalten, die heute ja hauptsächlich zur Finanzierung von Senderechten dienen. Ich glaube, die Einführung derartige Abrufprogramme könnte die Eigenverantwortlichkeit der Konsumenten fördern und es gäbe auch andere Auswertungsmöglichkeiten als sie heute durchgeführt werden und es würde die Anbieter in einem ganz anderen Format fordern konkurenzfähig zu bleiben.

    • Andreas sagt:

      Allgemein spiegelt sich in solchen polarisierenden, pathologischen Vergleichen die Konfliktsucht der heutigen Zeit, die in allen gesellschaftlichen Schichten verbreitet ist, wider.

    • Diese Kommentare aus der Anonymität heraus verbreiten sich wie eine Seuche in den sozialen Medien. Wir sollten alle dazu übergehen, Kommentare nur noch unter voller Namensnennung zu posten.

  5. Rosi Steffens sagt:

    Auf Radio Vatikan habe ich für den 11.06.2016 einen Artikel gelesen in Bezug auf die Nutzung der Hagia Sophia zur Lesung des Korans.

    Warum sorgt die Nutzung eines christlichen Gebäudes für islamische Glaubenspraktiken für Unruhe bei den Christen? Ich empfinde ein gewisses Wohlwollen bei der Annahme, dass der Islam auf diese Art und Weise versuchen könnte dem Christentum näher zu kommen. Gott braucht keine Gebäude, wenn sie durch Menschen ihrer wahren Bestimmung entfremdet werden. Der Glaube führt die Menschheit zusammen und nicht Gebäude in denen er nicht verbindet sondern trennt indem er praktiziert und nicht gelebt wird. Wir sollten wirklich lernen uns entspannter mit all dem auseinanderzusetzen, was Gott für uns in den Raum stellt, um uns in unserem Glauben zu stärken und anzuleiten.

    • Konstantin sagt:

      Frau Steffens, wenn sie die Situation der türkischen Religionsbehörde der Türkei und die restriktive Politik von Herrn Erdogan insgesamt mitverfolgen, versuchen sie bitte zu verstehen, dass es zu erheblichen Reaktionen unserer orthodoxen Geschwister führt. Die “heilige Weisheit” war einst die Hauptkirche des Byzantinischen Reiches und hat für orthodoxe Christen immer noch eine herausragende symbolische Bedeutung.Denken sie bitte in diesem Zusammenhang auch an die christlichen Klöster, die geschlossen werden, Kirchen die nicht gebaut werden dürfen u.s.w.

      MfG

      • Konstantin sagt:

        Nachtrag
        Der Streit ist ja nicht neu. Athen und das oek.Patriaschat von Konstantinopel haben meiner Meinung nach zu recht interveniert. Ich erinnere mich noch gut an einen Spiegel-Artikel mit einem Interview mit Ugur Bulut, der im Namen der “Jungtürken” (sagt ihnen diese “Partei” etwas? sagte: Die Ayasofya muss wieder zu einer Moschee werden. Im nachhinein muss ich sagen, so paradox es klingt, Atatürk tat gut daran, aus dieser Kirche, ein Museum zu machen. Somit war ein halbwegs tragbarer Religionsfrieden gegeben.

      • Rosi Steffens sagt:

        Geht es nicht immer um die Auseinandersetzung zwischen differenzierten Auffassungen und dem, was jeder daraus für Schlüsse ziehen kann, um sie dann letztendlich zu leben? Gott stellt uns nicht vor unlösbare Aufgaben und wir sollten nach dem Guten in dem suchen, was er uns offenbart indem er Handlungen zulässt, die nach unserem inneren Verständnis suchen. Es muss ja nicht unbedingt gut sein was hier getan wird, doch es kann trotz alledem das Gute zu Tage fördern.

        • Konstantin sagt:

          Sorry, aber das ist nicht die Art von kommentieren von eines meiner Kommentare. Wir, weil EU Fussballmeisterschaft, spielen wohl nicht in der “gleichen Liga.” Ich akzeptiere ihre Antwort, aber ich sehe das hier, aus einer anderen Perspektive, der Religionswissenschaft.

          MfG

  6. Heinssohn sagt:

    In Europa (mit Russland) gibt es 2015 rund 140 Millionen Menschen unter 18 Jahren. Für 2050 werden nur noch 130 Millionen erwartet. Gesamtafrika (mit dem arabischen Norden) hat heute 540 und 2050 rund 1000 Millionen Einwohner im selben Alter. Die hiesigen Jugendlichen reichen nicht aus, um die eigenen Alten zu versorgen und nebenher die zornigen Gleichaltrigen ohne Ausbildung von Übergriffen abzuhalten; denn von 100 benötigten Kindern für eine Stabilisierung der Demografie werden nur 60 bis 70 geboren. Wie soll dann jeder dieser Seltenen auch noch vier oder acht Afrikaner für Hightech fit machen?

    Selbst innerhalb der EU erreicht 2016 das Sozialprodukt noch nicht wieder die Leistung von 2007. Jedes auswärts eingesetzte Ass beschleunigt das Absinken im Wettbewerb mit den 1,6 Milliarden in Ostasien. Auch dort hapert es bei den Geburten, aber man hat die besten Schüler der Welt und ist entschlossen, ihnen Unterlegene fernzuhalten. Staunen erregt, dass Deutschland 70 bis 80 Mrd. Euro für ein Breitband-Glasfasernetz nicht aufbringt, während 100 Milliarden Euro für das fünfjährige Bezahlen der Flüchtlinge von 2015 umgehend da sind.

    Man bekommt mit, dass nur jeder Zehnte der Neuen gut qualifiziert ist und womöglich auch noch weiterwandert. Zahllose Industrien – Kameras, Telefone, Fernseher, Computer, Tonträger, Schiffbau etc. – hat Ostasien den Deutschen seit den 1970ern schon abgejagt. Darf da nicht Zuversicht wachsen, jetzt auch bei den übrigen zum Erfolg zu kommen? Schließlich hat das Land Adam Rieses kein Heilmittel gegen Mathematikschwäche gefunden, sodass seine Migrantenkinder zu 55 und die altdeutschen zu 30 Prozent mangelhaft bis unbenotbar abschneiden.

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