Evangelii Gaudium, Kurzversion

Die päpstliche Exhortation Evangelii Gaudium soll demnächst auch in einem deutschen Verlag herauskommen. Herder hat mich gebeten, dazu die Einleitung zu schreiben, was ich gerne tue. Es kann also sein, dass ich die kommenden Tage etwas weniger an Text hier einstelle, meine Gedanken dazu muss man sich dann kaufen. Dies als Werbeblock.

Bei der Arbeit habe ich mich aber immer wieder an einen anderen Text erinnert gefühlt, der überhaupt nicht die inhaltliche Weite hat wie die Exhortation, aber die Grundlinie erstaunlich präzise wiedergibt: Die Ansprache von Kardinal Jorge Bergoglio beim Vorkonklave. Es erspart nicht das Lesen des ganzen Textes, ich ermutige ausdrücklich zum Lesen der gesamten Exhortation, aber es ist ein guter Leseschlüssel.

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12 Kommentare zu Evangelii Gaudium, Kurzversion

  1. Andreas sagt:

    … und nicht zu vergessen der Katakombenpakt:
    http://www.konzilsvaeter.de/referenzen/

    • Chrisma sagt:

      @Andreas danke sehr sehr von Herzen für diesen wunderbaren link, der viel für mich sehr interessantes birgt, was es wieder neu zu entdecken gilt. Ihnen und Ihren Lieben einen besinnlichen ersten Advent.

  2. KRP sagt:

    Na dann frohes schaffen und viel Erfolg

  3. veruschka sagt:

    Na, dann viele gute Ideen!
    Da fällt mir ein schönes ottonisches Beispiel für einen elfenbeinernen Buchdeckel ein:
    Die “Gregorplatte” (Kunsthistorisches Museum, Wien): Gregor der Große wird da vor einem Schreibpult dargestellt und natürlich ist der Heilige Geist für die “Inspiration” beim Schreiben verantwortlich: Der zwitschert ihm ins Ohr… also der ist beängstigend nah dran wenn Sie mich fragen (echt lustig) –> Das können Sie ganz leicht googeln. 🙂
    Also, möge der Geist mit Ihnen sein!

    • veruschka sagt:

      …ist karolingisch (Homepage vom KHM), nicht ottonisch… hab’ das noch aus einem veralteten Buch gelernt.
      Auch egal (aber der Richtigkeit halber muss ich’s doch anfügen).

  4. Christoph Kochmann sagt:

    Als Reaktion auf “Evangelii Gaudium” gibt es zwei Artikel in der FAZ, die mich in der vertretenen Argumentationslinie nachdenklich stimmen:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/tyrannei-des-marktes-die-kirche-verachtet-die-reichen-12688735.html

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/franziskus-und-die-globalisierung-was-der-papst-verschweigt-12687456.html

    Sicher ist die Aussage im Artikel plakativ, dass die Kirche die Reichen verachtet. Auch wird in der “katholischen Soziallehre” das Recht auf Eigentum nicht in Abrede gestellt, sondern auf den gerechten Umgang mit den verfügbaren Ressourcen verwiesen. Im Sinne des Evangeliums ließe sich auch sagen, wem viel gegeben worden ist, der hat auch viel Verantwortung zu übernehmen.

    Bedenklich sind auch die Bezugnahme auf Nietzsche und seine Sicht über die Ursachen des Niedergangs des Römischen Reiches und die Folgen: Ist das implizit als Aufforderung zur Relekture heute im Zusammenhang mit den Äußerungen von Papst Franziskus gemeint?

    • Pater Hagenkord sagt:

      Ich finde es spannend, dass der Papst in den Redaktionen offensichtlich Ernst genommen wird. Die merken, dass das keine Sonntagsreden sind.

    • Andreas sagt:

      Im gesellschaftlichen (idealen) Lebensentwurf der Inder darf man durchaus in der Lebensphase des Haushälters reich werden und – natürlich nicht auf Kosten anderer – viele Güter ansammeln, um dann in den darauffolgenden Lebensphasen von den materiellen Bindungen frei zu werden, sprich materiell arm zu werden. In diesem Sinne könnte Papst FIranziskus auch weiter gefasst so verstanden werden, dass jeder Mensch geistig und materiell überhaupt erst einmal die Chance und Freiheit im Leben bekommt, solche Lebensphasen aus freien Stücken dynamisch durchleben zu dürfen und in ihnen zu reifen. Dass unser gängiges Wirtschaftsmodell, so wie es einseitig alle Alterschichten von der Wiege bis zur Bahre zum Konsum animiert, davon weit entfernt ist, liegt auf der Hand.

  5. Gustav_Brunner sagt:

    Netanjahu schenkt dem Papst ein Buch seines Vaters über die Inquisition…eine “nette” Geste…oder gleichzeitig eine kleine Ohrfeige für den Papst ? Netanjahu (Binyamin Mileikowski) ist bekannterweise Anhänger der Chabadbewegung.

    Siehe

    Chabad Lubavitch Rebbe über Papst:

    “www.youtube.com/watch?v=YQpov9IW-bM”;

    Netanjahu beim Rebbe:

    “www.youtube.com/watch?v=-KYiorT2wW0”;

    Netanjahus Einstellung zum Friedensprozess

    “www.youtube.com/watch?v=26xaGBYz7to”)

    Viele Palästinenser sind Christen…

    Kommentar überflüssig…

  6. Liebe Pater Hagenkord,
    können sie schon sagen wann die päpstliche Exhortation Evangelii Gaudium in Buchform veröffentlicht wird? Es wäre ein schönes Weihnachtsgeschenk.
    Danke

    • Pater Hagenkord sagt:

      Bald. Die Einleitung ist geschrieben, es kann sich nur noch um Tage handeln. Sobald es soweit ist, mache ich hier Meldung.

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