Noch ein Interview

Der Papst setzt seine Interviewserie fort, so muss man das bezeichnen. An diesem Dienstag ist es die italienische Zeitung La Repubblica, deren Gründer und Chef er ein langes Interview gewährt hat.

Eugenio Scalfari hatte einen Artikel geschrieben, der Papst hatte mit einem – veröffentlichten – Brief geantwortet und das ganze findet nun mit einem Interview seine Fortsetzung. Bei Radio Vatikan findet sich eine Zusammenfassung dieses langen Textes.

Es ist eine Fortsetzung des Interviews für die Jesuitenzeitschriften; in den angelsächsischen Medien firmiert das erste lange Interview als Ende des Kampfes gegen die Kultur, das führt der Papst hier fort. Es ist ein Dialog.
Meine erste Reaktion war nicht sehr ehrenhaft. Ich habe mich zuerst gefragt, warum er nicht mit uns spricht, seine eigenen Radio. Warum Repubblica und ein brasilianischer Sender und so weiter, aber nicht Radio Vatikan? Auch die zweite Reaktion nach dieser zugegeben durch Eitelkeit geprägten ersten war nicht besser: Das ist alles zuviel! Zu viele Texte, zu viele Themen, zu viele Begegnungen. Wir haben kaum Zeit, das nachzuarbeiten. Das Interview heute hat uns auch völlig überrascht.

Aber – und das ist jetzt meine Reaktion nach einem guten Kaffee – das Ganze ist Teil des Dialoges. Der Papst spricht nicht nach innen, sondern nach außen. Nennen wir es Peripherie, nennen wir es Kultur, die bislang eher glaubensfern war, egal: Dialog ist seine Methode.
Und zwar im Duktus eines Gesprächs. Es sind durchaus klare Aussagen, die er trifft, aber er bleibt im Modus des Gesprächs. Dass eine eher kirchenferne Zeitung wie die Repubblica dem Papst gleich die vier ersten Seiten überlässt und Berlusconi und Co nach hinten drängt, macht mich eigentlich ein wenig stolz. Wohl gemerkt: Nicht überheblich stolz, nur froh, dass dieser Papst zeigt, wie das geht mit dem Gespräch mit der Kultur.

Also, trotz meiner ersten Reaktionen, für die ich die gebührliche Reue zeige: Weiter so, Franziskus!

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34 Kommentare zu Noch ein Interview

  1. “Meine erste Reaktion war nicht sehr ehrenhaft. Ich habe mich zuerst gefragt, warum er nicht mit uns spricht, seine eigenen Radio”

    Vermutlich, weil das die ersten Umsetzungen einer allmählichen Abwendung von der kirchlichen Binnenorientierung sind.

  2. Carmen Fink sagt:

    Ich bin ganz ihrer Meinung Pater Hagenkord, weiter so Franziskus. Die Kirche im Aufbruch, Hoffnung nicht nur ein Wort.
    Ich kann ihre Reaktion gut verstehen es ist doch menschlich, ich dachte auch Hey er könnte doch auch mit Radio Vatikan so ein Interview führen. Aber dies war ja ein Dialog zwischen einen Gläubigen und Nichtgläubigen. Ein wunderbarer Dialog der uns alle erreicht.
    Vielleicht sollten sie ihre Gedanken Papst Franziskus mitteilen, ich bin mir sicher es könnte ein segensreicher Dialog, für alle Menschen, wichtiger Beitrag sein. Nur Mut, lieber Pater.

  3. Michael Linden sagt:

    Ich gratuliere von ganzem Herzen zu soviel Selbstreflektion! Sie haben damit schon mehr von diesem Papst verstanden und umgesetzt als viele andere.

  4. Juergen sagt:

    „Zu viele Texte, zu viele Themen, zu viele Begegnungen… “ — Ja, man kann darüber ins Grübeln kommen, wie es mit der älteren Aussage: „Verkündigt das Evangelium, und wenn es nötig sein sollte, dann auch mit Worten“ zusammen passt.

    Vielleicht fällt einem dabei auch Faust ein:
    „…Der Worte sind genug gewechselt,
    Laßt mich auch endlich Taten sehn!
    Indes ihr Komplimente drechselt,
    Kann etwas Nützliches geschehn…“

  5. Claudia sagt:

    Es macht Herzklopfen!! Das Interview habe ich schon per mail an Verwandte und Freunde weiter geschickt. In meiner Gemeinde sprechen wir in einem immer größer werdenden Kreis über die neuesten Nachrichten aus dem Vatikan und von Papst Franziskus. Zugleich muss ich an den jüngst verstorbenen Stephane Hessel mit seinen Büchern “Empört Euch” und “Engagiert Euch” denken. Beide sind alte Menschen, aber mit einem Feuer unter dem Hintern und im Herzen, dass es mich und wohl auch sehr viele Andere wärmt und anspornt. Übrigens, ich bin 65 Jahre alt und lass mich von den “alten Eisen”, die da noch glühen, mitreißen. Was für wundervolle Jahre liegen da noch vor uns!

  6. Arnd sagt:

    Der Papst wendet sich an die “Sünder”, die Menschen “draußen” und folgt damit dem Beispiel Christi. Ich bin allerdings auch etwas traurig, dass ich kaum hinterherkomme, das alles mal in Ruhe zu lesen. Der Papst arbeitet augenscheinlich ausgesprochen viel. Manchmal könnte man Angst bekommen, er zehrt sich auf… Ich bete für genügend Kraft.

  7. Walter sagt:

    Hoffentlich kommt der heilige Vater demnächst seiner Pflicht nach und weiht Russland expliziet der Muttergottes.

  8. Hallo sagt:

    Herr Pater Hagenkord

    Sie sollten über die wesentlichen Dinge des katholischen Glaubens berichten und aufklären, auch um Ihres eigenen Seelenheiles willen!

    Denken Sie an Heiliger Johannes Chrysostomus

    https://www.youtube.com/watch?v=GCf8C1Xcpds

    • HW sagt:

      @Hallo – Oh ja … das Ende ist nahe – und diese amerikanischen Wanderprediger werden sicher sehr reich mit ihren Fernsehshows …. -und denken manchmal mehr an ihr eigenes Heil, als an das Seelenheil anderer ….

      • Hallo sagt:

        @HW
        Johannes Chrysostomus, Thomas von Aquin, der heilige Hieronymus und
        andere sind keine “amerikanischen Wanderprediger…

        Abgesehen nehmen Sie keinen Bezug auf die Zitate, die dort genannt werden.

        Wie stehen SIE zu den oben genannten Zitaten?

        • Pater Hagenkord sagt:

          Welche Zitate meinen Sie?

          • Hallo sagt:

            “Der größere Teil der Menschen wählt eher die Verdammnis als den allmächtigen Gott zu lieben.”
            Hl. Alphons Maria von Liguori, Kirchenlehrer

            “Es ist sicher, dass wenige gerettet werden.”
            Hl. Augustinus, Bischof von Hippo, Kirchenvater

            “Ich spreche nicht unüberlegt, aber ich denke nicht, dass viele Priester gerettet werden, sondern dass die, die verdammt werden, weitaus zahlreicher sind.”

            Hl. Johannes Chrysostomus, Kirchenvater
            Die in dem oben genannten Video.

            Zum Beispiel:

            “Der größere Teil der Menschen wählt eher die Verdammnis als den allmächtigen Gott zu lieben.”
            Hl. Alphons Maria von Liguori, Kirchenlehrer

            “Es ist sicher, dass wenige gerettet werden.”
            Hl. Augustinus, Bischof von Hippo, Kirchenvater

            “Ich spreche nicht unüberlegt, aber ich denke nicht, dass viele Priester gerettet werden, sondern dass die, die verdammt werden, weitaus zahlreicher sind.”

            Hl. Johannes Chrysostomus, Kirchenvater

          • KRP sagt:

            Aber Pater Hagenkord “Hallo” meint die Zitate aus Ihren Kommentar. Wahrscheinlich möchte er/Sie provozieren. Er/ Sie sollte wenn sie diskutieren möchten mal nicht nur “Wortfetzen” in die Runde schmeissen sondern in angemessener und aussagekräftigen Sätzen sein Anliegen formulieren.

  9. Halllo sagt:

    Mit allen Respekt Herr Pater. Gott segne Sie! Amen.

  10. Peter Lehmann sagt:

    Möge diesem Papst ein langes Leben mit hoher Gestaltungswirkung ohne Abkehr von seiner Demut beschieden sein.

  11. Dolorus sagt:

    Hallo Pater Hagenkord,
    das was Papst Franziskus hier macht, nennt man “Repräsentation des eigenen Verantwortungsbereiches nach Außen”.
    Nicht gewusst?
    Ein sehr schlauer, gebildeter Fachmann und Kenner der Grundsätze der modernen Führungslehre.
    In gleicher Weise wendet er auch den Grundsatz der “Repräsentation seines Verantwortungsbereiches nach Innen” an.
    Durch seine Predigten und Vorgehensweisen zeigt er seiner Kirche nach innen, also seinen Gläubigen Christen, einschließlich Bischöfen, Priestern und Ordensleuten, wie er sich gelebte Kirche vorstellt und begründetet seine Aussagen anhand der Hl. Schrift und der Lehre des “Jesus der Christus”.
    Eben ein gläubiger Christ mit Ecken und Kanten, aber auch mit Herz und liebevoll zärtlicher Verantwortung, so wie es unter Gläubigen sein muss.
    Dabei ist er sich nicht zu schade, theologische Aussagen seines Vorgängers Papst Benedikt XVI em. zu schätzen, zu würdigen und in seine Überlegungen und Aussagen dankbar mit einzubeziehen.
    So hat er neben dem Dreifaltigen Gott auch im Vatikan mindestens einen guten Freund, unser Papst Franziskus.

  12. Chrisma sagt:

    Mein Lebensumfeld ist „gemixt“ ich habe Freunde die anderen Religionen angehören oder auch Atheisten, Agnostiker sind. Dieses Gespräch ist eine große Freude für mich und meine Freunde. Klar habe ich das Gespräch weiter geschickt und wir sind noch damit beschäftigt (auch das „Jesuiten-Gespräch“) zu lesen und zu diskutieren. Seine klare Aussage zum Proselytismus hat uns allen sehr gut getan. Ein Dialog ist wieder aufgenommen worden, der eingeschlafen war und zu oft mit dem Führungsanspruch, dem „alleinseeligmachenden“ Anspruch übertönt wurde. Mit seinen Worten zur Theologie der Befreiung hat er mir aus der Seele gesprochen, ach ich könnte endlos zitieren… Dazu ist er noch humorvoll, ohne Zeigefinger…… Auch ich bete für diesen Papst, möge er uns lange, lange erhalten bleiben und in Atem halten.

    • Peter Lehmann sagt:

      Ja vielleicht können unsere Fürbitten ihn stärken. Er ist einfach unglaublich -unglaublich furchtlos-. Aber er ist ganz offensichtlich auch ein Mensch aus Fleisch und Blut und damit sterblich. Es ist schwer vorstellbar, dass er nicht auch sehr mächtige Gegenspieler hat, denen er immer wieder auf die Füße (in den Hintern) tritt.

  13. AM sagt:

    Alles ist und wird gut, was der Papst “anfasst”  🙂 Ein Gedanke begleitet mich trotzdem. Wie will Papst Franziskus das Umdenken in den eigenen Kirchenkreisen anleiten? Wie kann man das “Gelernte” und daraus das Ergebnis der Überzeugung und des Handlung ändern? 
     Es wird wahrscheinlich nicht einfach und bei einigen gar nicht gehen, denke ich mir.
    Es gibt viele, die die Position des Päpsten richtig verstehen, wie Sie, P. Hagenkord in diesem Fall. Auffallend ist es aber, dass es”zu viele” gibt mind. unter dem Kirchenvolk, die dies umdeuten. Genauso wie andere Worte und Aussagen des Papstes.

    • AM sagt:

      Sorry für die Fehler, es war die automatische Korrektur wieder :(. Schuld liegt aber bei mir. Ich hätte es nochmal vor dem Abschicken lesen können.

  14. Hallo sagt:

    @KRP

    Ich verstehe nicht ganz, warum etwas schwieriger formulieren,
    wenn es einfach geht.

    Aber bitte, das Ganze etwas eloquenter und elaborierter formuliert.

    Wenn hier manche oben genannten Zitate als Provokation auffassen,
    dann frage ich mich, warum eigentlich. Immerhin sind es die
    größten Kirchenlehrer, die derartige Aussagen formulieren.

    Sind die Kirchenlehrer Provokateure?

    Meine Frage an PATER HAGENKORT und andere ist doch ganz einfach:

    Was hält er oder andere von diesen Aussagen der größten Kirchenlehrer?

    Und bitte nicht provoziert fühlen…verstehe ehrlich gesagt nicht,
    warum sich Katholiken und offizielle Vertreter von RADIO VATIKAN

    durch die Aussagen von Heiligen provoziert fühlen sollen.

    Bitte um Antwort. Danke.

    Also ich vertraue Thomas von Aquin, dem heiligen Augustinus und anderen
    genannten Heiligen.

    Und SIE/er KRP???

    • Pater Hagenkord sagt:

      Die Zitate sind keine Provokation, aber sie fallen etwas aus dem Zusammenhang, sowohl aus dem Zusammenhang hier als auch aus den Zusammenhängen, in denen sie stehen. Was ich von den Aussagen “halte”? Das ist viel zu allgemein gefragt.

    • KRP sagt:

      Nicht die Zitate sind das Problem, wie P. Hagenkord geschrieben hat sondern die Art der Kommunikation nicht jedes Zitat passt in jeden Zusammenhang. Und ich bin mir sicher wir haben nichts gegen Heilige. Wie Chrisma schreibt es ist einfach ärgerlich wie Kirchenväter, Kluge Gelehrte herhalten müssen, missbraucht werden.

    • KRP sagt:

      Um Ihre Frage zu beantworten wem ich vertraue – Jesus. Ich habe nichts gegen Kirchenlehrer die mir Jesus nahe bringen.

  15. Chrisma sagt:

    Aber Hallo!!!!zum Video: dem Himmel sei Dank mein englisch/amerikanisch ist für diesen Unfug nicht ausgeprägt genug……Zu ihren Zitaten: ob oder wie viele von uns Gnade vor Gott finden und wann die Stunde kommt liegt nicht in unserem Ermessen. Ärgerlich, sehr ärgerlich finde ich, dass Sie unsere Kirchenväter als Untergangsexegeten mit Deutungshoheit über den Anteil und die Zusammensetzung der evtl. Geretteten, missbrauchen.
    @Pater Hagenkord: manchen Beiträge sind so schlecht dass ich sie noch nicht einmal ignoriere (Zitat nach Pater Hagenkord)

  16. veruschka sagt:

    Mich würde interessieren, was an Kardinal Martini so besonders sein soll? Der wird in der Zusammenfassung des Interviews auf der Homepage von Radio Vatikan immerhin zweimal genannt. Ich habe ihn gegoogelt und herausgefunden, dass er beim Konklave 2005 neben Kardinal Ratzinger große Chancen hatte, Papst zu werden und dass er sehr dafür war, die Kirche zu reformieren (etwa bezüglich den Bereichen Geschiedenenproblematik, dem überzogenen Prunk innerhalb der Kirche und er wollte wohl auch eine Lockerung im kirchlichen Verständnis von Sexualität und wohl noch Vieles mehr herbeigeführt wissen). Ja, gut und dann war er noch einer der obersten Jesuiten und Erzbischof von Mailand.
    War der jetzt ein Freimaurer, oder nicht? Eigentlich dürfen katholische Kirchenmänner doch nicht Mitglied dieser Vereinigung sein, oder?
    Was ich nur etwas seltsam finde, ist folgendes: Wenn jetzt dieser Kardinal wirklich Freimauer gewesen wäre, dann würde doch der Papst nicht so positiv von ihm sprechen, oder?
    Im Interview des Papstes im Flugzeug sprach er sich explizit gegen das Freimauertum (Lobbyismus) aus.
    Also, ich will hier niemanden anschwärzen, aber mich würde einfach einmal interessieren, wie das jetzt genau geregelt ist mit den Freimaurern und der katholischen Kirche. Die Freimaurer ihrerseits betonen ja immer ihren großen Gottesglauben (also den Glauben an den “obersten Baumeister aller Welten”).
    Ich meine, ich kenne da, glaube ich, jemanden, der ein sehr religiöser Mann ist, aber wohl auch Freimaurer… und da frag’ ich mich schon, wie das zusammen passen kann.

    • veruschka sagt:

      Naja, und ich kenn’ dann auch noch eine ältere Lady, die auch immer so seltsam zweideutig-sinnreich/ vielleicht auch nur pseudosinnreich? gesprochen hat… und diese Leute habe ich unglaublich gerne gehabt/naja, halt (etwas zu sehr) bewundert. Aber, ich weiß eben nicht so recht, was ich im Nachhinein davon halten soll.
      Darüber habe ich lange Zeit sehr intensiv nachgedacht… aber fragen kann ich diese Menschen einfach nicht mehr.
      Mir würde es einfach helfen, zu wissen, was die Kirche über die Freimaurer so denkt.
      Gibt es da einen empfehlenswerten Text?

    • Chrisma sagt:

      Diese Unvereinbarkeit wurde vom päpstlichen Lehramt seit dem frühesten Auftreten der Freimaurerei in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts festgelegt und begründet. Eine Verurteilung der Logenideologie, die seit dem ältesten päpstlichen Dokument dazu aus dem Jahr 1738 bis zum heutigen Tag ohne Unterbrechung gilt. Das jüngste Dokument gegen die Freimaurerei stammt von der Glaubenskongregation unter der Leitung von Joseph Kardinal Ratzinger vom 26. November 1983. Am 26. November 1983, einen Tag vor dem Inkrafttreten des novellierten CIC, veröffentlichte die Glaubenskongregation am 26. November 1983 die vom damaligen Präfekten Joseph Kardinal Ratzinger unterzeichnete und von Papst Johannes Paul II genehmigte Erklärung Declaratio de associationibus massonicis (‚Erklärung zu den freimaurerischen Vereinigungen‘) Die Erklärung bestätigt nicht nur die Feststellung der Deutschen Bischofskonferenz vom Mai 1980 und stellt dazu fest: „Das negative Urteil der Kirche über die freimaurerischen Vereinigungen bleibt also unverändert, weil ihre Prinzipien immer als unvereinbar mit der Lehre der Kirche betrachtet wurden, sondern spricht sogar eine „Strafbewehrung“ aus: „Die Gläubigen, die freimaurerischen Vereinigungen angehören, befinden sich also im Stand der schweren Sünde und können nicht die heilige Kommunion empfangen. Aus Sicht der Freimauerer gibt es die sog. Lichtenauer Erklärung. Soweit so gut. Ich habe mich mit dem Thema so gut wie gar nicht beschäftigt, glaube aber das Papst Franziskus in seinem Gespräch mit den Journalisten mit Lobbyismus nicht unbedingt Freimaurer meinte sondern einfach Lobbyismus…… Und eines ist so klar wie Klossbrühe: Kardinal Martini war garantiert kein Freimaurer. Er war ein weltoffener Jesuit und hat sich den Themen der Welt gegenüber offen gezeigt hat.

      • veruschka sagt:

        Liebe Chrisma,
        dann ist ja alles klar. 🙂 Vielen Dank für diese Informationen.
        Gut, dass hier alle meine Fragen immer so sachkundig beantwortet werden.
        Nun hoffen wir mal, dass es der lieben Frau Brückner – der anderen Anlaufstelle für mich – gut geht!
        Lieben Dank und bis demnächst!

  17. Chrisma sagt:

    @Hallo provoziert fühle ich mich in keiner Weise. Übrigens vermisse ich ein angekündigtes Zitat von Thomas von Aquin???Diese Aussagen unserer Kirchenväter in einen Zusammenhang mit diesem You Tube Link zustellen ist unredlich. Zum Augustinus-Zitat – dem von uns katholischen Menschen tief verehrten Lehrer unserer Kirche-: wir wissen, dass er der einfachen Prädestinationslehre nachging, Thomas von Aquin modifizierte das. Insgesamt schmälert dies, die für uns wichtige Lebensarbeit des Heiligen Augustinus nicht. Die Inhalte des You Tube Link haben ihren Ursprung in der doppelten Prädestinationslehre Calvins, die nicht Bestandteil unserer Religion ist. Die katholische Kirche lehnt eine Lehre ab, wonach Gott durch einen Willensakt Menschen zur Verdammung vorherbestimmt habe: „‚Der allmächtige Gott will, daß alle Menschen ohne Ausnahme zum Heil kommen, auch wenn tatsächlich nicht alle gerettet werden. Daß die einen gerettet werden, ist Geschenk des Retters; daß andere verlorengehen, ist die Schuld derer, die verlorengehen‘ (DS 623; vgl. 1567; NR 835). Wir können uns also entscheiden. Die Gnade Gottes, seine Barmherzigkeit (die wir in ihrer Größe und Unendlichkeit nicht erfassen können) schützt uns, leitet uns. Wie seine Entscheidung am jüngsten Tag ausfällt, ist seiner Gnade anheimgestellt. In diesem Zusammenhang sehe ich eben das Zitat des heiligen Alphons Maria von Liguori. Die Überlegungen des Heiligen Johannes Chrysostomus sind berechtigt. Es gibt keinen Automatismus nachdem Priester, Bischöfe, Kardinäle und auch Päpste „in den Himmel“ kommen. Es gilt das oben gesagte. So gesehen kann ich mit diesen Zitaten sehr viel anfangen.
    Schlußendlich möchte ich Ihnen noch die Enzyklika von Benedikt 16 em „Deus caritas est“ ans Herz legen: sie beschäftigt sich mit der Liebe Gottes zum Menschen und der Antwort des Menschen darauf sowie mit der Liebe zwischen den Menschen. Die Liebe Gottes ist immerwährend. Ihnen einen gesegneten Sonntag und Maria’a Schutz

  18. Hallo sagt:

    @Pater Hagenkord

    Ist schon in Ordnung. War auch nur eine Frage.
    Gottes Segen für Sie.

    @KRP

    Aus dem heutigen Evangelium als Anregung

    Mt 11, 25
    Du hast all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber hast du es offenbart

    + Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

    “In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.

    …”

    @Chrisma

    Danke für die unten stehende Antwort. Vergelts Gott. Wirklich.

    Mich hat die Frage einfach beschäftigt. Und mich hatte interessiert, wie andere diese Aussagen sehen. Mich interessiert einfach nur der Glaube. Und ich möchte auch ein Heiliger werden…ich weiss, das klingt hier in diesem Medium wieder wie eine Provokation…oder vielleicht doch nicht? Ich bin jedenfalls noch weit davon entfernt. Ich persönlich mag unseren heiligen Vater.

    Er ist einfach. Wenigstens scheint es so. Ebenso waren es der heilige Franziskus, der heilige Pfarrer von Ars.

    Einen gesegneten Sonnatg allen.

  19. Burkard Mütsch sagt:

    Ich frage mich in der Tat, warum er nicht zuerst mit seinem Radio spricht, und ich finde das in der Tat unverständlich, und dagegen Ihre erste Reaktion völlig verständlich.
    Sehr eigenartig, dass Papst Franziskus gerne und wiederholt und in aller Öffentlichkeit seine eigenen Leute düpiert.

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