Zwei neue deutsche Kardinäle

Erzbischof Rainer Maria Woelki im Interview

Erzbischof Rainer Maria Woelki im Interview

Herzliche Glückwünsche an Erzbischof Rainer Maria Woelki und Pater Karl Josef Becker SJ: Sie werden am 18. Februar zu Kardinälen erhoben. Pater Becker, der schon über 80 Jahre alt ist und deswegen an einer eventuellen Papstwahl nicht mehr teilnehmen darf, wird damit für sein Wirken gewürdigt, zuletzt in den Gesprächen mit der Piusbruderschaft, an denen er als Vertreter des Vatikan teilnahm. Er ist Dogmatikprofessor und hat bis zu seiner Emeritierung an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom gelehrt.

Erzbischof Woelki wird mit seiner Erhebung der jüngste Kardinal der Kirche. Berlin ist ein Bistum, das traditionell von einem Kardinal geleitet wird. Dass die Erhebung so bald nach der Ernennung zum Bischof kommt, ist sicherlich als Zeichen der Wertschätzung sowohl für Erzbischof Woelki als auch für die Kirche in der Hauptstadt und dem ganzen Erzbistum zu werten. Papst Benedikt XVI. hatte ja bereits während seiner Reise in Erfurt und auch in Berlin ausdrücklich diese Kirche gewürdigt, die Erhebung Erzbischof Woelkis ist sicherlich auch in dieser Hinsicht zu verstehen.

Einen herzlichen Glückwunsch an die neuen Kardinäle und auch die anderen, deren Erhebung an diesem Freitag vom Vatikan bekannt gegeben wurde. Das Konsistorium, bei dem die Erhebungen stattfinden werden, soll am 18. Februar sein.

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12 Kommentare zu Zwei neue deutsche Kardinäle

  1. Annemarie Wachsmann sagt:

    und der coolste ist der berliner, ich hab ihm schon gratuliert. juchhuuuuuu. danke, heiliger vater..

  2. Petra Krafft sagt:

    Herzlichen Glückwunsch nach Berlin für den Erzbischof, ganz Berlin und Deutschland

  3. Annemarie Wachsmann sagt:

    Pardon, vor lauter Woelki Jubel habe ich nicht gesehen, dass der andere Auserwählte ein Jesuit ist. Das ist genauso wichtig. Herzlichen Glückwunschen an beide.

  4. Möge Kardinal Wölki in seinem Lebensstil und seinem caritativen Engagement genauso bescheiden bleiben, wie es Erzbischof Wölki zur Zeit ist, dann kann er durchaus Zeichen setzen.

    • Annemarie Wachsmann sagt:

      Silvia, er ist großzügig im ignatianischen Sinne. Heute Abend war ich im Pontifikalamt. Sämtliche himmlischen Heerscharen hatte Woelki am Altar versammelt, er hat sie einfach eingeladen. Die Priesteramtskandidaten, alle erwachsenen Messdiener weiblich und männlich und zig wer weiß was..Applaus noch und noch am Ende zum Kardinal, den Kindern hat er die Hand gegeben und gepredigt hat er..zum Weinen schön war das. Über Liebe statt Gleichgültigkeit, dass wir uns mehr über Gott unterhalten als mit ihm, dass wir auf dem Weg zu Christus uns schon mal einsam fühlen, Berater suchen, keine oder die falschen finden. Dass mit Christus die großen Fragen des Lebens nicht beantwortet werden (Krankheit und Tod), aber man geht anders an sie heran. Und zum Schluss der Predigt hat er das Gebet von Ignatius von Loyola gebetet: Nimm hin, o Herr, meine ganze Freiheit. “Nimm an mein Gedächtnis, meinen Verstand, meinen ganzen Willen. Was ich habe und besitze, hast du mir geschenkt. Ich gebe es dir wieder ganz und gar zurück und überlasse alles dir, dass du es lenkst nach deinem Willen. Nur deine Liebe schenke mir mit deiner Gnade. Dann bin ich reich genug und suche nichts weiter.” Das hat er so hingebungsvoll gesprochen, dass wirklich Stille in der Kathedrale war.Da muss man sich nicht fragen, ob er bescheiden bleibt.

      • Das klingt schön. Scheint so, als ob wir da einen ganz besonderen Menschen als Kardinal bekommen.

        Mich beeindruckt ja vor allem sein bescheidener Lebensstil und sein caritatives Engagement, auch dass er keinerlei Berührungsängste im Umgang mit den unterschiedlichsten Menschen zu kennen scheint.

        Ich wünsche ihm jedenfalls alles Gute zu seiner Ernennung.

        • Annemarie Wachsmann sagt:

          Ja, Gottesdienst im Gefängnis, Besuch bei den Roma.In der Predigt am Freitag hieß es noch, Gott ist auch bei denen, die widerlich zu uns sind.Trotzdem gibt es noch Zeitgenossen, die nicht klar kommen mit ihm, weil sie selber Berühungsängste haben. Er ist niemand, der drauflos prescht..aber wenn er merkt, dass er ein postives Echo findet, geht er auf die Leute zu. Ich hab das ja selber erlebt. Und seine gehaltvollen Predigten sprechen Bände..immer angepaßt an die, zu denen er spricht. Im Pontifikalamt geht es zur Sache, wie man am Gebet des hl Ignatius erkennt. Das ist nicht jedermanns Geisteshaltung.Ich hatte das mal in den 4 wöchigen Exerzitien..ich finde die letzten beiden Sätze so wunderbar, dass ich mit dem Anfang nicht mehr so die Probleme habe:Nur deine Liebe schenke mir mit deiner Gnade.Dann bin ich reich genug und suche nichts weiter.

    • Annemarie Wachsmann sagt:

      Sollte Rainer Maria Kardinal Woelki in Richtung Obere Zehntausend “absacken”, werde ich ihn weiterhin lieben.Gemäß 1 KOR 13.

  5. LuckyLuke sagt:

    Das macht dann zusammengerechnet neun deutsche Kardinäle, oder? Eine stattliche Zahl!
    Glückwünsche an den Ordensbruder!

  6. Annemarie Wachsmann sagt:

    das interview gestern abend im rbb dürfte auch den letzten rest der menschheit überzeugt haben.woelki, der menschenfreund, der es zudem noch versteht, die äusserungen seiner hohen mitbrüder gut zu kommentieren.

  7. Annemarie Wachsmann sagt:

    herzerfrischend die rede des bald-kardinals ans volk, auf der hp des erzbistums berlins zu lesen..

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