Diaspora 3: Kultur als Weg zum Glauben ?!

Sachsens Ministerpräsident Tillich in Rom

Stanislaw Tillich, Ministerpräsident Sachsens

Der Osten Deutschlands ist weltweit am weitesten ‚entglaubt’. Das sagt eine Studie der Universität Chicago. Das sei verständlich, sagten mir heute Mittag unisono der Diözesanadministrator des Bistums Dresden Meißen, Michael Bautz, und der Bischof von Görlitz, Wolfgang Ipolt. Schließlich sei das Land durch zwei Diktaturen gegangen. Da sei es schwer, als Bischof für alle da zu sein, auch wenn das zur Aufgabe gehöre, so Ipolt.

Christ zu sein sei diskriminiert oder belächelt worden, fügte in einem Pressegespräch der Ministerpräsident Sachsens, Stanislaw Tillich an. Aber gerade dieser Landstrich stellt das Orchester, das ausgerechnet in Rom dem Papst zum Geburtstag ein Konzert ausrichtet. Wie geht das zusammen?

Ministerpräsident Tillich betont den Weg der Kultur. In einem anderen Blogeintrag habe ich ja bereits meine Zweifel an diesem Weg geäußert, aber vielleicht liege ich ja auch falsch:

„Wir hatten unlängst die Ausstellung der Madonna von Foligno und der sixtinischen Madonna in der sächsischen Gemäldegalerie. Allein in vierzehn Tagen sind 200.000 Menschen gekommen, um sich diese zwei Gemälde anzusehen. Jeder, der vor diesen Gemälden steht, fragt sich, was der Künstler mir mit diesem Gemälde sagen will. Ich glaube, dass das ein wunderschönes Signal ist, dass Menschen anders als die Statistiken es sagen sich dafür interessieren, was ihr Leben bestimmt hat. Ich denke, dass der Weg zum Glauben auch durch Kunst beschritten werden kann.“

Genau hierzu leiste das Konzert in Rom einen Beitrag:

„Mendelsohn hilft, 800 Jahre Thomaner in Leipzig helfen. Gerade in der Erinnerung und der Bewahrung dieser kulturellen Traditionien steckt ja eine Stärke, ohne Vergangenheit keine Zukunft. Deswegen glaube ich, dass gerade die Menschen in unserem Landstrich auch von heute von diesem Konzert profitieren werden, dass diejenigen, die an Gott glauben, sich bestärkt fühlen und die anderen neugierig werden.“

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51 Antworten auf Diaspora 3: Kultur als Weg zum Glauben ?!

  1. Monika sagt:

    Ich finde, die Kunst bzw. Kultur ist ein
    sehr schöner Weg zum Glauben.
    Musik und Malerei kommen aus dem Herzen.
    Sie sprechen die Seele an.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Ignatius von Loyola würde sagen..er h a t gesagt: Gott in allen Dingen.-Das war dann auch Thema der Abschlussrede beim Benefizkonzert des Canisius Kollegs: Gott in allen Dingen, besonders in der Musik.

  2. Monika sagt:

    Hier ist noch ein schönes Zitat von Albert Einstein:

    Das Schönste, was wir erleben können,
    ist das Geheimnisvolle.
    Es ist das Grundgefühl, das an der
    Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft
    steht.
    Wer es nicht kennt und sich nicht mehr
    wundern, nicht mehr staunen kann,
    der ist sozusagen tot
    und sein Auge erloschen.

  3. Monika sagt:

    Ich persönlich liebe die Kunst bzw. Kultur sehr.
    Hier ist noch ein schönes Zitat von Albert Einstein:

    Alle Religionen, Künste und Wissenschaften
    sind Äste des gleichen Baumes.
    Alle diese Bestrebungen sind darauf gerichtet,
    das menschliche Leben zu veredeln.

  4. Peter Lehmann sagt:

    Warum hat Gott die Welt geschaffen? Hatte er einfach nur lange Weile?

    • Teresa_von_A. sagt:

      Aus Liebe hat Gott die Welt geschaffen. Wer liebt, fragt nicht, ob es sich lohnt..zu lieben, zu schaffen…fragt nicht, ob er etwas zurückbekommt, ob er belohnt wird von seinen Geschöpfen.Liebe ist absichtslos und grund-los.

  5. Monika sagt:

    Das Leben selbst ist die Kunst des Liebens.
    Mutter Teresa hat einmal gesagt:

    “Wir leben, um zu lieben
    und um geliebt zu werden.”

    Sehe ich genauso. Und:

    “Das Leben ist das Leben
    – verteidige es!”

  6. Monika sagt:

    Man könnte es auch noch genauer sagen:

    Das Leben ist die Kunst, das Lieben zu lernen.

    Hierzu noch ein Zitat von Erich Fromm:

    “Das Leben selbst ist eine Kunst
    – in Wirklichkeit die wichtigste
    und zugleich schwierigste und
    vielfältigste Kunst, die der
    Mensch ausüben kann.
    Ihr Gegenstand ist nicht diese
    oder jene spezielle Verrichtung,
    sondern die Verrichtung des Lebens
    selbst, der Entwicklungsprozeß auf
    das hin, was der Mensch potentiell ist.
    Bei der Kunst des Lebens ist der Mensch
    sowohl Künstler ala auch der Gegenstand
    seiner Kunst.
    Er ist der Bildhauer und der Stein,
    der Arzt und der Patient.”

    Ja, es geht darum, das Lieben zu erlernen,
    lieben zu können ist wohl die größte Kunst.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Monika, den besten Satz aus Kunst des Liebens nenne ich den, wo es heißt, nicht fragen, ob XY mich liebt, sondern ob i c h XY liebe. (frei wiedergegeben)

  7. Peter Lehmann sagt:

    Ich meine nicht ob es sich für Ihn gelohnt hat. Ich meine wie ist er darauf gekommen eine Welt zu schaffen ? Aus Liebe zu wem ? Es gab Ihn nur allein. Brauchte er ein Spielzeug ?

  8. Peter Lehmann sagt:

    Gott, so wie Ihr Ihn versteht und wie ihr Ihn mit der Bibel aufgetischt bekommt und nachplappert, kann die welt nicht aus Liebe geschaffen haben. Er will eine Belohnung. Er will Eure Liebe und Er droht sogar damit, am Ende jene zu bestrafen, die Ihn nicht Lieben. Ist Strafe die Sprache eines Liebenden ?

  9. Monika sagt:

    Nein, Gott brauchte kein Spielzeug,
    sondern ein Gegenüber, einen Partner,
    mit dem Er seine große Liebe teilen kann.
    Weil Gott die Liebe ist und die Liebe
    sich selbst sucht und immer größer
    werden will hat Gott die Welt und den
    Menschen erschaffen. Weil Er Liebe ist.
    Die Liebe will immer mehr und wachsen.
    Das ist das Geheimnis von Gottes Liebe.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Monika:Wenn man die Liebe begreift, begreift man, warum Gott erschaffen hat..Mensch, Tier, Pflanzen. Engel und so weiter.

  10. Monika sagt:

    Die Liebe belohnt sich selbst, indem sie sich
    selbst sucht. Das ist der natürliche Vorgang
    des Liebens. Ich frage dich: Was ist schlimmer
    – Gottes Liebe zurückweisen oder für diese
    Zurückweisung der Liebe “bestraft” werden?
    Gott mahnt, die “Strafe” ist nicht das letzte Wort.
    Ich spreche aus eigener Erfahrung: Die Liebe ist
    immer größer, sie gewinnt immer und ist das Erste
    und das Letzte. Die “Strafe” ist sozusagen nur
    ein Schritt hin zur Liebe, eine Hin-Weisung.
    Es gibt einen schönen Psalm zur Sündenvergebung:
    Psalm 32,8:

    “Ich will dich unterweisen
    und dir den Weg zeigen,
    den du wandeln sollst.
    Ich will dich mit meinen Augen leiten.”

    Es geht um die Verwandlung. Die Liebe will sich
    selbst und die Ablehnung Gottes ist die Ablehnung
    der vollkommenen Liebe – die größte Strafe überhaupt.

  11. Teresa_von_A. sagt:

    Zurück zum eigentlichen Thema. Kunst als Weg zum Glauben. Der Künstler ist ebenfalls Schöpfer.Der Maler, der Bildhauer.Ich habe einmal eine Ausstellung gesehen, in der wurden Buddhastatuen gezeigt. Beeindruckende Stille war in den übervollen Räumen.Die Statuen haben gelebt.Wenn zum Beispiel ein Maler ein Bild erschafft..entstehen läßt.. Er zwingt dem Bild nicht seine(des Malers) Form auf,(das fand ich in Malkursen immer so entsetzlich, dass die meisten Teilnehmer eher sich selber gemalt haben.Ihre Probleme), sondern läßt das Bild auch nach dessen eigenen Gesetzen entstehen. Wie Gott seine Schöpfung auch nach ihren freiheitlichen eigenen Gesetzen entstehen läßt immer wieder neu.Die Evolution zeigt es.Der Mensch weiß das aber nicht zu schätzen. Sondern macht Gott verantwortlich für alles, was nicht so funktioniert und nicht so schön aussieht.

  12. Monika sagt:

    Jede Geschichte – und sei sie noch so
    schrecklich und unverständlich –
    ist Heils-Geschichte.
    Am Ende steht immer das Heil.
    Die Liebe ist das Größte.

  13. Peter Lehmann sagt:

    Mit dem Glauben an die Liebe komme ich ja nooh klar. Aber es sind gerade die wie auch immer Gottgläubigen, die in ihrer “Borniertheit” uenendlich viel Hass und Elend verursacht haben und verursachen. Hass von “Christen” auf “Muslime” und umgekehrt. Hass von “Christen” auf Heiden usw.. Immer sollen andere mit Gewalt (soll das Liebe sein) bekehrt werden.
    Es gibt Parteien in Deutschland die führen ein C im Parteinamen. Diese Parteien sehen sich als Aufangbecken für “Christen”. Aber gerade diese Parteien sind ganz vorne bei Beschlüssen zur militärischen Beteiligung der Deutschen bei Natoeinsätzen. Und diese Parteien decken und unterstützen Rüstungsfirmen und Rüstungsexporte. Soll das Liebe sein? Und die Christen lehnen sich nicht gegen diesen Etikettenschwindel auf und beantragen nicht, daß das führen des C diesen Parteien verboten wird. Wo ist die Nächstenliebe? Wenn dich einer schlägt, so halte ihm auch die andere Wange hin. Du sollst nicht töten. Wo sind denn all die liebenden Gläubigen, wenn es an den eigenen Vorteil geht.
    Und ein allmächtiger Gott könnte Frieden schaffen. Aber er tut es nicht. Dann sind wir plötzlich wieder selbst in der Verantwortung. Aber wir haben keine Chance gegen das Gottbestimmte Schicksal. Petrus hat Jesus dreimal verleumdet. Er hatte keine Chance, wenn der Cheff die Entscheidung trifft. Auch Judas hatte einfach keine Möglichkeit anders zu handeln. Wie soll er gegen Gottes Entscheidung handeln? Das ist unmöglich. Aber er wird als der Böse dargestellt. Dabei hat Gott es so bestimmt.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Die Welt ist nicht böse, weil es keinen Gott gibt,der allmächtig eingreift, sondern weil es zuviele böse Menschen gibt.Wie stellen Sie sich das mit dem Eingreifen Gottes vor?Welche Rolle hat der Mensch dann?

  14. Peter Lehmann sagt:

    Es gibt keine andere Möglichkeit. Wenn es einen Gott gibt, dann ist er für ALLES was hier geschieht verantwortlich. Alles ist Gottes Wille, der geschehe. Wie im Himmel, al so auch auf Erden.

  15. Teresa_von_A. sagt:

    Ein Gott nach menschlichen Vorstellungen..m u s s alles mögliche können und machen und tun.Und wie ist es mit der Freiheit des Menschen? Gott greift mehr ein, als Sie denken.Und weniger.Anders als Sie denken.Ü b e r Gott reden und nachdenken bringt nicht weiter. Sich auf ihn einlassen. Absichtslose Meditation. Kontemplation. Wenn Sie das nicht wollen..man muss sich direkt mit ihm befassen.Dann versteht man ihn.Aber bis zum Letzten auch nicht. Will ich auch nicht und muss ich auch nicht. Ein Weg ist das. Ein Lebensweg.Das Theologiestudim hat schon 5 Jahre gedauert.Das Leben ist meist noch länger.(Lassen Sie mal Judas sein. Bibel ist Glaubensgeschichte.)

  16. Teresa_von_A. sagt:

    wie gesagt, herr lehmann, gott direkt suchen und nicht über das, was xy oder irgendwelche bibelstellen sagen.die spd hat auch inzwischen aus versehen ein s vorne.dass es im sozialismus einige gab, die gleicher waren als andere, wissen sie auch.wenn sie mit kirche nichts anfangen können, dann auch strenggenommen mit staat nicht. die frage ist für mich, was sie eher suchen: einen beweis dafür, dass es keinen gott gibt, oder ob sie gott suchen? die bibel muss man insgesamt lesen, nicht einzelne kapitel herausnehmen. ob ein atheist mit diesem buch, das glaubenszeugnis ist, klarkommt? ich denke, das wird schwierig.er wird sich an einzelnen ungereimtheiten stoßen.

  17. Peter Lehmann sagt:

    Werte Teresa_von A. Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich werde mich damit näher befassen und versuchen zu verstehen. Meiner Meinung nach genügt es einfach nur mitfühlender Mensch zu sein und zu versuchen sich in andere Menschen hinein zu versetzen. Es ist nur so deprimierend all die Gewalt, die Lügen und die Ungerechtigkeiten zu sehen und die eigene Ohnmacht.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Meine Rede seit 14/18..Herr Lehmann. Ich denke, es geht jeder seinen Weg..und wenn dieser Weg mit Überzegung gegangen wird und Mitfühlen, und Liebe zumindest zum Ziel hat, ist er richtig.So ohnmächtig sind Sie nicht, es sei denn, Sie wollen die Welt verändern. Das Salz der Erde und das Salz in der Suppe des Nachbarn(die nötige Menge)..der Nachbar freut sich. Und Sie auch. Salz der Erde können nur viele Menschen zusammen sein.Lesen Sie vielleicht nicht soviel Zeitung. Die Medien konzentrieren sich auf das Negative.

  18. Peter Lehmann sagt:

    Natürlich kann man die Augen verschließen und sich taub stellen und heute Feiern als wenns kein Morgen gibt, während im Hintergrund schon die Kanonen donnern. Ob mit Gleichgültigkeit jedoch irgend jemandem geholfen ist oder irgend etwas verändert werden kann ? Wir müssen als Menschheit doch mehr drauf haben als uns ständig an die Gurgel zu gehen. Ob da ein, nimm es hin wie es ist, genügt? Ich bin inzwischen 52 und würde immer noch liebend gern die Welt verändern.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Sie sind also erst 50 plus und noch jung. :-)Die Welt verändern wollte ich auch immer ;-), da braucht man Gesinnungsgenossen, sonst werden höchstens Sie vorzeitig ins Gras beissen. Die Welt besteht nicht nur aus Unflat.Wenn man sich mit bestimmten Projekten befaßt, hat man allerdings schon mal den Eindruck, dass mehr als sich an die Gurgel gehen nicht drin ist. Ich habe lange im Tierschutz gearbeitet.Da wird man, wenn man nicht aufpaßt, zum Menschenhasser.Mit behinderten Kindern habe ich lange gearbeitet ehrenamtlich.Und im Pflegeheim. Ehrenamtlich..auch da..faßt man sich an den Kopf und wie diese Probleme gelöst werden sollen, wissen wir. Ich denke immer, ein religiöser Mensch hat den längeren Atem. (Nicht Gott und Religion mit Kirche verwechseln, Herr Lehmann.) Religiös ist sicher auch nicht, den Katechismus auswendig lernen und andere damit überschütten.Für mich ist das immer der Bezug zu Gott und Jesus Christus.Ob nun einer so oder so diesen Glauben auslebt, ist sicher sekundär.Nächstenliebe zählt. Zum Thema Welt verändern: das ist natürlich interessanter, als mal seinem Nachbarn eine Suppe zu kochen. Das sieht nämlich keiner.Wenn jeder da mithilft,wo er Unglück vor der Nase hat, ist viel getan.Bundesverdienstkreuze für spektakuläre Hilfsaktionen einzelner sind fehl am Platz. Die kleinen Sachen sind ebenso wichtig.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Nimm es hin ..ist nicht empfehlenswert.Aber einseitige Sicht der Dinge auch nicht.Da resigniert man dann eher.

  19. Peter Lehmann sagt:

    Die Welt verändern ist eigentlich falsch. Die ist so schan ganz in Ordnung. Es geht mir darum das Miteinander, die Gesellschaft zu verändern. Da geb ich mir in meinem Umgang mit anderen viel Mühe. Zugegeben, es gelingt leider nicht immer und schon hat man einen anderen verletzt.
    Sie haben hier nicht jemanden vor sich, der den großen Auftritt liebt. Erstens liegt mir das nicht und ist mir eher peinlich. Das überlasse ich schon anderen. Und zweitens ist mir das viel zu gefährlich. Da verschiebt sich zu schnell der Blickwinkel auf die Dinge.
    Ich würde mich schon einbringen in ein Projekt, dass ehrlich bereit ist die Gesellschaft zum besseren Miteinander zu verändern. Das können aus meiner bisherigen Erfahrung weder die Kirchen noch die vorhandenen Parteien leisten. Übrigens das mit Ihrem S von SPD bessert nicht den Schwindel im C von CDU/CSU. Ich kann mit dem ganzen Spuk wenig anfangen. Ich bin seit langem bekennender Nichtwähler. Das hat mir alles zu viel Sektenhaftes. Nur weil man Parteienpluralismus zulässt und uns ständig erklärt die Bundesrepublik wäre eine Demokratie ist dass nicht zwangsläufig der Fall. Aber das ist ein sehr weites Feld. Ich sehe nur ehrliche Demokratie als erstrebenswert gesellschaftsfähig an. Wenn es eine Truppe gibt, die sich das auf die Fahne schreibt und VORLEBT, dann bin ich dabei.

  20. Teresa_von_A. sagt:

    Mh, Herr Lehmann.Ich denke nicht, dass Sie sich gerne auf dem Präsentierteller bewegen. In BLogs ist man aber drauf. Der eine Leser ist für, der andere gegen einen.Ein vernünftiger Agnostiker wie Sie ist mir immer willkommen. Was ich Ihnen sagen kann, von aussen ändert man nichts. Bekennender Nichtwähler braucht man bei uns in Berlin nicht zu sein. Es gibt hier die Tierschutzpartei. Die bekommen dann wenigstens pro Stimme einen kleinen Obulus. Am besten, Sie fangen wirklich da an, wo Sie etwas vor der Nase oder in der Nachbarschaft haben..da haben Sie dann auch den Überblick.Was die Kirchen angeht: die machen in Berlin Obdachlosenarbeit. Da ist zum großen Teil keine staatliche Unterstützung.Unser Kardinal hat sich gleich um die Roma gekümmert.Als er neu in Berlin war.Dann die kirchlichen Besuchsdienste in Plegeheimen. Habe ich selber mitgemacht eine zeitlang. Ausserdem kümmern sich die Jesuiten um Asylanten. Was natürlich andere Zeitgenossen wieder aufregt. Um Häftlinge und ihre Resozialisation. Ich empfehle die HP von Christian Herwartz und die vom Jesuiten Flüchtlingsdienst. Nicht zu vergessen die Seelsorge. Religiöse Begleitung, alles kostenlos.Ich habe das Vergnügen, einen erstklassigen religiösen Begleiter aus dem Jesuiten Orden zu haben. Dann die online Seelsorge der Jesuiten. update-seele und auf er SJ HP finden Sie auch einige Angebote….

  21. Peter Lehmann sagt:

    Sehr geehrte Teresa_von A
    Die bisher für mich verwertbarste Aussage unserer kleinen Korrespondenz ist Ihre Einstellung zu Spiritualität und Institutionen von Kirche. Wie Sie treffend bemerkten muss dies keine Einheit sein. Da werde ich versuchen einen Weg zu finden. Meditation glaube ich muss ich verdammt schwer erlernen. Ich kann einfach schlecht abschalten. Aber es könnte ein Weg sein. Vielleicht kann ich sogar gläubig werden ? Wer weiß ? Der Weg in eine Kirche ist für mich jedoch zur Zeit sehr schwer vorstellbar.
    Es ist einfach so, dass überall wo Macht ausgeübt wird, diese zu oft missbraucht wird. Sei es in Kirche, Wirtschaft, Parteien oder Staat und leider oftmals selbst in der Familie.
    Bisher legte immer die Macht den Menschen in Ketten. Aber der Mensch muss die Macht in Ketten anlegen.
    Es ist schon sehr stark, dass manche Menschen z.B. wie Sie in Pflegeheimen oder Krankenhäuser arbeiten können. Da, im unmittelbaren Kontakt mit Schmerz und Leid, bin ich immer unglaublich hilflos und mir geht in kurzer Zeit das gesamte Pulver für z.B. ein Gespräch aus. Zum Glück sind nicht alle Menschen so wie ich.

    Gruß PL

    • Teresa_von_A. sagt:

      kein gespräch an betten von sterbenden. oder schwerkranken. ich habe still gebetet. das dauert auch, bis dass die vertrauen fassen. wenn die reden wollen, sagen die ihnen das.am einfachsten sind die dementen zu unterhalten.

  22. Teresa_von_A. sagt:

    Herr Lehmann,guten Morgen. Sie sind mir lieber als so mancher, der mich hier im Blog auf den Scheiterhaufen drängt.Sie reden von sich und hauen nicht mit Parolen um sich.. Meditation fängt so an..körperliche Wahrnehmungsübungen. Wenn Sie mal eine gute Einführung lesen wollen, Franz Jalics, Kontemplative Meditation.Antony de Mello wird Ihnen auch gefallen. . Der Autor Jalics war in den 70 ern Gefangener des argentinischen Regimes. Und erzählt, wie lange er gebraucht hat, um klar zu kommen..aber er ist klargekommen..ein Jesuit. Wenn der Ihnen nicht imponiert, fress ich nen Besen.De Mello war Inder.Auch Jesuit.

  23. Peter Lehmann sagt:

    Eine persönliche Frage sei mir vielleicht erlaubt?
    Sehr geehrte Frau von A. Wir beide scheinen hier den Blog zu vereinnahmen. Das wird mir schon langsam unangenehm. Entschuldigung liebe Mitblogger. Daher meine Frage: Wer sind Sie in diesem Blog? Sie scheinen hier einen hohen Stellenwert zu genießen. Das scheint mir nicht von Ungefähr so zu sein. Dahinter steht offenbar eine sehr starke Persönlichkeit. Ich finde in meinem Umfeld nur sehr selten Menschen, mit denen ich mich so kontrovers und dabei doch produktiv austauschen kann. Deshalb habe ich mich mit ehrlicher Freude daran darauf eingelassen. Ich bin auf diesen Blog nur so im vorbei gehen gestoßen, weil ja der Ostdeutsche an sich das ungläubigste Wesen sein soll. Da hat mich einfach das breite Meinungsbild interessiert. Ich möchte hier keine persönlichen Daten, sondern einfach nur Ihren Bezug zu diesem Blog erfahren. Gegebenenfalls kann man auch an anderer Stelle in Gedankenaustausch bleiben ohne gleich die Mitmenschen zu langweilen.

    • Teresa_von_A. sagt:

      mein bezug zum blog. ich weiß es nicht. krp ist mein bezug zum blog und p. hagenkord.der ist jesuit und ich liebe die ignatianische spiritualität. sie ist mein weg.ich freue mich, dass. p.hagenkord uns alles zusammenstellt.und ganz besonders freue ich mich, wenn er mitblogt.lese selber unmengen.spezialgebiet die mystiker.p. hagenkord wird zeitweilig angegriffen und gibt nicht auf, sowas imponiert mir.mein studienabschluss 1976 theologiediplom katholisch in münster. 1978 staatsexamen in philosophie. reichlich erfahrungen mit anderen religionen, weil ich frage..und höre..als kind habe ich die zeugen jehovas bekehren wollen, wenn sie an der tür standen..ich gehöre auch zur berliner charismatischen erneuerung. habe auch kirchenferne jahre hinter mir.

  24. Teresa_von_A. sagt:

    wir können uns auch bei facebook weiter austauschen.hier darf jeder posten. ich stelle nur fest, sobald es um gott geht..machen sich die aus dem staub, die mich gerne am pranger hätten. und wie sehr wünsche ich mir, dass hier mal jeder frei von der leber weg seine erfahrungen mit gott erzählt.oder mit jesus christus. aber das ist ja privatsache. blogger beschimpfen, nicht. das wäre sehr viel produktiver als diese dauerangriffe weil xy den katechismus falsch zitiert oder die bibel auslegt oder sonstwas gesagt hat..oder es gar wagt, den von gott gegebenen verstand einzusetzen. das problem ist, herr lehmann: der papst will denkende menschen. stellt vieles zur diskusssion, will reaktionen auf seine bücher..der papst ist wissenschaftler.und wird dargestellt als despot. das ärgert mich.

  25. KRP sagt:

    Sie Hr. Lehmann brauchen sich nicht zu entschuldigen ich finde es sehr erfrischend ihre Ansichten zu lesen und stimme T._v._A nur zu in dem was sie so ausführlich ihnen geschrieben hat und wir beide wissen was von was wir schreiben, weil wir uns damit auseinandergesetzt haben und T._v._A ist eine starke Persönlichkeit da dürfen Sie sicher sein.

    • Teresa_von_A. sagt:

      will krp sich nicht mal outen? :-) p. hagenkord ist hier der einzige mit foto und vollem namen.ich bin annemarie wachsmann, stehe aber schon zu oft im internet. meine kinder finden das nicht so gut möglicherweise.

  26. Peter Lehmann sagt:

    Die Entscheidung bezüglich der Anlaufstelle überlasse ich gern Ihnen . Habe ich mit meinem Genörgel den Blog gesprengt und alle Mitblogger vergrault? Das war nicht meine Absicht. Es war einfach nur Neugier. Man sollte schon offen sein für fremde Dinge. Spiritualität ist nicht gerade mein Hauptfach (nur so ganz am Rande). Ich habe z.B. nur mal davon gehört, dass die Hopi Indianer in der Lage sein sollen, die ungemein flüchtigen und terminlich unberechnbaren Momente vollständigen Glücksgefühls in gewissem Maße trainieren zu können, so dass diese Momente häufiger eintreten. Das hat mich schon irgendwie fasziniert. Und auch das Thema Nahtoderfahrung scheint auf ein großes Geheimnis hinzuweisen. Aber ernsthaft habe ich mich leider Auch aus Zeitgründen( kleine Ausrede )nicht damit auseinandergesetzt. Da muss ich erst in mein Muttiheft gucken und meine Hausaufgaben machen.

    Gruß PL

    • Teresa_von_A. sagt:

      vergrault, nein. es fällt mir immer wieder auf, dass bestimmte themen frequentiert werden und andere leer ausgehen. neues thema gebet.mal sehen, was da noch alles kommt. ich kann sie nicht bei fb suchen. ihr name kommt zu oft vor. aber sie mich.ansonsten sollte jeder in der religion seinen weg herausfinden. s e i n e n.gott suchen ist kein pappenstil. wenn man ihn gefunden hat..muss man ihn halten. nicht, weil er sich gerne verzieht. sondern weil wir kein training mehr haben.

  27. Peter Lehmann sagt:

    Das kann nicht sein. Mein Name ist an und für sich schon eher selten. (Hi hi)
    Aber ich glaube Sie können mich nicht bei Facebook finden, weil ich mich da nie angemeldet habe.
    Ich bin übrigens sehr im Weltlichen veankert. Ich habe 1984 in Neustrelitz den Titel eines Tiefbauingenieurs zugesprochen bekommen. 1991 habe ich mich mit meinem Partner selbständig gemacht. Ich habe ca. 10 bewusste DDR Jahre erlebt und inzwischen 20 BRD Jahre und Sie können mir glauben, ich weiß auch wo von ich hier spreche. Und ich glaube man will den Ossis den Teufel mit dem Belzebub austreiben. Oder glaubt wirklich noch irgendein Vernunft begabter Mensch, dass der Anschlag auf die Zwillingstürme ein islamistischer Feldzug war? Aber wo ist die Elite, die auf die Misstände hinweist. Die Avandgarde, z.B. die Musiker, welche die Hallen füllen und die die Chance haben Massen zu erreichen. Da singt ein Grönemeier vom Stuhl im Orbit und unter dem Universum geht es doch schon bei keinem mehr. Aber die Probleme hier? Totentanz. Vollständige Nachtruhe. Vielleicht ein bisschen ein Reinald Grebe hier und ein starker Volker Pispers da. Aber die gesamten gleich-geschalteten Massenmedien unter Kontrolle der USA-Propaganda. Nicht besser als zu Ostzeiten, aber unter dem Mantel einer angeblichen Pressefreiheit getarnt.

    • Teresa_von_A. sagt:

      herr lehmann, ich muss doch sehr bitten ;-). maulkorb..wenn sie alles lesen,was hier gepostet wird, wissen sie es.es gibt neue richtungen in der kirche, die kenne ich von frühr nicht, da wird einem das denken verboten. die feinde der kirche sind innen, nicht aussen, hat der papst nmal gesagt, was immer er damit gemeint hat.zum beispiel bekommt p. mertes sj heute seine belohnung dafür, dass er den mißbrauch an die öffentlichkeit gebracht. und schon regen sich rechtsgläubige kirchenkreise auf..weil er ihrer meinung nach die kirche zugrunderichtet und exkommuniziert werden sollte..da will dann wieder die kreischende minderheit an erster stelle stehen.

      • Peter Lehmann sagt:

        Ich muss mich aufrichtig bei Ihnen entschuldigen. Das war sehr eigennützig. Ich hatte gestern Abend etwas reingestellt und nach gut einer Stunde war es nicht reingestellt/kommentiert. Da habe ich nicht nachgedacht, dass es doch schon reichlich spät war und wie Sie schon sagen, dass Sie offenbar mehr Schafe zu betreuen haben. Das war doch sehr vorschnell von mir. Tut mir Leid.

        Gruß PL

      • Peter Lehmann sagt:

        Bin ja froh, dass Sie überhaupt noch geschrieben haben. Sie brauchen sich nicht zu rechtfertigen. Das ist eindeutig mein Part.

  28. Peter Lehmann sagt:

    Maulkorb erhalten? Wofür?

  29. Peter Lehmann sagt:

    Genau. Mit dem Patriarchat habe ich auch so meine Probleme. Es tut mir Leid. Es tut mir Leid. Es tut mir Leid … .
    Meinten Sie von Franz Jalics “Der Kompentative Weg” ?

  30. Teresa_von_A. sagt:

    sie als mann haben mit dem patriarchat (in der kirche?) probleme? das spricht für sie..ich meine franz jalics,… alle seine bücher sind gut.und die von anthony de mello ebenso.

  31. Peter Lehmann sagt:

    Was ist daran Besonderes. Ich bin halt Demokrat.

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