Fastenexerzitien mit Benedikt XVI.: Immer wieder aus der Mittelmäßigkeit herausreißen lassen

Benedikt XVI. 2012 in Mailand

„Die Erkenntnis unserer Schwachheit und das gläubige Festhalten an der Frohbotschaft Christi helfen uns, in rechter Weise die beginnende Fastenzeit zu leben, in der wir uns darauf vorbereiten, an Ostern die zentralen Geheimnisse unseres Glaubens zu feiern.“ Diese Worte Papst Benedikts XVI. stehen am Anfang unserer Diesjährigen Fastenexerzitien. Nicht im Traum wäre mir bei der Planung und Konzipierung der Sendereihe eingefallen, dass sie mit diesen aufregenden Tagen zusammen fallen würde. Aber: Benedikt XVI. hat sich bewusst die Fastenzeit ausgesucht, seinen Schritt zu vollziehen. Umkehr – das große Thema der Fastenzeit – ist auch eines seiner großen Themen.

 

„Umkehr und Glaube an das Evangelium sind nicht zwei getrennte Vorgänge. Christliche Bekehrung ist nicht einfach ein Moralismus, sondern ist die Hinkehr zu dem, was der Herr uns sagt, ist Glaube an das Evangelium, Hineintreten in die Botschaft des Evangeliums und Sich-umwandeln-Lassen durch das Evangelium. Deswegen ist aber auch die Umkehr nicht ein einmaliger Akt, und dann geht alles gut weiter, sondern ein Prozess, der unser ganzes Leben durchzieht. Immer neu müssen wir uns aus der Mittelmäßigkeit, in die wir immer wieder hinunterfallen, herausreißen lassen in die Größe des Evangeliums hinein, in das eigentliche Maß, das Gott unserem Menschsein zugedacht hat. Der Glaube an das Evangelium führt uns zu der Liebe, die in Christus wirksam wird.“

 

Ab diesem Samstag hören sie jeweils in der Abendsendung eine Folge der Fastenexerzitien. Sie können die gesamte Serie aber auch als CD bekommen,  bitte schreiben Sie uns eine eMail, nach Ablauf der Sendereihe bekommen Sie alle zwölf Folgen.

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9 Kommentare zu Fastenexerzitien mit Benedikt XVI.: Immer wieder aus der Mittelmäßigkeit herausreißen lassen

  1. Teresa_von_A. sagt:

    Mittelmäßigkeit wäre ja noch Fortschritt. Sumpf sehe ich da eher. Wann immer Kirche modern war, war sie ein moralischer Sumpf. Das Evangelium hilft weiter, wenn Jesus nicht aufs Revoluzzerdasein reduziert wird.Es begann mit Maria, die den Willen Gottes in ihr Leben hineingelassen hat und das hatte mehr als nur mal Randerscheinung sein zur Folge. Bis ans Kreuz hat sie ihren Sohn begleitet, der anders war. Jeder, der selber Kinder hat, weiß, was das heißt. Und Jesus hat ebenso den Willen Gottes in sein Leben gelassen.Das war kein Fun,nicht modern, nicht: worauf habe ich denn heute mal Lust? Aber es hat beide stark gemacht.Durchzuhalten. Authentisch zu sein.Jesus am Kreuz war einsam, hat nicht sich gerechtfertigt. Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Da muss man sich nicht drauf ausruhen. Und zur Tagesordnung übergehen.

  2. Teresa_von_A. sagt:

    Das kann nur Papst Benedikt. Diese Katechese. Heute ist ein tränenreicher Tag. Ich bin nicht ruhig und gehe nicht zur Tagesordnung über.Hinter die Kulissen hat er gesehen. Das war noch nie erwünscht.Glaube, nicht Symptome kurieren. Wenn ein Papst aus Lateinamerika kommt, werden wir vielleicht wissen, dass es andere Probleme gibt als äussere Veränderungen. In dem Land geht es meist ums Überleben. Oskar Romero wurde am Altar erschossen, weil er zu den Armen gehalten hat. Wieviele Jesuiten und andere Ordensleute haben dran glauben müssen.Auch Laienkatholiken.

    • Guardianus sagt:

      „Laienkatholiken“? Ich war immer im guten Glauben, dass der „Katholik“ in, mit und durch die Firmung ein mündiger Glaubender geworden ist und auch so „von oben herab“ anerkannt ist, weil so verfügt. Und gerade die Päpste waren und sind es, die den „katholiken“ an diese Mündigkeit erinnern und an deren dami verbundenen Verantwortung vor Gott und allen Menschen. Dass natürlich diese Mündigkeit vielleicht „nur“ auf dem Papier vielleicht steht, das sei dahingestellt. Aber vielleicht muss doch ein Unterschied unter den Theologen gewahrt bleiben zu den „Normalos“ und „No name Katholiken“. Also so weit ich im Glauben gelehrt wurde, macht Gott solche Unterschiede nicht.

      • Teresa_von_A. sagt:

        Ja, Guardianus, jedes Sakrament hat seine eigene Bedeutung. Und Sie entmündigen andere. Laien und Priester und Ordensleute. Ob Sie das nun begreifen, oder nicht. Geweiht und nicht geweiht und alle sind gefirmt, aber Firmung ist das Bekenntnis zur Kirche,keine Priesterweihe. Sie haben lange Ihre eigene Kirche gegründet. Schön für Sie.Ich bin keinen NO Name Katholikin. Ich bin nicht geweihte Diplomtheologin.Habe nicht den Eindruck, dass mir etwas fehlt.

      • Teresa_von_A. sagt:

        Guardianus: Ihr großes und sicher unlösbares Problem ist, dass Sie alles durcheinander werfen. Kirche, Gott, Priester, Laie, Laientheologen, ausgetreten und in der Kirche. Und alles wird als Gott hat aber und Gott macht nicht..darum geht es nicht. Und das Weihen ist auch nicht spezifisch katholisch. Das gibt es in der vielgeschmähten Esoterik, die oft sehr viel mehr Sinn für Heiliges hat als Katholiken..

        • Guardianus sagt:

          Teresa_von_A.: sagen wir es mal so: es gibt kein unlösbares Problem. Und eine eigene Kirche habe ich auch nicht gegründet, das würde ich niemals wagen, wo es uns doch allein um Sein Reich und um Seine Gerechtigkeit gehen soll: ich nichts hinzufügen oder wegnehmen darf…wo eben einzig und allein die Liebe -Gott- herrschen soll, die Liebe das tägliche Brot ist: eben Sein wahrer Leib und Sein wahres Blut. Erlauben Sie mir Ihnen sagen zu dürfen, dass ich diese Liebe bei Ihnen doch etwas vermisse. Hierin sollten wir nicht fasten.

        • Guardianus sagt:

          ….und wenn uns von den Theologen gesagt wird, dass Gott der ganze Andere immer wieder für uns ist, dann Teresa, muss ich auch anfangen ganz anders zu denken und darin eben auch alles Bisherige verlassend.
          Das Anders-Sein Gottes muss unser Motor in der Suche nach Gott sein, weshalb es doch eigenartig ist, dass gerade Sie als Theologin Anstoß daran nehmen. Wenn Sie also Gott in der Kirche suchen, Er aber doch der ganz Andere ist, dann kann und darf ich doch nicht herkömmlich, d.h. traditionell denken und glauben, sondern eben ganz neu wie auch anders als bisher mich aufmachen, diesen Gott auch zu finden. So herrschen in der Kirche neben Sakramente usw…..aber eben auch immer noch der Tod, obwohl diese Kirche den „Leib Christi“ isst und Sein Blut in deren Glauben trinkt, was doch eigentlich -rein logisch gesehen- garnicht sein dürfte, als ob in Jesus Christus der Tod ist, Er nicht den Tod besiegen könnte? In Seinem Reich herrscht nicht das Gesetz der Symbolik, sondern das Gesetz der Wirklichkeit.
          Wenn ich also seitens der Kirche, gerade durch Theologen und deren Weisheiten aufgefordert werde Gott zu suchen, dann nehme ich diese Aufforderung gerne an, wenn auch nicht auf traditionellen Wegen, sondern eben auf immer wieder anderen, weil Er ja auch, so die Obrigkeit der ganz Andere ist. Und das passt offenbar nicht in die bisherige Theologie Roms, obgleich diese mich eben dahingehend lehrt und somit irgendwo und irgendwie ein Widerspruch in sich ist. Da Sie sich zu jenen zählen können und auch dürfen: was will die Theologie – die Kirche eigentlich wirklich? Will sie wirklich Gott finden, der eben ganz anders sein soll – anders als sie selbst, oder will die Kirche Ihn mit und durch Bilder und Symbolen suchen, wie auch an diesen festhaltend und so eigentlich die Suche aufgebend?
          Sicher, die Kirche darf un Freiheit entscheiden, wie diese Gott suchen will, aber der ganz andere Gott wird wohl in keinem Bild, in keinem Symbol zu finden sein….. Warum also nehmen Sie als Fachfrau Anstoß an meiner ganz anderen Art zu suchen? Der Mensch Dr.Josef Ratzinget, da bin ich mir sicher, würde mich vetstehen, auch als Papst…..weil viele Anregungen von ihm kamen, ebenso von seinem Vorgänger. Jetzt nimmt man jene Worte zu Herzen….auch wieder nix!

          • Teresavon_A. sagt:

            Guardianus, es ehrt Sie, dass Sie sich bemühen.Theologie Roms, was ist das? Theologen wollen, dass Sie Gott suchen? Ich nicht. ist Ihre Sache.Gott will, dass Sie ihn suchen, so wie er Sie sucht. nehme ich an. Ich zitiere mal ganz profan Ignatius von Loyola: Gott in allen Dingen, auch in Guardianus und dem Rest der Menschheit.Und St, Exupery (die Accents bekomme ich nicht hin): Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. On ne voit bien qu’avec le coeur, l’essentiel est invisible pour les yeux.Gott im Leprakranken, das wußte Franziskus, der hat ihn sogar in den Tieren gesehen. Teresa von Avila und alle anderen Mystiker..Teresa hat sich beim Anblick einer gegeißelten Jesusstatue bekehrt in Richtung Gott.Gott ist größer als unser Verstand. Da gehört nicht viel zu, ich weiß. Die Kirche besteht aus Menschne. Menschen haben den göttlichen Funken. Gott im Menschen, der Mensch in der Kirche, Gott in der Kirche.O Seele, suche dich in mir..heißt es bei Teresa und ihr waren die Menschen unendlich wichtig.Gott hat viele Wege zum Menschen. Und umgekehrt.

  3. Guardianus sagt:

    @Teresa_von_A: ….also sind Theologen, sind Sie überflüssig? Ist das ganze „Reich“ von Theologen und somit auch der Papst überflüssig? Was anderes sagen Sie damit aus, wenn Sie sagen, das Gott will, dass ich Ihn suche? Muss ich mir also vorschreiben lassen wie ich Ihn suchen soll…..? Und wenn Gott (auch) in meiner Person ist, was suche ich Ihn ausserhalb von mir? …und wenn Gott mir in mir entgegen kommt, weil Er mich eben auch sucht, bzw. gefunden hat, dann werde ich doch die Wirklichkeit nicht gegen ein Bild eintauschen? Wozu Papst oder dipl.Theologen in männlicher oder weiblicher Gestalt, wenn ich Gott habe?
    Was tun Sie sich also so wichtig einerseits und machen sich andererseits wieder total überflüssig…fast störend und behindernd. Sie sind „lustig“! – Aber Stop: es ist auch schön, wenn „mein Bruder“, „meine Schwester“ will, dass ich Gott suche und diese Suche natürlich das Ziel hat, Ihn auch zu finden, darin ja sich Gott finden lassen will („von denen, die Ihn nicht versuchen und sich sogar zeigt denen, die Ihm nicht mißtrauen‘). Wenn Sie das nicht wollen, dann haben Sie vielleicht das umfangreiche Wissen einer dipl.Theologin, aber nicht das Herz einer solchen. Ihr umfangreiches Wissen ist nutzlos und beschweren Sie sich bitte bei Paulus ob einer solchen Erkenntnis, dass ohne Liebe alles nutzlos ist.
    Ja, Gott will, dass der Mensch Ihn sucht und auch findet, aber dieser „Menschensohn“ sind wir alle und jeder ist ein Glied an diesem, so dass ein Glied für das andere da sein sollte, wir für und miteinander Sorge tragen, dass Gott gefunden wird. Gott glaubt deshalb an diesen Menschensohn und das auch dieser Ihn findet.
    Warum dass Sie sich diesem Menschensohn verweigern, den wir darstellen und dessen Glieder wir sind, das weiß ich nicht. Das haben Sie zu verantworten.
    Als Dipl.-Theologin werden Sie sicher triftige Gründe hierfür haben. Aber stellen Sie sich einmal vor, wenn bei Ihrem Leib „nur“ Teil sich weigert, dem ganzen Leib zu dienen? Und genau deshalb geht diesem „Menschensohn“ was, bzw. Jemand ab, auch wenn Sie sich noch so dagegen wehren……

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