Eine Woche danach

Beginn einer neuen Woche: Angelusgebet auf dem Petersplatz

Nein, es war keine turbulente Woche. Sie war arbeitsreich, sie hat uns eine handfeste Überraschung gebracht, aber dann haben wir uns dem Papst angepasst und sind an die Arbeit gegangen. Turbulent ist etwas anderes.

Der Montag war sicherlich einer der wichtigsten Tage, die wir in unserer Redaktion erlebt haben, man sieht selten, wie Geschichte gemacht wird und realisiert das auch noch. Keine Zeit für Gänsehaut, aber der Verstand hat das sehr wohl wahrgenommen. Sofort. Hier geschieht etwas zugleich sehr Menschliches und sehr Großes. So ein Tag war der Montag.

 

Was passiert jetzt?

 

Danach kam erst einmal die Unsicherheit. Gar nicht einmal Unsicherheit über das, was kommen würde, denn das ist ziemlich klar, wenn es auch noch vielleicht einige Veränderung bei den Daten geben wird. Nein, es kam die Unsicherheit, was das bedeutet. Die Meinungen in den Zeitungen und den Bildschirmen haben sich überschlagen, und an dieser Stelle muss ich einmal sagen, dass ich – ein notorischer nicht-TV-Seher – sehr beeindruckt war und bin von der Qualität der Berichterstattung. Jeden Morgen ein wenig Nachbetrachtung über die Mediatheken hat mir einen gewissen Überblick verschafft. Ähnlich die Zeitungen, auch wenn da vielleicht manchmal zu viel „Jetzt-endlich-Reform“ im Hinter- oder Vordergrund stand. Das Wort ‚Reform’ meint ja leider immer nur das, was der jeweilige Sprecher für wichtig hält und gibt dem einen positiv klingenden Mantel. Die Unsicherheit über das, was es bedeutet und bedeuten wird, ist ausgesprochen worden und debattiert worden, wir sind nicht alle einer Meinung, was die vielen Treffen unter Journalisten zur Zeit immer wieder zeigen, aber zumindest sind die Fragestellungen klar, und das ist auch schon einmal was.

 

Das Herz kommt nach

 

Aber zurück zur Woche in Rom: Ab Mittwoch wurde es ruhiger, was die Medienanfragen, was die Arbeit und die Aufmerksamkeit anging. Wir wussten mehr, wir haben vorausgeschaut und viele Dinge gleichzeitig geplant. Aber die Ruhe bringt es auch mit sich, dass nach dem Verstand auch das Herz nachkommt: Das letzte mal eine Overvoice für den Papst gesprochen, das letzte mal eine große Messe mit dem Papst gesehen, es wird in den nächsten Tagen viele letzte Male geben.

Ich werde Papst Benedikt XVI. vermissen, wir werden Papst Benedikt XVI. vermissen, und ganz langsam sickert diese Erkenntnis auch emotional ein.

Das Ende der Woche sieht die Dinge immer noch nicht klarer, etwa was das Konklave angeht, aber der Blick hat sich etwas gedreht. Richtete er sich die ersten Tage auf den Papst, fragt er im Augenblick fast ausschließlich nach dem danach. Wer wird es? Wer kann es? Was denkt ihr? Das ist verständlich, will man doch Informationen und Einschätzungen und die – das an die Kollegen in Zeitung, Radio und TV – auch den Lesern und Hörern zugänglich machen, und die Form ist nun einmal die Personalspekulation.

Bei uns in der Redaktion besteht auch dieses großes Rätselraten, aber ich darf mit etwas Stolz sagen, dass wir uns am Ende des Tages immer auf ein „wir-wissen-es-nicht“ einigen können. Die Spannung nimmt zu und wir hoffen, dass die Kardinäle sich vom Heiligen Geist führen lassen. Aber wir sind nicht innerlich blockiert von scheinbaren Überzeugungen, was jetzt kommt. Und das freut mich.

 

Den Rest der Welt nicht vergessen

 

Die kommende Woche wird ruhig, was den Vatikan angeht: Rückblicke, Ausblicke, Würdigungen.

Um uns herum wählt Italien ein neues Parlament, was uns zeigt, dass wir den Rest der Welt nicht vergessen sollten. Am Montag mache ich zum Beispiel ein Interview mit einem Mitbruder, der die Sahel-Zone bereist hat: Hunger, Elend und Gerechtigkeit – auch das sind eminent kirchliche Themen. Solche Dinge sollen nicht völlig verdrängt werden. Aber natürlich wird der Papstsender sich hauptsächlich um die anstehende Wahl kümmern. Das ist normal und gut so.

 

Abschied

 

Im Augenblick, wo ich diese Zeilen tippe, sind es noch elfeinhalb Tage Pontifikat Benedikt XVI. Ich sitze an einem Projekt, dass ich mir im November vorgenommen hatte: Radioexerzitien mit Texten und Ansprachen und Predigten von Benedikt XVI.. Im Laufe der vergangenen Monate habe ich noch einmal alles – alles – nachgelesen, was der Papst jemals auf Deutsch gesagt hat: Generalaudienzen, Predigten bei Reisen und dergleichen. Unter diesen Umständen noch einmal zwölf Sendungen zu schneiden ist zwar kein Kindergeburtstag, aber ich bin dankbar, dass mir das persönlich meine Art von Abschied erlaubt: Der Papst hat immer auf Inhalte gesetzt, und genau damit beendet seine deutschsprachige Redaktion auch sein Pontifikat.

 

 

 

Zu bestellen sind diese zwölf Sendungen hier.

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17 Kommentare zu Eine Woche danach

  1. Teresa_von_A. sagt:

    Wunderbar und ein sehr großes Danke, Herr Pater Hagenkord, dass Sie uns in den Alltag der“ Vaticanisti“ schauen lassen. In Berlin gibt es, nicht zuletzt dank Kardinal Woelki, immer wieder Gebete für den Papst und die Papstwahl. Am Donnerstag ist ein Ponifikalamt mit Erzbischof Zollitsch, Kardinal Woelki und dem Nuntius in Berlin.Der Alltag mit Plagiatsrücktritt und Mord und Totschlag geht weiter, rücksichtslos, irgendwie. Ob man da etwas verpaßt, wenn man mal nicht hinsieht?

  2. Ulrich Kobelke sagt:

    Es müsste meines Erachtens öfter und deutlicher darauf hingewiesen werden, dass das Konklave in erster Linie eine geistliche Dimension hat und nicht unserem politischen Demokratieverständnis entspricht. Natürlich sind die derzeitigen Fragen (woher, welche Fähigkeiten, wie alt, wer ist dran) verständlich, aber ist es nicht Aufgabe der Kardinäle, im rechten Geist den zu wählen, den Gott dazu bestimmt hat?

    • Pater Hagenkord sagt:

      Wie wahr!

      • Guardianus sagt:

        Ja, lieber P.Bernd Hagenkord, das Konklave hat nicht nur in erster Linie eine „geistige Dimension, sondern in alleiniger Linie! Aber für wen oder für was entscheidet sich der Mensch in einem solchen „Wahlvorgang“? Entscheidet er sich nicht dafür, etwas mit sich selbst auszufüllen, das n i c h t der mystische Leib
        Jesu ist, sondern eben ein Nichts, da es eben neben diesen Leib nichts gibt, was der Mensch auszufüllen hat nach dem Willen seines Schöpfers? Ist also die Wahl des Menschen, darin er ein Amt ausfüllt, nicht eine Entscheidung gegen den Willen Gottes, darin der Mensch eben den mystischen Leib Jesu mit sich auszufüllen hat und dies dem Menschen von Gott als Lebensaufgabe -aus reiner Gnade und Barmherzigkeit- gestellt wird? Ist also die Wahl zum Papst, welches ja zunächst ein reines Amt ist, nicht eine Entscheidung gegen Gott, Der ja diesen mystischen Leib nicht „nur“ für sich selbst geschaffen hat, um diesen mit sich selbst „auszufüllen“, sondern eben auch als Rettung für den Menschen und dieser eben dadurch seine Ablehnung für diesen mystischen Leib zeigt, indem er -der Mensch- diesen mystischen Leib für ein Amt opfert? ….und dadurch den neuerlichen Tod anstelle das ewige Leben wählt? Warnt Gott nicht bereits sehr früh den Menschen, doch nicht dem Tod in den Irrungen seines Lebens nachzujagen? (Deuteronomium)
        Würden der Mensch (der menschliche Geist) wirklich und in Wahrheit Christus wählen, würde er -der Mensch- diesen Seinen mystischen Leib nicht schon längst mit sich ausgefüllt haben und diesen eben nicht für irgendjemand oder etwas fahrlässig opfern, so wie es eben schon einmal geschehen ist? – Hat sich die Obrigkeit dieser Kirche schon einmal darüber Gedanken gemacht, bzw. lässt sie solche Gedanken überhaupt zu ohne sich angegriffen zu sehen?
        Was passiert jetzt? Wird sich die Obrigkeit dieser Kirche wieder, wie seit Generationen, gegen die Ausfüllung des mystischen Leibes Jesu entscheiden, darin dieser für die Ausfüllung eines Amtes geopfert wird, oder wird diese sich für Christus entscheiden, darin es ja laut den Worten des Herrn unmöglich ist, zwei Herren -zwei Leibern- zu dienen, indem man eben diesen durch sich selbst Leben gibt? Entweder -Oder, darin man den einen, den man ausfüllt lieben und den anderen eben hassen, das heisst: ablehnen wird. Die Erbsünde des erneuerten Adam ist wohl darin zu suchen, dass er diesen mystischen Leib Christi wiederum, gleich dem „ersten Adam“ opfert. Mit der Abdankung Benedikt XVI. eröffnet sich für den Menschen vielleicht eine letzte Chance, diese Erbsünde zu beenden. Vielleicht sollten auch Sie, lieber P.Hagenkord einmal darüber nachdenken und diesen Gedanken auf die Glaubenswahrheit überprüfen…….

        • Pater Hagenkord sagt:

          Was sie den mystischen Leib nennen, hat nichts mit Menschenlosigkeit zu tun. Wenn ich diesen Eintrag lese, kommt es mir so vor, als ob wir uns in eine Geist-Welt zu begeben hätten. Aber Gott ist Mensch geworden, er hat seine Allmacht zu Gunsten unserer Freiheit beschränkt, wie der Papst wiederholt sagt. Nehmen Sie den Menschen denn gar nicht Ernst? Gott tut es.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Katholiken wissen (hoffentlich) von der geistigen Dimension.Umso mehr freue ich mich über die Gottesdienste zum Thema Papstwahl. Man muss die Kardinäle ja nicht allein lassen. Wie wollen Sie das einer gottfreien Tageszeitung in Berlin, wo dann die Kommentatoren von Vetternwirtschaft und Machenschaften reden, beibringen? Nicht hinsehen.Jeder Papst muss viel können und starke Nerven haben und Gott als Bahn, aus der ihn weder Vatileaks noch Titanic rauswerfen können.Weltkirche sind wir.Da geht es nicht um die Wünsche von“ Leitkulturen“.

  3. Sir Desmond Adlington sagt:

    Wertes Team von Radio Vatikan, lieber Pater Bernd Hagenkord
    Von Herzen möchte ich Ihnen allen danken – nicht nur, aber vor allem – für die vielen ausführlichen Berichte und Einordnungen zum Rücktritt von Papst Benedikt
    Radio Vatikan ist eine wohltuende Stimme, die sich bereichernd vom deutschsprachigen Mainstream abhebt. Nochmals: Ganz herzlichen Dank und Gottes Segen.
    Truly yours,
    Sir Desmond Adlington

    • Teresa_von_A. sagt:

      Die geistige Dimension sieht so aus, dass die Kardinäle schon w i s s e n müssen, wen sie vor sich haben mit welcher Ausbildung, Erfahrung, mit welchen Fähigkeiten. Und nicht blind beten.:Lieber Gott, lass mich den Richtigen wählen. Man schaut sich die möglichen Kandidaten an und betet und wenn das Kirchenvolk mitbetet, umso besser.Und wählt dann. Auch das ist sicher nicht allzu einfach.Der Himmel senket sich, er kommt und wird zur Erden. Wann steigt der Mensch empor und wird zum Himmel werden?(Hoffentlich richtig zitiert)

      • Teresa_von_A. sagt:

        Wann steigt die Erd empor…der Mensch ist die Erde..Zusammenarbeit zwischen Gott und Mensch, das wissen auch andere Religionen.Ich habe gestern einen schaurigen Satz gehört von einer Ordensfrau aus einem monastischen Orden, die meinte, sie hat ja nicht gewußt, was im Krieg alles los war.

  4. Guardianus sagt:

    @Lieber P.Hagenkord, Sie geben Herrn Kobelke recht, der feststellt, dass das Konklave eine geistige Dimenson hat. Ist es dann nicht angebracht in diese geistige Dimension auch einmal zu gehen, um diese zu untersuchen, was der Mensch mit solch` einer Wahl eigentlich wirklich, d.h. vor Gott macht, der ja reiner lebendiger und lebendig machender Geist ist? Deshalb verstehe ich Ihre Frage an mich auch nicht, ob ich den Menschen überhaupt nicht ernst nehme! Denn was wäre der Mensch ohne den Geist der in ihm ist? Tot, bzw. erst gar nicht existent, oder irre ich mich? Wenn also der Mensch vornehmlich ein Geisteswesen ist, wie sollte ich also diese Welt, die das Wesen und das Leben des Menschen ausmacht, verlassen, bzw. mich aus dieser Geisteswelt begeben und eben nicht danach fragen, was der Mensch (als Geisteswesen) mit einer solchen Wahl eigentlich in Wahrheit und in der Wirklichkeit des Geistes macht? Oder irrt ein Paulus, der allein das Gesetz des Geistes und Lebens in Jesus Christus als das nunmehr endgültige und ewige Gesetz erkennen darf? Haben wir also nicht mit unserem Fleisch den Geist Gottes des Herrn zu offenbaren, der seit unserer Taufe in und über uns ist, sowie der Geist Gottes des Herrn Fleisch angenommen hat und somit diesem Fleisch eine gott-menschliche Natur gegeben hat? Ja, Gott hat seine Allmacht beschränkt, damit unser Geist (mit Fleisch und Blut ummantelt) sich frrei für Ihn entscheiden kann. Aber entscheidet sich unser Geist: der Geist des Menschen, für Gott, wenn er sich für ein Amt entscheidet, diesem dessen Fleisch und Blut gibt, das sich zudem noch an die Stelle Gottes setzt und somit jene Ursünde abermals vollendet? (siehe Blogthema) Dürfen wir wirklich noch das Gesetz des Buchstabens hernehmen, welches doch die Welt des Geistes vor unseren Geistesaugen verschliesst? Wie wollen Sie, lieber P.hagenkord, Gott erkennen, wenn Sie „nur“ nach dem Gesetz des Buchstabens nach Erkenntnis suchen oder dieses mit dem Gesetz des Geistes vermischen und beide gemeinsam anwenden? Gerade weil mir der Mensch so wichtig ist und ich ein Teil von diesem bin, habe ich nach dieser geistigen Dimension gefragt und was der Mensch eigentlich mit solcher einer „Abwahl“ Gottes macht (ja,ich provoziere jetzt einmal) und somit dessen wiedergewonnene gottmenschliche Natur opfert, um ein Amt auszufüllen, dass den Menschen faktisch gottgleich macht…….anstelle eben dem mystischen Leib Jesu -gleich Maria- Fleisch und Blut zu geben, d.h. der Welt wieder neu und damit auch sichtbar zu gebären? Ich glaube, dass gerade ein Benedikt XVI. mich verstehen würde, da er sich eben mit der geistigen Welt auseinander setzt. Sich in die Welt des Geistes zu begeben heisst eben noch lange nicht kein Fleisch und Blu zu haben, wie es eben auch ein Johannes in dessen Prolog zu seinem Evangelium sagt. Und wenn wir wirklich, so wie es ein Petrus sagt, aus Gottes Wort neu geboren sind, das Wort aber Gott und Gott Geist ist, dann hat der Mensch in Fleisch und Blut eben eine (fast) rein geistige Dimension. Oder sagt der Herr nicht:“Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.“ …..Ich will nicht klüger sein als Sie. Aber schon mehr und tiefer glauben schon, weil ja das ganze ein Wettkampf ist, wenn ich so einen Apostel und dessen Schriften lese…und nicht die Offenbarung von einem Sieg spricht, den „nur“ einer sich erkämpfen kann. Ich stimme mit Ihnen überein, dass Gott den Menschen ernst nimmt und gerade darin will ich Ihm nachfolgen und da muss ich eben mit seinen Augen versuchen zu sehen und nicht mit Ihren. Und Sie können gewiss sein, dass das als kleiner Geist mehr eine Last, ein Kreuz, ist, als eine Freude, da man eben mit ganz anderen Augen nicht „nur“ sieht, sondern auch erkennt.

  5. Guardianus sagt:

    In der Tat, lieber P.hagenkord ist an jenem Montag etwas sehr menschliches und etwas großartiges geschehen, darin eben das, was unsere Augen zu sehen und unsere Ohren zu hören bekommen haben, nur ein Bruchteil von dem ist, was dieser Schritt wirklich bedeutet in dessen letzten und darin rein geistigen Dimension. So hat es sich der Mensch Dr.Josef Ratzinger es auch nicht leicht gemacht. Er hat sicherlich sein Gewissen besser vor den Augen des Herrn: dem Wort Gottes geprüft, wie vor seiner Wahl zu in dieses Amt. Und deshalb kann dieser Rücktritt nicht allein mit gesundheitlichen Gründen erklärt und begründet oder sogar entschuldigt werden. Dafür ist Benedikt XVI. zu sehr „Kopfmensch“, zu sehr „vergeistigt“….darin eben die fleischliche Hülle eben zum Hindernis zusätzlich geworden ist. Ich glaube schon, dass er sehr stark mit sich gekämpft hat, sich durchgerungen hat zu diesem Schritt, was ihn vielleicht auch selber verwundert hat, dass Gott so einfach „Ja“ dazu sagt dieses Amt loszulassen und dieses insoweit „tot“ ist. Und überlegen Sie weiter, meine Provokation sich vor Augen haltend, darin der Mensch (an sich) in, mit und durch ein solches Konklave Gott eigentlich abwählt und die neue Natur, mit welcher er den Menschen zu erneuern sucht, darin wir in dieses „Gewand“ hineinschlüpfen somit für ein solches Amt opfert und sich mit diesem an Stelle mit Jesus Christus bekleidet, und haben Sie gleichzeitig die Prophezeiung der Propheten wie auch jener eines Paulus vor Augen, die sagen, dass vor dem Ende der Abfall von Gott kommt…..und dieser Abfall nicht nur das ist, was wir mit unseren Augen des Fleisches sehen und erkennen, sondern eben der Abfall von Gott des Menschen bis in die letzten Dimensionen hinein gemeint ist und letzterer erst Abfall von Gott ist, wenn diese Ursünde als solches wahrgenommen wird, bzw. wahrgenommen werden darf und eben die Wurzel aller Sünde wie auch des Todes des Menschen (an sich) ist.
    Wenn mit der Fleischwerdung Gottes die Erfüllung der Worte der Propheten beginnt und wir also insgesamt in der Zeit der Erfüllung: der Fleischwerdung (der Offenbarung) dieser Worte leben, bzw. diese Offenbarung selber darstellen, dann muss doch der Mensch in jener Dimension denken, die das eigentliche Leben ausmachen und die ist nun einmal nicht von fleischlicher Natur. Das Amt ist tot geweiht durch diesen gewaltigen Schritt eines Benedikt XVI., und so auch die Sünde, die seit Generationen weitervererbt wurde, darin eben der Mensch diese neue Natur des Menschen, in die Gott selber hineingeschlüpft ist: sich zum Weg und zum Leben in diese „neue Wahrheit“ gemacht hat, opfert für ein Amt, dessen geistiger Vater ganz sicher nicht der Heilige Geist ist. Es ist Großes geschehen und noch Größeres kann geschehen……und das, so meine ich zu wissen, fühlt ein Benedikt XVI., fühlt der Mensch Dr. Josef Ratzinger schon seit Jahren: „Wir müssen erst noch in Jesus Christus hineinkommen“, schreibt er. Aber dafür müssen wir aus dem Amt des Papstes und das für immer, darin es eben nicht geht in zwei total unterschiedlichen „Gewänder“ auf dieser Welt zu wandeln, wenn Sie verstehen, was ich meine. Wenn nicht, dann gehen Sie mal ein paar Schritte weiter und fragen Sie den Menschen Dr.Josef Ratzinger….. 😉

  6. Kaj Engelhart, Stockholm sagt:

    Mit Interesse und Dankbarkeit höre und lese ich schon seit 55 Jahren Radio Vatikan, und habe auch schon mal für den Leiter der schwedischen Sendungen Vertretung gemacht. Ihr Nachrichtenbulletin zitiere ich regelmässig für de Nachrichtenseite der schwedischen katholischen Kirchenzeitung. Ich wollte heute nur herzlich dazu ermuntern, manchen langen, abstrakten und überlegen gehaltenen Kommentaren auf dieser seite nicht allzu viel Aufmerksamkeit zu widmen. Für Derartiges gibt es bestimmt andere Foren. Sich breitzumachen und sich selbst zu produzieren ist hier und heute nicht der richtige Ort, denke ich. Im Übrigen nochmals herzlichen Dank!

    • Teresa_von_A. sagt:

      Nicht zuviel Aufmerksamkeit zu schenken..vor dem Lesen der Beiträge, die Sie gerne in anderen Blogs hätten, oder danach?Was ich an diesem Blog so schätze und das ist Weltkirche im Kleinen: dass sich alle hier äussern dürfen, wenn sie nicht gerade unflätig werden und nicht in „entsprechende“ andere Blogs verbannt werden, wo man dann unter sich ist. Es kann wirklich nicht schaden, sich mit der Vielfalt in der GlaubensWelt auseinanderzusetzen, die es auch in Blogs gibt.Ein Gemeindepfarrer muss auch für alle da sein und kann sich nicht seine Lieblinge aussuchen.Wir haben gelernt, auch in Kirche, das war früher nicht so, Gruppen zu bilden. Ghettos. Das ist auch eine Möglichkeit, Kirche kaputtzumachen.Ich bin seit 1970 immer wieder bei Radio Vatikan.Als Studentin habe ich mich über den spätabendlichen Rosenkranz auf Latein gefreut.“Ich fass es nicht,“ sagte jemand da zu mir.“Wie kann man nur..“Santa Maria, mater Dei…

    • Guardianus sagt:

      Gruss nach Stockholm. „Alter Schwede“ :-)! Ja, da gebe ich Ihnen recht. Aber wer produziert sich nicht selber hier oder woanders? Sollte man überhaupt einschlägigen Foren und Blogs Aufmerksamkeit widmen? Vielleicht sollten auch Sie darüber mal nach- bzw. weiterdenken. Denn: ändern tut sich nichts und darum denke ich, dass sogar kurze Beiträge eigentlich „viel Lärm um nichts ist“, weil eben alles „nur Windhauch ist“. Doch schauen wir hier und heute, wie auch die nächsten Tage nach Rom, wo sich die Institution Kirche wieder einmal mehr sich selbst produziert und sich selbst feiert und man dieser Selbstverherrlichung nicht allzu viel Aufmerksamkeit schenken sollte…..mit Ihren Worten gesprochen. Ja, Sie haben Recht: Schenken wir der Wahrheit: dem Wort Gottes unsere ganze Aufmerksamkeit, denn die kommt mit wenig Worten aus, die, welche Fleisch und Blut geworden sind.

      • Teresa_von_A. sagt:

        Nun hat Gottt mal -aus welchem Grunde auch immer ,den Menschen geschaffen und man sollte sich damit befassen.In den Blogs melden sich Menschen, die oft woanders keine Chance haben.Ich sehe in unserer Nachbargemeinde, wie sich schon wieder eine Gruppe in der Gemeinde bildet, wo dann lang nicht jeder rein darf. Ist das Kirche? Abgeschottet machen sie ihre besonderen Gottesdienste und Kurse.Ob eine Sache nichtig ist, oder nicht, weiß man frühestens hinterher.Gott in allen Dingen und im Nächsten. Ignatius, Teresa..alle Heiligen..

      • Peter Lehmann sagt:

        Kurz und bündig, klingt aber trotzdem logisch. Lasst uns den Pomp beobachten und mit dem Auftreten des bescheidenen Mannes aus Nazareth vergleichen. Respekt Guardianus

        • Guardianus sagt:

          Es ist halt das römische Verständnis der Nachfolge Jesu oder eines Apostels Petrus. Was will man machen?! Ich habe halt ein anderes Verständnis von „nachfolgen“, bzw. an die Stelle dessen treten, dem nachzufolgen ist: in diesem Fall ist es halt Jesus Christus dessen Stelle einzunehmen ist. Ob es das römische Verständnis ist, das ziehe ich halt in Zweifel. Aber man(n) wie auch Frau wird sehen.

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