Erklärung eines Jesuiten zu Bergoglio, Junta und Verfolgung

Die Militärjunta in Argentinien: Plötzlich ist sie wieder auf der Tagesordnung. Nachdem der BR meinte, einen Jesuiten um Papstkritiker erklären zu müssen und ihm das Gefühl unterstellte, vom damaligen Provinzialoberen verraten worden zu sein – was der BR dann tunlichst zu belegen unterlässt – veröffentlicht dieser Pater nun eine Stellungnahme. Es ist Franz Jalics SJ, ungarischer Nationalität und derzeit als Exerzitienbegleiter in Deutschland tätig.

Die Erklärung im Wortlaut:

 

Seit 1957 lebte ich in Buenos Aires. Im Jahre 1974, vom inneren Wunsch bewegt das Evangelium zu leben und auf die schreckliche Armut aufmerksam zu machen, und mit der Erlaubnis von Erzbischof Aramburu und den damaligen Provinzial P. Jorge Mario Bergoglio bin ich gemeinsam mit einen Mitbruder in eine „Favela“, ein Elendsviertel der Stadt, gezogen. Von dort aus haben wir unsere Lehrtätigkeit an der Universität fortgesetzt.

In der damaligen bürgerkriegsähnlichen Situation wurden von der Militärjunta binnen ein bis zwei Jahren ungefähr 30.000 Menschen, linksgerichtete Guerillas wie auch unschuldige Zivilisten, umgebracht. Wir zwei im Elendsviertel hatten weder mit der Junta noch mit den Guerilla Kontakt. Durch den damaligen Informationsmangel bedingt und durch gezielte Fehlinformationen war jedoch unsere Lage auch innerkirchlich missverständlich. In dieser Zeit haben wir die Verbindung zu einem unserer Laienmitarbeiter verloren, als die Person sich den Guerillas angeschlossen hatte. Nachdem er neun Monate später von den Soldaten der Junta gefangengenommen und verhört wurde, haben diese erfahren, dass er mit uns in Verbindung stand. In der Annahme, dass auch wir mit den Guerilla zu tun haben, wurden wir verhaftet. Nach einem fünftägigen Verhör hat uns der Offizier, der die Befragung geleitet hat, mit diesen Worten entlassen: „Patres, Sie hatten keine Schuld. Ich werde dafür sorgen, dass Sie ins Armenviertel zurückkehren können.“ Dieser Zusage zum Trotz wurden wir dann, auf eine für uns unerklärliche Weise fünf Monate lang mit verbundenen Augen und gefesselt in Haft gehalten. Ich kann keine Stellung zur Rolle von P. Bergoglio in diesen Vorgängen nehmen.

Nach unserer Befreiung habe ich Argentinien verlassen. Erst Jahre später hatten wir die Gelegenheit mit P. Bergoglio, der inzwischen zum Erzbischof von Buenos Aires ernannt worden war, die Geschehnisse zu besprechen. Danach haben wir gemeinsam öffentlich Messe gefeiert und wir haben uns feierlich umarmt. Ich bin mit den Geschehnissen versöhnt und betrachte sie meinerseits als abgeschlossen.

Ich wünsche Papst Franziskus Gottes reichen Segen für sein Amt.

P. Franz Jalics SJ
15. März 2013

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50 Kommentare zu Erklärung eines Jesuiten zu Bergoglio, Junta und Verfolgung

  1. Teresa_von_A. sagt:

    Genauso in diesem Geiste hat P Jalics sich in seinen Büchern geäussert und für einen Christen ist es weitaus wichtiger, w a s er aus so einem Schicksal macht.P Jalics ist ein großer, kompetenter Meditationslehrer, der sicher ohne sein Schicksal nicht so geworden wäre. Danke für diesen Bericht.P Jalics hat auch über seinen langen Weg des Verzeihens gesprochen und mir persönlich bei der Bewältigung meiner negativen Erfahrungen sehr geholfen.

  2. auferbauer sagt:

    Es hilft alles nichts. Ein Bischof, der sich nicht um seine Mitbrüder in Not kümmert, macht sich dadurch schuldig. Außerdem stelle ich die Frage: Warum hat Bergoglio nicht gegen die Verbrechen der Junta lautstark in aller Öffentlichkeit protestiert? ES BLEIBEN LEIDER FRAGEN UNBEANTWORTET!!

    • Pater Hagenkord sagt:

      Ich nehme an, dass sie auch schon mal unter einer Diktatur lateinamerikanischer Art gelebt haben und deswegen so genau wissen, wie sich jeder verhalten muss. Die haben keine unbeantworteten Fragen, sondern Behauptungen.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Was Sie auferbauen wollen, auferbauer, ist mir unklar. Versöhnung gehört nicht zu Ihrem Konzept, das sehe ich. Ja, Hassprogramme sind auch beim Thema Mißbrauch durch Kirche sehr angesagt. Kommt jemand und will erzählen..so habe ich mich versöhnt, wird er oder sie wie Luft behandelt im besten Fall. Ich spreche hier aus eigener Anschauung.Herr P Jalics wäre doch mal ein Vorbild.Für mich ist er eins.

    • Elisabeth sagt:

      Einmal davon abgesehen, dass sich auf dem heimischen Sofa jeder zum Helden erklären kann:
      Woher wollen Sie eigentlich wissen, ob die 2 Patres nicht nur deshalb überlebt haben (im Gegensatz zu 30.000 anderen Menschen) und nach 5 Monaten frei kamen, weil ihr Oberer seinen Einfluss geltend gemacht hat?
      Von dieser Seite kann man die Geschichte nämlich auch betrachten.

      Denn wir alle wissen nicht, was damals geschah – in einem Unrechtsregime, dessen perfide Taktik darin bestand, Menschen gegeneinander auszuspielen und Misstrauen zu säen.
      Was den beiden Jesuiten – und so vielen anderen – widerfahren ist, ist bitteres Unrecht! Doch das wurde ihnen einzig und allein durch die Verantwortlichen zugefügt: die Militärjunta.
      Seien Sie dankbar, dass Sie nicht unter diesen Umständen leben und Verantwortung für andere Menschen tragen mussten.
      Da ist es sehr leicht, 40 Jahre später den Splitter im Auge des Anderen zu suchen.

    • Dorothee Dunker sagt:

      Vorsicht,bitte, in der Verurteilung von Geschehnissen während einer Diktatur! Dem Schreiber fehlt offensichtlich diese Erfahrung (ich habe die Nazizeit durchlebt).

    • Teresa_von_A. sagt:

      ich kenne eine deutsche, die hat zu der zeit als schülerin dort gelebt und erzählt horrorgeschichten von willkür und aggression und angst. wenn ich hier sagen dürfte, was ich möchte, käme auferbauer nicht so gut weg.

  3. Silvia sagt:

    Es ist typisch für die Medien: Kaum ist ein neuer Papst gewählt, sucht man nach dunklen Punkten in seiner Vergangenheit um sein Image und damit das der Kirche zu beschädigen.

    Dabei kann dieser Papst ein echter Neuanfang sein, aber erst muss man ihn mal ankommen lassen.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Silvia, Sie haben die deutschen Begrüßungsgeschenke für den Papst vergessen: eine Liste von Forderungen pro Gruppierung. Damit der Papst mal sieht, was wirklich problematisch ist in der Welt. Nicht, dass der uns mit seinen lateinamerikanischen Armen überfremdet…in Berlin gilt: Touristen raus, Schwaben raus, rheinischer Karneval raus..Radfahrer, Hundehalter… Ein Kirchenführer aus der 3. Welt(wir sind die 1. Welt) wirkt so bedrohlich.Erstmal sind w i r dran.

      • Silvia sagt:

        Ich habe die diversen Forderungslisten von allen Seiten amüsiert zur Kenntnis genommen.

        • Teresa_von_A. sagt:

          Silvia, ich habe KRP schon gefragt, ob es ausser Deutschland noch andere Ländere gibt…gar viele scheinen mir nicht von dieser Welt zu sein.

          • KRP sagt:

            Für mich gibt es viele andere Länder, mit den jeweiligen eigenen Lebensstil, Wandel, Riten…usw. es scheint jedoch als ob sich die Globalisierung noch nicht so rumgesprochen hat.

  4. KRP sagt:

    Kann man diesen neuen Papst nicht erstmal ankommen lassen das ist genau meine Meinung damit er sich bewähren kann und ihm nicht gleich von Anfang an mit Sachen von wer weiss wievielen Jahren kommen. Wer war denn dabei und weiss genau wie es da zu ging. Man sollte es erst einmal besser machen in solchen Situationen. Wer ohne Fehler ist der möge den ersten Stein werfen.

  5. Sabina sagt:

    Ich weiß nicht so viel wie andere hier, und habe auch nicht deren Überblick. Aber: muß ich denn mehr wissen als diese Erklärung? Wenn der betroffene Franz Jalics versöhnt ist, soll ich da als Nichtbetroffene, die von diesem Fall in diesen Tagen zum ersten Mal hört, Steine werfen?
    Wenn ich Schuld suche, finde ich bei mir selbst genug, da brauche ich nicht im Leben anderer herumstochern und auf Vermutungen, Anklagen und Gerüchte hören.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Pater Bieger SJ hat in explizit.net einen langen Artikel geschrieben..P Dartmann hat ihn mir geschickt. Vielleicht kann P Hagenkord ihn abdrucken hier..

    • Teresa_von_A. sagt:

      Franz Jalics Bücher lesen und staunen. D a s ist mal was, das Verzeihen. Jahre hat er gebraucht, sagt er und am Ende vor seinem Oberen geweint. Da ist also nichts unter den Teppich gekehrt worden.Es ist ganz wichtig, viel zu wissen, weil man doch mit viel Dummheit konfrontiert wird.

  6. Maxim P. sagt:

    Hallo, stimmt es dass auch Heiner Geißler ein Jesuit ist? Ich frage weil er mir immer so sympatisch war und dann weiss ich ja nun warum 🙂

    • Pater Hagenkord sagt:

      Nein, das stimmt nicht, Heiner Geißler ist nicht Jesuit. Er hat wenige Jahre bei uns gelebt, ist dann aber relativ bald ausgetreten.

  7. Zitat aus Franz Jalics: Kontemplative Exerzitien Kap. 8, S. 303

    „Es ist inzwischen in unserem Falle eine von vielen Menschen bewiesene Tatsache, daß wir damals unschuldigerweise als Terroristen denunziert worden waren. Wir wußten, daß eine gewisse Person dieses Gerücht verbreitet und mit ihrer Autorität die Verleumdung in breiten Kreisen glaubwürdig gemacht hatte. Nach späteren Zeugenaussagen zu urteilen, bezeugte diese Person gegenüber den Offizieren, die uns verschleppten, daß wir in der Terrorszene gearbeitet hätten. Kurz zuvor hatte ich noch dem besagten Mann gegenüber geäußert, er spiele mit unserem Leben. Ihm mußte bewußt gewesen sein, daß er uns mit dieser Aussage in den sicheren Tod schickte. Es ist nicht notwendig, weiterzuerzählen.“

    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2013-03/26268544-bisher-unbekannter-brief-des-papstes-aus-zeit-der-militaerdiktatur-entdeckt-003.htm

    • Teresa_von_A. sagt:

      Die Widerstandsaktionen unter Hitler hatten auch vielfach zum Grund, dass verantwortungsvollePriester und Ordensmänner und- frauen und Laien ihre Leute nicht im Stich lassen wollten. Sie wurden gewarnt, aufgefordert, sich zu verstecken. Die Ereignisse zu Miltärjuntazeiten in Lateinamerika kann man auch verstehen, wenn man sich den deutschen Widerstand unter Hitler ansieht. Da sind ja inzwischen reichlich Quelllen zugänglich. So mancher katholisch und evangelisch wurde in den Tod getrieben, weil er oder sie sich verantwortlich fühlte .Bonhoeffer kam mehrfach aus dem sicheren Ausland zurück und Delp hat gesagt, ein Christ läuft nicht weg. Andere können schlecht sein, abgrundtief schlecht, weil wiederum andere gut sind und damals gab es auch die Frage, ob man als Christ den Feind anlügen darf.Und dass die Kämpfer mit offenen Augen in den Tod gegangen sind, kann man angesichts der miesen Informationspolitik nicht sagen. Sie fühlten sich der Wahrheit verpflichtet und der Nächstenliebe, hatten Argumente und Visionen und hatten zum Teil das Gefühl, dass Gott hilft.Das Böse in der Zeit war übermächtig.

    • KRP sagt:

      Verehrte Paula Neubauer ich verstehe nicht was Sie mit diesem Zitat aus dem Buch sagen möchten. Wenn Jalics und auch Papst Franziskus ausgesöhnt, versöhnt sind mit der Situation wie auch immer sie gewesen sein mag, wieso sollten dann all das ein Problem sein. Ich denke Aussöhnung, Versöhnung hat mit jedem einzelnen zu tun, man ist ausgesöhnt wenn man „mit Sich und mit Gott“ im Reinen ist. Das denke ich sind beide „Jalics und Franziskus“ und nur das zählt vor Gott. Siehe auch Petrus der den Herrn 3 mal verleugnet hat auch er war am Ende ausgesöhnt mit sich und dem Herrn und wurde erhöht, Bild der Schlüsselübergabe. Oder sehe ich das gänzlich falsch.

      • KRP sagt:

        Noch was möchte ich anfügen wer macht denn das Problem? Der Schöpfer? Oder der Mensch, der mal wieder die Leichen im Keller, sprich im Nächsten, den Balken im Auge des anderen sucht anstelle bei sich anzufangen. Ist es nicht eigentlich ein sichtbares Zeichen der Aussöhnung, dass der Schöpfer jeden rufen kann, braucht es da den Menschen um noch zu richten?

      • Aus Sicht der beiden haben Sie Recht. Am wichtigsten ist die Aussöhnung des Einzelnen. Für mich ist es trotzdem ein Unterschied, ob ein Provinzial in einer politisch äusserst schwierigen Situation nicht helfen konnte oder jemanden aktiv (durch Verrat) „in den sicheren Tod“ geschickt hat. Ich empfehle Ihnen den Leitartikel der FAZ Sonntagszeitung. Der Bruder von P. Jalics erzählt noch weitere Details. P. Hagenkord, es tut mir wirklich leid, ich kann den Jubel um den bescheidenen Past der Armen, nicht im Herzen teilen. Mein Glaube an den Heiligen Geist ist tief erschüttert…

        • Pater Hagenkord sagt:

          Bitte lesen Sie dazu die FAZ von morgen (Montag), was Pater Scannone SJ sagt. Er hat die Verhaftung der Jesuiten miterlebt und beschreibt das Bemühen Pater Bergoglios SJ als Provinzialoberer, die beiden dort heraus zu bekommen.

        • KRP sagt:

          Sind Sie sich sicher das es „aktiver Verrat“ war? Dazu denke ich müsste man dabei gewesen sein um das zu behaupten meiner Meinung. Mein Glaube an den Heiligen Geist ist nicht erschüttert denn es bestättigt meinen Glauben das Jesus gekommen ist die Sünder zu rufen.

        • Teresa_von_A. sagt:

          Ihre Vorstellung vom Heiligen Geist ist erschüttert.Paula Neubauer. Wollen Sie Bergoglio auf seine frühe Vergangenheit reduzieren?Mich interessiert, was er heut macht.Gott verzeiht, steht in der Bibel mal wieder. Der Mensch prangert an und mauert ein auf ewig. So kommen wir nicht weiter.Der Orden war damals gespalten, die Kirche bis hin nach Europa. Lateinamerika war ein Streitpunkt in meinem Theologiestudium. Jalics hat sich ausgesöhnt im Laufe von Jahren.Das sollte hier niemand kaputtmachen. Bergoglio als Provinzial..eines Ordens, dessen Mitglieder mehr Freiheiten haben als andere. Dass es da mal fürchterlich kracht, ist klar.Ich sage nicht, der arme Papst hat alles richtig gemacht, ich denke, es gab damals die Quadratur des Kreises zu bestehen.Was ist wichtiger, die Sicherheit des ganzen Ordens, also alle hierher und keiner macht mit, oder das Gewissen Einzelner und wer da ausschert, schadet möglicherweise allen?D i e Entscheidung wollte ich nicht treffen müssen.

          • Teresa_vom_A. sagt:

            Wenn man die Juntavergangenheit des Papstes nicht hätte, gäbe es ganz sicher seine Kampage gegen die HOMO Ehe, die zur Schau gestellt würde. Ich kann das alles nicht ernstnehmen. Ist ganz gut, dass unser narzistisches Deutschland sich nun mit der Militärjunta befassen muss. Es gäbe noch Chile und Kuba und Kirche in der DDR und Kirche unter Hitler und El Salvador..wo man genauestens herausfinden könnte, welcher Priester was falsch gemacht hat. Sind ja alles Götter.Und Gott selber macht auch ne Menge falsch und wird angeklagt. Nur die Kritiker ruhen sich aus auf „Niemand macht alles richtig..“Ihr macht den langen Versöhnungsprozess von P Jalics zunichte. Anstatt sich damit zu befassen und ins eigene Leben zu integrieren, wo auch immer der normale Hass regiert..wird Jalics als Opfer hingestellt, das er nicht mehr sein will. Mit den Mißbrauchsopfern die sich versöhnt haben, wird es haargenauso gemacht. Wir sagen nicht, die Welt in in Ordnung.War ja alles halb so wild. Wir sagen, wenn wir gläubig sind: wie Jesus am Kreuz verziehen hat.Denn sie wissen nicht, was sie tun. Weiß man selber immer, was man tut?Der Papstjubel hat mit Zukunft zu tun und dem, was er im Moment schon anzeigt..mal sehen.Lots Frau erstarrte zur Salzsäule, weil sie zurückblickte.Man kann auch zurückblicken und aus seinen Fehlern lernen.Oder aus den Fehlern anderer.Und dann gibt es Zukunft.

          • Ich respektiere Ihre Meinung, das kann man so sehen. Ich glaube auch an die Versöhnung und an Gottes Erbarmen. Aber man muss mit so einem Schatten nicht Papst werden. Man kann auch sagen: Ich nehme die Wahl nicht an. Ich reduziere den Papst nicht auf seine frühere Vergangenheit. Was er in seiner ersten Messe gesagt hat, halte ich für höchst problematisch. „Wenn der Mensch nicht geht, bleibt er stehen“, predigte er. „Wenn man nicht auf die Felsen baut, was passiert dann? Das, was Kindern passiert, die am Strand spielen und Sandburgen bauen. Irgendwann fällt alles ein – ohne Festigkeit. Wenn sich der Mensch nicht zu Jesus Christus bekennt, geschieht, was wir bei Leon Bloy lesen: Wer nicht zum Herrn betet, betet zum Teufel. Wer sich nicht zu Christus bekennt, gibt die Welt der Weltlichkeit des Teufels anheim.“ Das ist ein Schlag ins Gesicht von anderen Religionen und Theologie von vorgestern.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Warum? Weil die Sprache und die Sprachbilder anders sind als wir Europäer das kennen? Er hat in die Kirche hinein gesprochen und nicht über andere Religionen geurteilt, ich kann Ihrer Einschätzung nicht folgen. Außerdem hat er keinen Schatten, es wird behauptet und herbei geschrieben, er habe einen. Das ist ein Unterschied. Was macht uns auf einmal alle zu so großen Experten in Sachen Leben in einer lateinamerikanischen Diktatur?

          • Teresa_von_A. sagt:

            Wenn in Krisenzeiten jeder seinem Gewissen folgt, wie Jalics und Bergoglio, jeder hat sich für etwas verantwortlich gefühlt..dann kommt genau das raus, was hier Jahrzehnte später verhackstückt wird. Und ich sehe, ein Ordensmensch ist auch nicht freier als einer mit Familie.Keine Rücksicht nehmen auf Anhang..w e r kann sich das eigentlich leisten?

        • KRP sagt:

          Ich bin Ihrer Aufforderung gefolgt und habe in der FAZ gelesen und muss feststellen das es meiner Ansicht nach nicht erwiesen ist was Sie da heraus lesen.

          • Teresa_von_A. sagt:

            Mit welchem Schatten ist denn Petrus Papst geworden?Die verpennten Jünger am Ölberg? Und wozu gibt es einen Provinzial, wenn man nicht auf ihn hört? Wenn es so wichtig ist, Schuld zu verteilen, sind beide betroffen. Ich habe wer weiß wie oft gesehen, aus welchem Grund Ordensleute aus den Orden austreten.Aus Gewissengründen und wnen es nur um Weiterbildung geht.Oder Zwietracht.Oder Heiraten. Das Problem ist immer der Ordensgehorsam.Bei Missionaren oft unlösbar.Das ist kein Monasterium, schön überschaubar.Bergoglio war der Ansicht, es schade den anderen Jesuiten in Argentinien, wenn einer oder zwei ihren Gewissensweg gehen.Gat seinen Leuten die politische Betätigung verboten, weil er das nicht in der Bibel vorgefunden hat. Bibel ist dehnbar. Die beiden Ordensleute hatten aber ihr Gewissen.Ich möchte da weder Provinzial noch Jesuitmitbruder gewesen sein. Ich mag das allwissende Gequake nicht von Schuldzuweisern. In jedem Fall, egal, wie man sich entschieden hätte von seiten der Jesuiten damals..gewonnen hätte und hat der Böse. Deswegen ist das Böse so groß. es muss nichts tun als sich auf die Guten und ihr Gewissen und ihre Aufopferungsbereitschaft verlassen.Oder auf deren Angst.Bei Benedetto hat man sehr viel weniger an Land gezogen um ihm zu schaden. Seine Vertuschung angeblich von Mißbrauchsfällen. Ich bin selber betroffen von diesem Thema. Und w e n n er das Thema von der Journaille fernhalten wollte? Mit Recht. Denn die Medien haben mit Wahrheit nichts mehr zu tun. Und das Ausmaßvon Verbrechen kann man ja nur im voraus erkennen, wenn man selber schlecht ist.Oder Opfer.

          • Teresa_von_A. sagt:

            Paula, Papstamt ist keine Belohnung, sondern Fegefeuer bis Hölle.Petrus ist Martyrer geworden. Das Amt hat noch viele „Vergnügen“ zu bieten, Stichwort Vatileaks. Heute Palmsonntag und morgen Karfreitag. Wenn er in der Gegenwart mit den Mächtigen paktiert, ist er keingescheiter Papst. Versöhnung und Barmherzigkeit gilt für alle Menschen.Bergoglio kann der Kirche helfen. Es gibt Kardinäle, die machen um dieses Amt einen Bogen.Den Rest Ihrer Zitate verstehe ich nicht. Am besten, man wirft den ganzen Klerus in die Tonne?Kirche gibt es nur so. Es gibt unendlich viele Aufgaben zu erledigen. Auf Jesus warten bringt nichts. Wir haben nur Menschen zur Verfügung mit manchmal reichlich Ecken und Kanten.

          • herzbua sagt:

            Nach dem Lesen des Artikels ist gar nichts erwiesen! Der ganze Artikel ist doch nur ein Herumgerede um den heißen Brei ohne irgend einen schlüssigen Beweis für die Richtigkeit der Behauptungen. Das betrifft im übrigen den BR und die anderen Zeitungen in gleicherm Weise. Die sogenannten Zeugen haben keinerlei Beweise und glauben nur, daß es so gewesen sein könnte. Die Differenzen der Patres mit Brogoglio betrafen wahrscheinlich letztlich theologische Aspekte, wie man aus der Stellungnahme von P. Jalics genausogut gerauslesen könnte. Ich finde diese ganze Duskussion unwürdig und an den Haaren herbeigezogen.

          • KRP sagt:

            @herzbua das n i c h t s erwiesen ist habe ich doch geschrieben, es gibt Leser die lesen in Artikel etwas hinein was da gar nicht steht, dadurch entstehen dann solche Vorurteile die dann einfach übernommen werden ohne selber zu hinterfragen. @ Fr. Neubauer zu Ihrem Zitat aus der Predigt sage ich nur was ist daran falsch das Böse zu benennen.

          • Liebe Mitchristen, ich würde Ihnen gerne glauben, dass P. Bergoglio unschuldig ist. Wenn sich das bestätigt, was die Daily Mail schreibt,
            http://www.dailymail.co.uk/news/article-2294580/Special-report-The-damning-documents-new-Pope-DID-betray-tortured-priests-junta.html
            dann können wir uns warm anziehen für die morgige Auguration. Ich werde in der Stunde feierlich aus der katholischen Kirche austreten. Ich wünsche Ihnen ein schönes Pontifikat. Da ich P. Jalics seit 20 Jahren kenne, kann ich das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Wegen eines Artikels in der „Daily Mail“? Schon der erste Satz: Vernichtende Dokumente, dass er vielleicht … . Was soll das heißen? Sind da nun Dokumente oder ist das wieder nur ein vielleicht. Das ist alles mögliche, Journalismus ist was anderes. Pater Jalics hat sich dazu geäußert, das wollen Sie also auch nicht glauben? Und das nicht, was andere Jesuiten vor Ort, aus der Zeit, sagen? Was Leonardo Boff sagt? Nur das, was die Mail sagt?

  8. Teresa_von_A. sagt:

    Beim Thema Papstamt hat manvielleicht die Wahl zwischen volksnah erschossen werden, oder im Papamobil als unnahbar betrachtet zu werden. Was ein Papst auch macht, es ist falsch. Wir sollten das Papstamt realistisch sehen. Das ist kein Vergnügen, das ist Schicksal.All die Papstjubler möchte ich sehen, wenn es die erste Krise gibt. Ich sehe also nicht, warum Bergoglio mit seinem Schatten dieses Amt nicht übernehmen sollte. Warum Petrus, der Verräter? Jesus hat ihn eingesetzt, nicht die 11 Apostel. Kann B der Kirche helfen, oder nicht? Zumal es in dem Fall um gegensätzliche Aussagen geht.Salzsäule, Frau Lot, hindert am Leben.

    • Teresa_von_A. sagt:

      e x p l i z i t. n e t hat Zeugenaussagen. Der Betroffene ist im Reinen mit dem Papst. Das ist schwer zu ertragen, ich weiß. Hilft aber nichts. Vielleicht findet Ihr etwas anderes?Der Papst ist nicht Bundeskanzler, der Papst ist Kirchenoberhaupt. Da ticken die Uhren bibelmäßig. Siehe Petrus und Jesus..und SaulusPaulus und Jesus…

      • Teresa_von_A. sagt:

        Paula Neubauer…dann haben Sie bei Pater Jalics n i c h t s gelernt. Der Arme. Oder Sie haben Geld verplempert..oder haben Sie in den Kursen nur nach schöner Stimmung gesucht?

    • Teresa_von_A. sagt:

      P a u l a N e u b a u e r. Was heißt, Sie kennen P Jalics seit 20 Jahren?Seine Bücher? Dann haben Sie kein einziges seiner Bücher verstanden. Ihn selber? Wollen Sie mir erzählen, dass Sie nach 20 Jahren Jesusgebet noch solche Kommentare schreiben? Wollen Sie sagen, P Jalics sagt diie Unwahrheit in seinem Brief? Oder wollen Sie sagen, er tut nur so? Also ist er ein Schwächling und lügt? Na, ich weiß ja, was sich so tummelt in Kursen…schöne Gefühle sammeln, Beschäftigungstherapie..reden Sie doch mal mit P Jalics und sagen Sie ihm nicht, dass Sie ihn 20 Jahre schon kennen. Der müßte sonst an sich zweifeln.Es sei denn, der Groschen fällt wirklich erst, wann e r will.Sie können aber ruhig aus der Kirche austreten. Sie sind selber auch Kirche. Treten Sie mal aus sich selber raus.Und betrachten Sie Ihre Posts von aussen.

  9. Stefan Högler sagt:

    Wer Pater Franz Jalics kennt, der weiß, dass er tatsächlich mit dieser Situation in seiner Vergangenheit versöhnt ist. Wenn man sich allerdings die Mühe machen würde bzw. könnte, die bei Gericht voliegenden Unterlagen in dieser Angelegenheit zu studieren, dann würde man schnell darauf stoßen, dass die in der Erklärung von P. Franz Jalics genannte „gezielte Fehlinformation“ von Jorge Mario Bergoglio, unserem heutigen Papst, kam. Hierfür gibt es in der einschlägigen Literatur und der Weltpresse genügend Hinweise. Und dies macht mich das sehr traurig.

    Zudem würde es sich für einen neuen Papst gehören, zu unklaren und ungeklärten Umständen seiner persönlichen Vergangenheit während der Militär-Diktatur Stellung zu beziehen. Eine Entschuldigung für die Folgen, die durch sein Handeln bzw. sein unterlassenes Handeln entstanden sind, die viele Menschen in Folter, Tod und Not getrieben haben, wäre das Mindeste, was ein Kirchenoberhaupt der katholischen Weltkirche und der Weltöffentlichkeit schuldig ist. Jetzt so zu tun, als ob nichts gewesen wäre, bzw. das Argument, das wäre alles schon lange her, oder noch verheerender diese Tatsachen als antikirchliche Verleumdungskampagne abzutun, das macht jegliche Aufarbeitung und Versöhnung dieser dunklen Geschichte in der katholischen Kirche Argentiniens unmöglich. Ich würde mir wünschen, dass unser Papst Franziskus I auch zu diesem Thema eine bisher noch nicht dagwesene Offenheit und Aufrichtigkeit an den Tag legt, wie sie die katholische Kirche bisher nur selten gesehen hat. Ich fürchte, dass dies nicht geschehen wird, dennoch hoffe ich, dass die Situation von Pater Franz Jalics durch die Papstwahl nicht vergebens in die Weltöffentlichkeit gerückt wurde. Auch hier stirb meine Hoffnung zuletzt.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Ich denke,Stefan Högler, sie haben b e i d e dafür gesorgt, dass die Dinge so gelaufen sind.Beide haben danach Karriere gemacht.Sind berühmt geworden trotz allem. Näher will ich mich nicht äussern.Wenn das Volk Rache üben will..tut mir eher das Volk Leid.Es wäre vielleicht auch für den Jesuitenorden gut, in Zukunft innere Probleme so zu lösen, dass nicht Jahre später so ein Durcheinander zustandekommt.Ich kenne das von Frauenorden auch. Wenn dann die Leut austreten, sind sie eh so, als wären sie nie im Orden gewesen.Warum werden nun alle Energien darauf verschwendet?Hinter den beiden herzurennen und stellvertretend Probleme zu lösen, aufzudecken?

      • KRP sagt:

        Ich verstehe nicht weshalb ich mir die Mühe machen soll die Gerichtsakten, Unterlagen zu studieren wenn es meines erachtens durch diese Gerichtsverhandlung abgeschlossen ist. Ebenso hat es Briefe an den Bruder und ein Treffen, Aussöhnung mit P. Jalics gegeben. Wie oft und vorallem weshalb soll er sich zig mal entschuldigen. Möchten Sie zig mal wegen ein und derselben Sache ständig von jemanden bedrängt werden sich zu entschuldigen? Es ist immer dasselbe, wie bei Papst Benedikt der sich für die Fehler (Willemson) usw. ständig entschuldigen sollte, für ein und das gleiche zig Entschuldigungen, nur weil Hinz und Kunz sich nicht die Mühe machen und mal sich die mehr als genügend Dokumente und Reden anzusehen in denen mehr als genügend Entschuldigungen zu l e s e n sind. Aussöhnung hat was mit denen zu tun die es betrifft, mit sich und Gott und ist jedem sein eigener Weg. Was denken Sie soll er machen jeden einzelnen Katholiken oder sogar jeden der fern von Kirche einzeln um Entschuldigung bitten, die Hand schütteln. Dann wird er vermutlich am Sankt Niemerleinstag noch nicht fertig sein und braucht nichts mehr anderes tun. Vermutlich liegt das ja auch an mir und ich sehe das gänzlich falsch, aber vielleicht kann mir das dann mal einer erklären.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Stefan Högler, meine Erfahrung mit Kirche ist, dass Konflikte, falls überhaupt, auf „besondere“ Art gelöst werden. Erstmal fühlt sich jeder berufen, seinen eigenen Weg zu gehen,was in einem Orden denkbar falsch ist, aber durchaus gängige Methode. Dann wird alles auf den Altar gelegt. Und sehr viel später bricht alles zusammen. Lassen wir P Jalics und den Papst doch weiterhin diesen besonderen Weg gehen. Ein Opfer-Täter-Weg ist das nicht.

      • Stefan Högler sagt:

        Wie auch immer, die Glaubwürdigkeit der Kirche leidet durch diese Situation und den Umgang damit, und die Chancen, die in dieser für mich wunderbaren Art bestehen (Papstwahl mit dem Hinweis auf die schwierige Rolle der katholischen Kirche während der Diktatur in Argentinien am Beispiel der beiden Jesuiten) werden nicht genützt. Die Bostschaft des Evangeliums und die damit verbundene Möglichkeit einer echten Aussöhnung mit Fehlern aus der Vergangeheit hätte in ihrer Wirkkraft eine andere Stärkung, wenn die Kirchenoberen mit gutem Beispiel vorangehen, und zeigen wie Schuldbekenntnis und -eingeständnis im richtigen Leben gehen kann. Dann würde auch deutlich werden, welche Bedeutung im Schuldbekenntnis einer heiligen Messe liegt. Und nicht umsonst gab es in den frühen Jahren der ersten christlichen Gemeinden die Praxis, dass vor der versammelten Gemeinde das persönliche Schuldbekenntnis abgelegt wird. Ich werde mich wahrscheinlich mit diesem Thema leichter abfinden können, wie die vielen Betroffenen aus der Militär-Junta Zeit in Chile, einschließlich der beiden Jesuiten, die zum Symbol geworden sind, und deren Angehörigen. Ich fühle mit Ihnen.

        • KRP sagt:

          Welches Schuldbekenntnis soll von wem abgelegt werden, soweit ich gelesen habe hat Papst Franziskus niemanden denunziert also wozu dann ein Schuldbekenntnis. Echte Aussöhnung sollte jeder für sich und das denke ich sagt das Schuldbekenntnis, ich bekenne mein Schuld….wird ja in jedem Gottesdienst gesprochen. Es kommt immer aufs Herz jedes einzelnen an und nur Gott sieht in das Herz und ob das Bekenntnis ernst gemeint ist oder nur ein Lippenbekenntnis.

          • Stefan Högler sagt:

            Das sehe ich einerseits auch so, zum anderen sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass ein kirchliches Oberhaupt in einer besonderen Vorbildrolle steht. Somit wäre auch zwingend erforderlich, dass bei Unklarheiten in der Verbindung zu einer Diktatur wie in Argentinien, Klarheit hergestellt wird. Aber wie bereits in den kirchlichen Mißbrauchsfällen wird alles geleugnet, bis anderes bewiesen wird. Unser jetziger Papst hat ständig behauptet, es gibt keine Hinweise auf ein Fehlverhalten bzw. ein Unterlassen seinerseits, bis in den gerichtlichen Prozessen sich anderes erwiesen hat. Nun betreibt er die Seligsprechung eines in der Junta-Zeit verschleppten und ermordeten Priesters. Damals wären zu dieser menschenrechtlich verwerflichen Tat klare Worte hierzu erforderlich gewesen, eine jetzige Seligsprechung löscht nicht den Schmerz der Betroffenen, der Angehörigen, die miterleben mussten, dass zur Zeit des Unrechts seitens der kath. Kirche in allen Ebenen geschwiegen wurde. Ganz im Gegenteil: An der Hochschule, die P. Bergoglio damals leitete, einen Offizier der Militär-Junta mit einem Ehrentitel auszuzeichen, bringt die regimefreundliche Haltung der Kirchenverantwortlichen gegenüber der Diktatur und deren Unrechtssystem zum Ausdruck. Und plötzlich, ganz erstaunlich erkennt ein in langer Meditation erfahrener und gereifter Meister wie P. Franz Jalics, eine Woche nach der Papstwahl, dass er jahrzentelang einer Selbsttäuschung aufgesessen ist. Erstaunliche Prozesse, wenn da mal nicht innerkirchlich nachgeholfen wurde, dass diese Erkenntnis plötzlich im Alter von über 80 Jahren, nahezu zwanzig Jahre nach der Buchveröffentlichung, in der er noch den Verrat durch unseren jetzigen Papstes sicher erklärt, erstaunlich erstaunlich. Für mich nicht erstaunlich. Wer ein wenig darüber weiß, wie innerhalb des Jesuitenordens und innerkirchlich überhaupt politisch gearbeitet wird, dann ist es mehr als klar, was sich hier ereignet hat und weiter ereignen wird. Ein Papst, der sich auch weiterhin perfekt in Szene setzen wird, und insgesamt verändert sich nichts Wesentliches. Erst wenn die momentan schon bestehenden Problembereiche sich weiter verschärfen werden, dann wachen vielleicht die Gemeinden vor Ort auf, neue Bewegungen entstehen und die unbeugbare Energie des Christlichen erwacht zu neuer Blüte, wann auch immer das passieren wird. Mir ist es ein Trost, dass auch diese momentanen Vorgänge nicht zur Folge haben werden, dass die katholische Weltkirche untergeht, das hat die Geschichte bereits bewiesen, da gab es ja noch viel schlimmere Phasen. Bedauernswert und für viele schwer aushaltbar ist nur, dass sich Irrtümer und eine falsch verstandene Vertuschungspolitik lange halten wird, bis sich erweist, dass eine aufrechte offene und um Gerechtigkeit ringende Haltung auch in den führenden Kirchenkreisen die bessere Wahl ist.

          • KRP sagt:

            Ich sehe das nicht so wie Sie meines erachtens ist die Aussöhnung nicht erst seit kurzen geschehen sondern P. Jalics hat sich schon vor Jahren ausgesöhnt. Ebenso geht aus seinem Buch meines erachtens in keinster Weise hervor wer denunziert hat.

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