Es lebe die Meinungsfreiheit!

Es waren zwei Polizisten. Wir trauern um die Toten von Paris und das ist auch richtig und wichtig so. Aber ein kleines Unwohlsein habe ich dabei schon, denn es werden immer nur die Namen der vier Karikaturisten genannt. Bei dem Anschlag sind aber zum Beispiel auch zwei Polizisten umgekommen. Außerdem eine Reinigungskraft.

Mir scheint das deswegen wichtig, weil Teile der Medien beginnen, sich selbst zu umkreisen. So gibt es bei Zeit-Online einen Artikel darüber, dass Journalisten jetzt Angst bekommen oder zumindest ein Unbehagen sich einschleicht. Über diese Auswirkungen der Morde muss man auch sprechen, aber ich wiederhole, was ist mit den anderen? Die da waren, um zu schützen?

 

Meinungsfreiheit

 

Wenn Journalisten um sich selber kreisen, drehen leider immer wieder Kommentare ab. Zum Beispiel dieser: „Eines der meistbenutzten Instrumente dieser Dogmen-Verteidiger ist das religiöse Gefühl. Wer den Schutz religiöser Gefühle für sich markiert, erhebt seine persönliche Weltanschauung über den kritischen Diskurs, er erklärt Teile seines Glaubenssystems für heilig, ihr Hinterfragen zum Affront.”

Ein Teil des Problems um den Fundamentalismus ist der Mangelnde Respekt vor dem Anderen. Den will ich beachtet wissen, mir gegenüber wie den anderen gegenüber. Hier wird einem sich aufklärerisch gebenden Brutalismus das Wort geredet, der nicht viel übrig hat für Respekt. Meinungsfreiheit heißt, dass jeder seine Meinung haben und äußern darf. Meinungsfreiheit heißt aber nicht, dass ich gezwungen bin, mir das auch anzuhören.

Und: Nicht jeder Verweis auf den Schutz vor religiösen Gefühlen ist gleich eine Selbstimmunisierung. Wie gesagt, Brutalismus ist das, und zwar ganz übler.

Der Kollege macht weiter, er nennt es einen „ein Skandal, dass Religionen und andere Weltanschauungen in Deutschland noch immer gesetzlichen Schutz vor allzu harter Kritik genießen“.

Lesen können würde hier helfen, der – im Kommentar auch noch wörtlich zitierte – Paragraph schützt nämlich nicht die Religion vor Kritik, sondern vor Beschimpfung, und das auch nur vor Beschimpfung, die den öffentlichen Frieden stört. § 166 StGB, wer nachschlagen mag.

Darf ich den Kollegen vom Spiegel so verstehen, dass er Beschimpfung zum Teil der Pressefreiheit erklären möchte? Dass er Beschimpfung für Kritik hält? Da, wo ich aufgewachsen bin, galt Beschimpfung als Beschimpfung und Kritik war etwas ganz anderes. Letzteres hat mit Aufklärung zu tun, Ersteres mit einem Mangel an derselben.

Was gut daran ist, dass das StGB diesen Paragrafen kennt, sollte doch einleuchtend sein: Nicht ich definiere, wann religiöse Gefühle verletzt werden, sondern Gerichte. Das sollte dem aufgeklärten Mitteleuropäer doch eine Freude sein. Natürlich sind einige mit dem Ruf „religiöse Gefühle“ schnell bei der Hand, einige zu Recht, andere zu Unrecht. Aber genau das wird eben in einem Verfahren geklärt, deswegen halte ich es für wichtig, dass es diesen Paragrafen gibt.

 

Trauer

 

Meinungsfreiheit gilt auch für mich, für meine Überzeugungen als gläubiger Mensch, nicht nur für die Presse. Ich finde gut, dass es Magazine wie Charlie Hebdo gibt, ganz gleich ob mir Inhalte gefallen oder nicht. Denn nur das stellt sicher, dass jeder seine Meinung haben und ausdrücken darf. Das zu schützen sind unter anderm zwei Polizisten gestorben. Auch um sie trauern wir.

 

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71 Kommentare zu Es lebe die Meinungsfreiheit!

  1. Juergen sagt:

    Das Schutzgut beim Paragraphen 166 StGB ist nicht die Religion oder das religiöse Gefühl, sondern der öffentliche Friede.

    Man geht völlig fehl, wenn man heute noch hier einen besonderen Schutz von Weltanschauungen drin liest. Früher war es in der Tat so, daß das Bekenntnis geschützt wurde; heute nicht mehr.
    Seit der ersten Strafrechtsreform 1969 ist das Schutzgut allerdings allein der öffentliche Friede

  2. Ester sagt:

    Danke dafür lieber Pater Hagenkord.

  3. Juliane sagt:

    Ich habe mich schon gefragt, wann mal jemand auch nur in Erwägung zieht die Reinigungskraft und die Polizisten zu erwähnen. Meine Mutter war Zeit ihres Lebens Putzfrau und ich und mein Mann sind Polizeibeamte, daher berührt mich das Schicksal dieser Menschen sehr. Ich bin ehrlich schockiert über diesen Anschlag, aber ich bin auch etwas irritiert, das immer nur die Bilder von 4 Opfern gezeigt werden, dabei sind es 12! Aber vielleicht sind sie für die Presse ja als „Kollateralschaden“ weniger wichtig, denn der Anschlag war nicht gegen sie gerichtet. Tot sind sie trotzdem und ihre Familien stehen verlassen da.

  4. Konstantin sagt:

    Ich bin schockiert, was ivh auf anderen kath. Blogs lesen muss. „Die dind selbst drann Schuld“, ist noch harmlos.

    • sünnerklaas sagt:

      Absolut erschreckend ist das, was auf kath.net wieder einmal an „Leser“-Kommentaren freigeschaltet wird:

      kath.net/news/48927

      Ich mag daraus, was da von sich gegeben wird gar nicht zitieren. Es ist einfach nur noch eine ekelhafte, zutiefst menschenverachtende Haltung fest zu stellen.

      Dem ganzen die Krone setzt dann der heute veröffentlichte Bericht über eine Strafanzeige von Josef Spindelböck gegen den ORF auf kath.net auf:

      kath.net/news/48936

      Nur zum Hinweis: in Paris hatten beleidigte Islamisten Menschen ermordet und Geiseln genommen. Sie hatten es nicht hinnehmen können, dass sie kritisiert wurden.

  5. chrisma sagt:

    @Juliane auch ich danke Ihnen für Ihren Beitrag. Vieles geht mir in diesen Tagen durch den Kopf, vieles ist auch von Emotionen geprägt. Meinungsfreiheit, Pressefreiheit sind unveräußerliche Werte. Dazu kommt aber immer auch die Religionsfreiheit. Ich lebe in der Nähe der Synagoge unserer Stadt. Vor einigen Jahren sollte sie „brennen“. Seit dem wird sie durch unserer Polizei geschützt. Das ist sehr traurig aber Realität. Sollte es notwendig werden so ist es Aufgabe unseres Staates auch die Moscheen zu schützen. Mag es ein „Gewaltproblem“ im Islam geben, das was wir in Paris und bei anderen Anschlägen, bei den radikalislamischen Gruppierung, beobachten ist klar und eindeutig Terrorismus, auch wenn er sich des Islam bedient.. Das was in Paris geschehen ist, mit Religion zu verwechseln ist fatal. Ja und dann sehe ich die Bilder der beiden Brüder die diese unmenschliche Tat ausgeführt haben. Ich höre die Geschichte ihres Lebens, ich sehe sie in einem Video mit anderen lachen und sehe die große Hoffnung „Rap“. Dann der Bruch……Hass. Wie viel Verantwortung trägt die französische Gesellschaft an diesem Werdegang mit? Wer die Hoffnungslosigkeit in den banlieue kennt, verurteilt nicht mehr so leicht. Immer wieder wird in diesem Tagen der Ruf nach strengeren Gesetzten, nach Einschränkung unserer demokratischen Grundrechte. laut, Marine le Penn schreit nach der Todesstrafe. Ist unsere Demokratie, ist unsere Gesellschaft so stark, dass sie sich nicht verunsichern läßt???? Eines ist für uns, die wir für eine bunte Gesellschaft, bestehend aus vielen verschiedenen Hautfarben und Kulturen, verschiedenen Religionen einstehen wichtig: wir dürfen uns nicht zurückziehen und Angst zeigen. Dann haben die Terroristen und die Marine le Penn’s dieser Welt gewonnen.

  6. Christina sagt:

    Schauen Sie sich bitte im Internet unter http://www.charlyebdo einige Karikaturen an. Einige, welche den Islam oder den Propheten oder die Muslime betreffen, lösen wirklich ein Aha! aus, bringen das Problem auf den Punkt und sind intelligent und witzig. Andere aber sind primitiv und respektlos, dumm und obszön und gewalttätig. Ähnliches gilt übrigens auch für Zeichnungen, welche die katholische Kirche oder den Papst betreffen. Das ist zwar trotzdem kein Grund, mit Maschinengewehren auf die Zeichner los zu gehen. Doch die Verherrlichung solcher primitiver Respektlosigkeiten im Namen der Meinungsfreiheit ist widerlich.

    • chrisma sagt:

      @Christina, ich möchte Ihnen etwas zu bedenken geben: Bei Ihnen lösen die Karikaturen zum Islam und zu Mohammed ein„AHA“ aus, die zum Christentum und Papst finden Sie „widerlich“. Kommen Sie auf die Idee das ein gläubiger nicht radikaler Muslim es umgekehrt empfindet….???? Somit sind wir wieder beim Thema der Pressefreiheit. Zitat P. Hagenkord: „Ich finde gut, dass es Magazine wie Charlie Hebdo gibt, ganz gleich ob mir Inhalte gefallen oder nicht.“ Wir nennen das Presse-und Meinungsfreiheit.

      • Christina sagt:

        An Chrisma: Sie haben mich nicht genau gelesen: Es gibt da einige Karikaturen mit einem Bezug zum Islam WIE AUCH mit Bezug zur katholischen Kirche, die intelligent und witzig sind und deren Problematik auf den Punkt bringen, und daneben respektlose, dumme und obszöne über BEIDE Religionen, welche widerlich sind.
        (Nebenbemerkung: Ich bin weder Muslimin noch katholisch.) Meinungsfreiheit, welche die Vertreter anderer Meinungen entwürdigt und durch den Kakao zieht, rechtfertigt nicht Mord und Totschlag, ist aber verwerflich. Deshalb halte ich auch die international ausgerufene Demo von morgen in Paris, an der sich auch meine Bundespräsidentin Sommaruga (Schweiz) beteiligt, für überrissen. Wo waren und sind die Demos, als Tausende Christen wegen ihrer christlichen Meinung und Identität geschlachtet und vertrieben wurden und werden? Stattdessen feilschen wir in der Schweiz und anderswo darüber, ob wir 1’000 weitere Flüchtlinge aufnehmen wollen.

  7. Suarez sagt:

    @ Konstantin

    Wenn ich lese, was Roland Noé zum Thema schreibt: „…der Satz ‚Ich bin das Abendland‘ finde ich auch klüger als ‚Ich bin Charlie‘. ;-)“, dann wird mir übel. Das ist kein Pegida-Christentum mehr, weil es kein Christentum ist. Aber die private Linzer Pseudoglaubenskongregation hat die beste Zeit hinter sich. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Kirche in Not diese Leute nicht mehr unterstützt.
    Unser Gebet, unsere Sorge, unser Mitfühlen gilt jetzt gerade den Menschen in Frankreich, wurscht, ob gläubig oder nicht. Und um ein mitfühlender Mensch zu sein, muss ich selbst nicht mal getauft sein.

  8. KRP sagt:

    Es mag die Presse und Meinungsfreiheit geben in Europa was ich auch sehr gut finde das jeder schreiben, lesen kann was er möchte. Doch geht die Freiheit so weit das man jeden mit Obszönitäten beleidigen darf? Muss da nicht eigentlich der friedliebenste Mensch zum Gewalttäter werden? Ach ich vergass wenn er das nicht aushalten kann dann ist er nicht geschaffen für diese Welt und muss entsorgt werden. Ist das Beste Beispiel nicht auch hier im Westen die Rechtevereinigung deren sich so viele anschließen und in Parolen gröllen? Fordert man durch scheinbare Meinungsfreiheit nicht oft genug erst Gewalt heraus. Gerade auch fanatische, extremistische Gruppierung nehmen den kleinsten Aufhänger um ihre Ansichten mit Gewalt durchzusetzen. Ich mag Kabarett und Satire gerne man kann sehr viel ausdrücken damit, aber die Würde sollte auch da gewahrt bleiben. Nichts zum Trotz verurteile ich auch diese schreckliche Tat in Paris und überall wo sie geschieht. Am meisten tun mir die Menschen leid die nur ihre Arbeit getan haben und unschuldig in die Fronten geraten sind. Wir brauchen keine Angst haben das der Krieg erst kommt wir haben ihn schon Gewalt fängt manchmal auch schon bei Worten und Bildern an. Auch auf sogenannten christlichen Portalen mit Hetzparolen auch wenn sie oft mit wohlklingenden Worten verpackt sind.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Nein, niemand „muss“ zum Gewalttäter werden. Wenn ich mich gegen Satire wehren will, dann kaufe ich das nicht. Wenn ich meine, dass es meine Würde verletzt, gibt es Verfahren, das festzustellen. Gewalt ist unnötig, auch die verbale in sich selbst katholisch nennenden Verbänden wie jetzt in den USA, in der Catholic League, wo der Chef sich wünscht, der Leiter von Charlie Hebdo hätte noch erleben können, wie sehr er selber Mitverantwortung trägt für die Gewalt. Das ist verbale Gewalt, auch das geht nicht.

  9. @konstantin sagt:

    Guten Morgen @ Suarez. Bin völlig Ihrer Meinung.

  10. Guardianus sagt:

    Natürlich muss die Freiheit geschützt werden, da diese mit das höchste Gut des Menschen ist und natürlich soll diese Freiheit auch gelebt werden dürfen, so lange diese die Freiheit des Nächsten nicht verletzt, behindert oder sogar diesem dessen Freiheit beraubt. Die von uns zu lebende Freiheit bezieht sich also weniger auf das „ich“ als vielmehr auf das „du“. Das eigentlich traurige ist, dass der Mensch offenbar bis heute diese göttliche Dynamik der Freiheit nicht verstanden hat, bzw. nicht verstehen will, weil es eben so scheint, dass ihm -dem Menschen- damit diese seine Freiheit beschnitten wird, was aber ein Trugschluß ist.
    Natürlich gilt in diesen Tagen und Stunden unser Mitgefühl, unsere Sorge…unser Gebet den Menschen in Frankreich….und im ganz Besonderen den Hinterbliebenen der Opfer, aber nicht weniger sollten wir uns vor Augen halten, dass schon „morgen“ „wir“ selbst in diesen Strudel sinnloser Gewalt hineingezogen werden können: wir nicht mehr „Zuschauer“ sind, sondern eben Beteiligte, die solche Todesängste auszustehen haben wie jene Opfer in Paris und deren Angehörige. Wie ist dann unsere Meinung….wie unser Handeln im Sinne der Worte des Evangeliums…..der Nachfolge Jesu gerade auf diesem Weg zum Kreuz hin? …..
    Wir sollten uns, so denke ich, wie Paulus klar werden, dass wir im Gesamten nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen haben, sondern eben gegen die „bösen Geister des himmlischen Bereichs“ die in vielerlei Gestalt uns „gegenüber treten“ können.
    Es ist eben keine Religion, die als Grund zur Gewaltausübung hergenommen wird wie es auch nichts anderes ist. Es ist die freie Entscheidung des Menschen, welchem Geist er anhangen will, dessen der Mensch sich zum „Sklaven“ macht. Und daher ist es auch traurig, dass sich Menschen für das Böse entscheiden, darin eben auch dieses dem Menschen „ewiges Leben“ verspricht….wie es eben das „Böse“ bereits von Anfang an dem Menschen versprochen hat……
    Und wer dieses „Böse“ ist, das sollte zumindest der Glaubende wissen… und dessen Freiheit verantwortungsvoll nutzen, darin er eben die Freiheit nicht verliert, wenn er auf alle Freiheit verzichtet, sondern sich eben darin selbst beherrscht….

  11. Guardianus sagt:

    …und natürlich sollten wir auch jene Menschen nicht vergessen, denen in diesen Tagen Gewalt angetan wird: gleich in welcher Form und an welchem Ort auf dieser Erde, darin wir auch erkennen sollten, dass jene Gewalt, von der hier die Rede ist, oft von uns selber ausgeht, die wiederum andere Gewalt hervorbringt, weil „ich“ „mich“ vielleicht „nur“ „meiner“ Freiheit beraubt sehe, wenn „mir“ z.B. der Nächste „mir“ die Vorfahrt nimmt…sich auf „meinen“ Platz setzt….: wir im Kleinen in der Treue zu der uns von Gott geschenkten Freiheit versagen, darin wir uns in dieser „beschnitten“ fühlen…… und wir also im Grunde auch jenem Geiste dienen, den wir heuer so mächtig wüten sehen….

  12. Silvia Brückner sagt:

    Ich bin generell gegen Satire und Karikaturen, die Religionen verunglimpfen und die religiösen Gefühle der jeweiligen Gläubigen verletzen.

    Aber zivilisierte Menschen wehren sich dagegen verbal und gegebenenfalls mit einer Klage aber nicht mit Terrorakten.

    Im Übrigen denke ich, dass die Karikaturen des Satiremagazins nur ein Vorwand waren, denn es gibt ja schon länger Drohungen gegen die Staaten, die den IS bekämpfen oder generell gegen „den Westen“.

    Nicht zu vergessen auch der gezielte Anschlag auf ein JÜDISCHES Geschäft, eben aus dem simplen Grund, weil es JÜDISCH war. Komischerweise scheint aber gerade dieser Umstand die Gemüter der Politiker und auch der „Normalos“ nicht zu erregen.

    Ich frage mal leicht polemisch:

    Könnte es daran liegen, dass von jüdischen Gläubigen keine Vergeltungsmaßnahmen zu erwarten sind? Ist nur eine Religion mit hohem Gewaltpotenzial schützenswert?

    • chrisma sagt:

      @Silvia diese Art von schwerer Polemik ist überflüssig, ich habe es weiter oben schon geschrieben: ich lebe in der Nähe unserer Synagoge. Sie steht seit einen Brandanschlag unter Polizeischutz, dass gleiche fordere ich für Moscheen wenn Sie bedroht sind. In Deutschland hat sich der Zentralrat der Juden mit den friedlichen Muslimen solidarisiert. In Frankreich gehen am Sonntag Muslime, Juden Atheisten gemeinsam zum Schweigemarsch. Sähen Sie keine Zwietracht wo keine ist.
      PS Marine Le Pen und der Front National sind nicht eingeladen und das ist gut so

      • Silvia Brückner sagt:

        Liebe chrisma, von schwerer Polemik kann ich in meinem Post nichts erkennen, nur von leichter. Wieso säe ICH Zwietracht, wenn halb Europa auf die Barrikaden geht?

        Übrigens dürfen dann auch christliche Kirchen Schutz erwarten. Chrisma, nehmen Sie es mir nicht übel, aber in DIESER Frage kann und werde ich mich nicht Ihrer Meinung anschließen.

        • chrisma sagt:

          Liebe Silvia, ich nehme Ihnen eine andere Haltung bestimmt nicht übel, wir können immer kontrovers diskutieren. Für mich ist Gewalt in jede Richtung nicht hinzunehmen. Egal gegen wen. Ich schaue gerade „Arte“ und habe die Solidaritätsbekundungen für die jüdischen Opfer gesehen. Natürlich hat auch die weltweite Christenverfolgung mehr Aufmerksamkeit verdient. Es muss auch Schutz für unsere Kirchen geben, wenn sie angegriffen werden. Ja halb Europa geht auf die Barrikaden: für ein friedliches Miteinander gegen terroristische Gewalt. Mit diesen Gedanken wünsche ich Ihnen einen gesegneten Sonntag.

  13. Suarez sagt:

    Ich bin ja kein Muslim, sondern bairischer Katholik, und zwar aus Überzeugung. Mir steht es also fern, den Islam „inhaltlich“ zu verteidigen. Wenn ich aber dieser Tage lese „Gewalt und Islam – das gehört zusammen“ oder „Die Attentäter waren keine wahren Muslime, denn Gewalt und Islam gehören nicht zusammen“, dann ist man bei beiden Alternativen auf dem Holzweg. Gewalt scheint phänomenologisch und soziologisch zu allen Religionen zu gehören. Auch der Hinduismus, ja sogar der Buddhismus scheint Fundamentalismen zu kennen. Die entscheidende Frage ist: Ist eine Zivilisierung von gewalttätiger Religion möglich (das glaube ich) und wenn ja, wie?
    Auf das „Wie?“ habe ich nur eine vorläufige Antwort: Nur, wenn wir nicht alle Muslim in Sippenhaft nehmen für die schrecklichen Gewalttaten. Nur, wenn wir uns mit den Anständigen aller Religionen zusammensetzen und uns gegenseitig darin bestärken, (auch verbale) Gewalt zu verabscheuen. Nur, wenn wir versuchen, eine offene, integrationswillige Gesellschaft zu bleiben. Letzteres ist besonders schwierig durchzuhalten – auch ich hab eine Scheißwut (und noch viele andere recht unchristliche Gefühle) auf die Gewalttäter. Aber es hilft alles nix: Wenn wir wirklich glauben, dass Gott jederzeit und unverzüglich zur Vergebung bereit ist und sogar mit seiner Vergebung in Vorleistung geht, um nur einen Hauch von Reue zu erlangen, dann müssen wir auch vergeben können (weiß Gott, das fällt mir nicht einfach, wirklich nicht).

    • AM sagt:

      „Ein Teil des Problems um den Fundamentalismus ist der Mangelnde Respekt vor dem Anderen“ – Tja, es ist ja wahr, aber wie kommt es überhaupt, dass dieser schlimme Fundamentalismus existiert? Dass solche Täter im Namen ihrer Religion diesen Terror einrichten hat es einen Grund. Irgendjemand vielleicht sogar der Religionsführer hat sie, die Täter, so gelernt – „im Namen der Religion“. Viele, die so denken und handeln, werden regelmäßig in ihrem Denken verstärkt. Der Glaube in die Richtigkeit der Taten ist so stark, dass manchmal der Zweifel hochkommt, ob es noch irreversibel ist. Auch in Kreisen unser christlichen Gesellschaft findet man sogar Priester, die Hassgefühle gegenüber den Andersdenkenden und Nichtgläubigen verbreiten. Es gibt keine Rechtfertigung dafür! Nachhinein die Stimmen der Empörung und Aufklärung zu tätigen, ist m.E. nach genauso unanständig.

      • AM sagt:

        „Absolut erschreckend ist das, was auf kath.net wieder einmal an “Leser”-Kommentaren freigeschaltet wird“ sagte sünnerklaas am 9. Januar 2015 um 20:52
        Konstantin: „Ich bin schockiert, was ich auf anderen kath. Blogs lesen muss“ usw.

        Es ist doch die Meinungsfreiheit!

        Soweit ok, warum werden dann die katholischen Blogverantwortlichen nicht aktiv? Warum sagen sie nicht laut, was daran falsch ist? Da haben sie die Chance mit Ihrer Autorität die Meinungen zu beeinflussen.

        Bitte vergesst es auch nicht, dass Saulus auch ein fundamentalistischer Religionsangehöriger war, bevor er Paulus wurde.

        Auch die extreme Ängste gegenüber dem Islam, die hier in diesem Blog deutlich geäußert werden, sind nicht bis zum Ende aufgeklärt. Trotz professionellen Stimmen, die woanders Diagnosen auf Entfernung stellen, ohne den Betroffenen zu sehen und zu hören, oder die Anamnese zu erheben.

      • Vom-anderen-Stern sagt:

        Gewaltätiges Handeln findet sich in den ‚heiligen‘ Schriften aller Religionen wieder und wird dort oft mit einem höheren, zu schützenden Gut gerechtfertigt. Lesen Sie das Alte Testament (nicht nur die gängigen Stellen, über die gern gepredigt wird), den Koran, die Bhagavadgita usw. Das Neue Testament macht hier meines Erachtens eine gewisse Ausnahme, denn in ihm wird Gewaltausübung nicht in einem positiven, sondern in einem abzulehenden und(!) vor allem zu erleidenden Sinn dargestellt. Solange solche Passagen in diesen ‚irrtumslosen‘ Schriften von den studierten Bewahrern der Religionen nicht klar gebrandmarkt bzw. als historisch verstehbar, aber ein für allemal als ungültig deklariert werden, so wie 2 und 2 nicht 5 ergibt, solange wird es vermutlich immer wieder in der Menschheitsgeschichte Einzelne oder Gruppen geben, die sich solche Sätze perfide auf ihre Fahnen schreiben. Ich glaube der jetzige Dalai Lama hat vor einiger Zeit hierzu einige gute Lösungsansätze aufgezeigt.

        • AM sagt:

          @Vom-anderen-Stern, ich kenne AT und NT, und kenne auch die Versen – bin deshalb entschieden dagegen, dass man solche Psalmen, die Hass demonstrieren, aus der kirchlichen Pflichtliteratur weglöscht.
          Im NT finden Sie auch Passagen, die von Kopfverschleiern sprechen – für Nonnen gilt das bis heute – trotzdem spricht keiner in der Kirche darüber, und schon gar nicht liest man diese Passagen in der Liturgie.

          Deshalb ist es so wichtig, dass der Zeitgeist immer wieder erklärt und aktualisiert werden muss.

          • Vom-anderen-Stern sagt:

            Ein Austilgen und damit Vergessen solcher Verse ist auch nicht gemeint, eher ein Ächten der darin enthaltenen Inhalte, so wie man heute zum Beispiel weltweit den Kannibalismus ächtet.

  14. KRP sagt:

    Vielleicht würde es Marine Le Pen und dem Front National gar nicht schaden an einem friedlichen, gewaltfreien Schweigemarsch teilzunehmen ohne Gewaltparolen und Hetze.

  15. chrisma sagt:

    In einem gemeinsamen Manifest rufen Vertreter der drei großen Religionen in Deutschland dazu auf, in Moscheen, Kirchen und Synagogen für die Opfer des Anschlags von Paris zu beten:
    Hier der Orginaltext:
    „Im Namen Gottes darf nicht getötet werden“, schreiben ranghohe Vertreter von Katholiken, Protestanten, Juden und Muslimen. Zugleich wenden sie sich gegen jeden Terror: „Bibel, Thora und Koran sind Bücher der Liebe, nicht des Hasses.“
    Im Namen von Millionen Christen, Moslems und Juden in Deutschland verurteilen wir den Terrorangriff von Paris und trauern um die Opfer.
    Die Morde sind ein Angriff auf die Freiheit des Denkens, des Glaubens und unserer gemeinsamen Werte von Toleranz und Nächstenliebe, den wir zutiefst verabscheuen.
    Im Namen Gottes darf nicht getötet werden!
    Bibel, Thora und Koran sind Bücher der Liebe, nicht des Hasses. Jeder Christ, Jude und Moslem sollte am heutigen Freitag in der Moschee, am Sabbat in der Synagoge und am Sonntag in seiner Kirche für die Opfer von Paris beten.
    Für Verständigung, Frieden und Freiheit.
    Wir verurteilen jede Form von Gewalt im Namen der Religionen. Wir kämpfen für Toleranz gegenüber Andersgläubigen und auch gegenüber jenen, die unseren Glauben an Gott nicht teilen.
    Wir werden auch nicht dulden, wenn angesichts der schrecklichen Taten in Paris Hass gegen Anhänger einer Religion geschürt wird, die für den Terror missbraucht wird und wurde.
    Hass ist keine Antwort auf Hass. Und Intoleranz keine Antwort auf Intoleranz.
    Nur gemeinsam können wir unsere Werte und unseren Glauben gegen radikalisierte Minderheiten schützen.
    Christen, Juden und Moslems vereint der Glaube an die Nächstenliebe, an unsere Verantwortung vor Gott und an die Verständigung zwischen allen Menschen.
    Wir werden nicht zulassen, dass Fanatismus, Terror und Gewalt diese gemeinsamen Werte zerstören.

    Es gibt ähnliche Aufrufe in Frankreich.

  16. @konstantin sagt:

    Ich bin kath. sozialisiert. Ich versuche meinen Glauben im Alltag zu leben. Ich achte und respektiere „meine Kirche“, auch wenn ich mich an vielem stosse. Ich habe meine Probleme mit der Laizität in Frankreich (z.B. kein Besetzt gegen Blasphemie) und die Folgen für „meine Kirche“. Aber: Je suis Charlie.

  17. Silvia Brückner sagt:

    Wenn ich dieses Bild hier sehe und den Bericht lese, steigt mein Adrenalinspiegel noch gewaltig, trotzdem gehe ich nicht in den türkischen Supermarkt in der Nachbarschaft und bringe wahllos Menschen um, sondern ich bete für meine verfolgten Mitchristen:

    http://de.radiovaticana.va/news/2015/01/10/irak_weitere_christen_aus_mossul_vertrieben/1117666

  18. Guardianus sagt:

    „Es lebe die Meinungsfreiheit!“ Klasse, toll….Verteidigung dieser Freiheit, wenn es geht bis auf dsa eigene Blut.Patroitismus auch in dieser Hinsicht.
    Und wo, bitte, ist da eine Meinungseinheit mit Jesus Christus, dem Worte Gottes zu erkennen?……Wo der Glaube in dieses Wort, das Gott ist und wo der Gehorsam…..wo die (absolute) Treue zu diesem Wort?
    Ja, es lebe die Freiheit der Meinung; mehr aber noch die Einheit mit der „Meinung“, der Intension des Wortes Gottes….und die vermisse ich in den vielen Kommentaren so mancher „braven Katholiken“.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Pardon, aber Sie reden wirr. Was Sie wollen ist nicht das Sprechen unter Gott, sondern die sprachliche Unterwerfung unter eine theologische Monokultur.

      • Toribio sagt:

        Tut mir leid Herr Pater Hagenkord,

        diese Antwort ist für mich einfach menschenverachtend und unchristlich, höchst überheblich.
        Sollte das eine Eigenschaft sein, die man bekommt, wenn man der SJ beitritt?
        Nein, ich glaube das nicht, es ist sicher abhängig vom einzelnen Menschen.
        Das beste Beispiel dafür, dass es sich nicht so verhält, ist Papa Franziskus.
        Sonst aber würde mir in unserer RKK aus dem Stegreif niemand einfallen.

        • Pater Hagenkord sagt:

          Haben Sie die letzten Jahre hier im Blog verfolgt? Die Überheblichkeit, die aus derlei Aussagen spricht? Die Überheblichkeit, die sich in der Beschimpfung meines Ordens ausdrückt? Und wenn Sie jemanden suchen, der eine klare Sprache spricht, auch sehr konlfliktiv, dann ist das Papst Franziskus.

      • Guardianus sagt:

        Ebenfalls pardon, aber was verstehen Sie unter einer „theologischen monokultur“, als ob Gott irgendein Lebewesen ist, welches man(n) wie auch Frau in eine „monokultur“ „filtrieren kann?
        Geht es im Glauben in das Wort Gottes um eine Freiheit, dieses auslegen zu dürfen, wie man(n) und Frau es gerade will oder um die Einheit mit selbigen?
        Ich verstehe Ihre Frage insoweit nicht, was mich allerdings nicht in Verwirrung bringt…..!

        • Pater Hagenkord sagt:

          Theologische Monokultur ist, wenn Sie auf jedes, aber auch wirklich auf jedes Thema nur eine Antwort kennen, die möglichst kompliziert ausgedrückt in eine abstrakte Überhöhung des Wortes gipfelt. Jedes Mal kommen Ihre Antworten auch als belehrend, nicht diskutierend.

          • Guardianus sagt:

            Vielen Dank, P.Bernd Hagenkord für Ihre aufklärende Antwort,darin ich nichts Negatives erkennen kann, wenn ich das Wort Gottes hochzuhalten suche……wenngleich es in Ihren Augen „abstrakt“ und „überhöht“ geschieht. Aber ich bin persönlich der Meinung, dass das Wort Gottes gar nicht genug erhöht werden kann. Diese meine Meinung und mein Glaube muss natürlich nicht geteilt werden.
            Ja, es soll Meinungsfreiheit herrschen: unter uns, in der Presse, in der Politik…überall! Und weil eben alles zwei Seiten hat, so herrscht eben auch die Freiheit des Verstehens jener Meinung welcher diese(r) oder jene(r) kundtut. Wenn wir aber jene Freiheit mißbrauchen….gleich auf welcher Seite jener berühmten Medaille, dann wird eigentlich „nur“ offenbar, wie unfrei und gefangen wir sind: letzten Endes in der Sünde.
            Und wenn der Apostel sagt, dass wir eines Geistes mit Jesus Christus sein, bzw. werden sollen, dann ist doch -für mich- ganz klar damit ausgesagt, dass der Mensch in Freiheit die Einheit mit Jesus Christus, dem Wort Gottes, suchen soll: sich diesem insoweit unterwirft….auch sprachlich. Warum auch sprachlich? Vielleicht, P.Bernd Hagenkord, liegt das in der Natur der Nachfolge Jesu….dessen Stellvertretung. Dass das natürlich ein Papst Franziskus besser kann als meine Wenigkeit, das will ich ja gar nicht leugnen und bin auch sehr froh dass dem so ist. Und wenn meine Beiträge für Sie „belehrend“ „herrüber kommen“, dann ist das eben im Hoheitsberreich Ihrer dahingehenden Freiheit, die Sie dafür nutzen können mich dahingehend aufzuklären, zu berichtigen, zu denunzieren… oder eben auch Nichtveröffentlichung dieses oder jenes Beirages. Sei es ein Beitrag/Kommentar von mir oder eines anderen Blogteilnehmers.
            All das gehört zur Meinungsfreiheit, die wir zunächst so zu akzeptieren haben, wie es nunmal gegeben ist….auch wenn es nicht zu verstehen ist oder eben terroristische Ausmasse annimmt.
            Wenn wir also unsere Meinungsfreiheit (auch) dafür nutzen, andere zu ärgern und zum Zorn reizen…die Folgen abzusehen sind, dann will ich nicht wissen, wie Gott diese Situation beurteilt. Was der Mensch darüber denkt und eine diesbezügliche Einschätzung vornimmt, das ist allseits bekannt, was noch lange nicht heißt, dass Gott genau so darüber denkt und diese Meinung mit den Menschen teilt…..

      • Guardianus sagt:

        Sorry, P.Bernd Hagenkord, aber darin verstehe ich Sie nicht, darin ich der festen Überzeugung bin, dass wir das Ganze dahingehend sein lassen, zumal unsere Religion, d.h. unser jeweiliger Glaube in Gott zu unterschiedlich sind. Ich bin -gleichsam Jesus Christus- ein Jude….

        • Pater Hagenkord sagt:

          Wenn Sie einfach damit beginnen würden, Sätze so zu schreiben, dass man Sie versteht. Worin verstehen Sie mich nicht? Was hat Ihre Überzeugung mit dem Verstehen meiner Beiträge zu tun? Meinen Sie, dass Menschen verschiedener Überzeugung sich nicht verstehen können? Dem stimme ich nicht zu, man muss nicht einer Überzeugung sein, um sich verstehen zu können. Man muss nur auch verstehen wollen. Oder können, darin dann die Kommunikation liegt, sozusagen.

          • Stephan sagt:

            Ich mag die Jesuiten, die Benediktiner, die Franziskaner, die Juden und die ganze Vielfalt der Menschen. In so einer Situation hilft Humor, den Sie, lieber Pater Hagenkord, haben und hier zeigen.
            Zwischendurch auch mal das Singen, es öffnet Herz, Seele und Sinne und lockert und stärkt den Verstand:
            „Wie schön leuchtet der Morgenstern / Voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn / Du süsse Wurzel Jesse / Du Sohn Dauid / auß Jacobs Stamm / Mein König und mein Bräutigam / Hast mir mein Herz besessen / Lieblich / Freundlich / … “ Oder: „Ich steh an Deiner Krippen hier, oh Jesulein mein Leben. Ich komme bring und schenke Dir, was Du mir hast gegeben. Nimm hin es ist mein Geist und Sinn, Herz Seel und Muth nimm alles hin, und lass Dir’s wo-hol-ge-he-fallen!“ 🙂 .

          • Guardianus sagt:

            So ganz, P.Bernd Hagenkord, kann ich da nicht Ihrer Meinung sein, da eine andere (Glaubens-)Überzeugung nicht logischer Weise (gegenseitiges) Verstehen hervorruft, was uns ja gerade die Kirche zeigt, welche sich ja mittlerweile in verschiedenen „Überzeugungen“ spaltet. Und selbst innerhalb der jeweiligen (christlichen wie auch nichtchristlichen Kirchen/Religionen) herrscht Uneinheit, darin man(n) wie auch Frau in vielen Dingen und Fragen nicht(mehr) versteht, bzw. so manches nicht mehr nachvollziehen kann: nur der gegenseitige Respekt bleibt. Da mag ich nun falsch liegen, aber so sehe ich das momentan, was nicht heißt, dass ich es „morgen“ immer noch so sehe und erkenne.
            Freiheit der Meinung ist also auch die Freiheit, seine Meinung ändern….korrigieren zu dürfen, darin man(n) wie auch Frau nicht in diese festgenagelt wird, was ja auch Gewalteinwirkung ist, wenngleich in einem kleineren Maßstab, doch nicht weniger „terrorisierend“, wenn man in diesem durch andere gefangengehalten wird….. Vielleicht verstehen Sie mich darin und ich glaube, dass gerade die römische Kirche von einer solchen Art des „Terrors“ erzählen kann (aktiv wie auch passiv agierend).
            Deshalb, so meine ich, ist der Glaube, sehr wichtig: auch unter uns Menschen, darin wir uns eben wieder mehr gegenseitig Glauben schenken, was ein Verstehen eben nicht vorraussetzt, als vielmehr: Liebe. Da kommen wir uns dann näher und irgendwann vielleicht auch zu einem Verstehen des anderen, wenn wir eben bereit sind, „in die Mokassins des Anderen zu schlüpfen.“
            Menschen mit verschiedener Überzeugung können sich sicher sehr wohl verstehen: ich habe das auch nie so gesagt, dass ein solches Verstehen nicht möglich ist. In den Kernfragen aber der jeweiligen Überzeugung bleibt uns aber „nur“ der Respekt und der Glaube…..die Liebe, weil es ja uns nicht um uns gehen soll, um das wovon das „ich“ überzeugt ist, sondern um Gott: um die Liebe und um die Wahrheit.
            Mag sein, dass dies nun wieder belehrend für Sie erscheint, aber es ist eben Ihre Freiheit dies so zu sehen und auch so empfinden zu dürfen. Ich hoffe, dass wenigstens Gott dies mit Humor nimmt, sonst hat Er ja zuweilen nicht viel zu lachen…..

        • Vom-anderen-Stern sagt:

          Sprachzeichen – Denkzeichen – Schnittmengen:
          https://www.youtube.com/watch?v=dlL_69Qj8mI
          ‚In Gott fallen die Gegensätze zusammen.‘ (Nikolaus von Cues)

          • AM sagt:

            Die Gedankenführung von Rupert Lay habe ich mit großer Freude mir angehört. Sehr aktuell und empfehlenswert:) Danke dafür, @“Vom-anderen-Stern“
            „Gottesbilder überwinden“ – „“Ich bin, der ich da bin“ der Anfang des gegenständlichen Gottes “

            „Im Gott fallen alle Gegensätze zusammen“ – Nikolaus von Cuess

            „Gott ereignet sich jenseits aller Bilder“ – „jedes Bild ist ein Götzenbild“ – was tut die Kirche dafür? Ich meine immer noch zu wenig.

            „Wer ist noch interessiert religiös zu handeln? (…) Die Botschaft Christi zu leben.“ – die Voraussetzung ist hier die Botschaft Christi zu kennen. Und da, m.E. nach, scheitern wir, in Angesichts der mangelhaft vermittelten Christi Botschaft, oder im Besitz falschen Begriffe, Bilder zu sein, ohne den Willen und Bereitschaft dies zu ändern. Da schließt sich der Kreis wieder zu, leider. Oder sollte man anfangen diese Ereignisse zu verbessern?

            „Realitätsdichte unserer Wirklichkeit zu überprüfen“ sollte jeder tun, der von Toleranz spricht.
            „Ich muss überprüfen, ob meine Realitätsdichte, nicht des Andern, biophil ist“

            Gott ist „Die Liebe“ – gilt in Christentum. „Wer liebt, hat das „Göttliche“ erkannt“

            Erkennen-Wollen-Handeln – „die meisten Christen können es vielleicht – (…) wenn es um die anderen geht, nicht bei sich selbst“ wie wahr 😉
            „ich will den anderen Menschen meine Liebe zeigen. Das „will“ hat die Schwierigkeit mit dem Realisieren des „Handeln““

            „Die größte Problematik der Theologie ist, dass sie nur das Erkenntnis verbreitet. Das Wollen und Handeln werden außer Acht gelassen“

            „Wenn es uns gelingt die dreifache Liebe zu verwirklichen, dann sind wir Christen. Vermutlich, aber nur dann“ – bin auch der Meinung 🙂

            Abgrenzung:

            Die Behauptung/Widerspruch über die Hölle kann ich persönlich nicht gelten lassen. Derjenige, der so was behauptet hat auch eine vordefinierte Vorstellung über die Hölle.

          • AM sagt:

            Korrektur: sollte lauten: ”Ich bin, der ich da bin” der Anfang des NICHTgegenständlichen Gottes ”

  19. Franke2010 sagt:

    JA, es lebe die Meinungsfreiheit!!!
    Auch wenn sie uns manchmal nicht in den Gram passt und wir eine andere Meinung haben.
    Die Meinungsfreiheit ist ein wichtiger STützpfeiler unserer Freiheit!
    Wenn jemand diese Freiheit einschränken will (manchmal leider auch die Kirchen) oder diese sogar mit Anschlägen und Mord bekämpft dann müssen wir alle, besonders die redlichen Journalisten, aufstehen und dagegen angehen. Auch der Staat muss dieses Grundrecht verteitigen!!

    Trotz all den schlimmen Ereignissen, wünsche ich allen einen schönen Sonntag!

  20. Silvia Brückner sagt:

    Gerade habe ich auf t-online gelesen, dass ein Gespräch von IS – Führern von Geheimdiensten abgefangen werden konnte, wonach u.a. auch Anschläge in Rom geplant sind.

    Ich hoffe, die Sicherheitsvorkehrungen für den Papst werden verschärft und noch mehr hoffe ich, dass er sich auch daran hält.

    Ein kleines persönliches Erlebnis am Rande:

    Anfang Oktober vorigen Jahres war ich mal wieder zu einer OP im Krankenhaus, im katholischen Krankenhaus in Stuttgart.

    Ich musste ziemlich lange vor dem Zimmer der Ärztin, die die Aufnahmeuntersuchung machte, warten.

    Eine auch schon ältere Dame, die vor mir dran war, ließ ihre Tasche mit dem Krankenhausgepäck in der Wartezone stehen und vergaß ihre Tasche, als sie mit dem Aufzug zur Station fuhr.

    Es stand also eine herrenlose Tasche herum.

    Dann kam eine Physiotherapeutin mit einem Patienten und entdeckte die Tasche und erschrak. Sie sagte, sie seien angewiesen, Alarm auszulösen, wenn sie eine herrenlose Tasche entdecken. Ich beruhigte sie und sagte, die Dame, der die Tasche gehört, sei garantiert harmlos und komme bestimmt gleich zurück, um ihre Tasche zu holen.

    Die Physiotherapeutin war unschlüssig, was sie tun soll. Zum Glück kam dann die andere Patientin, um ihre vergessene Tasche zu holen, bevor ein blinder Alarm ausgelöst wurde.

    Wie gesagt, das war bereits vor drei Monaten und im Krankenhaus, nicht am Flughafen.

    Was ich damit sagen will ist, dass die Bedrohung allgegenwärtig ist und man inzwischen sogar schon in Krankenhäusern in Alarmbereitschaft ist.

    Also, passt auf unseren wunderbaren Papst auf.

    • Guardianus sagt:

      Ich denke, geehrte Frau Silvia Brückner, dass die Terroranschläge von Paris erst der Anfang des Agierens jener „Gotteskrieger“ sind und nicht „nur“ Rom (und vielleicht speziell der Vatikanstaat) ein Ziel solcher Terrorakte ist, sondern jeder Ort und jedes Handeln, was in den Augen jener Männer und Frauen deren Propheten schadet und eben Rache dafür geübt werden muss. Und wenn heute Millionen von Menschen auf die Straße gehen u.U. anderem wieder Transparente benutzen, die eine Karikatur des Propheten Mohammed zeigen….., bzw. sich mit jener journalistischen Arbeit solidarisieren, die nun ein Angriff jener „Gotteskrieger“ zum Opfer gefallen ist, dann können solche Veranstaltungen doch auch die Möglichkeit in sich bergen, dass so mancher „Schläfer“ solcher Krieger aufwacht, bzw. eingeschleusste „Gottesstaatler“ eine solche Demonstaration zu nutzen, um „eindrucksvoll“ die Schlagkraft jenes Terrornetzwerkes zu beweisen….und all` das „nur“ wegen der Meinungsfreiheit, für die man(n) offenkundig bereit ist, hierfür zu sterben. So wertvoll ist diese Freiheit nun auch nicht, diese auf -im wahrsten Sinne des Wortes- „auf Teufel komm` raus verteidigen sollte, bzw. grenzenlos auskostet. Warum also Menschen zum Zorn reizen, wenn man(n) wie auch Frau weiß, dass diese sehr schnell zum Zorn und zur Vergeltung bereit sind? Sind wir vielleicht auch -gleich jenen- im (falschen) Glauben, dann als Märtyrer zu sterben? …..
      Solidarität haben wir sicherlich zu bezeugen und sicherlich auch, dass wir uns von nichts und niemand einschüchtern lassen: keine Angst haben. Aber alles, so denke ich, muss aufrichtig und lauteren Herzens geschehen, denn: wer Gewalt und Terror herausfordert, der wird diese auch bekommen. Und dann ist das Geschrei und Geheule groß. Ich meine, wir sollten dieser momentanen Situation mit Weisheit begegnen….eher zurückhaltend defensiv, als eher laut und agresiv; mehr und intensiver darin aktiv werden, was das Wort des Glaubens uns lehrt. Und will man(n) wie auch Frau dem Psalmisten glauben, so geht der Teufel brüllend umher und sucht, wen er verschlingen kann, darin ihm wohl egal ist, auf welcher Seite sein Opfer steht…..
      Ja, es ist beängstigend, dass heute jeder an jedem Ort einer solchen Gefahr von Terrorakten ausgesetzt ist: auch eine Frucht der sogenannten „Meinungsfreiheit“ -? Und noch etwas: Ist nicht jeder Mensch wertvoll und wichtig, darin dessen Leben zu schützen ist? Wenn vor Gott alle Menschen gleich sind, dann wünsche ich Ihnen das, was ich Papst Franziskus auch wünsche…und natürlich auch P. Bernd Hagenkord…..
      Und immer die Augen aufhalten und wachsam sein: nicht nur zum eigenen Schutz, sondern zum Schutz eben auch der Allgemeinheit… 😉

      • Pater Hagenkord sagt:

        Doch, diese Freiheit ist wo wichtig. Wenn wir sie einschränken oder aus Angst nicht wahrnehmen, dann ist es auch mit der anderen, der Religionsfreiheit, nicht weit her.

        • Silvia Brückner sagt:

          Na ja, P. Hagenkord, es ist in meinen Augen aber schon einer gewisser Unterschied, ob ich bereit bin, für ein paar Mohammedkarikaturen zu sterben oder für meinen Glauben an Jesus Christus.

          Ob ich für diese form von Meinungsfreiheit demonstriere, die sich auch nicht scheut, ganz bewusst religiöse Gefühle zu verletzen, oder ob ich für Religionsfreiheit demonstriere (sofern die Religionsfreiheit nicht dazu benutzt wird, einen undemokratischen „Gottesstaat“ zu errichten).

          Für wen oder was Menschen demonstrieren, sagt sehr viel über die Werte unserer Gesellschaft aus.

          Übrigens gab es heute Nacht auch einen Brandanschlag auf eine Hamburger Zeitung, die Mohammedkarrikaturen des Pariser Satiremagazins veröffentlicht hat.

          Menschen scheinen dabei zum Glück nicht zu Schaden gekommen zu sein.

          • @konstantin sagt:

            Erklären Sie mir bitte den Unterschied? Ich glaube ich kann und werde Ihre Kommentare nie verstehen. Wir können zwar auf ein Ereignis mit den Argumenten unseres Glaubens reagieren. Ob wir dem gerecht werden wage ich zu bezweifeln. Frankreich ist, wie schon oft von mir betont, ein laizistischer Staat. Waren diese Menschen „bereit“ zu sterben?

          • Silvia Brückner sagt:

            @konstantin, wenn Sie den Unterschied, ob ich für Jesus Christus sterbe oder für ein paar Mohamedkarikaturen, nicht verstehen, kann ich Ihnen auch nicht helfen.

            ich denke schon, dass sich die Zeichner des Risikos bewusst waren.

            Ansonsten empfehle ich Ihnen diesen Beitrag:

            http://de.radiovaticana.va/news/2015/01/13/tomas_halik_kritisiert_charlie_hebdo/1118013

            Im Übrigen sind meine Kommentare in gut verständlichem Deutsch geschrieben, so dass eigentlich jeder verstehen kann, was ich meine.

            Es gibt auch eine Hierarchie der Werte. Und in dieser Hierarchie steht für mich mein Glaube an erster Stelle. Ich würde für meinen Glauben an Jesus Christus sterben, aber nicht für ein paar dämliche Zeichnungen.

        • Guardianus sagt:

          Ja,da gibt es sicherlich Zusammenhänge, die wir sehen und auch erkennen müssen, zumal die (eigene) Meinung eben auch mit dem Glauben zu tun hat, wenn nicht sogar (so wohl der Idealfall) von diesem geprägt ist…sein sollte. Wenn das aber der Fall ist, werde „ich“ diese Freiheit nicht grenzenlos ausschöpfen wollen…
          …wenn Sie es so (gelten lassen) wollen: „ich habe kein unbedingtes Recht auf (Meinungs-)Freiheit, um einmal auf das nächste von Ihnen vorgegebene Thema zu blicken, wenn ich einmal die Freiheit (an sich) als „mein“ Eigentum betrachte. Freiheit natürlich im rein weltlichen Sinn, mit dessen ganzen Dynamik in deren Auffassung und Verständnis derselbigen, die sich ja -so meine ich- von jener Freiheit unterscheidet, die uns das Wort Gottes geschenkt und uns in diese hinein befreit hat.
          Eine -durch das Wort des Glaubens- „beschnittene“ Freiheit ist natürlich zu schützen und wenn nötig auch: dafür zu sterben, um eben die Freiheit gerade des Nächsten zu gewährleisten und somit Gewaltauswirkung, ein Kampf um Schutz und Erhalt der Freiheit, doch in sehr engen Grenzen halten kann. Es muss also die Beschneidung der eigenen Freiheit sein, der eigene Tod für die Freiheit und nicht die Beschneidung der Freiheit des Nächsten oder dessen Tod. Naja, vielleicht drücke ich mich mal wieder nicht gut aus. Aber ich denke, wenn wir alle auf den Herrn schauen, dann denke ich wissen wir, wie wir uns verhalten sollen: wie unser „Kampf“ dahingehend auszusehen hat.
          Jedenfalls heißt m.E. Freiheit nicht, dass ich tun und lassen kann was ich will. Wenn wir uneingeschränkte Freiheit wollen, dann haben wir eben auch die Konsequenzen hierfür zu tragen…dann darf man(n) wie auch Frau Sie, Ihren Orden, die Kirche beschimpfen ….u.v.a.m. ohne dass Sie sich darüber ereifern dürfen, weil eben auch das Freiheit ist, wenn auch eine falsch gelebte. Und genau dafür sind Sie ja da: dass die Freiheit richtig und verantwortlich gelebt wird….im Sinne Gottes. Eine „Beschneidung“ derselbigen ist daher unabdingbar…ist vielleicht das Wesen jener Selbstverleugnung, von welcher der Herr spricht…und wohl auch ein Papst Franziskus hinweist, wenn er eben sagt, dass wir kein unbedingtes Recht auf Eigentum haben……

          • Franke2010 sagt:

            @Guardianus + Brückner,
            die Meinungsfreiheit ist absolut wichtig! Wenn man vor lauter Angst die Meinungsfreiheit nach den eventuellen Folgen richten soll/muss, dann ist unsere demokratische Freiheit in Gefahr.Wir hatten schon einmal eine Zeit wo die richtige Meinungsmitteilung eventuell einiges hätten verhindern können. Gerade auch damalige Kirchenfürsten und auch der damalige Papst hätten lauter Schreien müssen! (–> dies ist meine feste Meinung). Es gab zwar einige wenige Bischöfe (z.B. v.Ketteler, Ehrenfried) + einige Priester, aber diese waren zu wenig. Hätten diese redlichen Kirchenmänner auch schweigen sollen??
            Nicht die Meinungsfreiheit muss sich anpassen, sondern die Terroristen/Fanatiker müssen bekämpft werden. Nicht die Mohammedaner müssen sich ändern sondern die radikalen Dummköpfe mit Scheuklappen welche nur Terror und Unfrieden verbreiten (so wie 1933 unter anderem Vorzeichen).
            Frankreich hat eine etwas andere Auffassung zur Meinungsfreiheit und Satire. Sie sind offener, kämpferischer, bissiger in der Vertretung der Freiheiten. Aber auch diese Nation hat das Recht diese so zu leben.
            Vor lauter Angst kann ich mich nicht mit Scheuklappen in eine wattebauschverhülte Gottes- oder Teufelswelt verstecken. Gott hat mit Sicherheit nichts mit diesen Undaten zu tun. Man sollte nicht immer das Heil in einer von wenigen definierten Gottesheilswelt suchen. Dies machen doch schon die IS-Kämpfer.
            Wir sollten in der realen Welt bleiben und unsere Freiheiten mit allen Mitteln verteitigen, auch wenn uns die Meinung des Anderen nicht gefällt!

        • Vom-anderen-Stern sagt:

          Die Freiheit, seine Meinung zu äußern und seine Relgion auszuüben, beruhen vor allem in Europa auf der historischen Anerkenntnis eines freien, menschlichen Willens, u.a. heraus gearbeitet durch Schopenhauer, Kant und andere. In welchem Umfang ein solcher freie Wille wirklich existiert, plakativ gefragt ‚Lebe ich?‘ oder ‚Werde ich gelebt?‘, ist Gegenstand intensiver Diskussionen von der Philosophie/Theologie über die Jurisprudenz bis hin zur Neurologie und Quantenphysik und schlägt sich unter anderem praktisch auch in der Diskussion um Sterbehilfe wieder. Aus der Perspektive, was der freie Wille ist, erscheinen die aktuell kursierenden Begriffe Meinungs- und Religionsfreiheit als „unscharfe“ Schlagworte.

          • Guardianus sagt:

            …also wieder einmal mehr: viel Lärm um nichts… auf diesem Stern?

          • Vom-anderen-Stern sagt:

            @Guardianus: Auf unserem, dem anderen Stern gibt es die Regel, besser so zu leben, dass man nichts weiß, anstatt Antworten zu haben, die möglicherweise falsch sind.

          • Guardianus sagt:

            Also ist Ihr Stern das “ Tal der Ahnungslosen“?…der scheinbar Wissenden, die doch Unwissend sind? Wie glaubhaft, wie ernst zu nehmend sind dann Ihre Beiträge? Sind es diese u.U. falsche Antworten?
            Dann aber schnell wieder zurück zu Ihrem Stern. Unsicherheit haben wir hier genug und auch (scheinbares) Wissen, was unseren Stern bisher nicht besser und schöner gemacht hat. Vielleicht ist es überhaupt so, dass es kein Ort im Universum gibt, wo wirkliches Wissen und Erkenntnis gibt….

          • Vom-anderen-Stern sagt:

            @Guardianus; Ergänzung: … anstatt ‚vorschnell‘ Antworten zu haben, …
            Auf unserem anderen Stern gehört zum echten Wissen untrennbar das Staunen und das Erkennen des eigenen Nichtwissens. Auf die Willensfreiheit bezogen, mag es das Staunen darüber sein, dass zeitlebens im Kopf eine atomare Veränderung stattfindet. Atome, die vorher da waren, verschwinden, neue Atome kommen von außen hinzu, die erlebbaren Willens- und sonstigen darauf beruhenden Freiheitsmöglichkeiten bleiben bestehen. Was aber ist mit den ‚verbrauchten‘, ausgetauschten Atomen, die dazu beitrugen und denen insofern eine Erinnerung an die einstigen Willensprozesse meines Ich-Bewußtseins innewohnt, welches sich inzwischen längst erneuert hat? Was bedeutet ein solches stabiles Ich-Erleben und Handeln auf dem Kommen und Gehen von Atomen, die nur für jeweils kurze Zeit einen Tanz aufführen und dann wieder verschwinden? Ein Beispiel von vielen, wie man sich auf dem anderen Stern versucht dem Wissen zu nähern.

  21. Guardianus sagt:

    @Franke2010: Das mag alles richtig sein was Sie hier schreiben und diese Meinung sicherlich die Meinung vieler ist. Der Maßstab eines Glaubenden ist aber nicht der Maßstab der Welt, sondern Jesus Christus. Da gilt es eben unseren Geist und unser Herz nach Seinem Geist und Herz zu bilden, bzw. diese von Ihm bilden zu lassen….. was dann eben zu einem anderen Verständnis von Freiheit führen wird. Betrachten Sie nur einmal die Leidensgeschichte Jesu….
    Wenn wir also von der Nachfolge Jesu sprechen, dann haben wir eben in allem über Seine Worte und Sein Handeln nachzudenken, welches eben das Handeln der Welt irgendwie doch „auf den Kopf“ stellt..

    • Franke2010 sagt:

      @Guardianus:
      Ihre Meinung und Einstellung wird verstanden und akzeptiert,
      ABER die Meinungsfreiheit ist unverletzlich!
      Auch wenn mir diese Meinung nicht gefällt. Wenn die Satierezeitschrift nur Bilder von Mohammed zeichnen würde und keine Bilder zu Bischöfe und Päpste dann würden Sie es vermutlich diese Zeitschrift für gut finden.
      Wehret den Anfängen!! So war es 1933, die Zustände in China, Russland und auch bei den Amis.
      Deshalb muss man eine Zeitschrift unterstützen welche es wagt so deutlich gegen Missstände anzugehen.
      Jesus hat auch die Scheinheiligen aus dem Tempel vertrieben.
      Ich bin überzeugt, dass Jesus heute bei Charlie ein Zeichner wäre.
      Er würde sicherlich die verstaubten Weltenverbesserer auf die Schiebe nehmen und er würde sicherlich auch schreiben „Es lebe die Meinungsfreiheit!!“.

      • @konstantin sagt:

        Unsere Religion und unsere Kirche hält nicht nur „Charlie“ aus. Es ist die Kraft unseres Glaubens, die uns sagen lassen kann, es lebe nicht nur die Meinungsfreiheit, sondern auch die Pressefreiheit! Wie fragil diese Freiheit ist, zeigt die aktuelle Nachricht, dass Islamisten hunderte von Seiten im französischen Internet gehackt haben.

      • Guardianus sagt:

        @Franke2010: Sie gehen falsch in Ihrer Vermutung. Und was Satire usw. generell angeht, so frage ich mich als glaubender Mensch, ob dies dem Weg der Liebe entspricht, wenn ich mir so die Wegbeschreibung der Liebe eines Paulus ansehe.
        Natürlich lebe die Freiheit (generell), aber endet „meine Freiheit“ nicht da, wo die Würde des „Anderen“ beginnt.
        Ich denke, dass Sie mich nicht richtig verstanden haben… – ist aber egal: es liegt in Ihrer Freiheit es so zu verstehen wie Sie es verstehen wollen.

      • Guardianus sagt:

        ….@Franke2010: Um es nochmals zu verdeutlichen: Muss ich als glaubender Mensch diesbezüglich, was die/eine uneingeschränkte Freiheit angeht, doch etwas anders denken? Um das geht es mir persönlich und diese Meinung müssen Sie nicht teilen, auch andere nicht. Aber als glaubender Mensch stehe ich zunächst und zu erst in der Verantwortung vor Gott und dieserhalb sehe ich die (Meinungs-)Freiheit etwas differenzierter. Das ist wohl der Unterschied zwischen Ihrer und meiner Meinung, welche die Ihrige keineswegs abzuwerten sucht – ganz im Gegenteil.

  22. Silvia Brückner sagt:

    Hier ein sehr interessanter Kommentar auf der hiesigen Homepage zum Thema Meinungsfreiheit, dem ich uneingeschränkt zustimme:

    http://de.radiovaticana.va/news/2015/01/13/tomas_halik_kritisiert_charlie_hebdo/1118013

  23. @konstantin sagt:

    Frau Silvia Brückner, die brüske Sprache Ihres Kommentares demaskiert Sie. Menschen verlieren schneller ihr Gesicht als sie glauben durch ihre Sprache! „Ich würde für meinen Glauben an Jesus Christus sterben“. Das haben andrer auch schon gesagt und der Hahn hat trotzdem geschrien.

  24. @konstantin sagt:

    Mein Kommentar vom 13.1. um 22:11 h galt dem Kommentar von Frau Brückner
    vom 13.11. 19:52 h. Sehr lesenswert 🙂

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