Geistliches Üben, fern von den Schreibtischen

An diesem Sonntag beginnt Papst Franziskus seine Exerzitien, also geistliche Übungen von etwa einer Woche, die schon lange zur Tradition der Kirche dazu gehören. Nur finden sie in diesem Jahr in anderer Form statt: Der Papst hat entschieden, nicht morgens einen geistlichen Vortrag in der Kapelle im Vatikan zu hören, wie es bislang der Fall war. Er hat den Ort für die Exerzitien verlegt, wer mitmachen will, muss raus aus dem Vatikan, weg vom Schreibtisch, in eine neue Umgebung.

Eingeladen sind die Mitarbeiter der Kurie. In dem Interview mit dem Corriere della Sera am vergangenen Mittwoch drückte der Papst das so aus: „In meiner Weise des Handelns warte ich darauf, dass der Herr mich inspiriert. Ich mache ein Beispiel. Es wurde über die Seelsorge für die Mitarbeiter in der Kurie nachgedacht, und man hat begonnen jährlich Exerzitien anzubieten. Man muss den Exerzitien eine große Wichtigkeit geben: alle haben das Recht, fünf Tage in Schweigen und Meditation zu verbringen, während zuvor man in der Kurie drei Predigten pro Tag anhörte und danach einige wieder an die Arbeit gingen.“

Der Papst nimmt damit eine Tradition auf, die er aus seiner jesuitischen Tradition gelernt hat, die aber auch andere geistliche Traditionen ihr Eigen nennen. In unseren Breiten hat sich das zum Beispiel in der Einrichtung von Exerzitienhäusern niedergeschlagen: Man soll weggehen von seinem Lebens- und Arbeitsplatz.

Im Exerzitienbuch des Ignatius von Loyola, in dem er die jesuitische Weise niedergeschrieben hat, Exerzitien zu begleiten, liest sich das – in der etwas sperrigen Sprache des 16. Jahrhunderts – so:

 

Vorbemerkung Nr. 20: [Wer die Exerzitien machen will] wird in ihnen normalerweise um so mehr Nutzen ziehen, je mehr er sich von allen Freunden und Bekannten und von jeder irdischen Sorge absondert; etwa indem er aus dem Haus zieht, wo er wohnte, und ein anderes Haus oder Zimmer nimmt, um darin so geheim wie möglich zu wohnen, so dass es in seiner Hand liegt, jeden Tag zur Messe und zur Vesper zu gehen, ohne Furcht, dass seine Bekannten ihm ein Hindernis bereiten. Aus dieser Absonderung folgen drei hauptsächliche Vorteile, unter vielen anderen:

Der erste ist: Wenn ein Mensch sich von vielen Freunden und Bekannten und ebenso von vielen nicht gut geordneten Angelegenheiten absondert, um Gott unserem Herrn zu dienen und ihn zu loben, erlangt er nicht wenig Verdienst vor seiner göttlichen Majestät.

Der zweite: Indem er so abgesondert weilt und den Verstand nicht auf viele Dinge aufgeteilt hat, sondern seine ganze Sorge nur auf eines legt, nämlich seinem Schöpfer zu dienen und seiner eigenen Seele zu nützen, gebraucht er seine natürlichen Fähigkeiten freier, um mit Eifer zu suchen, was er so sehr wünscht.

Der dritte: je mehr sich unsere Seele allein und abgesondert findet, um so geeigneter wird sie, sich ihrem Schöpfer und Herrn zu nähern und zu ihm zu kommen; und je mehr sie ihm so nahe kommt, desto mehr stellt sie sich darauf ein, Gnaden und Gaben von seiner göttlichen und höchsten Güte zu empfangen.

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84 Kommentare zu Geistliches Üben, fern von den Schreibtischen

  1. Rumpelstilzchen sagt:

    „Es ist das Licht des Herrn, das den Geist erhellt. Wie könnte man mit dem geborgten Licht des Geistes das Licht allen Lichtes erkennen, ohne den Geist nach innen zu wenden und sich mit Ihm zu vereinigen, sag?“
    (aus ‚Über die Wirklichkeit‘ von Ramana Maharshi)

    • Es fragt sich nur, was man da drinnen findet.

      • chrisma sagt:

        @Thora Peter Stahl, wenn Sie die Lehre des Atma Vichara anwenden die nächsten 17 Wiedergeburten erst mal gar nix. Es ist der Irrglaube der europäischen Jünger der diversen Lehren des Hinduismus und Buddhismus das dies alles gaaaanz schnell geht. Der von mir durchaus geschätzte Dalaih Lama hat mal einen Stoßseufzer in Richtung „Jünger“ aus Europa losgelassen: ob die nicht vielleicht doch erst mal die Spiritualität in den ihnen vertrauten Religionen suchen könnten. Nun denn…..

        • Rumpelstilzchen sagt:

          »Jedem sollte zugestanden werden, seinen eigenen Weg zu gehen, für den allein er geschaffen ist. Man kann ihn nicht gewaltsam zu einem anderen Weg bekehren. Der Meister geht mit seinem Schüler dessen Weg und lenkt ihn allmählich und im rechten Augenblick auf den höchsten Weg. Wenn man ein Auto in voller Fahrt abbremst oder wendet, führt das zu einer Katastrophe.« (Ramana Maharshi)

  2. chrisma sagt:

    Zwischen den Exerzitien des heiligen Ignatius von Loyola und den sog. Weisheiten der unüberschaubaren Menge an Lehren und der unüberschaubaren Menge an Lehrern. Eine der wichtigsten Unterscheidungen: alle ausnahmslos alle Schulen des Hinduismus/Buddhismus konzentrieren sich auf das „Innen“ auf das „eigene Selbst“. Die immer wiederkehrende Frage nach dem „Wer bin ich??“ es geht um Selbstwahrnehmung und Selbstverwirklichung. Wenn wir – auch hier wieder ein wunderbarer Dreiklang von Pater Hagenkord – uns die Exerzitien des Heiligen Ignatius anschauen geht es um „wie kann ich meinem Schöpfer dienen, wie kann ich Gott dienen, meine Seele besser auf IHN vorbereiten. Dafür ist der Rückzug, das in die Stille gehen, die Welt außen vor lassen um dann in der Stille zu erfahren was Gott von uns wünscht. Die Exerzitien sind niemals Selbstzweck, sie dienen der Vorbereitung auf mein Handeln, „auf das Zeugnis ablegen für Jesus Christus“, also auf Kontemplation folgt Aktion. Persönlich bin ich hoch erfreut, dass es nun im Vatikan möglich ist Tage der Meditation und des Schweigens und der Hinwendung auf Gott zu verbringen.

    • chrisma sagt:

      muss heißen: unüberschaubaren Mengen an Lehrern liegen Welten

    • Rumpelstilzchen sagt:

      Gibt es wirklich im Kern Unterschiede?
      »Es gibt nur zwei Wege, das Schicksal zu überwinden und von ihm unabhängig zu sein. Der eine Weg ist zu erforschen, wer dem Schicksal unterworfen ist und zu entdecken, dass nur das Ich und nicht das Selbst gebunden ist und dass das Ich nicht existiert. Der andere Weg ist, das Ich zu töten, indem man sich völlig dem Herrn unterwirft. Man erkennt seine Hilflosigkeit und sagt beständig: ›Nicht ich, sondern Du, oh Herr!‹, gibt jedes Empfinden von ›ich‹ und ›mein‹ auf und überlässt es dem Herrn, mit einem zu tun, was er will. Die Hingabe ist nicht vollständig, solange der Verehrer etwas vom Herrn will. Wahre Hingabe ist die Liebe zu Gott einzig um der Liebe willen, nicht einmal um der Erlösung willen. Oder anders gesagt: die völlige Auslöschung des Ich ist nötig, um das Schicksal zu überwinden, ob das nun durch die Selbstergründung oder durch den Weg der Hingabe geschieht.« (Ramana Maharshi)

      • chrisma sagt:

        @Rumpelstilzchen. Sie suchen offensichtlich eine Plattform um das Guru- Wissen unter die Leute zu bringen. Dafür sind die Maharishi-Jünger vor allem die europäischen ja bekannt. Nur so viel: es gibt im Kern gravierende Unterschiede.

        • Silvia Brückner sagt:

          @chrisma, vor kurzem hatten wir hier im Blog die Psychowelle, jetzt kommen die Anhänger fernöstlicher „Weisheiten“ zu Wort. Die aufdringliche und intolerante Missionierung Letzterer ist mir bestens bekannt und ist, vorsichtig ausgedrückt, nicht unschädlich.

          Letzten Endes sind beide „Wellen“ Modeerscheinungen, von denen man sich im Interesse der eigenen psychischen Gesundheit besser fern hält.

        • Rumpelstilzchen sagt:

          @chrisma; Sie scheinen die Personen zu verwechseln. Ramana Maharshi war ein asketisch* lebender indischer Weiser, dessen Leben von einer ‚mediatio mortis‘ (Heinrich Zimmer) geprägt wurde (vgl. http://www.lit-verlag.de/isbn/3-8258-9662-5).
          *(Er hatte die Einstellung, dass alles, was in den Ashram kam, ein Geschenk Gottes war, und dass es richtig verwendet werden sollte. Er pickte zum Beispiel heruntergefallene Senfsamen mit den Fingernägeln vom Küchenboden auf und bestand darauf, dass sie noch verwendet wurden. Er hat von Probedrucken von Ashram-Büchern immer die weißen Ränder abgeschnitten, sie zusammengenäht und kleine Notizbücher daraus gemacht; er hat versucht bestimmte Gemüseteile zu kochen, die man normalerweise wegwirft, zum Beispiel die stacheligen Enden von Auberginen. Er gab zu, dass er diesbezüglich etwas fanatisch war. Einmal meinte er: „Wie gut, dass ich niemals geheiratet habe. Keine Frau hätte mit meinen Gewohnheiten zurechtkommen können.”)
          Maharishi Mahesh Yogi, der Guru der Beatles, dagegen gilt als der „Erfinder“ der sogenannten Transzendentalen Meditation, kurz TM, bei der die Vergabe von persönlichen Mantren und andere „übernatürliche Fähigkeiten“ lukrativ vermarktet wurde (vgl.http://www.relinfo.ch/tm/info.html). Dessen Jünger, die Sie erwähnen, zogen schon vor Jahrzehnten an Universitäten und in Wohnheimem herum, um den Studierenden TM und Mantren zur besseren Konzentration anzudrehen. Zwischen beiden Personen liegen Welten. Es wäre schön gewesen, wenn Sie beim Lesen etwas genauer hingeschaut hätten.

          • KRP sagt:

            Danke für Ihre Erklärung….

          • Rumpelstilzchen sagt:

            @KRP; das Grundmuster vieler, vor allem fernöstlicher Sekten ist leicht zu durchschauen; sie greifen sich aus ihren religiös-philosophischen Traditionen etwas heraus wie z.B. das Murmeln eines Mantras, was sie als alleinseligmachendes Heilmittel (im Westen) vorstellen. Leichtgläubige, Unerfahrene und religiös Sensible greifen zu, aus Suchenden werden Süchtige und Ausgebeutete. Im indischen Kulturraum sind Religion und Philosophiesysteme zudem verwobener als im abendländischen. Für Seelenfänger ist die spirituelle Requisitenkammer dort prall gefüllt. Wie immer geht es darum, das Echte vom Unechtem zu unterscheiden und hinter die Fassaden zu schauen, soweit man es kann und möchte.

          • chrisma sagt:

            @Rumpelstilzchen, ich habe mich nur verschrieben. Der Inhalt ist der Gleiche: eine sehr trübe Brühe

          • KRP sagt:

            Genau das Echte vom Unechtem zu unterscheiden, soweit man es kann und möchte.

    • KRP sagt:

      Fragen sich Christen nicht auch „Wer sie sind“ ? Ich denke das ist dem Menschen allen gegeben die Frage nach dem wer bin ich, wo komme ich her und wo gehe ich hin…

  3. KRP sagt:

    Ich denke nicht nur in den hinduistischen/buddhistischen Religionen alleine geht es um das nach innen schauen, auf sich selber, in allen Religionen ist das so. Nur wer sich selber kennt findet Zugang zu Gott oder einer höheren Macht oder wie auch immer man es nennen möchte. Gott kann man meines erachtens nur in der Stille finden niemals im Trubel der Welt und dabei gehört mit Sicherheit dazu in sich selber zurück zuziehen. Exerzitien als Selbstzweck wird sicher misslingen denn Gott sieht in die Herzen derer die sie machen und wer sich nicht mit dem Herzen darauf einlässt wird sicher keinen Zugang zum Glauben, zu Gott und Christus finden und es wird ein sogenannter Wohlfühlglaube bleiben der nur oberflächlich ist und weder hält noch trägt. Sich auf Exerzitien, auf Gott, sein eigenes Leben und sein daraus entstehendes Handeln einzulassen ist ein harter, schwerer und steiniger Weg zum Ziel.

  4. Peter Lauschus sagt:

    Wenn ich mich richtig erinnere, geht es in den östlichen Religionen um die Erkenntnis das alles Maya (Schein) ist und Erlösung ist die Auflösung des Ich in das große Ganze (Atman). Der christliche Glaube aber verkündet doch die Auferstehung des Fleisches, also das Fortbestehen des Individuums. Wenn in der christlichen nach Innen geschaut wird um das Seelenfünklein (Eckhard oder Seuse?) oder das übernatürliche Existential (Rahner) zu erkennen, zu ergreifen, zu …. um über diesen Urgrund die Verbindung mit Gott zu erlangen, aber nicht um in ihm aufzugehen.

    • chrisma sagt:

      @Peter Lauschus, an dieser Stelle ein von Herzen kommendes Danke!

    • Rumpelstilzchen sagt:

      @ Peter Lauschus: Atman entspricht der persönlichen Seele; Brahman ist das „große Ganze“. Buchtipp: Indienfahrt eines Psychiaters von Prof. Dr. Medard Boss (http://www.medardboss.ch/). Der Glaube an die Auferstehung des Fleisches mag ein echter Unterschied sein, aber ist das nicht auch der Glaube des Islam? Und wo wäre dann der Unterschied? Außerdem: welcher materiellen Substanz entspräche das auferstandene Fleisch? Im wesentlichen folgt die Struktur der komplexeren nicht-dunklen Materie unseres Universum einer Alpha-Chemie (das Vielfache eines Heliumkerns).

      • Pater Hagenkord sagt:

        Das ist jetzt aber sehr esoterisch. Islam und Christentum liegen weit auseinander, das können Sie nicht einfach so zusammenlesen. Und was bitte soll eine Alpha-Chemie sein? Sehr esoterisch.

        • Rumpelstilzchen sagt:

          In Bezug auf östliche Religionen würde sich nicht nur allein das Christentum, sondern gleichfalls auch der Islam mit dem Glauben an eine Auferstehung des Fleisches nebst Jüngstem Gericht abgrenzen, d.h.die Feststellung von Herrn Lauscher müßte eigentlich inhaltlich erweitert werden. Aber macht die Aussage dann noch Sinn im Hinblick darauf, was mit ihr hier in der Diskussion begründet und herausgearbeitet werden soll?
          Ein Heliumkern mit der Nukleonenzahl (Masenzahl) 4 ist ein sogenanntes Alphateilchen und der Kohlenstoff in Ihrem Organismus und der Sauerstoff, den Sie einatmen, sind ein Vielfaches davon. Wir alle sind der lebendige Beweis für eine kosmische ‚Alphateilchen-Chemie‘. Das hat rein gar nichts mit Esoterik zu tun, sondern ist Naturwissenschaft pur und kann in jedem Buch oder Aufsatz über die kosmische bzw. stellare Nukelosynthese nachvollzogen werden z.B. hier: http://journals.aps.org/rmp/pdf/10.1103/RevModPhys.29.547 und einfacher hier: http://m.schuelerlexikon.de/che_abi2011/Die_Haeufigkeitsverteilung_der_Elemente_im_Universum.htm. Falls Sie nicht überzeugt sind, hören Sie bei Ihren Kollegen an der Vatikansternwarte nach.

        • Rumpelstilzchen sagt:

          Da kombinieren Sie etwas, was ich inhaltlich nicht kombiniert habe. Lassen Sie hinter ch/) einfach einen neuen Absatz/Gedanken beginnen.

    • KRP sagt:

      Wer sagt aufgehen muss man in ihm….erkennen ist die Aufgabe jedes einzelnen und das ist nicht leicht. Sicher gibt es in jeder Kultur unterschiede aber das sollte man auch im Dialog aussprechen und niemanden aufdruecken oder alles als falsch abstempeln.

    • Danke Peter Laschus, so ist es!

  5. Peter Lauschus sagt:

    Christlichen Meditation muss es heißen.

  6. Silvia Brückner sagt:

    Es gibt auch christliche Meditationszentren, hier ein Link:

    http://meditationszentrum.bistumlimburg.de/

    Kleine persönliche Anmerkung: In Heiligkreuz in Frankfurt am Main wurden meine Eltern getraut und ich am 16. März 1951 getauft.

    Auch in der Conkathedrale St. Eberhard in Stuttgart findet einmal in der Woche eine angeleitete Meditation statt, genau genommen nicht in der Kathedrale sondern im „Haus der katholischen Kirche“ nebenan. In St. Eberhard, nahe meinem heutigen Wohnort, will ich demnächst auch mal teilnehmen, weil ich viel von Meditation halte, allerdings vom christlichen Weg, nicht vom fernöstlichen oder esoterischem.

  7. KRP sagt:

    Was ist richtig was ist falsch, wer bestimmt das? Gottes Wege sind so unterschiedlich und vielfältig. Auch über den fernöstlichen Weg oder Esoterik kann Gott einen zu sich führen. Ich habe schon viele Geschichten von Menschen gelesen und gehört die ihren Weg zu Christus über eine andere Religion gefunden haben. Allein Gott kennt alle Wege und jeder Mensch hat seinen eigenen Weg. Meditation, Kontemplation gibt es in allen Religionen ich denke das alles sind Anknüpfungspunkte wo man sich finden kann. Irgendwie denke ich muss ja auch was an den fernöstlichen fremden Religionen dran sein was man hier im Westen vermisst sonst würden nicht so viele aus dem Westen auf das fernöstliche fliegen. Es gibt ja hier so einige die sich mit den fernöstlichen auskennen vielleicht weiss ja jemand oder kann mir erklären weshalb die Menschen sich so nach den fernöstlichen sehnen und dem christlichen Glauben vorziehen.

  8. chrisma sagt:

    Den Buchtipp von @Rumpelstilzchen (Indienfahrt eines Psychiaters) hatten wir in diesem Blog schon mal. Das Buch an sich ist nicht schlecht, stammt aus den 50 iger Jahren, ist an dieser Stelle und auch an der Stelle an dem es seiner Zeit im Blog genannt, wurde völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Der arme Merdad Boss nur weil er mal nach Indien gefahren ist, muss er nun für alles herhalten. Der esoterische Gemischtwaren Laden schreckt vor nichts, aber auch rein gar nichts zurück. Aber immer gibt ein bisschen gemischte Religion, so von jedem etwas – nur nix substantielles, und jede Menge Psycho, gemischt mit indischer Würze: Transzendale Meditation oder auch Atma Vichara oder oder…, gibt ja vieles und am Ende so ein kleines aber auch nicht allzu sehr in die Tiefe gehendes Sahnehäubchen in Form von Zitaten von Hildegard von Bingen, die grundsätzlich aus dem Zusammenhang gerissen werden. Oder auch Heidegger oder Physik wird an diesen Stellen immer gern genommen. Die Wellen @Silvia Brückner rollen und tragischer weise vermischen Sie sich. Von mir aus, jeder soll sich sein Geld so aus der Tasche ziehen lassen, jeder soll sich so für dumm verkaufen lassen wie er möchte. Dies gilt für den psychisch stabilen Menschen (die meisten von uns). Das gefährlich an diesem fatalen Cocktail ist aber, das psychisch labile oder schon kranke Mensch in diesen „Strudel“ gerät, hier Heilung sucht und gnadenlos in immer tiefere Probleme hineinrutscht. Dann, nicht selten, in der Psychiatrie langwierig behandelt werden muss. Es hat es schon seinen Grund warum die Sekten beauftragen der Länder mehr als ein Auge auf einige dieser Auswüchse „geworfen“ haben. Es geht hier nicht um Hinduismus Kritik oder negative Äußerungen zu dieser – sehr faszinierenden alten- Religion, denn das was da zusammengerührt wird hat nichts aber gar nichts mit Hinduismus oder einer der anderen Weltreligionen zu tun, im Gegenteil, es verachtet jede Religion, weil es nur um Versatzstücke geht, die man sich passend zurechtschneidet. Mit Versatzstücken kann man nicht in einen Dialog treten……Diesen ernsthaften Dialog führt die katholische Kirche seit Vatikanum II, er zeigt sich in den Friedensgebeten von Assisi deutlich. Der interreligöse Dialog ist aus unserer Kirche nicht mehr wegzudenken, aber im Respekt vor der Gesamtheit eines religiösen Ausdrucks.

    @KRP für Sie habe ich noch etwas von Papa Benedikt em gefunden: „Und so dehnt sich der Irrtum aus, dass nur der tolerant ist, der alles für gleich gültig hält und dabei noch seinen eigenen Standpunkt relativiert. Dabei kommt Toleranz vom lateinischen tolerare, was so viel heißt wie tragen, ertragen. Von Relativieren ist da nicht die Rede. Im Gegenteil: Tolerant ist der, der den Irrtum seines Nächsten erträgt, ihm aber zugleich nicht verschweigt, dass er einem Irrtum erlegen ist.“

    @Carmen liebe Carmen, die Frage wer er ist muss er sich selbst beantworten. Er kam aus Berlin und wurde uns aufgezwungen (lebe im Rheinland) und wohin er ergeht: endlich in den wohlverdienten Ruhestand (schweigend????) Die drei Fragen passen zu ihm. Spannend wird sein was nach ihm kommt, aufzwingen lassen werden sich die rheinischen Katholiken wohl niemanden mehr——

    • KRP sagt:

      @chrisma was halte ich für gleich gültig und was für ein Irrtum wird verschwiegen??? Ich denke das allein kann auch nur Gott entscheiden. Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg auch das sagt Papst Benedikt em.

      • KRP sagt:

        Ich sage ja gar nicht das alles richtig ist, auch im römisch kath. Glauben ist nicht alles Gold was glänzt aber es klingt von manch einem Katholiken so als ob es dier einzig richtige Religion ist und alles andere ist total falsch. Wer weiss das mit 100 % iger Sicherheit? Wissen Sie das??

        • chrisma sagt:

          „Wir wissen, dass es diesen Gott gibt und dass daher die Macht in der Welt da ist, die die ‚Schuld der Welt wegnimmt‘ (Joh 1,29).“

          • KRP sagt:

            Na dann ist es ja gut und wenn es in der Bibel steht wissen das bestimmt auch andere.

          • Peter Lehmann sagt:

            Warum kann es dann ein Jüngstes Gericht, wo geerntet wird, was gesät wurde, geben?

    • Silvia Brückner sagt:

      Danke Chrisma für Ihre sehr ausführliche Stellungnahme auch aus Ihrer Sicht als Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie.

      Bleibt zur Ergänzung noch zu sagen, dass die „Esoterikheiler“ auch eindeutig körperlich kranke Patienten versuchen davon abzuhalten, zum Arzt zu gehen, oder, wenn es einer doch gewagt hat, sich z.B. einer notwendigen Operation oder anderen schulmedizinischen Behandlung zu unterziehen.

    • Rumpelstilzchen sagt:

      Nach ihm kommt hoffentlich Kardinal Woelki.

  9. Silvia Brückner sagt:

    Dies hier ist der Blog von Radio Vatikan, also ein römisch – katholischer Blog, deswegen wundert es mich, wie hier neuerdings von einzelnen Bloggern immer wieder versucht wird, die Diskussion in eine Richtung zu lenken, die nichts mehr mit dem jeweiligen Thema des Blogs zu tun hat bis hin zu Bekehrungsversuchen zu abstrusen Weltanschauungen.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Nur bis zu einer Grenze.

    • Carmen Fink sagt:

      Was soll denn das? Wird jetzt ausgegrenzt? Dürfen nur noch kath. Christen hier im Blog ihre Meinung äußern? Ich glaube da liegen sie falsch! Gerade das so unterschiedliche Meinungen geäußert werden macht diesen Blog interessant. Danke allen für ihre Beiträge!

      • Pater Hagenkord sagt:

        Es geht nicht um Meinungen, die sollen hier vorkommen, es geht um Werbeveranstaltungen.

      • chrisma sagt:

        @Carmen liebe Carmen, es kann in diesem Blog jeder seine Meinung schreiben, aber Plattformen für Sekten sollten wir nicht bieten, ich hoffe Sie verstehen dies und respektieren es.

        • @chrisma, Liebe chrisma ich habe von Meinungen gesprochen nicht von
          Sekten. Ich schließe mich da ganz ihrer Meinung an. Ich frage mich auch immer warum soviele Menschen sich sehenden gesichtes das geld aus der Tasche ziehen lasse. Aber leider gibt es Menschen die das Leid anderer schamlos ausnutzen. Ich bin dankbar in der Christenfamilie zu sein.

          • chrisma sagt:

            @Gut das ich das gerade lese, schauen Sie doch heute mal auf die Webseite von radio Vatikan sind zwei Nachrichten: 1x Deutsche Bischofskonferenz zu Bischoff?? (bin in eile) und seinen nicht haltbaren Äußerungen zur Homosexualität und 1x die amerikanischen Bischöfe wollen sich mit der gleichgeschlechtlichen Ehe beschäftigen. Egal es wird kein leichter weg, aber es be „wegt“ sich. LG

  10. S.G. sagt:

    Versuch einer Antwort zur Frage von KRP:
    Chrisma die Frage ist weshalb so viele das fernöstliche in der heutigen Zeit dem christlichen vorziehen? und das war meine Frage?

    Im Christentum gibt es ein DU (Gott = Schöpfer) und ich (Individuum = Geschöpf) – im Buddhismus gibt es kein Individuum. Der Mensch im Hinduismus ist ein „Unfall“, d.h. aus Versehen aus dem Braham entstanden. Im Christentum ist jeder einzelne Mensch ein geliebtes Kind Gottes, das von Gott bewusst geschaffen wurde. Durch Jesus Christus wissen wir um unsere reale Bedeutung – im Buddhismus kennt der Mensch nicht den Grund seiner Existenz (wird dort auch nicht hinterfragt). Ziel des Buddhismus ist, das Leid des Menschen durch Askese / Meditation zu überwinden (durch Selbsterlösung) – im Christentum wird das Leid zwar nicht abgeschafft, aber durch Christus mitgetragen. Erlösung geht hier durch nur durch Jesus Christus. Der Buddhismus, wie er im Westen praktiziert wird, kommt dem Zeitgeist sehr entgegen – man muss sich nicht festlegen (man hat ja noch Zeit bis zur nächsten Wiedergeburt). Im Christentum muss man sich für oder gegen Gott entscheiden. Wenn man Christus folgt, hat das Folgen… Diese Folgen können und wollen viele heute nicht mehr tragen. Die Exerzitien nach Loyola (Schweigeexerzitien) sollen das Individuum auf die Begegnung mit Gott vorbereiten, d.h. die Wahrnehmung auf Gott sensibilisieren. Eine willentliche Herbeiführung Gottes wird dadurch nicht bezweckt, da Gott immer souverän handelt. Eine Kontemplation bewirkt, dass man Gott erfahren kann und dazu führen soll, meinem Nächsten zu dienen. Im Buddhismus führt die Meditation zur Abtrennung von meinem Nächsten, zur Überhebung über den anderen, weil der andere nicht auf der gleichen geistigen Stufe ist.
    Im Christentum spricht Gott mit Souveränität die Menschen an. Die Initiative liegt bei Gott: Er handelt, er ist aktiv, er bricht in die Alltagswelt des Menschen ein. Gott sucht nach dem Menschen.
    „Nicht ihr habt mich erwähIt, sondern ich habe euch erwählt!“ (Joh 15,16). Von Gott her ist der Mensch nicht bloß ein Informationsempfänger – vielmehr folgt der Aktion Gottes auch die Reaktion des Menschen. Gott will den Menschen als Mithandelnden. Im Hinduismus versucht der Brahmane (Priesterkaste) sich meditativ den Kontakt mit dem Göttlichen herbeizusehnen. Hier sucht der Mensch nach Gott / nach dem Göttlichen. Der Mensch tastet sich an Gott heran, denkt sich an Gott heran und meditiert sich an Gott heran – da stört der Nächste bei der Versenkung.

  11. Peter Lauschus sagt:

    Sicher, auch die östlichen Religionen können auf sehr unterschiedliche Weise ein Weg zum Heil oder sogar zu Christus sein, Benedikt XVI sagte wohl mal, dass es so viele Wege zu Gott gibt, wie es Menschen gibt.
    Pater Ennomya Lassalle SJ war ein Grenzgänger hin zu den östlichen Religionen und auch der Trappist Thomas Merton hat in diesem Bereich Brücken gebaut. Es gibt meiner Meinung nach einen christlichen Zen, der aber von beiden Richtungen auch immer angegriffen wird, weil er eben auf der Grenze liegt, was machen, der es sehr genau mit seiner Religion nimmt, wohl zur Ablehnung bringt.
    Warum viele westliche Menschen die östlichen Wege suchen? Vielleicht zuerst einmal, weil die eigenen Traditionen so unbekannt sind. Zum zweiten: Auf der anderen Seite vom Zaun ist das Gras immer grüner, und weil ein nicht personales Gottesbild seit der Aufklärung in unseren Breiten plausibler erscheint.

    • Rumpelstilzchen sagt:

      Wenn es gesellschaftlich verankert wäre und gepflegt würde, hierzulande eine Zeitlang in einem Kloster oder in einer Ordensgemeinschaft mitzuleben, nicht nur als als Teilnehmer eines kurzen Einkehrtageprogramms oder Mönchsanwärter würde man die heimischen Traditionen wohl besser aus eigener Erfahrung kennenlernen und verstehen.

    • KRP sagt:

      Danke für Ihre Antwort das denke ich auch weil die eigenen Traditionen so unbekannt sind.

  12. Peter Lauschus sagt:

    Das Warten auf Freischaltung ist sicher notwendig, besonders wenn ich andere Diskussionsrunden bedenke (Ich will es nicht abschaffen!) aber es macht es manchmal auch ein bisschen kompliziert, wenn man nicht immer online ist. Auch weil manche Antworten erst später aufscheinen. Da ich nicht sehr Internet affin bin, aber dieses Blog sehr genieße, kann es manchmal scheinen als ob ich nicht auf Beiträge eingehen wolle, das kann arrogant erscheinen, aber oft finde ich dass die Diskussion auch ohne mich weiter gegangen ist und will nicht für einen Rückschritt sorgen.

  13. chrisma sagt:

    @Peter Lauschus@S.G. Danke dass Sie Akzente in Richtung einer wirklichen interreligiösen Diskussion setzen. Auch mir ist dieser Blog und die Diskussion in diesem Blog sehr wichtig. Mich hat der massive Versuch hier die Lehren des Ramana Maharshi in den Blog einzubringen stutzig gemacht. Ich habe ein wenig recherchiert und einige Ergebnisse gefunden. In Europa werden die Lehren des Ramana Maharshi unter dem Namen „Satsang“ verbreitet. Die Satsang werden als Sekte von der Ökumenischen Beratungsstelle für Sekten unter „Sekten und religiöse Sondergruppen“ geführt. Hauptexeget in Deutschland ist C. Parkin, der klaut hemmungslos vor allem in der christlichen Mystik. Die schweizerischen Kolleginnen von Infosekta.ch haben mir einen Link zu einem Bericht einer Aussteigerin in der Schweiz zukommen lassen, die von gewalttätigen Übergriffen erzählt, die von C. Parkin geleugnet werden. Hier beide Links
    http://www.infosekta.ch/wer-wir-sind/team/ http://www.infosekta.ch/media/pdf/VW_Problematische_Gruppe_um_VW_in_Dottikon_JB2010.pdf
    Hier noch einige Anmerkungen zum psychiatrischen Teil : Satsang arbeit mit einer Art von Tiefenpsychologie, verbunden mit indischen Meditationtechniken. Die Schüler projizieren zum Teil ungeheure Erlösungsvorstellungen auf den Lehrer. Das Schweigen und die ungewöhnlich langen Blickkontakte produzieren Unklarheiten. In der besonderen Gruppendynamik etabliert sich die Unantastbarkeit der Position des Lehrers. Da sich der Lehrer in einem besonderen Zustand der Erkenntnis und Wahrheit wähnt, besteht die Gefahr seiner mangelnden kritischen Distanz gegenüber eigenen Ansichten und Verhaltensweisen. Bei den Anhängern besteht die Gefahr der Abhängigkeit vom Lehrer. Der Problemdruck kann sich bei psychisch kranken Menschen erhöhen, da Satsang eher eine Auflösung der Persönlichkeit anstrebt statt einer bei ihnen eigentlich notwendigen Stabilisierung.
    Noch etwas persönliches: auch ich hatte meine fernöstliche Phase und habe immer noch eine große Faszination für den Hinduismus und Buddhismus. Ich mag allerdings keine Sekten und keine Heilsbringer mit dem Ziel den Menschen unter die eigene Kontrolle zu bringen. In den vier Monaten in denen die ich das Glück hatte in der Spiritualität der Karmeliterinnen mit Leben zu dürfen, habe ich einig Formen der Zen-Meditation kennengelernt und war und bin fasziniert von dieser Art zu meditieren. Den ganzen Tag denke ich über den Namen eines wunderbaren „Grenzgängers“ nach. Er war Hindu, katholischer Priester und hat sehr intensiv über den Gleichklang der Dreifaltigkeit im Hinduismus und Katholizismus geschrieben????

    • Peter Lauschus sagt:

      Bede Griffith?

    • Peter Lauschus sagt:

      Hatte nicht gelesen dass er Inder war, dann passt Bede Griffith natürlich nicht.

    • Peter Lauschus sagt:

      Raimund Pannikar? (Entschuldigung Pater Hagenkord für die Mehrarbeit beim Freischalten)

      • chrisma sagt:

        Peter Lauschus, danke es war Raimon Panikkar, über Bede Griffith habe ich vor Jahre einmal eine Dokumentation gesehen. Beide sind Sie wunderbare Grenzgänger und ich werde die Fastenzeit nutzen mich mit Beiden wieder vertraut zu machen

        • Rumpelstilzchen sagt:

          Raimon Panikkar, den Sie als Grenzgänger bewundern, hat sich in einem längerem Interview unter anderem zu Ramana Maharshi, der für Sie hier „trübe Brühe“ ist, geäußert, zu finden bei youtube. Aber bilden Sie sich bitte selber eine möglichst solide Meinung.

  14. KRP sagt:

    Wo ist denn der „massive Versuch“? Mit Sekten, in welche Richtung es auch geht kann ich auch nichts anfangen und die gibt es ebenso in allen Religionen. Auch die christlichen haben genug Sekten und auch die setzen ihre Mitglieder unter Druck und in psychische Abhängigkeiten. Da sind die Kliniken auch voll davon.
    @Peter Lehmann dieses mal bin ich ganz ihrer Meinung: “ Wenn jeder von sich denkt der Weisheit letzten Schluss zu kennen, kann dass nur entzweien. Es kommt darauf an das Verbindende zu suchen und zu vertiefen und das Trennende zu überbrücken.“

    • chrisma sagt:

      @KRP bei den verschiedenen Sekten, die sich Anleihen aus dem Christentum entnehmen, habe ich die gleiche Haltung wie bei allen anderen Sekten auch besonders dann wenn Sie den Menschen in seiner Menschlichkeit bedrohen.

  15. chrisma sagt:

    @KRP Nein ich weiß nicht immer alles. Zuerst weiß ich, dass ich nichts weiß. Nur so grundsätzlich. Der Unterschied zwischen Ihnen und mir ist, ich prüfe sehr genau wann ich zustimme oder ablehne, dann nehme ich eine Haltung ein. Toleranz um jeden Preis ist nicht meins. Deshalb waren und sind mir die Worte zu Benedikt em zum Thema „Toleranz“ so wichtig. Ich habe eine Haltung, die kann als starr, falsch, einseitig, verquast wie auch immer bezeichnet werden. Aber es ist „meine“ Haltung, wenn ich sie korrigiere, weil es sich als falsch herausstellt oder mich jemand eines besseren gelehrt hat, tue ich dies offen ,frei und teile es mit. Ich habe in diesem Blog noch keinen gelesen dem der interreligiöse Dialog nicht am Herzen liegt, nur diese Art von Sekte die sich gerade versucht hat „ungesehen“ hier „breit“ zu machen, hat damit nichts aber auch rein gar damit zu tun. Sie haben wie ich lesen konnte, eine gewisse Affinität dazu, bitte seien Sie vorsichtig und halten Sie ihr Geld fest, ihre persönliche Identität fest. Beides kommt Ihnen dort sehr schnell abhanden. Maria möge Sie schützen.

    • KRP sagt:

      Meine Affinität kennen Sie noch lange nicht und Geld lasse ich mir nicht aus der Tasche ziehen von keiner Sekte und auch sonst von keinem.

    • KRP sagt:

      Geld und meine persönliche Identität ist meines erachtens immer in Gefahr weil das Böse an jeder Ecke lauert, dagegen hilft nur Achtsamkeit. Weder von irgendwelchen Berluskonischen billig Zeitschriften noch von falschen Gurus lasse ich mich verführen egal ob die sich hinter der Kirche oder aus Indien kommen. Ich setze allein auf Christus bzw. dem dreieinigen Gott.

    • Rumpelstilzchen sagt:

      @chrisma; prüfen Sie wirklich alles so genau, wie Sie schreiben? Was zum Beispiel einige Adepten heute aus den Lehren Ramana Maharshis machen und vermutlich diese als Einkommensquellen nutzen, hat wohl herzlich wenig mit ihm selber zu tun, der vor über 60 Jahren verstarb. Der von Ihnen erwähnte C. Parkin wird auch gar nicht in der Liste der Satsangzentren auf der Ramanaashram-Hompage aufgeführt. Ramana Maharshi wurde im Westen durch die Bücher des Engländers Paul Brunton (ein Künstlername) bekannt, der zu Kolonialzeiten in Indien auf der Suche nach dem Besonderen unterwegs war. RM hat auch keine Schüler oder Jünger ausgebildet und sie in die Welt geschickt, um für seine Lehre zu missionieren. Letztlich hat Ramana Maharshi in praxi das gelebt, was Shankara schon Jahrhunderte zuvor als Möglichkeit theoretisch begründet hat. „Klein ist der Mensch, doch groß, da er es weiß,“ sagte einer meiner Lehrer, der nicht Sokrates hieß.

  16. KRP sagt:

    Trübe Brühe hin oder her und wieder war das nicht an Sie gerichtet und ich bilde mir meine eigene Meinung und brauche keine schwammigen Kommentare die nicht klarer sind.

    • chrisma sagt:

      @ KRP Da ging es nicht um Sie, ich wurde korrigiert da ich mich verschrieben hatte. Mit Ihnen hatte das nichts zu tun, dies war direkt an mich gerichtet.

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