Kirchensteuer, entweltlichte

Papst Benedikt XVI. fährt im Papamobil im Olympiastadion Berlin ein

Deutschlandreise: Berlin, 22. Sept 2011

Es ist vielleicht bezeichnend, dass die Neuregelung des Kirchenaustritts in Deutschland ausgerechnet zum Jahrestag des Papstbesuches kommt, geht es doch letztlich um die Frage, was das Spezifikum des Glaubens ist und ob es dazu des Geldes, der Steuer bedarf. Diese Diskussion hatten wir im vergangenen Jahr ausgiebig im Anschluss an die Rede des Papstes in Freiburg, Stichwort “Entweltlichung”.

Bezeichnend finde ich dieses Zusammentreffen der Daten deswegen, weil es in Deutschland kaum möglich ist, beides getrennt zu verhandeln. Die beiden Themen – Kirchenmitgliedschaft und Steuer – sind ineinander verwoben.

 

Also doch Entweltlichung der Kirchensteuer?

“Können Sie mir eventuell erläutern, wie der Begriff der “Entweltlichung” mit dem Erlass der dt. Bischöfe zum Kirchenaustritt zusammenhängt?” So eine kurze eMail an unsere Redaktion vor einigen Tagen. Meine erste Reaktion: Die hängen nicht zusammen. Es ist eben genau dieses Missverständnis, dass der Papst in Freiburg mit seinem Begriff der “Entweltlichung” die Kirchensteuer gemeint habe, gegen das ich vor einem Jahr und danach in diesem Blog angeschrieben habe. Es geht Benedikt XVI. um etwas Grundsätzliches, das alle angeht, um mehr als nur die Frage de Steuer.

Wer austritt, tritt aus. Das ist keine Frage der Steuer. Wer sich der Kirchensteuer wegen Gedanken mach, ob er überhaupt noch dazu gehören will, für den ist vieles bereits entschieden. Der Freiburger Kirchenrechtler Helmut Zapp hat in seinem Rechtsstreit vor Gericht nun dasselbe Ergebnis bekommen: Auch das Bundesverwaltungsgericht sieht es so, dass man nicht aus der zivilen Verfasstheit der Kirche austreten und gleichzeitig Katholik bleiben kann.

Dazu muss man sagen, dass sehr viele – der Sekretär der Bischofskonferenz spricht zwei Dritteln – der Katholiken sowieso keine Kirchensteuer zahlen, weil sich diese nach dem Einkommen bemisst. Ist es zu niedrig, wird nicht gezahlt. Hat man kein Einkommen, weil man Kind, Rendner etc ist, sowieso nicht. Es ist also mitnichten ein Schröpfen von Gläubigen.

 

Wo bleibt der Glaube?

Aber hinter alledem liegt ja ein ganz anderer Vorwurf: Durch das ganze Geld würde der Glaube – der wahre und richtige Glaube – in der Kirche keine Rolle mehr spielen. Die neue Austrittsregelung würde nun noch sichtbarer den Glauben und die Sakramente an das Bezahlen von Steuer binden, und das sei unredlich. Geld könne nicht der Punkt sein, an dem sich die Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft der Kirche entscheide. Was ist die “eigentliche Kirche”, wie viele in der Kontroverse um die Steuer es nennen?

Und der Anschlussvorwurf: Da der rechte Glauben keine Rolle mehr spielen würde, finanziere das Geld Dinge, die dem Glauben widersprächen. Und die Gefahr ist ja nicht zu unterschätzen: Wir sind als Glaubensgemeinschaft kein Verein wie andere auch. Wir sind nicht, was der Sprecher der österreichischen Pfarrerinitiative “Kirchenbürger” genannt hat. Steuern sind der Preis, den wir für eine zivilisierte Gesellschaft bezahlen, aber eben nicht für Gnade und Sakrament. Wenn der Glaube in den Hintergrund tritt, dann besteht die Gefahr, dass “innerweltliche” Kriterien die Debatte und das Selbstverständnis übernehmen.

 

Womit ich wieder oben angekommen bin: Beide Ebenen sind in den deutschsprachigen Kirchen untrennbar miteinander verwoben. Damit bin ich aber auch beim Sprechen von der Entweltlichung. Letztlich müssen wir uns fragen, von wem wir uns die Kriterien vorschreiben lassen, wer und was wir sind, was Kirche ist, wie wir uns selber verstehen. Tun wir das nach “weltlichen” Maßstäben oder haben wir unsere eigenen, am Glauben und der Kirche gewonnenen Maßstäbe?

 

Wir sind keine Kirchenbürger

Wir sind keine Kirchenbürger. Aber wir sind Mitglieder einer Kirche, von der Jesus wollte, dass sie in der Welt sei, wie das Evangelium sagt. Er selber ist Mensch geworden und hat seine Freunde und Jünger eben genau nicht aus der Welt herausgenommen. Aber wir dürfen uns eben nicht von der Welt vorschreiben lassen, wer wir denn zu sein haben. Das – unter anderem – meint Entweltlichung.

 

Wir, die Kirche, die Gemeinschaft der Gläubigen, wir werden in Zukunft besser erklären und besser noch zeigen müssen, was genau wir denn sind. Die Anfragen zur Kirchensteuer und zur Mitgliedschaft in der Kirche kommen doch auch deswegen, weil das offensichtlich nicht sichtbar ist. Und die Anfragen kommen von außerhalb der Kirche wie von innerhalb.

Also hat der Papst dann doch auch die Kirchensteuer angesprochen, als er vor einem Jahr das Wort von der Entweltlichung prägte. Aber er hat sie so angesprochen, dass es um die Kirche und den Glauben geht und darum, wer wir sein wollen und wie wir unsere Identität bilden. Dann spielt auch die Frage der Finanzierung und der Steuer nur noch die Rolle, die ihr eigentlich zukommt: Eine untergeordnete.

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35 Antworten auf Kirchensteuer, entweltlichte

  1. Lichter sagt:

    Ich weiß (leider) aus eigener Erfahrung – und das nicht nur ein mal, dass Katholiken aus der Kirche ausgetreten sind, um die Kirchensteuer zu sparen, wobei es nicht daraun lag, das sie es sich nicht leisten konnten. Ganz einfach: Der Mann als Verdiener tritt aus (in einem Fall) und die Frau bleibt drin. So können die Kinder weiter in den katholischen Kindergarten, etc.p.p., das ganze Spektrum. Und angesprochen auf die ganzen kirchlichen Institutionen, die so viel positives leisten wie Caritas, Kindergärten, kath. Krankenhäuser etc. p.p. die Antwort: Wird ja eh aus unseren Steuern = Staat finanziert. Was mich nur stört: Die Weihnachtsmesse muss sein, katholische Trauung muss sein, und – auf meinen Einwand: “Dann seid doch konsequent und geht an katholischen Feiertagen auch arbeiten” der Hinweis: Das ist doch STAATLICH ein festgelegter Feiertag: Fronleichnam, Christi Himmelfahrt, Ostermontag, …. – Dieses zweierlei Maß “wie es grad in den Kram passt” ist einfach zum …. Selbstbetrug ?
    Ich kann wirklich verstehen, wenn jemand durch die Mißbrauchsfälle in unserer Kirche ausgetreten ist – auch wenn das ein zu verurteilender ganz geringer Teil des “Bodenpersonals” war. Es hat aber mit meinem Gott-Glauben nichts zu tun und auch nichts wirklich mit all dem positiven, was durch die Kirchensteuer bezahlt wird. Aber nachvollziehbar. Nur für den ein oder anderen war es sicher DER Auslöser: Geld sparen und das damit kommunizieren. Ich erlebe es tagtäglich im Beruf, wie MENSCHLICHKEIT, EHRLICHKEIT, ein “miteinander”, was das Leben doch einfacher macht, immer mehr kaputt geht. Es ist so schade … unnötig … und teilweise auch einfach nur erbärmlich !

    • Teresa_von_A. sagt:

      Was ist mit denen, die Kirchensteuern zahlen und von den Sakramenten ausgeschlossen sind? Die schaffen den Ausgleich. In Berlin ticken die Uhren anders. Kirchliche Einrichtungen, ganz besonders das Canisius Kolleg, nehmen aus ökumenischen Gründen einen Teil Protestantische Kinder auf und einen Teil konfessionslose. Weil nämlich eigentlich Schule die Gesellschaft repräsentieren soll und nicht Ghettos. Und auch kirchliche Schulen staatliche Unterstützung bekommen. Also das Problem Kirchensteuer ist regional begrenzt.Was ist, wenn nach dem Abitur katholische Schüler aus der Kirche austreten und konfessionslose sich haben taufen lassen? Kommt öfters vor als man denkt.

  2. Cinderella01 sagt:

    Danke für diesen sachlichen Artikel zum Thema.
    Ich verstehe die ganze Aufregung ohnehin nicht. Erst recht nicht, dass sich die Medien jetzt wieder draufstürzen und so tun, als sei die Kirchensteuer eine rein katholische Angelegenheit.
    Als Konvertitin weiß ich aber sehr genau, dass die Evangelischen den gleichen Kirchensteuersatz zahlen, wie wir Katholiken. Ich weiß auch, dass wer aus der Evangelischen Kirche austritt, ebenfalls nicht mehr Pate werden kann, nicht mehr kirchlich heiraten kann und auch kein kirchliches Begräbnis erhält.
    Warum also dieser Angriff auf die katholische Kirche?
    Noch erstaunlicher ist es allerdings, dass zwei so unterschiedliche “Lager” wie ganz konservativ und ganz progressiv plötzlich gemeinsame Sache machen.

  3. quer sagt:

    Sie sollten es besser wissen. Wo doch “gleich um die Ecke” der Päpstliche Rat für die Gesetzestexte zu Hause ist. Fragen Sie doch ganz einfach mal nach, ob dessen Vorgaben zum “Kirchenaustritt” v. 13.3.06 noch Rechtskraft haben. Im Juni 2012 war das jedenfalls noch so. Da bin nämlich ich “ausgetreten”

    Ich habe gleichzeitig vor dem Gemeindepfarrer unter Zeugen mündlich und schriftlich meinen unerschütterlichen Glauben an die Kirche und ihre Lehre bekundet. Und dargelegt, daß ich künftig meine “Kirchensteuer” nach bisheriger Maßgabe an die Petrus-Bruderschaft zahlen werde. Dies belegbar und nachprüfbar.

    Wenn ich auch gleichwohl exkommuniziert wurde, so wird mich der Päpstliche Rat für die Gesetzestexte nacht anders bescheiden, wie schon 2010 Dr. Janker aus der Diözese Regensburg. Unser beider Anliegen und Begründung gleichen sich in der Sache.

    Obendrein bin ich Schweizer, der zufällig in D. wohnt. Jenseits der Grenze gilt das Ansinnen der DBK ohnehin nicht. Einschüchern und erschrecken kann man mich mit windigen Begründungen jedenfalls nicht. Der deutsche Staat entscheidet zu allerletzt, ob ich gläubiger Katholik bin oder ncht. Wenn sich die DBK dem Urteil des Staates beugt, so ist das nicht mein Problem.

    • Josef Keiner sagt:

      quer: Grundsätzlich habe ich an deiner Haltung nichts auszusetzen, Im Detail jedoch wird’s schwierig. Du zahlst deine eingesparte (verweigerte?) Kirchensteuer als Spende an die Petrusbruderschaft. Das kann man so machen. Kirchensteuer ist trotzdem besser. Es ist nicht zu bestreiten, das die Kirche Geld für die Organisation braucht, das Gegenteil zu behaupten wäre weltfremd. Diese Kosten, sozusagen um den Betrieb aufrecht zu erhalten, wird durch die Kirchensteuer bestritten, die alle Kirchenmitglieder mit Mehr oder Weniger nach ihrer Leistungsfähigkeit aufbringen. Nicht Leistungsfähige zahlen nichts. Damit wird die Kirche von der Geldbeschaffung freigestellt, kann mit regelmäßigen Einnahmen rechnen. Angesichts der großen Zahl der Beschäftigten mit Gehaltsansprüchen ist das auch notwendig. In Baden-Württemberg sind die Kirchen nach dem Staat sicher die größten Arbeitgeber überhaupt. Wenn die Kirchen dazu nicht in der Lage wären, würde die Arbeitslosenstatistik explodieren. Die Kirche ist auch grundsätzlich von Einflußnahmen jederweder Art, die auf Vermögen beruht, geschützt – jedenfalls wenn sie will. Zu dieser Einflussnahme gehört auch die Förderung von Gruppierungen innerhalb der Kirche. Es würde daher Sinn machen, die Kirchensteuer zu zahlen und zusätzlich – wenn mir danach der Sinn steht – Gruppierungen zu unterstützen. Alles andere schein mir die Befriedigung eines doch irgendwie chlechten Gewissens zu sein. JK

  4. Laut Bibel hat jeder Gläubige 10 % seines Einkommens zu zahlen, was deutlich mehr ist als die Kirchensteuer.
    Warum zahlen? Weil Kirche eben Geld kostet. Klar kann man das auf freiwillige Basis machen, aber warum? Eher sollte man sich fragen ob man als Christ nicht die Differenz zwischen dem was man als Kirchensteuer zahlt und den 10 % der Kirche zweckgebunden spenden soll. Sei es in Form von Geld oder durch ehrenamtliche Arbeit.

    Sonst: Ich finde auch das die Kirchensteuer eine untergeordnete Rolle spielt, es ist nur traurig anzusehen wie sich viele Katholiken von dem Thema mitreissen lassen.

    PS: In vielen Freikirchen ist es übrigens üblich 10 % zu zahlen und wer nicht zahlt und keinen triftigen Grund hat, fliegt mit Hinweis auf die Bibel raus!

    • H.Sattel sagt:

      Soweit ich die Apostelgeschichte verstehe, hatte die Urgemeinde eine Gütergemeinschaft:”Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam…Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös und legten ihn den Aposteln zu Füßen…(Apg.4,34b ff)
      Und was mit jemanden geschah, der doch etwas heimlich von dem Erlös zurück behalten hat, das ist ebenfalls in der Apostelgeschichte nachzulesen, was wir dann eben glauben können oder auch nicht.
      Dass wir heute weit von dieser Urgemeinde entfernt sind, das mag wohl niemand hier bestreiten, darin sicherlich der Einwand im Raum steht, dass dies heute gar nicht (mehr) möglich ist, bzw. eine Rück-und/oder Umkehr dorthin. Ob dieser Einwand berechtigt ist, das wage ich einmal an dieser Stelle anzuzweifeln, was ebenso für das Leben der heutigen Apostel angeht, die ebenfalls vom Leben der “Urapostel” -wie die Gemeinde- weit von diesem Leben entfernt sind.
      Das mag hier alles nicht so in dieses Thema hineinpassen, aber ich denke, dass es nicht schlecht ist, zumindest mit den Gedanken zu unseren Anfängen zurück zu kehren….

      • Teresa_von_A. sagt:

        h.sattel, an das ehepaar aus der ap geschichte mußte ich auch denken.es geht halt in einer gemeinschaft nicht, dass der eine sich schadlos hält und der andere mitmacht. wenn die kirchensteuern abgeschafft werden, wird so mancher merken, dass es nun erst richtig losgeht mit dem zahlen.

        • H.Sattel sagt:

          Geehrte Teresa, ich wollte eigentlich mit diesem Blick auf die Anfänge des gemeinschaftlichen Lebens aus dem Glauben in das WORT GOTTES (in Christus JESUS) sagen, dass diese Glaubensgemeinschaft nicht nur keine Gemeinschaft mehr ist, die “ein Herz und eine Seele” sind, sondern, dass sich diese Gemeinschaft sich wieder mehr dem “Geist der Welt” zugewendet hat: zu den “Fleischtöpfen Ägyptens” – das Zeugnis des Glaubens in der Welt vielleicht den prozentualen Anteil hat, den dieser oder jener an s e i n e Kirche abzuführen hat.
          In der Tat ist es so, dass wir “in Zukunft besser erklären und noch besser zeigen müssen, was wir denn genau sind..”, wobei sich die Frage stellt, ob wir das überhaupt noch wissen und uns daran erinnern können, darin wir es uns eben verinnerlicht haben.
          Ist es uns -gleich einem Paulus klar- dass wir Glieder des (mystischen) Leibes JESUS sind und diesen somit auch der gesamten Schöpfung zu offenbaren haben? Wenn wir sagen:”wir sind Kirche” klingt das schön und fromm, aber es ist nicht nur zu wenig, sondern entspricht nicht der eigentlichen Wahrheit. Wenn wir sagen:”Wir sind Papst”(wie es damals die BILD mit einer überdimensionalen Überschrift zu progandieren wusste), dann enstpricht das zwar der Wahrheit des IST-Zustandes, nicht aber der Wahrheit, den wir sein sollen: JESUS Christus, so dass ich fast sagen möchte, dass wir es im Laufe der Glaubensgeneration-u. Tradition das Unmögliche fertig gebracht haben, JESUS zu verweltlichen (zu verirdischen) mit den damit zusammenhängenden Konsequenzen, deren Früchte wir heute ernten: einschließlich der Frage nach Steuern und Abgaben, Kirichenaustritte usw. usw.!
          Diese Entwicklung haben wir nicht nur der ganzen Schöpfung (Welt) zu erklären, sondern vor allem GOTT. 7%, 8%..10% sind IHM zu wenig: ER will (wollte) 100% – nicht an Steuern und Abgaben, sondern uns selbst. Und da geraten wir wohl alle in Erklärungsnot.

          • Teresa_von_A. sagt:

            Lieber H.Sattel, die Geschichte von Ananias und Saphira aus der Apostelgeschichte zeigt, dass es in der Kirche nie eine rein heile Welt gab. Heutzutage fällt kein Geizhals tot um. Aber eine Tatsache bleibt: das letzte Hemd hat keine Taschen.

  5. Teresa_von_A. sagt:

    Man kann sich gewaltig auf seinen Kirchensteuern ausruhen. Wobei zu erwähnen ist, dass zumindest bei Katholikens so mancher (oder alle ?) Rentner nichts zahlt.Herr Lichter, die nichtberufstätige Hälfte des ausgetretenen Ehepartners zahlt Kirchgeld. Wer seine Kinder weiterhin in kirchliche Schulen schicken will, zahlt in Berlin Schulgeld, Beiträge zum Freundeskreis, zur Stiftung.Arbeitet ehrenamtlich mit.Die Schülerim Canisius Kolleg machen Benefizkonzerte. Die kirchlichen Kindergärten machen sich auch nicht selber. Wenn die Ausstattung ok sein soll, zahlt man auch hier drauf. Also ungeschoren kommt niemand davon. Bei Protestantens wird so manche Pfarrerstelle auf Zeit rein durch Spenden finanziert.Oder der Pfarrer fährt Taxi, so ist es in unserem Bezirk. Küster und Putzkolonne und Pfarrbüro, oft auch Organist, sind in Berlin ehrenamtlich. Wer was haben will, muss investieren.Heizung,Renovierungen, Tannenbaum… Also das Drama Kirchensteuer nenne ich Krümel im Universum. Davon kann keine noch so kleine Gemeinde inzwischen leben. Und jeder, der nicht zahlt und doch bleibt, wird nur dann etwas bekommen, wenn er dann doch zahlt.

  6. Teresa_von_A. sagt:

    Thema Gründe für den Kirchenaustritt: spätestens an Herrn quer sehen wir, dass so mancher nicht wegen des Geldes aus der Kirche geht, sondern es gibt handfeste Gründe, über die man,wie der Papst vor einem Jahr mal im Osservatore bemerkt hat, in der Regel lange nachdenkt. Dann kommen die, die sich nicht interessieren für die Gründe, aber genau wissen, welche Motive man hat..ich kenne das aus einer Gemeinde hier in Berlin: “Die sind doch alle gleich und subjektiv und darum müssen wir uns nicht kümmern. Wer geht, hat nie zu uns gehört.”Zudem gibt es Pfarrer, die selber genug Probleme mit Kirche haben und ausser Schulterziehen nichts bieten.–Kirche ist Gemeinschaft, wenn man sich doch kümmert. Wenn man nicht von oben herab und verächtlich auf die blickt, die gegangen sind. Ungeachtet der Seelenqualen, die so ein Kirchenaustritt schon mal mit sich bringt.Solange Kirche Ausschlusskirche ist, muss sie sich übers Zugrundegehen nicht wundern. Herr Lichter: zum Thema Mißbrauch hat Pater Dartman im neuen Jesuitenheft etwas geschrieben. Ich sage: die wenigen Täter hatten viele Opfer, noch mehr Weggucker und erst recht Bagatellisierer. Also so klein ist der SchadensKreis dann doch nicht.

  7. Josef Keiner sagt:

    Die Kirchensteuer (KiSt) ist für mich keine juristische Frage. Ich fühle mich moralisch verpflichtet, meiner Kirche Hilfe zu leisten, denn der Apparat muss ja in irgendeiner Weise finanziert werden. Mit der KiSt wird das auf viele Schultern verteilt. Das deutsche System der Kirchensteuer ist an die Leistungsfähigkeit des Steuerzahlers gebunden. Nichtleistungsfähige zahlen keine Kirchensteuer. Und die allermeisten, die diese Kirchensteuer nicht bezahlen wollen, sondern weil Glaubensabfall, Geiz oder Verantwortungslosigkeit. Im übrigen ist die Verwendung der Kirchensteuer durchsichtig bis zum letzten Cent. Wer es wissen will, bekommt alle Informationen Die diözesanen Haushaltspläne, die von Dekanaten und Gemeinden werden in öffentlichen Sitzung beraten und beschlossen, die Rechnungsergebnisse (Verwendung) sind für jede/n Katholik/Katholikin einsehbar. Zumindest bei uns in der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist das so. Darüberhinaus schreibt das Land Baden-Württemberg vor, dass nur Personen, die durch eine geheime, unmittelbare Wahl (Kirchengemeinderat) von den Kirchenmitgliedern/Mandatsinhabern gewählt wurden, über die Verwendung der KiSt entscheiden dürfen. Dadurch gewinnt unsere Kirche die notwendige Unabhängigkeit in ihrem Handeln. Und das verstehe ich auch unter dem Begriff „Entweltlichung“. Keine Einflüsse von (finanzkräftigen) Sponsoren. Ein Tun, wie „quer“ es schildert, nämlich der Versuch einer Einflussnahme auf die Gesamtkirche über Sponsering der Petrusbruderschaft entspricht exakt diesem Verhalten einseitiger Interessenvertretung. Quer wäre glaubhafter, wenn er seine KiSt für die allgemeine Kirche bezahlen und über zusätzliche Spenden die Petrusbruderschaft finanzieren würde.

    Ganz anders die Situation bei Professor Zapp und Konsorten. Man spuckt nicht in den Brunnen aus dem man zuvor getrunken hat. Ein Leben lang im in-/direkten Dienst der Kirche stehend (ob er Professor für Kirchenrecht sein kann oder nicht, hängt vom Plazet der Kirche ab) entdeckt er als Pensionär, dem nichts mehr geschehen kann, seinen Geldbeutel in Distanz zu seinem Gewissen.

    Josef Keiner

  8. Josef Keiner sagt:

    korrigierte Fassung:

    Die Kirchensteuer (KiSt) ist für mich keine juristische Frage. Ich fühle mich moralisch verpflichtet, meiner Kirche Hilfe zu leisten, denn der Apparat muss ja in irgendeiner Weise finanziert werden. Mit der KiSt wird das auf viele Schultern verteilt. Das deutsche System der KISt ist an die Leistungsfähigkeit des Steuerzahlers gebunden. Nichtleistungsfähige zahlen keine KiSt. Und die allermeisten, die diese KiSt nicht bezahlen wollen, tun dies aus Glaubensabfall, Geiz oder Verantwortungslosigkeit. Im Übrigen ist die Verwendung der Kirchensteuer durchsichtig bis zum letzten Cent. Wer es wissen will, bekommt alle Informationen Die diözesanen Haushaltspläne, die von Dekanaten und Gemeinden werden in öffentlichen Sitzung beraten und beschlossen, die Rechnungsergebnisse (Verwendung) sind für jede/n Katholik/Katholikin einsehbar. Zumindest bei uns in der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist das so. Darüberhinaus schreibt das Land Baden-Württemberg vor, dass nur Personen, die durch eine geheime, unmittelbare Wahl (Kirchengemeinderat) von den Kirchenmitgliedern/Mandatsinhabern gewählt wurden, über die Verwendung der KiSt entscheiden dürfen. Dadurch gewinnt unsere Kirche die notwendige Unabhängigkeit in ihrem Handeln. Und das verstehe ich auch unter dem Begriff „Entweltlichung“. Keine Einflüsse von (finanzkräftigen) Sponsoren. Ein Tun, wie „quer“ es schildert, nämlich der Versuch einer Einflussnahme auf die Gesamtkirche über Sponsering der Petrusbruderschaft entspricht exakt diesem Verhalten einseitiger Interessenvertretung. Quer wäre glaubhafter, wenn er seine KiSt für die allgemeine Kirche bezahlen und über zusätzliche Spenden die Petrusbruderschaft finanzieren würde.

    Ganz anders die Situation bei Professor Zapp und Konsorten. Man spuckt nicht in den Brunnen aus dem man zuvor getrunken hat. Ein Leben lang im in-/direkten Dienst der Kirche stehend (ob er Professor für Kirchenrecht sein kann oder nicht, hängt vom Plazet der Kirche ab) entdeckt er als Pensionär, dem nichts mehr geschehen kann, seinen Geldbeutel in Distanz zu seinem Gewissen.

    Josef Keiner

  9. quer sagt:

    Sie schreiben: “Auch das Bundsverwaltungsgericht sieht es so”

    Mitnichten. Es sieht es genau so, wie schon vorher Dr. Zapp. Nicht umsonst ist er so zufrieden, und kann diese Frage zur Entscheidung dem Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte vorlegen. Und der wird genau so entscheiden, wie schon vorher (2010) im Falle Dr. Janker.

    Die DBK verkauft dem staunenden Volk den Prozeß als Erfolg und akzeptiert letztlich, daß ein Staatsbediensteter über die Zugehörigkeit zu einer Kirche befindet.

    Der Päpstliche Rat für die Gesetzestexte trennt in seiner (immer noch gültigen) Vorgabe v. 13.3.06 säuberlich zwischen Kirche und Glauben und der jeweiligen staatlichen Verfaßtheit. Gerade auch im deutschsprachigen Raum. Durch enrsprechendes Urteil des CH-Bundesgerichtes hat sich gerade die Schweiz aus dieser Klammer befreit.

    Aber selbst dann, wenn der Päpstliche Rat für die Gesetzestexte jetzt seine Vorgaben v. 13.3.06 im Sinne der DBK (!) ändern sollte, gilt auch im Kirchenrecht jenes Recht, daß zur “Tatzeit” bestand. Auch in meinem eigenen Falle.

    Aber Sie haben es ja nicht weit, um sich an Ort und Stelle kundig zu machen. Nach Bestätigung des Sachverhaltes können Sie sich dann immer noch korrigieren.

  10. Tilda sagt:

    Die Kirchensteuer an sich wird von den meisten akzeptiert. Was die Menschen aufbringt ist der Missbrauch der Mittel. Bezahlkatholiken, die in keiner Weise hinter der Kirche stehen, sondern zur Vernichtung des Glaubenswissens und der kath. Lehre beitragen, sind ein Übel.
    Aber die Verflechtung zwischen Staat und Kirche ist so stark,dass der Staat sich die 3% der Steuer für die Einzugsarbeit nicht entgehen lassen wird.
    Ich wüßte gerne ob diese Summe die Gehälter der Bischöfe abdeckt.
    Die Deutschen leisten aber mehr als die Kirchensteuer.
    Die Spenden für die Missionswerke sind beachtenswert und Misereor und Adveniat
    haben einen festen Platz im Spendenaufkommen.
    Wenn ich sehe, was alleine in unserer Gemeinde gespendet wird- Hut ab.

    • H.Sattel sagt:

      Wie groß wäre aber der Aufschrei und wie laut gerade der deutschen Bischöfe, wenn der Staat diese Einzugsarbeit nicht (mehr) für die Kirche tun würde? Soweit ich weiß, stand dies ja schon einmal zur Debatte und gleich wurde eine kirchenfeindliche Stellung des Staates gerade seitens der Bischöfe angeprangert. Und warum sollte sich der Staat diese Arbeit nicht bezahlen lassen – über die Höhe kann man reden, muss man aber nicht! Kann gerade die deutsche römische Kirche ein wenig Ungerechtigkeit ertragen angesichts des Leidens und Sterbens Jesu, dessen einziger Lohn die Liebe des himmlischen Vaters sein sollte und darin, dass ER SEINEN Willen erfüllt?
      Reicht dieser selbe Lohn den (deutschen) Bischöfen nicht, denen doch der HERR im Evangelium sagt, dass GOTT für sie Sorge trägt, wenn es ihnen um die Erfüllung SEINES WILLENS geht : um SEIN REICH und SEINE GERECHTIGKEIT? Um diesen Lohn der Bischöfe, damit dieser ausreicht, bangt es mir nicht; wohl aber, dass dieser SEIN Wille nicht nach SEINER Vorstellung getan, bzw. gelebt wird….

      • Teresa_von_A. sagt:

        H.Sattel. Kirchensteuereinzug ist Verwaltungsarbeit. Vielleicht könnte ja der eine oder andere Kritiker diese Sache ehrenamtlich machen? Warim sollten die Finanzbeamten nicht dafür Gebühren kassieren. In der Tat. Das wird so als moralisches Problem hingestellt.Der Staat zieht nicht die Kirchensteuer ein, damit er Geld bekommt.Sondern weil es eine Abmachung ist.Verwaltung muss bezahlt werden, egal wo.

  11. Teresa_von_A. sagt:

    Tilda..quod erat demonstrandum.

  12. Tilda sagt:

    Theresa- mit Beweisen ist das so eine Sache.
    Als Bankkaufmann wäre ich schon neugierig eine Bilanz mit den verwendeten Mitteln zu sehen.

    • Josef Keiner sagt:

      Tilda: Die Bilanzen sind doch offensichtlich! Unsere Kirchengemeinden, Dekanate, Diözesen sind allesamt Körperschaften des öffentlichen Rechts. Die Haushaltspläne aller Ebene werden öffentlich beraten und ausgelegt, die Rechnungsergebnisse mit den Bilanzen ebenfalls. Zeiten und Orte der Einsichtnahme werden öffentlich bekannt gemacht. Jede/r die/der es wissen will hat die Möglichkeit bis ins Detail hinein sich zu informieren. Soweit wenn es um die Verwendung der Kirchensteuer geht.
      Etwas anderes ist das Bistumsvermögen, bzw. das Vermögen des “Bischöflichen Stuhles” oder wie es sonst heißen mag. Darüber gibt es keine Veröffentlichungspflichten.
      Im übrigen sagen staatliche Gesetze, dass über die Verwendung der Kirchensteuer nur Personen verfügen dürfen, die aus einer geheimen, unmittelbaren und freien Wahl hervorgegangen sind. Nur in Württemberg ist das der Kirchengemeinderat (Pastoral und Finanzen in einer Hand) ansonsten gibt es die Trennung zwischen Kirchenstiftungs-verwaltungs-rat oder wie er sonst heißen mag (Gewählte)und dem Pfarrgemeinderat, der in Sachen Finanzen wenig bis nichts zu sagen hat (je nach Diözese).
      Zum Schluss sei darauf hingewiesen, dass die Einführung der Kirchensteuer die Staaten veranlasst haben und nicht die Kirche. Nachdem die Staaten in der Säkularisation das Kirchenvermögen kassiert hatten, blieb die Frage offen, wie sich denn von nun an die Kirchen finanzieren sollten. Mit dem Ergebnis Kirchensteuer und Staatsleistungen. Umsonst macht er den Einzug auch nicht. Allein in Baden-Württemberg kostet das die Kirchen etwa 60 Mio Euro. Wenn Säkulare die Abschaffung der Kirchensteuer fordern, so schädigen sie den Staat um besagte Summe!

  13. Teresa_von_A. sagt:

    Tilda,möchten Sie gerne mitbestimmen über die Verteilung der Kirchensteuern? Die Bezahlchristen wollen das sicher auch.Ich nicht, ich will nichtmals im Freundeskreis und in der Stiftung mitbestimmen, weil ich die Vorsitzenden schätze. Amen. Es geht mir um Ihre Äusserungen a la Berufschristen, Bezahlkatholiken, den Glauben vernichten, die kirchliche Lehre ebenso.In welche Wüste der Papst hineinruft und welche Bischöfe nicht auf ihn hören.Wüßte ich gerne. Machen Sie diese Äusserungen bitte mit ihrem vollen Namen. Ich lese gerade P Delp und andere christliche Widerstandskämpfer im 3. Reich. Deren Glaube ist gestärkt worden durch Angriffe und Ökumene haben die auch gemacht.In der Haft. Über welchen Firlefanz sich gewisse Leut heute aufregen.Mal anders denken und reden, Handkommunion, Liturgie statisch, Glaube einbetoniert. Es geht wohl allen etwas zu gut.Was denken Sie denn so klein und eng über die kirchliche Lehre..wer k a n n die denn vernichten?Freuen Sie sich doch lieber über jede Gelegenheit, Ihren Glauben zu festigen. Unter Seinesgleichen geht das nicht, nur in der Auseinandersetzung.

  14. H.Sattel sagt:

    Tilda, Sie haben recht: mit den Beweisen ist das so eine Sache, aber wenn die Liebe alles glaubt, alles hofft und allem standhält – alles erträgt, dann ist diese Liebe zwar am leichtesten zu verletzen, zu betrügen…, aber durch sie -die Liebe- wird eben der Glaube erst wirksam.
    Als Glaubender bin ich auf meine Bilanz nicht neugierig: ich weiss, dass die G+V Rechnung nicht gut aussieht…

  15. Teresa_vonA. sagt:

    Wenn es mit den Beweisen so eine Sache ist..sind Bezeichnungen wie Berufschristen und Bezahlkatholiken am besten einzustellen.

    • H.Sattel sagt:

      Ja, mit den sog. Beweisen in der Angelegenheit des Glaubens ist es so eine Sache, so dass in der Tat die Bezeichnung “Berufschristen” und “Bezahlkatholiken” eigentlich aus dem Glaubenswortschatz zu streichen sind, weil es solche definitiv nicht gibt. Beweisen können wir im Glauben gar nichts, als ob es im Glauben darum geht, irgend jemand oder irgend etwas jemanden beweisen zu wollen/müssen: weder GOTT noch dem Menschen.
      Im Glauben geht es um die gelebte Liebe und die wird, so ein Franz von Assisi, nicht geliebt. ABER LIEBE gehört zum Mensch-Sein, ja – dafür hat GOTT den Menschen geschaffen als eben dessen lebendiges Ebenbild, bzw. als Abbild SEINES WESENS, weil ER ja diese LIEBE -so Johannes- selber ist.
      Und dieses SEIN WESEN kennt eben diese eben genannte Worte nicht, weil die Liebe nur die Liebe (er-)kennt: ein mit-und füreinander.
      Alles übrige stammt aus unserer Feder und trägt somit nicht die Handschrift Gottes. So sehe und erkenne ich das, auch wenn ich zu meinem Bedauern ebenfalls zugeben muss, dass auch ich zu denen gehöre, die sich in vielen Dingen des Alltags überwinden müssen, die Liebe zu lieben……

      • Teresa_von_A. sagt:

        Die Liebe, die Liebe ist Sand im Getriebe. Im eigenen und in dem der anderen..

        • H.Sattel sagt:

          Geehrte Teresa. Wie soll ich das verstehen? Meinen Sie das positiv oder eher negativ? Ebenso spricht der HERR ja auch vom Feuer, das auf die Erde fallen soll und ER sich danach sehnt dass es auf der Erde brenne. Nur: dieses SEIN Wort ist eindeutig – eindeutig positiv gemeint. Gleiches gilt für SEIN WORT, dass wir das Salz der Erde sein und deshalb nicht schal werden sollen. Letzteres ist wohl leider eingetreten, da wir eben nicht mehr in der Lage sind, ganz klar rtklären und zeigen zu können, wer, bzw. was wir sind.
          Dass die Liebe “Sand im Getriebe” für Sie ist, verstehe ich nicht unbedingt positiv – hat eher einen negativ herben Beigeschmack, da Sand im Getriebe im richtigen Leben wohl eher das Getriebe kaputt macht, so dass es zum Auswechseln des ganzen Getriebes kommen muss. ABER: vielleicht ist ja das auch notwendig, weil eben auch ein Paulus sagt, dass wir den NEUEN MENSCHEN anziehen sollen…und wir eben immer noch das alte Gewand anhaben und dieses auch nicht, bzw. nicht ganz hergeben wollen. was offenbar das Grundproblem (-Übel) von all dem hier ist….

  16. Teresa_von_A. sagt:

    Liebe ist ein Weg durchs Gebirge und kein Zuckerlecken. So meine ich das.

  17. Teresa_von_A. sagt:

    H.Sattel: Liebe fragt nicht, ob es sich lohnt, schaut nicht auf Gewinn, rechnet nicht auf.Und läßt sich nicht herstellen. Paßt das in unsere Gesellschaft?Das ist der Sand, den ich meine.

    • H.Sattel sagt:

      Teresa, vielen lieben Dank, wobei ich eher den Weg der Liebe so sehe wie dies von einem Paulus gesehen wie auch erkannt wird, darin die Liebe k e i n Weg durchs Gebirge ist, sondern alles übersteigt und somit die höchsten Gipfel zu erreichen sucht: also e i n Ziel hat, so wie eben ein Bergsteiger nicht nur mal so ins Gebirge geht um “nur” so durchzuschlendern – er will den Gipfel erreichen.
      Ihre Frage, ob diese Liebe in unsere Gesellschaft passt muss ich eindeutig mit einem “JAAAAAAA” beantworten, weil diese eben fehlt und weil wir eben halt “nur” Bergwanderer sein wollen, die eben “nur” durchs Gebirge gehen wollen ohne offenbar -nach Ihren Ausführungen- die Absicht zu haben, auch diesen höchsten Gipfel erreichen zu wollen, bzw. der Glaube fehlt, diesen erreichen zu können. ALLES(!) natürlich “nur” in, mit und durch die Kraft des uns (in der Taufe) geschenkten HEILIGEN GEISTES GOTTES.
      Ob es sich lohnt, ob es Gewinn bringt? Wie Sie es schon richtig feststellen: die Liebe fragt nicht danach, sie ist sich selbst Lohn.

      • Teresa_von_A. sagt:

        Schön gesagt, H.Sattel. Das Ziel ist allerdings der Gipfel. Aber Sie wissen, wieviele abstürzen…M i t Gott ist der Weg gangbar, wenn auch nach wie vor kein Zuckerlecken. Liebe gehört in unsere Gesellschaft, ist aber ein Fremdkörper.Liebe ist ein Weg, man sieht es an Petrus..wie lange hat der gebraucht?!Und wie geduldig war Jesus mit ihm!

        • H.Sattel sagt:

          LIEBE ist d e r. WEG, weil GOTT die LIEBE ist und somit auch die WAHRHEIT und das LEBEN. LIEBE ist kein deshalb kein Fremdkörper, sondern unsere eigentliche (verlorene, aber durch die ERLÖSUNGSTAT DES MENSCH gewordenen GOTTES wieder gewonnene)
          WAHRHEIT und unser LEBEN. Das ist uns leider immer noch fremd…., bzw. unglaublich.
          Aber haben Sie es gemerkt: die “verweltlichtlichte Kirchensteuer” ist im Gesetz der Liebe kein Thema (mehr)…;-)

          • Teresa_von_A. sagt:

            was habe ich neulich in der kirche gehört: wer liebt, hat anteil an gott, denn gott ist die liebe. zurück zum thema kirchensteuern: kirche ist eine solidargemeinschaft wie zum beispiel krankenkasse..man fragt da nicht, wer was bekommt und unwürdig oder würdig ist. kirchensteuern reichen eh nicht mehr für das, was nötig ist.

    • KRP sagt:

      Ja, liebe Teresa so ist es wahre Liebe fragt nach nichts, sie ist einfach da. Und Gott, wenn man fest auf ihn vertraut, wechselt das alte Getriebe aus und baut ein neues ein, ein Getriebe das ewig hält.

      • H.Sattel sagt:

        KRP, wenn die wahre Liebe einfach da ist, warum lassen wir sie nicht einfach auch da sein und mir, in und durch uns wirken? Warum nehmen wir dieses Herz aus Fleisch von GOTT nicht an, darin wir unser Herz aus Stein behalten wollen? Haben wir Angst vor dieser Liebe, die alles verändern kann und auch wird, sobald der Mensch es zulässt?
        “Dies trage ich euch auf: liebt einander, so wie ich euch geliebt habe…’ Und GOTT geht bis zum Äussersten. Wie weit reicht unserer (Eigen-)Liebe? GOTTES LIEBE fängt dort erst richtig an, wo unsere aufhört, wo wir anfangen von Dummheit zu sprechen…
        Paulus aber sieht und erkennt die Torheit Gottes als immer noch klüger als die Menschen.
        Ist also unser Glaube und unsere Liebe verweltlicht, darin eine verweltlichtlichte Kirchensteuer ins Nichts verschwindet und alle Fragen und Diskussionen eigentlich “leeres Stroh dreschen”….? Warum KRP fällt es uns so schwer zu lieben, wenn sie einfach da ist, wie Sie richtig feststellen?

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