Laudato Si‘

„Ich hoffe, dass diese Enzyklika, die sich an die Soziallehre der Kirche anschließt, uns hilft, die Größe, die Dringlichkeit und die Schönheit der Herausforderung zu erkennen, die vor uns steht. An erster Stelle werde ich unter bestimm­ten Aspekten einen kurzen Überblick über die aktuelle ökologische Krise geben, zu dem Zweck, die besten Ergebnisse des heutigen Stands der wissenschaftlichen Forschung zu übernehmen, uns davon zutiefst anrühren zu lassen und dem dann folgenden ethischen und geistlichen Weg eine Basis der Konkretheit zu verleihen. Aus dieser Perspektive werde ich einige Hinweise aufgreifen, die sich aus der jüdisch-christlichen Überlieferung ergeben, in der Absicht, unserem Engagement für die Umwelt eine größere Kohä­renz zu verleihen. Dann werde ich versuchen, zu den Wurzeln der gegenwärtigen Situation vor­zudringen, so dass wir nicht nur die Symptome betrachten, sondern auch die tiefsten Ursachen. Auf diese Weise können wir eine Ökologie vor­schlagen, die in ihren verschiedenen Dimensio­nen den besonderen Ort des Menschen in dieser Welt und seine Beziehungen zu der ihn umge­benden Wirklichkeit einbezieht. Im Licht dieser Überlegung möchte ich fortfahren mit einigen ausführlichen Leitlinien für Dialog und Aktion, die sowohl jeden von uns als auch die internationale Politik betreffen. Und da ich überzeugt bin, dass für jede Veränderung Beweggründe und ein erzieherischer Weg nötig sind, werde ich schließlich einige Leitlinien zur menschli­chen Reifung vorschlagen, die von dem Schatz der christlichen spirituellen Erfahrung inspiriert sind“ (Laudato Si, Nr. 15).

Die Enzyklika Laudato Si’ von Papst Franziskus ist am 18. Juni im Vatikan vorgestellt worden, an dieser Stelle sammeln wir die Berichte und Materialien rund um die Veröffentlichung.

Den Text der Enzyklika finden Sie hier, wir haben aber auch einen ersten Eindruck des sehr langen Textes erstellt. Es gibt auf unserer Webseite auch eine sehr ausführliche Zusammenfassung, die Kapitel für Kapitel vorgeht und die Themen erklärt.

Zum Studium gibt es eine Leseschlüssel, die einige Dinge klären hilft.

Ökologie, der Einzelne, die geistliche Dimension und die Frage nach der Macht: Einige Beobachtungen zur Enzyklika von Pater Bernd Hagenkord.

Die Enzyklika ist ein geistlicher Text, was sich auch daran zeigt, dass sie in zwei Gebeten endet: Einem für Menschen, die an einen Schöpfer glauben, und ein zweites für Christen. Die Gebete finden Sie hier.

Bei der Pressekonferenz anwesend waren mehrere Experten, deren Beiträge und Bewertungen wir kurz vorstellen. Karolyn Woo leitet die Caritas in den USA (Catholic Relief Service genannt) und is Ökonomin, sie spricht davon, dass Nachhaltigkeit sich auch wirtschaftlich auszahlt.

Metropolit Johannes Zizoulas von Pergamon von der griechisch orthodoxen Kirche hat die Ökomene vertreten, er schlägt eine geistliche Initiative der Kirchen vor.

Hans Joachim Schellnhuber leitet das Potsdamer Klimainstitut, mit ihm haben wir ein ausführliches Interview zur Enzyklika geführt, der Papst ist wissenschaftlich auf der Höhe der Zeit, sagt er.

Erste Reaktionen: Der Papst wollte die Ortskirchen in die Veröffentlichung der Enzyklika einbeziehen, wie er auch Wert darauf legt, die vielen Stellungnahmen der verschiedenen Bischofskonferenzen auf der Welt in seine Enzyklika einfließen zu lassen. Hier lesen Sie die Würdigungen aus der Schweiz, von Kardinal Christoph Schönborn aus Österreich und durch Kardinal Reinhard Marx aus Deutschland.

 

Print Friendly
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Die deutschsprachige Kirche, Franziskus, Glaube und Gerechtigkeit, Glaube und Vernunft, Rom, Vatikan abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Laudato Si‘

  1. Christine Promny sagt:

    Ich danke dem HL. Vater Franziskus für die Veröffentlichte Enziklike Laudato Si. Es war sehr dringend um die Umwelt zu Sorge zu machen, weil viele Menschen krank sind wegen Luft, Wasser, Erde Verschmutzung. Die Kriege sind auch schuldig. Die Vögel suchen Schutz bei Bewohnen des Hauses, in den Sträuchern in der Nähe von Menschen, Pflanzen klettern auf Häuser. Die Natur will unbedingt in der Symbiose mit dem Mensch leben., wie Gott das von Anfang an wollte. Der Mensch ist egoistischen Wesen nicht handeln will nach Gottes Plan. Die Versöhnung braucht der Mensch mit Gott, da wird alles richtig auf der Welt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*