Martin-Mond-und-Sterne

Ach was seid ihr langweilig! Die Linkspartei will die Umbenennung des Sankt Martins Festes in „Sonne-Mond-und-Sterne“ fest, jedenfalls melden das die KNA und einige Zeitungen. Mehr Kinder fühlten sich dadurch angesprochen, vor allem solche, die mit Religion nichts anzufangen wüssten.

Wie absehbar. Wie unoriginell.

Es gibt genügend Streitpunkte, auf die wir uns einigen können, wenn es um Gesellschaft, Religion und Tradition geht. Auch die Linkspartei hat da einiges zu sagen. Aber hier geht es ja nicht um Streit. Hier geht es um billige PR. Martinsfest ist da, also wird alles getan, dass man mal wieder über die Partei redet. Nach 3 % Verlust bei der vergangenen Wahl schnappt man sich ein Thema und ist sicher, dass man die notwendigen Gegner bekommt: Einen Bischof, Muslime die für Martin sind und gegen das Sonne-Dings, Eltern und so weiter.

Und die Berichte? Da wird dann ein „Streit entfacht“ und so weiter. Gefordert wird auch fleißig.

Und wir Leser kämpfen mühsam gegen das Gähnen an, das einen bei der Lektüre überfällt.

Das ist alles so fürchterlich absehbar, man kann die Uhr danach stellen, wie garantiert der Spiegel zu Ostern und zu Weihnachten einen Religionstitel macht. Nicht weil es eine wichtige Debatte wäre, sondern weil man das halt macht.

Wir Medienmenschen sollten so einen Griff in die Kindergartentüte des politischen Lebens vielleicht einfach mal ignorieren.

 

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39 Kommentare zu Martin-Mond-und-Sterne

  1. Pingback: Sende-Zeit » St. Martin – die wahren Probleme

  2. Guardianus sagt:

    Langweilig, P.Hagenkord, finde ich diese Überlegung seitens bestimmter Volksvertreter keineswegs, auch wenn es nicht ein Aufreger im engeren Sinn ist. Dennoch offenbaren solche Gedanken, wohin sich unsere Gesellschaft bewegt: Schritt für Schritt. Diese aufziehende gefährliche Entwicklung als „langweilig“ abzukanzeln ist m. E. etwas kurzsichtig.
    Sicher: die Gemüter ob einer solchen Überlegung erhitzen zu lassen, das ist es ob des Störens des inneren Friedens, den der Herr uns schenkt, nicht wert. Dennoch sollten wir wachsam sein und die Entwicklung diesbezüglich unter Beobachtung halten, damit jene Langweiligkeit nicht nach einer langen, aber überschaubaren Weile uns nicht bitter aufstösst……und unser Licht ausgeht….ausgeblasen wird…

    • Pater Hagenkord sagt:

      Es gibt einen weisen englischen Schriftsteller, C.S. Lewis, der eine wunderbare Einsicht teilt: Die echte Gefahr droht meistens vom genauen Gegenteil dessen, was die Aufgeregtheiten der Welt uns weismachen wollen. Die so genannte Debatte um Sankt Martin ist künstlich. Da geht es nicht um die wirklichen Dinge, die die Gesellschaft bewegen. Kurzsichtig ist es, sich auf alles zu stürzen, was sich anbietet und sich daraus ein Bild der Gesellschaft zu machen.

      • Guardianus sagt:

        Ich nehme diesen Teil des Mantels von Ihnen gerne an, darin ich natürlich nicht ableiten kann, dass auch die übrige Gesellschaft „gut“ ist. Das ist in der Tat kurzsichtig. Tatsache ist auch, dass viele z.B. nicht mehr wissen, warum es das Weihnachtsfest gibt…und nicht weniger sieht es mit dem „Osterfest“ aus. Von Pfingsten will ich erst gar nicht reden. Da ist die Debatte um St. Martin wirklich eher nichtssagend, bzw. bestätigend, dass man dabei ist, alles bis ins letzte Detail auslöschen zu wollen, was noch irgendwie mit Gott und Glauben zu tun haben könnte. Ja, es ist nicht die ganze Gesellschaft, aber eben ein Teil derselbigen, die deren Gedanken und -wenn auch künstlichen- Absichten, weitaus überzeugender an den Mann und die Frau zu bringen vermag als z.Zt. die christlichen Kirchen.
        Kurzsichtig oder nicht: harren wir wachsam, aber nicht gelangweilt, der Dinge die da kommen……

        • Andreas sagt:

          Ostern ist das ja eigentliche Fest, welches in Bezug auf seine Terminierung mit Sonne und Mond zu tun hat (siehe z.B. http://www.nabkal.de/intergrav.html). Da der Gregorianische Kalender überdies ein sogenannter Lunisolarkalender – sogar mit einem vollständigen eigenem Mondkalender – ist, dürften von daher alle vermeintlichen Festverbesserer jeden Tag im Jahr zu einem umtriebigen Sonnen-Mond-Sternchenfest für Groß und Klein machen.

  3. Carmen Fink sagt:

    http://www.neues-deutschland.de/m/artikel/838196.html ,zum Thema noch ein Artikel, es ist wohl nur die NRW-Linke die das fordert.
    Ich hoffe es bleibt wie es ist, es kommen immer noch kindliche Gefühle bei mir hoch wenn ich Kinder mit ihren Laternen sehe. Nach ca. 46 Jahren ist noch so.

    • Nachtrag:
      Mitlerweile ist St. Martin vorbei und die Wogen haben sich geglättet. Die Linken, die man sicher nicht alle in einen Topf werfen sollte, sind zurück gerudert.
      Im übrigen hat diese Diskusion einen rechten St.Martin’s Boom ausgelöst, ich habe noch nie so viele gläubige Menschen mit Laternen auf den Straßen gesehen. Wie schön.

  4. Chrisma sagt:

    Genauso isses, aber das Martin-Dings hat die Nase vorn. Die Kindergartenkommission um Prof. Dr. Phips (5) hat uns erklärt warum: Martin kommt auf’m Pferd geritten und teilt seinen Mantel mit’nem Schwert. Das ist endcool…….,nur singen und mit Laterne rumgehen is voll blöd…..

    • Guardianus sagt:

      …ich denke Charisma, dass viel von der theologischen Seite, von der eigentlichen Botschaft dieses „Festes“ verloren gegangen ist……dieser Laternenumzug vielerorts schon zu einem „Sonne-Mond-und Sterne“- Fest geworden ist und auch (schon zu meiner Kinderzeit) die ersten Kracher gezündet wurden. Da braucht man sich wirklich nicht zu wundern, wenn Politiker damit ein Herbstloch zu stopfen suchen oder damit die Zeit verbringen, bis in Berlin die neue Regierung die Arbeit aufnimmt. Alles ist „nur“ noch „cool“….“g…“ ……, oberflächlich eben….erwachsen.
      So sind wohl jene anstehende „wirkliche Probleme“ in deren Wurzel darin zu suchen, dass man den Kindern etwas sehr wichtiges wegzunehmen sucht: das Geheimnis ein Geheimnis zu feiern wie auch selbst zu erleben.
      Rabimmel, Rabammel der Politik, ….der Welt der „Erwachsenen“, das haben wir genug, darin man sich fragen muss, wo der wirkliche Kindergarten stattfindet…

    • Silvia Brückner sagt:

      Jawoll, genau so isses! Ohne Pferd und Schwert isses nicht cool.

  5. veruschka sagt:

    Mag ja sein, dass das kein so wirklich großes Probleme ist, aber vor einiger Zeit habe ich mich doch sehr über etwas gewundert.
    Ich habe nach einer Kinderbibel gesucht bzw. nach einem Kinderbuch das sich mit einer Geschichte aus der Bibel auseinandersetzt und mich anspricht. So, ich habe lange gesucht und kein einziges gefunden… Alle diese Bücher waren hochgradig langweilig(!) gestaltet und wirkten äußerst bieder. Aber es gibt wirklich grandiose, sehr pfiffige, sehr witzige Kinderbücher.
    Dann habe ich doch etwas gefunden – aber es war ein Kompromiss: Ein Hörbuch (nichts zum Anfassen, nichts zum Betrachten, nichts was man vorlesen könnte). Margot Käßmann hat sich immerhin die Mühe gemacht Teile der Bibel in kindgerechter Sprache nachzuerzählen und Jürgen von der Lippe liest diese Texte vor.
    Ich meine, es gibt wirklich sehr schöne Bibeln für Erwachsene: Ernst Fuchs oder Friedensreich Hundertwasser haben da wahre bibliophile Meisterwerke geschaffen. Aber für Kinder wäre eine gut illustrierte Bibel eigentlich sehr viel wichtiger.
    Das ist deshalb auch so Schade, weil man als Elternteil sicherlich auch Hilfmittel benötigt um den (kleineren) Kindern das Christentum bzw. erst einmal die Geschichten aus der Bibel zu vermitteln. Schade, dass kein einziger katholischer Bischof mal auf so eine Idee gekommen ist.

    • Silvia Brückner sagt:

      Katholische Verlage wie Vivat und Herder, beide zu finden im Internet, führen Kinderbibeln und andere Bücher und Materialien zur kindgerechten Glaubensvermittlung.

      • veruschka sagt:

        Und das Sortiment gefällt Ihnen bzw. hat Ihren Kindern gefallen? Von genau dieser Art von „Kinderbüchern“ hab‘ ich oben ja gesprochen.
        Da sind die Zeichnungen schon lieblos, es fehlt entweder an Ausdruckskraft oder an der Liebe zum Detail. Diese Art von Illustrationen folgen (und das jetzt wohl schon seit 40 oder 50 Jahren) einem einzigen Schema F: Wir malen gegenständlich und korrekt. Aber es ist defintiv nicht so, dass ein Kind abstrakte Kunst bzw. anaturalistische oder gar surrealistische Abbildungen nicht verstehen bzw. etwas damit anfangen könnte… im Gegenteil: die können das teilweise besser als Erwachsene.
        Schauen Sie sich wirklich mal Ernst Fuchs an: Da sprüht es nur so vor Ideen und das schadet dem Heiligen/ Ernsten/ Strengen/ Sublimen der Bibel keineswegs. Hundertwasser wäre auch für eine Kinderbibel super umsetzbar.
        Und wenn die Bilder schon so mies sind (und das sind sie durchgängig), dann sind‘ s die Texte meistens auch. Da kann man doch auch mal etwas wortmalerischer sein, vielleicht auch mal ein bisschen witzig. Verstehen Sie, es geht nicht nur um das schullehrerhafte Vermitteln von Religion.
        Suchen Sie mal ein Kind, dass Ihnen ein solches Buch als sein Lieblingsbuch nennt.
        Ich will mir dieses Kind nicht vorstellen.

        • veruschka sagt:

          Ich könnte mit Ihnen sogar eine Wette abschließen, dass man sogar einem sehr kleinen Kind (vielleicht von vier Jahren) ein Kinderbuch vorsetzen könnte, das einzelne Verse aus dem Hohenlied (und in erwachsener Originalsprache) behandelt; gesetzt den Fall die Illustrationen wären phantasievoll und der jeweilige Vorleser auch keine „Schlaftablette“. Gerade Lyrik und Schönheit fasziniert Kinder… sie müssen dabei gar nicht alles begreifen.

        • Silvia Brückner sagt:

          Die Frage, ob diese Art von religiösen Kinderbüchern meinen Kindern gefallen hat, kann ich Ihnen leider nicht beantworten, als katholische Singlefrau habe ich nämlich keine, zumindest keine eigenen, beruflich hatte ich früher schon mit Kindern zu tun, aber da ging es nicht um religiöse Bildung sondern um soziale Angelegenheiten.

          • veruschka sagt:

            Ach so. Entschuldigung! Irgendwie dachte ich, dass Sie Kinder haben müssten (Ich selbst habe auch keine… aber ich hoffe doch, irgendwann/demnächst mal 🙂 ).
            Aber die Arbeit mit Kindern/Jugendlichen im sozialen Bereich hat Ihnen sicherlich sehr gelegen, Frau Brückner, nicht?
            Ich denke halt, dass jedes Kind Interesse an Kunst hat, da ja jedes Kind selbst Zeichnungen en masse anfertigt. Jugendliche hören dann im Regelfall mit dem bildnerischen Gestalten auf. Deshalb finde ich gerade das bildnerische Medium sehr geeignet, um Kindern Allesmögliche (und nicht zuletzt Kultur und Werte und eben auch Religion) zu vermitteln.
            Meine Aussagen müssen sehr oberflächlich wirken, aber ein Kind sollte man eben und nicht zuletzt auch mit dem Schönen konfrontieren (was in den wenigsten Fällen nur leere Hülse meint).

          • Silvia Brückner sagt:

            Hallo Veruschka, das ehrt mich, dass Sie dachten, ich hätte eigene Kinder, das wird oft angenommen. Ich liebe Kinder wirklich sehr, beruflich hatte ich nur u.a. mit Kindern zu tun, das hat mir einerseits gelegen, andererseits aber oft auch belastet, weil einschneidende Entscheidungen zu fällen waren, wo man Verantwortung übernehmen muss für die Zukunft von Menschen, meist unter Zeitdruck, das tut dann manchmal richtig weh.

        • Chrisma sagt:

          @ Veruschka, ich mag mir dieses Kind vorstellen. Ich mag mir ausnahmslos jedes Kind vorstellen. Glauben Sie wirklich, dass Sie einem Kind vorschreiben können, was sein Lieblingsbuch, Puppe, Auto, Stofftier etc ist?? Und wenn es dann nicht „Veruschkas“ Vorstellungen entspricht wird das Kind „abqualifiziert“???? Um Vorstellungen/Auffassungen von Kindern zu „wetten“ halte ich für illegitim. Das Hohelied Salomon wird bei Kinder in diesem Alten und etwas drüber höchstens mit „oh je die knutschen ja ständig“ kommentiert, so man sie frei entscheiden lässt…..

          • AM sagt:

            Abqualifiziert werden Erwachsenen, die gute Ideen und Vorschläge „verschlafen“, ignorieren oder ironisieren.  

          • veruschka sagt:

            Ich qualifizier überhaupt kein Kind hiermit ab … im Gegenteil: ich versuche mir Gedanken (und es sind erst einmal nur Gedanken) darüber zu machen, wie ich seine Kreativität bzw. Lebendigkeit am Besten wecken kann. Da gibt es sicherlich dann noch viele andere Wege. Der oben skizzierte ist nur einer – aber ich denke, kein so schlechter.
            Und beim Hohenlied würde es mir nicht um vorschulischen Sexualkundeunterricht gehen, sondern eher um die Vermittlung von Sprachmelodie.
            Es geht mir definitiv nicht darum, „Einserschüler“ oder kleine Genies heranzuziehen.
            Meine Kinder bekommen jedenfalls alle ein selbgemachtes Kinderbüchlein zum jeweiligen Namenspatron! Denn, wie gesagt, das Angebot auf dem Büchermarkt ist nicht berauschend… und ich denke mal, dass so etwas ungemein freut, auch wenn das Kind höchstwahrscheinlich kein Picasso wird.
            PS: Ich habe Kunsterziehung im Nebenfach studiert und einmal mit mehreren Grundschulklassen ein Wandbild (Thema: Unterwasserwelt) angefertigt und da konnte ich den (laut den Mitschülern) schlechtesten Schüler im Fach Kunst dazu bringen, eine herrliche Qualle zu malen. Die wurde dann von allen bestaunt und der kleine Mann hatte ein breites Grinsen im Gesicht. Also: Kunst muss man nur richtig vermitteln… und Religion eben auch!!!

        • Chrisma sagt:

          @Veruschka Ihre Antwort ist am Thema vorbei: Ich halte Ihnen nochmal den Satz vor „Suchen Sie mal ein Kind, dass Ihnen ein solches Buch als sein Lieblingsbuch nennt. Ich will mir dieses Kind nicht vorstellen.“ Dieser Satz macht mich wütend. Was passiert wenn ein Kind ein solches Lieblingsbuch hat???? Wird es ausgegrenzt? Ignoriert? Was passiert wenn das Kind keine Lust hat zu lesen?? Ist dann in Ihrer so schönen künstlichen (kunst) Welt doof?? Vielleicht denken Sie in einer ruhigen Minute nochmal über den Satz nach. Ich bin vierfache Mutter.

          • veruschka sagt:

            Ich glaube vielmehr, Sie verstehen mein eigentliches Anliegen nicht.
            Die Frage ist für mich primär diejenige, weshalb es so ein Lieblingsbuch überhaupt haben könnte… Vielleicht wurde ihm nichts Besseres vorgesetzt (weil es zum Beispiel nichts Besseres zu kaufen gibt oder die Eltern sich nicht genug Zeit nehmen etwas wirklich Gutes auszusuchen).
            Und wenn es nicht lesen will, dann vielleicht auch, weil es diese Art von Literatur langweilt.
            Ich mache mit meinen beiden Sätzen doch nicht das Kind schlecht… ich kritisiere die Umgebung, die ein Kleinkind eben enorm prägt.
            Und wenn Sie mich tatsächlich kennen würden, kämen Sie nicht ansatzweise auf die Idee, dass ich ein Kind (egal welches) für dumm halten würde (da könnte ich jetzt noch sehr viel anfügen). Dumm sind meist die Eltern. Mir ist defintiv bewusst, dass nicht alle Kinder „funktionieren“… (schreckliches Wort… aber darauf spielen Sie ja an). Ich selbst hab‘ das auch nicht getan… und das ist gut so.

          • veruschka sagt:

            Und noch eins: Ich hatte gerade ein phantastisches, hochgradig philosophisches Gespräch mit einem der wunderbarsten Menschen der Welt, meinem jüngeren Bruder (dem „schwarzen Schaf der Familie“). Wenn ich meine Kinder in spe tatsächlich überfordern sollte, würde Onkel Stefan diese immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Soll heißen: Kunst und das Schöne ist deshalb nicht ganz so schlecht, weil man mit in der Realität sowieso immer mit seinen Grenzen konfrontiert wird… und eben auch die Kinder. Aber wieso soll man nicht das Bestmöglichste (as man selbst zu bieten hat) den Kindern anbieten?

  6. Tilda sagt:

    Versuchen sie es einmal bei Kirche in Not, dem St. Ulrich-Verlag oder dem Fe-Verlag

  7. Silvia Brückner sagt:

    Es liegt doch auf der Hand, dass für Kinder die Attraktion des Martinszuges nicht zuletzt auch an dem als römischer Soldat gekleideten Reiter liegt, der auf einem ECHTEN Pferd voran reitet und dann mit seinem Schwert den Mantel teilt und dem Bettler die Hälfte davon reicht.

    Man würde den Kindern viel wegnehmen, wenn man den Martinstag nur mit einem Laternenumzug ohne Bezug zum Eigentlichen degradieren würde.

    Und Süßigkeiten gibt es meistens auch noch für die Kinder.

    Der Martinstag ist der erste Vorbote der kommenden Advents – und Weihnachtszeit.

  8. KRP sagt:

    Wenn es nicht eigentlich traurig wäre das die Linken den religiösen Aspekt aus der Welt schaffen möchten und aus allen weltliche Feste möchten, müsste man den Linken ja fast dankbar sein. Weil sie mit Ihren Äußerungen und Forderungen ja auch wieder anregen zu entsprechenden Diskussionen und somit das eigentliche an den Feiertagen wieder mehr in´s Gespräch bringen.

  9. Arnd sagt:

    Ich finde den ehrlichen Umgang in der Gesellschaft mit Religionund Kirche insofern besser, als es die Wirklichkeit wiederspiegelt, dass die Kirche keine Volkskirche mehr ist. Sie spielt gesamtgesellschaftlich keine sehr bedeutende Rolle mehr. Wenn man bedenkt, dass das Christentum ursprünglich zwar in der Welt war aber der Welt der Antike religiös, aber auch weltanschaulich diametral entgegenstand, so scheint mir das dem Christentum auch heute ganz gut anzustehen. Joseph Ratzinger hat schon in den 50er Jahren von den unzähligen katholischen Atheisten gesprochen und mir stehen immer die Haare zu Berge angesichts der selbstzufriedenen „Kulturchristen“ in meiner Umgebung. Keine Volkskirche mehr zu sein, macht es auch leichter, Kritik an Umständen zu üben und man wird sich selbst auch bewusster was Christus von seinen Jüngern möchte.
    Allerdings muss man den Anfängen von staatlichen Einschränkungen in der Religionsfreiheit wehren und man darf sich nicht in eine weltfeindliche Ecke zurückziehen. Wir Christen müssen mitten in der Welt Christus treu bleiben und ihn durch unsere Taten und Handlungen verkünden.

  10. Katrin Höllweg sagt:

    Ja, genau. Und warum schreiben Sie dann darüber?

    • Pater Hagenkord sagt:

      Das ist eine gute Frage. Sie haben mich ertappt!

      • Guardianus sagt:

        Na, ich denke, dass es für einen Theologen auch wichtig ist, wie man(n) oder Frau auch über solche scheinbaren Lapalien denkt…. Wie war das noch:“wehret den Anfängen….“ Zwar ein bitterer Beigeschmack, aber trotzdem wahr.“Die Geister, die ich rief…“

      • veruschka sagt:

        Allerliebste Katrin,
        ich vermute, dass sich Pater Hagenkord lediglich einmal im Leben künstlich aufregen wollte/musste um einen roten Faden spannen zu können der schlussendlich seinem (seltsamen) Lieblingsschriftsteller C. S. Lewis im nächsten Blogbeitrag führen sollte. Das ist alles nur Taktik.
        Und der hl. Martin hat absolut gar nichts damit zu tun… der wird von allen nur benutzt: Von den linken Vögeln und vom Pater! Bravo! Hi, hi, hi!

        • Guardianus sagt:

          Vielleicht…vielleicht auch nicht! Vielleicht auch „nur“ zu zeigen, wie sehr wir uns über Nichtigkeiten aufregen und uns somit im „Spinnennetz“ der Sünde verfangen.“Ereifert ihr euch, so sündigt nicht…“, oder aber auch:“….um ein Nichts macht der Mensch Lärm….“
          Sei es drum, Veruschka:.ob Taktik oder nicht….: wir gehen Nichtigkeiten fast immer auf den Leim und ereifern uns vielleicht „nur“, um vor uns selber zu fliehen….., darin wir eben wieder zuerst bei und in uns selbst ankommen müssen, solange unser Lebenslicht brennt. Zum Lachen ist das nicht. Taktik?….Wer hoch zu Roß sitzt, der kann tief fallen….

          • veruschka sagt:

            Sie, gell, ich hab‘ den Martin nicht vom Pferd geschupst und mich drauf gesetzt!
            Aber, Sie bringen mich auf eine Idee: Vielleicht haben es die „Neokommunisten“ gerade deshalb auf den hl. Martin abgesehen, weil der eben nicht zum einfachen Lampionfussvolk gehört.

  11. Chrisma sagt:

    @Veruschka so rum wird es ein Schuh den ich anziehen kann….Wäre gut gewesen wenn Sie es gleich so formuliert hätten. Es ist mir schon klar, dass Sie kein angepasstes Kind waren. Ich habe Ihnen an anderer Stelle gesagt, dass die unangepassten Kinder für mich die Besten sind. Eine Bloggerin hat an einer Stelle geschrieben Pipi Langstrumpf würde heute in der Kinder-und Jugendpsychiatrie sitzen. Recht hatte sie. Die meisten Eltern wollen und fördern die Anpassung der Kinder an Normen die dienlich sind, die die spätere Karriere scheinbar möglich machen. Darüber zerbrechen die Kinder oft und landen nicht selten bei Kollegen von mir. Kinder sind sehr komplexe kleine Persönlichkeiten die intuitiv spüren was für sie gut ist. Aber auch Eltern, die es wirklich gut meinen und machen, sind an einigen Stellen machtlos: der schon vorgestellte Phips (5) hatte bis vor kurzem eine Barbie-Puppe zu seinem „Lieblingsobjekt“ erkoren, da biste machtlos, da machste nix. Wenn Sie dann also bald Kinder haben und die ihre wunderschönen Kunstbücher mit Namen drauf in die Ecke pfeffern, nehmen Sie es nicht persönlich. Ein Gedanke zur sogenannten „Kunsterziehung“ Kunst und Erziehung schließen einander aus. Kunst ist ihrem Wesen nach frei, Erziehung in den seltensten Fällen…Noch zum Grinsebär mit der schönen Qualle, der wird vielleicht später Künstler, weil er in Kunsterziehung schlecht war. Schlussendlich reden wir hier über Kinder die in relativ gesicherten Verhältnissen groß werden. Die anderen schließen wir für heute in unsere Gebete ein. Danke für die Diskussion und bleiben Sie mir gewogen.

    • Chrisma sagt:

      @Veruschka, ich las gerade Ihren zusatzt Kommentar: das schwarze Schaf in der Familie bin ich selber….

      • veruschka sagt:

        Ah, das erklärt Alles: Deshalb sind Sie mir so sympathisch!
        Mein Bruder hatte übrigens früher rote Haare wie die Pipi (keiner weiß woher)… ein echter kleiner Teufelskerl eben 🙂
        Mit meinen Formulierungen muss ich, da haben Sie leider Recht, derzeit aufpassen… ich bin zur Zeit nicht wirklich konzentriert (da ist vielleicht etwas mehr Schweigen angesagt).

        Und mit der „Kunsterziehung“ haben Sie sogar Recht: vor einigen Jahren wurde dieses Fach an den Unis umbenannt in: „Ästhetische Erziehung“…

        Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

  12. Wichtigtuer sagt:

    Dass das Thema offensichtlich nicht langweilig ist zeigen in meinen Augen die vielen Kommentare, die gegeben werden. Und das über Tage.
    Ich hingegen finde langweilig, dass auf diese Idee, sei sie nun eine PR Aktion oder ein Vorbote gesellschaftlichen Wandels, „die Kirche“, „die Theologen“ keine innovativen Gegenvorschläge haben.
    Ich probiere mal einen: Nennen wir es doch einfach „Martinsfest“!
    Wir erzählen uns im Schein der Fackeln und des Feuers die Geschichte eines Mannes, der die Not eines anderen sah und intuitiv geholfen hat. Etwas, das in unserer Gesellschaft durchaus benennenswert und über die Kulturen hinaus als vorbildhaft dargestellt werden kann.
    Wenn es tiefer gehen darf, kann man ja auch sagen, dass diese Geschichte vom Biografen des Martin überliefert wird, also wohl keine Legende sein dürfte. Und man kann auch gerne erzählen, dass Martin, als er dieses einfache menschliche Meisterstück bewerkstelligte noch gar nicht getauft war. Vielleicht ist er somit auch Nichtchristen näher.
    Ob dem Martin dann in der Nacht der Herr im Traum erschien und das Mantelstück trug oder nicht. Ob es eine fromme Erzählung ist, die den Vers aus dem Mattheusevangelium „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt …“ illustrieren soll oder nicht. Ist doch zunächst nicht wichtig.
    Nächstenliebe macht die Dunkelheiten in der Welt hell. Dass kann doch an einem Martinsfest allen Menschen aller Kulturen ein Grund zum freudigen feiern sein. Warum lassen wir uns das aus der Hand nehmen???

  13. Guardianus sagt:

    @Veruschka: …..das ist natürlich auch eine Variante wie Frau meinen Beitrag verstehen und auslegen kann. Aber auch Sie bringen mich da auf eine Idee, darin Sie (wie wir übrigens alle) von unserem „hohen Ross“ herabsteigen und uns zu denen beugen, die nach Hilfe die Hand ausstrecken. Und da gibt uns der Beitrag von „Wichtigtuer“ einen sehr wichtigen Hinweis, dass es auch heute gerade wieder die sog. „Heiden“, bzw. „Ungläubigen“ sind, die vorbildlich das tun, was das Wort Gottes von Seinen Glaubenden erbittet, diese es aber einfach vorziehen, sich um deren eigene Sorgen und Nöte zu kümmern und somit schnellst möglich davon galoppieren…..und das Gewissen beruhigen mit der Erinnerung an Heiligen und sich mit deren Lorbeeren schmücken…!
    Vielleicht schubsen Sie und ich nicht den Martin vom Roß, aber vielleicht belassen wir den „Bettler“ weiter im Dreck, darin er noch tiefer sinkt: in Hoffnungslosigkeit, Ausweglosigkeit. Nicht Laternen sollen in diesen Tagen in der Welt leuchten, sondern wir…..gleich einer Kerze, die im Leuchten immer kleiner wird und sich verzehrt, bis die Flamme dann auch eben einmal ohne Festkörper leuchtet…..
    Vielleicht reiten wir dann nicht mehr auf einem hohen Roß, sondern lassen uns von unserem störrischen Esel tragen: unserem Leib, der dann vielleicht in der heiligen Nacht im Stall steht und Zeuge eines Wunders wird…….

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