Räuberbanden

Der Zyniker mag sagen, Gott habe die Welt halt gut geschaffen, nicht gerecht. Aber das kann auch nur ein Zyniker sagen.

Dass es mit der Gerechtigkeit nicht weit her ist, zeigen in diesen Tagen einmal mehr Investigative Journalisten. In Deutschland ist es die Süddeutsche Zeitung, die Tag für Tag berichtet, wer alles keine Steuern zahlen will und sich deswegen auf Kanalinseln zurück zieht. Apple zum Beispiel. Oder Nike.

Keine Steuern zahlen will? Das klingt noch harmlos. Eigentlich muss es heißen: wer sich seinen Pflichten entzieht. Denn genau das machen diese Leute: Steuern sind der Preis, den wir für eine zivilisierte Gesellschaft zahlen, eine Gesellaschaft mit Schulen, mit Polizei, mit Krankenhäusern und Universitäten. Wer sich dem entzieht – und hier geht es um erhebliche Summen – der zeigt eine erhebliche Verachtung für Gesellschaft und Staat.

Ich weiß gar nicht, was schlimmer ist: dass mich das schon gar nicht mehr überrascht oder die Menge derer, die jetzt ans Licht kommen. Nach den Panama-Papieren, dem Luxenburg-Skandal jetzt nun die Paradies-Papiere.

 

Sich den Pflichten entziehen

 

Die Einzelbeispiele muss man gut in Augenschein nehmen, ob und wie Bono oder Madonna oder Prinz Charles profitiert haben, muss man heraus finden. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Fakt ist aber auch, dass es Reiche offensichtlich schaffen, sich den Pflichten zu entziehen. Wer eine Million hat, der kann sich in einer Beteiligungsgesellschaft engagieren und zahlt nichts mehr. Das Geld wird dem Sozialkreislauf entzogen.

Die New York Times hat dazu heute eine Grafik. Der Abstand zwischen den, die viel haben, und denen, die wenig bis nichts haben, wird immer größer. Egal ob wir nun den Ausdruck von der Wirtschaft, die tötet, in den Mund nehmen wollen oder nicht, wir haben ein massives Gerechtigkeitsproblem.

„Was sind überhaupt Reiche, wenn die Gerechtigkeit fehlt , anderes als große Räuberbanden?“ Fragt Aurelius Augustinus. Das Kriterium für „Räuberbande“ bei ihm ist die Straflosigkeit. Und die haben sich die netten Herren und Damen erhofft. Sich den Pflichten entziehen, Habgierig sein, vielleicht sogar im strengen Sinn des Worts legal, aber eben nicht legitim. Man will von den Früchten der Zivilisation essen, aber selber nichts zu ihr beitragen.

Da sind die individuellen Fälle – Bono, Madonna und wer-weiß-nich-noch – zwar für die Boulevardpresse interessant, schlimmer sind aber die wirklich großen und systemisch angegangenen Summen: Dazu och einmal Aurelius Augustinus, aus demselben Abschnitt seines Buches. Er schließt den Gedanken mit einer kleinen Geschichte. „Hübsch und wahr ist der Ausspruch den ein ertappter Seeräuber Alexander dem Großen gegenüber getan hat . Auf die Frage des Königs, was ihm denn einfalle, daß er das Meer unsicher mache, erwiderte er mit freimütigem Trotz: „Und was fällt dir ein, daß du den Erdkreis unsicher machst? aber freilich, weil ich es mit einem armseligen Fahrzeug tue, nennt man mich einen Räuber, und dich nennt man Gebieter, weil du es mit einer großen Flotte tust“.“

 

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76 Kommentare zu Räuberbanden

  1. Epiktet sagt:

    Wer sich der Pflicht entzieht, ist a u c h unsolidarisch und verabschiedet sich aus der Solidargemeinschaft. Klug von Ihnen P. Hagenkord die Vermeidung von Ethik und Moral zur Sprache zu bringen.

    • Horst Kasner sagt:

      Reich zu sein, ist keine Sünde. Neid dagegen eine Todsünde.

      Solidarität muß immer freiwillig sein, andernfalls handelt es sich um Erpressung oder Raub.

      • Pater Hagenkord sagt:

        Eigentum verpflichtet aber. Das sagt nicht nur das Grundgesetz.

        • Roswitha Steffens sagt:

          Wer die Seele besitzt kann Sie nur mit dem Ich beschreiben, das ihm Gott täglich ans Herz legt.

          Kann man diesen Satz so stehen lassen, oder lässt er es an Demut für die fehlen, die dieses Herz teilen, um ihm die nötige Kraft zu verleihen?

          Ich hoffe, Sie verstehen was ich damit sagen möchte, denn Besitz ist nichts äußerliches, er trägt die inneren Werte, um sie für die Nachwelt zu erhalten.

      • carn sagt:

        Eines kann man aber großen Firmen, die kreativ Steuern sparen in einer Art, die bei allgemeiner Nutzung zum Zusammenbruch des Gemeinwesens führen würden, auf jeden Fall vorwerfen:

        Dass sie den Politikern, mit denen sie oft genug Kontakt haben, nicht mal informell und/oder anonym mitteilen, wie durch Regelungsproblematiken das Gemeinwesen möglicherweise gefährdet ist.

        Denn selbst wenn ich eine Regel nutzen „muss“ (z.b. weil die Konkurrenz es auch tut), die aber in letzter Konsequenz schlimme Folgen haben könnte, sollte ich mich wenigstens um eine Korrektur bemühen, sofern das nicht zu schwierig ist; und das ist nicht schwierig, wenn man problemlos persönlichen Kontakt herstellen kann mit Entscheidungsträgern ein oder zwei Ebenen unter zuständigem Minister.

        (Wenn Apple-Vertreter sich mit einem „Hallo, können wir uns mal 2 Stunden auf ein vertrauliches Gespräch treffen“ bei einem Finanzministerium durchklingeln, dann bekommen die innerhalb weniger Wochen einen Termin wenigstens mit einem Abteilungsleiter oder gleich einem Staatssekretär. Und die würden dann auch interessiert zuhören, wenn die von Apple erklären, warum irgendwelche Regeln die Staatsfinanzen zu sehr untergraben könnten.)

      • Michael sagt:

        Reden wir nicht auch von einem „ungerechten Reichtum“? Ist das was wir sind und haben an geistigen wie materiellen Reichtum aus uns selbst „geschaffen“? Wohl eher nicht, so dass unsere Talente nicht für uns selbst, sondern für das Wohl der Gemeinschaft sein soll: „der Starke den Schwachen tragen soll“, darin wir das Gebot Gottes erfüllen. Eigentum in jeder Form verpflichtet also und Reichtum ist insoweit tatsächlich auch ungerecht und somit auch eine Verfehlung gegenüber dem Willen Gottes. Leider wird das im Allgemeinen nicht gewürdigt, so dass Ihre Auffassung auch in den Reihen der „Gläubigen“ im nicht geringen Maßen zu finden ist.

        • carn sagt:

          „für das Wohl der Gemeinschaft sein soll: „der Starke den Schwachen tragen soll““

          Bei Steuern geht es aber erstmal nicht darum, den Schwachen zu helfen, sondern den Staat – der überhaupt nicht schwach ist – zu finanzieren.

          Den Staat mit den Schwachen gleichzusetzen und diesem grundsätzlich ungefragt zuzubilligen für diese zu agieren, ist gegenüber den Schwachen unfair.

          • Michael sagt:

            Was für ein Verständnis von Staat haben Sie? Was für ein Verständnis von Steuergerechtigkeit haben Sie? Ist der Staat nicht dazu verpflichtet, gerade für das das schwache Glied im Staate da zu sein, um eben die Starken dazu zu verpflichtet für das Gemeinwohl zu sorgen? Der Staat Mittel zu diesem Zweck mitunter ist?
            Ja, insoweit ist der Staat schwach, weil er die Mittel dazu hat, den Schwachen zu helfen (gerade dem eigenen Volk), es aber nicht tut und die Steuern somit veruntreut. Der Staat das eigentliche Verbrechen begeht und der eigentliche Kopf der Räuberbande ist.

          • Michael sagt:

            ..natürlich meine ich mit „Staat“ die Politik und jene, welche diese „machen“ und sich darin „Volksvertreter“ sehen..letzten Endes aber das Volk mit Füßen treten und eigentlich das machen, was die Wirtschaft, das Geld und deren Bosse will.
            Was nunmehr der Staat im großen Stiele ist, das ist in nicht wenigen Fällen der „kleine Mann“ im kleinen Stiel, weil dieser sich oftmals auch „gezwungen sieht“ ebenfalls zu betrügen mit der „Entschuldigung“ vielleicht, dass Steuern zuviel eingetrieben und ungerecht verteilt werden. Doch Betrug ist Betrug: Lüge ist Lüge.
            Darum hat gerade hierin das Wort Gottes ob der Steuerzahlung heute -wie unschwer zu erkennen ist- eine hochaktuelle Bedeutung, darin auch die Politiker eben in der Pflicht stehen…um eben nicht zu Volkstretern werden

          • carn sagt:

            @Michael

            Vielleicht ist unser Staatsverständnis gar nicht so verschieden.

            Ich habe nur etwas dagegen, dass Politiker sich so gerne – und Journalisten und Öffentlichkeit sie dabei tatkräftig unterstützen – den Heiligenschein anlegen als aufrechte, wackere, edle und gute Kämpfer für die Armen, die unter wohlfälligen Applaus gegen die egoistischen, ausbeuterischen und habgierigen Reichen zu Felde ziehen.

            Aber wie auch aus Ihren Worten hervorgeht, passt dieses Bild nicht immer.

            Weshalb ich gerne zurückhaltend bin, wenn Journalisten, Öffentlichkeit und Politiker gerade mal wieder auf die Reichen als Buhmänner einschießen.

      • @Kassner:
        1. was hat“ Steuervermeidung“ also BETRUG mit „Reich zu sein“
        zu tun

        2. das Evangelium meint unter „Reichtum“ geistliches Wachstum, teilhabe am „Reich“Gottes etc.etc.

        Ihre Definition von Reichtum hat mit dem Evangelium so viel

        gemein- wie ´“der Teufel mit dem Weihwasser“

        Benedikt XVI hat das- mit seinen Worten-

        in seiner Rede in Freiburg mit „VER-WELT-LICHUNG“ ausgedrückt-

        und PF. ist da auch ganz klar!!

        natürlich „rettet“ auch ein Reicher seine Seele, wenn er sein Besitz teilt
        oder sehr schön im „Magnifikat“ nachzulesen..

        • carn sagt:

          “Steuervermeidung“ ist oft KEIN „BETRUG“ im strafrechtlichen Sinne und auch manchmal im umgangssprachlichen Sinne.

          Ich z.b. zahle in eine private Altersvorsorge ein. Als ich meine Steuererklärung machte kam ich auf die Idee, dies steuerlich geltend zu machen; das senkte meine Steuerlast; durch meine Entscheidung diese Angaben in der Steuererklärung zu machen, habe ich also Steuern vermieden also Steuervermeidung betrieben.

          Ich sehe da erstmal keinen Betrug.

          Es könnte höchstens unethisch sein, insofern die Regelung, dass Altersvorsorgeaufwendungen entsprechend abgesetzt werden können, fehlerhaft/ungerecht/etc. ist; da ich das aber nicht für eindeutig halte, sehe ich nicht, was an meiner Steuervermeidung unethisch oder gar Betrug sein sollte.

          Ich dachte sonst sind Sie immer dafür, dass man genau auf das individuelle Schiksal schaut, statt pauschal zu verurteilen?

          • Pater Hagenkord sagt:

            Um beim Thema zu bleiben: wer sich den staatlichen Regelungen seiner Gesellschaft bewusst entzieht, ist in dem von uns gebrauchten Sinn „Steuervermeider“. Wenn der Staat wie in ihrem Fall das sogar vorsieht, ist das eine völlig andere Sache, denn das ist ja innerhalb der Regelungen.

          • Michael sagt:

            Ich nehme an, dass Sie später dann auch -gem. der einschlägigen Gesetze- Ihre Altersvorsorge versteuern, „dem Kaiser geben, was des Kaisers ist und Gott geben, was Gottes ist“, also: Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Und was das andere angeht: es gibt für Firmen genug (politisch) gewollte Schlupflöcher zur „Steuervermeidung“. Oder glauben Sie hier immer noch an Steuergerechtigkeit, da doch die Politik in Wahrheit von der Wirtschaft gwlenkt ist. Die Einhaltung von Gesetzen „nur“ zum Schein gewahrt ist.

      • Harald Töpfer sagt:

        Haben Sie dan nicht Habgier und Geiz übersehen (und mittelbar auch Hochmut)?

    • Guardianus sagt:

      Warum ist es in Ihren Augen klug, Ethik und Moral in dieser Frage zu vermeiden? Haben „ich“ als Glaubender nicht eindeutig Stellung zu beziehen?

  2. Roswitha Steffens sagt:

    Sehr beruhigend, dass Sie das so sehen können, denn viel zu viele Menschen verdienen dadurch ihr Geld, dass sie ihre Menschenpflichten nicht mehr wahrnehmen und daraus die Profite in ihre privaten Töpfe abschöpfen.

    Wie soll man seinen Kindern bei derartigen Pflichtverletzungen noch beibringen, dass es wichtig ist sich an Regeln zu halten, weil das nicht nur dem Gemeinwohl dient sondern das Gemeinwesen fördert?

    Jeden Tag habe ich persönlich damit zu kämpfen, dass insbesondere mein Sohn mir vorwirft, dass wir Alten ja wohl nicht in der Lage waren die Welt vernünftig zu gestalten und nun sie, die Jugend an der Reihe wäre, ihre Vorstellungen zu leben. So schlecht finde ich diese Idee nicht, nur leider sagt er mir im nächsten Atemzug, dass es gut wäre, wenn die Alten endlich verschwunden sind.

    Es ist so traurig, denn das haben wir unserem Sohn nicht mitgegeben, das sind seine persönlichen Ansichten auf das Bild, das sich ihm täglich durch Schule, durch Freunde, im Alltag und durch Medien bietet. Ich wünschte, wir alle würden zusammen daran arbeiten den Kindern wieder Perspektiven zu verschaffen, durch die sie lernen sich an Regeln zu halten, die geboten sind, um die Pflichten, die daraus entstehen selbst wahrzunehmen und aus eigener Kraft auch umzusetzen.

    Manchmal, in ganz kleinen Fußnoten kann man erkennen, wie langsam sich die Welt dreht, um uns als eine Einheit mitzunehmen in der wir endlich lernen im Gleichschritt zu marschieren und nicht aus übereifrigem Gehorsam unserer Zeit ständig vorauszueilen.

    • carn sagt:

      „Wie soll man seinen Kindern bei derartigen Pflichtverletzungen noch beibringen, dass es wichtig ist sich an Regeln zu halten, weil das nicht nur dem Gemeinwohl dient sondern das Gemeinwesen fördert?

      Jeden Tag habe ich persönlich damit zu kämpfen, dass insbesondere mein Sohn mir vorwirft, dass wir Alten ja wohl nicht in der Lage waren die Welt vernünftig zu gestalten und nun sie, die Jugend an der Reihe wäre, ihre Vorstellungen zu leben. So schlecht finde ich diese Idee nicht, nur leider sagt er mir im nächsten Atemzug, dass es gut wäre, wenn die Alten endlich verschwunden sind.“

      Meine Vorschlag dazu:

      Fragen Sie ihn, ob es denn wichtig ist, dass es in der Welt gerecht zu geht.
      Falls er bejaht (hoffen wir es mal), fragen Sie ihn, ob das nicht notwendig macht, dass es gewisse Regeln gibt, die die meisten einhalten (z.b. nicht stehlen, nicht morden, etc., falls er Beispiele will).
      Falls er bejaht, fragen Sie ihn, mit welchem Recht einer, der sinnvolle Regeln im Kleinen nicht beachtet, die Missachtung von sinnvollen Regeln im Großen anprangern könnte.
      Falls er einsieht, dass man dazu dann eigentlich wenig Recht hätte, fragen Sie ihn, wie er denn die Welt – die fürs Große sinnvolle Regeln braucht – besser machen kann, wenn er durch Bruch sinnvoller Regeln bei sich im Kleinen sich die Legitimation nimmt, den Regelbruch im Großen anzuprangern.

      Mit ähnlicher Strategie bin ich soweit gekommen, dass die Diskussion „““““““lediglich“““““““ sich noch darum dreht, welche Regeln sinnvoll sind und nicht mehr darum, warum man überhaupt Regeln achten sollte.

      Erstaunlicherweise werden inzwischen Regeln, deren Sinnhaftigkeit ich nach langem Bemühen vermitteln konnte, tatsächlich im Wesentlichen beachtet.

      Und Regeln, deren Sinnhaftigkeit unmittelbar klar ist, werden sogar selbssttätig beachtet.

      Viel Glück

      • Roswitha Steffens sagt:

        Wie soll ich Ihn, ein Kind fragen, ob Gerechtigkeit in der Welt wichtig ist, er ist die Gerechtigkeit, die sich mir seit seiner Geburt als Anspruch durch Gott stellt. Ich bin Mutter und kein Engel auf Erden, der sich göttlicher Macht bedienen kann, um mit der richtigen Zunge sein Bewusstsein zu erreichen.

        Außerdem prangert mein Sohn nicht Regeln an sich an, er kennt nur leider keine Welt, in der Recht und Gesetz herrschen und nicht auf ein menschliches Maß reduziert werden, um beides möglichst zu umgehen.

        Mein Problem ist, dass es nicht nur ihm an Vorbildern mangelt, die sich an Regeln halten sondern all denen, die sich nicht an sich selbst messen, um dem Anspruch Gottes zu genügen. Darüber sollte man sich gewissenhaft mit all denen auseinandersetzen die für ihr Recht auf Leben nicht mehr übrig haben, als die Zeit, die ihnen ihr eigenes Wohlbefinden noch übrig lässt.

  3. Actuarius sagt:

    „Ein jeder kehre vor seiner Tür, …“ (J.W. Goethe, ‚Bürgerpflicht‘)
    Dazu konkret: https://www.ksta.de/koeln/immobilienkauf-des-erzbistums-koeln-domforum-gehoert-briefkastenfirma-1865646

    • Pater Hagenkord sagt:

      Es schon ein wenig ironisch, dass Sie verlangen, dass ein jeder vor seiner Tür kehre, dann aber mit dem Finger auf andere zeigen.

      • Actuarius sagt:

        Das einzige, was aus der vermeintlichen Ironie zu ‚verlangen‘ wäre, ist, dass diejenigen, welche die Kirche vertreten, bei solchen regelmäßig aufflammenden Gerechtigkeitsthemen redend und schreibend zurückhaltend auftreten. Nicht alles was jeweiliges staatliches Recht ist, ist richtig, und nicht alles, was richtig ist, ist geltendes staatliches Recht – und das wird voraussichtlich noch in tausend Jahren so sein.

        • Pater Hagenkord sagt:

          Sorry, das kann ich so nicht stehen lassen. Ich habe eine Meinung und stehe dazu. Was ich zu verantworten habe, habe ich zu verantworten. Ich spreche für die Kirche, verantworte sie aber nicht. Ich werde mich da auch nicht zurück halten, weder dem Staat gegenüber noch der Kirche gegenüber.

          • Josef sagt:

            Wo war Ihr Aufschrei im Falle des Limburger „Bischofs“ vor ca. 2 Jahren?
            Zum Glück habe ich den Namen dieses Bischofs bereits vergessen.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Sie haben nicht nur den Namen vergessen, sondern auch den Aufschrei. Ihre Frage soll ein Vorwurf sein, geht aber ziemlich daneben.

          • Josef sagt:

            Ich möchte Ihre Ansichten udn Absichten nicht schmälern oder herabwürdigen.
            Aber neben dem Limburger Fall waren auch Fälle in Rom: Die Superwohnung für Bertone, die Geldabzweigung von dem Kinderkrankenhaus, das pompöse Leben der Kardinäle (z.B. Müller) und der Kuroenbischöfe in Rom.
            Wo ist hier der Aufschrei der Gerechten?
            Brauchen wir wieder einen Martyrer, der sich für diese Schandtaten verbrennen läst (so wie im 15.-16. Jahrhundert (hab leider den Namen vergessen).

          • Pater Hagenkord sagt:

            Die von Ihnen genannten Fälle sind entweder vor Gericht oder falsch (pompöses Leben von Kardinälen). Da braucht es keinen Aufschrei.

          • Actuarius sagt:

            Verantwortung zeigt sich doch am besten darin, die Menschen (einschließlich sich selber) von ihren Lastern zu bekehren und zu befreien, anstatt diese anzuprangern. Und wenn man dann noch deutschlandweit, europaweit, weltweit sich einigt, dass es nur noch einen einzigen Steuersatz von 10% oder 15% auf alles und für alle ohne jegliche Ausnahmen und Steuerbefreiungen (auch für Kirchen usw.) gibt, würden sich die Gerechtigkeitsdiskussionen nach und nach entschärfen: http://www.zeit.de/2011/27/Steuern. Aber wer will das überhaupt?

          • Pater Hagenkord sagt:

            Ich zum Beispiel würde das nicht wollen. Warum sollen Menschen, die wenig haben, den gleichen Steuersatz befolgen wie diejenigen, die viel verdienen? Das erschließt sich mir nicht.

          • Roswitha Steffens sagt:

            Ich finde man sollte Steuern viel mehr über das Konsumverhalten regeln als über die Einkommen, denn das ist doch Ausschlag gebend dafür, wofür Arbeitskraft den Grundbedürfnissen entzogen wird, um Reichtum zu hoffieren und Armut mit Füßen zu treten.

            Ein steuerfreies Einkommen, das den Grundbedarf jedes Menschen erfüllen kann, das scheint mir eine sehr wirklichkeitsnahe Forderung, um Bittstellen für Menschen abzuschaffen, deren Armut schon schwer genug zu ertragen ist, auch ohne ihnen die Würde zur Selbstbestimmung zu nehmen.

          • Actuarius sagt:

            Der materiell Vermögendere zahlt auch bei einem einheitlichen prozentualen Steuersatz mehr als der weniger Betuchte, aber nicht progressiv. Keine Progression schafft mehr Gerechtigkeit und Gerechtigkeitsempfinden. Auch die Bibel kennt nur den Zehnten.

          • Actuarius sagt:

            @Frau Steffens, die Diskussion, die Verbrauchsteuern zu erhöhen und im Gegenzug die Erwerbssteuern zu verringern, ist ein alter Hut. Doch machen wir uns nichts vor, der Staat selber kann und will gar keine absolut ’sozialgerechte‘ Steuerbelastung erreichen, denn das Steuersystem besteht aus verschiedenen Normen mit unterschiedlicher Zielsetzung. Die gemeinwohlfördende Sozialzwecknorm, die hier wieder einmal mit teils drastischen Vokabeln thematisiert wird, ist letztlich nur eine davon.
            @P. Hagenkord: Vielleicht sollte man der üblichen Tauschware „Geld“ grundsätzlich etwas anderes entgegensetzen, wie es im Kleinen geldfreie Tauschringe machen. Dafür könnten sich weltweit auch die Kirchen mehr engagieren und solchen, das Geld überwindenden Tauschinseln zu einem größeren Wachstum verhelfen, auch wenn es einfacher ist, das Sozialgewissen auf unpersönlichem Wege mit Opferstöcken, Klingelbeuteln und Spendenbriefen samt beigefügter Zahlkarten anzusprechen. Lichtblicke für eine geldärmere reichere Zukunft sind selten: https://www.youtube.com/watch?v=Jn_rZyUFBSM

          • Roswitha Steffens sagt:

            @Actuarius, ich habe nicht geschrieben, dass man die Verbrauchssteuern pauschal erhöhen solle, ich habe davon geschrieben, die Steuern dem Konsumverhalten anzupassen. Das bedeutet, die Steuerlast an der Notwendigkeit des Verbrauchs der dahinter verborgenen Ressourcen zu berechnen.

            Es gäbe viele Möglichkeiten Steuern so zu verteilen, dass sie das Bewusstsein aller Verbraucher erreichen, um darüber auch eine gewisse Nachhaltigkeit im Umgang mit Ressourcen zu unterstützen und vielleicht auch das Konsumverhalten sowie die Wegwerfkultur zu ändern.

          • Actuarius sagt:

            „Steuern viel mehr über das Konsumverhalten regeln als über die Einkommen“, kann ja konkret nur bedeuten den Konsumverbrauch allgemein höher zu besteuern, als es jetzt der Fall ist. Wie soll aber ein Konsens darüber erreicht werden, wer in welchem Alter welches Produkt wie notwendig zum Leben braucht, damit es, mit einem nachhaltigen Steuersatz belegt, konsumiert werden darf. Der Priester braucht die Flasche Wein beruflich, Sie wohl eher nicht. Es ließen sich griffigere Beispiele finden.

  4. Epiktet sagt:

    @Guardianus. Weil es für mich, den Rahmen der Kommentare hier „sprengen würde“. Ethik ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Moral. Sie reflektiert und philosophiert über diverse Moralen. Psychologisch gesehen steht ausser Frage , dass Reiche die Geld eher dazu neigen moralische und andere Regeln zu brechen. Genau so funktioniert dies mit der Ethik. Eine neuere Studie (Beratungsstelle Ernst & Young (EY) besagt, dass jeder vierte Manager zum eigenen Vorteil unethisch handeln würde.

    • Epiktet sagt:

      Nachtrag
      Ich philosophiere hier doch nicht wer ein Räuber/Räuberbande ist oder nicht. Eine Räuberbande bleibt eine Räuberbande und ein Räuber ein Räuber!

      • Guardianus sagt:

        @Epiktet: Das macht zwar Sinn, doch sollte man den Grund dieses
        Weglassens doch erwähnen, weil es einfach dazugehört: Ethik und Moral.
        Was das philosophieren angeht, so philosophiere ich gerade darüber, dass der Herr bei Seinem Kommen, wohl jenen Räubern gleichtut, da Er ja wie ein Dieb in der Nacht kommt (darin Nacht nicht unbedingt als „Nacht“ verstanden werden darf, als vielmehr die Finsternis, welche gerade in der Welt herrscht..)und Sein Haus nicht fertig wie wohlgeordnet vorfinden wird, sondern als eine Ruine, welche wir zu einer Räuberhöhle gemacht haben…
        oder Seinen Weinberg haben verwildern lassen….
        Wir uns letztenendes alle selbst um unser Heil betrügen, dagegen das von P.Hagenkord aufgeführte Übel und Ärgernis nichts ist.
        Was also würde passieren mit uns allen, wenn der Herr in dieser Stunde kommen würde? ….

        • carn sagt:

          „Was also würde passieren mit uns allen, wenn der Herr in dieser Stunde kommen würde?“

          Wäre nicht gut für mich, da ich im Verzug bin.

          1-2 weitere Monate wären ganz nett, dann sollte der Verzug meinerseits endlich beendet sein.

    • carn sagt:

      „Eine neuere Studie (Beratungsstelle Ernst & Young (EY) besagt, dass jeder vierte Manager zum eigenen Vorteil unethisch handeln würde.“

      Und es gibt Studien, die zeigen, dass das bei anderen Menschen anders ist?

      Ich finde eine Quote von 75%, die zum eigenen Vorteil nicht unethisch handeln würden, fast schon einen kleinen Lichtblick. Man bräuchte natürlich sowas wie 95%+.

      • Epiktet sagt:

        @carm
        Die Betonung lag auf „Reich“. Das war meine Aussage. Die „Kleinen“ müssen immer den „Kopf hinhalten“ und zahlen.

        • carn sagt:

          Und Ihre Aussage war auch:
          „Psychologisch gesehen steht ausser Frage , dass Reiche die Geld eher dazu neigen moralische und andere Regeln zu brechen.“

          Habe ja gar nichts gegen die Behauptung, die kann ja stimmen.

          Nur ist eine Studie, dass 25% der Reichen bzw. der Manager zwecks eigenen Vorteil Regeln brechen unzureichend, um „eher dazu neigen“ zu belegen. Deshalb wollte ich wissen, ob Sie entsprechende Studien kennen.

  5. Guardianus sagt:

    Ich schliesse mich dem Wort Gottes an:“ Der Grund allen Übels ist die Habgier.“ Sind wir nicht selbst Teil dieser „Räuberbande“? Offenbart sich nicht in unserem Alltag, dass auch „ich“ sehe wo ich bleibe?..meinen Vorteil suche oder habe…diesen verteidige? Steuern zahlen oder hinterziehen? Vorfahrt gewähre, achte oder Vorfahrt mir einfach nehmen, ob „ich“ im Recht oder Unrecht bin? Dienen wir nicht alle mehr oder weniger dem Geist des Egoismus..der falsch verstandenen Selbstliebe? Machen uns selbst in gewisser Hinsicht zu einem ‚Gott‘?..und entziehen uns so sehr geschickt unserem Dienst vor dem Herrn? Haben wir uns nicht schon längst -auch als Glaubende- diesem herrschenden System angeglichen?….
    Die Räuberbande, von der hier die Rede ist und welche sich deren Pflichten entzieht, das mag ein großes Ärgernis und ein Dorn in unseren Augen sein. Doch sehen wir auch den Splitter im eigenen Auge, darin wir wissen was wir tun, wenn wir uns der Welt und dem in ihr herrschenden Geist angleichen und so kein Zeugnis mehr sind für die Waheheit: das Wort Gottes?

    • Roswitha Steffens sagt:

      Der Grund allen Übels ist nicht Habgier, denn die ist uns offensichtlich angeboren, der Grund des Übels ist die Gleichgültigkeit gegenüber dieser Menschheit.

      Wir in Deutschland haben starke Grundrechte nach denen der Staat handeln und das Volk leben sollte. Im Übrigen trenne ich den Staat nicht vom Volk, er trägt dem Volk gegenüber nur eine stärkere Verantwortung, da er durch dessen Stimme Macht erhält, die ihm die Regentschaft überträgt.

      Das wiederum heißt aber nicht, dass Demokratie damit außer Kraft gesetzt wird indem man dem Gemeinwesen (Volk) das Gemeinwohl (Stimme) entzieht und mit eigener Stimme durch (angenommene) Interessen vertritt (ausbeutet) was nur im Chaos landen kann, weil ihm die Gemeinschaft fehlt, aus der wir alle eine Lösung finden können, die sich in ihrer Substanz selbst tragen kann.

      Aus diesem Gemeinwesen heraus entwickelt sich das Bedürfnis, es zu fördern und zu achten, um es nicht zu verletzen indem man es täglich missbraucht.

      Die Familie ist der Grundstock jeder Demokratie. Sie stärkt im Kleinen, was das Große, die Kirche braucht, um als tragende Institution die Gemeinschaft zu fördern, die ihr Gottvertrauen dafür einsetzt, dem Staat dabei zu helfen, seine Aufgaben gewissenhaft wahrzunehmen und die Pflichten daraus anzunehmen und täglich abzuarbeiten.

  6. Carmen Fink sagt:

    Mit einem kleinen Augenzwinkern, der Papst verbietet ab 2018 den Verkauf von Zigaretten im Vatikan.

    „Das Kaufhaus in den Vatikanischen Gärten bietet steuerfreie Waren, darunter Markenkleidung, Schmuck, Kosmetik und Unterhaltungselektronik. Bezugsberechtigt sind aktive wie pensionierte Vatikanangestellte und ihre Familien, Ordensgemeinschaften sowie beim Heiligen Stuhl akkreditierte Diplomaten“
    Bei einer Inventur von Lebensmitteln, Kleidung und Medikamenten im Vatikan hätten Waren im Wert von 1,6 Millionen Euro gefehlt.

    PF hat sicher auch daran gedacht als er das Verbot aussprach,“Bei einer Inventur von Lebensmitteln, Kleidung und Medikamenten im Vatikan hätten Waren im Wert von 1,6 Millionen Euro gefehlt.“

    Ihr Bericht in Ehren Pater Hagenkord aber diese Zustände dürfen nicht unerwähnt bleiben.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Das nehmen Sie so hin? Es reicht, dass ein Journalist das behauptet, und schon wiederholen Sie das als Fakt? Das halte ich für bedenklich.

      • Aus ihrer Antwort entnehme ich dass das geschriebene Falsch ist, kann ich sie so verstehen?
        Steuerfrei stimmt sicher, dieses Privileg das ein oder andere mal ausnützen sicherlich auch. Wo Gelegenheit ist kann sie auch ausgenutzt werden. Ich will niemanden etwas unterstellen. Habe das meiste in „“ gesetzt.
        Nun diese Aussagen betreffen sie persönlich als Vatkanmitarbeiter, ich würde genauso reagieren. Verteidigung

      • michael sagt:

        @P.Hagenkord: Einerseits gebe ich Ihnen recht, wenn ein deraetiger Bericht einfach als Fakt übernommen wird. Ist es aber nicht doch writ aus bedenklicher, solche Berichte (als ‚Betroffener‘) als Unwahrheit zu geißeln, bzw. sich dazu bedeckt zu äußern, sich dann aber dieser Bericht als wahr herausstellt?…Und das als Kirche?
        Ob das alles nun wahr ist oder nicht: auch die Kirche schaut doch deren ‚Schäfchen‘ ins Trockene zu führen, bzw. im Trockenen zu halten. Und mit ‚Schäfchen‘ meine ich nicht die Menschen, welche mit und in der Kirche Gott suchen und an Ihn glauben, sondern deren Pfrünte, Rücklagen und anderes Vermögen. Ist das nicht auch eine Art Betrug….auch gegenüber Gott?

        • Pater Hagenkord sagt:

          Das ist schon eine merkwürdige Logik, die Sie hier zeigen. Demnach könnte man alles behaupten, denn es könnte ja wahr sein.

          • Michael sagt:

            In der Tat, P.Hagenkord: eine merkwürdige Logik. Erwachsen aus entsprechend merkwürdiger Erfahrungen…auch mit den Kirchen.
            Bloße Behauptungen werden zurückgewiesen und hartnäckig dementiert bis man schließlich nicht mehr anders kann, als jene Behauptungen als Wahrheit doch zugeben zu müssen. Behauptungen sind also nicht selten der Beginn einer Wahrheit, welche der Betroffene lieber „unter den berühmten Teppich gekehrt“ sehen will. Ich selbst habe da immer eine abwartende Haltung..auch wenn Sie das als nicht richtig oder nicht logisch…eigenartig oder merkwürdig empfinden.
            Erfahrungen…das Leben ist nicht unbedingt logisch in diesem Sinne, aber immer wieder überraschend..

          • Michael sagt:

            Nachtrag:
            Ist es nicht die „Logik“ der Liebe, darin die Liebe -so Paulus-
            alles glaubt,……, da die Liebe davon ausgeht, dass jeder die Wahrheit sagt, bzw. das, was er von der Wahrheit erkannt hat?
            Zumindest bei denen, die sich zu Jesus Christus bekannt haben?
            Ja, davon geht die Liebe aus, wenn ich Paulus richtig verstehe.
            Sie geht sogar nicht „nur“ davon aus, dass es wahr sein kann, sondern, dass das Gesagte (Behaupte) wahr ist. Ist es also in diesem Sinne falsch alles zu glauben?
            Vielleicht ist es gerade in der Gemeinde Christi gerade anders herum, darin zuerst von der Unwahrheit…von falschen Behauptungen und Gedanken ausgegangen wird, die von vorne herein
            als solche verurteilt und abgelehnt werden ohne wirklich geprüft zu werden, ob diese vielleicht doch wahr sein könnten?
            Kann darin nicht auch ein „Sich-widersetzen“ gegenüber dem Heiligen Geist gesehen werden, der ja in, mit und durch den Menschen wirkt?….Gerade in einem Menschen, der das Siegel des Heiligen Geistes trägt und dieses -so Paulus wiederum- zu bewahren hat? Ist das nicht auch ein Verbrechen, bei dem es doch um mehr geht als um nicht bezahlte und/oder hinterzogene Steuern?
            Gut: die Liebe kann und wird am leichtesten und somit am meisten missbraucht und gleichsam mit ihr die Wahrheit, darin diese verfälscht und bis zur Unkenntlichkeit verbogen wird und daraus
            eine „eigene Wahrheit“ entsteht. Und daran knüpfen wohl gerade die christlichen Gemeinden an, darin zuerst von einer solchen
            „Wahrheit“ ausgeht und diese deshalb sofort abblockt: die Türen des Herzens sofort verschliesst…auch auf die Gefahr hin, dass einmal tatsächlich die wirkliche und wahre, die unverfälschte Wahrheit „anklopft“ und dann diese „Türen“ diese nicht mehr erkennen: die Türe dann verschlossen bleibt, wie bei jenen Aposteln, die sich aus Angst hinter verschlossenen Türen versteckten. Wenn und weil es aber die unverfälschte Wahrheit ist, die anklopft, so wird diese auch die Macht und die Kraft haben, auch eine scheinbar unüberwindbare verschlossene Türe
            zu durchschreiten, wie diese ja auch den das Grab verschliessende Felsen zu sprengen wusste und letzten Endes siegen wie auch den Menschen (von sich selbst) befreien wird.
            Nun mag es sein, dass dieser Beitrag hier fehl am Platze ist,
            dennoch bin ich der Meinung, dass wir gerade als Getaufte uns nicht selber betrügen dürfen um die uns aufgetragene Liebe und um das Zeugnis der Wahrheit: das Wort Gottes.

  7. Epiktet sagt:

    @Guardianus- 9.Nov./18:06
    Sie relativieren mit einem Bibelstelle, auch noch aus dem Zusammenhang gerissen, im letzten Abschnitt Räuber und Räuberbanden. Zum Teil sind das Steuerhinterzieher und das ist strafbar. Das sind Täter, die nicht nur den Staat verachten, sondern den Staat Schaden zufügt, und so Bürger und Bürgerinnen. Den Staat „verachten“, ist in meinen Augen eine Verniedlichung.
    Und wir dürfen nicht nur die grossen Konzerne im Fokus behalten.
    Glaubt man wirklich das z.B. Uli H. wirklich gerecht bestraft wurde? Das auf der Liste, das Oberhaupt der anglikanischen Kirche – die Queen – steht?

    • Guardianus sagt:

      @Epiktet: Ich respektiere Ihre Sichtweise und Ihre Meinung. Aber relativiere ich irgendeine Bibelstelle oder irgendeine Handlung, wenn ich sage, dass wir in allem was wir tun Zeugnis für die Wahrheit abzulegen haben? Vielleicht reisse ich etwas aus ddm Zusammenhang, vielleicht auch nicht. Ist es aber nicht eine Tatsache, dass sich auch die glaubende Gemeinde sich viel zu sehr mit der Welt verstrickt hat, welche diese doch -geistig gesehen- verlassen hätte sollen: den Geist und Sinn zu Gottes Geist hin erneuernd?
      Wenn wir als Glaubende nicht mehr Zeugnis von der Wahrheit ablegen: unseren Glauben nicht leben, was für ein Verbrechen: auch an der gesamten Menschheit ist größer? …Wir sagen, dass wir sehen -im Gegensatz zu jenen, die wir als Ärgernis sehen und als Betrüger- deshalb ist offenkundig die Schuld der Sehenden größer, weil diese zum Glauben an Jesus gekommen sein wollen, aber diesen Glauben nicht bezeugen. Den Glauben verniedlichen ist weitaus größer als alles andere. Ich denke, wir sind uns dieser Situation als Glaubende ob dieses Ernst nicht wirklich bewusst, sonst hätten wir heuts diesbezüglich eine andere Ausgangssituation. Wir vielleicht ein solches „Problem“ gar nicht hätten.
      Wer also von der Wahrheit kein Zeugnis ablegt, der beraubt sich der Wahrheit nicht nur selbst, sondern raubt dem Nächsten auch die Möglichkeit der Wahrheit zu dienen. Wer ist der größere Staatsfeind und Betrüger?…

  8. Amadeus sagt:

    Wie wäre es, wenn die Diskutanten auf den Kern zurückkämen? Wenn sich die LEGALE Möglichkeit bietet Steuern zu vermindern bis hin zur Vermeidung, dann sollen/dürfen/müssen Unternehmen dies tun. Die Frage ist doch, wie kommen wir zu einer Solidarität zwischen den Staaten, die notwendig ist, damit diese sich nicht durch ihre Gesetzgebung gegenseitig das Wasser abgraben?
    Beispiel: Irland gewährt Steuervergünstigungen für ein Unternehmen in Höhe von 14 Mrd. Euro jährlich. Zugleich bekommt dieser Staat Zuwendungen seitens der EU. Damit finanziert die EU den Steuernachlass für das Unternehmen. Oder die Isle of Man ist nicht Mitglied der EU, gehört nicht zu Großbritannien, aber irgendwie doch dazu (Krongut) und ist damit in der Zollunion der EU. Über dieses Inselchen sind mehr als 1.000 Flugzeuge ohne Zahlung der Einfuhrumsatzsteuer (Mehrwertsteuer) in die Eu eingeführt worden.
    Die Staaten stellen mit allgemeinen Steuermitteln eine Infrastruktur und einen Rechtsrahmen zur Verfügung die es ermöglicht, dass Unternehmen überhaupt tätig sein können. Deswegen müssen Unternehmen Steuern bezahlen.
    Ich mache der Politik den Vorwurf katastrophaler Steuergesetzgebung aufgrund nationalstaatlicher Egoismen und gegenseitiges Blockieren auf EU-Ebene. Den Wählern und der Justiz ist der Vorwurf zu machen, dass sie Politiker nicht zur Verantwortung zieht (miserable Steuergesetzgebung ist für mich Landesverrat), den Kirchen allgemein, weil es Ihnen nicht gelungen ist, ethische Grundsätze wachzuhalten und nicht zuletzt mir selber auch, weil ich nicht zu gegebener Zeit den Mund aufmache.

    • Roswitha Steffens sagt:

      Indem man Recht gelten lässt und nicht unter! die Gesetze stellt, die dazu dienen sollten das Recht zu stärken und ihm nicht Substanz durch Auslegungspraktiken entziehen. Anwälte sind der mit höchst bezahlte Stand, was den Stundenlohn angeht.

      Wenn es billiger ist Anwälte zu beschäftigen als die rechtlich vorgegebenen Steuern zu entrichten, was würde wohl jemand tun, dem Kapital wichtiger ist als das Gemeinwohl und der Erhalt des Wesens der Demokratie?

      Im Übrigen gilt, vor Gott sind alle Menschen gleich, und ich frage seit meiner eigenen Betroffenheit, was unterscheidet einen Anwalt von mir, als dass er mein Recht vertreten darf/muss, das jedoch der Würde als Mensch unterstellt ist? Das fühlt sich an, als wäre ich nicht ich selbst und damit in der Lage dieser Anforderung gerecht zu werden, deren Tragkraft immerhin dafür mitverantwortlich ist durch diese Rechte das Wesen der Demokratie nicht nur zu erhalten sondern auch zu stärken und damit zu fördern.

      Wahrheit ist der Eckstein jeder Handlung und solange Menschen in der Lage sind sich dieser Wahrheit nach eigenem Ermessen zu entziehen und sich nicht der persönlichen Verantwortung dafür zu stellen, so lange sind wir einer Spezies unterworfen, die sich selbst missbraucht, um ihre Lebensgrundlage künstlich zu erschaffen/erhalten statt ihr auf natürlichem Weg gerecht zu werden.

  9. Epiktet sagt:

    @Guardianus
    Befinden wir uns hier in einem evangelikalen Bibelkreis? Nichts gegen Evangelikale, aber immer und immer wieder die Bibel zu zitieren langt mir nicht. Hier bei diesem Thema geht es auch um gesellschaftspolitische Fragen und Antworten. Der „kleine Mann von der Strasse“, der sich nichts zu Schulden hat kommen lassen, zahlt die Zeche.

    • Guardianus sagt:

      @Epiktet: Danke für den Hinweis, Ihre Annahme, dass sich der „kleine Mann von der Strasse nicht zu Schulden hat kommen lassen“
      ist in meinen Augen leicht daher gesagt: an der Oberfläche bleibend. Natürlich zahlt dieer „kleine Mann die Zeche“, weil wir nur das ernten, was wir gesät haben. Immer „nur“ die Bibel zitieren reicht Ihnen nicht? Zurecht. Wir sollen ja das Wort Gottes auch leben. Und das Ausbleiben dieses gelebten Wortes Gottes ist eben gerade diese Schuld auch des kleinen Mannes.

      • Epiktet sagt:

        Schlussbemerkung
        Wer gibt Ihnen eigentlich das Recht, auch dem „kleinen Mann“ Schuld zuzuweisen?
        MfG

        • Guardianus sagt:

          @Epiktet: Hat nicht jeder das Recht Beobachtungen zu machen? Hat nicht jeder das Recht, eine Beobachtung auch äußern zu dürfen? Wenn Sie sich angesprochen fühlen oder sogar angegriffen ob dieser Beobachtung, dann sagen und begründen Sie mir einfach, dass ich faksch sehe. Da haben Sie weniger das Recht hierzu, als vielmehr auch die Pflicht, darin wir beide zur rechten Sichtweise der Dinge kommen und die Sache ganz klar sehen bevor wir zu einer abschließenden Bemerkung kommen…

        • carn sagt:

          @Epiktet
          Wer gibt Ihnen eigentlich das Recht, auch dem „großen Mann“ Schuld zuzuweisen?

          Sie nehmen sich das gleiche Recht heraus wie Guardianus; aus Ihren Beobachtungen der Welt folgern Sie, dass bestimmte Menschen in bestimmten Maße Schuld an gewissen Zuständen haben.

          Genauso wie Guardianus, der lediglich bei einigen, bei denen Sie keine Schuld sehen, ebenfalls Schuld sieht.

          Er macht also genau das gleiche wie Sie selber, kommt aber lediglich zu einem anderen Ergebnis.

          (Und ich mach das ganze natürlich auch und komme nochmal zu einem anderen Ergebnis.)

    • michael sagt:

      @Epiktet: Das liest sich fast so, als hätte die Heilige Schrift nichts mit der Gesellschaftspolitik zu tun. Ist es nicht im Umkehrschluss nur all zu deutlich, dass das Wort Gottes: Wahrheit, Gerechtigkeit…ja, auch Liebe!, nicht mehr oder „nur“ noch selten in unserer Gesellschaft..noch weniger in der Politik zu finden ist?
      Gerade der sog. „Kleine Mann“ könnte sich öfter in dessen alltäglichen Leben an das Wort Gottes erinnern und entsprechend handeln, um so gesellschaftspolitisch ein Zeichen zu setzen: unser derzeitiges gesellschaftspolitische- wie auch kirchliche Leben in Frage zu stellen: „Salz der Erde zu sein“. Insoweit bin ich nicht Ihrer Meinung.

      • Epiktet sagt:

        @michael Um für mich dieses Thema abzuschliessen. Ja, da mögen sie vielleicht recht haben. Aber wir leben nun einmal in einer laizismus b.z.w. laizitären Gesellschaft. In der Politik würde man so gar nicht oder sehr sehr selten argumentieren. Die letzte Politikerin, die ich erlebt habe, man höre und staune, war Sarah Wagenknecht. Ja man höre und staune.
        MfG

        • Michael sagt:

          @Epiktet: Das mag sein, dass wir in einer solchen Gesellschaft leben, was doch nicht heissen darf, dass wir uns einer solchen anzugleichen haben, oder irre ich mich?
          So ist es nicht wenig erstaunlich, dass wir uns weniger oder gar nicht auf unsere Taufe und dem damit verbundenen Versprechen erinnern, als vielmehr nach Entschuldigungen suchen, die unsere Angleichung an eine solche Gesellschaft zu begründen versuchen und wir somit ein Teil dieser Gesellschaft geworden sind.
          Wenn Sie also ein ‚Guardianus‘ fragen, mit welchem Recht er den sog. „Kleinen Mann“ auch Schuld zuweist, so liegt diese vielleicht genau in dieser Angleichung. Aber genau das haben wir als Getaufte versprochen, dass wir uns von diesem Geist der Welt lossagen.
          Und sind nicht die vielen „kleine Männer/Leute“ nicht eine unzählbare Menschenmenge, die durchaus in der Lage sein könnten, an dieser Gesellschaft etwas zu ändern?
          Ist somit die Untreue allein gegen sich selbst: gegenüber dem eigenen Wort ein Teil der Wurzel dieses Übels, das hier zur Sprache gekommen ist? Berauben wir uns weitaus mehr als hier festgestellt ist und wir uns darüber aufregen? Wer sind die wirklichen Räuber in dieser Welt?…..Was verhindern wir wirklich?

  10. Gerne empfehle ich indirekt zu diesem Thema – heute ist ja nicht nur der rheinische 11.11.. – ABER auch der MARTINSTAG:

    in der heutigen „Süddeutschen“ Printausgabe Seite 24 ist
    ein-mich sehr beeindruckendes- Essay von Heribert Prantl veröffentlicht:
    SANKT MARTIN ALS VORBILD

    ein schönes WE. der Bloggemeinde

  11. Ro sagt:

    Die Städte aber wollen nur das Ihre
    und reißen alles mit in ihren Lauf.
    Wie hohles Holz zerbrechen sie die Tiere
    und brauchen viele Völker brennend auf.

    Und ihre Menschen dienen in Kulturen
    und fallen tief aus Gleichgewicht und Maß,
    und nennen Fortschritt ihre Schneckenspuren
    und fahren rascher, wo sie langsam fuhren,
    und fühlen sich und funkeln wie die Huren
    und lärmen lauter mit Metall und Glas.

    Es ist, als ob ein Trug sie täglich äffte,
    sie können gar nicht mehr sie selber sein;
    das Geld wächst an, hat alle ihre Kräfte
    und ist wie Ostwind groß, und sie sind klein
    und ausgeholt und warten, dass der Wein
    und alles Gift der Tier- und Menschensäfte
    sie reize zu vergänglichem Geschäfte.

    Rainer Maria Rilke, 19.4.1903, Viareggio

  12. Josef sagt:

    Lieber Herr Pater,

    1.) Den Aufschrei habe ich nicht vergessen!
    Aber wer hat denn aufgeschrien, nicht die Kirche oder deren Vertreter.
    Es war die öffentliche Presse/Medien und das einafche Volk!!
    Jetzt frage ich Sie wer sind hier die Räuberbande?
    Und dann wurde dieser besagte Bischof mit einem Superpöstchen im Vatikan beschenkt, so dass man ihn nicht mehr so in der Öffentlichkeit sieht. Also der Mantel der Verschwiegenheit wurde über ihn gedeckt und wir sollen mit unseren Steuern und Spenden diesen Mann noch bezahlen??
    Ich stimme Ihnen zu, dass diese ganzenPanama- und Paradies-Paper eine schweinerei ist und dies verfolgt werden muss. Das kleine Volk wird schon wegen 10€ zur Rechenschaft gezogen und die Großen ….

    2. Das pompöse Leben der Kurienkardinäle ist schon Korrekt. Jeder fährt mit mindestens einer Limosine mit eigenen Fahrer, große Wohnungen (ausgestattet mit Spendengelder für eine Kinderklinik), oder edelsten Kleider usw.
    Ich weis der Jesuiten-Papst geht dagegen an und das ist auch gut so.
    Ich habe mich auch in der Unterstützungsliste Pro Pope Francis einegtragen. Und ich denke doch, dass Sie als Jesuit ebenso denken.
    Aber die Kirche muss sich reinigen von ihren Räuberbanden. denn wer ohne Schuld ist der werfe den ersten Stein (Neues Testament, aber SIe wissen dies sicherlich besser).

    Danke für diese kontroverse Thema, wo alle was sagen können.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Der Ärger spricht aus Ihre Worten. Was aber die Geschichten nicht wahr machen. Was Sie da über das “pompöse Leben” sagen, ist schlicht falsch. Weder fahren alle Limousinen mit Fahrern, noch haben alle mit Spendengeldern ausgestattete Wohnungen oder tragen edelste Kleidung. Gerade gestern habe ich im Flieger neben dem Kardinalstaatssekretär gesessen, ganz zufällig. Der ist immerhin der zweite Mann im Vatikan, nach dem Papst. Ganz normal Economy. Natürlich gibt es die schwarzen Schafe, immer und überall. Und die werden dann auch nicht mit “Superpöstchen” beschenkt. Vielleicht lesen Sie einfach weniger Boulevard, das stimmt schlicht nicht.

      • Josef sagt:

        Nein, nein, nicht Ärger sondern Enttäuschung.
        Ausserdem lese ich kein Boulvard sondern eher Spiegel, FAZ, SZ usw.
        und auch der kath. Kirche nahestehende Zeitungen bzw. Plattformen.
        Und gerade in der Kirche gibt es halt doch viele schwarze Schafe, nicht nur im Vatikan sondern auch in den Ortskirchen, leider.
        Zum Glück wurde ja einem schwarzen Schaf aus Deutschland sein Pöstchen genommen. Gut so. Und wir unterstützen deshalb den Papst Franziskus bei seinen Veränderungen. MAcht nicht nur die Fenster auf (nach Johannes XXIII) sondern auch alle Türen.

        PS: Bezüglich Ihres Fluges –> vieleicht waren Sie aus Versehen in der Firstclass gesessen und Sie haben es nicht gemerkt?
        HiHi, ist nur ein Scherzchen zur Versöhnung!
        Alles Gute für Sie und eine schöne Vorweihnachtszeit!

      • carn sagt:

        Den Ruf des zu pompösen Lebens wird die Kirche wohl leider nicht loswerden können.

        Da langt es, dass es in D einen entsprechende Vereinbarung mit dem Staat gibt, die dazu führt, dass Bischöfe in D gut verdienen.

        Und schon ist es egal, dass z.b. im Nachbarland Frankreich ein Bischof selbst wenn man die wohl meist gegebene kostenlose Wohnung und teilweise Verpflegung hinzurechnet irgendwo zwischen 2500 und 3000 maximal landen dürfte (außer vielleicht in Paris, wo schlicht die QM der Wohnung viel Mietäquivalent sind) und Priester 500-1000 drunter.

        Frage mich gerade, ob in Anbetracht der im Sinne des weltlichen Rechts Sonn-, Feiertags- und Nacht“arbeit“ französischer Priester nicht eigentlich der franzöische Mindestlohn von 9,76 Euro/Stunde unterschritten werden könnte; kann nämlich sein, dass es in F noch zusätzliche Regelungen hinsichtlich zwingend Sonn- und Feiertagszuschlägen gibt, womit dann die Entlohnung von Priestern in F mit 1000 Euro+Unterkunft rechtlich im Prinzip grenzwertig sein könnte.

        Und Bischöfe in z.b. Guinea nehmen die Kritik an den ach so pompösen Leben von kirchlichen Würdenträgern hoffentlich mit Humor.

        Der Lösungsvorschlag mancher, dass die Kirchensteuer in D einfach abgeschafft werden soll und die Kleriker in D eben wie in F Geld erhalten, hat zwar vielleicht aus anderen Gründen etwas für sich, würde vermutlich aber gar nichts an Vorwürfen von zu viel Pomp ändern.

        Denn solange es schöne Kirchen gibt, wird die Kirche als reich gelten. Und schöne Kirchen wird es wohl solange geben, wie es die Kirche gibt.

        • Guardianus sagt:

          @carn: Da haben Sie Recht. Doch es wird sich daran nichts ändern aus eigenen Stücken, da die Kirche gerade in D das anders sieht.
          Gerade in D könnte die Kirche verglichen werden mit jenem reichen Jüngling von dem im Evangelium die Rede ist, darin ihr eines, aber dafür das Entscheidende fehlt…gerade in D, aber nicht nur da.

    • Michael sagt:

      @Josef: Ich kann Sie in Ihren Ausführungen sehr gut verstehen und P.Hagenkord stimmt Ihnen ja zu, dass nicht alle so sind, wie Sie es hier beschreiben: aus der jeweiligen Tagespresse bzw. Boulevard entnommen. Der sog. „Otto Normalverbraucher“ bekommt ja nur das mit, was er selber sieht. In jedem Falle ist für einen jeden zu erkennnen, dass niemand so lebt, wie Jesus und die Apostel gelebt haben und somit allein schon deshalb keiner sich „Nachfolger Jesu“ nennen darf.
      So sollten wir uns nicht ärgern oder uns darüber ereifern, dass dieser oder jener der verantwortlichen Kirchenführer ein „schwarzes Schaf“ ist, als dass wir traurig darüber sein sollten, dass damit dem Herrn weniger gedient ist, als vielmehr von Ihm ein falsches Zeugnis gegeben wird. Das ist doch viel schlimmer als dass der Staat, bzw. der Bürger betrogen wird von Menschen, die den „Rachen nicht voll genug bekommen“ und lieber dem Geist dieser Welt dienen….: das wahre Paradies diesen Menschen vielleicht verschlossen bleibt, wie auch jenen, die ein falsches Zeugnis von Jesus geben….

  13. Antonius Theiler geb.1941 sagt:

    Reich sein ist, wie bei Durst Salzwasser trinken.
    Je mehr man trinkt, umso durstiger wird man.
    Ist man dann ganz durstig, kauft man einen Strick.
    Mit diesem Strick erhängt man einen auch Durstigen.
    Am Schluss ist er, der ganz Durstige, der letzte Durstige.

    Wir müssen nur einfach in Ruhe frisches Wasser trinken.

  14. In Ermangelung einer anderen Möglichkeit HIER:

    IHR INTERVIEV MIT KATHOLISCH:DE zur Zukunft von RV Bzw. das Aufgehen in der neuen Institution :

    als absoluter Nichtkenner der „Fachsprache“

    ich hab keinen Hinweis darauf gefunden, OB es WEITERHIN

    LIVESTREAMS-bei besonderen Anlässen auch MIT DEUTSCHEM KOMMENTAR-
    (jetzt ja bei YouTube)

    zu Anlässen wie Papstreisen, Hochfeste etc.. geben wird..

    in Ihrem Interview werden diese Livestreams nicht mehr besonders erwähnt oder?

  15. Michael sagt:

    Wer von Steuern spricht und schreibt, der sollte neben der Steuerhinterziehung, Steuerflucht und „Steuervermeidung“ aber auch die Kehrseite dieser Medaille nicht vergessen, darin jährlich in D
    der Bundesrechnungshof, der Bund der Steuerzahler und sog. „Schwarzbücher“ Steuerverschwendung seitens des Staates aufzeigen,
    die jedes Jahr nicht weniger werden, bzw. immer wieder dieselben
    Angaben von Steuerverschwendungen gemacht werden, von denen der normale Bürger glaubte, dass Abhilfe geschaffen sei.
    Es ändert sich also rein gar nichts auf beiden Seiten der Medaille,
    so dass jene „Steuerflüchtigen“ im Grunde wohl auch kein schlechtes Gewissen haben, wie der Staat/die Politik auch kein schlechtes Gewissen hat, Steuergelder zu verschwenden und damit auch nicht
    aufzuhören gedenkt. Ob es wirklich Sinn macht, daraus einen Aufreger zu machen?
    Ich denke, dass es wichtig ist, dass man selbst „des Kaisers gibt was des Kaisers ist und Gott, was Gott ist…“: sich auf das Wesentliche und uns von Gott aufgetragene konzentriert. Das kostet Kraft genug und oftmals auch Überwindung.

  16. Gestern wurde Christus für 450 Millionen Dollar versteiget!!1

    selbst-wenn dieser Satz so nicht „Journalistisch“ so nicht ganz korrekt ist- stimmt die Grundaussage aber trotzdem!

    ich möchte damit in Anlehnung an das Thema dieses Blogs das durchaus etwas provozierend – nachdenklich – zur Diskussion stellen.

    dabei weiß ich, dass die „große Hure“

    -FREIE ASSOZIATION an Offenbarung Des Johannes Kapitel 17 –

    auch im Kunst-MARKT(!!!) längst ihre Klauen im gesellschaftliche Leben der Reichen zum Statussymbol geworden ist..

    schon merk-würdig:

    fast alle Zeitgenossen sind sich in der Irrlehre des Kommun-ISMUS bewusst;
    dass für den Christen dessen „AGENDA“ das Evangelium ist, auch der Kapital-ISMUS -also die Geld bzw. Menschen Besitzer – eine Irrlehre ist .

    deswegen hat die katholische Kirche ihre Soziallehre entwickelt mit dem Ergebnis eines „historischen Kompromisses“

    also die Sozialen- Marktwirtschaft

    nur leider mit dem Krebsgeschwür des Markt Radikalismus – der das ursprünglich GROSSGESCHRIEBENE Soziale immer mehr „verschlingt!!

    und da fällt mir wieder Offenbarung 17 ein…

    PS: in China haben sie diese beiden MENCHENVERACHTENDE Systeme in zynischer Weise „vereinigt“

    es ist gut möglich dass das wahrscheinliche da Vinci Bild im Tresor eines solchen „Menschen Besitzers“ landet…

    .

    • Actuarius sagt:

      Ersehnen Sie den ‚Salviator mundi‘ für sich genauso so sehr wie der Käufer dessen einzigartige künstlerische Darstellung?

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