Schlüsseltexte

Bücher über Papst Franziskus in der Auslage einer Buchhandlung

Neulich in der Auslage

„Das Evangelium des Lächelns“, „Lasst euch die Hoffnung nicht nehmen!“ oder „Liebe, die die Augen öffnet“: Nur drei der Buchtitel in der Auslage hier um die Ecke. Alle Titel beziehen sich auf Aussagen des Papstes, meistens aus einer Predigt. Alle Titel greifen ein schönes Zitat auf, emotional und griffig.

Der Papst verkauft sich gut. Auch hier in Italien, wo es an geistlichen Autoren nun wirklich nicht mangelt. Er schlägt sogar einen der Stars am Himme, den verstorbenen emeritierten Erzbischof von Mailand, Carlo Maria Martini. Der hatte als Bibelwissenschaftler einen gut zugänglichen Weg gefunden, über Gott, Glaube und Schrift zu sprechen und verkaufte sich auch Jahre nach seinem Tod noch. Bis Franziskus kam.

Vieles von dem ist vielleicht allzu leicht verdaulich, wenn man die Bücher aus der Auslage nimmt, geraten sie dann doch recht dünn. Aber das muss ja nichts schlimmes sein, wenn man einen Gedanken ausführlich darstellt, ohne gleich eine Doktorarbeit daraus zu machen oder eine Biographie, dann kann das ja helfen.

 

Er schlägt den Star Martini

 

Wie oben gesagt, die meisten Bücher arbeiten mit Papstzitaten. Auch das jüngste: „Und jetzt stellt eure Fragen“, im Original „Adesso Fate le Vostre Domande“, bereits das vierzehnte Franziskus-Buch im Rizzioli Verlag, und das ist nur ein Verlag unter vielen.

Dieses Buch ist nun nicht ein Buch eines der vielen Journalisten um den Vatikan herum, sondern führt den Papst als Autor. Beigesteuert hat er auch ein Vorwort. Aber der eigentliche Autor dahinter ist Jesuitenpater Antonio Spadaro.

Nichts in dem Buch ist neu, es ist eine Zusammenstellung von Interviews, Fragerunden, Pressekonferenzen. Etwas zum Nachlesen also, wenn man dsa nicht nur im Tagesgeschäft mitbekommen will.

Und damit sind wir dann wieder bei den meisten anderen Büchern: Furchtbar originell sind die nicht, der Papst selber ist orginell, das muss man dann nur noch zusammen stellen.

Aber furchtbar originell müssen die Bücher ja auch nicht sein. Gute Hilfen und Schlaglichter auf einige Aspekte, das reicht ja schon, einen ins Denken zu bringen.

Und: man muss ja nicht gleich alle kaufen.

 

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83 Kommentare zu Schlüsseltexte

  1. Jesuitenwatch sagt:

    Ja, der Papst ist, freundlich gesagt, originell. Mein Anspruch an den Stellvertreter Christi geht allerdings etwas weiter.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Zum Beispiel?

      • Jesuitenwatch sagt:

        Er könnte z.B. seine Texte so formulieren, daß sie eindeutig mit der Lehre der Katholischen Kirche übereinstimmen. Das wäre zwar nicht besonders originell, würde aber nicht zu Zweifeln (dubia) Anlaß geben.

        • Pater Hagenkord sagt:

          Sie glauben tatsächlich, dass Unklarheiten und Uneindeutigkeit zur katholischen Lehre Anlass für die Dubia waren? Na dann viel Spaß weiter beim Jesuitenwatch.

      • Aquinate sagt:

        Meinerseits:

        – Klarheit im Reden und Schreiben
        – kein Progressismus
        – keine derbe Sprache
        – mehr Sachlichkeit
        – weniger Sentimentalität

        Und natürlich: Klärung der Ungereimtheiten in AL

        Originalität bringt gar nichts.

        • Pater Hagenkord sagt:

          Darüber lässt sich reden. Also, Klarheit finde ich bei ihm, in Texten sowie in Reden. Es gibt kaum einen Menschen, der nicht versteht, was dieser Papst sagen will. Das ist doch wohl Klarheit.
          Dann: Was soll bitte Progessismus sein? Wir müssen unsere Botschaft zu den Menschen bringen, wie sie sind und denken. Die Welt wandelt sich, so müssen auch wir den Weg der Verkündigung wandeln. Der Papst hat dazu eine beeindruckende Rede gehalten, vor einigen Wochen, zum 25. Geburtstag des Katechismus. “Progesissmus” ist nur ein Schlagwort, das in sich gar nichts sagt.
          Derbe Sprache ist das eine, Sprachbilder sind das andere. Es wäre Zeit, sich genauer mit der Sprache zu befassen, aus der der Papst kommt, bevor man Urteile fällt. Und auf den Nachfolgevorwurf, er sei ja Papst der ganzen Kirche und nicht Lateinamerikas antworte ich gleich einmal: Über 1.000 Jahre hat sich der Rest der Welt unsere Kultur angehört. Wenn es jetzt einmal anders ist, ist das noch nicht der Weltuntergang.
          Mehr Sachlichkeit? Wenn ich Laudato Si oder die Familienseelsorge in Amoris Laetitia lese, wie soll da bitte noch mehr Sachlichkeit sein?
          Sentimentalität: Wieder so ein Schlagwort. Er ist ein Prediger, Seelsorger, ein Bischof und Hirte. Und als solcher übertreibt er es nicht, finde ich. Er spricht halt nicht nur das Hirn an, sondern auch das Herz, das finde ich überhaupt nicht schlimm.
          Ungereimtheiten bei AL gibt es auch nicht. Es gibt Dinge, die man debattieren muss und kann und die auch debattiert werden, und das ist gut so. Aber nur weil Ihnen etwas nicht passt das als Ungereimtheit zu bezeichnen, ist schon vermessen. Immerhin nennen Sie sich Aquinate, was in AL drin steht, ist Thomas von Aquin entnommen. Ist der original-Aquinate ungereimt?

          • @Pater Hagenkord, ist das auch ein Aspekt der ignatianischen Spiritualität?:

            diese scheinbar unendliche Geduld (fast)immer wieder und wieder mit „Engelzungen“ gegen so viel Ignoranz zu argumentieren..?

            und dann noch mit „jesuitenwatch“ über einen Jesuiten..

            eine originelle „Dreifaltigkeit“

            Sorry- aber so ganz ohne Humor geht’s manchmal nicht..

            nichts für ungut Pater Hagenkord

          • Suarez sagt:

            Erstaunlich, verehrter P. Hagenkord, ist doch, wieviele Leute sich für gebildeter, intelligenter, institutionell kompetenter und klüger einschätzen als den Papst. Dabei kann Franziskus seinem Vorgänger intellektuell mehr als nur das Wasser reichen. Hat den Joseph Ratzinger für Studenten mal einen Literaturnobelpreisträger an die Uni geholt? Franziskus hat das in Argentinien für einen Oberstufenkurs getan… Nein, vielen Leuten passt der allbarmherzige Gott nicht und deswegen versuchen sie auch den Papst, der den allbarmherzigen Gott predigt herabzusetzen. Sie werden keinen Erfolg damit haben.

          • carn sagt:

            „Also, Klarheit finde ich bei ihm, in Texten sowie in Reden. Es gibt kaum einen Menschen, der nicht versteht, was dieser Papst sagen will. Das ist doch wohl Klarheit.“

            Dann bin ich einer der „kaum einen Menschen“.

            Und nachdem wir wohl so wenige sind, sind wir wohl egal; auch ok.

          • Sabine sagt:

            @carn
            Der Papst kann kaum öffentlich dem Evangelium Jesu Christi und der Lehre der Kirche widersprechen. Die Worte Jesu zur Unauflösbarkeit der Ehe sind an Klarheit nicht zu übertreffen.

          • carn sagt:

            @Sabine
            „Der Papst kann kaum öffentlich dem Evangelium Jesu Christi und der Lehre der Kirche widersprechen. Die Worte Jesu zur Unauflösbarkeit der Ehe sind an Klarheit nicht zu übertreffen.“

            Entschuldigung, ich verstehe nicht, was mir das in Bezug auf meinen vorherigen Kommentar sagen soll.

          • Roswitha Steffens sagt:

            @Carn, ich glaube nicht dass der Papst etwas anderes sagen will als das, was er mit seiner Stimme erreichen kann.

            Ich denke, es ist immer schwer etwas in Worte hineinzulegen, was ein eigenes Bild ergänzen soll, statt ein Lebensbild des anderen zu entwerfen und das eigene darin wiederzufinden. Die Wahrheit kann nur durch die Stimme jeder Person transportiert werden und da es sie nur einmal gibt, müssen wir sie wohl oder übel teilen, um zu einem gemeinsamen Bild davon zu gelangen.

            Bisher konnte ich dem Papst diesbezüglich sehr gut folgen, denn er lässt Sachverhalte, die nicht seiner Person zu Grunde liegen im Unklaren, um mündigen Bürgern die Chance einzuräumen, sich selbst der Wahrheit anzuschließen, um sie für sich zu gewinnen. Liebe führt uns zur Wahrheit und Barmherzigkeit gewinnt ihr Leben, um es mit all denen zu teilen, die dies auch wirklich wollen. Der Papst spricht aus Sachverhalten heraus, die für jeden offensichtlich sind und rückt sie damit mehr ins Bewusstsein, er nimmt sich dafür die Zeit, die er braucht, um möglichst viele Menschen zu erreichen, die ihm als Papst die Würde verleihen, die er in seinem Amt zu tragen berufen ist. Das dürfte das wohl schwierigste Unterfangen sein, denn Menschen hören in der Regel nur das, was sie hören wollen und verschließen sich dadurch oft der Wahrheit.

            All das sind Dinge, die ich mit dem Papst verbinde, weil Wahrheit transportiert werden will, um ein sinnvolles Leben zu ergeben, das sich durch jeden von uns tragen lässt. Aus täglicher Arbeit um die Liebe des Herrn und mit der Barmherzigkeit des Vaters können wir unsere gemeinsame Gegenwart erreichen und daraus so unendlich viel Gutes schöpfen, was in Worte zu fassen ist, um das Bild zu verwirklichen, das daraus täglich neu erwachsen kann.

            Wenn Sie so wollen, dann sehe ich es so, dass die Kirche für jeden von uns die Wahrheit bereit hält, um in das Leben einzutreten, das wir daraus ganz bewusst und jeden Tag aufs Neue aus Gottes Hand empfangen können. Egal wie die Aufnahme von Statten geht, sei es durch die Taufe, sei es mit der 1. Kommunion, mit der Firmung oder durch die Ehe, es ist und bleibt ein einmaliges Erlebnis durch innere Erkenntnis über die äußeren Umstände, die Wahrheit zu erfahren.

          • carn sagt:

            @Roswitha Steffens

            „Bisher konnte ich dem Papst diesbezüglich sehr gut folgen, denn er lässt Sachverhalte, die nicht seiner Person zu Grunde liegen im Unklaren, um mündigen Bürgern die Chance einzuräumen, sich selbst der Wahrheit anzuschließen, um sie für sich zu gewinnen.“

            Dass er Sachverhalte im Unklaren lässt, dem kann man nicht widersprechen.

            Nur kann es bei manchen Sachverhalten aufgrund der Wahrheit gerade richtig und falsch geben; und dann muss eben Klarheit her.

            Z.b. hier ein Sachverhalt, wo möglicherweise bald mündigen Christen klare Vorgaben gemacht werden:
            http://de.radiovaticana.va/news/2017/10/02/sterbehilfe-streit_in_belgien_vatikan_gibt_orden_letzte_cha/1340310

            die dann zu befolgen sind.

            Dem Papst dürfte schon bewusst sein, dass manchmal Klarheit sein muss und sich der Adressat dann einfach beugt oder rebelliert und sich damit aus der Gemeinschaft ausschliesst.

            Aber ich weiß nicht, ob ihm klar ist, wieviele seiner Unklarheiten dann gerade Motivation oder Begründung fürs rebellieren sein können.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Pardon, aber Sie haben Machtphantasien. Natürlich muss es darum gehen, dass kirchliche Gemeinschaften sich an kirchliche Regeln halten, und sowohl der Vatikan als auch der Orden bemühen sich darum. Was Sie wollen, ist aber nicht etwa eine Lösung, sondern die Unterwerfung.

          • Roswitha Steffens sagt:

            Wie zweifelsfrei muss Ihrer Auffassung nach das Recht auf Leben definiert sein, um daraus eine „aktive Sterbehilfe“ herbeizuleiten?

            Ich verstehe diesen Text so:

            Der Vatikan will diese Bruderschaft ja nicht auflösen, doch er sieht in ihr eine dem Kirchenrecht zuwider handelnde Institution, die sich selbst von der Lebensform der Kirche ausschließt. Um jedoch letzte Zweifel für diese Annahme auszuräumen will sich der Vatikan die Postition dieser Institution anhören.

            Vielleicht möchte der Vatikan damit einen letzten Versuch starten, einen Zugang zu dieser Institution zu finden, um sie auf den rechten Weg zurückführen zu können.

          • carn sagt:

            @Pater Hagenkord

            „Was Sie wollen, ist aber nicht etwa eine Lösung, sondern die Unterwerfung.“

            Das ist kein Punkt des Wollens, sondern es ist bei konträren Position im Falle des Scheiterns einer Verständigung unausweichlich.

            Ein Lösung und beiderseitige Einsicht und Verständnis sind natürlich besser.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Dann haben wir ein völlig verschiedenes Bild von Kirche. Zu meinem gehört Unterwerfung nicht dazu.

          • carn sagt:

            @Roswitha Steffens

            Ich wollte gar nichts an dem Vorgang kritisieren. Sondern ihn als Beispiel nennen, dass das mündigen Bürgern die Chance einräumen, sich selbst der Wahrheit anzuschließen, Grenzen hat, wo die Unklarheit enden muss.

            Und das ist so ein Fall, denn entweder:

            a) darf in Häusern von katholischen Orden aktive Sterbehilfe geleistet werden; oder
            b) das darf eben nicht gemacht werden.

            Da kommt man an Klarheit früher oder später nicht vorbei.

            „Vielleicht möchte der Vatikan damit einen letzten Versuch starten, einen Zugang zu dieser Institution zu finden, um sie auf den rechten Weg zurückführen zu können.“

            Ist wohl so. Habe ich auch nichts dagegen. Meinetwegen können sie noch zwei oder drei extra „letzte Versuche“ machen, wenn der jetzige Versuch die Hoffnung lässt, dass das doch noch klappt.

            Aber Klarheit wird am Ende unvermeidlich sein.

          • carn sagt:

            @ Pater Hagenkord:

            „Dann haben wir ein völlig verschiedenes Bild von Kirche. Zu meinem gehört Unterwerfung nicht dazu.“

            Passt vielleicht eher das Wort „Gehorsam“?

            Am Ende, wenn der Streit nicht gütlich beigelegt wird, läuft es darauf hinaus, dass Gehorsam eingefordert wird.

            Das erfüllen die adressierten entweder; oder nicht, was dann Konsequenzen haben kann.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Ich lebe in einem Orden, in dem Gehorsam groß geschrieben wird. Gehorsam ist das Rückgrat, das uns zusammen hält. Aber das was Sie da beschreiben, hat wenig damit zu tun. Natürlich gehört dazu, dass Gehorsam eingefordert wird. Nur scheinen Teile der Kirche große Probleme damit zu haben, wenn etwas eingefordert wird, was ihnen nicht passt. Barmherzigkeit. Unterscheidung. Geduld. Abwarten. Offenheit. Eine verbeulte Kirche. Ich bin ganz und gar gegen jede Form von Sterbehilfe, aber noch mehr bin ich gegen jede Diagnose aus der Ferne, gefolgt vom – und hier ist er wieder – Unterwerfungsaufruf.

          • Albert sagt:

            „Nur scheinen Teile der Kirche große Probleme damit zu haben, wenn etwas eingefordert wird, was ihnen nicht passt.“

            Denken Sie, dass Person B in diesem Beispiel dem Gebot der Nächstenliebe nachkommt?

            A: Ich finde X ist verkehrt
            B: Nur weil es dir nicht passt, sagst du das. Deshalb weigerst du dich zu verstehen.

            Person B unterstellt Person A also von vornherein üble Motive und kümmert sich nicht um die Aussage von A.

            Ich kann mir nicht vorstellen, dass es im Himmel auch nur einen einzigen von der Art von B gibt.

            Ganz abgesehen davon, beteiligen Sie sich mit solch einer Hermeneutik des Dir-passt-es-einfach-nicht ziemlich aktiv an der weiteren Spaltung seiner Kirche.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Mir ist nicht klar, was das Beispiel aussagen soll. Wenn A meint, X sei verkehrt, dann kann man darüber reden. A kann B erklären warum, B kann zustimmen, B kann widersprechen, was auch immer. Die krude Psychologisierung, die Sie hier vornehmen, bringt doch nix.
            Der Satz weiter oben weist auf etwas anderes hin, auf eine Themenverschiebung.
            Und was den Vorwurf der aktiven Beteiligung an der Spaltung der Kirche angeht: das ist schon ziemlich lächerlich, wenn ich das mal so sagen darf. Ich sehe keine Spaltung. Ich sehe viele verschiedene Ansichten, Herangehensweise, ich sehe Konflikte. Wer dauernd von Spaltung spricht, erzeugt diese erst. Wer dem Papst Häresie vorwirft, erzeugt Spaltung. Das bin nicht ich.

          • carn sagt:

            @Pater Hagenkord

            Wir haben irgendwo in unserer Kommunikation ein ganz grundsätzliches Verständigungsproblem:

            „gefolgt vom – und hier ist er wieder – Unterwerfungsaufruf.“

            Meine Aussage war kein Aufruf zu irgendwas (welchen Sinn hätte es auch im Kommentarbereich eines deutschen Blogs Leute in Belgien zu irgendwas aufzurufen?), sondern lediglich eine Beschreibung des zu erwartenden Prozedere.

            Es gibt eine gütliche Einigung -> alles supi

            Wenn nein ->
            Es wird Gehorsam eingefordert (was dann sprachlich vielleicht noch nett verpackt wird als Bitte oder so)

            Wird er geleistet -> alles supi

            Wird er verweigert -> Konsequenzen

            Für mich ist das genau gleich, wie wenn ich beschreiben würde, was halt so alles passiert, wenn die Polizei ein Fahrzeug kontrollieren will. Da gibt es auch mehrere Entscheidungsmöglichkeiten für den Betroffenen; und je nachdem, was er wählt, läuft es auf verschiedenes hinaus; ggf. sogar auf Knast am Schluss.

            „Barmherzigkeit. Unterscheidung. Geduld. Abwarten. Offenheit.“

            Womit eine Unterhaltung über diese Dinge wenig Sinn macht, wenn eine von mir rein als Vorgangsbeschreibung beabsichtige Aussage in Ihren Ohren ein Unterwerfungsaufruf ist.

            Ich würde zu gerne verstehen, woran das liegt. Aber ich komm einfach nicht dahinter.

            Vor allem, dass Sie mir mangelnde Geduld oder Unterscheidungswille vorzuwerfen scheinen unmittelbar nachdem ich bezüglich der gerade diskutierten Sache gesagt habe:

            „Meinetwegen können sie noch zwei oder drei extra „letzte Versuche“ machen, wenn der jetzige Versuch die Hoffnung lässt, dass das doch noch klappt.“

            Damit habe ich sogar fast wörtlich Geduld, Abwarten und sorgfältige Unterscheidung, ob mit weiteren Gesprächen noch was zu erreichen ist, für in Ordnung befunden. Und im Prinzip auch Offenheit für das, was eben der betreffende Orden so sagt. Und im Prinzip auch Barmherzigkeit durch Zubilligen weiterer „letzter Versuche“, wenn zwar noch kein Einsehen vorhanden ist, aber weitere „letzte Versuche“ da Frucht bringen könnten.

            Meinetwegen kann man dem Orden auch 77 mal 7 „letzte Versuche“ einräumen, wenn das irgendeine Chance bietet und organisatorisch machbar ist; es ist nicht meines, dass zu entscheiden (Nur den Begriff „letzte Versuche“ wäre dann vielleicht unpassend).

          • Pater Hagenkord sagt:

            In aller Abstraktion ist das natürlich fein. Aber es ist eben keine Polizeikontrolle. Schon der Gedanke daran, dass man das mit einer Polizeikontrolle vergleichen könnte, scheint mir – Pardon – absurd. Natürlich muss ein Orden sich an Vorgaben halten, die ja nicht einfach erfunden sind, sondern aus dem hervorgehen, wofür wir stehen.
            Ich lese das eben nicht als Vorgangsbeschreibung, weil das Ergebnis fest steht. Vielleicht tut es das aber noch gar nicht. Wenn es feststeht – was ich bei Ihnen zu lesen meine – dann kann nur Unterwerfung folgen.

          • carn sagt:

            @Pater Hagenkord

            Das muss ich jetzt ganz genau nachfragen, um nichts falsch zu verstehen:

            Sie sehen ein Problem darin, dass ich hinsichtlich folgenden Sachverhalts:

            Ein katholischer Orden kündigt an, dass in von dem Orden geleiteten Einrichtungen in Zukunft unter bestimmten Umständen aktive Sterbehilfe durchgeführt wird.

            Es ergeht seitens Rom die Aufforderung, dies zu unterlassen und nicht weiter gegen katholische Doktrin handeln zu wollen.

            davon ausgehe, dass auf welche Art auch immer das ganze ausgehen wird, die folgende Aussage am Ende des Prozederes zutreffend sein wird:

            Der Zustand, dass in von einem katholischen Orden geleiteten Einrichtungen offiziell unter bestimmten Umständen aktive Sterbehilfe durchgeführt wird, wird nicht eintreten bzw. falls schon eingetreten wird enden.

            ?

            Das ist nämlich das einzige, was ich als feststehendes Ergebnis ansehe; alles andere zeigt sich noch und kann auf verschiedene Art ausgehen.

            Und wenn Sie mir sagen, dass es falsch sei, dieses als feststehendes Ergebnis anzusehen, dann sagen Sie mir damit, dass eventuell folgender Zustand auch ein für Rom akzeptables Ergebnis sein könnte:

            Der Zustand, dass in von einem katholischen Orden geleiteten Einrichtungen offiziell unter bestimmten Umständen aktive Sterbehilfe durchgeführt wird, endet nicht.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Mir ist noch gar nicht klar, was genau passiert ist. Das Label „Sterbehilfe“ reicht mir zu einer ethischen Beurteilung noch nicht aus. Der Vatikan und auch die Ordensleitung haben klare Vorgaben gemacht, ist ja auch selbstverständlich. Es ist mir aber noch nicht klar, ob das Handeln vor Ort tatsächlich dagegen verstößt. Wie gesagt, die Vokabel „Sterbehilfe“ reicht nicht aus. Da muss man schon genauer schauen.

          • carn sagt:

            „Mir ist noch gar nicht klar, was genau passiert ist.“

            Dann finde ich es irritierend, wenn Sie behaupten ich würde da
            irgendetwas problematisches sagen.

            https://www.bioedge.org/bioethics/belgian-catholic-psychiatric-hospitals-adjust-their-view-of-euthanasia/12276

            „the board controlling the institutions of the Brothers of Charity announced that from now on, it will allow euthanasia to take place in their psychiatric hospitals.“

            https://www.broedersvanliefde.be/nieuwsberichten/persbericht-euthanasie-bij-psychisch-lijden-in-een-niet-terminale-situatie-nl-fr-eng

            Das ist die Webseite von denen selbst:

            „The Organization of the Brothers of Charity continues to stand by its vision statement on euthanasia for mental suffering in a non-terminal situation.“

            Ich hoffe es ist nachvollziehbar, dass es bei „non-terminal“ „mental suffering“ nicht um Einstellung der medizinischen Behandlung geht, die dann den Tod beschleunigt.

            Und in Anbetracht von:
            http://www.vatican.va/archive/ccc_css/archive/catechism/p3s2c2a5.htm

            „2277 Whatever its motives and means, direct euthanasia consists in putting an end to the lives of handicapped, sick, or dying persons. It is morally unacceptable.
            Thus an act or omission which, of itself or by intention, causes death in order to eliminate suffering constitutes a murder gravely contrary to the dignity of the human person and to the respect due to the living God, his Creator. The error of judgment into which one can fall in good faith does not change the nature of this murderous act, which must always be forbidden and excluded.“

            finde ich die Vermutung berechtigt, dass die Situation dort in welcher Weise auch immer nicht andauern wird, nachdem das Prozedere seitens der in Rom verantwortlichen bereits im Gange ist.

            Immerhin hat der dortige Orden auf seiner Webseite publiziert, dass in seinen Einrichtungen „euthanasia“ durchgeführt werden soll und der Vatikan teilt offiziell im Katechismus mit, dass „direct euthanasia“ (und welche gibt es sonst bei nicht tödlich erkrankten Personen mit psychischen Leiden?) niemals akzeptabel ist und als „murder“ gilt.

            Die Situation kann also so nicht andauern.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Wird sie ja auch nicht. Niemand hier will Euthanasie, aktive Sterbehilfe und so weiter.

          • Roswitha Steffens sagt:

            Danke Pater Hagenkord, für den Hinweis auf den absoluten Gehorsam der auch für die Würde zutrifft, die in der Nachfolge Christi angenommen wird, um mit ihr zu teilen, was die Mutter Gottes aus der Heiligkeit ihres Glaubens erhörte.

            Ich lebe nicht in einem Orden und versuche trotz alledem Gehorsam dem Alltag gegenüber, der sich mir zur Aufgabe stellt, um seinem Anspruch gerecht zu werden. Das Leben aus der 1. Person anzunehmen ist eine Sache, die mich zum Nachdenken brachte, denn ich bin eine nach Christus Geborene und durch meine Eltern im Glauben an die Taufe und den ewigen Bund der Ehe erzogen. Aus dieser Annahme heraus ergibt sich ein geistiger Anspruch gegenüber Gott, der seine Nachfolge bestimmt, weil er nicht allein zu bewältigen ist.

            Eure Heiligkeit der Papst kommt als getaufter Hirte in der Nachfolge Petri von Gott, um in seinem Geiste Rechnung zu tragen. Heiligkeit dient in der Kirche um mit all ihren Gliedern den Fels Jesus zu bauen, der als geeintes Volk in das Reich Gottes einkehren wird.

            Christus bietet jedem von uns die Wahl der Zugehörigkeit deren Stimme zählt, weil sie mit ihm die Demokratie vertritt, die von Gott kommt.

            Es ist einfach zu behaupten man wäre Mensch, doch es bedarf äußerster Disziplin gegenüber der Menschheit, sich im Gehorsam Gott gegenüber dem Heiligen Geist unterzuordnen, der die Würde der Menschheit trägt, um ihr im täglichen Dienst für die Demokratie Rede und Antwort zu stehen.

          • carn sagt:

            @Pater Hagenkord

            „Wird sie ja auch nicht.“

            Danke für die interessante Unterhaltung.

            Interessant vor allem deshalb, weil wir möglicherweise bezüglich der Sache in Belgien eine ziemlich ähnliche Ansicht haben, aber das kaum bemerkt haben.

            Wie Worte doch verschieden verstanden werden können. Hoffentlich misslingt mir das nicht genauso bei wichtigerem.

        • Epiktet sagt:

          @Aquinate. Mit Ihrem „6 Punkte Programm“ könnten Sie sich ja einen eigenen Papst „backen“. Konsultieren Sie bitte doch einmal den DUDEN, was Originalität anbetrifft. Und was ist an Fortschrittlichkeit so falsch? Und sprechen Sie jedem Menschen über 80 jahren eine gewisse Sentimentalität ab? Sind wir doch froh, dass wir einen Papst haben der eine „übertriebene Empfindlichkeit“ an den Tag legt. Sonst würde er in unserer übertriebenen lauten und hektischen Welt gar nicht mehr gehört.

        • Roswitha Steffens sagt:

          Ungereimtheiten fordern die eigene Kreativität zur Auflösung ihrer! offenen Posten indem sie dafür Lösungen sucht, die nur so von Barmherzigkeit und Liebe triefen, weil sie in der Vergangenheit mit dem abgestraft wurden, was dem Glauben an Gott entbehrt, denn er und nur Er richtet über Leben und Tod aller Menschen.

          Wir sind nicht die Opfer, wir sind erlöste Sünder durch den Herrn und zwar alle gemeinsam, denn durch den Herrn lernen wir unser Leben aus seiner Perspektive zu erfahren, die wir allerdings zunächst einnehmen müssen, um uns daraus als der Mensch zu erkennen, der wir sind und gemäß seiner geheiligten Vorgaben mit unserer Menschlichkeit umzugehen. Diese Menschlichkeit des Herrn war es, die an jeden von uns durch Gott vererbt wurde, um sie als kleine, ganz zarte Pflanze, die wir gießen, hegen und pflegen mussten, als ihr Leben zu erhalten.

          Heute stehen wir vor dem, was wir gemeinsam daraus gemacht haben, weil wir nicht die Menschlichkeit als Erbe in Person angenommen haben sondern den Herrn als Maßstab an die Menschheit anlegten. Beides mag letztendlich zum gewollten Ziel führen, nur der Weg dorthin ist entweder durch Liebe und Barmherzigkeit gesegnet oder er wird von den Leichen gepflastert, deren Anteil am Leben die „geforderte“ Menschlichkeit nicht erfüllen kann.

          Ist es also die Wissenschaft, die ihrem Menschenbild hinterherhinkt oder ist es die Menschheit, die noch nach ihrem Weltbild sucht, die versagt hat? Auf jeden Fall ist es die Einheit, die beides trägt, um es der Gegenwart gerecht werdend in die Zukunft zu führen.

          Der Glaube bleibt tragende Kraft, solange der Mensch nicht Gott gerecht sein Leben führt, um damit den Herrn bei seiner Aufgabe um die Menschlichkeit zu unterstützen, die in jeden gepflanzt wird, um der Herausforderung der Natur als Mensch gerecht werden zu können.

  2. Elasund sagt:

    Was hat Jesuitenpater Antonio Spadaro denn genau für eine Funktion in Bezug auf den Papst? Er wird immer wieder als Autorität zitiert aber ich verstehe nicht so genau wie er zu seiner Aufgabe kam.

  3. Mich persönlich interessieren fast nur die Bücher die von PF persönlich geschrieben wurden.
    Bis auf ein anderes von Nello Scavo „Bergolios Liste“
    Ansonsten kann man alles nachlesen.

  4. Epiktet sagt:

    Nachtrag
    Papst Franziskus ist ein unbequemer Mann, kein Taktiker. Patriarch Bartholomäus nennt in sogar „radikal“. Und das ist gut so, auch wenn dies viele nicht ver-u.ertragen. Viele seiner Ansprachen, Reden und Predigten haben mich persönlich aus meiner „christlichen Mittelmässigkeit“ gerissen. Und auch ich habe bei „www.pro-pope-francis.com“ aus Überzeugung unterschrieben.

    • Genauso kann man es sagen und stehen lassen.
      Die Pro Pope Aktion war längst überfällig, Zuhlener gebührt Dank.

      • Suarez sagt:

        Das sehe ich auch so. Bemerkenswert, dass kein deutscher Bischof unterschreibt. Ich halte das für entweder feige oder den Kairos verschlafend. Aber schon der Literaturnobelpreisträger Böll lag richtig damit, dass Deutschland immer schon hervorragende Theologen hatte, aber mit einem mediokren Episkopat geschlagen ist (übrigens hat der kleine Beitrag, in dem er das schrieb, dazu geführt, dass der Herderverlag die Festschrift zu Karl Rahners 70. Geburtstag nicht druckte).

        • Actuarius sagt:

          Haben Sie denn unterschrieben?

          • Suarez sagt:

            Ja, ich unterstütze es.

          • Actuarius sagt:

            Es wäre doch vernünftig, dem Papst außer einem Namen und Berufsrang eine kurze prägnante fachliche Ausarbeitung beizugeben, warum man theologisch in dieser Angelegenheit zu ihm steht.

          • Gabriele Luzia sagt:

            „Es wäre doch vernünftig, dem Papst außer einem Namen und Berufsrang eine kurze prägnante fachliche Ausarbeitung beizugeben, warum man theologisch in dieser Angelegenheit zu ihm steht.“ –
            Ich glaube, Sie leben in einer Scheinwelt.
            Selbst Katholiken ohne theologische Hochschulausbildung haben das gute Recht, sich ohne Begründung hinter ihren Papst zu stellen und ihm den Rücken zu stärken.

          • Suarez sagt:

            Es genügt, katholisch zu sein, um den Papst zu unterstützen.

          • Roswitha Steffens sagt:

            Ich glaube, der Papst hat die Unterstützung die er braucht, denn er scheint sein Vertrauen in Gott anzulegen und bittet um die Zuversicht, die daraus täglich neu erwächst.

          • Actuarius sagt:

            @Gabriele Lucia: Sie haben auch das gute Recht eine x-beliebige zugelasse Partei, ohne es begründen zu müssen, zu unterstützen. Aber ob das in jedem Fall immer vernünftig ist…?

          • Actuarius sagt:

            @Suarez: Mit Ihrem ‚Genügt‘ mögen Sie Recht haben, aber das war nicht der Punkt meines als Frage formulierten Vorschlags. Es ist ja nicht verkehrt, mit seinen Talenten etwas mehr zu tun, als nur das, was minimal verlangt wird, und die Note ‚genügend‘ verdient.

          • Actuarius sagt:

            @Suarez: als Frage = mit fragendem Unterton

      • Ro sagt:

        Und wenn die Vertreter einer Gegenposition nun ebenfalls
        eine solche Aktion starten, dann haben wir eine Amtsführung
        per Akklamation?

        Jeder Weg der Veränderung darf nur so sanft ansteigen, dass
        Keiner zurück bleibt. Das erfordert Feingefühl.

        Wir sind eine Kirche – keine politische Partei auf Stimmenfang.

        • carn sagt:

          „Wir sind eine Kirche – keine politische Partei auf Stimmenfang.“

          Leider passiert aber manches, was für jemanden, der nicht vertraut mit der Kirche ist und nicht gläubig, nach nichts anderem aussähe, als ein parteiinterner Machtkampf über die zukünftige Richtung der Partei.

      • Franziska sagt:

        Wir progressiven Kräfte waren in der Kirche immer unterrepräsentiert. Erst unter Papst Franziskus hat sich der Wind gedreht und jetzt werden wir die Kontrolle nie wieder abgeben.

        • Pater Hagenkord sagt:

          Kontrolle? Das ist wieder so ein Macht-Wort, das eigentlich in der Kirche keinen Sinn haben sollte. Dienst. Wer Macht und Kontrolle will, ist bei Jesus falsch.

        • carn sagt:

          @Franziska

          Bei mir ergibt sich aufgrund dieser und anderer Kommentare langsam die Vermutung, Sie wollten die – ich nenne es mal so mangels besseren Begriffs – „liberale“ Position innerhalb der Debatte durch maßlose Übertreibung ins Lächerliche überzeichnen und Sie würden in Wirklichkeit die – ich nenne es mal so mangels besseren Begriffs – „konservative“ Position teilen.

          Denn ich habe oft mit „liberalen“ diskutiert und so überzeichnet denkt eigentlich keiner von denen.

          Könnte an dieser Vermutung was dran sein? Oder sollte ich die Vermutung lieber verwerfen?

  5. carn sagt:

    @Pater Hagenkord

    „Also, Klarheit finde ich bei ihm, in Texten sowie in Reden. Es gibt kaum einen Menschen, der nicht versteht, was dieser Papst sagen will. Das ist doch wohl Klarheit.“

    http://w2.vatican.va/content/francesco/en/motu_proprio/documents/papa-francesco-motu-proprio_20170903_magnum-principium.html

    http://press.vatican.va/content/salastampa/it/bollettino/pubblico/2017/09/09/0574/01279.html#coen

    http://www.praytellblog.com/index.php/2017/10/22/pope-francis-corrects-cardinal-sarah-on-translation/

    Klarheit hinsichtlich der Frage, wann die entsprechende Kongegration nun „Daumen runter“ geben darf, wenn zu viele Abweichungen in einer Übersetzung ist, hat „Magnum principium“ nicht geschaffen. Im einzelnen zu zitieren und darzulegen, warum das unklar ist, mache ich, wenns irgendwen interessiert, aber es ergibt sich aus „Magnum principium“, dem „A key to reading the motu proprio “Magnum principium”“ und dem Schreiben des Papstes an Kardinal Sarah, die oben verlinkt sind.

    Zwar ist nunmehr der Wille des Papster klar, aber der offzielle Gesetzesakt war erstmal unklar.

    Und deshalb kann ich die Behauptung, der Papst würde doch so eindeutig und klar sprechen, dass ihn kaum einer missversteht, nicht nachvollziehen.

    Immerhin scheint ihn der Vorsitzende der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung missverstanden zu haben. Und bei den Erläuterung des Sekretärs derselben Kongregation, die immer noch unmittelbar unter Magnum principium auf der vatikan webseite verlinkt ist, wäre auch noch mal nachzubessern.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Lieber Carn, dem kann ich nicht zustimmen. Was Sie nicht überraschen wird. Es geht bei dem Motu Proprio um Kirchenrecht, das ist eine komplexe Materie. Dass der Kommentare, der wie der Papst schreibt Kard. Sarah nur zugeschrieben wird, den der Kardinal also verschickt hat aber wohl nicht selber geschrieben hat, entweder den Unterschied zwischen zwei klaren Rechtstermini nicht kennt oder nicht kennen will, ist nicht Schuld des Papstes. Ich bin kein ausgesprochener Kirchenrechtler. Aber wenn man verstehen will, versteht man.

      • carn sagt:

        Sehr geehrter Pater Hagenkord,

        „Es geht bei dem Motu Proprio um Kirchenrecht“

        Exakt.

        Und was wird mir hier immer wieder von anderen Usern an den Kopf geworfen? „verkopft“? zu sehr legalistisch denkend?

        Ja, das tue ich manchmal. Für mich sind Gesetze etwas sehr vertrautes, sowohl beruflich als auch privat regelmäßig von Interesse. Und zwar nicht Gesetze nur eines Spezialgebiets.

        Sondern von verschiedenen Ländern und verschiedenen Rechtsgebieten. Es ist für mich was völlig normales mal ein Urteil eines US-Gerichts zu verstehen oder deren Gesetzestexte (was oft kein Vergnügen ist).

        Und aus meinem Wissen mit verschiedensten Gesetzen, Gesetzesbegründungen und Gesetzesbegründungen sage ich:
        Bei diesem Gesetz war bei Erlass einiges unklar. Und zwar bedingt durch die Kommunikation des Gesetzgebers.

        Denn bei dem Gesetz geht es neben allem mehr Kollgelialität, zu den Rändern gehen, Barmherzig sein, auf die Menschen zugehen, etc. auch um eines:

        Wer hat am Ende die Befugnis ein Veto gegen eine bestimmte mögliche Übersetzung zu geben, weil derjenige/diejenigen sie für zu fern vom Ursprungstext halten.

        Kandidaten sind die nationalen Bischofskonferenzen und die Kongregation für Liturgie. Das ist durch das Kirchenrecht festzulegen. Und da gibt es kein dazwischen.

        Z.b. wenn die deutsche Bischofskonferenz ein neues Messbuch vorlegt, in dem „für alle“ steht, was passiert dann, wenn die Kongregation sagt, dass „für alle“ dem lateinischen „pro multis“ zu fern ist, und die deutsche Bischofskonferenz widerspricht, dass „für alle“ aufgrund der lokalen Besonderheiten und der Vewendung im Deutschen genau passend für „pro multis“ sei, wer entscheidet dann am Ende nach allen möglichen respektvollen und kollegialen Briefen und Diskussionen?

        Einer (bzw. ein Gremium) muss entscheiden.

        Und wer das ist, wird durch das Recht festgelegt. Und wer das ist, war durch „Magnum principium“ nicht klar. Folglich hat der Gesetzgeber sich unklar ausgedrückt.

        (und ist es eventuell noch nicht, je nachdem wie die Kongregation jetzt agiert und worauf das hinausläuft; wobei momentan Vorteil Bischofskonferenz; vielleicht landet dann sowas sowieso beim Papst und der entscheidet effektiv)

        • Der Beobachter sagt:

          Faktisch ist dieser Papst ein Kirchenspalter und das
          Chaos wird von Tag zu Tag größer. Beten wir, daß er
          endlich gesprächsbereit und umkehrwillig wird!

          • Pater Hagenkord sagt:

            Das scheinen Sie aber mit Verlaub auch nötig zu haben, Herr Beobachter.

          • carn sagt:

            „umkehrwillig“ impliziert, dass er durch irgendein für ihn eindeutig zu bereuendes Fehlverhalten „Kirchenspalter“ ist.

            Das ist eine für eine Position eines „Beobachters“ viel zu weit gehende Beurteilung.

            Wenn überhaupt irgendeine „Kirchenspaltung“ droht oder im Gange ist – was ich ausdrücklich als nicht belegt ansehe – dann ist es eher nicht nur den Papst sondern vielleicht auch viele andere nocht mehr betreffend ein Fall von:

            Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie sagen.

            Und da empfiehlt es sich sofort zu grübeln, ob man nicht selber einer ist, der problematisches sagt.

  6. Harald Töpfer sagt:

    Ich finde es wirklich etwas albern, wenn Leute, die anderer Meinung sind als der Papst, behaupten, dieser würde sich unklar ausdrücken oder sie würden nicht verstehen was er sagen will. Was liegt denn da für ein Wahrheitsbegriff zugrunde? Es wäre fast zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre, wie viele Leute die Phantasievorstellung pflegen, Wahrheit wäre eine Schablone, die irgendwo im Reich der Ideen herumschwebt, und die völlig unabhängig von Zeiten, Personen und Situationen über alles gestülpt werden kann.- und dann bitte auch nur persönlich von ihnen, und keinem anderen? Wie kindisch kann man eigentlich denken? Wer könnte, wenn dem denn so wäre, auch nur ansatzweise das ständige Ringen um Wahrheit der weisesten Menschen durch die gesamte Menschheitsgeschichte erklären? Wie könnten Leute dann ständig aneinander vorbeireden, so wie hier? Was unterscheidet denn dann die begnadeten Immer-Recht-Haber von den bösen bzw. dummen Nebelkerzenwerfern?
    Bitte, nehmen Sie doch mal zur Kenntnis, daß Wahrheit immer die Übereinstimmung von Satz und Sachverhalt ist. Mein Urteil über etwas ist dann wahr, wenn es den Sachverhalt trifft. So. Also, liebe Schlaumeier und Superchristen, brauche ich ein Kenntnis des Sachverhalts. Noch dabei? Fein. Jetzt kommt der Witz an dem Ganzen: Sachverhalte kommen nicht abstrakt daher, sondern – immer – nur konkret. Jeder einzelne Sachverhalt stimmt zwar in vielem mit andern Sachverhalten überein, aber in mindestens ebenso vielem ist er einzigartig. Schon eine vollständige Beschreibung einer konkreten Einzelsituation ist objektiv unmöglich, da niemals alle Umstände bekannt und benannt werden können, die eine Situation ausmachen, und noch viel unmöglicher ist es, eine konkrete Situation in eine moralische Kategorie zu stopfen, wenn man von ihrer Einmaligkeit absieht. Im Gegensatz zu vielen die hier immer wieder die Stimme Gottes spielen, hat der Papst das begriffen. Wer bin ich, um zu urteilen? DAS ist wirklich mutig, das zuzugeben. Niemand, auch der Papst nicht, will moralische Normen aus dem Fenster werfen oder relativieren. Die Normen sind immer absolut, genau wie die Wahrheit immer objektiv ist. Aber jede Situation, in die wir Menschen geraten können, ist weder objektiv noch absolut, sondern immer relativ und subjektiv. Den Maßstab der objektiven Wahrheit an diese Einzelsituationen anzulegen, der Wahrheit die Ehre zu geben, dazu braucht es Demut und Klugheit. Und die beweist man nicht dadurch, daß man pauschale Urteile über nach Formalkriterien zur selben „Deliktgruppe“ gehörige Sachverhalte katalogisiert und vollstreckt.
    Und Gott sei dank macht das der Papst auch nicht, sondern läßt Raum für die Gewissenserforschung des Einzelnen, der ja schlußendlich auch mit seinen Lebensentscheidungen alleine vor Gott stehen wird. Ideale sind dazu da, daß man selber versucht, ihnen gerecht zu werden, nicht um sie anderen Leuten vorzuhalten.
    P.S: Da ich schon weiß daß diejenigen, die sich hier angesprochen fühlen, mir vorwerfen werden, ich hätte ja selber das getan, was ich anprangere, nämlich ohne sie und ihre Beweggründe zu kennen ein Urteil über sie gefällt: Tja, fühlt sich doof an, gell? Also, macht es besser und laßt es bleiben – und, wenigstens in Eurem Inneren, gebt einfach zu daß ihr eigentlich genau versteht, was der Papst sagen will, aber es nicht verstehen wollt, weil nicht in Eure rigoristische Verurteilungsroutine passt.

    • Actuarius sagt:

      Ihr langer Beitrag erinnert mich – warum auch immer – an einen anderen über 200 Jahre alten Text:
      „Bruder, du sagst, es gibt nur einen Weg, den Großen Geist zu verehren und ihm zu dienen. Wenn es nur eine Religion gibt, warum seid ihr Weißen dann selbst so uneins darüber? Da ihr doch alle das Buch lesen könnt! Bruder! Wir verstehen diese Dinge nicht.
      W i r streiten niemals über Religion.“ (Red Jacket)

    • carn sagt:

      „Ideale sind dazu da, daß man selber versucht, ihnen gerecht zu werden, nicht um sie anderen Leuten vorzuhalten.
      P.S: Da ich schon weiß daß diejenigen, die sich hier angesprochen fühlen, mir vorwerfen werden, ich hätte ja selber das getan, was ich anprangere, nämlich ohne sie und ihre Beweggründe zu kennen ein Urteil über sie gefällt: Tja, fühlt sich doof an, gell?“

      Interessante Logik; um andere dazu zu bringen einzusehen, dass sie sich vor allem selber an den Idealen orientieren sollen und mittels der Ideale nicht über andere urteilen sollen, unterlässt man es in voller Absicht, sich selbst an den Idealen zu orientieren, und urteilt in voller Absicht eindeutig entgegen der Ideale mittels dieser Ideale über andere.

      Ich würde sowas nicht machen.

      Zum Rest kann ich leider nicht viel sagen, da es schwer wäre, überhaupt irgendeinen im hiesigen Umfeld passenden Anknüpfungspunkt zu finden.

      • Harald Töpfer sagt:

        @carn:
        Wenn Sie sich ab jetzt an Ihre Aussage
        „Ich würde so etwas nicht machen“
        hielten, dann hätte ich mit meinem Kommentar mehr erreicht als ich mir je hätte träumen lassen. Danke.

        • carn sagt:

          Dass ich mal in voller Absicht gegen von mir geschätze Ideale verstoßen habe, um andere genau zum Streben nach diesen Idealen zu bewegen, ist mir nicht bewusst.

          Aber da Sie wohl die Hälfte von dem, was ich schreibe, wohl als „urteilend“ ansehen, überrascht nicht, dass Sie denken, ich hätte solches getan.

          • carn sagt:

            Nur um mal ein Urteil rauszuhauen:

            Ich habe mich durch Ungehorsam vermutlich schuldig gemacht am Tod von möglicherweise hunderten oder tausenden ungeborenen Menschen.

            Wenn ich jemanden verurteilen will, dann benenne ich meist denjenigen und was er verbrochen haben soll deutlich.

  7. Horst Kasner sagt:

    Das Wirken des Papstes erinnert mich fatal an den Umgang Frau Merkels mit der eigenen Partei.
    Merkel hat ihre Partei unter dem Jubel der Medien so weit „modernisiert“, daß sie für Linke jeder Couleur wählbar wurde, allerdings von ihnen nicht gewählt wurde. Gleichzeit wurde sie zur Geburtshelferin einer neuen Partei, der ihre treuesten Stammwähler (angewidert von ihrer „Modernisierung“) in Scharen zuliefen.

    Ob sich der Papst dieser Gefahr seines Handelns bewußt ist?

    • Pater Hagenkord sagt:

      Sehr geehrter Herr Kasner, ich glaube ich weiß, was Sie meinen. Wenn ich aber jeden Tag den Papst höre, wie er über Sünde und Bekehrung und so weiter spricht, dann erhöht das nicht die „Wählbarkeit“, um im Bild zu bleiben. Das wird medial zwar nicht aufgegriffen, die schwierigen Teile dessen, was er sagt, gehören aber auch zum Bild.
      Zum Srachbild „Modernisierung“: in gewisser Weise musste das sein. Ich würde aber nicht „Modernisiert“ sagen, weil „modern“ nicht gleichzeitig auch „gut“ ist. Ich würde „internationaler/weltkirchlicher“ sagen. Auch ist seine Verkündigung „zugänglicher“ für viele. Nicht für alle, aber er spricht eine andere Gruppe an als sein Vorgänger. Genau wie der eine andere Gruppe angesprochen hat als sein Vorgänger.
      „Geburtshelfer“: ich glaube, dass sein Handeln Garantie dafür ist, dass es eben keine „neue Kirche“ oder „neue Lehre“ ist, sondern weitergegeben werden kann.

      • Silvia Brückner sagt:

        Im Idealfall sollte ein Papst alle Gruppen (in der Kirche) ansprechen. Was allerdings schwierig ist, weil auch ein Papst nur ein Mensch ist.

        Bei Papst Franziskus fällt mir auf, dass er viele Kirchenferne anspricht, ohne dass die sich deswegen dem Christentum oder sogar der katholischen Kirche im Sinne einer Bekehrung zuwenden würden.

        Also keine echte Evangelisierung, die die Menschen zum Glauben führt, stattfindet.

        Viele, die ihm zujubeln, werden bei nächster Gelegenheit – spätestens unter dem nächsten Papst – unsere Kirche wieder genauso anfeinden wie vor Papst Franziskus.

        • Suarez sagt:

          „Bei Papst Franziskus fällt mir auf, dass er viele Kirchenferne anspricht, ohne dass die sich deswegen dem Christentum oder sogar der katholischen Kirche im Sinne einer Bekehrung zuwenden würden.“

          Woher wissen Sie das eigentlich? Können Sie Gedanken lesen? Oder glauben Sie, dass nur Kirchgänger Christen sind?

          • Roswitha Steffens sagt:

            Danke lieber Suarez, auch ich musste mir die Frage stellen, woher Frau Brückner diese Information bezieht.

          • Silvia Brückner sagt:

            Nun, wir hatten hier längere Zeit eine Mitbloggerin, die deutlich gesagt hat – sinngemäß, wörtlich weiß ich es nicht mehr – dass sie sich für die katholische Kirche nur so lange interessiert, wie Franziskus Papst ist.

            Und der Verleger, der bekennender Atheist ist und mit dem sich der Papst gerne immer wieder trifft, ist wohl ach noch nicht von ihm bekehrt worden. Oder?

            @carn, ich habe das nicht auf die pro – pope francis – action bezogen sondern generell.

            Bei besagter Action sind freilich gläubige Katholiken und sogar Priester dabei, siehe Prof. Zulehner, der die Action ins Leben gerufen hat, wenn ich mich nicht täusche.

          • Suarez sagt:

            Wundersame Vermehrungen sollte man Christus überlassen. Aus zwei viele zu machen, ist aber wohl auch Frau Brückner vergönnt. Mit Verlaub, Ihre Ausführungen @Frau Brückner, sind bizarr.

          • Guido Stelter sagt:

            Bergoglio ist ein Betrüger. Ein Häretiker und Irrleher. Ein Wolf im Schafspelz. Es kann zu Lebzeiten keine zwei Päpste geben. Sind Sie blind, das zu sehen? Schauen Sie mal in die Offenbarung des Johannes und vergleichen Sie. Wohl dem, der die Zeichen der Zeit erkennt. Ein Papst, der nicht in der Wahrheit ist, ist kein gültiger Papst.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Das ist doch mal eine Meinung. Nur leider hat sie mit der katholischen Kirche nichts zu tun. Man kann jetzt darauf antworten und sagen, dass er ein gültig gewählter Papst ist. Dass es niemanden von Bedeutung gibt, der ihn zum Irrlehrer erklärt. Dass es natürlich einen emeritierten Papst geben kann, warum denn nicht? Und dass in der Offenbarung nicht von Päpsten die Rede ist. Könnte man jetzt machen. Aber was bringt das?

          • carn sagt:

            „Aber was bringt das?“

            Manchmal kann man durch ein Gespräch herausfinden, warum der andere Dinge sagt, die sich für einen selbst komplett unsinnig anhören.

            Meist hören sich danach die Dinge immer noch komplett unsinnig an; aber trotzdem kann man dadurch besser verstehen, was andere an der eigenen Position kritisch sehen und damit ggf. Schwachstellen der eigenen Position korrigieren.

          • Roswitha Steffens sagt:

            „Bergoglio ist ein Betrüger. Ein Häretiker und Irrleher. Ein Wolf im Schafspelz.“

            Wie kann eine Person sich so gegen all das stellen, was ihr Würde als Mensch verleiht, indem sie ihren Nächsten in der Liebe annimmt, die ihr selbst von Gott gegeben ist?

            Durch persönliche Unterstellungen einen Mitmenschen anzugreifen, egal welchen Stand er innehand, welches Amt er bekleidet oder wie oft er im Leben bereits versagt hat, es widerspricht allem! was Gott uns je gelehrt hat.

        • carn sagt:

          „Bei Papst Franziskus fällt mir auf, dass er viele Kirchenferne anspricht, ohne dass die sich deswegen dem Christentum oder sogar der katholischen Kirche im Sinne einer Bekehrung zuwenden würden.“

          Das lässt sich anhand der „pro-pope-francis“ Aktion nicht belegen.

          Da ist zwar meines Wissens auch jemand exkommuniziertes dabei (was man als Indiz für Kirchenferne sehen könnte); aber eben auch z.b. Rocco Buttiglione, der mal bei der Entscheidung zwischen seinem Glauben und Karriere in der EU sich für seinen Glauben entschieden hat:
          https://de.wikipedia.org/wiki/Rocco_Buttiglione
          „Im August 2004 nominierte ihn Italien als Vizepräsidenten der Europäischen Kommission und Kommissar für Justiz, Freiheit und Sicherheit. Mit seinen Ansichten über Homosexuelle und zur Stellung der Frau in der Gesellschaft während einer Anhörung im EU-Parlament sorgte er Anfang Oktober für Aufregung.[1] Seine Äußerungen führten dazu, dass er als erstes designiertes Mitglied der ab November 2004 amtierenden EU-Kommission von einem Ausschuss der EU abgelehnt wurde. Er verzichtete schließlich freiwillig auf das Amt.[2]“

          (Letztlich hat er glaube ich sich nur zu dem bekannt, was da halt kirchliche Lehre ist; aber das langte natürlich, dass ihn das ach so tolerante EU-Parlament nicht bestätigen wollte).

          Der ist also kein Fähnchen im Wind, der seinen Glauben mal vergisst, wenn es holprig wird.

          Aber ich habe natürlich jetzt keine statische Analyse der Unterzeichner hinsichtlich „kirchenferne“ gemacht.

        • Carmen Fink sagt:

          Der Papst will ja gar nicht nur Gruppen (in der Kirche) ansprechen, sondern auch die die nicht in der Kirche sind oder einen anderen Glauben haben.
          Er spricht das Gewissen, das Herz der Menschen an, dabei ist es nicht wichtig wer oder was man ist.

          Und woher wollen sie wissen ob nicht doch der eine oder andere durch sein Worte zum Christentum finden?
          Er sät aus, wie bekannt ist dauert es immer etwas bis man ernten kann. Das kann man Evangelisierung nennen.

          Er will außerdem niemanden bekehren, was ihm ja regelmäßig von bestimmten Leuten vorgeworfen wird.

          „Viele, die ihm zujubeln, werden bei nächster Gelegenheit – spätestens unter dem nächsten Papst – unsere Kirche wieder genauso anfeinden wie vor Papst Franziskus.“
          Glauben sie das wirklich was sie hier schreiben? (Unsere Kirche) Es geht nicht darum ihn zuzujubeln sondern das die Menschen ihre Zuneigung ausdrücken weil er ins Herz trifft, anspricht.
          Hören, lesen, sehen sie ihn dann wissen sie vielleicht warum es so ist.
          Es bleibt nichts wie es war.

  8. @ lieber Carn,

    sie müssen sich nicht so verbissen „abarbeiten“
    ich vermute einmal. dass (fast) ALLE Mit -Blogger Sie in ihrer Überzeugungen RESPEKTIEREN…!

    ich glaube wirklich das Ihnen keiner an „Die Mütze“ will…

    das EINZIGE (!!! was Sie vielleicht noch verinnerlichen Müssten, IST: das andere den von IHNEN THEMATSIEREN SACHVERHALT eben anders sehen-… MEHR NICHT!!!

    SO EINFACH IST DAS MANCHMAL!!

    Wenn wir UNS GEMEINSAN „NUR“ auf den Kern der Botschaft:

    1.DASS WIR AUSNAHMSLOS´VON Gott GELIEBT SIND

    -mit allen EXISTENZIELLEN Fragen, die sich dem stellen, der sich
    PARS PRO TOTO

    -beispielswese mit dem sterbenden „Gott“ in dem Rohingya – Jungen
    der auf der Flucht in einem Lazarett elend zu Grunde geh und sich ähnlich die ärztlichen SAMARITER einlässt..

    2.IM GESCHENK DER SEELIGPREISUNGEN LEBEN

    3. DAS VATERUNSER -dieses KOSTBARE ERBE – NICHT NUR MIT DEN LIPPEN BETEN – ABER Vor Allem LEBEN!!

    4. NATÜRLICH DIE EUCHARISTIE – SAKRAMENT der VERSÖHNUNG ABER auch MEDIZIN auch für unsere Geschwister, die e sich abmühen und vielleicht in SOG. irregulären“ (welche KRUDE WORTSCHÖPFUNG) Beziehungen leben..

    -nicht nur in der Messe -aber MIT DER GLEICHEN HINGABE auch uns dem „NÄCHSTEN und „FERNSTEN“ AUSSETZEN..

    denn sonst empfangen wir nur das „halbe..“ Sakrament -und dann kommuniziert man -in de alten Sprachgebärde – UNWÜRDIG!

    • carn sagt:

      „sie müssen sich nicht so verbissen „abarbeiten““

      Mache das eigentlich zur Entspannung und aus Interesse; denn ich habe wiederholt das Schema gesehen, dass Worte ganz verschieden verstanden werden.

      Z.b. gehen hier einige davon aus, dass ich sehr viel andere Leute „verurteile“; mir ein Rätsel, denn ich weiß meist wen ich für was verurteile und da gibt es nur wenig Überschneidung mit dem, was ich in den Augen anderer „verurteile“. Und mich treibt auch die Neugier zu verstehen, was da eigentlich passiert.

      „das andere den von IHNEN THEMATSIEREN SACHVERHALT eben anders sehen“

      Wie gesagt, das warum, kann dann interessant sein. Ferner wenn gerade der thematisierte Sachverhalt ist, dass ich irgendwen verurteile, und ich weiß, dass ich da gerade niemanden verurteile, dann ist es kein anders sehen, sondern falsch sehen.

      „ABER Vor Allem LEBEN!!“

      Es heißt: „Dein Wille geschehe“.

      Wenn jetzt der eine vermeint, es ist Gottes Wille, dass X passiert, und ein anderer vermeint, es ist Gottes Wille, dass X nicht passiert, dann gibt es leider die Option leben und leben lassen nicht, wenigstens für den, der es am Ende in der Hand hat, ob X jetzt passiert; der muss dann wägen, ob nun eher ersterer oder zweiterer Recht hat; und sollte vielleicht auch beten.

      • Gabriele Luzia sagt:

        „…der muss dann wägen, ob nun eher ersterer oder zweiterer Recht hat; und sollte vielleicht auch beten.“ Ja, aber Jeder betet nun mal auf seine Weise, eben wie er es vermag, und hat trotzdem eine Erkenntnis, die nicht verkopft begründet sein muss. Gott öffnet sich doch Jedem, der ihn um Erkenntnis bittet!

        • carn sagt:

          Für den Fall von dem ich sprach – dass einer eine umstrittene Sache entscheiden muss – ist es aber zumindest wenn die Sache wichtig ist und viele betrifft besser, wenn er auch eine „verkopfte“ Begründung hat.

          Wer einzeln für sich entscheidet, mag das handhaben, wie er/sie selbst es für richtig befindet; wer über Dinge für Millionen Menschen entscheidet, der sollte das ganze nicht als rein eine Sache zwischen sich selbst und Gott behandeln.

          „Gott öffnet sich doch Jedem, der ihn um Erkenntnis bittet!“

          Da wir aber bei einigen Dingen mit absoluter Sicherheit wissen, dass bezüglich der Sache verschiedene Menschen Gott um Erkenntnis gebeten haben, aber sich ausschließende Lösungen vorschlagen, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass mancher Gottes Antwort bei der Bitte um Erkenntnis überhört.

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