#SeanSpicerSays

Es ist irgendwie bitter für den frischgebackenen Sprecher der neuen US-Regierung, gleich mit seiner ersten Pressekonferenz vor eine Wand zu laufen. Aber anders als der legendäre George Stephanopoulos damals bei Bill Clinton war es dieses Mal eine selbst gebastelte Wand.

Er hat schlicht die Unwahrheit gesagt. Dass seine Chefin das dann als „alternative Fakten“ umzudeuten versucht hat, ist Grund für viel Häme. Dummerweise waren die Fakten alle überprüfbar.

Und so laufen unter dem Hashtag #SeanSpicerSays derzeit witzige Geschichten durchs Internet, sozusagen alle „alternativ faktisch“. Humor ist da Einzige, was hier hilft.

Aber es geht ja gar nicht um den armen Sean Spicer, die Kultur, sich seine Welt zurecht zu legen und sie als wahr und als Tatsache zu behaupten, hat ja um sich gegriffen. Leider auch bei Regierungen.

Wie nun unterscheiden? Da hilft ein Satz des FDP Politikers Christian Lindner, den ich mir hier ausborgen mag, der sagte über den kommenden Bundespräsidenten Deutschlands Steinmeier, dieser habe den Anspruch „Mutmacher, nicht Engführer“ zu sein. Letztlich ist das die Unterscheidung zwischen Positivität und Negativität. Wohin führt mich jemand? Voran? Oder in die Selbstbeschränkung und die Angst?

Spätestens hier wird der geneigte Leser und die geneigte Leserin dieses Blogs sehen, wo ich den Papst hier sehe. Nicht in der aktuellen Kommentierung von politischen Vorgängen, die in dem jüngsten Papstinterview gesehen wurden. Viel wichtiger ist die Grundhaltung, voran zu gehen, Mut zu machen, sich nicht einschränken zu lassen.

Das finde ich den wichtigsten Schritt, um zu erkennen, worum es sich bei der nächstbesten Behauptung handelt: Wohin soll die mich führen?

Ein zweites Unterscheidungsmerkmal liegt in einem alten Prinzip, das ich in der Jugendarbeit schätzen gelernt habe: Das Gegenteil von Lüge ist nicht Wahrheit, sondern Ehrlichkeit. Soll heißen: Ich kann etwas machen, auch wenn ich nicht immer alles weiß. Ich kann ehrlich sein, ohne gleich die gesamte Wahrheit (alle Fakten) zu kennen. Im Alltag gehört dazu ganz einfach die Feststellung, dass man nicht alles weiß.

Also, wenn der arme Herr Spicer seine in sich widersprüchliche Aussagen mit „Punkt“ abschließt, dann ist da keine Ehrlichkeit, er will einfach jeden Diskurs darüber unterbinden. Das ist ein Machtgestus, der nichts mit ehrlich zu tun hat.

Seien wir also ehrlich, uns selbst gegenüber – was meistens gar nicht so einfach ist – und den anderen gegenüber. Dann werden die „alternativen Fakten“ schnell das, was sie sein sollen: Material für Witze.

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42 Kommentare zu #SeanSpicerSays

  1. F. H. sagt:

    Mindestens genau so gefährlich wie das Verdrehen von Fakten oder das Kreieren von „alternative facts“ ist das Ignorieren derselben:
    Verteilungs-un-Gerechtigkeit, Armut, Hunger, Ressourcenverschwendung, Ausbeutung von Mitmenschen, Umwelt und Natur, Klimawandel, Waffenproduktion, Kriege etc. – alles bedingt durch unseren (UNSEREN!) Lebenswandel, unsere (UNSERE!) westliche, industrialisierte, „zivilisierte“ Lebensweise.
    Der D.J.T. ist nichts als der personifizierte Ausdruck unseres Wegschauens, Ignorierens, Wegdrückens, Weglügens.
    Obama hatte wenigstens versucht, es ein wenig anders zu machen, aber was für eine bodenlose Frechheit seines Nachfolgers, als erste Amtshandlung ‚Obamacare‘ praktisch außer Kraft zu setzen (ein Tritt gegen die Armen und Schwachen) und den Klimaschutz von der Agenda zu nehmen (ein Tritt gegen die Schöpfung) – und ein Tritt in den Allerwertesten der Obamas, kaum dass die das Weisse Haus verlassen hatten, allemal. Als hätte das alles nicht bis Montag warten können…
    Wir mögen ihn an seinen Taten messen – er setzt die bereits, es sind keine guten; und die Verdrehung der Wahrheit bleibt wie gehabt, ja wird sogar noch dreister.
    Für mich immer noch unglaublich, wie so einer es schaffen konnte, an die Spitze der USA zu kommen!

    • Josef sagt:

      Sehr geehrter F.H.,
      dies ist eben das Spiel der Macht!
      Dies läuft bei den Amis, bei den Russen, bei den Chinesen, Deutschen, Österreicher und auch im Vatikan so ab.
      Dieser Trump ist eben nur ein Extremfall.
      Auch im Vatikan werden von den Kurienvertreter viel Wahrheiten usw. unterdrückt, nur um die eigenen Privilegien und Macht zu erhalten. Dies erfolgt bei den Missbrauch von Kindern durch „Kirchenherren“, aber auch den wirtschaftl. Verflechtungen der Vatikanbank , Falschmeldungen bzw. Unterdrückung von Wahrheiten, bis hin zu den neuen Reformen und Verbesserungen in der Kirche.
      Das schlimme ist, dass deutsche Kardinäle, wie Meisner, Brandmüller usw. dies auch unterstützen.
      Da ist selbst ein Papst Franziskus einfach machtlos. Ich habe jedenfalls die Hoffnung das er ein „Gutmensch“ ist und die Wahrheit vertritt, mit allen Konzequenzen.

    • Krakebusch sagt:

      „…aber was für eine bodenlose Frechheit seines Nachfolgers, als erste Amtshandlung ‚Obamacare‘ praktisch außer Kraft zu setzen (ein Tritt gegen die Armen und Schwachen) und den Klimaschutz von der Agenda zu nehmen (ein Tritt gegen die Schöpfung)…“

      Und die jüngste Frechheit: Ein Tritt gegen die Ureinwohner durch Wiederaufnahme der von Obama gestoppten Pipelineprojekte, weil er darin enorm viel Geld investiert hat. (Man ergoogle „pipeline trump indianer“)

      Was ich allerdings lustig finde, ist, wie sich die Welt verschiebt. Ausgerechnet China ratifiziert das Klimaabkommen (was – gar nicht lustig – wohl bedeutet, dass fünf vor zwölf schon durch ist). Ausgerechnet China (siehe Davos) hat Gefallen an der Globalisierung und Freihandelsabkommen gefunden. Und als Pointe – wo Trump auf Erdöl und „saubere Kohle“ setzt – orientieren sich arabische Staaten (wie die Vereinigten Arabischen Emirate) hin zu den Erneuerbaren.

  2. Ro sagt:

    Ich will mal ehrlich gegenüber mir selbst sein:
    Ich kenne nicht ein Medium und keine Institution
    die heute ohne alternativen Fakten arbeitet.

    Könnte man mir bitte eine solche nennen?

    Es wäre mir ein echter Trost.

    • Eszter Meggyesyne Benke sagt:

      Ich kenne schon einen – den Blog hier!!!

    • Antonius Theiler geb.1941 sagt:

      Kürzlich bei Anne Will Diskussion über „Trump“ Gäste waren: Günter Verheugen (SPD), Michael Wolffsohn, Dieter Kempf und Ursula von der Leyen (CDU, schauen Sie sich Bitte, Bitte, die NS Geschichte der Stadt Lemberg an! Sie finden den Namen „von der Leyen“).

      Ich sage nur: Wenn ich Trump mit Richard Nixon vergleiche, kommen Parallelen auf. Bitte schauen Sie nach, was Nixon für uns alle auf der Welt geleistet hat und warum er gehen musste. H. Clinton war damals als Juristin an der Hetzjagd gegen Nixon beteiligt.

      Selbst Prof. Wolffsohn hat vergessen, dass der letzte jährliche Zuschuss der USA von Barack Hussein Obama an den Staat Israel eine Veränderung aufwies. Der Zuschuss stand früher Israel frei zur Verfügung. Das neue Abkommen verpflichte Israel, allmählich keine Teile des Gelds mehr für heimische Militärprodukte auszugeben, sondern nur für US-Militärprodukte. Auch nicht mehr zum Aufbau von Schulen in Israel. Das machte nicht Trump!!! Danke, dass Herr Professor Wolfssohn das vergas.

      Wie schlecht die Diskussion war, beweist noch eins: Trump schrieb drei Bücher. Das letzte heißt „Wie ich Amerika retten werde“. Ich frage wer rettet uns Europäer vor schlechten Journalisten und Politikern. Vielleicht schreibt schon jemand „Wie rette ich Europa“. Trump schrieb und das ist beachtenswert: „Wie ich Amerika retten werde“. (gebunden 17,99€) Kein Wort bei der Diskussion über die Bücher.

      • Pater Hagenkord sagt:

        Frau von der Leyen ist 1958 geboren. Was soll das bitte mit der NS-Zeit zu tun haben? Ist jetzt Schuld vererbbar?
        Was Herrn Nixon angeht: er hat die demokratischen Spielregeln gebrochen, das darf man auch dann nicht, wenn man ansonsten Gutes tut. Das war alleine er selber samt seinen engsten Mitarbeitern. Das aufzudecken ist keine „Hetzjagd“.
        Das nur zum Bedenken. Und wenn es um das Retten von Europa geht empfehle ich die Papstrede zur Annahme des Karlspreises. Da werden jedenfalls keine Mauern gebaut, kein „katholische Kirche first“ oder „Europa first“ oder dergleichen.

        • Josef sagt:

          Danke Herr Hagenkord für die klaren Worte!
          Zu den Anmerkungen von Herrn Theiler:
          Die deutschen + europäischen Politiker greifen den Frauen nicht zwischen den Beinen und pralen damit.
          Die Journalisten sind nicht schlechter oder besser als das Land und deren Bevölkerung. Die meisten Journalisten versuchen immer die Taten und Fakten korrekt abzubilden. Jetzt kommen Sie nur nicht mit der „Lügenpresse“, dies gehört in die braune Ecke wo Sie hoffentlich nicht sind.
          In welcher Welt leben Sie? Haben Sie auch schon einiges vergessen, gerade wasin den letzten Tagen/Monaten passsiert ist?

        • Antonius Theiler geb.1941 sagt:

          Schuld ist nicht vererbbar das ist richtig, aber Geld schon.
          Den Schuldigen an dem Europäischen Massaker (Zweiter Weltkrieg) hätte man alles nehmen müssen (Kriegsgewinnler).
          Meine Familie war ausgebombt, lieber Pater Hagenkord, wenn Sie wissen was das heißt.
          Bitte Leo Tolstoj nach 40 Jahren lesen.
          Zu H. Clinton und ihrem Mann: Richard Nixon hatte keine Spermaspuren an der Hose.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Mein Großvater war in der SS. Wollen Sie mich jetzt enteignen? Ich finde diese Art Urteil – bei allem Leid in der Vergangenheit – als Vorwurf gegen die Lebenden ziemlich absurd. Gedenken, Gerechtigkeit, alles wichtig und mehr noch: entscheidend. Aber das einer Nachgeborenen noch heute zum Vorwurf zu machen, halte ich weder für gerecht noch für moralisch.
            Und wenn ich Ihr Clinton-Nixon Argument richtig verstehe: Frau Clinton durfte also damals nicht gegen Nixon vorgehen, weil Jahrzehnte später ihr Mann getan hat, was er getan hat? Ich kann nur vermuten, dass das nicht Ihr Ernst sein kann.

        • Christina sagt:

          Der Vater von Ursula von der Leyen war Ernst Albrecht, gewesener Ministerpräsident von Niedersachsen, dessen Vater war Arzt. Wenn schon unheilvolle Zusammenhänge unterstellt werden, dann wenigstens auf korrekter Basis. Der Ehemann von Ursula von der Leyen, Heiko, kommt aus der Seidenfabrikantenfamilie und hat nichts mit dem ominösen Freiherrn Joachim von der Leyen zu tun.

  3. Josef sagt:

    Hallo Herr Pater,

    ich möchte nicht vorwitzig sein, deshalb gleich meine Entschuldigung zu folgenden Hinweis:
    Bezugnehmend auf Ihren letzten Satz möchte ich auch auf Ihren ersten Satz verweisen.
    Ich glaube ja auch, dass viele der neuen US-Regierung wie Frösche sind
    und deshalb auch froschgebacken sind. Frösche können ja nur quacken und nicht unbediengt immer die Wahrheit sagen.
    Leider muß diese Welt jetzt 4 Jahre mit diesen Fröschen und deren „Oberfrosch“ leben. Hoffentlich geht das gut!

    Zu Ihrem Text glaube ich aber, das dies nur ein Tippfehler ist. Auch hier schleicht sich der „Schreibteufel“ manchmal ungemerkt ein, eben wie ein „Frosch“.
    Nichts für ungut, ich finde es aber lustig.
    Sie brauchen meine Anmerkung nicht veröffentlichen.

  4. Roswitha Steffens sagt:

    Sind wir wirklich auf Regenten angewiesen die ihre Macht einsetzen, um uns in einem Weltbild dorthin zu führen, wo sie uns hinhaben wollen? Donald Trump gab es bereits bevor er Präsident wurde, sein Einfluss dürfte jetzt größer sein als zuvor und vielleicht auch das Interesse derer, die sich um das Tun anderer Menschen mehr kümmern, als sich dabei auf die eigenen Fähigkeiten zu besinnen. Es kann nicht an den Regenten gelegen haben, dass wir noch nicht von dieser Erde verschwunden sind, denn die haben alles getan, um sich und ihre Denkweise in den Vordergrund zu stellen und damit so viel zerstört, das sogar unser Lebensraum schon auf der Kippe stand. Mir persönlich liegt sehr viel an einer gerechten Welt, die aber nur auf ein Gerüst bauen kann, dessen Grundlage die eigene Menschlichkeit nicht leugnet sondern deren Anspruch im Bewusstsein dafür sucht. Mensch zu sein verpflichtet jede einzelne Person dazu, sich selbst so lange zu hinterfragen, bis die Ursache für das eigene Auftreten in diesem Leben gefunden ist. Jeder hat eine Gabe, die es gilt im Leben so einzusetzen, dass sie dem Gemeinwohl dient. Wer seine Gabe nicht erkennt den kann man durch Bildung dabei unterstützen sie zu finden. Mir scheint heute hat eine unbeschreiblich große Menschenmenge Probleme damit, sich in dem Wesen zu erkennen, das durch Gott einen Willen hat, der frei von Schuld die letzte Chance am Leben erhielt, indem er sich endlich seinem eigenen Ursprung annimmt. Wir sind erst dann unsterblich, wenn wir den freien Willen als Person in das Wesen setzen, dessen Anwesenheit neue Zeit in Kraft setzen kann. Menschen kommen und gehen, es gilt ihnen zu widerstehen, um in das Leben hineinzufinden, das alle Wesen trägt, weil es in der Hand liegt, die alle Macht der Welt dem überlässt, der daraus sich selbst gewinnt. Wir sollten Gott vertrauen, auch wenn es um Donald Trump geht, denn jedes Volk hat heute den Willen friedlich und frei zu leben und die Möglichkeit dafür menschliche Fähigkeiten so einzusetzen, das damit das gemeinsame Ziel erreicht werden kann. Egal wer an der Macht ist, es geht darum sich als Volksgemeinschaft in diese Welt einzubringen und nicht als Machtinhaber darzustellen. Jeder wächst an seinen Aufgaben und ich finde es ganz interessant, wie man doch so gegen einen Menschen sein kann, der all das verkörpert, was in der heutigen Zeit als Wohlstand gilt und erstrebenswert scheint.

    Ich glaube, jedes Volk sollte zunächst an der Zielsetzung arbeiten, die es für sinnvoll erachtet, um sich damit selbst in eine Position zu bringen, die für die Welt wichtig ist, um damit die Weltgemeinschaft im friedlichen Zusammenleben zu fördern. Was wir in der Vergangenheit erlebt haben ist ein Ringen um die Vorherrschaft in einer Welt, die sich Regenten untereinander aufteilten, meist ohne dabei ihre Völker und deren Anspruch auf Frieden und Freiheit mit in Betracht zu ziehen. Vielleicht tut ein unvorhersehbarer Mensch wie Donald Trump diesem Streben nach Berechenbarkeit ganz gut, um ihn durch Vernunft in seine Schranken zu weisen. Wir sind alle Menschen und werden uns der Menschheit nur dann in ganzer Konsequenz bewusst, wenn sie sich durch jeden von uns für dieses Leben ausspricht, das sie selbst verursacht hat. Durch diese Fürsprache gibt jede Person dem Leben Sinn und Kraft und schenkt ihm so seine wahre Identität. Ich glaube wir stehen nicht im Krieg um die Vorherrschaft in dieser Welt, denn die haben wir bereits als Menschheit durch die Gegenwart erwirkt, wir führen den Kampf um die Menschlichkeit, die Gott in jeden von uns legte, um damit am Leben zu erhalten, was aus unendlicher Weisheit und Güte zu sprechen vermag.

  5. Der Beobachter sagt:

    Ich freue micht sehr, daß die Mainstreammedien mit ihrem Versuch gescheitert sind, die Abtreibungsfanatikerin Clinton ins Amt zu schreiben. Als Katholik kann ich diese Niederlage nur begrüßen.

    • Pater Hagenkord sagt:

      Es ist jedermanns demokratisches Recht, das so zu denken. Da es aber in meinem Stück gar nicht um Frau C geht, sondern Sie sie eingebracht haben, stellt sich mir jetzt die Frage, ob Sie die Lügen, die Umweltzerstörung, die Missachtung von indigenen Kulturen usw. in Kauf nehmen. Sie begrüßen das? Als Katholik?

      • F. H. sagt:

        Man kann der größte Ganove, Sexist, Ausbeuter, Wahrheitsverdreher, was auch immer sein – aber mit dem Abtreibungsthema kriegt man zuletzt immer auch noch die Katholiken in’s Boot. Noch ein paar Halbwahrheiten über die anderen streuen und schon passt es wieder. Die Hierarchie ist ja offenbar schon an- und aufgesprungen.
        Wo sind im Gegenzug Hilfe und Barmherzigkeit für die Bedürftigen?

        • Ro sagt:

          Als Christ und Katholik ziehe ich es immer vor,
          mir die Meinung über einen Menschen nur nach
          persönlichem Austausch und Augenschein zu bilden.
          Gerade in Zeiten postfaktischer Fake News hat sich
          dieser Grundsatz sehr bewährt.

          Ist mir das nicht möglich, bin ich mit einem Urteil über
          einen mir nicht bekannten Menschen sehr, sehr zurückhaltend.

          Jeder Mensch hat ein persönliches Umfeld an Personen die
          ihn lieben – und meist gibt es auch dafür einen Grund.

          »Wer unter euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein auf sie!«
          Jesus in Johannes 8,7

      • Carlos sagt:

        Pro-Life sein schlägt die von Ihnen genannten Lügen und Missachtung von indigenen Kulturen, und erst recht die Umweltzerstörung.

        Mir ist es umgekehrt ein Rätsel wie ein Christ jemals für einen Abortionisten sein kann.

        Sie fragen aber ziemlich polemisch. Statt Abtreibung wird wohl jeder Christ lieber die Umweltzerstörung und „Missachtung indigener Kulturen“ in Kauf nehmen. „Begrüßen“ wird doch niemand beides.

        Mir stellt sich die Frage, warum Sie so fragen.

        • Pater Hagenkord sagt:

          Ich frage, weil ich genau das für falsch halte: Pro-life schlägt die Lügen. Wie kommen sie auf sowas? Leben töten ist Leben töten, ob nun durch Umweltzerstörung, Ausbeutung, Todesstrafe oder Abtreibung, wie können sie da die Dinge gegeneinander abwägen? Ich nehme niemals Missachtung der Kulturen in Kauf, auch nicht die einzelner Menschen.

          • Carlos sagt:

            Von den Übeln „Abtreibung“ und „Umweltzerstörung“ ist ohne weiteres ganz klar die Abtreibung das größere. Gleiches gilt für „Missachtung indigener Kulturen“.

            Wenn man wählen muss, dann doch das kleinere Übel.

            Sie würden niemals die „Missachtung der Kulturen, auch nicht die einzelner Menschen“ in Kauf nehmen, auch wenn dafür weniger Menschen vor ihrer Geburt ermordet werden? Ich schon. Deshalb hätte ich Trump gewählt. Daraus folgt nicht, dass ich Lügen oder sonst irgendein Übel begrüße, wie Sie dem anderen Kommentator fragend unterstellen.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Warum? Warum ist Abtreibung das größere Übel? Weil es mehr Menschen trifft? Das wäre zu beweisen. Weil es unschuldiges Leben trifft? DAs gilt auch bei Umweltzerstörung in Bezug auf die kommenden Generationen.
            Ihre Sicherheit in der moralischen Beurteilung finde ich atemberaubend. Und – pardon – falsch.

          • Carlos sagt:

            Ich denke, da gibt es gar keinen common ground. Ich finde schon Ihre Frage abstoßend.

            Warum ist es schlimmer, einen Menschen umzubringen als zu lügen? Was ist das für eine Frage?

            Wenn Sie mit Umweltzerstörung wirklich die Zerstörung unserer gesamten Umwelt meinten, dann steht Menschenleben gegen Menschenleben und Ihre Frage ergibt Sinn.
            Aber warum Abtreibung das größere Übel ist als Lügen oder als die „Missachtung indigener Kulturen“ ist? Wenn Sie das nicht sehen, werde ich Sie auch nicht überzeugen können.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Ich habe hier klar von Umweltzerstörung gesprochen, das steht da sehr deutlich in meiner Antwort.

          • Der Beobachter sagt:

            Durch Umweltzerstörung KANN eventuell ein Mensch getötet werden. Durch Abtreibung WIRD er getötet.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Das ist ziemlich blauäugig. Sagen Sie das mal den Menschen, deren Weideland wegtrockner. Oder den Inselbewohnern, deren Land verschwindet. Im Übrigen: Schutz der Umwelt ist keine Option für Christen. Sie gehört zum Deal dazu.

          • Roswitha Steffens sagt:

            Würde kann sich nur einmal für das Leben aussprechen, wenn sie das getan hat folgt sie einzig den Gesetzen ihrer Natur. Für mich ist es unerheblich was der Mensch ausspricht, er tut es in Würde (Donald Trump hat auf die Bibel geschworen) und damit in dem Recht das ihm die Pflicht abverlangt menschlich zu handeln. Mit anderen Worten: „Donald Trump ist ein Mensch und damit steht er im selben Recht wie alle Menschen, was auch ihn mit der Pflicht erfüllt mitmenschlich zu handeln und damit der Goldenen Regel seiner Natur zu folgen. – Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füg auch keinem andern zu. – “ Wer ihn dafür als Präsident der Vereinigten Staaten zur Rechenschaft ziehen kann, das stellt sich doch hier in wirklich in Frage!

          • Suarez sagt:

            Die Leute, die ach so pro-life sind, gehören zu den bigottesten Wesen Amerikas. Weiß, männlich, heterosexuell, hätten gerne Heimchen am Herd, nur keine starken Frauen. @Pater Hagenkord: Ich halte Carlos und Co. für kath.net-Trolle. Einfach nicht freischalten und auch nicht diskutieren. Ansonsten haben Sie völlig recht!

          • Lukas Brühwiler sagt:

            Ich finde die Argumentation von Pater Hagenkord überzeugend. Abtreibung ist nur ein Aspekt des ganzheitlichen Lebensschutzes.

  6. Alternative Fakten???
    „Wer die Wahrheit sagt, wird früher oder später dabei ertappt.“ Oscar Wilde – Schöne Grüsse aus der Ausstellung „Was ist Wahrheit?“ http://www.freidenker-galerie.de/acrylbilder-zitate-zum-nachdenken-philosophie-2/

  7. Also ich hab mir das angetan diese „Selbstinszenierung“ von Herrn Trump anzuschauen…

    ..und dann ist mir auch die Inauguration Messe von Franziskus wieder vor Augen gestanden..

    Trump hat auf einer Bibel geschworen-ok das muss er ganz persönlich verantworten..

    Franziskus feierte die Messe ohne allen Pomp und hat sich eben nicht selbst inszeniert, weil er im EVANGELIUM beheimatet ist..

    und dieses kennt(heute jedenfalls!!) kein „Christentum first“

    im heutigen „Umgangsdeutsch“: F. Agenda ist das Evangelium

    Trump hat natürlich auch eine solche und diese heißt Trump

    das ist ein kleiner aber feiner Unterschied…

    dann hab ich mich zum ersten Mal vor dem TV „fremdgeschämt“:

    diese Religions -Vertreter..einschließlich des Kardinals.. es haben nur noch paar Bücklinge gefehlt…

    hätte sich der Kardinal doch etwas von dem Mumm zu eigen gemacht den der Papst im Kongress gezeigt hat..

    einen muslimischen Vertreter haben die Rassisten erst gar nicht geladen..

    und weil-auch hier im Blog – immer mal der „Lebensschützer“ herausgestellt wird:
    ich behaupte jetzt einfach mal, das da mehr die Frage der Wählerstimmen im Raum stand… denn Lebensschutz

    ist mehr als „America first“ und das ist ein ganzes Paket ..

    dazu gehört auch der Mord mit der Todesspritze in den Haftanstalten uvm..

    Nein da gibt’s doch diese eindringliche Geschichte von Jesu Versucher in der Wüste.. lohnt sich zu verinnerlichen – und merkwürdig: mir fällt de amtierende Präsident ein..
    JESUS WIDERSTEHT IHM!!

  8. Ro sagt:

    Wenn die Menschheit weiterhin mit dieser Geschwindigkeit wächst,
    so wird kein noch so ehrenhafter Präsident und keine noch so
    ehrenhafte Organisation die Probleme dieser Erde lösen können.

    Ein Zuwachs von 80.000.000 Menschen im Jahr ist leider irgendwann
    nicht mehr zu bewältigen, zumal nicht nur die Zahl, sondern auch
    Ansprüche der Menschen wachsen. Hätten wir weltweit einen
    Ressourcenverbrauch und Emissionen wie bei uns, so wäre die
    Grenzen schon erreicht. Und mit welchem Recht wollen wir
    anderen Menschen einen Verzicht erklären? Der Mensch drängt
    mit seiner Expansion jegliches andere Leben seiner Existenz.
    Auf diese Weise sind schon viele tausende Arten vom Planeten
    verschwunden. Das waren Gottes Kreaturen wie wir.

    Für dieses große Thema muss eine Lösung gefunden werden, dann lassen
    sich in Folge auch Nahrungsversorgung, Medizinversorgung, Bildung, Emissionen, Armut, Wasserknappheit, Territorialkonflikte, Kriege, Kriminalität, Artenschutz und viele weitere Probleme der Zeit
    deutlich leichter lösen.

    Leider wird der Bevölkerungszuwachs kaum in Industrienation und
    auch kaum in Entwicklungsländern thematisiert. So lange das so
    bleibt, werden auch alle Präsidenten der Welt zusammen keine
    langfristige Lösung für Frieden und Auskommen auf dieser unserer
    Erde finden.

    Zudem gehört uns die Erde nicht alleine. Es gibt neben dem Menschen
    weitere 8,7 Millionen Arten von Leben. Wo bleibt der Raum für diese?

    Zuwachs pro Jahr
    83.686.000 Menschen

    pro Tag pro Minute
    229.277 Menschen

    pro Sekunde
    159 Menschen

    http://www.weltbevoelkerung.de/meta/whats-your-number

  9. Antonius Theiler geb.1941 sagt:

    Pater Hagenkord sagt:
    25. Januar 2017 um 18:47
    Mein Großvater war in der SS. Wollen Sie mich jetzt enteignen?

    Sie haben sicher vergessen die Antworten Taste zu drücken.

    Lieber ehrlicher Pater Hagenkord, es tut mir leid, dass Sie sich wegen ihrem Großvater angegriffen fühlen. Ich weiß wie die Schutz-Staffel (SS) ihre Mitglieder warb. Ich kenne Fälle, da wurden junge Leute, weil ein Angehöriger wie z. B. die Mutter bei den Kommunisten war, erpresst Mitglied zu werden. Sie werden doch bitte nicht Ihren Großvater mit dem Lemberger Kreishauptmann Joachim Freiherr von der Leyen vergleichen. Damit würden Sie Ihrem Großvater nicht gerecht. Ich habe mit vielen Männern die bei der SS waren gesprochen. Die sagten alle, sie hätten vor den eigenen Leuten und den Parteihengsten mehr Angst gehabt als vor den Russen. Bitte schauen Sie sich den Film „Die Wohnung“ an. Ich kann ihn nur allen empfehlen. Da kann man lernen das eigene familiäre Umfeld zu beurteilen. Ein wunderbarer, die NS-Vergangenheit erleuchtender Film.

    Ich meine auch Frau Clinton musste damals gegen Nixon vorgehen, es war ihre Arbeit. Es konnte nicht hingenommen werden, dass eingebrochen wird oder wie jetzt, befreundete Regierungen abgehört werden. Frau H. Clinton hätte mit derselben Härte des Gesetzes gegen die Unwahrheit, die ihr Mann verbreitete, vorgehen müssen und nicht die beruflich abhängige Assistentin bekämpfen sollen. Das war ihr Fehler. Sich mit drei Fingern am Rocksaum Gottes festzuhalten, um die Lüge in Wahrheit zu verwandeln, das können Sie Pater Hagenkord nicht Ehrlichkeit nennen.

    Papst Franziskus sagt: Die Vertuscher des Vertuschens müssen weg.

    Lieber Pater Hagenkord zum Nachdenken: Der Koran als DOK Datei hat 1,5MB. Die Liste der Kriegsfilme als DOK Datei hat 1,33MB. Sie sehen, Krieg ist ein Geschäft das Hollywood und ihre Sternchen glücklich macht. Da kommt dann so ein Trump und möchte mit Putin über Frieden reden. „Der ist doch verrückt“ höre ich die Kameras von Hollywood stöhnen.

    • Gabriele Luzia sagt:

      Herr Theiler, ich kann und will Ihren feinsinnigen, einkreisenden und andererseits weitreichenden Vergleichen gar nicht folgen. Sie mögen Zeit für solche Geschichten (der Geschichte) haben, ich habe sie nicht, weil ich meine Lebenszeit akut für meine zahlreichen Nachkommen einsetze. Denen schenke ich meine Lebenszeit lieber als den Fakten der Vergangenheit. (Diese Fakten sind ja für jeden auch nachlesbar und abrufbar, wenn man so will).

      Das würde ich Ihnen übrigens auch empfehlen: investieren Sie geistig und geistlich in Ihre Nachfahren. Es ist zukunftsträchtig!

      Nichts ist dagegen zu sagen, dass jeder seine persönliche Geschichte bedenken und – im christlichen Wertekanon betrachtet – vermittelnd weitergeben soll, wie das auch Papst Franziskus immer wieder in seinen Predigten und Katechesen anmahnt. So verstehe ich das jedenfalls, wenn er über die Aufgaben der Großeltern spricht und über das Zuhören der nachfolgenden Generationen.

      Soweit ich aber Pater Hagenkord verstanden habe, ging es ihm bei seiner persönlichen Großvater-Geschichte nicht im mindesten um den Vergleich bzw. die Gewichtung der Taten von diesem mit denen des Vorfahren von Frau Von der Leyen, sondern um die von Ihnen herangezogene In-Schuldnahme der Nachfahrin des Joachim Freiherr von der Leyen.

      Wer in diesem unseren Land hat nicht eine mehr oder weniger belastete, in die Nazizeit reichende Beziehung in seiner Familie?!
      Das können m.E. nur solche BürgerInnen mit Vorfahren sein, die ausschließlich Widerstand gegen Hitler geleistet haben (mein höchster Respekt!), oder später Zugezogene aus anderen Kulturen sein. Wer damals nur geschwiegen und NICHTS gemacht hat, ist letztlich ebenso mit verantwortlich für das Desaster und die Toten des 2. Weltkriegs wie die Macher! Und wer vor kurzem D. Trump gewählt hat, muss sich verantworten für die Folgen seiner Wahl, wenn dessen Politik die Schwachen – egal welcher Größen- und Standesordnung – umbringt.

      Ursula von der Leyen muss m.E. in keiner Weise für das Verhalten ihres Vorfahren gerade stehen oder sich als Person verstecken.

      • Konstantin sagt:

        „Wer damals nur geschwiegen und NICHTS gemacht hat, ist letztlich ebenso mit verantwortlich für das Desaster und die Toten des 2. Weltkrieges wie die Macher.“ Starker Satz im negativen Sinn, der mit zeitlichem Abstand und im Nachhinein schnell geschrieben ist. Sie sollten sich mit dem Sachverhalt des 2. Krieges etwas mehr auseinander setzten – Stichwort z.B. Kollektivschuld. Die es nicht gibt. Menschen die „nur geschwiegen“ haben und „NICHTS“ gemacht haben gleich zu stellen mit den „Machern“ ist eine mehr als eine Frechheit. Ihre Aussagen zeugen von grenzenloser Unwissenheit und Unwissenheit ist immer e i n Faktor von Du……

        • Konstantin sagt:

          Nachtrag 27.Jan./ 18:01
          Mein letzter Satz sollte etwas differenzierter heissen: Ihre Aussagen zeugen von grenzenloser intellektueller Unwissenheit, und diese Unwissenheit ist immer e i n Faktor von…….

          • Brigitta sagt:

            Vielleicht sollte man auch mal überlegen, dass nicht jeder den Mut hatte, sich dem Regime entgegenzustellen. Antwort meiner Mutter, warum sie und mein Vater nicht zum Widerstand entschlossen hätten: „Dann würde es euch nicht geben.“ Wir sind aufgrund der Kriegsgefangenschaft meines Vaters alle Nachkriegskinder.

          • Gabriele Luzia sagt:

            Sie haben recht: das Wort „ebenso“ kann auch „gleich viel“ bedeuten. Das ist mir sehr unangenehm, denn das habe ich nicht gemeint! Aber zu spät! Da Sie es offenbar so verstanden haben, muss ich Ihre Antwort z.T. akzeptieren, ich schreibe bewusst „zum Teil“. Denn Ihre Beurteilung verletzt mich dagegen sehr, das muss ich auch sagen. Als Deutsche sind wir alle sehr empfindlich beim Thema Nazi-Zeit, es wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt.
            Zur Richtigstellung also: auch meiner Meinung nach sind die Taten der Macher anders zu bewerten als das Schweigen der Masse.

            Und gleich an dieser Stelle zur Klärung auch für nachfolgende Reaktionen auf meine Äußerung: in meiner Familie gab es zur NS-Zeit Beides – schweigende Menschen, Parteimitglieder, aber auch ein Mann, der KZ-Häftling in Buchenwald war und auf einem Gewaltmarsch in ein Außenlager umkam. Dieser Vorfahre und spätere eigene Besuche in mehreren ehemaligen KZ haben einen großen Anteil an der Entwicklung meiner Ablehnung von jeglicher Diktatur und jeglichem Krieg. Im Alter von 7 Jahren habe ich 1962 zufällig Proben für Dreharbeiten der DEFA zu „Nackt unter Wölfen“ in Buchenwald erlebt. Das hat mich für mein Leben geprägt. Und das gebe ich auch weiter an meine Enkel.

            Es gibt eben nicht nur „schwarz“ oder „weiß“, das wird mir selbst an dieser Stelle wieder mal klar. Lieber mal nachfragen, was er/ sie gemeint hat, als gleich ‚drauflos zu hauen…

            Als Deutsche mit deutschen Vorfahren haben wir mit der Hitlerzeit zu tun, solange wir unsere eigene Befindlichkeit auf eigene Veranlassung hin (wegen der Erinnerung!) in der Familie und ggf. in der Öffentlichkeit weitergeben. Die großen Fakten und Zusammenhänge findet man hoffentlich auch weiterhin in der Historie.

            Aber wir sind als Nachgeborene nicht für die Un-Taten der Vorfahren verantwortlich.
            Das war es doch, worum es hier eigentlich ging.

      • Silvia Brückner sagt:

        Mein Großvater war politisch verfolgt im 3. reich und wurde später von der BRD auch als Verfolgter anerkannt und entschädigt, wurde später Ehrenbürger seiner Heimatstadt.

        Also nix damit, dass alle Deutschen mindestens ein Familienmitglied mit Nazivergangenheit haben.

        Meine anderen Vorfahren waren auch nicht einschlägig politisch vorbelastet.

        Und ich bin noch heute, 51 Jahre nach seinem Tod, stolz auf meinen Großvater. Er ist mir bis heute ein Vorbild. Und deswegen lasse ich mir auch in den derzeitigen politischen und weltanschaulichen Diskussionen nicht den Mund verbieten und sage, was mir mein Gewissen eingibt.

  10. Petra sagt:

    Wir steuern ja auf die Apokalypse zu und ihr leistet den wesentlichsten Beitrag dazu (selbsterfüllende und ersehnte Prophezeiung) mit eurem rein ideologischen Naturrecht und dem abstrusen Dogma, Frauen (und damit Männern) vorzuschreiben, was, wie und wann sie mit ihren Fortpflanzungsorganen machen sollen.
    Wenn es nach euch geht sind bald alle Ressourcen aufgebraucht und kurz vorm Untergang werden wir uns gegenseitig noch selber aufessen (wie die Dinosaurier nachgewiesen nach dem Meteoriteneinschlag). Für euch Kannibalisten ist das ja kein grosses Problem, ihr esst ja jetzt schon jeden Tag wirklich existent und präsent Fleisch und Blut von einer Leiche.
    Ich werde jedenfalls als erstes Katholische halten, züchten und essen, denn die leben ja sowieso vom Leiden, zur Kunst erhoben, wie die Vampire von Blut.
    Ethisch sehe ich darin keine Probleme,

    • Roswitha Steffens sagt:

      Ziemlich pauschal Ihr Beitrag, da fällt es schwer die Fassung zu behalten, aber vielleicht wollen Sie genau das erreichen. Ich frage mich, warum Sie Ihre Abneigung gegen das Dogma und die Katholische Kirche ausgerechnet hier platzieren, um – ja was eigentlich – für sich zu erreichen. Außerdem sehe ich Jesus nicht als Leiche sondern als den vom Tode wieder auferstandenen Sohn Gottes, aus dessen Leben auch ich den Anteil schöpfen kann, der mir als Mitmensch zugänglich ist. Wie sollten wir eine menschliche Geschichte schreiben, fänden wir nicht einen Anfang, der sich in ein Wort fassen lässt, das für die Zeit steht, die wir brauchen, um dieses Wort zu begreifen?

      Meine Kinder fragten mich, als sie noch ganz klein waren, wo denn all die Worte herkämen. Vielleicht sollten sich darüber wieder mehr Menschen Gedanken machen, um damit all die Zeiten zu erfassen, die dafür nötig sind, um Worte wie selbstverständlich anzuwenden.

      Glauben Sie allen Ernstes, ein Mensch könnte „Gott“ gleich in das Leben eintreten, das sich auch ihrem Bewusstsein eröffnen kann, wenn Sie dies wirklich wollen?

    • Gabriele Luzia sagt:

      Ein apokalyptisches Gemälde, was Sie da gezeichnet haben!
      Welcher Weltanschauung gehören Sie an? Wer ist Ihr Gott?
      Und ich frage mich auch, was Sie hier suchen…

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