Sprungbereite Feindseligkeit

„Der neue Papst ist, den bislang vorliegenden Informationen nach zu urteilen, ein reaktionärer alter Sack wie sein Vorgänger.” Zitat aus der TAZ. Ich komme erst jetzt dazu, das alles nachzulesen. Liebe TAZ, ich werde euch nicht den Gefallen tun, auch zu dieser pubertierenden Sprache zu greifen, aber was gesagt werden muss, muss gesagt werden: Ihr seid dumm.

Das Wortpaar „alter Sack“ tritt im ersten Abschnitt siebenmal auf. Was soll das heißen? Soll mir das sagen, wie toll unabhängig ihr denken könnt? Oder dass bei euch keiner gegenliest?

Benedikt XVI. hatte das 2010 „sprungbereite Feindseligkeit“ genannt, in einem Brief nach der Sache mit Williamsons Holocaust-Leugnung. Journalisten fühlen sich gekränkt, zitiert man diese Aussage: Man arbeite professionell und müsse kritisch sein, den Begriff „Feindseligkeit“ lehnt man ab.

 

Ich bin ehemaliger TAZ-Leser. Betonung auf „ehemalig“

 

Aber man kann diese Feindseligkeit sehen. Es gibt sie. In der TAZ ist sie mit Händen zu greifen, obwohl man gar nicht mehr da hingreifen will. Liebe TAZ, ich werde euch nicht mehr kaufen. Nicht, weil ihr gegen den Papst seid, sondern weil ihr nicht schreiben könnt. Weil ihr nicht denken wollt. Weil ihr dermaßen eurozentrisch-neokolonial auftretet, dass mir schlecht wird.

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