Wahrheit, Würde, Gleichheit

Es ist eine kluge Einsicht: Warum lügt jemand, wenn doch jedem Zuschauer offensichtlich ist, dass es eine Lüge ist? Weil die Lüge dem Beweis dient, dass die Wahrheit machtlos ist. Es ist schlicht die „Verschiebung des Diskurses“, alles steht in Frage.

Die Einsicht stammt von Marina Weisband und sie hat sie in einem klugen Artikel in der Wochenzeitung Die Zeit veröffentlicht, ausführlicher als ich das hier wieder gebe.

Einen zweiten Effekt beschreibt Weisband: Angesichts von so viel Lüge beginnen Menschen, an ihrer eigenen Wahrnehmung zu zweifeln. „Es ist ein Kampf gegen die Vernunft“, schreibt sie. Der Versuch, den Menschen die Kontrolle über ihre Wahrnehmung zu nehmen, ist ein Akt gegen ihre Freiheit.

Natürlich geht es um Donald Trump, der mit einer schwindelig machenden Frequenz in den ersten Tagen seiner Präsidentschaft Dinge tut, die wir vor Wochen noch für unmöglich gehalten hätten.

 

Ein Akt gegen die Freiheit

 

Und das Kampf gegen den Wert von Wahrheit ist nicht das Einzige. Da behauptet ein Präsident der Vereinigten Staaten, dass Folter funktioniere. Sein Verteidigungsminister und sein CIA Chef sollten entscheiden, ob er für eine Wiederzulassung arbeiten solle. Die beiden haben aber schon deutlich zu Protokoll gegeben, dass sie von Folter nichts halten. Warum also diese Einstellung?

Um zu zeigen, dass er auch über ungesetzliche Maßnahmen nachdenkt. Die Rechte und die Würde des Menschen, die durch diese Gesetze geschützt werden, verlieren ihre Macht genau so wie die Wahrheit bei den beständigen Lügen.

Dabei ist es gar nicht so wichtig, ob das auch wirklich passiert. Diese ganzen Aussagen verändert etwas im Kopf von Menschen, die Einstellung verschiebt sich, Wahrheit ist nicht mehr ganz so wichtig, über Würde kann man schon mal sprechen, wenn es höheren Interessen dient.

 

Zertrümmerer

 

Noch immer gibt es Menschen, die als Christen auf Trump setzen. Nur stellt sich mir die Frage, was übrig bleibt, wenn er die Grundlage eines friedlichen, auf Recht bauenden Staates auf solche Weise zertrümmert. Er will wöchentlich Listen veröffentlichen, auf denen von Einwanderern begangene Straftaten verzeichnet sind. Das ist unfassbar! Wie wäre es mit einer Liste von rassistischen Übergriffen? Von Steuerhinterziehungen? Nichts da, hier wird ganz bewusst mit dem Feuer gespielt, Menschen mit Einwanderungshintergrund werden einem grundsätzlichen Verdacht ausgeliefert, der um so perfider ist, als er nicht statistisch begründet ist.

Eine Lüge ist eine Lüge. Wahrheit zählt.

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Alle Menschen sind gleich.

Leider sind das die Dinge, an denen die Präsidentschaft Donald Trump gerade knabbert.

Print Friendly
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

26 Kommentare zu Wahrheit, Würde, Gleichheit

  1. Ro sagt:

    Der Abt eines Klosters hat es vor einigen Jahren mit wenigen Worten
    recht gut auf den Punkt gebracht: “ Wer lügt schadet sich selbst am
    meisten, denn der Lügner verliert dabei seinen wertvollsten Besitz – seine Selbstachtung „

  2. Der Beobachter sagt:

    Das Schlimme an Trump ist, daß er so viele linke Tabus bricht. Es macht mir Freude, zu beobachten, wie er die Linkspresse, unsere linksgrüne Kanzlerin und die GEZ-Medien zur Hyperventilation bringt.

    Hat eigentlich jemand das gestrige Massaker in Kanada verfolgt? Während sich alle Welt über Trumps Einreiseverbot für Mohammedaner aufregte, hatte dort ein syrischer – äh pardon – „Flüchtling“ ein halbes dutzend Moscheebesucher abgeknallt, weil er sie für nicht hinreichend korangetreu hielt.

    Unter Trump wäre dieser Killer draußen geblieben …

    • Pater Hagenkord sagt:

      Normalerweise schalte ich solche menschenverachtenden Kommentare nicht frei, aber ich denke, dass wir in dieser Debatte genau hinsehen müssen, wer die Claqueure sind. Wie zum Beispiel der „Beobachter“, der in Wahrheit ein Brandstifter ist.
      Falls es Ihnen in Ihrer Verbortheit nicht aufgefallen ist: die Muslime waren die Opfer in Quebec. Auf so eine zynische Verdrehung wie die Ihre muss man erst einmal kommen.

    • @ Beobachter,

      können Sie bitte berücksichtigen, dass auf diesem Blog auch Christen.-oder einfach Menschen die ihre wahrhaftige Glaubenssuche leben- schreiben

      und die das nur noch abstoßend und EKELHAFT empfinden, diesen HASS den sie hier verbreiten..

      mit dem Evangelium, mit JESUS hat das NICHTS ZU TUN!!

      „hatte dort ein syrischer- äh Pardon -„Flüchtling“ etc.
      was meinen sie mit „Mohammedaner“?

      oder wollten sie nicht von unseren Geschwistern, den Muslimen sprechen..??

      Wissen Sie „Beobachter“
      wenn ich ihre ganzen Poste so lese, „atmen“ viele den Ductus aus das „Wörterbuch des Unmenschen“ (Dolf Sternberger) ..

      und DANN ist das schon in unmittelbarer Nähe zum „völkischen(der)Beobachter“ also in der Nachfolge von Josef Goebbels..

      die Nachfolge Jesu ist da für mich schon schlüssiger!!

    • Michael sagt:

      Von wegen „Flüchtling“:
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/quebec-mutmasslicher-attentaeter-soll-in-kanada-rechtsextreme-hetze-verbreitet-haben-a-1132459.html
      Zitate:
      „Zwei Tage nach dem Massaker in einer Moschee in Québec ist die Facebook-Seite des mutmaßlichen Schützen bereits offline. Ein Screenshot kursiert im Internet, er zeigt, welche Seiten dem 27-Jährigen zuletzt gefielen: Darunter US-Präsident Donald Trump, Front-National-Chefin Marine Le Pen, eine feministische Uni-Gruppe und die „Génération Nationale“ …“
      „Alexandre B. soll Muslime gehasst haben, gegen Flüchtlinge argumentiert haben und von der Rechtspopulistin Le Pen begeistert gewesen sein, erzählten Bekannte des Verdächtigen der Zeitung. Ein Mitstudierender sagt, B. sei von einer „rassistischen Nationalismus-Bewegung“ inspiriert gewesen, ein anderer bezeichnete ihn als Außenseiter. Und B. trat offenbar Facebook-Gruppen bei, um dort gegen die Mitglieder oder ihre Anliegen zu hetzen …“

      Man kann also feststellen: Die Saat der Trumps, Le Pens und all der anderen Faschisten, Gewalt zu säen, geht auf.

      Wenn man die Vielzahl der Hasskomementare wie die des „Beobachters“ bedenkt, dann ist der rechtsradikale Terrorismus womöglich als x-fach gefährlicher einzustufen als der islamistische. Hoffe, dass die Polizei das hierzulande im Griff hat …

    • Krakebusch sagt:

      „…hatte dort ein syrischer – äh pardon – „Flüchtling“ ein halbes dutzend Moscheebesucher abgeknallt…“

      Warum lügen Sie?

      • Jorge sagt:

        Er weiß es nicht besser.

        Diese böse gefakte Version kursierte eine Zeitlang in rechtsextremen Netzblasen und der Poster glaubt solche Lügenpropaganda unhinterfragt. So werden Opfer zu Tätern.

    • Carmen Fink sagt:

      Wir wissen dass der mutmaßliche Attentäter in Kanada kein Syrer bez. Flüchtling war sondern franko-kanadisch.

      https://www.tagesschau.de/ausland/quebec-moschee-107.html

      Sie werden diese Nachricht wahrscheinlich eh als „Lügenpresse“ bezeichnen.

  3. Krakebusch sagt:

    „Noch immer gibt es Menschen, die als Christen auf Trump setzen.“

    Naja, er ist gegen Abtreibung. Und Autobahnen will er auch bauen.

    Und in ein paar Jahren* werden die „christlichen“ Trumpisten von nichts gewusst haben wollen, oder leugnen, ihn je unterstützt zu haben. Geschichte wiederholt sich. Und wenn Stephen Bannon von wahrer Macht fabuliert, und dabei Satan lobend erwähnt, wird mir angst und bange, wenn ich sehe, wieviel allein in den ersten Tagen zerstört worden ist.

    *Falls wir dann noch da sind. ISIS „ausradieren“ klingt aus dem Mund eines Mannes, der mehrmals gefragt hat, warum man Atombomben nicht einsetze, wenn man sie habe, nicht wirklich gut. Dazu die Ansage, dass Nordkorea gestoppt werde, bevor sie in der Lage sind, Langstreckenraketen abzufeuern. Man munkelt in Sicherheitskreisen, dass das spätestens 2018 der Fall sein werde – mit einem Dekret allein wird er da wohl kaum gegenhalten.

    • Micaela Riepe sagt:

      Stephen Bannon fabuliert nicht, sondern vertritt klar seine Position, wenn er über wahre Macht und Satan spricht. In Amerika ist die satanische Kirche Bestandteil der Religionsgemeinschaften, scheinbar eine Randerscheinung, doch nun sitzt neben Trump jemand, der in einer öffentlichen Position „Thelema“ offensiv formuliert, „tu, was Du willst“. Nur unter diesem Aspekt ist Trumps Politik überhaupt zu verstehen. Es ist nicht Verschwörungstheorie zu sagen, Mächtige fühlten sich durch solche Ideologien angezogen und handelten entsprechend. Wir haben jetzt ein klares Beispiel vor Augen.

  4. Konstantin sagt:

    „Noch immer gibt es Menschen, die als Christen auf Tramp setzen“. Was heisst denn hier „immer noch“? Gerade evangelische Christen, zu denen sich auch Tramp bekennt (?) zählen auf ihn. Zwar gibt es keine offiziellen Zahlen, aber innerhalb des Protestantismus sollen bis zu 51% Evangelikale sein. Andere Berechnungen sagen, dass es in den USA bis zu 25% Evangelikale gibt. Das jetzige (Stichtag 31.01.) Beraterteam besteht aus ehemaligen politischen Gegener Trumps zum aller grössten Teil aus Evangelikalen. Tramp bezeichnet sich selbst als „tremendos believer“. Warum unterstützen viele Christen einen Mann, der die Grundwerte des Christentum in einer „sehr ausgepägten Form“, und hier drücke ich mich sehr zurückhalten aus, diesen Mann. Dieser Mann ist kein Dummkopf, wie viele meinen, er ist ua. durch seine Unberechenbarheit ein „brandgefährlicher Mann für Amerika und die Welt! Unter Christsein verstehe ich etwas anderes als die „Evangelikale Theologie“ dieser Bewegung. Ja, eine Bewegung“ und keine Kirche im Sinne von klar „definiertem Glauben.“ Meiner Meinung nach, also nichts da, mit „immer noch“. Denn dieser Mann macht Front gegen all das, was in unseren Kirchen hart „erkämpft“ und einen Bewussseinsänderung in den letzten Jahren mit sich gebracht hat, auch Dank P.Franziskus. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

  5. Silvia Brückner sagt:

    Der chaldäische Erzbischof von Erbil hat Verständnis für den Einreisestop und erhofft sich überdies von Trump, dass er seinem Land, dem Irak, Frieden vom IS verschafft:

    http://de.radiovaticana.va/news/2017/02/01/irakischer_bischof_%E2%80%9Esicherheit_wichtiger_als_einreisestopp%E2%80%9C/1289630

    Es hat eben alles mehrere Seiten.

    • Carmen Fink sagt:

      Macht die Handlung durch Trump dadurch nicht besser oder richtiger.
      Ohne Migranten, z.B. Mennoniten, Amische, Herrnhuter Brüder und Tunker wurden wegen ihres Glaubens verfolgt; wieder anderen drohte eine Einberufung zum Wehrdienst, würde Amerika es so heute nicht geben.
      Muslime abzuweisen weil sie Muslime sind ist diskriminierend und abstoßen und mit keinem Wort zu rechtfertigen.
      Auch Trump ist Enkel eines deutschen Migranten.

      Hinzu kommt das keines dieser betroffenen Länder jemals einen Anschlag in Amerika verübt hat.

      • Silvia Brückner sagt:

        Es werden nicht Muslime abgewiesen, weil sie Muslime sind, sondern für einen Zeitraum von drei bis vier Monaten ALLE, die aus diesen Ländern einreisen wollen.

        Geht eindeutig aus dem von mir verlinkten Artikel hervor. Oder halten sie den chaldäischen Erzbischof, der nun seine USA – Reise verschieben muss, für einen Moslem?

        Und was den Terror angeht, aus den genannten Ländern kommen z.Zt. eben die meisten Terroristen.

        • Pater Hagenkord sagt:

          Lesen Sie doch bitte die Zahlen der durch US-Bürger umgekommene US-Bürger, das sind etwa 11.000 pro Jahr. Die USA tun nichts dagegen, es geht also nicht um Terror und Tote, sonst müsste ja hier was getan werden.

          • Silvia Brückner sagt:

            Und was, P. Hagenkord, hat das jetzt mit meinem Hinweis zu tun, dass eben nicht NUR Muslime von dem vorrüberhehenden Einreiseverbot betroffen sind?

            Und was all die erwähnten bisherigen Toten angeht, die gehen nun wirklich nicht auf Trumps Konto, der ist nämlich erst seit knapp zwei Wochen US – Präsident und in dieser Zeit gab es noch keine Toten, die auf das Konto der USA gehen.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Es war eine Antwort auf das Wort „Terror“.
            Und im Wahlkampf hat er sich sehr eindeutig zu Waffenbesitz in den USA geäußert, da müssen wir nicht erst warten, was er da als Präsident tut.

          • F. H. sagt:

            Jährlich getötete Amerikaner – durchschnittliche Zahlen pro Jahr, gerechnet über 10 Jahre – durch

            – Islamic jihadist immigrants: 2
            – Far right wing terrorists: 5
            – All islamic jihadist terrorists (incl. US-citizens): 9
            – Armed toddlers (bewaffnete Kleinkinder): 21
            – Lightning (Blitzschlag): 31
            – Lawnmowers (Rasenmäher): 69
            – Being hit by a bus: 264
            – Falling out of bed: 737
            – Being shot by an other American: 11.737

            Das sind offizielle Zahlen, regierungsamtliche sozusagen!
            Eigentlich völlig unvorstellbar – auf Deutschland umgerechnet wären das 2.980 Tötungsdelikte pro Jahr oder 8 pro Tag.
            Diese Zahl läge dann ca. 10% unter der Zahl der Verkehrstoten in Deutschland pro Jahr. Nur, um einmal die Relationen zurechtzurücken…

        • Über 90% der Menschen in diesen Länder sind Muslime. Keiner von diesen Menschen waren am Terror des 9/11 beteiligt oder anderen Terroranschlägen in der USA beteiligt. Ansonsten hat Pater Hagenkord noch eine Antwort gegeben

  6. Konstantin sagt:

    „Vom Saulus zum Paulus – und Rolle rückwärts“
    Eine feste Institution in Amerika: „The Nationale Prayer Breakfast“. Dieses Jahr live mitzuerleben bei „phonix TV“. Was so klang wie eine „Versöhnung“ des Präsidenten Trump in Washington, war wohl eher eine religiöse/ biblische Rechtfertigung seines Handelns, die so nur in Amerika möglich ist. Eine zynische Rede, wie ich meine, auch die Meinung von Prof. Tilman Mayer in der Sendung. Sie bestätigen auch meine Einschätzung von Trump.

    • @ Konstantin danke für Ihren poste!!

      ich hab’s auch gesehen-soviel Zynismus aber auch Heuchelei.. -so meine persönliche Wahrnehmung-

      und immer dieses ganz offene oder auch subtile Islam Bashing. obwohl gerade die Muslime von den Terroristen – und selbige sind KEINE gläubigen Muslime..

      leider werden solche Fakten auch immer wieder von manchen Mitbloggern verbreitet…

      als Franziskus von Lesbos mit einige Flüchtlingsfamilien nach Rom kam , konnte man den Vorwurf lesen er hätte „nur“ muslimische Familien bedacht ..

      Franziskus hatte den barmherzigen Samariter vor Augen -und wie hätte er da der Selektion nachgehen können..

  7. Roswitha Steffens sagt:

    Ich glaube diesmal kommt es wirklich darauf an, ob sich alle Länder einig darüber sind, dass unsere Weltordnung einem Muster folgt, das durch Armut, Krankheit und Leid mit einem Wesen bezahlt, das zwar gemeinsame Werte teilt, sie in Gesetze schreibt, dennoch nicht in der Lage ist sie friedlich und frei miteinander zu leben.

    Sei es wie es wolle, Donald Trump ist ein Systemsieger der bisherigen Weltordnung und da stellt sich mir als große Frage: „Kann eine Person wie Donald Trump im Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten wirklich die Menschlichkeit vertreten, die Liebe und Barmherzigkeit als ihre elementaren Eigenschaften selbst erkannt hat, um sie so einzubringen, dass dadurch alle Zeiten erfasst werden?“ Mir scheint, eher nicht, also sollte man sich um die Angelegenheiten kümmern, die stabilisieren können, was man bisher im Sinne der Menschheit erreichen konnte.

    Ein Donald Trump sollte auf der Agenda derer stehen, die ihn über den Dialog zur Vernunft bringen können/wollen, um die Werte der Demokratie so zu fördern, dass sie auch die USA wieder voll erfassen, um das durch den Kapitalismus erst so richtig in Schwung gekommene, unbarmherzige Spiel mit dem Geld auf Kosten von Menschen endgültig zu beenden.

    Die menschliche Würde sehe ich in Donald Trump als eine Herausforderung für all das, was seinen demokratischen Weg in ein Bewusstsein finden muss, das auch ihn als Mitmensch, also dem kleinsten Teil der Menschheit im Leben mit verankert.

    Persönliche Verantwortung trägt jeder Mensch durch ein Wesen, dessen sich keine Person entziehen kann, wenn sie sich selbst als Mensch bezeichnet. Es liegt in der Natur der Sache als Mensch in diesem Leben zu stehen und die Welt der Dinge mit eigenen Augen zu sehen. Ich bin überzeugt davon, es gibt nur einen Willen und der trägt unser gemeinsames Leben und sicher nicht Herrn Trumps Vorstellungen davon, denn das wäre dann nicht sehr demokratisch.

  8. Elisabeth sagt:

    Es ist völlig richtig, ein Auge auf die neue US-amerikanische Regierung zu haben und Missstände klar zu benennen.
    So zu tun, als ob eine zynische, menschenverachtende und realitätsverengende Politik die Erfindung Trumps sei, halte ich aber für weder hilfreich noch für wahr.
    Bevor wir mit dem Finger wahlweise auf Russland oder Amerika zeigen, sollten wir auch einmal vor der eigenen Haustür kehren.
    Vieles läuft hier netter im Ton, höflicher, diplomatischer verpackt und netter anzusehen – hinter den Kulissen haben aber auch hier Gerechtigkeit und Menschenwürde einen schweren Stand…
    https://www.heise.de/tp/features/Trumps-Muslim-Ban-und-Europas-Scheinheiligkeit-3611437.html
    https://www.heise.de/tp/features/Elegant-oder-Trump-3614541.html
    http://mobil.n-tv.de/politik/Gorbatschow-Welt-bereitet-sich-auf-Krieg-vor-article19664977.html

    • Konstantin sagt:

      „Vor der eigenen Haustür kehren reicht nicht!“ ich nehme einmal an, dass nicht jede die Ansprache des Präsidenten Trumps am „The Nationale Prayer Breakfast“ mitverfolgen konnte. das ist nicht irgendeine Veranstaltung in Amerika. Es reicht auch nicht Nico Beckert und Ramona Lenz zu „verlinken“. Obwohl Ramona L. noch eher als Religionswissenschaftlerin im stande wäre auf dieses komplexe Thema einen Kommentar abzugeben. In dieser Rede von Trump ging es in erster Linie um die legitimation und rechtfertigung der Politik, die sich auf die Bibel und das Wort Gottes beruft – Amerika! Gibt es noch ein zweites Land auf dieser Welt, dass dies tut? Ja, gibt es, und ich kenne nur noch dieses eine Land! Als Deutscher muss man jetzt vorsichtig argumentieren, denn wir als deutsche tragen eine schwere Vergangenheit. Dieser müssen wir uns immer bewusst sein. Denn nur der, der seine Vergangen kennt, hat auch eine Zunkunft. Stichwort: Siedlungspolitik Israles, möge reichen. In erster linie dieser Rede am Natinale Prayer Breakfast“ von Trump ging es nicht um die „Erfindung einer Politik die zynisch, menschenverachtend“ ist, und das er der Erfinder sei. Hier wäre ein Kommentar von Ramana Lenz angebracht gewesen als Religionswissenschaftlerin, und nicht irgend eine „verlinkung“ eines aktuellen Artikels von ihr. Und ausgerechnet heute macht Trump und seine „jetzige“ Regierung gerade in dieser Siedlungspolitik eine Kehrtwende. Es ist leicht von „nett, höflich und diplomatisch“ zur reden oder zu schreiben. Es ist unser aller Pflicht auf Missstände hinzuweisen und dagegen anzugehen, auch oder gerade als Christ! Alleine „vor der eigenen Haustür zu kehren“ ist mir zu wenig. Und damit ist diese Diskussion hier für mich beendet. mein Dank geht noch an Herrn Hopfener.
      MfG

      • Elisabeth sagt:

        Ich weiß gar nicht, warum Sie mich so angehen – und ‚Diskussion beendet‘ ist auch etwas übergriffig und schulmeisterlich gegen eine andere Meinung, finde ich.
        Ich lasse mir doch nicht von Ihnen den Mund verbieten!
        Zumal ich überhaupt nicht Trump verteidigt habe, sondern lediglich drauf hingewiesen, dass hier und direkt vor unserer Nase, Menschenverachtung, Unwahrheit und auch Rassismus durchaus in bedrohlichem Ausmaß vorhanden sind.

        Übrigens zum Teil auch lautstark und äußerst grenzwertig durch Politiker artikuliert, die sich auf Gott berufen und Parteien mit C im Namen angehören.
        Die Konfrontation einiger der Herrschaften mit Kirchenvertretern ist noch nicht lange her und die Reaktionen auf Politikerseite waren mitunter regelrecht frech.
        Es ist überhaupt nicht einzusehen, sich durch das mediale Dauerfeuer auf Trump davon ablenken zu lassen, was Politik, die WIR hier gewählt haben, so alles zu verantworten hat.

  9. Konstantin sagt:

    Ich habe meine Prinzipien, und wenn die nicht greifen, habe ich auch noch andere. Deshalb, noch einmal einen Kommentar. Ich schrieb:“ diese Diskussion hier ist für m i c h beendet.“ Diese Aussage hat wenig mit ihnen zu tun. Allerding scheint diese Aussage sie mehr echaffiert zu haben als meine „Grundintension“, auf die sie antworten mit, für mich sehr sehr fragwürdigen Argumenten. Der Vergleich mit den Parteien mit „C“ ist untauglich, wenn man sich mit meinem Kommentar auseinandersetzt. Noch einmal – Amerika „bedient sich“ ( schon immer) und beruft sich
    u n m i t t e l b ar auf Gott und die Bibel und die daraus Politik, jetzt unter Trumps ganz besonders. Israel ist das einzige Land, dass dies auch tut, z.B. Siedlungspolitik. Das Israel rechtswidrig Land besetzt, und Siedlungen baut, dass ihnen nicht gehört! Sie berufen sich auf die Bibel und Gott, der ihnen dieses Land verheissen hat, aber Palästina gehört.
    Und sie argumentieren mit Parteien, die das „C“ in ihrem Namen tragen. Das ist grotesk. Amerika, wie Israel das „auserwählte Volk Gottes“? Was die Deutsche Regierung und EU nach Malta (03.02.) beschlossen hat, ist wohl kaum zu vergleichen. Es ist aber die Pflicht der Europäischen Regierungen, diplomatisch und für mich konkrete, auch konkret politische Wege aus dieser menschlich – tragischen Situation zu finden. Das Menschenrechtsorganisationen damit nicht „glücklich sind“, zeigen zu recht die Reaktionen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*