Unterwegs: Von Zittau bis Etzelsbach

Ich war mal wieder unterwegs, wie im vergangenen Jahr habe ich den Alltag der Kirche besucht. Geschichten, die es normalerweise nicht in die Sendungen von Radio Vatikan – oder anderen Sendern oder Medien – schaffen. Und das habe ich zu einer Sommerserie geschnitten, wie im vergangenen Jahr auch schon.

Es ist ein Gang durch die Kirche geworden, ohne Anspruch darauf, repräsentativ oder vollständig zu sein. Aber wer Menschen mag und neugierig ist, für den ist so eine Reise ein anstrengendes aber trotzdem wunderbares Stück Leben der Kirche.

Dieses Mal ging es von Zittau bis nach Etzelsbach, einmal quer durch die Diasporakirche. Die Folgen dieser Serie haben wir bei Radio Vatikan gesendet, ich stelle sie etwas ausführlicher aber auch noch einmal hier ein. Hier: Das ist die neue Rubrik “Unterwegs”.

Nach meiner Netzabwesenheit gibt es dann auch hier wieder Neues zu lesen.

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37 Kommentare zu Unterwegs: Von Zittau bis Etzelsbach

  1. veruschka sagt:

    Zur Folge 16:
    Es gibt auch eine eigene Homepage zum Luthergarten und da wird ein Zitat angefügt, das Luther zugeschrieben wird:
    “Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.”
    Wieso es gerade ein Apfelbaum sein muss, erschließt sich mir nicht ganz, aber das Zitat ist doch recht grün! (übrigens heute sind Wahlen in Bayern)
    Ein bisschen Wasserflächen hätten dem Park aber auch ganz gut getan:
    Das muss ich jetzt einfach noch anbringen: Also ich hab’ vor mehreren Jahren eine Tour durch Mecklenburg-Vorpommern gemacht und mir da alle Hansestädte angeschaut… und da war ich eben auch in Rostock und dort besuchte ich die Marienkirche. Nun hing da so ein Porträt Luthers (in der Nähe dieser wahnsinnig wuchtigen Orgel) und darauf war ein Schwan zu sehen. Ich fragte meinen Professor, als ich wieder zu Hause war, was das denn zu bedeuten hätte und er wusste es nicht. Aber es gibt mehrere hundert Bilder Luthers mit dem Schwan. Und jetzt grade habe ich’s gegoogelt und siehe da, etwas gefunden (Googel und Wikipedia werden eben auch immer besser… bald braucht man keine Dozenten mehr 🙂 ):
    “Johannes Hus hat von mir geweissagt, als er aus dem Gefängnis im Böhmerland schrieb, sie werden jetzt eine Gans braten (denn Hus heißt Gans). Aber in hundert Jahren werden sie einen Schwan singen hören, den sollen sie leiden.” (Zitat Luther)
    Also ein paar Schwäne im Park wären auch noch ganz nett.
    Auf der Homepage gibt es im Übrigen auch einen kleinen Film und da meint der Architekt des Projektes: “Ein Park entsteht in dem man unter Bäumen über die Reformation und viele andere Dinge nachdenken kann.” Auch schön!
    Viele Grüße

    • KRP sagt:

      Das Zitat war ein Sinnbild für Luther er erfreute sich an der Natur und liebte diese. Es war ein Sinnbild für die Auferstehung und die Gnade im irdischen Leben. Der Satz selber lässt sich ihm nicht exakt zuweisen, belegen. Das wurde ihm nach dem 2. Weltkrieg in den Mund gelegt und ist eine Legende.

      • veruschka sagt:

        Liebe(r) KRP,
        was meinen Sie denn genau mit der “Auferstehung im irdischen Leben”? Hat das etwas mit der Taufe bzw. der Eucharistie zu tun? Wahrscheinlich, oder?
        Viele freundliche Grüße

        • KRP sagt:

          Das hat etwas mit Zuversicht und Glauben zu tun. Wer glaubt braucht sich nicht zu fürchten was auch immer kommen mag.

        • Silvia Brückner sagt:

          Liebe Veruschka, ich verstehe unter “Auferstehung im Leben”, dass es immer die Hoffnung auf einen Neuanfang gibt, egal, wie verfahren die Situation auch scheinen mag.
          Und auch ein “Wiederaufstehen”, wenn man z.B. “in Sünde gefallen” ist. Ich setze diese Begriffe bewusst in Anführungszeichen, weil sie wohl eher eine Art kirchendeutsch sind und damit vielen Menschen nicht mehr geläufig.

        • KRP sagt:

          Noch was ist mir aufgefallen, Ich weiss ja nicht was Sie gelesen haben aber “Auferstehung im irdischen Leben” hab ich nicht geschrieben. Ich hab geschrieben Sinnbild für Auferstehung u n d Gnade….

    • Silvia Brückner sagt:

      Liebe Veruschka, was das Apfelbäumchen angeht denke ich, das ist symbolisch gemeint.
      Man könnte vielleicht – übertragen auf heute – sagen “Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich doch heute noch mein Auto in die Werkstatt bringen, einen Großeinkauf machen, Marmelade einkochen usw.”

      Ich denke Luther meint damit, dass man sich nicht so viele Sorgen um das, was kommen könnte, machen soll sondern dass man mit Gottvertrauen im Heute leben und einfach das tun soll, was heute “dran” ist, auch die ganz alltäglichen Dinge.

      Zur Zeit haben “Endzeitprophezeiungen” und sonstige düstere vorhersagen wieder mal Hochkonjunktur und Papst Franziskus warnte extra dieser Tage vor “Privatoffenbarungen”.

      Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Hysterie die voriges jahr herrschte, weil wegen des Mayakalenders angeblich am 21.12. 2012 die Welt untergehen sollte.

      “Auch wenn ich höre, dass am 21.12. die Welt untergehen wird, erledige ich trotzdem meine Weihnachtsvorbereitungen so wie jedes Jahr”, eine solche Haltung entspräche dann dem, was Luther wahrscheinlich sagen wollte.

      • veruschka sagt:

        Liebe Frau Brückner,
        diese Deutung gefällt mir sehr gut. Dankeschön dafür!
        Ich muss feststellen, dass ich dieses Zitat (ob nun von Luther oder nicht) nicht recht verstanden habe… aber nun hab’ ich’s begriffen!
        Ich fand halt den Apfel darin insofern seltsam, weil etwa der Apfel auf Lateinsch ja “malum” genannt wird und das bedeutet das Böse bzw. das Laster, das Unheil, das Übel. Natürlich habe ich dann noch an Adam und Eva gedacht usw. Also ich habe etwas verkompliziert, wo’s doch so wunderbar einfach und positiv gemeint ist. So im Sinne von: “One apple a day keeps the doctor away.”
        Viele liebe Grüße!

  2. veruschka sagt:

    Bezüglich Luther hätte ich noch eine Frage. Ich verstehe diesen sehr wichtigen Begriff “Rechtfertigungslehre” nicht so richtig; beziehungsweise würde ich gerne erfahren, was die katholische Rechtfertigungslehre von der evangelischen denn genau unterscheidet. Und spricht man überhaupt von einer “katholischen Rechtfertigungslehre”? Vielleicht kann mir jemand helfen?
    Hierzu die Seite: http://www.heiligenlexikon.de/Glossar/Rechtfertigungslehre.html , die ich konsultiert habe.
    Da steht nun unter anderem:
    “Die ,Rechtfertigungslehre’ bezeichnet die wohl wichtigste, grundlegende Erkenntnis der Reformation: die Rechtfertigung des Sünders vor Gott nicht aufgrund von irgendeinem rechten Tun des Menschen, sondern allein aus dem Glauben … Die Kernfrage nach der Rechtfertigung ist: Was ist entscheidend dafür, dass das durch die Sünde gestörte Verhältnis zwischen Gott und Mensch in Ordnung kommt? Geschieht das allein aus der von Gott geschenkten Gnade oder aufgrund der guten Werke des Menschen? Die Rechtfertigungslehre antwortet darauf, dass der Mensch sich vor Gott nichts verdienen kann durch eigene Leistungen, gute Werke, Verdienste, Ablasszahlungen etc.; die zwischen Mensch und Gott durch die Sünde gestörte Beziehung wird allein von Gott her wieder hergestellt, weil er sich dem Menschen aus seinem freien Willen heraus in Gnade zuwendet. Gute Werke eines Menschen sind dann Frucht und Folge des Glaubens.”
    Dann verweist der Text noch auf Paulus, der sich auch schon diesbezüglich geäußert hätte: in Bezug auf die Pharisäer und deren übertriebene Einhaltung von Regeln im Bereich der Frömmigkeit.
    Im Konziel von Trient wäre die Rechtfertigungslehre Luthers dann scharf kritisiert worden und der “Gnadenlehre” von Augustinus gegenübergestellt worden. Dabei wäre die Einheit der Kirche zerbrochen.
    Zum Schluss geht der Text aber auch darauf ein, dass besonders heute die Rechtfertigungslehre größte Bedeutung haben würde: Heute scheine nur derjenige wertvoll zu sein, der etwas leiste. Aber die Würde eines Menschen müsse davon unabhängig sein.

    Das war jetzt leider sehr sehr lang… wahrscheinlich weil ich’s nicht recht verstanden habe… sonst hätte ich mich kürzer gefasst.
    Also nochmal meine eigentliche Frage: Wie ist das heute? Wie genau unterscheiden sich die katholische und evangelische Haltung diesbezüglich?
    Es muss auch noch – gegen Ende des 20. Jahrhunderts – eine “Gemeinsame Erklärung”, eine Art Dokument zur Ökumene, erstellt worden sein, das in Bezug auf die Rechtfertigungslehre im 20. Jahrhundert von einer Art Konsens sprechen würde.
    Also, ich versteh’ das Ganze nicht so ganz. Frau Brückner weiß vielleicht Rat…

    • KRP sagt:

      Die Rechtfertigunglehre bedeutet meines erachtens nur aus Gnade und nicht aus den Werken, allein durch den Glauben sind wir gerettet. Was aber nicht heisst das die Taten und Werke hinfällig sind. Am Ende entscheidet Gott allein, sonst niemand, er schaut auf unseren Glauben und nicht alleine auf die Werke die wir verrichtet und seien sie noch so großartig. So mancher Protestanten ist gar nicht so glücklich über dieses Dokument, sind oft der Meinung es würde den protestantischen Glauben verwässern. Das Dokument kann man übrigens auf der HP des Vatikans nachlesen und es gibt dieses Dokument seit 1999 und wurde in Augsburg in der evangl. St.Anna Kirche von Protestanten und Katholiken unterzeichnet. http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/chrstuni/documents/rc_pc_chrstuni_doc_31101999_cath-luth-joint-declaration_ge.html

      • KRP sagt:

        Es gibt gewisse Grundwahrheiten die in beiden Konfessionen gleich sind, die gegenseitig anerkannt wurden in diesem Schreiben.

      • veruschka sagt:

        Tut mir leid, ich habe Ihren Link jetzt erst wahrgenommen. Leider kann ich mir den heute nicht mehr durchlesen. Morgen wohl aber…
        Ich melde mich an dieser Stelle dann wieder.
        Bis dann

      • veruschka sagt:

        Liebe(r) KRP,
        für das falsche Zitieren entschuldige ich mich hiermit.
        Bezüglich des Dokumentes hätte ich nun zwei Anmerkungen zu machen:
        Den Begriff “Konkupiszenz” (=”die aus der Sünde kommende und zur Sünde drängende Neigung des Menschen) finde ich spannend. Sie führe, laut Text, zum “lebenslangen Kampf” des Menschen (das ist nachvollziehbar). Bezeichnet sich deswegen Papst Franziskus auch primär als “Sünder” – wegen dieser Konkupiszenz?
        Und dann noch etwas: Die Sache mit dem Begriffspaar “Gesetz und Evangelium”… Da würde ich noch gerne mehr dazu wissen.
        Ich kenne den Ausdruck (Sie werden es vermuten) von einem Bild: Lucas Cranach der Ältere bzw. dessen Werkstatt fertigte um ca. 1535 ein Gemälde mit jenem Titel an (heute befindet es sich im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg):
        Es zeigt zwei einander gegenüber gestellte und separate Darstellungen: Einmal den Menschen/Adam der von Tod und Teufel gepeinigt wird (ganz klein und im Hintergrund findet man noch den Sündefall vor sowie man im Vordergrund Moses mit den Gesetzestafeln entdecken kann). Auf der zweiten und rechten Darstellung wird die Kreuzigung Jesu abgebildet sowie darunter das offene Grab/also die Auferstehung. Die Aussageabsicht des Bildes ist also, dass Jesus den Menschen von der Erbsünde befreit hat.
        Was meint nun aber konkret der Begriff “Gesetz” hier? Sind es die zehn Gebote? Ist es das Alte Testament an sich? Sind es irgendwelche Offenbarungen? Oder was genau?
        Und was meint “Evangelium” hier? Einfach nur das Neue Testament oder etwas anderes? Und wieso wird dieses Begriffspaar mit der Lehre Luthers in Zusammenhang gebracht? Was könnte daran typisch protestantisch bzw. nicht katholisch sein?
        Viele Grüße

        • KRP sagt:

          Liebe Veruschka
          So genau erklären kann ich das auch nicht, da ich nur ein einfacher Laie bin und kein Theologiestudium habe und nur meine Erfahrung. Luther hat sich immer als Sünder gefühlt und war auf der Suche nach einem gnädigen Gott. Christus ist das Gesetz das der Sünde und dem Tod die Macht genommen und durch den Glauben an ihn sind wir gerettet. Durch sein Blut und seinen Tod und Auferstehung. Was bezeugt wird durch das Evangelium, damit meint Luther das man mehr nicht braucht als das Evangelium, die Bibel allein. Luthers Meinung war Gott ist zuerst mit uns aus reiner Gnade. Gott sagt zuerst ja zu uns und dann erst zeigt er seine Weisungen zum Leben. Wohlgemerkt Weisungen, Anweisungen die es gilt zu halten was aber jeder selber entscheiden muss, sollte oder darf. Die Freiheit des Menschen. Was daran nun typisch protestantisch oder katholische ist weiß ich eigentlich auch nicht und ehrlich gesagt frage ich mich das auch, vielleicht weiß das niemand so genau und deshalb kommt es zu keiner rechten Einigung weil jeder auf seiner Meinung beharrt. Zu dem Thema Gesetz und Evangelium gibt es einiges an Schriften, Vorträgen einfach mal eingeben bei Google. P. Hagenkord ist der Theologe, Pfarrer vielleicht kann der uns ja mehr darüber sagen, schreiben.

          • KRP sagt:

            Sicher ist es ein lebenslanger Weg jedes einzelnen Menschen, den jeder für sich selber, selbstbestimmt zu gehen hat. Gott suchen und finden ist und bleibt Aufgabe jedes einzelnen Menschen. Ist meine Meinung und muss auch niemand mit mir teilen.

          • veruschka sagt:

            Liebe(r) KRP,
            vielen Dank für Ihre sehr aussagekräftigen Ausführungen. Ich bin ja doch froh, dass Sie selbst offensichtlich diese Materie auch nicht völlig verstehen. Ich habe mich mit Ihrem Aufsatz nämlich so gar nicht leicht getan… also ich habe diesen eben nicht verstanden.
            Aber wieso muss das Alles so kompliziert sein? Ich kann doch nicht 100 Bücher zum Thema Rechtfertigungslehre und ähnlich komplexen Sachverhalten lesen, denn ich habe ja leider auch noch etwas anderes zu tun.
            Manchmal ist das mit dem “Katholischsein” doch recht frustrierend. Da kommt man doch im Grunde auf keinen grünen Zweig… und wenn, dann mit vielleicht 80 Jahren.
            Naja, das ist einfach nicht meine Woche und immer nur positiv eingestellt sein, das geht eben auch nicht!
            Trotzdem viele liebe Grüße!

          • KRP sagt:

            Ich denke mal das muss man auch nicht x-Bücher lesen, es kommt alles zu seiner Zeit, stückchenweise und wann es gebraucht wird. Auch die richtigen Ausführungen und Bücher. Meine Erfahrung. Vielleicht war es ja auch gerade das was Luther gemeint hat, das die Bibel, dass Evangelium allein genügt. Je mehr Meinungen desto verwirrter und komplexer alles. Vor lauter Bäumen sieht man dann den Wald nicht mehr. Gott allein genügt.

          • Silvia Brückner sagt:

            Liebe Veruschka, lassen Sie sich nicht entmutigen. Ich bin mir relativ sicher, dass außer den Theologen kaum jemand das gemeinsame Dokument über die Rechtfertigungslehre kennt.

            Es gibt einen speziellen Jugendkatechismus, den Youcat, der ist noch ziemlich neu und eben speziell für junge Leute geschrieben. Vielleicht wäre der für Sie ein verständlicher Einstieg ins Katholisch sein . Und über die Bibel findet sich jede Menge interessanter Literatur bei bibelwerk.de Es gibt dort für 9 Euro eine sprachlich “modernere” Bibelfassung “Gute Nachricht Bibel”, die habe ich mir zusätzlich zu meinen anderen Exemplaren bestellt und gestern erhalten, weil ich auch nach Wegen suche, eine verständlichere Sprache für Menschen zu finden, die sich mit der kirchlichen Sprache schwer tun.

          • veruschka sagt:

            Liebe(r) KPR, liebe Frau Brückner,
            vielen lieben Dank für Ihre Kommentare! Die Bibel ist wahrscheinlich wirklich die beste Quelle und einfachere Literatur – wie Sie, liebe und kluge Frau Brückner, Sie angeben, ist vielleicht wirklich das Geeignete für mich.
            Ich komm’ mir einfach nur so dumm vor. Aber die Bibel ist doch gut… sie wird ja auch – und sicherlich nicht umsonst – als das “Buch der Bücher” bezeichnet…
            Dann beschäftige ich mich damit und bin wieder etwas fröhlicher! Danke Ihnen beiden!

          • veruschka sagt:

            Ich bitte vielmals um Entschuldigung: KRP muss es heißen… Aber verraten Sie uns doch, was diese Abkürzung zu bedeuten hat… dann treten – zumindest von meiner Seite her – keine Fehler bei der Anrede mehr auf! Entschuldigung, Entschuldigung…

    • Silvia Brückner sagt:

      Hallo Veruschka, so ganz genau weiß ich es auch nicht, weil man nicht viel davon gehört hat, als die evangelische und katholische Kirche ein gemeinsames Dokument über die Rechtfertigungslehre unterzeichnet haben. Ich glaube, es war 1999.

      Ich glaube, hier wäre eher P. Hagenkord gefragt.

    • AM sagt:

      Liebe Veruschka, Ihre Posts und Fragen sind sehr erfrischend.  Das Schweigen bedeutet nur, dass wir keine Antworten wissen. Sie zwingen uns aber zum Nachdenken und sensibilisieren unsere Empfindungen.  Wir haben so gute Nachrichten aus Rom, dass es heute nur Freude uns bewältigen soll. Denn unser Papst will uns in der Tat zu Gott führen und es sieht so aus, als ob Er den Weg kennt 🙂  Nicht verurteilen, nicht richten – sondern nur “begleiten in mütterlicher Liebe ” – dies ist der Zukunftsweg für unsere Kirche!

      • veruschka sagt:

        Liebe(r) AM,
        ja, der Papst ist einfach nur super! Ich meine, ich mag’ Papst Benedikt echt sehr sehr sehr gerne (ich mein’, er kommt ja auch schließlich aus meiner Gegend und hat dieses leicht Österreichische im Akzent… was mir doch recht vertraut ist und – darf ich das hier überhaupt schreiben – so knuffige Augen und vieles mehr wäre noch über ihn zu sagen, viel Wichtigeres/nicht so Oberflächliches) aber es ist doch so, dass Papst Franziskus wohl mehr bewirken kann.
        Ich habe mir jetzt dieses große Interview von ihm durchgelesen. Vielleicht könnten wir an dieser Stelle ja hierüber schreiben. Was meinen Sie?
        Liebe Grüße

        • AM sagt:

          P. Hagenkord ist immer noch “unterwegs”, aber wenn Er wieder “zu Hause” ist, wird bestimmt ein Beitrag über das Interview dazu kommen.

          • Pater Hagenkord sagt:

            Erst einmal nicht, später dann vielleicht. Es ist einfach so viel da, und dies ist ja ein Blog. Mal sehen, was ich machen kann. In der ZEIT am kommenden Donnerstag steht schon mal was von mir dazu.

          • veruschka sagt:

            Ok, dann tauschen wir uns zu gegebenem Zeitpunkt aus!
            Bis dann

          • veruschka sagt:

            Ach so, bei mir ist die Info vom Pater erst jetzt erschienen… Dann, liebe(r) AM ignorieren Sie einfach meine letzte Äußerung und lassen Sie uns den Artikel am Donnerstag lesen! Guten Abend!

  3. Gabi sagt:

    Lieber Pater Hagencord, mit Freude und Interesse verfolge ich seit Wochen Ihren Reisebericht mit Ihren Erlebnissen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, alle Orte, Geschichten und Einrichtungen sind mir mehr oder weniger vertraut. Viele Jahre meines Lebens habe ich hier verbracht, aber unter anderen politischen Umständen. Da wurden z.B. Mönchskutten von Franziskanern in Zivil aus Bautzen über die nahe grüne Grenze in die damalige CSSR “geschmuggelt”, und bei der Befragung an der Grenze das braune Kleidungsstück als Arbeitskittel bezeichnet – und der Grenzer glaubte das.
    Jetzt ist alles ist so friedlich und beschaulich geworden nach der “Wende”, und das Zusammenleben und die Zusammenarbeit von evangelischen und katholischen Christen hat in der Diaspora im Osten Deutschlands verständlicherweise eine eigene geschichtliche Kraft, weil man einen gemeinsamen Feind, den Atheismus, hatte, und dieser noch gegenwärtig ist. Der schreckte damals vor nichts, auch vor Mord, nicht zurück. Diese Zeit wünscht sich niemand wieder. Aber irgendwie schmeckt mir auch dieser beschauliche Zustand nicht so richtig, den ich in Ihren Berichten lese. Vielleicht habe ich mich nur noch immer nicht daran gewöhnt…
    Für die nächste Reise ein kleiner Tip, falls Ökumene im Osten Deutschlands nochmal ein Thema ist: in Werningshausen, ca. 25 km nördlich von Erfurt, gibt es seit 40 Jahren das “Priorat St. Wigberti”, also seit 1973, eines von drei ökumenischen Klöstern in Europa, in der katholische, evangelische und orthodoxe Brüder zusammen leben (www.wigberti.de).
    Wird es ein persönliches Resumee zu Ihrer Reise von Ihnen geben? Ich bin gespannt.

  4. KRP sagt:

    Das mit der Übersetzung in eine heute verständliche Sprache gefällt mir, erfordert bestimmt sehr viel an Wissen und Einfühlungsvermögen. Ist aber ausserordentlich wichtig wo so vieles in den ganzen Schriften nicht (mehr) verstanden wird. Eine große Herausforderung und eine Art der Neuevangelisierung.

  5. Danke für das Einrichten der Kategorie. Ich finde solche Erlebnisse immer spannend. Werde fleißig mitlesen. Versprochen! 🙂

  6. veruschka sagt:

    Zur 21. Folge:
    Ich war leider noch nie in Naumburg, aber eigentlich müsste weniger der Kirchenraum bzw. die Architektur als vielmehr die Plastik hier hervorgehoben werden. Ich hoffe doch sehr, dass sich der Pater die Stifterfiguren (v.a. die schöne Uta samt Ekkehard) aus dem 13. Jh. angeschaut (nicht nur angesehen) hat? Befinden sich die Werke im Westchor? Ich weiß nicht genau – war eben nie vor Ort. Jedenfalls wurde bei diesen Stifterfiguren jedes Gesicht bzw. auch die Gewänder/die Gewandfaltung besonders individuell und sehr lebendig gestaltet und auch die (Farb-)Fassung ist noch zu sehen. So eine Qualität findet man bei mittelalterlicher Skulptur nur ganz selten vor. Man muss ja doch auch bedenken, dass es sich hierbei um bearbeiteten Stein handelt und dem Leben einzuhauchen… das ist ganz ganz schwer!!! Der “Naumburger Meister” ist ein ganz Großer: Papst Franziskus würde besonders eine Arbeit dieses Meisters gefallen: Die “Adelheid von Burgund”. Die befindet sich aber am Meißner Dom. Diese Dame besitzt ein Lachen das selten ansteckend ist. Sie ist der pure Wahnsinn! 🙂
    Gibt es in Naumburg auch einen Dombaumeister, der hätte das sicherlich sehr schön und viel viel besser als ich erklären können.
    Viele Grüße und nicht böse sein… ich wollte einfach nur ein bisschen fachsimpeln… sonst bin ich ja immer nur die Unwissende hier!
    Aber, sehr geehrter Pater Hagenkord, regietechnisch ist diese Folge ein echter Knaller! Wenn ich’s hier analysieren darf (schmunzel)… wieder jesuitisch-dreigeteilt: 1. Schritte im Dom (Spannung wird erzeugt), 2. einführende Worte Ihrerseits zum Naumburger Dom (schön recherchiert), 3. allgemeine Überlegungen von Papst Benedikt zur romanischen/gotischen Architektur bzw. deren Wirkung (wie wählt der Papst eine sehr schöne Sprache… aber auch hier gilt der Satz, selbst in Bezug auf einen Papst wie Benedikt: “Schuster bleib bei deinen Leisten!”)

    • veruschka sagt:

      Verzeihung: Sie lacht nicht, sie lächelt… Das hat man davon, wenn man so “gscheid” sein will (für solche Wichtigtuer gibt es im schönen Bayernland sogar ein Wörtlein: “Gscheidhaferl”). Mmhhh.

      • veruschka sagt:

        Sehr geehrter Pater Hagenkord,
        wenn das jetzt alles zu frech war, dann haben Sie bitte keine Scheu, meine Kommentare nicht freizuschalten… alles muss man sich ja auch nicht bieten lassen. Tut mit echt leid, aber irgendwie hab’ ich kein Taktgefühl! Also schalten Sie mein blödes Geschwätz einfach nicht frei!!!
        Viele gute Wünsche!!! Und hoffentlich sind Sie jetzt endlich wieder für uns da und schreiben wieder ein paar schöne Beiträge, die man mehr oder weniger sinnvoll kommentieren kann!
        Hoffentlich hatten Sie einen schönen Urlaub!!! Alles Gute!

  7. veruschka sagt:

    Zur Folge 20: Kleine Schwestern
    Ich wusste gar nicht, dass es auch “Kloster-“Schwestern gibt, die in einer Art WG zusammenleben und einer “normalen” Arbeitstätigkeit nachgehen. Die Schwester, die als erste gesprochen hat, hat sehr viel Tiefsinniges erzählt. Sehr sympathische Lady!
    Ich finde Klosterschwestern – kann man die Damen hier überhaupt so nennen? – überhaupt sehr sympathisch!
    An der Uni, an der ich meinen Magister gemacht habe, hatten wir auch eine Studentin die Klosterschwester war- also sie trug ein Ordengewand – und saß in den Vorlesungen. Jedesmal wenn sie in den Hörsaal kam, habe ich sie angeschaut und – ich glaube auch, im tiefsten Inneren – sehr bewundert. Es handelte sich dabei um eine osteuropäische Ordenfrau von etwa 21 Jahren die sehr viel Ruhe und Tiefgang ausgestrahlt hat und hier in Deutschland eben studierte. Ich fand sie sehr majestätisch in Ihrem Auftreten.
    Das Ordensleben kann den Menschen, der dafür geschaffen ist, wohl sehr viel geben. Vielleicht ist diese Lebensweise diejenige, die einen Menschen zur höchsten Daseinsform überhaupt führen kann.
    Als ich vier-sechs Jahre alt war, hatte ich etwa zwei Wunschberufe: Klosterschwester oder Krankenschwester. Vieles hat sich seitdem doch geändert… dafür wäre ich definitiv nicht geeigenet. Aber ich finde doch, dass solche Frauen sehr zu bewundern bzw. zu hoch einzuschätzen sind!
    Viele Grüße an die Kleinen Schwestern (süßer Name!) und alles Gute!

  8. veruschka sagt:

    Zu den letzten beiden Folgen:
    “Wallfahrt” leitet sich also vom Verb “wallen” ab. Das ist mir noch nie so aufgefallen. Das finde ich doch recht aussagekräftig, wenn auch etwas verwirrend. In einem Kochtopf kann es wallen… also kommt wallen wiederum von Welle. Aber wieso wallt eine Pilgerschar? Pilgern bzw. wallfahren trägt doch eher zur inneren Ruhe/zur Besinnung bei, oder nicht?
    Andererseits kann man da vielleicht wieder an den Satz von Augustinus denken: “Unruhig ist mein Herz, bis es ruht in dir.” Zudem bewegt man sich beim Wallfahren (also man bewegt sich um kurioserweise innere Ruhe zu finden).

    Der Mensch ist schon ein sehr seltsames Tierchen 🙂

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