Die Kirche, die sich um sich selber dreht: Theologischer Narzissmus

Generalkongregation vor dem Konklave

Generalkongregation vor dem Konklave

Der Erzbischof von Havanna, Kardinal Jaime Ortega, veröffentlichte in seiner Diözesanzeitschrift ‚Palabra Nueva’ mit der Genehmigung des Papstes die Ansprache, die dieser vor dem Konklave in der Generalkongregation gehalten hatte.

Viele Kardinäle hatten davon gesprochen, dass diese sie sehr beeindruckt habe, nun liegt der Text auch veröffentlicht vor. Die Worte des damaligen Kardinals Jorge Mario Bergoglio:

 

Ich habe Bezug genommen auf die Evangelisierung. Sie ist der Daseinsgrund der Kirche. Es ist die „süße, tröstende Freude, das Evangelium zu verkünden“ (Paul VI.). Es ist Jesus Christus selbst, der uns von innen her dazu antreibt.

1. Evangelisierung setzt apostolischen Eifer voraus. Sie setzt in der Kirche kühne Redefreiheit voraus, damit sie aus sich selbst herausgeht. Sie ist aufgerufen, aus sich selbst herauszugehen und an die Ränder zu gehen. Nicht nur an die geografischen Ränder, sondern an die Grenzen der menschlichen Existenz: die des Mysteriums der Sünde, die des Schmerzes, die der Ungerechtigkeit, die der Ignoranz, die der fehlenden religiösen Praxis, die des Denkens, die jeglichen Elends.

2. Wenn die Kirche nicht aus sich selbst herausgeht, um das Evangelium zu verkünden, kreist sie um sich selbst. Dann wird sie krank (vgl. die gekrümmte Frau im Evangelium). Die Übel, die sich im Laufe der Zeit in den kirchlichen Institutionen entwickeln, haben ihre Wurzel in dieser Selbstbezogenheit. Es ist ein Geist des theologischen Narzissmus.

In der Offenbarung sagt Jesus, dass er an der Tür steht und anklopft. In dem Bibeltext geht es offensichtlich darum, dass er von außen klopft, um hereinzukommen. Aber ich denke an die Male, wenn Jesus von innen klopft, damit wir ihn herauskommen lassen. Die egozentrische Kirche beansprucht Jesus für sich drinnen und lässt ihn nicht nach außen treten.

3. Die um sich selbst kreisende Kirche glaubt – ohne dass es ihr bewusst wäre – dass sie eigenes Licht hat. Sie hört auf, das „Geheimnis des Lichts“ zu sein, und dann gibt sie jenem schrecklichen Übel der „geistlichen Mondänität“ Raum (nach Worten de Lubacs das schlimmste Übel, was der Kirche passieren kann). Diese (Kirche) lebt, damit die einen die anderen beweihräuchern.

4. Was den nächsten Papst angeht: (Es soll ein Mann sein) der aus der Betrachtung Jesu Christi und aus der Anbetung Jesu Christi der Kirche hilft, an die existenziellen Enden der Erde zu gehen, der ihr hilft, die fruchtbare Mutter zu sein, die aus der „süßen und tröstenden Freude der Verkündigung“ lebt.

Vereinfacht gesagt: Es gibt zwei Kirchenbilder: die verkündende Kirche, die aus sich selbst hinausgeht, die das „Wort Gottes ehrfürchtig vernimmt und getreu verkündet“; und die mondäne Kirche, die in sich, von sich und für sich lebt.

Dies muss ein Licht auf die möglichen Veränderungen und Reformen werfen, die  notwendig sind für die Rettung der Seelen.

Die Übersetzung stammt von der KNA. Das Original:

 

La dulce y confortadora alegría de evangelizar

Se hizo referencia a la evangelización. Es la razón de ser de la Iglesia. – “La dulce y confortadora alegría de evangelizar” (Pablo VI). – Es el mismo Jesucristo quien, desde dentro, nos impulsa.

1.- Evangelizar supone celo apostólico. Evangelizar supone en la Iglesia la parresía de salir de sí misma. La Iglesia está llamada a salir de sí misma e ir hacia las periferias, no solo las geográficas, sino también las periferias existenciales: las del misterio del pecado, las del dolor, las de la injusticia, las de la ignorancia y prescindencia religiosa, las del pensamiento, las de toda miseria.

2.- Cuando la Iglesia no sale de sí misma para evangelizar deviene autorreferencial y entonces se enferma (cfr. La mujer encorvada sobre sí misma del Evangelio). Los males que, a lo largo del tiempo, se dan en las instituciones eclesiales tienen raíz de autorreferencialidad, una suerte de narcisismo teológico. En el Apocalipsis Jesús dice que está a la puerta y llama. Evidentemente el texto se refiere a que golpea desde fuera la puerta para entrar… Pero pienso en las veces en que Jesús golpea desde dentro para que le dejemos salir. La Iglesia autorreferencial pretende a Jesucristo dentro de sí y no lo deja salir.

3.- La Iglesia, cuando es autorreferencial, sin darse cuenta, cree que tiene luz propia; deja de ser el mysterium lunae y da lugar a ese mal tan grave que es la mundanidad espiritual (Según De Lubac, el peor mal que puede sobrevenir a la Iglesia). Ese vivir para darse gloria los unos a otros. Simplificando; hay dos imágenes de Iglesia: la Iglesia evangelizadora que sale de sí; la Dei Verbum religiose audiens et fidenter proclamans, o la Iglesia mundana que vive en sí, de sí, para sí. Esto debe dar luz a los posibles cambios y reformas que haya que hacer para la salvación de las almas.

4.- Pensando en el próximo Papa: un hombre que, desde la contemplación de Jesucristo y desde la adoración a Jesucristo ayude a la Iglesia a salir de sí hacia las periferias existenciales, que la ayude a ser la madre fecunda que vive de “la dulce y confortadora alegría de la evangelizar”.

 

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56 Kommentare zu Die Kirche, die sich um sich selber dreht: Theologischer Narzissmus

  1. Teresa_von_A. sagt:

    Mit Hilfe von Sitzungen wird man das Evangelium nicht verkünden können..Bibel teilen fällt mir da ein.

  2. Dr. Arnd sagt:

    Je mehr man erfährt, umso mehr staunt man über den Mut der Kardinäle. Es muss tatsächlich der Heilige Geist im Konklave geweht haben. Mann kann nur für den Heiligen Vater beten, dass er die Kraft erhält, diesen Anspruch auch umsetzen zu können.

  3. Capricornus sagt:

    Die Evangelisierung muss an der kirchlichen Basis bei den gläubigen Christen beginnen. Das Kirchenamt soll die Richtung und den thematischen Umfang mit den Seelsorgern und den kirchlichen Gremien vor Ort an der Basis abstimmen. Dazu braucht es aber dringend wieder das aktive und gewollte Gewinnen von Priesternachwuchs durch das kirchliche Amt, was Engagement aller Verantwortlichen voraussetzt. Von nichts kommt nichts. Unser Mittelpunkt muss wieder die Deutsche Kath. Kirche werden, nicht die Weltkirche. Einnahmen und Überschüsse sollten für die Neuevangelisierung erst hier in Deutschland eingesetzt werden. Stoppt endlich auch die Finanzierung des Vatikans und der Kurie mit unseren Geldern.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Brich dir nicht das Horn ab, Caprice..soll, soll und muss..man muss sterben, sonst nichts.Wer gläubig ist, wird nicht mehr evangelisiert.Ansonsten sind Sie Sie sicher, in der für Sie richtigen Kirche zu sein?Wo ist da nur der Priesternachwuchsknopf? Was sind Sie denn eigentlich von Beruf?Lateinamerika nach Deutschland geholt ,könnte die Augen öffnen für w i r k l i c h e Probleme. Wie gesagt: beweihräuchern is nich.Und Deutschland als Mittelpunkt auch nich.Ich freu mich schon, hab mir ja so einen Papst gewünscht.

      • Silvia sagt:

        Ich denke nicht, dass wir jetzt so tun müssen, als ob wir alle im Herzen plötzlich Lateinamerikaner geworden sind und uns die Probleme der Kirche in Deutschland völlig egal werden. Sondern ich denke, dass es u.a. darum geht, durch Dezentralisierung und Stärkung der Ortskirchen der Kirche auf den verschiedenen Kontinenten die Möglichkeit zu geben, ihre jeweils spezifischen Probleme selbst zu lösen, natürlich in Kollegialität mit dem Bischof von Rom und unter seiner Leitung.

        • Teresa_von_A. sagt:

          Silvia, Lateinamerikanerin war ich bereits im Theologiestudium. Über den Tellerrand blicken und sehen, was es sonst noch so gibt..und dann relativieren.Wenn man beispielsweise die Biografie von Oskar Romero liest, zerbröckelt die europäische Denkweise und fällt wie Krümel auf den Boden. Oder wenn man weiß, dass zu bestimmten Zeiten Menschen keine Nacht im selben Haus übernachten konnten ,aus Angst, ermordet zu werden..kloppt man sich nicht mehr um Liturgie.

      • Capricornus sagt:

        Vermutlich bin ich schon länger in dieser Kath. Kirche, als so manch anderer, nämlich seit meiner Geburt. Ob es wirklich die richtige Amtskirche ist, da bin ich immer noch in der Findungsphase. Die Kirchengemeinschaft der kath. gläubigen Christen an unserer Basis passt jedenfalls. Ich gebe nämlich nicht so einfach auf. Wollte auch nie einen wohlbehüteten Weg bei einer kirchlichen Einrichtung einschlagen. Musste mir mein Geld immer redlich selbst verdienen, habe zwei Söhne noch nebenher alleine großgezogen und erzogen. Trotz des beschwerlichen Weges habe ich aber immer das Gefühl gehabt, dass „Jesus der Christus“ und der „Dreifaltige Gott“ oder vielleicht auch deren himmlischen Helfer bei mir waren und mir geholfen haben. Habe nie wirklich an meinem Glauben gezweifelt. Aber die Amtskirche mit ihren Kirchenrechtsbestimmungen und Dogmen hat mich als geschiedenen Mann fast an den Rand der Verzweiflung gebracht. Habe also meinen Glauben bisher nicht den Rücken gekehrt, aber ich habe mich weit von den Weisungen dieser m. E. oft unmenschlichen, Kath. Amtskirche mit ihren jahrtausende langen Verstrickungen gegenüber dem Ebenbild Gottes, dem Menschen, entfernt. Mein Tun, so finde ich, sucht immer den Bezug auf Gott hin. Bin auch noch nicht aus der Kirche ausgetreten und arbeite in meiner örtlichen Kirchengemeinde mit. Die Basis versteht und praktiziert menschliches Zusammenleben. Die Amtskirche verstehen auch bei uns viele Menschen nicht mehr und fühlen sich dort auch nicht wirklich vertreten. Zum Dreifaltigen Gott aber wird gestanden, auch wenn es mal dick kommt.
        Teres, Du siehst also, dass ich mir kein Horn abbrechen muss und werde, weil ich weiß, wovon ich rede, auch ohne Theologiestudium und Diplom. Kannst ja mal die Eigenschaften des Capricornus nachlesen, rein zur Sinnschärfung. Wenn sich einer aber in unserer Kirchengemeinde so benehmen würde, wie Du mit anderen im Post, ohne nähere Kenntnis der Tatsachen umgehst, dann würde er rausfliegen. Bei uns kann man nämlich viel tun, aber nicht seine persönlichen Befindlichkeiten ausleben bzw. andere einmal so mir nichts dir nichts aus einer ichbezogenen Laune heraus beleidigen. Mein Verhalten wird nie ichbezogen, sondern eher kooperativ ausgelegt sein. Das heißt aber nicht, dass ich nicht auch mal anlassbezogen deutliche und treffende Wort sagen kann.

        • Teresa_von_A. sagt:

          Capricorn, nicht Teres, Teresa von A..die kam aus Spanien.Das Horn stoßen Sie sich ab ,indem Sie alles von oben erwarten und sich selber richtig finden..weg ist das Horn. Wenn ich an Änderung denke..nein..es ist mir egal, wer am Altar steht, Mann oder Frau..in der Charismatischen Erneuerung dürfen alle predigen, was denken Sie, wer sich drum reißt? Nobody. Ich halt eh nix von Kanzelrednern. Bibel teilen..ein Theologe weiß da meist mehr über Bibel..weil Katholiken sich zu gerne bedienen lassen.Katholiken fragen um alles in Rom nach oder beim Pfarrer und sind sauer, wenn ein Papst und Co nein sagt. Das ist das Problem.

        • Capricornus sagt:

          Wenn Capricorn, dann auch Teres. So viel Zeit muss sein.

          Teresa von Avila aus Spanien ist mir von der Lektüre her bekannt. Sie ist auch eine Heilige und eine Kirchenlehrerin im Gegensatz zu Ihnen, wie ich meine. Ich halte sie auch für eine begnadete Mystikerin. Schade nur, dass Sie unter ihrem Synonym hier derartige, für mich oft unangebrachte und unerträgliche Ergüsse abgeben. Ob man dafür Theologe / Diplomtheologe sein muss? Ich vermute mal eher nicht. Aber eben meine persönliche Meinung, die niemand mit mir teilen muss und schon gar nicht Sie selbst. Und die Entscheidung für Ihr Tun müssen Sie im Rahmen Ihrer Verantwortung selbst tragen.

        • Silvia sagt:

          Da kann ich Ihnen in allem zustimmen. Was mich so ärgert ist, dass Leute, die bis vor kurzem noch das 2. Vaticanum für alles Übel in der Kirche verantwortlich gemacht und beklagt haben, dass in ihrem Theologiestudium wegen dieses Konzils Gott gar nicht mehr vorgekommen sei usw. jetzt eine Kehrtwende um 180 Grad machen, kaum dass wir einen neuen Papst haben. Das erinnert mich sehr an die politische Wende 1989/90, da haben eingefleischte Kommunisten plötzlich ihr Herz für die Demokratie und den seitherigen „Klassenfeind“ entdeckt.

          • Teresa_von_A. sagt:

            Silvia, erstens hat sich hier niemand dergestalt geäussert,(nicht, das 2, Vat ist Schuld, sondern nach dem 2. V wurde wer weiß was geändert äusserlich, ohne Erfolg innerlich, da sind die Veränderer das Thema, nicht das 2. Vat) zweitens haben die von Ihnen genannten Dinge nichts miteinander zu tun..drittens, wenn es so wäre,wie Sie sagen, würde ich das Prioritäten setzen nennen.Weiterhin möchten Sie offensichtlich keine Antwort..die Dinge sind selten das,was sie scheinen. Und Fragen hilft der Wahrheitsfindung. Besonders aus der Ferne.Prioritätensetzen ist anders als Sinneswandel und Sinneswandel an sich ist schon mal erwünscht. Es handelt sich in dem von Ihnen genannten Fall nicht um Sinneswandel. :-)Zumal es um 2 verschiedene Päpste geht.

    • Silvia sagt:

      Dem käme eine Dezentralisierung und Stärkung der Ortskichen entgegen. Aber mit Geld alleine gewinnt man keinen Priesternachwuchs.

      • Capricornus sagt:

        Ja, liebe Silvia,
        wir bräuchten in unserer Kath. Kirche dringend ein einschlägiges Konzept für grundsätzliche Änderungen im organisatorischen Konstrukt.

        Z. B. könnte dies so aussehen:

        1. Vor allem Dezentralisierung der Priesterschaft an die Front in den Gemeinden durch Entfernung aus kirchlichen Verwaltungspositionen,.

        2. Kirchliche Verwaltungsämter in den Diözesen, im Vatikan und sonstigen überregionalen Stellen mit weltlichen Theologen besetzen.

        3. Ratsgremien der Diözesen werden von Regionaldekanen und Dekanen aus der Front bestückt,
        haben nur beratende Funktion und
        versammeln sich nur sporadisch oder bei Bedarf,
        ansonsten betreiben sie Hirtenarbeit in ihren Gemeinden.

        4. Jeder Diözese steht ein Bischof als Ordinarius vor.

        Ihm stehen zur Seite:
        -1- Weihbischof zgl. Generalvikar -1- Weihbischof zgl. Leiter der bischöfl. Finanzkammer
        -1- Profinzial zgl. Vorsitzender des Konsistoriums und Domprobst.

        5. Bereite, erfahrene Diakone werden zu Gemeindepriestern geweiht und versehen ihr Amt selbstverantwortlich in den Gemeinden.

        6. Ebenfalls könnte man im Vatikan in ähnlicher Weise verfahren.

        7. Schnelle und konsequente Priester- und Diakonegewinnungs- und Ausbildungs- planung unter konsequenter Einbeziehung der Regionaldekane und Dekane
        sowie der Priester und Diakonenschaft aus der Peripherie mit verpflichtender Aufgabenzuteilung.

        8. Schaffung von Priesternachwuchsausbildungsseminaren (Gymnasialteil).

        Sie sehen, man könnte sehr schnell vieles tun, wenn man nur Willens dazu wäre.
        Ich fürchte aber, das dagegen sofort extremer Widerstand aus der Klerikerschaft kommen würde, mit dem Hinweis auf die Schuld der Gläubigen, der Eltern und ihrer Kinder, die alle nicht dazu bereit wären.
        Ich sage ihnen, die Herrn Verantwortlichen im Kirchenamt haben es m. E. aus u. U. eigennützigen Erwägungen erst gar nicht ernsthaft versucht und eher bestehende Strukturen zurückgefahren.
        Die bisher bekannten notorischen Bremser unter den Klerikern des Kirchenamtes und an der Basis würden sofort auf den Plan gerufen.
        Man kann diesem Kath. Kirchenamt m. E. nur raten nicht weiter die Zeichen der Zeit zu ignorieren und im Schlaf der Gerechten zu verpennen.
        Wenn sich im Kath. Kirchenamt in organisatorischer und Menschen achtender Hinsicht nicht umgehend etwas ändert, werden wir vermutlich noch mehr gläubige Christen verlieren.
        M. E. fehlt unserer führenden Priesterschaft im Kirchenamt der Wille zum verantwortlichen Engagement, weil sie in den letzten Jahrzehnten einen bequemen Lebensstandart verfallen sind, der ihnen die Verpflichtungen in einem Hirtenamt nicht mehr erkennen lässt.
        Ich vermute auch, dass die zu weidende Herde für sie eher zu einer lästigen Pflicht und zu Ballast geworden ist.
        Aber Priesteramt ist Hirtenamt und Hirtenamt bedeutet Verantwortung für die Herde.
        Ich bin sicher, der Herde würde ein derartiger Wandel sofort auffallen und die Bereitschaft zur Mitarbeit würde sich wieder deutlich steigern. Möge der allmächtige Gott sehr viel Hirn und Verantwortungsbewusstsein vom Himmel senden.

    • Gerhard weigand sagt:

      genau!! Los von Rom!! ROFL

  4. Tilda sagt:

    Es wird spannend. Dieser Papst meint was er sagt in einer radikalen Weise, die uns allen noch die Augen öffnen wird.
    Benedikt hat das Gleiche in wunderbaren Worten gesagt doch viele wollten oder konnten ihn nicht verstehen.
    Papst Franziskus wird das Salz und den Sauerteig bei uns allen einfordern.
    Ein Mann, der in einer Diktatur wie Eisen geschmiedet wurde.
    Er wird Taten verlangen, mit Gerede wird ihn niemand beeindrucken.

  5. Pingback: Die mondäne Kirche | katholon

  6. Dr. Heinz Greuling sagt:

    Als ich diese Meldung heute morgen las in einer englischen Seite und das Bild des Manuskriptes dieser wirklich beeindruckenden Rede—wurde mir klar, wo die Schwerpunkte und Schlüsselworte dieses Papstes liegen. Sie alle tauchen in dieser extrem kurzen Rede auf—und sie alle erscheinen immer wieder in den Ansprachen und den kleinen und großen Zeichen dieses „Bischofs von Rom“.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Aber so richtig die Einzelheiten erzählt er weniger.Bisher. Unter sich gegenseitig beweihräuchern stellt sich ganz sicher jeder etwas anderes vor:-)Was mir entgegenkäme ,wäre sehr viel weniger Pomp im sakralen Bereich. In Erinnerung an den fehlenden Pomp beim letzten Abendmahl. Von Karfreitag ganz zu schweigen. Da gab es laut Bibel einen sicher nicht eleganten Purpurmantel, der später blutbefleckt war.Und eine Dornenkrone..E l i s a b e t h: Kruzifixe mit Korpus sind out, leider Gottes.Wohlfühlreligion stattdessen in. Das war immer schon ein Wunsch : Teresa von Avila hat in ihrem Buch Weg der Vollkommenheit davor gewarnt. Religion als Joint.Ebenso ist es unzulässig, Arme und sonstwie Geplagte auf den Himmel zu vertrösten.

      • Silvia sagt:

        Sie konnten aber bisher doch mit dem sich immer mehr ausbreitenden Pomp des letzten Pontifikats ganz gut leben, hatte ich den Eindruck. Im letzten Pontifikat wurden wieder Gewänder eingeführt, die schon unter Paul VI nicht mehr getragen wurden.

        Und jetzt auf einmal dreht sich hier der Wind!

        • Teresa_von_A. sagt:

          Nee, Silvia, das hat zu den Dingen gehört, die ich meist schweigend geduldet habe, da mir anderes wichtig war..alles hat seine Zeit.

        • Teresa_von_A. sagt:

          Silvia, gut mitleben können und sich eigentlich was anderes wünschen paßt sehr gut zusammen. Klamotten sind für mich kein Grund, irgendwen so oder so einzuschätzen. Aber wenn sie fehlen, freue ich mich. Was hat das mit Wind zu tun?Bei dem Theater das hier ständig um Benedikt war, kann ein anständiger Mensch nur gegenhalten.Der Wind kam immer von aussen und da habe ich zu Benedetto gehalten. Egal ,wie der rumlief. Na ja, der Mann hat mehr geschrieben als ich und wurde auch nicht verstanden.Dafür aber umso mehr einsortiert.Hier ne Schublade und da eine und früher hat er doch und heute nicht mehr..und der weiß auch nicht, was er will..der weiß, was er will und ich weiß, was ich will.. Aber andere wissen nicht , d a s ist das Problem, sonst nichts.

  7. Guardianus sagt:

    Da die Kirche nicht „nur“ eine Institution ist, sondern zuerst die Gemeinschaft von Menschen ist, muss dieses „Um-sich-selber-drehen“ wohl auch zuerst auf den Menschen bezogen werden, darin es eben ein menschliches Problem an sich und eben auch vor einer solchen Gemeinschaft -leider- nicht halst macht – ja, sogar die Gefahr und die Versuchung vielleicht noch größer ist. Der Grund hierfür beruht vielleicht darin, dass man(n) oder/und Frau sich als auserwählt sieht und sich gerne hierfür beweihräuchern lässt, bzw. eben „einer den anderen beweihräuchert“ und den „ungläubigen“, bzw. den „Außenstehenden“ gerne
    deklassiert, ohne dann zu erkennen oder wahr haben zu wollen, dass man eben in diesem Moment den Weg des Glaubens verlässt….
    Es ist wichtig, dieses Problem anzusprechen, das aber -sind wir mal ehrlich- nicht seit eben vorhanden ist. Jeder ist gefordert, mit dieser Selbstbeweihräucherung aufzuhören und sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen.
    Beeindruckend ist die Rede ohne jeden Zweifel. Noch beeindruckender wird es sein, wenn diese Worte auch menschliche wie auch lebendige Gestalt annimmt und eben für alle Menschen gilt: nicht nur für die Kirche….

  8. Pingback: gegen theologischen Narzissmus | Kirche heute

  9. Guardianus sagt:

    Vielleicht passt dieser Gedanke, bzw. dieses Gebet von Dag Hammarskjöld zu diesem Thema:
    „Geheilgt werde dein Name, nicht der meine; dein Wille geschehe, nicht der meine.
    Gib uns Frieden mit dir, Frieden mit den Menschen, Frieden mit uns selbst
    und befreie uns von Angst.
    Ich persönlich frage mich, warum ist es zu diesem „theologischen Narzissmus“ gekommen, darin doch der Glaube in Jesus Christus doch gerade von einem solchen wegführt, bzw. von uns selber wegführt….

    • Entscheidend wird doch sein, ob es eine Rede/ein Gedankenspiel bleibt oder ob die Kirche die Kraft findet diese Veränderungen durchzuziehen. Wie stark wird Franziskus der Gegenwind/-orkan ins Gesicht blasen und ihn möglicherweise zum fallen bzw. zum Rückzug zwingen. Da bin ich ziemlich skeptisch. Hoffentlich ist das alles keine Inszenierung um beim Fußvolk den Eindruck zu erwecken, sie (die Kirche) bewegt sich doch.

      • Silvia sagt:

        Da muss man freilich abwarten, aber ich bin hoffnungsvoll.

      • Guardianus sagt:

        Da stimme ich Ihnen gerne zu, aber sehen wir es mal positiv und verdunkeln wir diese Worte nicht mit unserem Zweifel. Fangen wir einfach bei uns selber an und achten auch auf uns selbst, darin wir eben Zeugnis von der Wahrheit (Jesus Christus) ablegen und den Nächsten versuchen mitzunehmen, gleich wie dieses „mitnehmen“ sich gestaltet. Auch ein Franz v. Assisi hat bei sich selbst angefangen…und ist sich selber treu geblieben in Seiner Liebe zu Jesus Christus. Das ist wohl noch mehr entscheidet….finde ich zumindest. Gerne kann man(n) wie auch Frau anders darüber denken…und entsprechend dann der jeweils eigenen Überzeugung handeln. Letzteres gehört natürlich dazu.

      • Teresa_von_A. sagt:

        Wenn das Volk mitmacht, ist er stark. Wenn alle Augen auf Rom blicken und das Übliche mach mal von sich geben, wird er da landen, wo seine Vorgänger auch gelandet sind. Soll er die Leut zwingen, oder bestrafen, oder..er bringt die Ideen rein, die sonst nur von Freaks reingebracht wurden. Bruder Sonne und Schwester Mond..Mutter Erde..und Vorbild ist er , aber d i e Kirche ändern kann er nicht. Das können nur alle.Mal sehen, wie groß die Streikposten sind auf Dauer.

  10. Teresa_von_A. sagt:

    Bergoglio hat sich bereits als Kardinal bewährt. In einem Land, das unserem fremd ist. So fremd, dass viele sich genötigt fühlten, ihn gleich runterzuputzen und ihm zu sagen, wie er sich hätte verhalten müssen.Nun ist er rehabilitiert.Ich warte auf Entschuldigungsschreiben. Die Europäische Kirche mal wieder, die sich noch nicht daran gewöhnt hat, dass ihr missionarischer Eifer Vergangenheit ist und oft danebengetroffen hat. Nun bekommen wir mal gesagt, wie es auch noch sein könnte. Das stinkt besonders den Deutschen. Alle Augen warten auf dich, oh Herr..Du bist für alles verantwortlich. Du gibst uns die Fahrkarte in den Himmel, aber so, wie wir das wollen.Und unsere tollen Ideen zwingen wir dann noch den Entwicklungsländern auf. Entwicklungsland sind wir lange in Bezug auf Moral auch und kriminell und arm ist hier..ganz normal. Die Kirche ist doch erstmal das Geschenk Jesu an uns. Dann kommt das, was Menschen draus gemacht haben. Nicht nur die Amtskirche. Index hatte Petzen zur Voraussetzung und Inquisition auch.Hexen wurdenerstmal vom Volk denunziert,.die Basis war sehr beteiligt. Die Basis ist Dienstleistungsnehmer. Mein Geld, meine Steuern, meine Kirchensteuern..meine Probleme, mein und nochmal mein..ich mach, was ich will und Amtskirche muss das absegnen. So ist es und so wird es bleiben. Und so geht die Kirche unter. Was in Deutshcland sicher kein Verlust wäre.Hier kann man nur noch bei Null anfangen..und das wird aus der sogenannten 3. Welt kommen, das Neue. Einmal lesen über Lateinamerika, was da los ist und los war und unsere Dramen werden ganz klein.Aber noch betrachten wir uns als Herrenrasse, die bestimmt, ob der neue Papst etwas taugt.Der muss gar nicht mehr, der hat schon. Der ist 76 Jahre alt.

  11. Fleck, Gerhard sagt:

    Grossartige Gedanken.
    Wann erreichen sie uns im Bostum Limburg?

  12. Christian Dubaire sagt:

    Da fehlt aber der vierte Punkt in der Übersetzung. Er sagt dort, wie der kommende Papst seiner Meinung nach sein müsse: „An den nächsten Papst denkend: ein Mann der von der Betrachtung Jesu Christi und von der Anbetung Jesu Christi heraus der Kirche hilft, aus sich selbst heraus zu treten in Richtung der existentiellen Ränder; der ihr hilft, die fruchtbare Mutter zu sein, die von der ’süßen und tröstlichen Freude der Verkündigung des Evangeliums‘ lebt.“

  13. Gregor Bata sagt:

    Narzismus – Liebe Jesuiten bei Radio Vatikan.

    Radio Vatikan- deutschsprachige Abteilung- absolut langweilig.

    Und konfliktscheu.

  14. Silvia sagt:

    Erst müssen sich die herzen öffnen, bevor sich die verkrusteten Strukturen ganz normaler deutscher Pfarreien öffnen können. Bei uns ist alles so festgefahren und spielt sich in Gremien und Arbeitskreisen ab, Vorschläge und Kritik laufen ins Leere.

    Die Fürbitten für den Gottesdienst werden vom Pfarrer gemacht und dann vom Lektor vorgetragen, also manchmal auch von mir, aber sie erreichen nicht mein Herz, weil sie irgendwie künstlich wirken. Die Predigt muss für drei Gemeinden passen und ist inhaltlich entsprechend allgemein gehalten und natürlich für den Mittelstand.

    Die Armut. die auch in unserem Land und unserer Stadt immer bedrückender wird, kommt da gar nicht vor.

    Seit Jahrzehnten hat Rom den Priestern gesagt, sie müssen sich auf ihr Kerngeschäft beschränken, und das sei die Spendung der Sakramente, sie sollten keine Sozialarbeiter sein. Damit wir dahin kommen, wo der Papst die Kirche haben will, muss sich etwas an der Priesterausbildung ändern. Sie müssen Kompetenzen im Umgang mit Menschen erwerben. Mir ist in meinem ganzen Leben von 62 Jahren noch kein Priester begegnet, der ein wirklich gutes seelsorgliches Gespräch mit einem Erwachsenen führen kann, weil die Empathie fehlt und weil man wegen des Priestermangels zu wenig auf die menschliche Eignung der Kandidaten schaut.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Unter den 12 Aposteln bei der Fußwaschung, die der Papst im Jugendgefängnis gemacht hat, waren auch Apostelinnen.Alles andere als katholisch…eine Revolution. Im letzten Jahr wurde in Berlin noch betont, dass keine Frauen dabei sein dürfen. Also haben einige Priester ,die ich kenne, Händewaschen gemacht stattdessen.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Im Noviziat der Jesuiten in Nürnberg wird seit Jahren sehr auf die menschliche Eignung geachtet. Der Novizenmeister war neulich in Berlin und hat aussergewöhnlich volksnah gepredigt.Die Auswahl der Priesteramtskandidaten dürfte noch sehr vom einzelnen Bistum abhängen.Im Erzbistum Berlin machen sich Neokatechumenat und Co auf den Weg..ganz unterschiedlich, es sind eine Reihe Ausländer dabei.Die ihre Volksgeschichte mitbringen, was mir gefällt. Wenn sich Gruppen abgeschottet in Gemeinden aufhalten und ihren eigenen Kram machen, steige ich aus. Der Unterschied in den Fürbitten ist riesig, Man sieht, was der Priester die Woche über gemacht hat..Sozialarbeiter sollen Priester auch nicht sein, aber Seelsorger. Da gibt es zu bemängeln, dass so mancher Pfarrer die Leut in Zentren schickt…anstatt sich selber mal hinzusetzen und zu reden.Es darf nicht mehr vom Temperament des Priesters abhängen, ob er i n der Gemeinde ist, oder nur auf der Kanzel.Das hat nichts mit altmodisch zu tun, wenn nur Sakramente gespendet werden, das ist neu..früher kamen die Pfarrer in die Familien. Das habe ich noch in meinem Studium erlebt, dass ich den Pfarrer eingeladen habe.In Berlin gibt es Pfarrgemeinden, die sind hauptsächlich mit Obdachlosenarbeit beschäftigt und werden eher verlacht..Du und Deine Obdachlosen, Du siehst ja selber schon so aus..wurde mal einem Pfarrer gesagt..dass unser Kardinal zum Anfassen ist und mittendrin wohnt, ist bekannt, hoffe ich.

      • Silvia sagt:

        Ich habe ja auch nicht von den rühmlichen Ausnahmen gesprochen sondern von ganz normalen Durchschnittspfarreien. Auch nicht von Ordens – sondern Weltpriestern.

        • Teresa_von_A. sagt:

          Beim Ordensnachwuchs mußte auch etwas gemacht werden. Jesuiten sind in der Jugendarbeit und in den Gemeinden.Die gehen genauso unters Volk wie Weltpriester.Wer sich vom neuen Papst die Frauenordination erhofft, könnte leer ausgehen.

          • Silvia sagt:

            Was hat das jetzt mit Frauenordination zu tun? Das steht doch in keinem Zusammenhang mit meinem Posting, wenn ich sage, dass unsere ganz normalen Pfarreien offener werden müssen und der Weltklerus menschennaher ausgebildet werden müsste.

          • Teresa_von_A. sagt:

            Unsere Pfarreien sind weltoffen ,was die Pfarrer angeht. Die Gemeindemitglieder sind es oft nicht.Wer soll dafür sorgen, dass Pfarrer weltoffen sind? Die Amtskirche?Die Ausbilder? Das Thema Frauenordination war assoziativ..vor der Priesterausbildung kommt die Erziehung im Elternhaus.Unsere Fürbitten werden auch vom liturgischen Arbeitskreis gemacht. Ich sehe bei freien Fürbitten, dass Weltoffenheit nicht im Klerus fehlt. Ein Pfarrer, den ich kenne, muss die Leut immer daraufhinweisen, dass sie sich auf ein Thema konzentrieren, das mit sozialem Verhalten zu tun hat. Nicht, mach die und die katholisch, oder immer nur die eigenen Probleme. Gerade bei freien Fürbitten sehe ich, wie sehr das Volk um sich selber kreist. Pfarrer hinterm Mond gibt es auch. Aber die sind nicht d a s Problem in der Kirche.Zumindest nicht prozentual gesehen.Und wenn sie es doch wären, ist das Aufgabe der Ausbilder? Die können grad drauf achten und d ann sie umerziehen? Die kommen nicht mehr mit 18 ins Seminar, sondern fertig oft. Mit Berufsausbildung und Macken,. Die haben sie nicht von den Ausbildern. Wenn ich die Noviziatsausbildung der Jesuiten lobe, wäre es schön, Sandere könnten das ebenfalls loben.In Berlin spielen Jesuiten und andere Ordensleute eine große Rolle.I c h muss mich auch nicht immer in Fürbitten wiederfinden.Wenn die Welt drinsteckt, genügt es. Womit ich nichts anfangen kann, wenn kommt: Mögest Du alle zum Glauben führen…das sagt einer unserer Pfarrer, der sich grämt, weil so wenige in die Kirche gehen werktags.

  15. Teresa_von_A. sagt:

    Was mich ja noch interessiert wieder, ich hatte es vergessen, wie Franziskus zu pro multis steht. Das ist eine sehr zweischneidige Angelegenheit Nicht alle wollen unter die Fittiche des gekreuzigtenJesus genommen werden..andererseits kann man die Kirche wieder als Ausschlusskirche betrachten. Die sektenmäßig nur ihre Schäfchen in den Himmel läßt. Wer sind die Vielen und wer sind die Restlichen? In Berlin sind die Vielen 9,2 Prozent, die Protestanten denken anders.

  16. Teresa_von_A. sagt:

    Ich bin sehr sicher, dass auch dieser Papst nicht verstanden werden wird. Die Amtskirche wird meinen, er meint die Basis, die sich ändern soll und die Basis wird denken, er meint die Amtskirche. Wie man in Deutschland die Kirchen aus der Verwaltung rausholen will, weiß ich nicht. Pfarrverwalter, Seelsorger war einmal. Kontakt zum Volk: eher aussergewöhnlich.Wenn sich dann drüber unterhalten wird, ob er soviel auf einmal ändern darf, geht auch das den üblichen Bach runter. Das Evangelium kann auch das Volk verkündigen, von Haus zu Haus. Das wird kommen, denke ich mir, aber nicht das, worauf Mann oder besonders Frau seit Äonen hofft..Kirche der Armen als aussergewöhnliches Projekt..so geht das nicht. Die Armen müssen integriert werden und die Ursachen der Armut betrachtet.Nicht nur von Exoten, das muss Aufgabe der Kirche sein.Die Kranken und Armen und andere Randgruppen werden vonKirche ebenso abgeschoben wie von der nichtkirchlichen Gesellschaft.Tierschutz und Umweltschutz..alles Arbeiten für Exoten.Kann genauso gut auch liegenbleiben, wie es aussieht.Gott hat die ganze Welt erschaffen. Die Menschen ganz zum Schluss, da war er schon müde..sich mit diesen üblicherweise Randerscheinungen zu befassen, ist eine Riesenaufgabe..wenn er das alles ins Bewußtsein von Kirche bringt..hat er wer weiß was geleistet.

  17. Teresa_von_A. sagt:

    Nach Allem, was ich lese, ist es offensichtlich am Klerus, die Kirche zu verändern. Du sollst dir kein Bildnis machen..auch von Priestern nicht. Sie einteilen in weltoffen und nicht. Am Altar ist ein Priester anders als sonst. Der eine kann gut predigen, der andere gut zuhören..manche beides.Fürbitten sind ein Kapitel für sich.Sei vorsichtig mit deinen Bitten und Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen. Priester überfordern ist eh nicht meine Masche. Zusammen sind wir auch da stark.Manches ist langweilig und verstaubt. Oder chaotisch.Was bleibt,ist die Wandlung. Weltoffen, oder nicht.Der beste Seelsorger ist Gott.

  18. Elisabeth sagt:

    Dieser Tage lief eine Dokumentation (aus 2012) über den „Katakombenpakt“, der durch engagierte Bischöfe 1965 während des II. Vatikanums geschlossen wurde – über die Hintergründe, die Beweggründe und Gedanken, insbesondere die Briefe Hélder Camaras.
    Dass sich die Visionen der Bischöfe vor 50 Jahren teilweise wörtlich in der Rede Kardinal Bergoglios vor dem Konklave wiederfinden – UND die Kardinäle ihn mit so breiter Zustimmung gewählt haben, bewegt mich sehr.

    Ein kurzes Beispiel aus den Konzilstagebüchern Camara’s: „Der Hl. Franz von Assisi -um uns dieses große Beispiel vor Augen zu halten- hat auf den ersten Blick einfach auch nur das Wort Jesu über seine eingestürzte Kirche wörtlich genommen: er erneuerte die Kirche von Sankt Damian…
    Verzeiht mir meine Träume. Die Intention ist so selbstlos und reinen Herzens. Die Liebe zur Kirche so groß. Ich sehe in meinem Traum diese Kirche in vorderster Front, ganz vornean im Einsatz für die Niedrigen und die Armen!
    Helft alle mit, so viel ihr könnt. Ohne Opfer und ohne Gebet geht nichts…“
    Und:
    „Wie gut wäre es, wenn das größte und wichtigste Anliegen eines jeden Bischofs die Bildung eines Teams mit seinen Priestern und den Laien wäre, um so besser Gott und dem Nächsten dienen zu können!
    Wie gut wäre es, wenn der Traum von der armen Kirche (angefangen bei Papst und Bischöfen) das Komplott einer kleinen Gruppe übersteigen- und übergreifen würde auf das gesamte Bischofskolleg!“

    Wie gesagt, das ist 50 Jahre her. Viele der teilnehmenden Bischöfe teilten eine Vision – an deren Umsetzung nun offensichtlich ihre Nachfolger teilhaben möchten.

    • Teresa_von_A. sagt:

      Helft alle mit, so viel Ihr könnt.Ohne Opfer und ohne Gebet geht nichts.Danke, liebe Elisabeth, dass Sie den Text herausgesucht haben.Frohe Ostern.

  19. Owe, haben die herren kardinäle nicht gut genug gelauscht? Dieser populistische papst kann doch nicht wirklich die antwort des hl gwistes auf die probleme der kirche sein

    • Pater Hagenkord sagt:

      Warum ist dieser Papst populistisch? Wenn er das wäre, würde er nicht in allen Sprachen sprechen, die er kann? Stattdessen nur Italienisch. Das spricht gegen den Populismus.

    • Guardianus sagt:

      Die Antwort auf die Probleme der Kirche sind Sie selbst, bzw. jeder Einzelne von uns…..und somit auch der Bischof von Rom.

  20. Theologischer Narzissmus trifft es sehr gut. Ein paar psychologische Gedanken dazu auf:
    http://verdenken.wordpress.com/2013/04/03/ich-bleib-in-meinem-heilgen-nimmerland/.

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